Rabenmord

Erschienen: Januar 2006

Bibliographische Angaben

  • Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag, 2006, Seiten: 344, Übersetzt: Irmengard Gabler

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Michael Drewniok
Hebt sich aus der Masse der oft zahnlosen Thriller heraus Ein Serienmörder in den (viel zu großen) Schuhe von Edgar Allan Poe

Buch-Rezension von Michael Drewniok Jan 2007

Ausgerechnet ein kleines Mädchen findet die Leiche, beziehungsweise das, was der Killer mit ihr inszeniert hat: Der vom Gesicht befreite Totenschädel ist an einen Baum genagelt und aus dem linken Auge baumelt ein Band mit einem goldenen Skarabäus daran. Und auch die nächste Leiche lässt nicht lange auf sich warten und wird mit durchtrenntem Hals gefunden, während ein einäugiger schwarzer Kater darüber wacht.

Special Agent Elizabeth Hewitt hat bald heraus gefunden, dass sich der Killer der literarischen Vorlagen Edgar Allan Poes bedient und seine Opfer exakt nach den Vorgaben für die Polizei drapiert. Wie durch Zufall ist unser weiblicher Detective mit einem Professor liiert gewesen, dessen Spezialgebiet eben die Geschichten des Horrormeisters sind und von da her hat sie sofort eine Ahnung, wie die Mordserie weitergehen wird. Und der Ex-Liebhaber unterstützt sie bei der Klärung der Mordfälle nach bestem Wissen und Gewissen, denn Eines ist klar: hier kommuniziert ein hochintelligentes, aber mörderisches Gehirn mit der Agentin und hat sie zu einem Zweikampf auf Leben und Tod gefordert ...

Sheldon Rusch ist ein Neuling auf dem Thrillermarkt. Der Marketingmanager und Yogalehrer, der in der Nähe von Milwaukee in Wisconsin lebt, ist selbst ein profunder Kenner der Geschichten, die uns das seelisch kranke Genie Edgar Allan Poe hinterlassen hat. Im Fischer Taschenbuch Verlag hat er seinen Erstling Rabenmord auf den Markt gebracht, der von den Marketingstrategen auch prompt mit dem Etikett "Thriller des Jahres" versehen wurde.

Irmengard Gabler hat die 345 Seiten flüssig übersetzt, auf denen ein weiblicher Ermittler präsentiert wird, der dem gegenwärtigen Trend zu privat von Krisen geschüttelten Ladydetektiven zielstrebig folgt. Dazu kommt noch das bewährte Strickmuster aus dem Serienkillerambiente, das dem Hang zu möglichst brutalen Folgemorden entspricht.

Sheldon Rusch versucht sich jedoch nicht als simpler Nachahmungstäter eines Jack the Ripper, wie in sich Andreas Franz in Tödliches Lachen ausgesucht hat, sondern verbeißt sich in die obskuren Ideen Edgar Allan Poes und arbeitet diese literarisch ansprechend auf, ohne dabei jede Monstrosität bis zum blutigen Ende breit zu walzen. Das Hauptaugenmerk, der doch reichlich stark konstruierten Handlung, liegt im geistigen Zwiegespräch zwischen Ermittlerin und Täter.

Spannung kommt in jedem Falle mehr als genug auf und nach guter amerikanischer Thrillermanier gibt es auch einen actiongeladenen Showdown. Dazwischen kommt der Leser praktisch nicht zum Ausrasten und Rabenmord kann seinem Anspruch auf den "Thriller des Jahres" in wesentlichen Teilen durchaus gerecht werden, wenn man die noch zahnloseren Werke der Konkurrenz als Vergleich heran zieht.

Special Agent Elizabeth Hewitt hat bei all ihrer verzweifelten Suche nach Mörderpack und Streicheleinheiten zumindest noch den nötigen Charme, um als Ermittlerin halbwegs sympathisch zu sein. Ob man auf dieses sehr eigenständig konzipierte Erstlingswerk des Autors allerdings noch einen Nachfolger aufsetzen kann, um aus Hewitt einen Serienstar zu machen, wage ich zu bezweifeln.

