Tod eines Lehrers

Erschienen: Januar 2004

Bibliographische Angaben

  • München: Droemer Knaur, 2004, Seiten: 362, Originalsprache
  • Berg: AME, 2005, Seiten: 6, Übersetzt: Tommi Piper
  • Augsburg: Weltbild, 2011, Seiten: 362, Originalsprache

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Peter Kümmel
Spannender Lesestoff, in dem die Kanten fehlen

Buch-Rezension von Peter Kümmel Nov 2003

"Tod eines Lehrers" - nicht nur durch den Titel fühlt man sich an einen Reinecker-Krimi erinnert, auch die Befragungen in der Schule versprühen spröden 70er-Jahre Charme. Bei den trockenen Dialogen hat man Kommissar Keller und Harry Klein bildlich vor seinem geistigen Auge.

Rudolf Schirner, Lehrer am Gymnasium im hessischen Langen, wurde spätabends beim Spaziergang mit seinem Hund bestialisch ermordet. Über 80 Messerstiche und das Abschneiden seines Geschlechtsteils zeugen davon, dass ihn jemand sehr gehasst haben muß. Dies steht jedoch im absoluten Gegensatz zu dem, was die ermittelnden Beamten bei ihren ersten Befragungen erfahren. Schirner hatte keine Feinde, er war bei allen überaus beliebt. Sowohl Schüler als auch Kollegen sind voll des Lobes über den Lehrer. Er führte eine mustergültige Ehe und hatte gute Freunde im Kollegium.

Doch irgendwie traut Kommissar Peter Brandt von der Offenbacher Mordkommission diesem Frieden nicht. Seiner Meinung nach muß jeder Mensch irgendeine Leiche im Keller haben. Bald wird er fündig. Sein Eheleben war wohl doch nicht ganz so harmonisch wie man ihn glauben zu machen versucht. Mit seiner Frau, die unter einer Reinlichkeits-Neurose leidet, hatte er seit Jahren keinen Sex. Er brauchte sie zwar für sein häusliches Wohlbefinden, doch sein Vergnügen holte er sich woanders. Gleich zwei seiner Kolleginnen geben zu, ein Verhältnis mit ihm gehabt zu haben. Da tun sich für Brandt erste Motive auf: War der Täter ein gehörnter Ehemann einer weiteren Beziehung Schirners? Oder vielleicht eine von ihm verschmähte Frau?

Das 70er-Jahre-Feeling ist schnell verschwunden und aus dem trocken beginnenden Text wird schnell flotter und spannender Lesestoff, der routiniert geschrieben ist.

Der Leser wird relativ frühzeitig auf die richtige (?) Spur gebracht und kann sich vieles schon zusammenreimen, doch trotz allem bleiben noch genügend Fragen offen, um das Spannungsniveau auf gleichmäßig hohem Level zu halten.

Mit Hauptkommissar Peter Brandt hat Andreas Franz einen sympathischen Protagonisten entwickelt, der glaubhaft und überzeugend wirkt. Brandt ist alleinerziehender Vater zweier pubertierender Töchter, sehr sensibel und bei Frauen sogar schüchtern. Mit Humor und einer Liebesgeschichte gewürzt macht "Tod eines Lehrers" Appetit auf mehr von Kommissar Brandt, auch wenn mir persönlich in seinem Privatleben alles etwas zu glatt läuft. Ein paar kleine Problemchen hier und da wären das vermisste Salz in der Suppe.

Auch die weiteren Charaktere, insbesondere die Staatsanwältin Elvira Klein, sind vielschichtig angelegt und für weitere Serienkrimis ausbaufähig.

Der Schluß des Romans dürfte für den meisten Diskussionsstoff sorgen. Ich möchte dazu nicht allzu verraten, doch auch hier hat sich Franz für die Lösung entschieden, in der alles relativ reibungslos läuft und für die meisten der Beteiligten einen positiven Ausgang nimmt. Doch dürfte der ein oder andere Leser sicherlich an den Gedanken des Autors zum Thema Selbstjustiz Anstoss nehmen.

"Tod eines Lehrers" ist ein Roman, der ein brisantes Thema aufgreift und der spannende Unterhaltung bietet, dem aber ein wenig die Ecken und Kanten fehlen, um von einem rundum gelungenen Krimi sprechen zu können.

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Letzte Kommentare:
06.08.2017 12:40:50
Y.e

Ich bin gerade fertig geworden... Lese normalerweise die Julia durant Reihen die mir sehr gut g er fallen haben... Manchmal war es Büschen viel hin und her aber ich mag die Bücher sehr und freue mich das selbst nach dem Tod von org. Autor noch bücher geschrieben... Danke dafür...
Und an alle die hier sooo schlecht darüber schreiben

Machts besser! Jeder hat einen eigenden Geschmack und den Autor so anzugreifen und persönlich zuwerden find ich nicht nett... Er ist ein guter Autor gewesen...

