Pilzsaison

Erschienen: Januar 2003

Bibliographische Angaben

  • Meßkirch: Gmeiner, 2003, Seiten: 441, Originalsprache

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Wolfram Tannenberg, frischgebackener Leiter der Kaiserslauterer Mordkommission, wird in seinem ersten Fall gleich mit einem mysteriösen Verbrechen konfrontiert. Im Stadtwald wird eine weibliche Leiche entdeckt, in deren aufgeschlitzter Kehle mehrere Pilze stecken. Der Kommissar kann weder eine Spur zu einem Verdächtigen finden, noch ist auch nur der Ansatz eines möglichen Tatmotivs zu erkennen. Wenige Tage später finden Spaziergänger eine weitere Frauenleiche. Tannenbergs Gegner - offenbar ein Serienmörder - erscheint übermächtig, denn er ist ein geschickter Stratege, ein leidenschaftlicher Spieler, der immer eine Überraschung für seine Häscher bereit hält.

Pilzsaison

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Letzte Kommentare:
30.06.2012 15:48:53
Klaus Dietrich

Tolle Krimiunterhaltung!
Auch ein der Pfalz wenig verbundener Krimileser wie ich hat an diesem Kriminalroman seine helle Freude gehabt. Man kann sich die knorrige, urige Hauptfigur sehr gut vorstellen. In ihr steckt etwas von jedem von uns: Bodenständigkeit, Heimatliebe, trockener Humor, Bissigkeit - und der unbändige Wille, in einer chatischen Welt irgendwie zu überleben.
Eine deftige Krimikost jenseits der weichgespülten Romane., die ich jedem Leser empfehlen kann. freue mich schon auf die nächsten Bücher dieser Reihe!

22.05.2012 22:42:57
Teufel

Tannenberg ist ein unsympathischer Trottel , der Plot ist unlogisch , trotzdem ist irgendwas dran, denn ich hörte das Buch bis zum Ende. -- Falls der Autor in späteren Büchern wieder Schach erwähnt , sollte er genauer werden zu "Schachrätseln". Ein Schachcomputer löst sofort , schneller als ein Meisterspieler.-

11.01.2012 16:44:48
Josef Brunnhuber

Einem urviechigen Bayer wie mir hat dieser Pfundskrimi sehr gut gefallen! Bernd Franzingers Krimi "Pilzsaison" verspricht Krimifreunden Lesespaß pur. Über mehr als 400 Seiten gelingt es dem Autor, der in einem kleinen Dorf bei Kaiserslautern lebt, die Spannung aufrecht zu erhalten. Der Leser fiebert mit, will wissen, was dahinter steckt. Und erlebt so manche Überraschung. Denn auch die Polizeibehörde, in der Tannenberg arbeitet, ist nicht so ganz sauber. Pilzsaison ist ein Buch mit viel Lokalkolorit. Aber auch alle anderen Leser, die sich hier vielleicht weniger gut auskennen, werden bei der spannungsgeladenen Handlung mitfiebern können.

07.01.2012 11:43:51
Hans Wilhelm

Wenn dieser Krimi einem gutem Lektor in die Hände gekommen wäre und die Handlung von dem überflüssigen literarischen Ballast befreit wuerde, könnte es ein passabler Krimi werden. So aber ist es nur nervendes Gelaber in dem die Handlung untergeht. Weitere Krimis dieses Autors schenke ich mir daher und ka nn ihn nicht empfehlen.

03.09.2011 16:28:19
M. Hoermann

Ich bin am Münchner Flughafen auf dieses Buch gestoßen. Wobei ich sagen muß, daß mich die großspurige Ankündigung des Verlags ("Neuer Stern am Krimihimmel", "Top-Titel", "Tipp des Jahres") eher abgeschreckt hat. Fast hätte ich das Buch wieder ins Regal gelegt. Nachdem ich es nun gelesen habe, muß ich allerdings feststellen, daß dies ein Fehler gewesen wäre. Denn dieser neuer Schriftsteller hat diese Vorschußlobeeren wirklich verdient. Am meisten hat mich beeindruckt, daß man zwischen den Zeilen des Buches deutlich merkt, daß der Autor anscheinend nicht willens ist, sich den im Literaturmarkt herrschenden Zeitgeist zu unterwerfen oder sich den Literaturkritikern anzubiedern. Ich habe den Eindruck, daß hier jemand versucht, seinen eigenen Weg zu gehen. Und da mir solche Menschen ausgesprochen imponieren, wünsche ich ihm viel Erfolg auf diesem Weg.