Insgesamt hat sich Rabenmord in jedem Fall verdient, dass man sich die interessante Story zu Gemüte führt. Der Anspruch des Thrillers liegt nicht übertrieben hoch, lediglich die Literaturauszüge aus Poes Gedichten Die Glocken und Allein könnten manchem ein Stirnrunzeln entlocken, aber die amerikanische Romantik des 19. Jahrhunderts und der unangepasste Stil von Edgar Allan Poe haben mit seinem Ermittler Auguste Dupin immerhin einen Grundstein für die Krimientwicklung heute gegeben. In manchen Bereichen merkt man dann doch, dass Sheldon Rusch diese Schreibtradition bewusst in seinen Thriller einfließen lässt und das hebt dieses Buch aus der Masse des neu erschienenen Krimistapels heraus.

Eine klare Leseempfehlung für dieses Krimidebüt!

von Dr. Michael Drewniok

Ihr aktueller Fall führt Elizabeth Hewitt, Special Agent der Illinois State Police, in den winterlichen Chain-O-Lakes-Nationalpark. Dort haben Spaziergänger einen Frauenschädel gefunden - an einen Baum genagelt und mit einem Band aus einer Augenhöhle hängend, an dem die Nachbildung eines Käfers baumelt. Die literarisch nicht unbedarfte Hewitt muss nicht lange nachdenken, bis sie erkennt, wen der unbekannte Schöpfer dieser Szene hier nachahmt: Edgar Allan Poe, der vielleicht größte US-amerikanische Schriftsteller des frühen 19. Jahrhunderts, verfasste 1843 die Kurzgeschichte Der Goldkäfer, in der besagtes Insekt den Hinweis auf einen vergrabenen Schatz gab.

In diesem Fall findet man im Boden unter dem Käfer allerdings die sorgsam zerteilte Leiche der seit sechs Wochen verschwundenen Brandi Kaczmarek, der auch der Schädel am Baum gehört. Der "Rabe", wie die begeisterten Medien den unbekannten Mörder rasch nennen, hat derweil eine weitere Poe-Geschichte nachgestellt: Die schwarze Katze, entstanden ebenfalls 1843, beschreibt das schreckliche Ende einer Frau, die mit einem einäugigen Katzentier in ihrem Haus eingemauert wird. Genevieve Bohannon, der dieses Schicksal beschert wurde, kann nur noch tot geborgen werden.

Agent Hewitt versichert sich der Hilfe des Dozenten und Schriftstellers Scott Gregory, der als Poe-Experte gilt. Dass er einst ihr Liebhaber war, erschwert die Zusammenarbeit verständlicherweise. Doch die Zeit drängt, denn der "Rabe" setzt seine bizarre Mordserie unbeirrt fort. Ein Durchbruch scheint sich abzuzeichnen, als sich eine mögliche Zeugin meldet. Sie lernte vor Jahren den Insassen einer Nervenheilanstalt kennen, der ihr später Botschaften beunruhigenden Inhalts sendete, die sich mit den aktuellen Morden in Einklang bringen lassen. Doch ist der "Rabe" wirklich "nur" ein (inzwischen entsprungener) Irrer, der seine Wahnideen zu realisieren trachtet? Hewitt muss einmal mehr lernen, dass der Grat zwischen Erfolg und Irrtum in der Kriminalistik sehr schmal ist und ein Fehler sich überaus unangenehm gegen die ermittelnde Person wenden kann ...