08.08.2015 15:09:38
Manfred Rathunde

ANDREAS FRANZ „Tod eines Lehrers“ ,Knaur‘

Ein ganz brisantes Thema, was Andreas hier auf das Tapet bringt. Sexueller Missbrauch Schutzbefohlener. Wenn er Schlaftabletten hätte herstellen wollen, wär er nicht Schriftsteller geworden. „Tod eines Lehrers“ sorgt erstmal für Verwirrung, da benannte pädagogische Größe in alle Himmel gehoben wird. Dass er trotzdem sterben musste, löst Fragen aus, mit denen Peter Brandt, Hauptkommissar aus Offenbach, sich jetzt auseinandersetzen muss. Und Herr Schirner wird nicht der einzige bleiben, Herr Teichmann gesellt sich im Tode hinzu und beide Tötungsfälle haben Gemeinsamkeiten. Nicht nur, dass beide als Saubermänner da stehen und den Respekt des Lehrkörpers und der Schüler genießen, beide werden ähnlich getötet und ihrer Männlichkeit beraubt. Sie haben eine glänzende Fassade vorzuweisen, allerdings kratzt Andreas Franz mal am Mörtel und siehe da, die beiden „Freunde“ sind ziemlich weit in einen Abgrund gestiegen, bei dem man das Würgen bekommt. Sie haben Schülerinnen, deren Umfeld sie akribisch unter die Lupe genommen und sondiert hatten, sexuell missbraucht, menschlich gebrochen. Peter Brandt ist der Meißel und die Täter sind der Hammer, mit denen Franz mal ordentlich Abrissarbeit macht und hinter so manche Tapete blicken lässt. Und plötzlich erscheint der Freitod einer achtzehnjährigen Schülerin in einem ganz andren Licht. Auch wenn es eher Finsternis ist, was hier auf den Leser zurollt. Einschließlich der blinden Justitia, die, hier in Deutschland, ja sowieso in ewiger Dunkelheit vor sich hin vegetiert, dank eines Demokratieverständnisses, dass sich selbst ad absurdum führt. Fakt ist, dass die Exekutive den Fassadendarstellern Schirner und Teichmann, im Leben nicht, wirklich am Zeug hätte flicken können. Nur der Mord an beiden löste eine Lawine aus, die dann richtig zum Nachdenken führt. Auch wenn Andreas in diesem Roman viel Humor auf das Papier bringt, bleibt er doch kritisch und auch recht drastisch. Dieses Land und sein Knast haben Unterschiede. In diesem Land haben Kinderschänder mehr Rechte, als ein Steuerschuldner, im Knast ist es umgekehrt. Peters Lieblingsfeindin, Staatsanwältin Elvira Klein, obwohl auf ganz anderen Pfaden wandelnd, bekommt mal richtig direkte Denkanstöße und darf sich Gedanken machen, wie man mit diesem Fall umgehen sollte. Andreas gibt Einblicke, wo kaum einer hinsehen würde. Macht ihn zu einem Schriftsteller, den man sich unbedenklich zu Gemüte führen kann. Vor Nachahmung wird allerdings ausdrücklich gewarnt. Nicht immer hat man, als „Täter“, und gleichzeitig Opfer, so verständnisvolle Leute, wie den Autor und den Leser. (MRD)

ISBN 978-3-426-62599-6 363 Seiten 9,95€ (D) 10,30€(A)

21.07.2014 13:14:40
Rekordmeister

Der Roman ist sehr eindimensional und ziemlich schlecht. Insbesondere das deutliche, kaum verhüllte Plädoyer für Selbstjustiz hinterlässt einen schlechten Nachgeschmack. Alle Ermittler haben größtes Verständnis für die "Lösung" des Problems durch Mord. Auch handwerklich ist der Autor einfach strukturiert. Überwiegend Dialoge, detailgenaue Schilderungen von Vorgängen, die man gar nicht unbedingt so genau wissen will. Mich überrascht, dass der Autor so viel verlegt und gelesen wird. Finger weg für Leser, die Qualität schätzen und Mankell, Nesser, Nesbo o.a. Autoren mögen.

16.10.2013 21:54:21
Esther P.

klischeehafter Müll!
anders kann ich dieses Buch leider nicht beschreiben. ich weiß ja nicht in welcher Welt der Autor lebt bzw welches Frauenbild er hat, aber nicht alle Frauen stehen auf wesentlich ältere Männer und auch nicht alle Exhuren wurden von einem Märchenprinzen aus dem Bordell befreit. dies ist leider die Linie die sämtliche Romane von A. Franz folgt.
der Tod eines Lehrers ist nicht der schlechteste Roman den ich las aber Klischee und völlig fehlerhaftes Frauenbild des Autors lassen es leider nicht über 10% kommen .

25.12.2012 21:16:11
Orbil

Ich fand dieses Buch sehr gut. Das frühe Geständis, wo noch ca 100 Seiten zu lesen waren, zeigte auf, das viel mehr dahinter steckte, als die Mörderin von sich aus verriet. Mir gefällt der Charakter Peter Brandt ganz gut. Lebe selber im Kreis Offenbach und habe natürlich eine Affinität zum fiktiven Geschehen. Das nächste Buch "Mord auf Raten" habe ich derzeit "in Arbeit". Mir gefällt, wie Andreas Franz seine Bücher schrieb und werde noch weiter von ihm lesen.

