Psychopath

Erschienen: Januar 2004

Bibliographische Angaben

  • New York: St. Martin’s Press, 2003, Titel: 'Psychopath', Seiten: 323, Originalsprache
  • München: Goldmann, 2004, Seiten: 336, Übersetzt: Ute Thiemann
  • München: Goldmann, 2005, Seiten: 382
  • München: Goldmann, 2007, Seiten: 382
  • München: Goldmann, 2008, Seiten: 382

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Peter Kümmel
Das Psychiaterduell

Buch-Rezension von Peter Kümmel Okt 2004

Sein Name ist Jonah Wrens. Er ist der Psychopath. Und er weiß genau, was im Kopf eines solchen Menschen vorgeht. Denn er ist selber einer der fähigsten Psychiater. Nur sich selber kann er nicht helfen. Dabei möchte er so gerne geheilt werden.

Den Begriff "Psychopath" kennt der Normalbürger eigentlich nur aus Kriminalromanen und -filmen und stellt sich darunter einen durchgeknallten Massenmörder vor. Die Psychopathie ist eigentlich die Bezeichnung für eine Persönlichkeitsstörung, die aufgrund charakterlich-konstitutioneller Gründe zu einer Anpassungsstörung führt, unter der sowohl der "Psychopath" als auch die Umwelt zu leiden haben.

Kein typischer Serienkiller-Krimi

Psychopathen bevölkern vor allem die amerikanische Krimiszene in den letzten Jahren über alle Maßen. Dabei geht es meist darum, einen Massenmörder unschädlich zu machen. Keith Ablow, der selber Psychiater ist und auch bereits Fachbücher zu diesem Thema veröffentlicht hat, hat mit seinem Roman, den er ungeniert einfach "Psychopath" betitelt hat, ein Werk vorgelegt, das man nicht in diese Schiene einordnen kann. Denn ihm geht es darum, beide Seiten der Krankheit zu zeigen. Nicht nur darum, wie die Umwelt zu leiden hat, sondern auch darum, wie der Kranke selber unter seinem Zwang, Böses zu tun, leidet.

Bereits ab der ersten Seite kennt der Leser Jonah Wrens, den Psychopathen, den Highwaykiller. Zwölf Leichen hat man bereits gefunden entlang der Highways quer durch die Vereinigten Staaten. Wie viele es noch sind, ist ungewiss. Allen Opfern wurde die Kehle durchgeschnitten. Der Killer macht sich keine große Mühe, die Opfer zu verstecken oder Spuren zu verwischen.

Für Jonah Wrens ist es wie ein Zwang. Er will nicht töten, sondern die Menschen verstehen, ihre Ängste und Sorgen teilen. Er kommt mit ihnen ins Gespräch, und meist vertrauen sie sich ihm an. Doch sie sind nicht ehrlich zu ihm, und das duldet er nicht. Jeder Mord tut ihm leid, doch er kann einfach nichts dagegen tun.

Miese Tricks des FBI

Wrens arbeitet als Vertretung in verschiedenen Krankenhäusern. Nirgends bleibt er länger als ein paar Wochen, denn er kommt nicht zur Ruhe, muß umherziehen. Seine Kindheit war bestimmt von der Liebe zu seiner Mutter und den Schlägen des sadistischen Vaters.

Auch sein Gegenspieler Dr. Frank Clavenger, forensischer Psychologe, wurde als Kind vom Vater geschlagen und verachtet. Doch nachdem er in seiner Jugend Drogen- und Alkoholprobleme überwunden hatte, wurde er zum hochgeachteten Mediziner, der den Behörden im Kampf gegen kranke Verbrecher hilft.

Das FBI sichert sich erst mit miesen Tricks Clavengers Zusammenarbeit im Kampf gegen den Highwaykiller. Denn dieser hat wichtigere Dinge zu tun, muß er sich doch um seinen Adoptivsohn Billy kümmern. Auch Billy hatte unter einem sadistischen Vater zu leiden und flüchtet sich in die Welt der Drogen. Er weiß, dass er es bei seinem neuen Vater gut hat und daß dieser seine Sorgen und Nöte versteht, doch er muß erst lernen, seine Zuneigung und Liebe zu zeigen.

