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Sabine Bongenberg
Von wirren Handlungen….

Buch-Rezension von Sabine Bongenberg Jul 2020

Nik Pohl hat lange gewartet, um einen Informanten zu treffen. Aber der lässt ihn hängen. Pünktlich zur Stelle ist dagegen die Polizei, die ihn wegen Mordverdachts verhaftet. Offensichtlich wurde er an den Schauplatz eines Mordes gelockt, damit jemand ihm dieses Verbrechen unterjubeln kann. Nik Pohl wäre aber nicht Nik Pohl, ließe er das auf sich sitzen. Er nimmt seine eigenen Ermittlungen auf und schon stolpert er über einen Cold-Case-Fall, weitere Tote, die Polizei jagt ihn und offensichtlich auch noch ein Auftrags-Killer. Nik hat wieder alle Hände voll zu tun.

Der Privatschnüffler hat eine volle Agenda

Alexander Hartung lässt in seinem dritten Band um den Privatermittler Nik Pohl einiges auf dessen Agenda erscheinen. Da ist einerseits die Ermittlung in dem Fall einer ermordeten jungen Frau in einer leer stehenden Wohnung, der Fall einer ermordeten jungen Frau in einer Künstler-WG, verschiedene schwere Körperverletzungen, Mordversuche und nicht zuletzt möglicherweise diverse Fälle von Amtsanmaßung.

Obwohl – die zuletzt genannten dürften vermutlich nicht gezählt werden, werden diese von dem Helden Nik Pohl doch selbst begangen. Zwar will er mit der Polizei nichts mehr zu tun haben, nutzt aber oft und gerne die Bereitschaft der Bevölkerung dieser zu helfen. Unklar ist natürlich, warum jeder Depp auf eine vorgehaltene Dienstmarke hereinfällt, die für rund zwölf Euro bei Ebay gekauft werden kann, aber vermutlich hat der Autor Zweifel daran, dass auch ein Privatermittler Fragen auf seine Antworten bekommen könnte. Vielleicht ist aber die Münchener Bevölkerung auch einfach etwas vertrauensseeliger.

Warum ermittelt Pohl – auch ohne Auftraggeber?

Nik Pohl ermittelt also. Warum er als Privatermittler in einem Fall ermittelt, mit dem sich auch die Polizei beschäftigt, lässt sich noch damit klären, dass er es nicht auf sich sitzen lässt, in einem Fall als Verdächtiger zu gelten. Dann aber ergeben sich Hinweise, dass es bei einem Fenstersturz vor vielen Jahren nicht mit rechten Dingen zuging – und Nik Pohl ermittelt. Dann ist offensichtlich auch der Vater eines Verdächtigen unter mehr oder weniger eigenartigen Umständen verstorben und Nik Pohl ermittelt. Aber warum zum Teufel tut er das? Ein zahlender Auftraggeber ist weit und breit nicht ersichtlich, also kann ein Privatermittler von Licht, Luft, Liebe und Begeisterung am Ermitteln leben? Denkbar ist natürlich, dass das immer wieder aufgeführte und offensichtlich schwer reiche Computergenie Jon seine Rechnungen für ihn zahlt, aber das bleibt insgesamt eine Vermutung.

Alexander Hartung ist offensichtlich der Meinung, dass diejenigen, die seine Nik-Pohl-Geschichten lesen, von Anfang an mit dabei sind und er daher keine Einführung mehr einzurichten braucht. Dem Einsteiger ist damit vollkommen unklar, aus welchem Grund der Privatermittler und sein schwuler Kumpel, der Pathologe Balthasar, zusammenleben, was es mit dem vermutlichen Mäzen Jon auf sich hat und warum zum Teufel in einem rasanten Tempo eine Vielzahl von Personen aufgeführt wird, die sich teilweise genauso fix wieder verabschiedet. Immerhin sorgt diese Entwicklung auf der Haben-Seite für ein gewisses Tempo, das hier aber auch dringend benötigt wird, um den Leser bei der Stange zu halten.

Fazit:

Das permanent dick aufgetragene Auflehnen Nik Pohls gegen die Polizei hat möglicherweise bei den Vorgänger-Bänden dazugeführt, dass ein gewisser widerborstiger Charme des Helden zum Tragen kam. Aber unglücklicherweise schleift das einmal ab. Es bleibt ein Held, der sich morgens schon das erste Bier aufmacht, zu untauglichen Pappnasen-Verkleidungen greifen muss, um sich zu tarnen und es auch dann noch hinbekommt, das zu vermasseln. Peter Pan war eine Romanfigur, die nicht erwachsen wurde – Nik Pohl möchte man es dringend anraten. 
 

Von zerfallenen Träumen

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