25.11.2012 12:28:20
Morten Quist

ich hatte noch kein Buch von Herrn Franz gelesen und nach diesem wirds wohl auch kein weiteres geben. Im Urlaub krank geworden stieß ich auf den Roman in der Bibliothek meiner Unterkunft. Das Buch habe ich soweit das geht unvoreingenommen gelesen. Obwohl im Buchhandel arbeitend habe ich nie mit jemandem ueber Buecher von Herrn Franz gesprochen also auch keine Ahnung bzgl. Stil etc.
Nun denn: das Buch ist sehr schlecht. Relativ schnell fiel mir auf, das Herr Franz die Angewohnheit hat in seiner Personenbeschreibung bei nahezu jeder weiblichen Figur die entsprechenden Vorzüge herauszuarbeiten (wohl proportioniert, haeufig tolle funkelnde Augen), natürlich sind die Maenner meist so anziehend (inkl. des Kommissars) das sie juengere attraktive Frauen anziehen. So betrachtet kommt einem das ganze wie ein leicht angefeuchteter Traum vor. Irritierend (und leicht geschmacklos) da es im Zentrum um sexuellen Missbrauch geht. Der Kommissar soll zwar sehr schlau sein, aber in seinem Handeln spiegelt sich das nicht wieder. "Hoehepunkt" ist da die Szene indem ihm erlaeutert werden muss das eine abgeschnittener Penis auf einen sexuellen Hintergrund hinweisen "koennte". Der Kommissar ist alleinerziehend, sein Miteinander mit den Kindern wird sympathisch beschrieben, das (erfolgreiche) Anbandeln mit der Pathologin muss dann aber nicht sein. Ebenso wie ihr krampfhaft auf besonders makaber getrimmter Humor. Der Fall selber ist dann ein Malen nach Zahlen bei dem ohne besondere Wendungen alles recht glattlaeuft. Da der Kommissar selber eigentlich keine Eingebungen hat kriegt er Hinweise serviert. Vor allem ein der Polizei zugespieltes Video wird wunderbar unkritisch einfach mal als Beleg genommen obwohl unzaehlige Male erwähnt wird das man eigentlich die handelnen Personen gar nicht identifizieren kann. Aber egal, der Kommissar ist ueberzeugt, das sollte reichen. Auf Seite 256 (wenn ichs recht entsinne) legt eine Moerderin ein Geständnis ab. Da hat das Buch noch ueber 100 Seiten, also muss das eigentlich ein falsches Gestaendnis sein. leider nein. Vielleicht hat man Herrn Franz wirklich wie ein anderer Schreiber hier mutmasste noch dazu genoetigt mehr zu schreiben als gedacht. Dramaturgisch ist dieses Gestaendnis der Tod des Buches. Keine weitere Wendung, keinerlei Spannung, 100 Seiten Liebesgeseiere und pseudokritisches Gesülze darüber das man ja die Täterinnen so gut verstehen kann obwohl man das ja nicht sollte. ein schwieriges Thema, mit der Sensibilität eines Holzhammers verabreitet. Ein schwaches Buch auf bescheidenem sprachlichen Niveau. Das Kommissar Brandt danach noch weitere Fälle lösen durfte ist mir rätselhaft.

22.01.2012 01:49:18
Anonymus

Das schlechteste Buch, das ich seit sehr langer zeit gelesen hab. Die vielen Anfängerfehler von jungen Autoren, die ich hier jetzt nicht alle auflisten möchte, zeugen davon, dass Andreas Franz weder was vom deutschen Schulwesen noch von einigermaßen seriöser Polizeiarbeit versteht, bei der man als Ermittler nicht unbedingt alles herausposaunt gegenüber seinen Verdächtigen.
Als Note zwischen 1 und 10 eindeutig eine -1, rausgeschmissenes Geld sich das Buch zu kaufen...

01.08.2011 22:23:05
Madita

Der Autor scheint seine Bücher fast ausschließlich in der wörtlichen Rede geschrieben zu haben. Auffällig ist auch, dass seine Protagonisten stets Alkohol trinken, selbst wenn diese schwanger sind. Trotzdem fand ich dieses Buch bei weitem nicht so schlecht und langweilig wie die beiden vergangenen, die ich gelesen habe. Ich glaube zwar nicht, dass die Täter in der Realität mit so milden Urteilen davongekommen wären, da es ja gerade eine Herausforderung für Selbstjustiz wäre. Aber das ganze ist ja eben nur eine Geschichte.

28.06.2011 20:50:41
Schnippi

Ich bin kein schneller Leser, aber ich muss sagen, dass mich das Buch sehr gefesselt hat. Aus dem Grund war ich auch "Ratz fatz" damit durch. Es ist spannend und flüssig geschrieben ... Vermutungen stellen sich schnell ein (bewahrheiten sich auch) und trotzdem liest man weiter... man will sich ja bestätigt sehen. Die Handlung ist an manchen Stellen etwas überzogen (in welchem Krimi aber nicht)...zeigt aber doch, dass in unserem Heute fast nichts unmöglich ist. Ich freue mich schon auf einen weiteren Krimi von diesem Autor.

12.01.2010 16:03:50
Lisa

Meiner Meinung nach ist es zwar ein gutes Buch, jedoch ist es sofort klar, wer der Mörder/die Mörder ist/sind. Und das Motiv ist auch offensichtlich. Deshalb ist es zeitweise schon sehr langweilig. Mir hat "jung, blond, tot" auf jeden Fall viel besser gefallen! Es ist viel interessanter, und spannender.

04.12.2009 10:05:38
Toyota

Dieses Buch ist wieder einmal sagenhaft gut geschrieben mit der gewissen Mischung aus Romantik und Alltagsleben, in dem die Spannung keinesfalls zu kurz kommt. Auch die Story, die sich dahinter verbirgt lässt aufhorchen und zum nachdenken anregen. Andreas Franz versteht es die Leser am Lesen zu halten!