Öffentliche psychotheraputische Behandlung

Als der Highwaykiller Clevenger aber in einem öffentlichen Brief direkt anspricht, gibt Clevenger dem FBI seine Zustimmung. Er sieht seine Aufgabe nicht darin, den Mörder dingfest zu machen, sondern er will versuchen, ihn von seinem Zwang zu heilen. Doch das FBI spielt weiter unfair.

Nun kommt es zum öffentlichen Duell. Über eine Zeitung kommunizieren die beiden hochintelligenten Psychiater in psychotherapeutischen Briefen. Doch Clevenger weiß nicht, dass der Killer bereits direkten Kontakt zu ihm aufgenommen hat.

Trotz ständig wechselnder Betrachtungsperspektiven fällt es leicht, dem Geschehen zu folgen. Zwar ist die Handlung nicht frei von Brutalität, doch wird diese hier nur als Mittel zum Zweck und nicht der Schockeffekte wegen verwendet. Ablow geht es vordergründig um eine medizinisch korrekte Darstellung und die Beschreibung der Denkweisen der handelnden Personen. Dabei berücksichtigt er auch Clevengers durch die Probleme mit seinem Adoptivsohn sowie eine Liaison mit einer FBI-Agentin eigene angespannte Situation. So wirkt dieser nicht wie der typische amerikanische Serienkiller-Jäger, sondern bleibt ein Mensch, der gelegentlich unsicher wirkt.

Einer der wenigen wirklichen Psychothriller

Der Killer ist nicht "Das Böse", sondern wird, wenn er nicht gerade davon besessen ist, jemanden zu töten, als liebevoller Mensch geschildet, der sich gut in andere hineinversetzen kann und für jeden die richtigen Worte findet.

"Psychopath" ist kein Krimi herkömmlicher Art, in dem nach Spuren gesucht wird und die Ermittler Zug um Zug voran kommen, sondern einer der wenigen Romane, der dem oft zu Unrecht vergebenen Prädikat "Psychothriller" wirklich gerecht wird. Er bietet über weite Strecken Hochspannung, obwohl der Täter bereits von Anfang an bekannt ist.

Psychopath

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Letzte Kommentare:
23.02.2012 15:18:04
ich

Kümmel, Du hast Null Ahnung vom Leben und Null Ahnung von Psychopathen! Psychopathen leiden nicht unter sich selbst. So ein Schwachsinn wird immer von eben solchen verzapft!
Ich wünsche Jedem eine Begegnung mit einem echten, leibhaftigen Psychopathen, denn es gibt es sehr viele in unseren Breitengraden.

20.10.2011 09:04:38
Rodney

einfach nur gut. Ich habe es allen meinen Bekannten Freunden Arbeitskollegen etc. empfohlen, die sich für diese Richtung Thriller interessieren !!! Bislang fanden alle dieses Buch hervorragend. Wir (die obigen) lesen viel in diese Richtung, aber nur weniges ist wirklich so überzeugend. Freue mich schon auf das nächste Buch. Also lesen & fesseln lassen.

16.11.2010 11:26:40
simsa

„Psychopath“ war mein erstes Buch von Keith Ablow, aber es hat mich nun so neugierig gemacht, dass ich mir auch die anderen Bücher von ihm notiert habe.
Es geht um einen Highwaykiller, der seit längerer Zeit Unruhe in den USA stiftet. Im ganzen Land werden immer wieder neue Opfer gefunden, die mitten auf dem Highway umgebracht wurden. Ein Muster gibt es nicht und bisher hat das FBI nicht den leisesten Anhaltspunkt.
Endlich habe ich mal wieder einen Thriller gelesen, der mich überzeugt hat. Keith Ablow schafft es, eine ganz bestimmte Atmosphäre zu schaffen. Denn in diesem Buch ist dem Leser die ganze Zeit über bekannt wer der Killer ist. Man verfolgt seinen Weg sowohl auf als auch nach der Arbeit und beim Morden. Außerdem lernt man das Ermittlungsteam rund um Frank Clevenger kennen, der im Moment genügend eigene Probleme hat, sich dem Fall aber nicht entziehen kann.
Diese Faktoren, dass es niemand unbekanntes gibt, machte das Lesen für mich wirklich spannend. Denn was treibt den Killer an und warum kann er sein Wesen so wandeln?
„Psychopath“ ist wirklich empfehlenswert und auch wenn es nicht das erste Buch der Reihe ist, so kann man ihm doch gut folgen und hat keine Probleme mit der Geschichte. Also lesen