Vordergründige Spannung und Krimi-Routine können durchaus unterhalten

Der Serienmörder in Literatur und Film ist eine seltsame Figur, die mit der Realität herzlich wenig zu tun hat. Die echten Killer sind düstere, abstoßende Gestalten, die ohne Finesse brutal zuschlagen, während ihre fiktiven Spiegelbilder irrsinnig intelligente, faszinierende Prinzen des Bösen darstellen, von denen man sich anscheinend gern abschlachten lassen würde. Urvater dieser charmanten Schurken ist der weiterhin aktive Hannibal Lecter, dessen monumentaler Erfolg eine ganze Heerschar schreibender Nachahmungstäter nicht ruhen ließ - und lässt, obwohl sich längst unübersehbare Ermüdungserscheinungen eingestellt haben. Wie abscheulich kann man letztlich ins mörderische Gewaltdetail gehen? Welche Methoden gibt es denn, seine Mitmenschen "unterhaltsam" ins Jenseits zu befördern? Folgerichtig versuchten es viele Autoren mit einem wahren Overkill und Mordplänen, die es entweder mit der konstruktiven Komplexität einer Mondrakete aufnehmen konnten oder einfach nur noch lächerlich wirkten.

Auch Rabenmord ist kein Krimi, der allzu fest in der Realität verwurzelt ist. Der Verfasser, als Romanautor ein Debütant, will das Rad nicht neu erfinden. Ihm geht es nicht um Originalität, die ihn womöglich überfordert; der Plot als solcher ist bekannt und bewährt. In einem fest abgesteckten Rahmen geht Sheldon Rusch daran, eine spannende Geschichte zu erzählen. Damit gelingt ihm zwar ganz sicher nicht der "Thriller des Jahres", wie der Verlag auf dem Cover dröhnt, aber ein Krimi, der sich gut und flott lesen lässt. (Diese Spitze kann Ihr Rezensent indes nicht unterdrücken: Der routinierte Krimileser wird sogleich und erschreckend einfach auf die Identität des "Raben" schließen. Klammern wir außerdem lieber die überaus kitschig-blöde Coda aus, um den "Rabenmord" als gelungen bezeichnen zu können ...)

Edgar Allan Poe (1809-1849) war nicht nur ein Ausnahme-Schriftsteller, sondern führte ein dramatisch unglückliches Privatleben, das niemand selbst gern führen würde, sich aber in der Rückschau sehr gut eignet, das Bild vom Genie abzurunden, welches womöglich selbst ein wenig verrückt war. Poes Werke lesen sich inzwischen vielleicht ein wenig altmodisch, haben aber von ihrer Eindringlichkeit nichts verloren. Doch auch wer Poe nicht lesen mag, "kennt" ihn "indirekt", denn Literatur und Film haben sich seiner seit jeher gern bedient, d. h. sich von seinen Erzählungen "inspirieren" lassen oder ihn sogar als Gestalt seiner eigenen Geschichten verzeichnet. (Man denke mit Schrecken an Klaus Kinskis Poe-Interpretation in dem 1971er Horrortrash "Nella stretta morsa del ragno", deutsch betitelt als "Dracula im Schloss des Schreckens"!) Erst vor wenigen Jahren erschienen ist Laura Lippmans gelungener Krimi In a Strange City (1998, dt. In einer seltsamen Stadt), dessen Plot ebenfalls auf Poes Leben und Werk basiert.

So ist es weniger Poe, die historische Person, welche Rabenmord trägt, sondern Poe als Kompilation einschlägiger Poe-Klischees: Das unglückliche, von grotesken & arabesken verfolgte wie schriftstellerisch beflügelte Genie, dem unvergessliche Werke wie Der Goldkäfer, Die schwarze Katze oder Das verräterische Herz gelangen: Rusch klaubt sich heraus, was er für sein Werk am besten zweitverwerten kann. Weil er schreibt, ohne dabei einen Klassiker schaffen zu wollen, fällt das Konstruierte nicht so stark oder gar störend auf - Rabenmord ist Entertainment, das als solches genossen und bewertet werden sollte.

Von allem nur das Bewährte: Anleitung zum Figurenbasteln

Dazu passt die Figurenzeichnung: Rusch wählt sich eine weibliche Heldin, die er politisch korrekt stark und selbstbewusst, aber mit den genretypischen Macken schildert. Elizabeth Hewitt schleppt schwere Erinnerungen mit sich herum. Ihre Jugend war schwierig, das Verhältnis zu den Eltern gespannt; es konnte nie geklärt werden. Dann ist da noch der Selbstmord einer Freundin, für den sich Hewitt die Schuld gibt. Das beeinflusste ihr Privatleben, und selbstverständlich hat sie Schwierigkeiten mit Männern.