10.09.2009 20:59:58
hapesu

Da ich bis vor kurzem selber Lehrer war, hat mich das Buch schon sehr interessiert. Und ich muss sagen, es hat mich nicht enttäuscht. Es ist spannend geschrieben und langweilte mich nicht einen Moment.

Der Kern der Handlung wirkt zwar zunächst schon sehr weit hergeholt, aber ich fürchte, so ganz unrealistisch ist er tatsächlich nicht einmal. Ich habe mit meinen sechsunddreißig Jahren im Beruf Dinge erlebt, die man nicht für möglich halten würde.

27.08.2009 16:00:16
SeeYoou

Das Plot ist grundsätzlich gut, auch wenn ich es in letzter Konsequenz für etwas übertrieben halte. Auf jeden Fall gibt es reichlich Stoff für ein spannendes Buch. Schade nur, dass dieser Stoff von jemandem verarbeitet wurde, der sprachlich in der Steinzeit stehengeblieben ist. Treudeutsche Dialoge und Beschreibungen machen das Buch zäh wie Gummi. Flott und mitreissend geht anders.

21.01.2009 20:07:12
sabrina13582

Dies war mein erster Krimi aus der Reihe mit Peter Brandt. Und ich bin absolut begeistert. Ich dachte immer Julia Durant topt nichts, aber dieses Buch ist genauso gut, wenn nicht sogar besser. Spannend, flüssig zu lesen und einfach nur klasse. Ich war richtig traurig als ich fertig mit lesen war. Anschaulich dargestellte Charaktere, toller Plot, und absolute Spannung... was will man als Leser mehr.Absolut empfehlenswert

07.12.2008 15:15:53
SigridJVS

Langweilig!
Was hätte jemand, der packend und interessant schreiben kann, aus diesem Plot machen können! Aber Franz kann es offensichtlich nicht.
Hölzerne Dialoge werden von altmodischen Leuten geführt (Kommissar: "Wofür benötigte Ihr Mann einen Computer?" / Studentin: "Ich habe nur selten die Gelegenheit, eine Gerichtssendung im Fernsehen zu verfolgen"... waaah!) und alle, aber auch wirklich alle Romanfiguren bleiben leblos und flach.
Warum auf Biegen und Brechen der ohnehin langweilige Kommisar noch eine fade Liebesgeschichte verpasst bekommen musste, erschließt sich mir genauso wenig wie die Frage, warum der Autor jede noch so selbstverständliche Einzelheit detailliert und langatmig für die ganz Begriffsstutzigen erklären muss.
Unnötige Längen sind der Spannung genauso abträglich wie die respektlose Weise, in der in diesem Roman Polizist und Pathologin über die Menschen reden, die tot vor ihnen legen. Wenn die Pathologin sich über Penisse von Toten auslässt, wirkt das für mich nicht witzig, sondern geschmacklos und menschenverachtend.

Nein, wenn dieses Buch für den Autor typisch ist, war es mit Sicherheit das erste und letzte, das ich von ihm gelesen habe. Ich habe es überhaupt nur deshalb fertig gelesen, weil ich der Meinung war, es gäbe am Ende vielleicht noch eine überraschende Wendung - aber weit gefehlt: Offenbar fiel Herrn Franz viel zu spät auf, dass der Verleger rund 50 Seiten mehr erwartete und darum wurde das Ende gezogen, gedehnt und ausgewalzt.

Fazit: Guter, vielversprechender Plot, aber ganz schlecht umgesetzt!

18.08.2008 21:37:18
Adil

Tod eines Lehrers hat mir sehr gut gefallen. Ob es daran liegt, daß mir bisher alle Krimi-Reihen von Andreas Franz gefallen haben, kann ich nicht sagen. Läßt sich jedoch, wie Franz-typisch, leicht und schnell lesen. War bereits mein 8. Buch von Andreas Franz. Genauso wie die Reihen mit Julia Durant, Sören Henning und Lisa Santos, ist mir der Kommissar Peter Brandt von Anfang an sympatisch.

07.08.2008 20:55:19
Leseratte

Ich hab bis jetzt alle Krimis von Andreas Franz verschlungen!!!
Der Schreibstil liegt mir 100 Prozentig und die Inhalte find´ich auch klasse!!! Da muss ich "dfranke" widersprechen, denn es doch auch mal schön, wenn nicht immer unschuldige Menschen abgeschlachtet werden, sondern die Opfer es verdient haben!
Wem das liegt, dem kann ich nur sagen, unbedingtg lesen!

07.06.2008 12:06:17
dfranke

Eines der schlechtesten Bücher, das ich bisher gelesen habe. Kann mich den positiven Meinungen hier nicht anschließen und unterstütze die kritischen Beiträge. Ich fand es schlecht geschrieben. Die Dialoge waren teils grausig. Vieles konnte ich nicht nachvollziehen, fühlte mich als Leser nicht wirklich mitgenommen. Und was ich bei Franz bereits mehrfach feststellen konnte: Er versucht immer (zumindest bei den Büchern, die ich bislang von ihm gelesen habe), Verständnis für die Täter zu wecken, häufig rechtfertigt er damit Taten von Selbstjustiz.

Dies war jedenfalls definitiv mein letztes Buch von ihm. Chancen habe ich ihm genügend gegeben.

02.11.2007 10:55:33
Katharina

Gutes Buch von ihm, wirklich lesenswert!
Andreas Franz hat einen guten Schreibstil.
Es war mein 2. Buch von ihm, ich habe mittlerweile 4 Bücher von ihm gelesen und werde weiter seine Bücher lesen.
Von mir gibts 82°!

