Am Ende des Sturms (Ein Jan-Tommen-Thriller 12)
- Edition M
- Erschienen: September 2025
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Möglichkeiten, Irrwege, Wendungen und ein überraschendes Ende.
Im neusten Band der Jan-Tommen-Reihe wirdein besorgter Arbeitgeber zum Auslöser einer Mordermittlung. Weil er seinen Mitarbeiter Flavio Ugolini nicht erreichen kann, ruft er die Polizei. Was zunächst wie ein Selbstmord aussieht, entpuppt sich als Mord, der von Berlin an die Küste Sardiniens führt. Dort ist im Jahr 2021 während eines Sturms eine Yacht gesunken. Je tiefer Jan Tommen und sein Team in das Geschehen eintauchen, desto mehr Geheimnisse kommen ans Licht.
Der unbekannte Tote
Als die Polizisten Ugolinis Wohnung betreten, finden sie ihn tot auf. Patrick Stein, Jans Kollege, bemerkt als Erster das fehlende Weinglas auf dem Balkontisch. Dazu ein halbleerer Teller mit Antipasti und eine angebrochene Flasche Wein. Details, die den entscheidenden Hinweis liefern. Kommissar Tommen trommelt seine Kollegen zusammen und ist sich bereits jetzt sicher, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen Mordfall handeln wird.
Wie sich herausstellt, hat er damit nicht Unrecht, denn die Ermittler finden rasch heraus, dass der Tote unter falschem Namen und sehr zurückgezogen gelebt hat. Laut Aussagen seines Arbeitgebers hat das Opfer früher auf Yachten als Ingenieur gearbeitet. Nun war er in Berlin bei einem Yachtservice unter Vertrag. Die Entdeckung, dass der Verstorbene sich die Haare gefärbt und farbige Kontaktlinsen getragen hat, lässt vermuten, dass er sich in Deutschland versteckt hielt. Doch wer ist der Tote und weshalb musste er sterben?
Rasant und wendungsreich
Schon der Einstieg in den neuen Jan-Tommen-Fall ist rasant. Er beginnt mit einem Sturm und dem Untergang einer Yacht im Jahr 2021. Doch bereits im nächsten Kapitel wechselt der Autor in die Gegenwart. Das Tempo hält Alexander Hartung fast bis zum Ende hoch. Die Geschichte entwickelt sich ständig weiter und es scheint, als gäbe es mehrere Möglichkeiten, diesen Mord aufzuklären. Doch Hartung verkleinert auf einmal den Kreis der Verdächtigen. Die Vergangenheit des Toten scheint dabei eine wichtige Rolle zu spielen. Das ist auch der Grund, weshalb Jan Tommen auf die Unterstützung der italienischen Polizei angewiesen ist. Sie ermitteln auf Sardinien und richten ihr Augenmerk auf das Schiffsunglück im Jahr 2021.
Wie stets in der Jan-Tommen-Reihe spielt die Ermittlergruppe rund um den Kommissar eine wichtige Rolle. Gemeinsam besprechen sie den jeweiligen Stand ihrer Nachforschungen und unterstützen sich gegenseitig. Immer wieder gelingt es Hartung auch diesen Aspekt in seine Geschichten einzubringen. Der Epilog hingegen wirkt wie ein Stilbruch und zeigt die sonst souveränen Polizisten ungewohnt verletzlich. Er veranschaulicht aber die Bedeutung der Teamarbeit und die nachfolgende Entspannung nach Auflösung eines Falls.
Fazit
Jan Tommen und seine Truppe lösen auch diesen Fall mittels unkonventioneller Ermittlungsmethoden, die über standardmässige Polizeiarbeit hinausgehen. Hartungs packende Erzählweise und etliche überraschende Wendungen halten die Spannung bis zuletzt aufrecht. Ein kurzweiliges und abwechslungsreiches Lesevergnügen ist garantiert.

Alexander Hartung, Edition M












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