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Thomas Gisbertz
Thriller auf Top-Niveau

Buch-Rezension von Thomas Gisbertz Nov 2019

Berlin, Mitte Februar. Die Atemwolken tausender Schaulustiger steigen in den kalten Abendhimmel der Bundeshauptstadt, während gleichzeitig ein Blitzlichtgewitter die Ankunft der Prominenten und Stars ankündigt: Im Theater am Potsdamer Platz findet die Eröffnungsveranstaltung der Berlinale statt. Nach der offiziellen Rede sollen die Internationalen Filmfestspiele beginnen. Zum Entsetzen der fast 2000 Zuschauer im Saal erscheint auf der Leinwand ein Snuff-Film. Das Opfer: die Tochter des Bürgermeisters Otto Keller.

Tom Babylon vom Landeskriminalamt und die Psychologin Sita Johanns ermitteln unter Hochdruck. Doch eine Gruppe von Prominenten um Keller mauert. Was hat der Bürgermeister zu verbergen? Und wer ist die Zeugin, die aussieht wie Babylons vor Jahren verschwundene Schwester Viola? Die Ereignisse überschlagen sich, als ein weiterer Mord passiert. Sita Johanns muss feststellen, dass es eine Verbindung zwischen ihr und den Opfern gibt: ein furchtbares Ereignis in ihrer Jugend - und die Zahl Neunzehn.

Die Dämonen der Vergangenheit

Eigentlich könnte Tom Babylon nicht glücklicher sein: Seit elf Monaten sind er und Anne stolze Eltern eines gesunden Jungen. Auch der „Kontakt“ mit seiner kleinen Schwester Viola, die als Kind unter mysteriösen Umständen verschwunden ist, in Form von Zwiegesprächen hat in letzter Zeit merklich nachgelassen. Der aktuelle Fall reißt beim Kommissar aber wieder alte Wunden auf. Am Tatort entdeckt er auf einem Überwachungsvideo ein junges Mädchen, das kaum älter aussieht als Viola zu dem Zeitpunkt, als sie vor 20 Jahren verschwand. Ist das nur ein Produkt seiner Einbildung? Tom stürzt sich wie ein Besessener in den Fall, weil er auch endlich erfahren muss, was mit seiner Schwester damals geschehen ist. Hiermit knüpft Raabe inhaltlich an den Vorgängerband „Schlüssel 17“ an.

Interessant ist diesmal aber der Perspektivwechsel: Ging es im ersten Band der Reihe um Toms Auseinandersetzung mit seiner Vergangenheit, rücken nun Ereignisse aus der Teenagerzeit der Psychologin in den Vordergrund: Von ihrem Leben angewidert und frustriert, wollte sich die junge Sita aus Verzweiflung vor den Zug werfen, wurde aber im letzten Moment von einem Jugendlichen gerettet. Doch schon im nächsten Moment waren beide auf der Flucht vor drei jungen Halbstarken, die auch vor Mord nicht zurückschreckten. Was hatte der unbekannte Retter damals zu verbergen? Die Geschehnisse in der Vergangenheit haben im wahrsten Sinne des Wortes sichtbare Spuren bei Sita Johanns hinterlassen. Spuren, die eine dramatische Verbindung zum aktuellen Fall herstellen.

Fortsetzung der Tom-Babylon-Reihe

Mit „Zimmer 19“ liefert der Kölner Marc Raabe den langersehnten zweiten Band seiner Reihe um den Kommissar Tom Babylon und die Psychologin Sita Johanns. Obwohl Raabe bereits 2012 mit „Schnitt“ ein beachtliches Debüt hinlegte, gelang ihm erst im letzten Jahr mit „Schlüssel 17“ der große Durchbruch. Wochenlang hielt er sich mit seinem Thriller in den Bestsellerlisten des deutschen Buchhandels und wurde von der Krimi-Couch in die Shortlist zum Buch des Jahres 2018 aufgenommen.

Wer nun meint, dass dieser große Erfolg nicht mehr zu überbieten sei, der muss eines Besseren belehrt werden: „Zimmer 19“ hat ein noch höheres Tempo, eine atemberaubende Spannung und einen mehr als interessanten Plot. Das Bemerkenswerte dabei ist: Raabe kommt ohne die herkömmlichen Schockmomente und Gewaltorgien aus. Stattdessen fesselt er den Leser von der ersten Seite an mit einer durchdachten, wendungsreichen Handlung und Figuren, die nicht nur in ihrer polizeilichen Ermittlungsarbeit authentisch erscheinen.