01.08.2007 20:15:04
Johann Bitterfeld

Zwar ist "Tod eines Lehrers" ein recht spannender Krimi, aber auch nicht mehr. Der Kommissar ist alleinerziehender Vater ohne Durchsetzungskraft, dessen Eltern nicht hilfsbereiter sein könnten. Die integrierte Liebesgeschichte ist grausig unrealistisch, die Täter dermaßen pervers, dass Brandts Befürwortung der Selbstjustiz eine Farce ist. Lob von meiner Seite einzig für den recht flotten Erzählstil von Andreas Franz, aber für sonst nichts.

02.05.2007 09:37:23
Posti74

Es war mal wieder ein super Buch von ihm. Kann ich nur weiter empfehlen. Super spannend und schön geschrieben. Macht wieder süchtig. Und Lust auf mehr von ihm.

05.02.2007 16:02:19
laggmaus

Das Buch hatte ich in weniger als einer Woche durchgelesen. Ich fande den Krimi spannend und bin von Andreas Franz begeistert. Den vielen schlechten Meinungen kann ich mich nicht anschließen. Es gibt eine Menge Bücher die viel schlechter sind.

14.05.2006 13:15:29
Moprohexe

Tja, Geschmäcker sind halt verschieden, was ein Glück. Sonst würden alle dasselbe lesen und es gäbe keinen Grund zu Diskusssionen.
Ich fand das Buch Klasse und sehr spannend.Hauptkommissar Brandt ist sympatisch Hab inzwischen fast alle Bücher von Franz und werde ihm auch weiterhin treu bleiben. Liegt vielleicht auch daran, daß ich aus der Gegend komme und die ganzen Stellen kenn, die der Autor beschreibt.

14.05.2006 12:48:14
Andreas Theune

Grausiger Kriminalroman! Ich glaube der Krimi ist das schlechteste was ich an Krimi ja gelesen/gehört habe.
Angefangen von Schreibstil der mich an Schulaufsätze erinnert, gefolgt vom langweiligen Kommissar und gekrönt vom wirklich schlimmen Finale indem Selbstjustiz in einem Maße gerechtfertigt wird, wie ich es noch selten erlebt habe.

Hinzu kommt, dass die Auflösung keinesfalls logisch ist, und die Motivation der Täter teilweise doch sehr schwach ist.

Für mich war das der erste und letzte Krimi von Franz.

20.12.2005 17:59:59
Magda Bremer

Ich kann Michael Lotsch, Achim Weiß und dem Schüler nur zustimmen: Franz rechtfertigt Lynchjustiz, recherchiert schlampig und hat einen unsäglichen Stil. Dass er so hohe Resonanz findet, ist ein beunruhigendes Symptom.

06.11.2005 13:07:00
Jonny

Friede, Freude, Eierkuchen im beschaulichen Langen.
Eine kurze Unterbrechung der Idylle durch zwei grausame Morde, aber die Opfer haben es verdient. Die Täter erinnern an die vier Musketiere, allerdings scheint von deren Freundschaft niemand etwas zu wissen. Unter dem Motto "Alle für eine(n), eine(r) für alle!" stellen sie die Ordnung wieder her. Das versteht sogar die ansonsten stark an ihrer Karriere interessierte Staatsanwältin. Und der nette Kommissar ohnehin.
Friede, Freude, Eierkuchen auch im Privatleben des Protagonisten. Als Alleinerziehender hat er keine Probleme mit seinen halbwüchsigen Töchtern, die natürlich nicht pubertieren, sondern brav zu Oma und Opa gehen, wenn Papa arbeiten muß. Seine Eltern spielen liebend gern Babysitter und murren kein bißchen, wenn sie ungeplant das ganze Wochenende auf ihre Enkel aufpassen müssen. Finanzielle Probleme kennt unser Held selbstverständlich auch nicht, überteuerte Helly-Hansen-Jacken sind mühelos drin, wenn die Töchter ordentlich "Bitte, bitte!" sagen.
Bis auf eine Ausnahme gibt es nur nette Kollegen und Kolleginnen, und der Störenfried wird ohne große Konflikte in eine andere Abteilung versetzt. Das einzige Problem des Protagonisten: Schüchternheit gegenüber dem anderen Geschlecht. Aber das wird durch die Traumfrau von Pathologin gelöst. Selbstverständlich freuen sich die Eltern und die Töchter darüber. Und wenn sie nicht gestorben sind, ...
Aber nicht in meinem Bücherregal!
Ein Protagonist ohne Ecken und Kanten, zu seicht beschriebene Nebenfiguren, schwache Dialoge und ein unvorbereiteter Schluß. Für mich das erste und letzte Buch dieses Autors.

03.10.2005 12:34:14
Bücherwurm66

"Tod eines Lehrers" kaufte ich vor einigen Tagen. Es war das erste Buch, dass ich vom Autor Andreas Franz gelesen habe. Der Spannungsaufbau zu Beginn schien mir recht gelungen, doch dann ! Da ich ungern Bücher nur "anlese", habe ich mich anschließend durch scheinbar endlose und langweilige Zeilen durchkämpfen müssen. Das beste am Buch waren noch die Charaktere, die tatsächlich autentisch rüber kamen, wenn mir auch zumindest eine Beschreibung des Äußeren von Peter Brandt gefehlt hat. Der Kriminalfall selbst ist m. E. völlig unrealistisch, da schließe ich mich gern einigen diesbezüglichen Meinungen von "Vorgängern" hier an. Die Hintergründe des Falls waren schon fast zur Hälfte des Buches klar und dessen Lösung benötigte dann etwa ein Drittel des Buches.
Ich werde aber wohl trotzdem mir und dem Autor noch eine zweite Chance geben und voraussichtlich noch ein weiteres Buch "in Angriff nehmen".

