Rungholts Ehre

Erschienen: Januar 2006

Bibliographische Angaben

  • München: Blanvalet, 2006, Seiten: 544, Originalsprache
  • München: Blanvalet, 2010, Seiten: 544, Originalsprache

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Jörg Kijanski
In jeder Hinsicht ein grandioses Buch

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Apr 2006

Mittelalter-Krimis gibt es viele, aber selten führte ein Debütroman derart intensiv in die vergangene Zeit. Doch der Reihe nach...

 

Fünf Fragen an Derek Meister

 

Krimi-Couch: Herr Meister, Ihr Debütroman "Rungholts Ehre" ging im letzten Dezember bereits in die zweite Auflage, obwohl dieser offiziell erst im Januar 2006 auf den Markt kam. Hat Sie diese Entwicklung überrascht oder war die Erstauflage zu niedrig angesetzt?

Derek Meister: Die erste Auflage war schon sehr gut bemessen und so hat es mich in der Tat überrascht, dass der Verlag noch einmal nachdrucken ließ, weil die Bücher binnen weniger Tage vergriffen waren. Als Debütant bekommt man bei solch einem Anruf schon weiche Knie - zumindest erging es mir so.

Krimi-Couch: Gab es eigentlich zuerst die Romanfigur/den Charakter des Rungholt als dickköpfigen, jähzornigen Kaufmann oder zuerst den historischen Bezug, wie z. B. die Betrachtung der großen Flutkatastrophen an der Nordseeküste, vor deren Hintergrund die Figur Ihres Protagonisten erstellt wurde?

Derek Meister: Zu erst war in der Tat Rungholts Charakter da. Ich wollte einen kantigen Charakter mit sehr viel Tiefgang und einer dunklen Vergangenheit im Mittelalter erzählen. Einen störrischen, leicht jähzornigen Ermittler mit dem Herzen am rechten Fleck. Mich interessiert bei Rungholt eindeutig das Gebrochene - sein Quäntchen Antiheld fand ich besonders vor dem historischen Hintergrund sehr reizvoll. Tatsächlich bin ich erst bei weiteren Recherchen auf die Flutkatastrophe und den Untergang der sagenumwobenen Stadt "Rungholt" gestoßen. Es passte aber perfekt zu meiner Vorstellung vom Charakter und so hatte Rungholt plötzlich nicht nur eine Kindheit, sondern auch gleich seinen Namen. Ein Hansekaufmann am Meer, der Angst vor dem Wasser hat, erschien mir mehr als reizvoll.

Krimi-Couch: Wie lange - und vor allem wie - haben Sie sich auf diesen Roman vorbereitet bzw. recherchiert?

Derek Meister: Ich habe mich durch gut zwei Meter Fachliteratur rund um die Hanse und das 14. Jh. gelesen - lese noch - und natürlich in Lübeck vor Ort recherchiert, wobei ich mehrmals für einige Tage das Stadtarchiv und die Bibliothek unsicher gemacht habe. Aber auch parallel zum Schreiben recherchiere ich viel, fülle Lücken und notiere Fragen, deren Antworten ich erst mittels Internet umreiße um sie dann ausführlich in Fachzeitschriften, Büchern oder Archiven zu überprüfen. Lübeck erwies sich als eine wahre Goldgrube, da das Archiv bis ins 13 Jh. zurückreicht und die Stadt archäologisch sehr gründlich erforscht ist und noch immer erforscht wird. Das Recherchieren macht mir großen Spaß, gerade weil ich in meinem "normalen Beruf", dem Drehbuchschreiben, so gut wie nie in andere Zeiten abtauchen kann. Die meisten Fernsehstoffe - das täglich Brot - sind ja im Hier und Jetzt angesiedelt.

Krimi-Couch: Ohne zu viel verraten zu wollen, aber Hand aufs Herz: Hat Sie am Ende des Buches ein wenig der Mut verlassen, in dem Sie hinsichtlich der "Liebesgeschichte" die Lösung bieten, die sich förmlich aufdrängt bzw. die meisten Sympathien bringt?

Derek Meister: Nach dem einige meiner "Probeleser" sich über den Gedanken, dass die Liebesgeschichte im Krimi "böse" enden könnte, doch sehr empört haben, habe ich den bestehenden Ausgang gewählt. Aber eigentlich empfinde ich ein Happy-End nicht als "feige" oder die "einfachste Lösung". Mut zum Gefühl. Und im zweiten Teil, an dem ich gerade schreibe, wird der Leser auch erfahren, wie es mit den beiden Turteltauben weitergeht.