06.07.2011 14:40:15
Karl Faustmann

Die Hauptfigur unsympathisch, der Stil schwülstig, die Handlung langweilig bis vorhersehbar, alles in allem keine Empfehlung für dieses Buch.
Besonders das Verhältnis der Hauptfigur zu Tieren laesst auf das des Autors schliessen und macht ihn fat zu einem Tierquäler.
Und noch immer ungeklärt bzw nicht erklärt: Woher kam der Gesiesblitz der Hauptfigur plätzlich den Täter zu kennen?

31.03.2011 07:49:26
conny fröhlich

Auf einem Sandsteinfelsen wird eine mit Waldfrüchten geschmückte Frauenleiche gefunden. In ihrer Kehle stecken Pfifferlinge. Wolfram Tannenberg, Leiter der zuständigen Mordkommission, beginnt mit den Ermittlungen. Er stochert zunächst völlig orientierungslos im Nebel herum. Der Täter schickt ein mysteriöses Gedicht. Schon bald wird im Wald eine weitere Tote entdeckt. Es beginnt ein spannendes Katz- und Maus-Spiel zwischen Tannenberg und dem Serienmörder, das einige Überraschungen für den Leser bereithält ...
Dieser Krimi bietet alles, was ich in einem guten Buch vorfinden möchte: Eine ebenso spannende wie originelle Geschichte, eine stimmige Kulisse und interessante Charaktere. Besonders die literarische Hauptfigur des Autors ist mir gleich ans Herz gewachsen. Tannenberg ist ein Typ mit Ecken und Kanten, vom Leben arg gebeutelt, aber trotzdem einfach nicht unterzukriegen. Ein liebenswerter Typ, den man einfach gernhaben muß!

11.02.2011 17:48:58
Heidi Reichelt

Ich habe mir selten so den Bauch halten müssen vor Lachen in einem Krimi:
Achtung Zitate: "Die beiden Kriminalbeamten vertraten sich ein wenig die Beine und nahmen dann auf einer mausgrauen Kunststoffbank Platz.(!!)
Von diesem Aussichtspunkt hier oben auf dem höchsten Punkt des Neumühlenparks hatte man einen einzigartigen Blick über das in einer breiten Senke ausgerollte Stadtgebiet.(!!!)
Die Nacht hatte gerade damit begonnen, sich ihr diamantbesetztes, funkelndes Schlafgewand überzustreifen. (!)
Mit Hilfe ihres altbewährten Helligkeitsreglers drehte sie das Tageslicht langsam zurück.(!)
Vorsichtig schielte ein strahlend weißes Mondstückchen über die Baumwipfel, so als ob es behutsam die Lage erkunden wollte. Da aber alles in Ordnung zu sein schien, gab es die
beruhigende Information umgehend nach unten weiter, so dass sich der Rest der Mondes nach und nach ebenfalls aus seinem sicheren Versteck hervortraute."(!)

anderes Kapitel:
"Die beiden Lichtkegel fraßen sich gierig in die milchig-trübe Wiesenlandschaft, Frösche hüpften mit großen Sätzen über den dunkelgrauen (nicht mausgrauen..) Asphalt.
Der finstere Wald vor ihnen öffnete seine Empfangspforten (sic) und zog sie in seinen schwarzen Moloch. Geisterhafte Baumgestalten huschten vorbei, streckten ihre langen
Greifarme nach ihnen aus."(! huh der Pälzerwald is gefehrlisch...)