30.09.2005 22:23:39
Leseratte

Ich kann es einfach nicht verstehen, wenn jemand sich ein Buch kauft ohne vorher zu wissen um was es geht. Für was gibt es auf der Rückseite eine kurze Zusammenfassung. Da kann man feststellen, ob ich dieses Buch gut finde oder nicht. Ich war von diesem Buch mehr als begeistert, ich habe es in vier Tagen durchgelesen und lese jetzt schon das vierte oder fünfte Buch. Also jeder hat seinen eigenen Geschmack und daher lest probe bevor ihr die Bücher kauft.

20.09.2005 20:07:03
Biggi

Das Buch ist kein Reißer, aber durchaus unterhaltsam geschrieben. Die fehlerhaften sachlichen Hintergründe sind für einen Leser, der sich in diesem Metier auskennt sicherlich störend, doch für jeden anderen Leser nicht relevant. Also keinen Grund zur Aufregung.
Nach vielen gelesenen Krimis finde ich es auch einmal als sehr angenehm einen Kommissar zu haben, der einfach glücklich ist und nicht seine ganzen privaten Probleme durch das ganze Buch schleift. Wenn man viel liest, kann einen das auch irgendwann einmal ganz schön auf die Nerven gehen.

13.09.2005 15:17:03
Michael Lotsch

Vom Ekel angezogen habe ich mich durch das zufällig zur Unterstützung deutscher Krimiautoren erworbene Machwerk " Tod eines Lehrers " gequält. Die stilistischen Entgleisungen sind in dieser Quantität kaum zu überbieten - allenfalls würde ich derartiges in Groschenheftchen erwarten, die man mit hohem Fieber bei einem Arztbesuch liest. " Schließlich hat er auch seine Schwanz in sie gesteckt" und " die geheimnisvolle Inderin mit den vollen Lippen " oder " die obligatorische BAMS - Lektüre " oh, Graus. In der Tat: es wundert mich, daß dieses Geschreibsel bei Knaur verlegt wurde. Vielleicht war es ja doch der fehlprogrammierte Schreibcomputer?
Michael

30.07.2005 15:53:39
Caroline

Dies ist mein erste Buch von Andreas Franz, das ich gelesen habe. Es hat mich nicht mehr losgelassen, bis ich es zu Ende gelesen hatte :-) Es ist ein sehr gelungener spannender Krimi, der auch irgendwie eine faszinierende Wirkung auf mich hat und auch sehr zum Nachdenken anregt! Ich werde mir auf jeden Fall weitere Bücher von diesem Autor besorgen!

08.07.2005 16:41:12
Rina

dieses buch von andreas franz ist sehr spannend und sehr gut geschrieben. es hat sehr viel spaß gemacht es zu lesen. weil immer wieder neues in diesem buch passiert. und ich werde weiterhin bücher von ihm lesen. weil ich fand bis jetzt alle bücher diei ch von ihm gelesen habe sehr gut und spannend. ich kann dieses buch nur empfehlen es zu lesen.
rina

03.06.2005 13:46:02
Achim Weiß

"Tod eines Lehrers" ist das mit Abstand am schlechtesten geschriebene Buch, das ich je gelesen habe (und ich lese relativ viel). Der Autor kann weder Figuren zeichnen noch glaubwürdige Dialoge schreiben oder eine logische Geschichte erzählen. Es ist geradezu unvorstellbar, wie ein so mies geschriebener Text überhaupt das Licht der Öffentlichkeit erblicken kann. Gibt es im Knaur-Verlag keinen Lektor, der all die Ungereimtheiten und Stilbrüche erkennt???
Entschuldigung, aber in diesem Fall ist es meiner Ansicht nach keine Geschmacksfrage, ob man den Roman "gut" findet oder nicht, es ist ganz objektiv frech und schlecht dahin gerotzte Scheiße! aw

22.05.2005 13:10:38
Ralf

Habe alle Bücher von AF gelesen und fand dieses auch wieder sehr gelungen. Hauptkommisar Brandt und seine Team kommen sehr sympathisch rüber. Die Story ist interessant und spannend. Auch gefällt mir die Person des Ermittlers. Wohl auch weil mir seine private Situation sehr bekannt vor kommt. Ich kann das Buch auf jeden Fall weiter empfehlen. Freue mich auf die nächst Neuerscheinung meines Lieblingsautors.

26.02.2005 08:40:18
Dr. Watson

Es war nicht der erste Krimi von Andreas Franz, den ich gelesen habe, und es wird nicht der letzte gewesen sein. Obwohl das Buch nicht so gut komponiert und geschrieben ist wie z.B. "Jung, blond, tot" oder "Letale Dosis". Deutlich ist die Absicht des Autors zu erkennen, ein (beinahe noch) Tabu-Thema öffentlich zu machen und damit auch zu provozieren. Allein die gute Absicht reicht nicht, und die von anderen Lesern genannten Schwächen sind nicht allein der Sache wegen entschuldbar! Trotzdem habe ich das Buch mit Spannung gelesen, denn es stellt jeden Leser vor die Frage: wie hättest du dich verhalten, wenn du oder dein Kind von solch perversen Strolchen mißbraucht worden wärst?
Aus diesem Grund und auch gerade wegen der Schwächen des Romans, die wieder Anlaß zum Diskurs bieten, wünsche ich diesem Buch noch viele Leser, denn das Thema ist viel zu wichtig, als daß wir es einigen Fachleuten oder der BLÖD-Zeitung überlassen!