Fulminanter Plot

Die Handlung des zweiten Bandes hat es in sich. Raabe versteht es geschickt, die Leser über das Motiv lange Zeit im Dunkeln zu lassen bzw. in die Irre zu führen. Der Autor verbindet erneut einen temporeichen Thriller mit einem dunklen Kapitel der DDR-Zeit. Sicherlich mag es Leser geben, die dieses Themas mittlerweile als Motiv für einen Thriller überdrüssig sind. Dennoch muss man „Zimmer 19“ dringend empfehlen, da Raabe nicht das Motiv, sondern die Handlung und seine Figuren in den Mittelpunkt stellt – und dies in einer mehr als beeindruckenden Weise.

Durch die szenische Darstellung der Geschehnisse, die überzeugenden Figuren, den brisanten politischen Hintergrund und nicht zuletzt wegen des hohen Erzähltempos läuft der Thriller wie ein Film vor dem Leser ab. Dabei schwebt immer eine Frage im Hinterkopf: Welches dunkle Geheimnis verbergen der Berliner Bürgermeister Otto Keller und weitere mächtige Persönlichkeiten? Die Auflösung gibt es erst spät, wenn sich alle Puzzleteile zusammensetzen, aber sie hat es in sich.

Weiterentwicklung der Figuren

Dass Raabe ein exzellenter Geschichtenschreiber ist, hat er bereits im ersten Band der Reihe gezeigt. Geschickt versteht er es, die verschiedenen Handlungsstränge – mögen sie auch noch so weit auseinanderliegen – zusammenzuführen und dabei für einige Überraschungen zu sorgen. Was aber das Besondere seines Thrillers ist: Trotz des enormen Erzähltempos – immerhin wird der Fall innerhalb von drei Tagen gelöst – nimmt sich der Autor Zeit für seine Figuren und deren Entwicklungen, die bereits in „Schlüssel 17“ ihren Anfang genommen haben.

Tom Babylon kann weiterhin nicht auf das Aufputschmittel Methylphenidat verzichten, um seinen Dienst nachzugehen oder einfach nur funktionieren zu können. Er ist kein Polizist aus Leidenschaft, sondern er verbindet mit seiner Tätigkeit die Hoffnung, dass Verschwinden seiner Schwester aufklären zu können. Selbst sein Familienleben ordnet er diesem unstillbaren Wunsch unter.

Die Psychologin Sina Johanns rückt in diesem Band mehr in den Fokus der Geschichte. Besonders ihre Vergangenheit spielt diesmal ein wichtige Rolle, die in Rückblenden erzählt wird. Schade ist allerdings, dass uns der Autor zu wenig an ihrem aktuellen Befinden teilhaben lässt. Andererseits lebt das Tempo des Thrillers auch davon, dass Raabe immer die Handlung in den Vordergrund stellt und bei der Figurenbeschreibung präzise, aber nie ausufernd schreibt.

Insgesamt ist es dem Autor gelungen, eine fulminante Truppe an Figuren zusammenzustellen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und sich dennoch bestens ergänzen. Eine besonders schillernde Figur ist sicherlich Bene Czech. Er ist eine feste Größe in der Berliner Unterwelt. Gleichzeitig verbindet ihn ein einschneidendes Erlebnis aus Jugendtagen eng mit Tom Babylon. Czech ist Besitzer des „Odessa“, einer der lukrativsten und angesagtesten Clubs der Stadt. Er verfügt über eine beeindruckende Statur, die ebenso viele Narben wie Tattoos ziert. Mit seinem roten Vollbart und dem zwingenden Blick wirkt er ebenso angsteinflößend wie dominant. Obwohl er Teil der Unterwelt ist und Tom Babylon mit ihm nicht immer auf einer Linie ist, helfen und unterstützen sie sich letztendlich. Zuweilen überschreiten beide dabei die Grenze zwischen Gut und Böse.

