Ein guter Mann

Erschienen: Januar 2005

Bibliographische Angaben

  • München: Heyne, 2005, Seiten: 415, Originalsprache
  • München: Heyne, 2007, Seiten: 415, Originalsprache

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Herr Müller ist ein unauffälliger Mensch, einer, den andere schnell wieder vergessen, einer, der perfekt in der Masse untergehen kann. Und genau das ist seine hohe Kunst - denn er ist ein Topagent des BND. Mithilfe von Verbindungsleuten überwacht er die Vorgänge in der arabischen Welt. Daheim führt er ein scheinbar perfektes bürgerliches Leben mit Reihenhaus und Frau und Kind, doch die Idylle droht zu zerbrechen: Die Ehe ist tot, und Müller wartet förmlich nur darauf, dass seine Frau ihm das Kind wegnimmt. Außerdem liegt sein Vater im Sterben. Und ausgerechnet in dieser Krisensituation passiert die berufliche Katastrophe: Sein syrischer Kontaktmann Achmed taucht plötzlich in Berlin auf, kurz darauf bringt eine Terroristengruppe radioaktives Material in ihre Gewalt. Alles deutet darauf hin, dass eine schmutzige Bombe gezündet werden soll, mitten in der Stadt. Müller und der BND machen sich auf die verzweifelte Suche nach Achmed.

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Letzte Kommentare:
30.08.2017 12:58:57
Köhler

Mir hat das Buch alles in allem gut gefallen. Zwischen durch etwas langgezogene Szenen aber mit dem an Spannung und Dramatik bestückten Ende ein Buch was ich meiner Familie und Freunden empfehlen kann. Dazu wie breits erwähnt "immer mit einem Beim im Klischeesumpf", sprich Menschen mit viel Geld, haben auch dementsprechend viel Macht. Und das kann, ich betone das kann, schlechte Auswirkung auf die Gesellschaft haben.

28.11.2014 22:01:39
JKH

Jacques Berndorf, ansonsten durch die zahlreichen Eifel-Krimis vielen Spannungsfans ein Begriff, hat sich auf gemacht, neue Ufer zu erschließen, wobei "Ein guter Mann" gar nicht innovativ und bahnbrechend ist, sondern vielmehr einen soliden, recht geradlinigen Thriller repräsentiert. Berndorf stellt mit altbekannten Zutaten bewährte Krimi-Kost zusammen, die einen wohlschmeckenden, aber eher erwartbaren Cocktail ergibt. Der Plot ist kühn, aber weder übermaßig originell noch bis ins letzte Detail realistisch. Berndorf mag zum erlauchten Kreis derer gehören, die Zugriff auf geheimes BND-Insiderwissen haben, aber wirklich einbringen tut er es äußerst selten - nur die Schlüsselszenen wirken, als würden sie auf verlässlichen Fakten fußen. Das zieht einerseits nach sich, dass sich Berndorf wohltuend von all denjenigen Autoren abhebt, die mit völlig irrelevanter Fachkenntis ihren Ruf als penibler Rechercheur aufpolieren wollen. Auf der anderen Seite ist man von Bestseller-Schreiberlingen wie Ken Follett und Andreas Eschbach deutlich besseres gewohnt - zu oft fällt dem Leser selbst bei nachsichtiger Betrachtungsweise ohne Umschweife auf, dass Berndorf nicht wirklich konkret wird, einfach, weil er sich auf sehr dünnem Eis bewegt.

Dieser Umstand fördert natürlich die Glaubwürdigkeit des Romans - aber glücklicherweise ist er dem Lesevergnügen selbst ansonsten nicht abträglich. Auch wenn Hauptprotagonist Karl Müller hier und da mit unnachvollziehbaren Entscheidungen ein Stirnrunzeln beim Leser auslöst und sich der Plot gefährlich nahe an ausgetretenen Klischee-Pfaden entlanghangelt, baut Berndorf mit der ganzen Routine seiner jahrzehntelangen Schreiberfahrung einen unerhört intensiven Spannungszustand auf - und nichts anderes erwarte ich doch von einem Thriller. Klar - Karl Müller knockt drehbuchreif CIA-Agenten aus und ist ganz der auf sich gestellte, fürs Gute eintretende Super-Held. Aber die Suche nach seinem (ehemaligen?) Freund Achmed, der in terroristische Vorgehen verstrickt ist, zieht einen vollkommen in den Bann. Müllers private Krisensituation, die ebenfalls Gegenstand von "Ein guter Mann" ist, überfrachtet den Plot keineswegs, sondern ist ein geschickter Kunstgriff Berndorfs, um der Hauptfigur Tiefe zu verleihen und zu ermöglichen, dass dieser Roman zum Startschuss einer ganzen Karl-Müller-Reihe wird (So ist es ja auch gekommen).