31.08.2004 00:34:30
Dr. Michael Pieper

Ein Roman mit dem Titel „Tod eines Lehrers“ macht einen ehemaligen Lehrer neugierig. Was ich dann las, war schlicht grotesk.

Das auf Seite 260 geschilderte Verfahren, die Abhängigkeit der Schülerinnen zu erreichen, entbehrt in allen Belangen jeder Logik. Die Schlussfolgerung – „Sie hatten keine Wahl, und so mussten sie sich wohl oder übel auf das Spiel mit dem Teufel einlassen“ – führt doch beim Leser zwangsläufig zu der Frage: Können 18 Schülerinnen so ‚labil‘ sein, dass keine von ihnen auf den Gedanken kommt, den Spieß umzukehren? Wie töricht müssen Lehrer sein, um sich so leicht erpressbar zu machen? Weiter kann man sich von psychologischer Glaubwürdigeit kaum noch entfernen!

Für einen Krimi darf man erwarten, dass der Fall mit Hilfe von Beobachtungen aus dem Umfeld der Opfer gelöst wird. Haben Mitschüler und Kollegen sich nicht gewundert über die Notensprünge der betroffenen Mädchen? Wie verhielt es sich – im Gegensatz zu den schriftlichen Arbiten - mit den mündlichen Leistungen der Betroffenen, die doch alle leistungsschwache Wiederholerinnen waren? Hat keiner etwas gemerkt? Auch leistungsorientierte Eltern, wie sie der Roman schildert, müssten hellhörig werden. Nichts davon. Statt der Spurensuche, die den Schulalltag einbezogen hätte - die Ge-schichte hätte darum auch in einer Näherei ablaufen können, so wenig spielt die Schule eine Rolle , wird die Lösung dem Leser höchst einfallslos auf dem Tablett serviert: ein anonymer Brief, ein Video und schließlich ein Geständnis. Zu solcher Lösung bedarf es keines Haupkommissars, da hätte schon der Hausmeister der Schule durchgeblickt.

Störend wirken die vielen sachlichen Fragwürdigkeiten: Wird in Hessen tatsächlich ein Oberstudienrat Schulleiter ohne zuvor Studiendirektor zu sein – und das auf bloßen Vorschlag seines Vorgängers? Weiß Frau Schirner aus vielen Gesprächen wirklich nicht, dass ihr Mann Klassenarbeiten oder Klausu-ren korrigiert, aber wohl kaum „Schularbeiten“? Teichmann begibt sich nach einem Gespräch auf dem Schulhof schnurstracks in die Klasse – ungewöhnlich, da jeder Lehrer morgens zunächst im Lehrer-zimmer den Vertretungsplan studiert, bevor er sich in den Unterricht begibt. Und so geht das endlos weiter.

Der Roman will sich für Frauen stark machen – unglaubwürdig angesichts des Frauenbildes, das er vermittelt: Auf der einen Seite 18 tumbe Schülerinnen, eine Ärztin als ehemalige Prostituierte, eine putzwütige Lehrersfrau, eine überkandidelte Staatsanwältin und schließlich zwei moralisch fragwür-dige Lehrerinnen. Und auf der Gegenseite die „zarten Grübchen“ und die „ozeanblauen Augen“ eini-ger Damen und schließlich jene Inderin „mit sanfter, dunkler Stimme, die so perfekt mit ihrer Erschei-nung harmonierte“, ja eine Frau, die „einen zu ihrem ganzen Erscheinungsbild passenden nicht zu vollen Mund“ ihr eigen nennt. Hat die für die Redaktion verantwortliche Dame das alles widerstands-los geschluckt?

Problematisch ist auch die latente Rechtfertigung der beiden Morde, auf die der Roman am Ende hin-ausläuft. Dass eine Theologiestudentin beteiligt ist und der Kommissar das Mordkomplott ausgerech-net mit Hilfe von Schillers ‚Bürgschaft‘ – ein peinliches Missverständnis des Schillertextes - rechtfer-tigt, rettet die moralische Schieflage des Romanausgangs auch nicht. Sicher, das alles kann man dem Erzähler und seinen Gestalten anlasten – aber was will ein Autor, der solchen Gestalten zu ‚Leben‘ verhilft?