Krimi-Couch: Herr Meister, bitte geben Sie uns abschließend noch einen Ausblick auf die künftig zu erwartenden Abenteuer von Rungholt?

Derek Meister: Momentan schreibe ich an Teil zwei, der den Arbeitstitel "Rungholts Sünde" trägt. Diesmal sieht sich Rungholt einem Serientäter gegenüber, der seinen Opfern die Herzen entfernt und damit einen ganz eigenen, mysteriösen Plan verfolgt. Außerdem wird der Leser wieder Marek und Winfried treffen und endlich mehr über Rungholts Taten in Rigas "blutigem Schnee" erfahren. Längerfristig ist geplant, Rungholt auch einmal nach Riga, London oder Novgorod zu schicken und dort ermitteln zu lassen. Wir werden sehen. Es würde mich freuen, wenn Rungholt auch noch weitere Fälle löst, Ideen für interessante "Mittelalter-Morde" habe ich schon ...

 

Lübeck 1390: Der angesehene Patrizier Rungholt steht mitten in den Vorbereitungen für die Verlobung seiner 13-jährigen Tochter Mirke mit dem angesehenen Kaufmann Sebalt von Attendorn. In Wirklichkeit liebt Mirke aber Rungholts Lehrling Daniel, mit dem sie heimlich verstecken spielt. Daniel will sich dabei im Schilf der Trave verstecken und entdeckt dort einen Toten, der sich an dem Ruderbalken einer Kogge verfangen hat. Daniel erkennt in dem Mann jenen Fremden, mit dem er am Abend zuvor in einem Wirtshaus gespielt und der ihm nach seiner Niederlage nicht die Spielschulden gezahlt hat. Daraufhin kam es zu Handgreiflichkeiten vor den Augen der anderen Gäste und so ergreift Daniel panikartig die Flucht.

Wenig später erfährt Rungholt, dass sein Lehling des Mordes an dem Fremden beschuldigt, von dem aufstrebenden jungen Richter Kerkring friedlos, also vogelfrei gesprochen wurde. Nach Daniels Verhaftung gewährt Kerkring Rungholt genau zwei Tage, um in dem Fall ermitteln zu können. Somit könnte die Ehre Rungholts als Daniels Vormund noch rechtzeitig vor der Verlobung seiner Tochter wiederhergestellt werden, doch recht bald muss Rungholt feststellen, dass Beweismittel verschwinden und seine Nachfragen behindert werden...

Piraten greifen die Koggen der Hanse an 

Während Rungholt die Zeit davon läuft, hat der Rat der Hansestadt Lübeck ganz andere Probleme als den bevorstehenden Prozess gegen Daniel, der aufgrund seines Fluchtversuches ohnehin nur eine Formsache zu werden scheint. Immer wieder werden Koggen der Hanse von Vitalienbrüdern oder Serovese genannten Piraten aufgebracht. Richter Winfried der Kahle will daher mehrere Friedeschiffe bauen lassen, um den Piraten Einhalt zu gewähren. Da aber die Hansestädte Rostock und Wismar den Piraten, die auch gegen die verhassten Dänen zu Felde ziehen, freien Zugang zu ihren Häfen gewähren, würden Winfrieds Pläne einen nicht ungefährlichen und vor allem kostspieligen Konflikt mit Mecklenburg auslösen, die ein derartiges Vorgehen gegen die Piraten als Unterstützung der Dänen auffassen könnten...

Von den Problemen Rungholts und des Stadtrates ist der Lübecker Kaufmann Hinrich Calve, zumindest geografisch gesehen, weit entfernt. Auf einer Geschäftsreise weilt er mit seinem jüngsten Sohn Johannes in Stralsund als ihn die Nachricht vom Tod seines Sohnes Egbert erreicht. Noch in der Nacht begibt sich Calve mit Johannes und einigen Söldnern auf die unsichere Heimreise, bei der sie prompt in einen Hinterhalt geraten. Die Diebe scheinen es jedoch nicht auf die Beute (unter anderem wertvolle Pelze) abgesehen zu haben, sondern auf Calve selber...