Fazit:

Raabes neues Werk hat alles, was einen guten Thriller ausmacht: ein atemberaubendes Tempo, Spannung bis zur letzten Seite und ein Ermittlerduo, das einen in seinen Band zieht. Durch den sehr flüssigen, aber gleichzeitig unglaublich szenischen Schreibstil wird man als Leser mitten in die Handlung gezogen. Marc Raabe legt die Messlatte mit dem zweiten Band der Tom-Babylon-Reihe nochmals ein Stück höher und es dürfte derzeit schwer fallen, Vergleichbares auf derart hohem Thriller-Niveau auf dem deutschen Markt zu finden. Raabes Schreibstil ist brillant. Man kann sich schon jetzt auf den nächsten Fall von Tom Babylon und Sita Johanns freuen.

Zimmer 19

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Letzte Kommentare:
09.11.2019 13:02:03
buchleserin

Auf der Eröffnungsverantstaltung der Berlinale wird vor 1800 Stars und Prominete ein Film gezeigt, wie die Tochter des regierenden Bürgermeisters Otto Keller vor laufender Kamera ermordet wird. Und es soll nicht bei diesem einen Mord bleiben.
Tom Babylon vom LKA Berlin und Psychologin Sita Johanns ermitteln in diesem Fall. Um die Ereignisse in diesem Thriller besser zu verstehen, sollte man den ersten Band der Reihe gelesen haben, da einiges hier auch relevant ist, besonders die Ereignisse um das Verschwinden von Toms Schwester Viola. In diesem Band geht es auch um Sitas Vergangenheit. Auch sie kennt Bene, Tom Babylons Freund von früher. Sowohl der aktuelle Fall ist interessant, wie auch Sitas Vergangenheit. Eine durchgehend spannende Handlung. Diese Tom-Babylon-Reihe gefällt mir sehr gut. Spannende Handlung und interessante Charaktere. Ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung der Reihe.
Von mir eine ganz klare Lesemempfehlung.

28.10.2019 07:32:11
anyways

„dann weißt du, dass es einen Gott gibt“…“Du hast mich gemacht. Und jetzt sieh, was euch erwartet.“
Mit diesen Worten endet der wohl verstörendste Eröffnungsfilm der diesjährigen Berlinale. Die grausame Wahrheit jedoch ist, das dieser Film, in der ein junges Mädchen erst vergewaltigt und dann ermordet wird, kein Produkt eines Filmemachers ist sondern ein Snuff-Porno und das Opfer ist die Tochter des Bürgermeisters. Tom Babylon vom LKA soll unter der Mitarbeit der Psychologin Sita Johanns die Ermittlung übernehmen. Beide stoßen jedoch zu Beginn der Ermittlungen auf eine Mauer des Schweigens. Der Vater des Opfers weigert sich nähere Auskünfte zu geben, Tom’s Vorgesetzte sind diesbezüglich auch keine Hilfe und Sita hat immer wieder Flashbacks in ihre Jugendzeit, sie spürt instinktiv, dass dieser Fall auch mit ihrem eigenen Leben in Verbindung steht.

Neben der Hauptstory verlaufen parallel zwei weitere Geschichten, die die Handlungen im Hauptteil wesentlich beeinflussen.
Die Psychologin Sita steht im Fokus einer dieser Parallelgeschichten. Sitas Jungendzeit wird intensiv beleuchtet, dabei steht ein ganz besonders traumatisches Ereignis im Vordergrund. Auch das Verschwinden von Toms kleiner Schwester greift der Autor im 2. Fall der beiden Ermittler wieder auf. Er setzt sogar eine Doppelgängerin als Zeugin ein, was Tom zwischenzeitlich enorm ablenkt. Trotz dieser Fülle an Erzählsträngen und dem stetigen Wechsel zwischen allen, gelingt es Marc Raabe außerordentlich gut einen temporeichen, spannungsgeladenen und fesselnden Thriller zu kreieren. Ich habe förmlich an den Seiten geklebt.
Eigentlich bin ich kein Fan von ewigen Wiederholungen traumatischer Ereignisse die der Protagonist durch unendlich viele Fortsetzungen schleift, da dies jedoch erst Band zwei einer Thrillerserie ist hoffe ich, dass der Autor spätestens im vierten Band die Wahrheit über den Verbleib von Toms Schwester aufklärt.
Zum Wahrheitsgehalt über die Motivation des Täters bzw. die Hintergründe die zu dieser Tat geführt haben, befürchte ich dass dies nicht nur der Fantasie des Autors entspringt, sondern dass es tatsächlich solche Machen- und Seilschaften gab.

