Schnee in Venedig

Erschienen: Januar 2009

Bibliographische Angaben

  • Reinbek bei Hamburg: Kindler, 2004, Seiten: 351, Originalsprache
  • Hamburg: Jumbo, 2005, Seiten: 4, Übersetzt: Karl Menrad
  • Hamburg: Jumbo, 2006, Seiten: 4, Übersetzt: Karl Menrad
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2009, Seiten: 350

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Sabine Reiß
Euphorisch historisch

Buch-Rezension von Sabine Reiß Okt 2004

Krimi-Couch-Volltreffer November 2004

Was wäre, wenn Commissario Brunetti ca. 150 Jahre früher gelebt hätte? Vielleicht hat sich der Autor Nicolas Remin diese Frage auch gestellt. Möglicherweise empfindet er diese Unterstellung als Beleidigung, aber die Frage erscheint mir legitim, denn der Autor wählte als Schauplatz seines Krimis Venedig, jedoch nicht das Venedig, das wir zu kennen glauben. Wir befinden uns im Jahre 1862, die Lagunenstadt steht unter der Herrschaft des Kaisers von Österreich, jenes Kaisers, dem eine Frau zur Seite steht, die alleine schon den Mittelpunkt zahlreicher Legenden bildet. Die Verfilmung ihres Lebens flimmert bestimmt im Abstand von zwei Jahren über die Mattscheiben und bannt die meist weiblichen Zuschauer. Die Rede ist von Sisi.

Mit diesen zwei Details über Schnee in Venedig könnten schon viele eine Abneigung an den Tag legen, diesen Krimi zu lesen. Doch halt: nicht zu voreilig. Erstens ist Remins Commissario Tron kein Brunetti und obwohl Elisabeth von Österreich in einer Nebenrolle auftaucht, haben wir hier keineswegs einen Kitschroman vor uns.

Ein Protagonist mit Ecken und Kanten

Commissario Tron, verarmter Conte und mit einem Dogen in seinem Stammbaum gesegnet, wird zum Hafen beordert, da auf dem Dampfer aus Triest zwei Leichen gefunden wurden. Es handelt sich dabei um Hofrat Hummelhauser und eine Begleiterin, die scheinbar dem horizontalen Gewerbe zuzuordnen ist. Der Hofrat wurde erschossen, das Mädchen weist Bissspuren auf und wurde erwürgt. Tron kann kaum mit den Untersuchungen beginnen, da wird er schon von Oberst Pergen abgelöst. Diese Morde seien ein Fall für die Militärpolizei. Hummelhauser habe Informationen bei sich getragen, die Details über ein geplantes Attentat auf die Kaiserin enthielten und diese seien nun verschwunden, so wird es ihm mitgeteilt. Ein Verdächtiger wird schnell präsentiert und praktischerweise erhängt sich dieser in einer Verhörpause, was sogleich als Geständnis gewertet wird. Doch der adlige Polizist glaubt nicht daran, schließlich hat Hummelhausers Neffe hohe Spielschulden und befand sich in der Mordnacht ebenfalls auf dem Dampfer...

Die Geschichte, die Nicolas Remin sich hier ausgedacht hat, hat alles, was zu einer unterhaltsamen und spannenden Krimilektüre gehört: Einen Protagonisten mit Ecken und Kanten, der dem Leser sofort sympathisch ist, einen stimmungsvollen Schauplatz, an den man sogleich reisen möchte (aber vielleicht nicht im Winter) und einen gut durchdachten Plot, der den Leser durchaus zu fesseln weiß. Wenn man nach Dreivierteln des Buches möglicherweise erraten hat, wer der Mörder ist, ist man dennoch gespannt, wie der kleine Showdown endet, den der Autor für den Leser noch bereithält.

Hut ab!