Der Überlebende der großen Sturmflut 

Die Zweite Marcellusflut oder "de grote Mandrenke" ("die große Manntränke") ereignete sich im Januar des Jahres 1362 und war eine der größten Sturmflutkatastrophen, die je die Nordseeküste heimgesucht haben. Östlich des heutigen Pellworm versank dabei der Ort Rungholt in den Fluten, einer der wichtigsten Orte Nordfrieslands im Mittelalter. Durch die Flut verliert ein kleiner Junge seine gesamte Familie und wird von einem Kaufmann aufgenommen. Da dieser seinen wirklichen Namen nicht kennt, wird der Junge kurzerhand nach seinem Heimatort Rungholt benannt. Rungholt arbeitet sich in Lübeck nach oben und wird zu einem der einflussreichsten Kaufleute und Ratsherren.

Aber seine persönliche Geschichte hat Spuren hinterlassen. Durch die Flutkatastrophe bedingt ist Rungholt der einzige Lübecker Kaufmann, der zwar mit dem Handel zur See sein Geld verdient, gleichzeitig aber eine höllische Angst vor dem Wasser hat. So ist Rungholt nicht bei vielen Einwohnern beliebt, zumal er auch einige recht unangenehme Charaktereigenschaften aufweist. Jähzornig und aufbrausend will Rungholt allzu oft mit seinem Dickschädel durch die Wand rennen, ohne Rücksicht auf Verluste und sei es die Anerkennung seiner Tochter. Übergewichtig, ständig zum Hamburger Bier und anderer alkoholischer Getränke greifend, sieht sich Rungholt bei seiner Ehre gepackt als seinem Lehrling der Mord an dem Fremden zur Last gelegt wird, schließlich stand Daniel unter Rungholts Munt (Vormundschaft). So gibt Rungholt denn auch keine Ruhe bis er mit Hilfe seines Kapitäns Marek Bolge den wahren Täter zu fassen bekommt.

Nur ein kleiner Schwachpunkt 

Leider, und dies ist der einzige Schwachpunkt dieses ansonsten in jeder Hinsicht grandiosen Buches, verliert Autor Derek Meister am Ende des Romans ein wenig den Mut und bietet (nur) die Lösung, "die kommen musste", so dass unterm Strich ein wenig die Überraschung fehlt. Bereits zu Beginn des Buches stellt sich dem Leser ja schon die Frage, wie die Liebesgeschichte zwischen Mirke und Daniel wohl ausgehen mag und hier gibt es naturgemäß nur zwei mögliche Lösungen (gut oder schlecht). Meister entschied sich pragmatisch für jene konventionelle Variante, die ihm das Wohlwollen seiner Leser auch für die nächsten Abenteuer Rungholts sichert — und dies mit den dazugehörigen Konsequenzen.

Trotzdem kann man lange Zeit rätseln, wie die oben dargestellten Handlungsstränge zusammen passen und erhält erst nach gut 400 Seiten Gewissheit, so dass ein durchaus ordentlicher Spannungsbogen aufgebaut wird. Dabei versteht es Derek Meister (nein, ich vermeide das sich aufdrängende Wortspiel) ganz hervorragend, seine Leser in die damalige Zeit zu versetzen. Zwar wurden einige historische Ereignisse recht freizügig interpretiert bzw. für die Geschichte passend gemacht (es handelt sich ja schließlich um einen Roman), doch werden diese im Nachwort richtig gestellt.

Bestnoten für die Charaktere 

Was die Charakterdarstellung von Rungholt betrifft, muss man die Bestnote vergeben, ebenso für die Einblicke in das Lübecker Stadtleben. Atmosphärische Dichte vom Allerfeinsten und fast meint man, den Gestank der Gassen oder den Geruch des Quendelkrauts wahrzunehmen. Auch Rungholts permanenter Zahnschmerz lässt den Leser mitleiden und mit Grausen an den nächsten Termin beim eigenen Zahnarzt denken. Garniert wird die Szenerie durch zahlreiche "Fremdworte" aus der damaligen Zeit (Trippe, Tappert, Misericord, Toslach, Dornse, Scrivekamere usw. usw.), von denen die meisten in einem Glossar am Ende des Buches erklärt werden. Hier wäre ein größerer Umfang allerdings wünschenswert gewesen und eine Übersicht der handelnden Personen zu Beginn des Buches (wie man es von vergleichbaren historischen Romanen kennt) hätte das ansonsten stimmige Bild perfekt abgerundet.

Das Nachwort von Derek Meister endet (verständlicherweise) mit dem Satz: "Ich würde mich freuen, wenn Sie Rungholt auf seinen weiteren Abenteuern begleiten würden". Darauf, Herr Meister, können Sie getrost ein Hamburger Bier trinken!