In jedem Falle haben wir es bei diesem Thriller mit routinierter, aber erstklassiger Spannungsliteratur zu tun - immer mit einem Bein im Klischeesumpf, aber ohne darin zu versinken. Der Sprachstil ist zunächst etwas bemüht cool, dann aber vor allem präzise, schnörkellos und gefällig. Jedem, der über den Mangel an Authenzität hinwegsehen kann, sei "Ein guter Mann" daher empfohlen.

06.10.2011 14:46:42
ben

Leider ein weiterer Beweis dafür, dass deutsche keine Krimis können. Östereich, Großbritanien, Skandinavien... Alles wunderbar aber ich warte immer noch auf den 1. wirklich guten deutschen Krimi. Dieses Buch war eher ein Action-Film der Sorte die ohne Umweg übers Kino direkt in der Videothek landen. Schade.

08.12.2009 11:02:19
Stefan Blaustein

Die Story dünn und von vorne bis hinten durchschaubar, wirkt stellenweise auch ein wenig an den Haaren herbei gezogen. Spannung gleich Null. Die ganze Geschichte voller Klischees und Allgemeinplätze. Und auch sprachlich und stilmäßig nicht gerade ein Feuerwerk. Vermeintlich spannende Sequenzen sind lapidar heruntergeschrieben wie ein Einkaufszettel. Sprachliche Brillianz: Fehlanzeige. Wer dann trotzdem bis zum Ende durchhält, ist vom Ausgang der "Story" bitterlich enttäuscht. Der Böse entkommt und die Guten haben das Nachsehen.Das war mein erstes Buch von diesem Autor und aufgrund dieses ersten Eindrucks werde ich es erst gar nicht mit einem zweiten versuchen, obwohl mich das Thema "Eifelkrimi" eigentlich sehr interessiert hätte, da ich selbst aus der Gegend komme.

18.04.2009 22:22:01
cu

Geniales Buch, super spannend
und hat mich über unsere WElt nachdenken lassen, seitdem sehe ich vieles anders.
Kann ich wirklich nur empfehlen
zu lesen!
Ich warte auf den dritten Band!
Bsesonders gefällt mir, dass es endlich mal um einen deutschen Geheimdienst geht, nicht um die CIA oder MI6!
Und es spielt in Deutschland!
Großes LOb an den Autor!

12.02.2009 15:44:21
Pela

Gut recherchiert und bis zum Höhepunkt des Anschlags hochspannend...doch dann fällt die filigran konstruierte Brücke mit Getöse in sich zusammen und es ist.tja, genau so, wie yoorde schreibt: ein Tatort. Nicht gut, nicht schlecht, eben deutsch-solide. Dennoch: Ein Tipp für alle, die mit Politthrillern bislang nicht so recht warm wurden. Wahre Thrillerfans werden sich aber ab und an bei bestimmten Vorgehensweisen der offiziellen Stellen verwundert die Augen reiben.

18.10.2007 18:50:38
yoorde

Sorry sollte heißen in der ersten Zeile in meiner Meinung: DAS ERSTE BUCH DAS ICH VON DEM AUTOR GELESEN HABE.

Ist natürlich nicht sein erstes Buch. :-)

18.10.2007 18:49:08
yoorde

Das erste Buch von dem Autor.
Es liest sich recht schnell.
Doch irgendwie erinnerte mich das alles an einen nicht verfilmten TATORT.
Das bei hörte sich die Geschichte sehr spannend an, aber heraus kam wirklich nicht viel mehr als ein Tatort.
Der Roman ist nicht sooo spannend. Man kann ihn lesen, aber auch nicht mehr.
Zuviel Schischi drum herum und typisch deutsch, der Vater im Sterben und die Storyline mit der Mutter hatte nichts mit der Geschichte zu tun. Warum ? Die kaputte Ehe, dabei ist die Familie nicht mal gefärdet - Warum?
Und etwas mehr Action hätte der Geschichte gut getan.
Wie gesagt nichts anderes als TATORT Format. - Meine Empfehlung für einen sehr guten Deutschen Politthriller: Operation Rubikon.