27.10.2010 20:27:24
Meike

Dieses Buch ist wirklich toll! Man findet super und schnell in die Story. Genial geschrieben!Ich konnte es nicht mehr weg legen, egal ob in der Bahn oder im Bett! Zumal man sogar etwas in solch eine Psyche eintauchen kann. Es werden auch keine Fragen mehr offen gelassen, was die Aufklärung betrifft!
Einfach FESSELND!

20.09.2009 13:37:05
Toyota

Das 2. Buch das ich von Ablow gelesen habe, war grandios. Von der ersten bis zur letzten Seite Spannung. Teilweise etwas brutal geschrieben, aber das passt zu diesem Thriller. Auch hier wird wieder die Psyche des Menschen unter die Lupe genommen und man bekommt es mit der Angst zu tun, wenn man sieht, was alles aus einem Menschen werden kann, der in seiner Kindheit wenig bis keine Liebe erfahren hat. Ein hochintelligenter einfühlsamer Mann wird zur Bestie dadurch.

04.03.2009 20:31:22
picatcho

Super Buch. Man muss sich nicht lange in die Gecshichte einlesen. Ab der ersten Seite gehts voll ab! Der Autor ist vom Fach ( Psychiater) und das merkt man auch. Sensationell wie Krankheitsbilder, psychotische Denkweisen, angewandte Therapien, Gesprächsführung, Medikamentennamen welche verwendet werden etc. etc. beschrieben werden.
Ablow nimmt den Leser mit an die Schauplätze und in die kranke Gedankenwelt des "Psychopaten".
Spannendes Buch, absolut lesenswert!

17.07.2008 22:25:16
Vanessa.Schneider

Super Buch, habe das Buch auch nur durch Zufall als Mängel-Exemplar gekauft und daher waren meine Erwartungen eher niedrig.
Meine Erwartungen wurden dann sowas von übertroffen... Echt ein tolles Buch, was ich nicht mehr aus der Hand gelegt habe.
Die psychologischen Hintergründe haben mich besonders fasziniert, nur zu empfehlen!

08.07.2008 23:30:01
Janine

Hab dieses Buch "blind" gekauft und aus einem Berg reduzierter Bücher gegriffen.
Ich muss sagen - die story ist einer der BESTEN und mitreissendsten in die ich je eingetaucht bin!! Keith Ablow hat mich mit seinem psychologischen Feingefühl absolut beeindruckt, und ich habe mir (in den USA) als Folge die komplette Frank Clevenger Reihe gekauft! Bin mit "Denial" fast durch, und es ist mindestens genauso spannend!! FANTASTISCH!!

27.04.2008 14:42:12
Coy

Also das Buch an sich ist eigentlich ganz gut , nur die endlosen Passagen sind ziemlich Öde und das Ende kann man vergessen!(ich sage nur Bilderbuchende)

Trozdem kann man es lesen.

06.03.2008 21:39:06
Heaven23

ich habe es schon vor ewigen zeiten gelesen. Und heute wieder gefunden in meinem alten Zimmer ! erstklassig der Stil von Keith Ablow und nachdem ich dies wieder in den Händen hielt, werde ich mir sicher noch weitere Bücher von ihm zulegen !

21.01.2008 20:45:49
Amouna

Ich fand das Buch sehr gut, bis zur letzten Seite war der Spannungsbogen ununterbrochen, allerdings fand ich sowohl Inhalt als auch das Ende persönlich als bedrückend. Das Buch stellt die eigene Voreingenommenheit in Frage, von mir 90°.