Remin unterhält mit seinem hintergründigen Humor. Zudem bettet er die politischen Verwicklungen der damaligen Besatzung Venedigs durch die Habsburger gekonnt in die Geschichte ein, basierend auf einer hervorragenden Recherche. Man kann sich nun richtig ein Bild von der imposanten Stadt machen, die einerseits noch der strahlenden Vergangenheit nachhängt, deren adlige Bewohner jedoch so verarmt sind, dass sie ihre Paläste untervermieten müssen.

Schnee in Venedig ist ein historischer Krimiroman, der trotz Principessa und Conte, Sisi und Hofrat für jedermann geeignet ist, vergnügliche Unterhaltung bietet und absolut unverbraucht an den Leser herantritt. Commissario Tron übertrifft seinen venezianischen Kollegen der Gegenwart, Hut ab! Man kann nur hoffen, dass der verarmte Conte wieder ermitteln darf.

Schnee in Venedig

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Letzte Kommentare:
05.05.2013 10:14:45
Dr. Traugott Schall

Ich habe das Buch zum zweiten Mal in der Hand und erfreue mich beim zweiten Durchgang der Bücher wieder über Handlung, Stil und die sympathische Person des "Helden" des Buches. Commissario Thron, Spross eines vergehenden Geschlechts heischt Interesse. Im 1. Band der Reihe keimt die Liebesgeschichte mit der "Principessa", die auch die späteren Bände begleitet. Wer Venedig ein wenig kennt und liebt, kann hier in Bildern und Erinnerungen schwelgen. Die historische Kulisse der österreichischen Besetzung tut ein Übriges.

05.05.2013 10:12:22
Dr. Traugott Schall

Ich habe das Buch zum zweiten Mal in der Hand und erfreue mich beim zweiten Durchgang der Bücher wieder über Handlung, Stil und die sympathische Person des "Helden" des Buches. Commissario Thron, Spross eines vergehenden Geschlechts heischt Interesse. Im 1. Band der Reihe keimt die Liebesgeschichte mit der "Principessa", die auch die späteren Bände begleitet. Wer Venedig ein wenig kennt und liebt, kann hier in Bildern und Erinnerungen schwelgen. Die historische Kulisse der österreichischen Besetzung tut ein Übriges.

12.08.2010 19:22:40
Christine Schmiel

Ich erwartete wegen Sissi eine Kitschstory. War es wohl nicht, aber einige Details haben mich als geschichtskundige Leserin gestört.

Eine öst Kaiserin wurde nicht mit kaiserliche Hoheit, sondern mit Mayestät angesprochen,- eine "Prinzessin Gisela" (Tochter Kaiserin Elisabeths) gab es nicht, alle Habsburgprinzessinnen waren Erzherzoginnen. Sie waren kaiserliche Hoheiten!