"Als die beiden Kriminalbeamten das betongraue, schmucklose Verwaltungsgebäude verließen, wurden sie bereits mit den ersten dicken Regentropfen bombardiert, die gerade
eine mächtige, blauschwarze Gewitterwolke über die Stadt auszuschütten begann." (Hä?)

"Kurz nachdem sie das zivile Polizeiauto erreicht hatten, zog das wütende Sommergewitter alle Register, die es an diesem schwülen Junimorgen zu bieten hatte: Riesige Mengen
überpraller Wassertropfen, die auf dem staubigen Asphelt sofort große Luftblasen bildeten; ein aufbrausender, peitschender Wind, der den Regen brutal an die Autoscheiben und
Häuserwände klatschte und als krönenden Abschluß taubengroße Hagelkörner, die sich auf dem Straßenpflaster in Windeseile zu einem schneeweißen, eisigen Teppich verknüpften. (Wow)
Aber genauso schnell und brutal, wie das Gewitter über die schutzlose (!) Stadt hergefallen war, genauso schnell war es wieder verschwunden. Urplötzlich kehrte die Helligkeit
aus ihrem Versteck (boah eh) zurück und die triumphal grinsende Sonne (!) machte sich schadenfroh über die eisige Körnerpracht her.".(der Wahnsinn in Dosen)
Ei der Pälzer der is lustisch.

07.01.2009 08:33:47
Krimileserin

Mir hat der erste Teil der Tannenberg-Serie eigentlich sehr gut gefallen, bis auf die ständigen Wiederholungen der Berufsbezeichnung bei den Dialogen, wie oben schon von einem anderen Leser beschrieben.

Als Mitarbeiterin der Mainzer Rechtsmedizin muss ich mich allerdings über die schlechte Recherche in Sachen Obduktionen beschweren. Bei Mordfällen in Rheinland-Pfalz ist grundsätzlich die Rechtsmedizin (nicht Pathologie) der Mainzer Universität zuständig. Weder ein Krankenkaus mit einem Pathologen in Kaiserslautern, noch ein leitender Rechtsmediziner des LKA (gibt es garnicht).

Vielleicht könnte Herr Franzinger bei evtl. weiteren Romanen auf diese Kleinigkeiten achten. Pathologie und Rechtsmedizin sind zwei unterschiedliche Fachrichtungen. Fällt mir als "Insiderin" halt leider auf. *zwinker*

Ansonsten werde ich heute den zweiten Teil beginnen und freue mich auf weitere Abenteuer von Tanne, Flocke etc., denn das Pathologen-Versehen und andere Kleinigkeiten tun dem Lesevergnügen keinen Abbruch.

19.09.2008 10:18:15
nikre

Leider ist dies die erst Krimi-Couch"Empfehlung", die ich ganz und gar unbefriedigend fand. Sprachlich so hölzern, insbesondere die Dialoge so ungelenk (wer spricht sich in einer Unterhaltung schon ständig gegenseitig mit dem Vornamen an?), dass ich so dass ich ständig versucht, war das Buch aus der Hand zu legen. Leider hat das Lektorat hier ofensichtlich nicht funktioniert - das Streichen von überflüssigen Adjektiven oder den Wiederholungen bei den Personenbezeichnungen ("der SOKO-Leiter") hätte schon einen Teil geholfen. Von sprachlichen Fehlgriffen wie dem "Aufdrücken eines zarten Kusses" ganz zu Schweigen (zarte Küsse werden entweder gehaucht oder sie sind nicht zart, sondern herzhaft). Bis zum Schluss habe ich darauf gehofft, dass wenigstens der Plot durch eine überraschende Wendung entschädigt, aber leider sind Motiv und Täter nur an den Haaren herbeigezogen. Und im Gegensatz zu den Krimis von Ulrich Ritzel und Monika Geier ("däss Grumbeergschamperde vunn de Schakkelin") überzeugt oder entschädigt bei Bernd Franzinger auch das Lokale nicht .