02.01.2008 12:42:38
frollein

Mein erstes Buch von K. Ablow und ich bin super begeistert! das wird nicht mein Letztes gewesen sein. Eins der besten Bücher, die ich 2007 gelesen habe.

04.11.2007 11:32:09
Shirley Holmes

Also ich fand das Buch auch ziemlich gut. Bin gar nicht davon weggekommen und dabei les ich nicht mal so gern.
Werde das Buch in meinem Buchvortrag auch anderen Leuten schmackhaft machen

06.10.2007 00:14:38
Chris.

Ist schon eine Zeit lang her, als ich es gelesen habe. Dennnoch wage ich zu behaupten, dass es sein bisher bestes ist.
Mir hat's gefallen. Ich hab es schon weiter empfohlen. Gelungen

06.08.2007 16:13:51
Dr. Sanati

Keith Ablow hat mit "Psychopath" einen wahrhaftig soliden Psychothriller geschrieben. Man merkt förmlich, dass ein Fachmann am Werke ist. Ein durch und durch spannender Roman, der kaum langweilige Momente bietet. Eine klare Empfehlung von mir; 90 °.

27.04.2007 14:08:50
Marcel

Wesentlich besser als Infam.
Gerade die gespaltenen Verhaltensweisen von Wrens packen den Leser und lassen den Psychopathen zu einem echten Antihelden werden.
Die Weiterentwicklung der Beziehung zwischen Clevenger zu Billy runden das Buch emotional ab.

Auch wenn sich die Spannung im Rahmen hält, so doch ein sehr lesenswerter Krimi.
85°

18.02.2007 20:10:08
Didier

Excellente Psychoanalyse über die Abgründe menschlicher Seelen. Sehr lesenswert. Eigentlich nur dann richtig verständlich, wenn man sich mit Psychoanalytik im Vorfeld auseinander gesetzt hat. Dennoch verständlich, da eigene Interpretationsvorstellungen eingebunden werden können. mein erster roman von k. ablow. und sicherlich nicht der letzte.

03.01.2007 09:57:41
sandra

das buch ist soooo hamma..ich hab es noch nicht durchgelesen bin bei der 304 seite und ich hab so eine gänsehaut ...das buch ist der knaller! ich kauf mir alle weiteren bücher von KEITH ABLOW..er ist mit der beste autor den ich kenne..

05.08.2006 16:48:52
Anja S.

Dieser Thriller ist ungewoehnlich von der Perspektive eines Psychiaterduells, das auf der Titelseite der NY Times ausgefuehrt wird. Recht spannend, manchmal jedoch werden die privaten Probleme des Protagonisten mit seinem Adoptivsohn etwas zu sehr ausgewalzt.

21.06.2006 19:08:12
Ellen

Eiegntlich gehört dieses Buch meiner Mutter, doch weil ich Psychothiller Romane so liebe, liebe ich sie jetzt noch mehr durch Keith Ablow\'s Psychopath. ich werde dieses Buch meiner Klasse vorstellen, damit sie genau so viel spaß an diesem Buch haben können wie ich. Es wäre als wär Keith selber ein psychopath so wie er von Jonah Wrens sricht. Total tolles Buch! ich bin begeistert!

24.04.2006 18:52:15
Dito

Mein erstes Buch von Keith Ablow und ich muss sagen von der Ersten Seite an total spannend und mitreisend =) Konnte das Buch kaum aus der Hand geben! Hoffe das die weiteren Bücher genauso gut sind :o)

13.01.2006 09:52:37
Frank

Mein erster Roman in dieser
Richtung ... und hat mir super
gefallen, hab das Buch innerhalb ürzester Zeit ausgelesen Spannend und flüssig geschrieben, auch wenn das Ende nicht ganz meinen Geschmack getroffen hat, war es schon fast vorhersehbar. Meine Bewertung mit 91. Auf jeden
Fall empfehlendswert.

ciao Frank

19.12.2005 08:00:55
Sabrina

HY!
Ich finde auch, dass das Buch gelungen ist. Erschreckend find ich, dass ich dem Typ mit Sicherheit auch vertraut hätte... Tja. Trotzdem muss ich sagen, wie auch schon mal erwähnt, dass dem Buch der gewisse WOW Effekt nach dem Lesen fehlt. Auch ich war total gefesselt beim Lesen und konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Aber als ich damit fertig war... Da sitzt man dann da und denkt sich so: "Und? Was jetzt?" Das ist eigentlich schade!

