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»Zefix! Immer, wenn es am ungünstigsten ist, werden die Leut’ umgebracht!«

Ausgerechnet am Sonntag wird die Wirtin des idyllischen Orts Brunngries im nahe gelegenen Wäldchen tot aufgefunden. Hauptkommissar Tischler, soeben aus München in die Chiemgauer Alpen versetzt, nimmt die Ermittlungen auf. Als Stadtmensch bekommt er es auf einmal mit kauzigen, aber herzlichen Ur-Bayern zu tun. Damit nicht genug, hält ihn Polizeiobermeister Fink mit seiner übereifrigen Art auf Trab.

Je tiefer der Kommissar in die vermeintliche Dorfidylle eintaucht, umso klarer wird es, dass sich hinter der freundlichen Fassade des Ferienortes noch sehr viel mehr verbirgt.

Prost, auf die Wirtin

Prost, auf die Wirtin

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Letzte Kommentare:
15.10.2020 20:13:13
Gaby2707

„Immer wenn es am ungünstigsten ist...“

Der Mond scheint auf das kleine Wäldchen bei Brunngries. Es riecht nach feuchten Moos und Harz. Eine hübsche brünette Frau blickt im Laufen immer wieder über ihre Schulter. Doch ihr Verfolger holt sie ein – und schießt.
Hauptkommissar Constantin Tischler ist gerade von München nach Brunngries gezogen. Morgen ist sein erster Arbeitstag in der neuen Dienststelle. Nur, heute gibt es eine Tote im Wald. Und heute hat er den Sonderauftrag schon heute seinen Dienst anzutreten. Kruzefix. Also steht er wenig später in seinen niegelnagelneuen Sneakers an einem Tatort im Wald vor der Leiche von Franziska Leidinger, der Wirtin aus dem Gasthof „Zum >Brunnen“ im Ortskern von Brunngries.

Den humorigen, mit verschiedenen Seitenhieben gespickten Schreib- und Erzählstil von Friedrich Kalpenstein kenne ich schon aus einigen seiner vorherigen Bücher. Ich liebe es, wenn die Metzgersfrau sich über ihre Kundschaft aufregt, die zwar jeden Tag eine gehörige Portion Fleisch auf dem Teller haben wollen, alles bio natürlich. Nur kosten darf es nichts. Oder wenn die Dame im Krämerladen einen Kaffee anpreist, der im Angebot ist, und zwar fast immer. Und er schmeckt, dass sich die Zehennägel hoch drehen.

Genau so lockern witzige Dialoge die Ermittlungen auf. Besonders Felix Fink schafft es immer wieder mich zum Schmunzeln oder sogar zum Lachen zu bringen. Kein Fettnäpfchen ist vor ihm sicher.
Die meisten Menschen, die ich hier kennenlerne, finde ich eigentlich sehr sympathisch. In einigen habe ich mich auch getäuscht. Und dann gibt es auch hier Menschen, denen ich im wahren Leben nicht begegnen möchte. Hach, da gibt es noch die kleine Resi, die hab ich ganz tief ins Herz geschlossen. Sie ist die Dackeldame von Förster Ferstl.

Ich konnte auch hier wieder sehr gut mit rätseln und mit ermitteln, wurde immer wieder auf falsche Fährten gelockt und ja, ich hab mich wieder mal blamiert. Der Mörder ist ein ganz Anderer, als ich vermutet habe. Aber so soll es ja bei einem guten Krimi, auch wenn er stark vom Humor lebt, sein. Das wieso, weshalb, warum der Zusammenhänge kommt erst ganz zum Schluss heraus.

Durch den Krämerladen, in dem es den ganz besonders schlechten Kaffee gibt; den Güllewagen, der vorbei fährt und seine Spur durchs Dorf zieht; und natürlich die „Dorfratschn“ kann ich mir die Dorfidylle in dem kleinen Ort in der Nähe von Traunstein sehr gut vorstellen. Der immer wieder auftauchende bayerische Dialekt macht klar, wo man sich hier gerade aufhält.

„Prost, auf die Wirtin“ ist der gelungene Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe aus der bayerischen Provinz mit Spannung, viel Witz und Humor, sehr unterschiedlichen Menschen und dem nötigen lokalen Anstrich. Ich freue mich schon jetzt, wenn ich mit Hauptkommissar Tischler und seinem Team seinen nächsten Fall lösen kann.

Echte Täter,
wahre Ereignisse

Wir berichten über spannende Kriminalfälle und spektakuläre Verbrechen, skrupellose Täter und faszinierende Ermittlungsmethoden – historisch, zeitgeschichtlich, informativ. Aktueller Beitrag: Der große Wall-Street-Anschlag von 1920, ein Krimi-Couch Spezial von Dr. Michael Drewniok. Titel-Motiv: © istock.com/EXTREME-PHOTOGRAPHER

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