13.04.2008 10:08:27
Christian

Ein Psychopath mordert in der Gegenwart, um Ereignis aus der Vergangenheit zu rächen. Nach getaner Arbeit bringt er sich um (=Selbstmord) oder lässt sich von der Polizei erschiessen (=inszenierter Selbstmord).
Dieser bei Krimiautoren beliebte Plot ist für den Leser absolut spannungslos.
Habe beim Lesen des Romans trotzdem meine Freude gehabt, da ich als Lauterer mit dem geschilderten Lokalkolorit und den Tatorten bestens vertraut bin.

29.04.2007 00:08:04
Inge Kragenings

Mir wurde das Buch von einer freundin empfohlen,ich habe es nach den ersten Seiten weggelegt weil es mir irgendwie langweilig war,aber dann als ich es nochmal in der Hand hatte konnte ich es nicht weglegen,es war toll geschrieben und wenn man sich in Kaiserslautern etwas auskennt macht es noch mehr spaß das Buch zu lesen

28.03.2005 14:10:29
Jan-Philipp Hildebrand

Meiner Meinung nach ist das Buch durchaus gelungen. Es macht absolut Spaß es zu lesen und die 441 Seiten waren zu keinem Zeitpunkt langweilig. Dass der Krimi an manchen Stellen mitunter etwas flach wirkt, ist mir als Laie zwar auch aufgefallen, aber das macht überhaupt nichts, denn dieses Buch bietet kurzweilige Entspannung und möchte selbstverständlich nicht mit Werken von beispielsweise Alfred Hitchcock oder John Grisham verglichen werden.
Aufgabe dieses Buches ist es auch nicht die Deutsche Sprache in Perfektion und Reinkultur wiederzugeben. Möchte man dies, so sollte man sich doch eher an Schiller oder Goethe wenden und nicht an einen pfälzer Unterhaltungskrimi.
Die Kreativität des Autors, die außergewöhnliche Umsetzung und die Heimatliebe des Autors machen das Buch lesenswert!

04.08.2004 16:25:49
Hermann Fey

Ich war ganz faziniert von den Detailbeschreibungen über Kaiserslautern. Da ich selbst gebürtiger "Lauterer" bin, konnte ich beim Lesen richtig mitleben. Unabhängig davon ist dieser Krimi sehr spannend aufgebaut. Mich als "Lesemuffel" hat dieser Krimi begeistert. Neben der Dramaturgie enthält der Krimi auch sehr lustige Passagen vor allem bei den zischenmenschlichen Problemen. Fazit: SUPER !

30.06.2004 08:33:54
C.Mettendorf

Nach meiner Meinung hat Bernd Franzinger mit \'Pilzsaison\' ein im wahrsten Wortsinne außer-gewöhnliches Buch geschrieben. Die Geschichte eines Frauenmörders, der seinen Opfern verschiedene Waldpilze in die Kehlen steckt und die Mordkommission mit dazu passenden Gedichten bombardiert, ist sehr originell. Sie spielt im Pfälzer Wald, der als natürliche, wunderschöne Kulisse im Kontrast zu den schrecklichen Morden steht. Besonders das Ende des Romans - ein furioser Showdown im Wald - ist sehr gelungen. Das ganze Buch ist ungemein spannend und hat darüber hinaus auch einiges an Naturpoesie und Sprachästhetik zu bieten.
Die Vermischung von privaten Problemen und beruflichen Risiken, die Wolfram Tannenberg bestehen muss, macht den Krimi erst richtig unterhaltsam. Welch eine kantige Hauptfigur, welch eine geniale Idee, seine Großfamilie in die Ermittlungen einzubinden.
Aber nicht nur deshalb ist dieses Buch wirklich alles andere als gewöhnlich. Auch was den Schreibstil des Autors betrifft, unterscheidet es sich wohltuend von dem Einheitsbrei vieler anderer Autoren. Ich kann dieses Buch wirklich nur weiterempfehlen.