04.09.2009 10:59:14
tassieteufel

Venedig 1862, die Lagunenstadt ist Teil des österriechischen Habsburgereiches, die Stimmung in der Stadt nicht gerade österreicherfreundlich, da wird in der Kabine eines Raddampfers ein kaiserlicher Hofrat tot aufgefunden, mit ihm zusammen ebenfalls ermordet eine junge Frau, was reichlich Grund zu Spekulationen gibt. Gerade als Commissario Tron die Ermittlungen
aufgenommen hat, reißt die österriechische Militärpolizei den Fall an sich. Doch Conte Tron läßt sich so leicht nicht ausschalten, hat ihm der Fall doch ein Wiedersehen mit der Principessa di Montalcino beschert und die hat ein gewisses Interesse daran, das der Fall
gelöst wird.
Nicolas Remin ist es ganz wunderbar gelungen, die Lagunenstadt Ende des 19.Jh äußerst lebendig und facettenreich zu schildern, als Leser fühlt man sich regelrecht dorthin zurückversetzt. Der Plot wird mit hintergründigem Humor erzählt, was einen oft zum Schmunzeln bringt, dabei lebt die Geschichte nicht nur vom Krimifall, sondern von den vielen winzigen Kleinigkeiten, die der Autor hier eingebaut hat, herrlich wie der Commissario jeden Montag mit Spaur
Innereien verzehren muß obwohl er das gar nicht mag oder von seiner Mutter die Vorteile von einer Heirat mit einer reichen Amerikanerin dargelegt bekommt! Bei all dem "netten Beiwerk" wird aber nicht wie in vielen anderen Büchern der Krimifall vernachlässigt, der bleibt immer als roter Faden in der Geschichte und entwickelt sich mit stetiger Spannung.
Mit Alvise Tron, dem verarmten Conte, der sein Einkommen als Commissario aufbessern muß, ist Nicolas Remin eine
sympathische Figur gelungen, die totzdem Ecken und Kanten hat, allerdings am Anfang etwas
farblos erscheint. Besonders gut hat mir gefallen, das Kaiserin Sissi, die quasi im Hintergrund herumgeisterte, mal fernab von Kitsch und Gefühlsduselei als intelligente und bodenständige Frau geschildert wurde, das war noch das I-Tüpfelchen auf dem Ganzen.
Die politischen Verhältnisse und Verwicklungen sind sehr gut in das Krimigeschehen eingebettet und bieten mit der schillernden Kulisse Venedigs, dessen Stern etwas im Sinken begriffen ist, den perfekten Hintergrund für den Krimifall.

Fazit: viel historisches Flair, eine tolle Kulisse und interessante Figuren sind die Zutaten für diesen gelungenen Histo-Krimi, dazu ein humorvoller Erzählstil und eine gute Portion Spannung und fertig ist eine gelungene Krimilektüre!!

20.07.2009 12:13:36
tedesca

Eine wunderbare Stadt, interessante und fein charakterisierte Akteure sowie eine durchwegs spannende Handlung machen dieses Buch zu einem wahren Lesevergnügen.

Als Hörbuch besonders empfehlenswert, das Karl Menrad es hervorragend versteht, im Dialog von schönstem Schönbrunnerdeutsch in ein herrliches "Böhmakeln" zu verfallen - Monarchie pur!

16.07.2008 12:40:57
kayumanis

Diesen Krimi fand ich genial, weil er so wunderschön aus der Reihe tanzt. Zeit und Schauplatz - endlich mal keine Sommerhütten in Skandinavien, keine englischen Dörfer und kein Großstadtmoloch.
Hinreißend die Leiden der alten Contessa Tron (Mutter des Comissario) ihrem Adelsstand trotz der finanziellen Schieflage der Familie Geltung zu verschaffen.
Die Krimihandlung ist völlig in Ordnung und die Sprache durchaus ambitioniert. Der Sahneklecks sind die witzigen Beschreibungen der Leiden des verarmenden venezianischen Adels, köstlich!

28.03.2008 23:00:08
anath

Na, das war ja mal spannend ! So aufregend, daß ich ( Schande über mich! ) sogar schon mal hinten nachgucken wollte, wer denn nun der Mörder ist ! Zum Glück bin ich bei der Leseprobe für den nächsten Band gelandet und nutzte die Chance, um mich wieder zusammen zu reißen und brav Seite für Seite weiter zu lesen.
Eine hochinteressante Zeit wird hier beschrieben, eine komplizierte historische Siuation mit z.T. illustren Protagonisten garniert - Sissi einmal schmalzfrei. Schon deshalb ist das Buch lesenswert.
Dazu kommt ein interesanter Kriminalfall, der heutzutage vermutlich sehr schnell als Tat eines Serienvergewaltigers erkannt worden wäre. Und manchmal habe ich schon den Kopf geschüttelt über die sorglosen Plaudereien der Polizisten und ähnliche Dinge, die sich mit moderner Polizeiarbeit kaum vereinbaren lassen.
Aber es geht hier nicht um moderne Methoden sondern um die Anfänge. Und das macht das Buch zusätzlich interessant.Dazu kommt eine durchaus erkennbare Portion Witz wenn es um die k.u.k. Verwaltungsabläufe, um höfisches Protokoll , kaiserliches Eheleben und die mühsam aufrecht erhaltene Prachtfassade des verarmten venezianischen Adels geht.
Eine echte Leseempfehlung !