26.08.2005 11:44:04
sarah

ich habe das buch auch soeben fertig gelesen und bin begeistert. noch nie haben ich ein buch so schnell gelesen wie keith ablows "psychopath". ich kann dieses buch mit guten gewissen weiterempfehlen an die personen die an der menschlichen psyche interessiert sind. ich finde das buch bis zur letzten seite sehr spannend und möchte so schnell wie möglich auch die anderen romane von ablow lesen. während andere die briefe als störend empfinden, finde ich diese gespräche zwischen jäger und gejagten sehr interessant und einfühlsam.

22.07.2005 10:13:57
Wolf

Hallo an Alle,

ich möchte noch etwas zum "Richten" sagen.

Natürlich muss man diese Menschen einsperren, daß sie nicht weiter machen können, aber ich bin
davon überzeugt, das wir nicht das Recht haben, einen Mord mit einem Mord zu sühnen.
Es besteht doch aber die Chance, daß so ein Mensch sich ändern kann und es gibt einige Beispiele dafür.

Wir werden mit einer lehren Festplatte geboren, die zuallerst durch unsere Eltern beschrieben wird. Nach und Nach kommen andere Menschen und Erlebnisse dazu und die machen uns zu dem was wir sind. Wir haben insoweit einen freien Willen, daß die Fehler die an uns begangen worden sind, wettzumachen, indem wir es anders machen.

Ein Psychopath hat glaube ich keinen freien Willen mehr, er wird von seinen Erlebnissen gesteuert.

Man kann ein Buch als Geschichte lesen oder man kann es lesen, um etwas daraus zu lernen.

Allen noch viel Freude am lesen und nachdenken wünscht
Wolf

22.07.2005 08:29:35
Wolf

Ich muss sagen, daß ist das Beste Buch, das ich bis jetzt gelesen habe, jedenfalls für mich.
Ich lese seit ich 11 Jahre alt bin und über jedes Thema.
Die Psyche eines Menschen intressiert auch mich, weil ich selbst auch ein Trauma habe und jetzt erst nach 43 Jahren habe ich es geschaft darüber hinwegzukommen und meinen Frieden gefunden.
Ich bin aber nicht zum Psychater gegangen, ich hatte zu niemanden vertrauen. Konnte und wollte mich nicht öffnen, weil dann alles wieder in mir hochkam.


Schlimm ist, wenn so ein Thrauma einen Menschen zum Mörder werden lässt. Ja ich bin der Meinung unter uns Menschen gibt es zu wenig Liebe, wirkliche Liebe, dann gäbe es auch weniger Gewalttäter. Männer gehen damit anders um wie Frauen. Männer werden gewalttätig, Frauen üben Gewalt gegen sich selbst.
Aber die Liebe, mein Lebenspartner haben es gescchafft. Da konnte ich mich öffnen.

Warum? Weil die Liebe eines einzigen Menschen es schaffen kann, daß man darüber hinwegkommt. Indem er beharrlich beweist wie sehr er einen Liebt und das man sich IMMER auf ihn verlassen kann.
Dieser Autor hat etwas ganz besonderes bekommen, eine Gabe, einen Willen, wirklich zu helfen. Das ist ein sehr schwerer Job, aber der Lohn ist immenz.

Ich möchte niemals ein Richter oder Anwalt sein, denn wenn man verstehen kann, was Menschen zu dem macht, was sie sind, dann fällt ein Richterspruch schwer und ich bin der Überzeugung daß dieses Recht nur Gott hat. Zu Richten.