Fazit: Spannungsgeladen und temporeich mit dem dazugehörigem Cliffhanger der neugierig auf Teil drei macht.

11.10.2019 19:24:54
Büchermaulwurf

Zweiter Fall für Tom Babylon

„Zimmer 19“ ist der zweite Fall für den LKA-Ermittler Tom Babylon und die Psychologin Sita Johanns und eine sehr gelungene Fortsetzung von „Schlüssel 17“. Man kann das Buch auch unabhängig vom ersten Band lesen, da der Fall abgeschlossen ist, aber da sich Ereignisse in der Vergangenheit der Protagonisten als roter Faden durch die Bücher ziehen, ist es empfehlenswert, die Reihenfolge einzuhalten.

Das Buch beginnt spektakulär mit einem Mord vor laufender Kamera. Auf der Eröffnungsveranstaltung der Berlinale läuft ein Snuff-Film, dessen Opfer die Tochter des regierenden Bürgermeisters ist. Tom und Sita ermitteln unter Hochdruck, doch der Bürgermeister scheint etwas zu verbergen. Ihre Ermittlungen werden ausgebremst, doch dann passiert ein weiterer Mord. Sita erkennt, dass es eine Verbindung zwischen ihr und den Opfern gibt. Eine entscheidende Rolle spielt die Zahl 19.

Nachdem es im ersten Teil um Toms Vergangenheit ging, ist jetzt Sita an der Reihe. Marc Raabe ist es sehr gut gelungen die Vergangenheit beider zu verknüpfen. Die Story ist spannend, temporeich und sehr ausgeklügelt und vor allem glaubwürdig konstruiert. Eine große Rolle spielt die DDR-Vergangenheit.

Tom und Sita sind zwei spannende und interessante Charaktere mit Ecken, Kanten und Geheimnissen. Er ist befreundet mit einer Unterweltgröße, nimmt Aufputschmittel und manchmal hält er Zwiegespräche mit seiner Schwester, die als Kind unter dramatischen Umständen verschwunden ist. Bis heute ist er auf der Suche nach ihr. Der rote Faden wird auch in diesem Band wieder aufgenommen, als eine Zeugin auftaucht, die große Ähnlichkeit mit seiner vermissten Schwester aufweist. Das Rätsel wird jedoch nicht gelöst, so dass die Neugier auf den nächsten Band erhalten bleibt. Sita ist ebenfalls eine ungewöhnliche Figur. In diesem Teil erfährt der Leser mehr über die geheime Vergangenheit der sensiblen Halbkubanerin. „Mein Geheimnis-dein Geheimnis“ ist der Deal zwischen beiden, aber in diesem Fall müssen sie kämpfen und ihre Geheimnisse teilen, was beide sehr große Überwindung kostet.

„Zimmer 19“ ist ein Thriller, der diesen Namen wirklich verdient. Der Spannungsbogen ist konstant hoch, die Sprache ist auf den Punkt und es gibt keine langweiligen oder unnötigen Passagen. Allen Thrillerfans kann ich die Reihe nur weiterempfehlen.

10.10.2019 19:14:37
Darts

Tom Babylon und Sita Johanns ermitteln wieder!

In Berlin dreht sich zur Zeit fast alles um die Berlinale. Es ist Eröffnung und viel Prominenz ist versammelt, um den Eröffnungsfilm zu sehen. Doch was da läuft ist ein Skandal - es handelt sich um einen Snuff-Film. Und bei der Ermordeten handelt es sich höchstwahrscheinlich um die Tochter des Bürgermeisters Otto Keller.
Tom Babylon möchte eigentlich Anne etwas unterstützen, denn ihr gemeinsamer Sohn Phillip zahnt gerade und macht eine schwierige Phase durch; raubt den Eltern ihren Schlaf. Doch es kommt anders und Tom soll im Berlinale Fall ermitteln. Unterstützt wird er wieder von der Psychologin Sita Johanns. Wie bereits bei Schlüssel 17 spielt die Handlung des öfteren in der Vergangenheit vor 20 Jahren. Diesmal stehen die Erlebnisse von Sita im Mittelpunkt. Aber auch Toms Dämonen kommen nicht zu kurz.