27.02.2008 12:27:31
Larna

Das Buch lässt sich gut und leicht lesen. Die Zeit in der es spielt, ist sehr interessant und Venedig ein schöner Schauplatz. Besonders der Umbruch, der stattfindet, von der glanzvollen Zeit zur "neuen Zeit", in der der alte Adel nicht nur mit Geldproblemen zu kämpfen hat, hat mich fasziniert.
Der Comissario war mir schnell sympathisch, auch wenn er noch etwas blass geblieben ist, doch ich hoffe, dass sich das in den nächsten Büchern ändern wird.
Gelungen fand ich die Idee, die Kaiserin mit einzubauen. Ob es wirklich so hätte passieren können, sei einmal dahin gestellt. Da allerdings bekannt ist, dass Kaiserin Sissi dem strengen Hofprotokoll gerne entflohen ist, ist es wohl nicht ganz abwegig.

Fazit: Ein sehr interessantes Buch mit sympathischen Hauptdarstellern, die allerdings noch etwas blass bleiben und auch das alltägliche Leben in Venedig hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht. Atemlose Spannung kommt keine auf, aber das Buch versteht trotzdem zu fesseln. Ich freu mich schon auf den zweiten Band.
75°

29.12.2007 20:36:58
julia love alex

mir gefiehl das Buch schon aber es wurde unverständlich geschrieben Das buch war trotzdem sehr spannend nur der anfang war mir zu langweilig Ich hoffe trotz meiner negtiven Kritik das es viele Leserinnen und viele Lesern lesen

16.08.2007 11:20:47
detno

Venedig im Winter bietet die Kulisse für diesen Mix aus Krimi und historischem Roman. Commissario Tron, der aus übergeordneten Staatsgründen eigentlich nicht weiter ermitteln darf, löst den Fall souverän und erobert auch noch das Herz seiner Angebeteten. Obendrein darf er mit der Kaiserin das Tanzbein schwingen.
Das klingt nach Kitsch, ist es aber nicht!
Mir hat der "erste Tron" gut gefallen und der flüssige, zum Teil humorvolle Schreibstil überdeckt so einige kleine Ungereimtheiten.
Fazit: Ich kaufe mir gleich Band 2.

31.03.2007 21:36:00
i.s.

Habe das Buch nach einer euphorischen Beschreibung in einer Frauenzeitschrift gerade fertiggelesen und muß sagen: keine Konkurenz für Brunetti. Vorhersehbar und auch nicht unbedingt spannend aufgebaut. Die Figur Tron bleibt ziemlich blass und flach. Das historische Leben Venedigs wird auch nur oberflächlich angekratzt.

03.02.2007 17:13:04
Mina

Das Buch ist sehr spannend, aber alles wird so lange in die Länge gezogen. Das Buch "Schnee in Venedig" ist sehr lesenswert, nur ein schlechter Punkt ist das es manchmal ziemlich schwer verständlich wird. Viel Spaß beim Lesen.

06.06.2006 09:46:51
Pascal

Ja, das war ein Volltreffer. Toller Plot vor ungewöhnlicher Kulisse. Stark erzählt ohne abzuschweifen. Sehr interessant fand ich, dass der Kommissar in der ersten Folge einer Reihe sehr wenig charakterisiert wird. Wobei ich das nicht als negativ bewerte.

Schade war lediglich, dass der Autor vielleicht im Prolog dem Leser etwas über die politischen Umstände erklären könnte. Ich muss ehrlich zugeben, mir war nicht bekannt, dass Norditalien zu Österreich gehört hat. Das hat mich die ersten 50 Seiten des Buches sehr verwirrt.