Die meisten werden mich verdammen wenn sie jetzt lesen daß ich " Mit dem Mörder fühlen konnte". Er tat mir unendlich leid, trotz der Tatsache, das er wirklich Schreckliches begangen hat. Was meiner Meinung nach zählt, dass er am Ende erkannt hat, wer er war und warum und ich finde das das nur wenige Menschen erkennen, können und dürfen.

Ich werde weiterhin alle Bücher von KEITH ABLOW lesen und jedem empfehlen es auch zu tun und man könnte ja
vielleicht mal selbst anfangen über sich nachzudenken. Das sollte jeder tun, wenn man ehrlich zu sich selbst sein WILL.

Vielen Dank für diese Informationen, die in Romanform rübergebracht wurden.

Wolf

12.06.2005 20:00:45
Steffen

Abgesehen von der mit der Zeit zunehmend nervigen, in der Zeitung publizierten Briefkonversation zwischen Jäger und Psychopath, war dieses Buch sehr unterhaltsam, wenn auch spannend nun nicht unbedingt das richtige Wort dafür ist. Vielleicht ging es nicht nur mir so, dass mir der Psychopath mit der Zeit sehr symapthisch wurde (keine Sympathie für die Taten!) und richtiggehendes Mitleid für ihn entwickelte.
Wie der Adoptivsohn allerdings auf den Verdacht kam, dass nicht der Vater des Psychopathen, sondern die Mutter die Schuld an allem Leid im Psychopathen trägt ist mir nach wie vor ein Rätsel. Abgesehen davon fand ich es ein wenig schade, dass Clevenger und sein Adoptivsohn nur wenige Fehler in der Ermittlung gemacht haben, sodass der Spruch "irren ist menschlich" hier nicht zutreffen kann und den Eindruck ermittelt, der Autor habe Karteikarten vor sich gehabt, nach denen er seine Handlung abarbeitet.
Dennoch ein sehr gutes Buch dass auf jeden Fall lesenswert ist.

24.04.2005 16:04:01
Lunatic

Hallo allerseits,
ich habe das Buch gerade heute durchgelesen.
Zu der Geschichte an sich will ich nicht mehr sagen als oben bereits geschrieben wurde.
Ich fand das Duell zwischen Jäger und Gejagtem eigentlich sehr gut beschrieben.Das die Übeltäterin eigentlich die Mutter ist war für mich aber doch recht schwer zu begreifen.
Ich weiß nicht ob alle Psychatier so sind wie Keith Ablow Clevenger beschreibt aber mir kam er manchmal etwas zu viel wissend vor.
Der Briefverkehr zwischen den Personen war originell aber nervte nach dem 3.Brief.
Die immer wieder kehrende Rückführung auf Gott usw. in diesen Briefen war ziehmlich lästig.
Das beide Psychater sind,ist sehr gut durchdacht und die Spannung,die sich dadurch aufbaut war sehr willkommen.
Die Zwischenszenen mit Billy haben mich eigentlich nur gestört denn mir ging es Vordergründig nur um den Highwaykiller.
Das alle drei Personen eine miese Vergangenheit hatten,ist wirklich sehr einfallslos.
Die Mordszenen sind sehr gut beschrieben.Man kann immer genau lesen mit welchem Gedanken der Killer sagt,was er sagt.Das fand ich sehr anregent zum weiterlesen.
Die Endszene im Haus der Mutter von Clevenger lässt sehr zu Wünschen übrig.Ich habe erwartet,dass ein tiefgründiges Gespräch folgt aus dem man irgendeine Lehre zieht.Doch da habe ich falsch gelegen.Es endet abrupt und dannach folgt wieder eine Szene mit Billy,Clevengers Sohn.
Kein zufriedestellendes Ende aber insgesamt durchschnittlich bis gutes Buch.