Auch der zweite Band dieser Reihe mit dem sympathischen Ermittler-Team hat mir wieder gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und die Seiten flogen nur so dahin. Die Handlung beginnt gleich spannend mit einem Mordfall und hält dieses Niveau bis zum Ende. Nimmt zum Ende hin sogar noch mal an Fahrt auf. Dem Autor ist es wieder sehr gut gelungen, die Ereignisse der Vergangenheit und die der Gegenwart zu verweben.
Ich freue mich schon auf weitere Fälle dieser Krimireihe.

24.09.2019 13:10:16
niggeldi

Äußerst spannend

Während den Ermittlungen zu seinem zweiten Fall geht es bei Tom Babylon wieder drunter und drüber. Zuerst wird auf der Eröffnungsfeier der Berlinale ein Snuff-Film präsentiert – das Opfer: die Tochter des Bürgermeisters. Bevor die Polizei auch nur in die Nähe einer Lösung kommt, geschieht ein weiterer Mord und Babylons Partnerin erkennt, dass dieser Fall mit einem schrecklichen Ereignis aus ihrer Vergangenheit zu tun hat ...

Das Cover gefällt mir gut, es passt zum einen zum Vorgänger, zum anderen nimmt es auch Bezug auf die Geschehnisse der Geschichte.
Der Schreibstil ist ebenfalls mitreißend, man fiebert richtig mit den Protagonisten mit. In diesem Band lernt man auch die Psychologin Sita besser kennen, die Charaktere allgemein werden näher beleuchtet und werden einem sympathischer. Auch werden einige offene Fragen aus dem vorherigen Buch geklärt, was mir sehr gut gefällt. Die Lösung des Falles ist nicht allzu vorhersehbar und gut eingefädelt. Einige andere Fragen, die nichts mit diesem Fall zu tun haben, bleiben offen und lassen auf einen weiteren Band um Babylon hoffen.

Ich kann das Buch nur empfehlen (aber vorher den ersten Band lesen) und gebe 5 Sterne.

14.09.2019 14:54:50
Nijura

Auf der Berlinale wird anstatt des Eröffnungsfilm ein Snuff-Film gezeigt und als ob das noch nicht reicht, ist der Mord an der Tochter des Bürgermeisters Otto Keller zu sehen. Am Ende des Films droht eine Stimme: Sieh, was euch erwartet.
Kommissar Tom Babylon und Psychologin Sita Johanns beginnen zu ermitteln, doch leider schweigen die Zeugen. Was suchen diese zu verbergen?
Die Zahl 19, die während der Ermittlungen auftaucht, erinnert Sita an schreckliche Erlebnisse in ihrer Jugend.
Und auch Tom wird an seine Vergangenheit erinnert, als er zufällig auf ein Mädchen trifft, die seiner toten Schwester zum Verwechseln ähnlich sieht. Wer ist das Mädchen und was macht es auf der Berlinale? Doch bevor Tom das klären kann, ist das Mädchen auch schon wieder verschwunden.

Meine Meinung:
„Zimmer 19“ ist der Nachfolger von „Schlüssel 17“, den ich mit Begeisterung gelesen habe. Umso erfreuter war ich, als ich von dem zweiten Buch erfuhr. Der Schreibstil ist genauso spannend wie beim ersten Teil.
Ich war überrascht, dass der Fall nicht nur mit Toms sondern auch mit Sitas Vergangenheit in Verbindung steht.
Die Beschreibung von Sitas Vergangenheit hat mich fast mehr gefesselt, als der Fall selber.
Tom ist mir sympathisch, aber die Art wie er immer noch an seiner toten Schwester hängt, fand ich manchmal schon ein wenig befremdlich.
Ich hatte sowohl das Hörbuch als auch das Buch zur Verfügung, so dass ich zwischen den beiden Medien hin und her switchen konnte. Sascha Rotermund liest gut, mitunter aber fast zu euphorisch, das hat mich ein klein wenig gestört.
Dennoch war das Ende sehr spannend und ich war ziemlich überrascht über die Auflösung. Marc Raabe versteht es die verschiedenen Handlungsstränge geschickt zusammen zu führen.