Trotzdem (oder gerade deshalb) stellt ihr Rusch einen männlichen Gefährten zur Seite, der zudem ihr ehemaliger Liebhaber ist. Das birgt Stoff für jene emotionalen Verwicklungen, die vor allem ein Großteil der weiblichen Leserschaft bei der Krimilektüre schätzt. Hewitts & Gregorys "Ich-will-dich-eigentlich-aber-ist-es-denn-richtig?"-Eiertanz füllt viele Seiten, die sich vermutlich recht rasch herunterschreiben ließen, folgen sie doch streng den Klischees erfolgreicher Seifenopern.

Die Opfer des "Raben" werden uns jeweils kurz vorgestellt - dies soll sie "menschlicher" wirken und uns über ihr Ende erschrecken lassen. Das klappt jedoch nicht, weil Rusch allzu schematisch vorgeht. Wir müssen bald nur die ersten Zeilen eines Kapitels lesen, um Bescheid zu wissen: Ein neuer Name, eine weibliche Person - aha, der "Rabe" plant seinen nächsten Coup! Nunmehr interessiert weniger das Schicksal seines Opfers als die Methode, mit der er es dieses Mal zu Tode bringt.

Der "Rabe" ist wie schon angedeutet eine Kunstfigur, die intelligente Übermacht primär darstellen aber nie unter Beweis stellen muss. Interessant wirkt er, solange er sich im Hintergrund hält und höchstens als Stimme oder Schatten auftritt. Schnell schrumpft er zusammen, wenn sich die Handlung auf ihn konzentriert: schon wieder ein Spinner mit Mutterkomplex! Aus dramaturgischen Gründen bleiben seine Häscher mit Blindheit geschlagen, so dass sich die Jagd fortsetzen kann, doch hier wirkt der Plot ein wenig fadenscheinig.

Dieser Eindruck verstärkt sich im Verlauf der Geschichte. Rabenmord ist ein gelungenes Debüt, sicherlich keine Offenbarung. Der Verfasser bemüht sich um Tiefe, doch dass er dabei eher konstruiert und auf Spannung trimmt als wirkliche Emotionen zu wecken, wird sehr schnell allzu deutlich. Was bleibt ist ein Krimi wie viele, viele andere - lesenswert aber vergessen, sobald er gelesen beiseite gelegt ist.

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Letzte Kommentare:
05.10.2010 21:03:57
Misery

Rabenmord ist, meiner Meinung nach, das beste Buch das Rusch je geschrieben hat. Ich hatte zwar recht schnell meinen Tatverdächtigen (und hatte letztendlich Recht *freuwiekleineskind*), aber Rusch hat es dennoch geschafft, dass ich gelegentlich an meiner Theorie gezweifelt hab.
Oftmals sind einige Szenen sehr detailliert beschrieben, aber einen besonders starken Magen braucht man für dieses Buch nicht.

08.08.2010 12:30:06
SukRam

Ich bin zwar nicht der größte Thriller-Freund, aber dieser lässt sich ganz flüssig lesen. Ob das Ende realistisch ist, muss jeder Leser für sich entscheiden, mir jedoch hat es gut gefallen.
Das Privatleben der Heldin setzt sich sehr mit dem Mordfall auseinander. Und gerade die düsteren Geschichten Poes, die dem Thriller einen sinnvollen roten Faden verleihen, bilden mit dem Motiv des Singens eine düstere Grundlage.

Meine Wertung:83°

04.03.2009 18:31:57
HelgaR

Eine interessante und sehr spannende Geschichte, mit einigen Abschweifungen zwischendurch, die aber nicht sonderlich stören. Auch das Privatleben von Elizabeth und Scott kommt nicht zu kurz. Die Personen sind zwar nicht sehr tiefgründig dargestellt, aber trotzdem sympathisch.