23.05.2006 15:12:32
Anja S.

Dieser Krimi ist kein Meisterwerk, aber recht amuesant zu lesen, durchaus spannend, manchmal recht witzig mit einiger originellen historischen Kapriolen. Hat mir gut gefallen, ich werde noch das naechste Buch lesen.

08.04.2006 12:14:37
Barbara Lange

Nach Donna Leons Brunetti Romanen war dieser Roman sehr wohltuend. Die Sprache ist präziser formuliert, und bei Brunetti haben ich häufig das Gefühl, dass man die gleiche Geschicht eohne Verlust auch auf der Hälfte derSeiten hätten schreiben können.

Nicht so bei "Schnee in Venedig". Hier werden die Figuren aufgebaut, ohen allzu viel in Stereotypen zu verfallen. ICh freue mich schon auf das nächste Buch.

01.02.2006 14:11:43
Ortwin Endler

Habe soeben "Schnee in Venedig" ausglesen, ein selten dämliches Buch!
Die Story ist absolut unglaubwürdig und Formulierungen, wie
"Diesmal war das Lächeln des Paters so scharf, dass es die Luft vor seinem Gesicht zu zerschneiden schien" oder
"Der Himmel dahinter war blau, mit einem ganz schwachen Wirbel dünner Bewölkung , wie ein abgewischter Tisch in den letzten Sekunden vor dem Trocknen der Feutigkeit"
sind einfach lächerlich.
Oder soll das ganze ein Witz sein, den ich nicht verstandenhabe?

26.01.2006 17:43:53
Torsten Janssen

Wieso ist dieses Buch besonders für Frauen sehr schön? Auch ich habe das Buch zu Weihnachten geschenkt bekommen, war erst etwas skeptisch, fand es aber dann sehr gut. Der Autor scheint die Grammatik bzw. die Zeiten zu wechseln, wenn Sisi auftaucht. Das Ende und auch einer der Morde ist dermaßen brutal beschrieben, daß man meint das Buch wäre eigentlich nur für männl. Leser zu empfehlen, wobei der Verleger sich wohl durch die Aufmachung ein bißchen an die Leon/Brunetti Fangemeinde wendet. Doch im Gegensatz zu Leon sind diese Bücher wirklich spannend und strotzen nicht vor ital. Begriffen. Übrigens habe ich mal in einer Kaiser Franz Joseph Biographie nachgeschlagen, wo drin steht wo Sisi jeweils war. Sie war wirklich im Frühjahr 1862 in Venedig und so konnte Remin ähnlich wie Frederik Forsyth in "Der Schakal" Realität und Fiktion nahtlos miteinander verweben. Im nächsten Remin "Venezianische Verlobung" spielt der Schwager Sisis bzw. der Bruder Kaiser Franz Joseph Maximilian von Mexiko eine Rolle und es würde mich nicht wundern wenn es bald einen dritten Remin gibt, wo Kronprinz Rudolph /Stichwort: Tod in Mayerling sowie einen vierten wo Franz Ferdinand/Stichwort: Attentat in Sarajevo eine Rolle spielen. Grüße

24.01.2006 19:55:50
Claudia Bauer

Ich bin sehr traurig, dass ich gerade fertig geworden bin. Es war ein super Buch. Hoffentlich wird die Fortsetzung ebenso spannend.

Ich empfehle jedem, der sich etwas für Geschichte und Spannung interessiert, diesen Roman zu lesen. Ein schönes Buch auch besonders für Frauen!