DER GUTE MANN war nur halbgar. Nicht gut und nicht schlecht. Mittelmaß.

07.08.2007 21:35:01
Eric Schillings

Der gute Mann - Jaques Berndorf in Höchstform. Ein fesselndes Buch, dessen
Geschichte uns nur erahnen läßt, wie es
wirklich hinter den Kulissen aussehen könnte. Wieder einmal ist die Hauptfigur eine sympatische Type, die sich mit den Problemen eines Jedermann auseinander setzen muß. Sehr guter und packender
Thriller. Müller oder Baumeister, egal, Hauptsache Berndorf!

04.06.2007 15:02:47
PTR

Ein guter Mann, Ein guter Krimmi...
wie vielfach geschrieben und auch meine Meinung, ein ganz Großer Berndorf der mindestens do gut schreibt wie die "großen" aus Amiland. Du bist Deutschland !

14.04.2007 19:39:28
Peter-Ulrich Mansour

Wie auch in seinen anderen Büchern pflegt Michael Preute gewissenhaft seinen unerfüllten Lebenstraum, ein hervorragender und wichtiger Geheimdienst- oder BKA-Mitarbeiter zu sein. Der Rest ist hanebüchenes Beiwerk.

14.04.2007 19:39:23
Peter-Ulrich Mansour

Wie auch in seinen anderen Büchern pflegt Michael Preute gewissenhaft seinen unerfüllten Lebenstraum, ein hervorragender und wichtiger Geheimdienst- oder BKA-Mitarbeiter zu sein. Der Rest ist hanebüchenes Beiwerk.

14.04.2007 19:39:09
Peter-Ulrich Mansour

Wie auch in seinen anderen Büchern pflegt Michael Preute gewissenhaft seinen unerfüllten Lebenstraum, ein hervorragender und wichtiger Geheimdienst- oder BKA-Mitarbeiter zu sein. Der Rest ist hanebüchenes Beiwerk.

22.02.2007 15:50:54
sandra

absolut genialer krimi, der meiner meinung nach sehr gut ausgearbeitet ist und zu einem der besten von berndorf zählt. wirklich sehr empfehlenswert!!!

17.03.2006 10:00:33
Monic Uetrecht

Ich bin ja ein wirklicher Eifelfan und hatte gemischte Gefühle einen Berndorf Krimi ohne Eifel zu lesen. Aber dieses Buch hat mich total begeistert. Es zeigt auch recht glaubhaft auf, dass die "Bösen" nicht immer in anderen Ländern und Kulturen zu suchen sind.
Eine Liebesgeschichte unter erschwerten Umständen dazu.
Einfach klasse. Dieses Buch konnte ich nicht aus der Hand legen

31.12.2005 16:37:43
K.-G.Beck-Ewerhardy

Dies war mein erster Nicht-Eifelkrimi von Jacques Berndorf und ich muss sagen, dass er mirt wesentlich besser gefiel, als das, was ich aus diesem Bereich von ihm gewohnt bin. Die Geschichte hat ein breites Spektrum, überaus glaubwürdige Charaktere und zeigt den Beruf des Agenten in genau der unaufgeregten Artm wie ihn die Ausübenden wahrscheinlich uach nach einiger Zeit erleben - und auch erleben müssen um am Leben zu bleiben. Mir hat dieser Roman ausnehmend gut gefallen und erinnerte mich in der Charaktere- und Motivbetrachtung stark an John LeCarré. Überaus empfehlenswert in meinen Augen.

28.10.2005 20:00:35
Baiba

Gut lesbar.Sympathische Hauptfiguren.Brisantes Thema.
Spannung kam dennoch wenig auf. Der Autor zieht zu oft Zwischenbilanz.Kaut zu oft bereits Ermitteltes wider.
Und die eigentliche Motivation für die ungeheuerliche Tat, wird hingegen viel zu kurz abgehandelt.
Das Ende enttäuscht sehr.
Für mich ein mittelmäßiger Krimi.

26.10.2005 14:23:09
Jürgen Uphoff

Ich glaube so langsam, es ist egal über wen oder was Berndorf schreibt. Seine Bücher sind niemals langweilig. So auch sein neuster Krimi, der einen Einblick in die Arbeit der Spione gibt. Es ist ein lesenswertes Abenteuer für alle, die sich mal mit ein wenig Politik und Spannung unterhalten wollen. Man setze sich gemütlichen in einen Sessel und beginne zu lesen. Schnell wird es keiner aus den Händen legen...