24.06.2004 14:25:56
Reinhard Janz

Seit 30 Jahren lese ich Krimis. "Pilzsaison" ist eines der schlechtesten Bücher, die ich je gelesen habe. Ich lese gerne "Regio"-Krimis und bin deshalb auch bereit, Abstriche bei Handlung und Stil zu Gunsten des Lokalkolorits zu machen, trotzdem sind die Plattheiten kaum auszuhalten.
Dem Autor darf man wahrscheinlich zu Gute halten, dass er bisher schriftlichen Ausdruck nur zum Abfassen von Information gebrauchte, dem Verlag muss man vorwerfen, daß das Wort "Lektorat" für ihn im doppelten Sinn ein Fremdwort ist. Literatischem Anspruch wird dieses Buch keinesfalls gerecht, es dient bestenfalls als Lehrbeispiel für kommende Hobbyschriftsteller, was beim Satzbau alles zu vermeiden ist. Die Personen bleiben hölzern und steif, kein Leser kann sich mit einer Figur identifizieren.
Der Plot ist einigermassen gut, wird aber ohne Not zu Tode geritten und ist voller vermeidbarer logischer Fehler.
Von einer unbekannten Toten, die nachts von der Polizei gefunden wird und die als Köder für den Mörder missbraucht wird (an sich schon ein sehr merkwürdiges Konstrukt), kann man ein Foto präsentieren, das die Tote als Lebende präsentiert. Bloss wo das Foto herkommt bleibt dem Leser vorenthalten.
Ein am Fall beteiligter Kriminalist wird ermordet. Was machen seine Kollegen? Überstunden? Verzweiflung? Wallander hätte im ähnlichen Fall 48 Stunden durchgearbeitet. Aber nein, die feine Polizeitruppe feiert Abends eine schicke Einstandsparty, wobei eine nahe Kollegin des toten Kommissars voraussehbarer Weise auch noch im Bett der Hauptfigur landet. Polizisten sind eben doch Gemütsmenschen!
An anderer Stelle hat man den Namen einer Frau, weiss aber nicht wo sie wohnt. Was macht die schlaue Polizei? Richtig! Ein Blick ins Telefonbuch, dann Abfrage beim Einwohnermeldeamt und schon ist alles geklärt. Einige Seiten weiter hat man endlich den Namen des Hauptverdächtigen ermittelt. Leider kann sich keiner mehr daran erinnern, dass es ein Einwohnermeldeamt oder ein Telefonbuch gibt. Also muss nachts eine Universitätsinstitut besucht werden, in der Hoffnung, dass dort jemand zu finden ist, der vielleicht weiterhelfen kann.
Zusätzlich leidet das Buch an bösen Timingproblemen: Der Kommissar erhält morgens eine Drohpostkarte, macht eine Zeugin ausfindig, spricht mit ihr, hat dann noch eine Rückfrage und lässt sich dann zu einem Aussichtspunkt fahren, um zuzusehen wie die Nacht über die Stadt hereinbricht. Die Handlung spielt Ende Juni, also wird es etwa gegen 22 Uhr dunkel. Von morgens 8 Uhr bis 22 Uhr geschafft, zwei Zeugen befragt, toller Job, Polizist hätte ich werden sollen!
Insgesamt ein Buch, das man fasziniert nicht aus der Hand legen kann, immer ist man aufs neue gespannt, welche Ungereimtheiten und Platüden noch erscheinen. Und ich darf verraten: Es sind fast alle vertreten, die in einen Krimi hineinpassen. Wie eingangs erwähnt: jammerschade. Mit ein wenig Lektoratsarbeit hätte man einem jungen Autor bei seinem ersten Krimi einen grossen Gefallen getan und dem Anfänger manchen Stein aus dem Weg räumen können, der ihm jetzt am Halse hängt. Die Aufgabe des Verlags erschöpft sich darauf eine "coole" Werbezeile aufs Buch zu drucken. Unterstützende Kritik hätte dem Schriftsteller wesentlich besser getan und am Ende wäre ein lesbares vielversprechendes Erstlingswerk daraus geworden.