18.04.2005 16:46:49
Daniel

Bei "Psychopath" fällt es mir wirklich ziemlich schwer eine passende
Beurteilung zu geben. Das Buch ist während dem Lesen kaum aus der
Hand zu legen, weil es sehr flüssig und gut strukturiert ist, dazu
passiert eigentlich auch die ganze Zeit etwas, weil es immer hin und
her zwischen dem Psychater und dem Psycho geht. Trotzdem war ich
nachdem ich es im Nu fertig gelesen hatte irgendwie unzufrieden:
Es war im Nachhinein irgendwie alles so vorhersehbar und hat sich
oft wiederholt. Dazu sind mir von 3 Hauptcharaktere mindestens einer
zuviel, dem es mal als Kind richtig beschissen ging.
Kurzum : Während des Lesens eine sehr spannendes Buch, aber wenn
man fertig ist, fehlt einem doch völlig der AHA-Effekt.
Ich geb trotzdem gute 77 Grad

07.04.2005 22:47:20
b.neumann

Nicht schlecht!
Selbst für alle mit wohlbehüteter, glücklicher Kindheit ist die Möglichkeit eines solchen Ablaufs nachvollziehbar.
Man spürt, daß ein Profi der Couch im Freudschen Sinne sich hier glaubwürdig zu Wort meldet.
Spannend, etwas nervend in den Passagen des Fürsorgerechtes, aber ein Krimi aus m.E. interessanter, neuer Sicht.
Für Insider (die wir ja hier Alle zu sein glauben): im Krimi sowie im Nachwort Hinweise auf Autoren, denen sich der Psychater & "Krimiamateur"- Schriftsteller Keith Ablow verpflichtet fühlt: Nährboden für Jäger und Sammler.
Unbedingt erwähnenswert & ein riesengroßes DANKE: was für eine Umschlagsgestaltung vom Design Team München!!! Gekonnte Verarbeitung einer Fotografie, die hinweist auf eine Schlüsselszene der Krimihandlung. >>>> SPITZE!! >>>> GOLDMANN, haltet sie euch warm!!!
FAZIT: 85 GRAD
P.S.: Jetzt aber endlich zur hochgejubelten "Umarmung des Todes" von J. Kirino - lesen wir mal! (Einband - nicht zu übersehen - wieder vom Design Team aus München).

26.02.2005 13:37:15
Marie

Das Buch ist als Duell geschrieben, wobei der Leser auch den Täter kennt. Das tut allerdings hier der Spannung keinen Abbruch.
Franks Schwierigkeiten mit seinem Adoptivsohn und dessen Drogenproblem sind gut geschildert, aber bei dem Mordfall ist nicht alles glaubwürdig. Die Polizei, respektive FBI, soll keinerlei technisch überprüfbare Spuren, Fasern oder Blut finden, obwohl die Verbrechen in Autos auf Parkplätzen verübt wurden? Naja.
Dass drei Hauptpersonen jeweils vom gleichen Kindheitstrauma beherrscht werden, zeugt nicht unbedingt vom Einfallsreichtum des Autors.

26.12.2004 13:39:31
verena

ich habe das buch auch erst seit kurzem und aber leider noch nicht fertig gelesen sonst hätte ich dir gerne geholfen!
ich bin zur zeit auf seite 207!
und bis hierher,kann ich nicht genau sagen was der autor damit ausdrücken will!
nur meine wage meinung ist es,das selbst der hochintelligenteste mensch durch eine schlimme und grausaume vergangenheit zum mörder werden kann. diese reaktion und diese verhaltensweise wird in dem tiefsten inneren hervorgerufen durch prägung des gedächtnisses ! der gute teil versucht es zu bekämpfen und zu unterdrücken was jedoch bisher nicht gelingt! und hier der mörder ,jonah, tötet zum teil die menschen,wenn sie im wenig vertrauen geben und zum anderen teil,hilft er menschen DIE ihm vertrauen entgegenbringen!
ausserdem ist mir aufgefallen das alle drei(jonah,billy und clevenger) dieselbe grausame vergangenheit haben!


weiteres kann ich bisher nicht sagen! ich kann mich hier auch noch nicht so wirklich ausdrücken,dazu müsste ich meine gedanken ertsmal sammeln!...