Rungholts Ehre

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Letzte Kommentare:
04.02.2008 19:56:18
Thomas71

Derek Meisters "Rungholts Ehre" ist ein Debutroman, wie man ihn sich wünscht. Sympathische (und unsympathische) Akteure, eine stimmungsvolle Atmosphäre und ein Fall, der wirklich bis zuletzt spannend bleibt. Leider jedoch wählt Meister eine sehr konventionelle Auflösung seiner Geschichte, was den Lesespass meiner Meinung nach etwas schmälert. Hier wäre ein wenig mehr Wagemut wünschenswert gewesen. Andererseits jedoch hat Meister mit seinem Erstlingswerk so viel Potential angedeutet, dass man durchaus hoffen kann, dass das Genre des historischen Kriminalromans mit dem bärbeissigen und oft auch jähzornigen Patrizier Rungholt einen neuen, frischen Ermittler erhält...

16.08.2007 01:05:24
anath

Das Buch kommt anfangs etwas behäbig daher und Meister ist wohl auch ein Freund vieler Worte,denn gelegentlich geraten seine Erklärungen/Beschreibungen etwas weitläufig.Aber man kann gut in die Geschichte einsteigen und mitgehen.Rungholt ist ein sympathischer Held mit so vielen Macken,das man ihn einfach nur mögen kann.Auch die anderen Charaktere im Buch sind durchaus eigenständig und mit vielen Nuancen gezeichnet.
Für mich persönlich war es erst einmal gewöhnungsbedürftig, Störtebeckers Vitalienbrüder als schnöde, Schaden anrichtende Seeräuber zu sehen,aber klar,bei aller Glorifizierung waren sie auch das.
Manchmal hatte ich fast das Gefühl,es pasiert ein bißchen zu viel in diesem Buch.Meine Güte,welche Knüppel dem armen Rungholt aber auch dauernd zwischen die Beine geworfen werden.
Aber letztendlich fügt sich alles zu einer schlüssigen,spannenden Geschichte.Ich habe das Buch zugeklappt und gedacht: " Schade,daß ich den nächsten Band erst bestellen muß!"

01.08.2007 14:26:18
Moh2004

Ein toller Krimi...

... aber mit Längen.

Die Story ist sehr einfach: ein unschuldig verhafteter Lehrling, ein Lübecker Kaufmann, der eigentlich nur um seinen guten Ruf besorgt ist, das alte Spiel um Macht und Geld und eine kleine Liebesgeschichte.

Aber meistens sind es ja die einfachen Geschichten, die ein Buch so charmant machen.

Es dauert nicht lange, bis der Leser den dicken, trinkenden Rungolt mit den ständigen Zahnschmerzen ins Herz geschlossen hat. Ich habe mich jeden Abend gefreut, ihn wieder ein Stück bei seiner detektivischen Arbeit begleiten zu können. Der Roman ist interessant und lustig geschrieben und man hat Spaß beim Lesen.

Einziger Kritikpunkt ist für mich, dass manche Details doch ein bißchen zu genau beschrieben werden, so dass es mir manchmal zu langsam voranging.

Aber das zweite Buch werde ich mir trotzdem kaufen. Jetzt will ich doch wissen, wie es mit Rungholt weitergeht!

03.01.2007 21:19:51
Antje

Klasse, klasse, klasse!! Ich hatte das Buch Anfang 2006 in einem Buchgeschäft in Hamburg entdeckt und war (und bin!) absolut begeistert. Das Buch hat alles, was ein richtiger Schmöker braucht: Daas Lokalkolorit zu dieser Zeit ist bildhaft dargestellt, die Personen ungewöhnlich und interessant, der Fall spannend, Humor kommt auch nicht zu kurz. Ich kann da nur sagen: Herr Meister, schreiben sie mehr davon (und schneller!!)! Ein absoluter Stern am Krimihimmel.

25.07.2006 12:19:16
anonymous

Ich hatte anfangs meine Schwierigkeiten, mich in den Stil von Derek Meister einzulesen. Nach erfolgter Eingewöhnung gefiel mir das Buch von Seite zu Seite besser und abschließend gilt zu sagen, dass es ein hervorragendes Erstlingswerk ist. Entgegen einer vorherigen Kritik empfinde ich die Verwendung damaliger Begriffe,seien sie auch heute nicht mehr gebräuchlich, als sehr erfrischend. Man gleitet meiner Meinung nach, noch tiefer in die Geschichte ein, es wirkt authentischer. Da ich Lübeck und ihre Straßen kenne, war es ein besonders Vergnügen, die Wege der Charaktere im "geistigen Auge" mitzuverfolgen. Ich freue mich zumindest auch die Fortsetzung(en)