23.01.2006 08:43:57
Andreas

Ja - das war ein ganz netter Kriminalroman.
Sicherlich keine Spitzenklasse, aber mit einer gehörigen Portion Spannung ausgestattet gemischt mit historischen Ambiente.
Zu empfehlen ist der Roman für Venedig-Liebhaber und -Urlauber (von daher finde ich es auch nicht gut, dass der Krimi-Berater abgespeckt wurde, da ich diesen immer genutzt habe, um mir Kriminalliteratur über meinen Urlaubsort zusammenzustellen).
Hoffentlich erscheinen noch ein paar Comissario-Tron-Romane, da Remin ein paar Klassen höher einzustufen ist als die langweiligen Donna-Leon-Romane.

13.01.2006 11:58:33
Volker Diedenhofen

Ich habe das Buch vor kurzem gelesen und kann es uneingeschränkt als leichte Lektüre weiterempfehlen. Tron ist kein Brunetti und kein Motalbano - was auch schade wäre. Schon die historische Distanz gibt ihm einen eigenständigen und interessanten Charakter. Die Story ist gut, wenngleich die Rolle von Sisi nicht ganz glaubwürdig ist - mal was anderes. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

13.11.2005 20:50:19
Ka1

Ein tolles Buch. Es lässt sich super lesen, hat genügend Spannung, einen ungemein sympathischen Commissario nebst Familie, der Schreibstil ist klasse ( mit etwas Witz ), sogar Kaiserin Sisi hat eine tragende Rolle.
Ich finde das Buch ist der gelungene Auftakt zu einer hoffentlich langen und weiterhin guten Serie.

16.06.2005 23:25:54
htho

Spannende Story, gut gezeichnete Charaktere und historisch interessant. Der Charme kommt aus dem Konflikt der Venezianern mit ihren Besatzern. Kein Überflieger, aber gut gemachte Krimikost der eher ruhigeren Sorte.

27.02.2005 18:25:30
Verena

Ich finde das Buch einfach genial. Es liest sich gut ohne zwischendurch langatmig zu werden. Commissario Tron ist ein sehr sympathischer Ermittler und ich hoffe, dass es noch weitere Bücher mit ihm geben wird. Spannung bis zur letzten Seite!

16.01.2005 10:32:48
silvia

Auch ich habe den Roman aufgrund der positiven Rezension bei krimi-couch gelesen. Auch wenn ich die Euphorie bezüglich dieses Buches nicht so ganz nachvollziehen kann- der Krimi ist absolut solide und lesenswert.Besonders angetan hat es mir die Ansiedlung des Geschehens zur Zeit der österreichischen Besatzung Venedigs- dies ermöglicht eine interessante neue Perspektive auf die Stadt. Ansonsten wurde ich an einigen Stellen doch sehr an die Brunetti- Reihe erinnert, besonders was das Verhältnis des Comisssarios zu seinem Vorgesetzten angeht(müssen die eigentlich immer eitel und unfähig sein?). Dennoch, die Geschichte ist unterhaltsam und mit gut ausgebauter Spannungskurve erzählt. Die Figur des Commissario Tron ist sympathisch und noch ausbaufähig- aber es soll ja Fortsetzungen geben. Dieses Buch hat mich aber definitiv neugierig auf weitere Fälle gemacht. Ob Tron das Zeug zur Kultfigur a la Brunetti hat- man darf gespannt sein.

18.11.2004 12:34:20
Jules

Ich habe das Buch aufgrund der Vorstellung bei krimi-couch gekauft und gerade zuende gelesen. Es handelt sich hier um einen absolut soliden Krimi (der Fall an sich und die Aufklärung, die Logik etc.), der als Auftakt zu einer Serie (so wird es im Klappentext versprochen) absolut gelungen ist. Der Autor arbeitet die Hauptakteure, die sicher in den Fortsetzungen noch vorkommen, nicht ganz aus. Es gibt sogar einen "Cliffhanger" (falls das der richtige Ausdruck ist). Ich bin wirklich auf die Fortsetzung gespannt und werde sicher auch den zweiten Fall lesen. Stünde das Buch allein (ohne Fortsetzung), hätte ich sicher ein, zwei Probleme mehr gehabt...