Jeder Leser hat einen Anspruch darauf, dass der Autor sich zum Sachverhalt kundig macht. Das ist of-fensichtlich nicht geschehen. Darum gilt auch für den Versuch, Mitgefühl für einen Fall von Miss-brauch zu wecken, was R. Stach im Vorwort zu seiner gründlich recherchierten Kafka-Biographie schreibt: „Empathie ohne hinreichendes Wissen ist eine Mühle, die leeres Stroh drischt.“

30.08.2004 09:38:03
Stefan

Habe das Buch gerade fertig gelesen. Es ist meiner Meinung nach etwas zu viel Friede, Freude, Eierkuchen. Die Geschichte ist mir zu flach, die Dialoge zu "sachlich", zu wenig Emotionen (als der Kommissar die Frau des Ermordeten über dessen Tod informiert, diskutieren sie eine Weile über den Hund!?). Die Personen sind zum Teil zu klischeehaft (das Leben von Schirners Frau besteht anscheinend nur aus Putzen). Einige Fragen tauchen auf: Weshalb hat niemand Anzeige bei der Polizei erstattet? Mit den heutigen kriminaltechnischen Methoden (DNA Analyse) wäre es kein Problem, einen Vergewaltiger einwandfrei zu überführen. Es wurden zwei äusserst brutale Morde begangen, aber alle, inklusive Staatsanwaltschaft (!), haben grosses Verständnis für die Täter. Für meinen Geschmack etwas zu viel heile Welt.

28.08.2004 11:21:43
christianhorstfan

Habe mich gerade durch den Krimi von A. Franz: "Tod eines Lehrers" gequält. Mein Urteil ist aus folgendem Grund vernichtend: Wie kann es sein, dass ein Roman Mord als Rache offen gut heisst? Das darf doch wohl nicht wahr sein?! Klar gehören Kinderficker an das allerunterste Ende der allgemeinen Beliebheitsskala, aber es war ein langer Prozess, der unsere Zivilgesellschaft zu dem gemacht hat, was sie ist, und in der nicht mehr aus Rache gemordet werden darf! Deshalb: Einstampfen, dem Autor sind mralische Werte völlig flöten gegangen.

02.08.2004 11:38:04
Ulrike

Ich habe dieses Buch im Urlaub im Juni gelesen. Kannte diesen Autor vorher nicht und fand es äußerst spannend, da doch der Lehrer samt dem Umfeld sehr "fein" dargestellt wurden. Werde mir
weitere Bücher dieses Autors kaufen.

31.07.2004 23:08:41
Steffi

Ich bin heute fertig geworden mit dem Buch und ich fand es echt gut. Am Ende wurde nur alles ziemlich lang gezogen, aber ansonsten eine echt spannende Story. Werde mir weitere Bücher von diesem Autor besorgen !

27.07.2004 17:49:06
Schüler

Ich bin noch nicht fertig mit dem Buch, habe erst ein Drittel gelesen. Was mir aber jetzt schon auffällt, sind die vielen Widersprüche und Unschlüssigkeiten in Nebendingen. Angeblich hat der ermordete Lehrer Mathe, Physik und Ethik in den Oberstufen-Klassen unterrichtet, in der 12 und der 13 jeweils als Leistungskurs! Dann hat eine Schülerin auch noch einen Mathe-Grundkurs bei ihm gehabt. Hat mal jemand berechnet, wieviele Unterrichtsstunden das insgesamt pro Woche wären??? An einer anderen Stelle ist von der 12a die Rede, dabei gibt es in der 12 nur Kurse. Auch die Anzahl der insgesamt unterrichteten Schüler in der 12 kommt nicht hin, wenn man berücksichtigt, dass in der Regel jeder zwei Leistungskurse hat. Die Gesamtzahl kann also nicht 24 sein, wenn er drei Leistungskurse in der 12 hatte und schon in Ethik 24 Schüler waren. Wenn ich einen Krimi über einen Mord im Schulmilieu schreibe, dann kann ich nicht so schlampig recherchieren.

02.06.2004 14:44:25
Marion

mein erstes buch von andreas franz; es wird sicher nicht das letzte bleiben. peter brandts methoden gefallen mir sehr gut; sein privatleben finde ich auch ein wenig zu süsslich-harmonisch (vielleicht sind wir alle aber auch schon ein wenig zynisch angehaucht...).

19.05.2004 10:57:11
William

Meiner Meinung nach hat sich Herr Franz nicht wirklich entschieden ob er einen Krimi oder eine Abhandlung gegen Ausnützung von Abhängigen und Selbstjustiz schreiben wollte. Trotzdem bin auch froh dass solche Bücher geschrieben werden, wir Männer sind manchmal, sicher zu oft, Schweine. Schade fand ich auch, dass die neue Beziehungskiste von Brandt, auch seine jetzige Famielensituation einen zu positiven, fast himmlischen Charakter im Vergleich zu der Hauptgeschichte hat. Zum Beispiel seine Beziehung zu seinen Eltern. (wahrscheinlich diametral zur eigenen Lebenserfahrung von Hr. Franz). Ich hoffe dass hier in den zukünftigen Büchern etwas mehr Probleme hineinkommen, die aber vernünftig gelöst werden. Ich wünschte mir dass in der Realität die betroffenen Frauen solche vernünftige Kriminaler und Staatsanwälte vorfinden wie in diesem Buch.

05.05.2004 18:33:54
Florian

Ich habe zum ersten Mal ein Buch von Andreas Franz gelesen. Gleich das erste Kapitel brachte mich soweit, dass ich nicht mehr aufhören konnte. Obwohl es Tod eines Lehrers heißt, werde ich dieses Buch für die Buchvorstellung in Deutsch wählen.
Ein gut gelungenes Werk, welches jeder Krimifan einmal gelesen haben sollte!!

15.03.2004 09:08:00
alexander

nachdem ich alle bisherigen bücher von franz gelesen habe, vor allem die um julia durant, war ich sehr gespannt auf die neue reihe aus offenbach - und ich wurde nicht enttäuscht. ein klasse krimi in schulischem umfeld mit super sympathischen typen. empfehlenswert!!!