Ein Debüt, welches mir recht gut gefallen hat, wobei noch zu erwähnen wäre, dass es nichts für zarte Gemüter ist, da die Opfer schon sehr detailliert beschrieben werden, eben nach Edgar Allan Poe. Bin jedenfalls schon auf den zweiten Fall "Mordmelodie" gespannt.

20.08.2008 12:23:32
norman

Man war schon fast daran gewöhnt, in neueren amerikanischen Krimiautoren (leider auch älteren) Absolventen von Schreibkursen von Abendschulen zu finden.Was für ein Segen, jetzt diesen Neuling zu entdecken: Herrlich frisch, humorvoll, kein Gelaber, um Seiten zu füllen, immer zur Sache kommend. Sogar ein guter Übersetzer hat sich gefunden. (Ich hasse Übersetzer, die das Verlegenheitsfüllsel "tja" benutzen.)
Leider habe ich den zweiten Roman zuerst gelesen, so dass ich schon vorher wusste, wer im ersten Roman der Mörder ist. Tat aber der Spannung und vor allem dem Spaß keinen Abbruch (schrecklicher Satz!!!).
Noch'n Kalauer: Rasch, Rusch, den nächsten!!!

20.04.2008 17:23:01
Markus Köbler

Richtig verstehen kann man das Buch eigentlich nur, wenn man Poe kennt - und liebt.
Es zeigt, dass Poe immer noch aktuell ist und nichts an Düsterkeit eingebüßt hat.
Absoluter Höhepunkt war meiner Meinung nach das Rezitieren der "Glocken".
Das Buch ist zwar recht durchschaubar, aber eine Hommage an den wohl besten amerikanischen Schriftsteller, die auch gelungen ist: For Edgar!

17.09.2007 21:54:27
cinx

Ich fand das thema gut und auch konnte ich mich in der Hauptperson hineinversetzen. Trotzdem fand ich das einiges fehlt, warum zu beispiel der täter sich für einen raben hält, wird nicht deutlich gemacht, auch nicht ganz der Grund für sein morden, das ist etwas komisch. an sich ein gutes Buch, doch das ende ist nicht gelungen. es hört zwar überraschend auf, doch hätte man das ende besser ausbauen müssen. ansonsten in odnung.

31.07.2007 07:23:22
sydney75

Also ich finde die story ganz okay. Die Hauptdarstellerin ist an sich ganz interessant beschrieben. Ich muß auch zugeben, dass ich das Buch sehr spannend fand...aber dann in den letzten 60 Seiten hab ich echt fast die Lust verloren das Buch zu Ende zu lesen. Irgendwie konnte ich nicht wirklich die Gründe für den Mörder nachvollziehen. Ansonsten wird man ganz gut unterhalten. Vielleicht bin ich auch zu verwöhnt von Gerritsen und Hoffman. Kurz gesagt, das Buch ist nicht der Hit.aber Müll ist es auch nicht.

02.04.2007 12:06:04
Eva

Stimme den Couch-Kritiken zu! Der "Rabenmord" ließ sich flüssig lesen - gut. Die Verbindung des Romans mit E.A. Poe war mein Kaufgrund - okay, aber nicht empfehlenswert. Die Morde waren grausig, aber der Autor verzichtet auf die detallierte Blutbadschilderung - sehr gut. Der von mir früh vermutete Killer war´s dann auch - mir ist aber nicht klar, wie er das alles bewerkstelligt haben soll, sprich: die Auflösung (und überhaupt das Ende)gefällt mir nicht - unbefriedigend. Trotzdem: Für ein Debüt nicht schlecht.

06.03.2007 10:38:28
Mary_Poppins

Ich fands ganz gut. ;o) Liest sich sehr leicht, es kommt zwar keine wirkliche Spannung auf, aber die Geschichte und die Idee sind wirklich gut. Übrigens auch was für Einsteiger. ;o)