Aufgrund des kleinen Cliffhangers am Ende des Buches, hoffe ich auf ein baldiges Erscheinen des dritten Teils.

13.09.2019 19:43:16
Annabell95

Spannender zweiter Fall

Die Eröffnungsveranstaltung der Berlinale wird mit einem Snuff-Film gesprengt. Zahlreiche Besucher sehen vor laufender Kamera einen Mord. Das Opfer: die Sinje Keller, die Tochter des amtierenden Bürgermeisters Otto Keller. Es stellt sich die Frage, ob der Film echt ist oder nur gespielt. Tom Babylon vom LKA Berlin ermittelt wieder gemeinsam mit seiner Kollegin Sita Johanson, der Psychologin unter Hochdruck. Doch eine Gruppe von Prominenten um Keller mauert. Verbirgt der Bürgermeister vielleicht etwas? Als eine 11-jährige Zeugin, die Tom's verschwundener Schwester Viola ähnelt, auftaucht, reißt dies wieder alte Wunden bei Tom auf. Als dann auch noch ein zweiter Mord geschieht überschlagen sich die Ereignisse. Zudem stellt Sita plötzlich fest, dass es eine Verbindung zwischen ihr und den Tätern sowie Opfern geben könnte. Ein einschneidenes Erlebnis in ihrer Jugend und die Zahl 19. Wie hängt das alles miteinander zusammen?

Nachdem ich bereits schon den ersten Teil "Schlüssel 17" gelesen hatte, war für mich klar, dass ich auch "Zimmer 19" lesen will, da noch nicht alle Fragen beantwortet wurden. Und auch bei diesem zweiten Teil wurde ich nicht enttäuscht er hat mir sehr gefallen.

Der Schreibstil finde ich sehr angenehm und flüssig zu lesen und was ich besonders mochte, war dass es zwischendurch immer wieder mit Humor und dem berliner Dialekt aufgelockert wurde. Das hat mir beim Lesen sehr gefallen.

Das Buch hat zudem auch eine angenehme Kapitellänge und alle Kapitel sind betitel mit den Orts- und Zeitangaben. Das finde ich sehr gut, denn das erleichtert die Orientierung und man weiß immer wo man sich gerade befindet.

Neben der Handlung erfährt man zudem auch was zur deutschen DDR-Geschichte, das fand ich teilweise schon sehr heftig, wie das damals so abgelaufen ist. Außerdem wird die Psychologin Sita Johanson dieses Mal sehr detailreich beschrieben mit ihrer Vergangenheit, so konnte man sich auch immer besser in sie hinein versetzen.

Viele offene Fragen wurden beantwortet, doch einige sind immer noch unbeantwortet geblieben, daher warte ich nun gespannt auf einen Folgeband.
Jeder dem Schlüssel 17 gefallen hat, wird auch dieses Buch gefallen. Für mich hat das Buch jedenfalls 5 Sterne verdient.

05.09.2019 10:33:32
libro-chica

Der zweite Fall für Tom Babylon vom LKA Berlin und Psychologin Sita Johanns. Die Tochter des Bürgermeisters Otto Keller wird vor laufender Kamera ermordet. Auf der Eröffnungsveranstaltung der Berlinale wird dieser Snuff-Film gezeigt.
Ich empfehle vorher den ersten Band dieser Reihe „Schlüssel 17“ zu lesen, da sonst das Hintergrundwissen fehlt. Dort gibt es Rückblicke in Toms Vergangenheit, das Verschwinden seiner Schwester Viola und der geheimnisvolle Schlüssel 17, seine Freundschaft zu Bene. Manche Ereignisse werden auch hier angesprochen und sind Teil der gesamten Handlung. Ein Mädchen taucht auf, das wie seine Schwester Viola aussieht. Und auch Bene spielt hier wieder eine Rolle. Dieser Thriller ist wieder von Anfang bis Ende spannend. Die Handlung wird in zwei Zeitebenen erzählt, einmal der aktuelle Fall und diesmal Rückblicke in Sitas Vergangenheit. Was es damit auf sich hat, wird zum Ende hin geklärt.
Mir gefallen die beiden Ermittler Tom Babylon und Sita Johanns sehr gut, beide haben ihre Geheimnisse. Mein Geheimnis, dein Geheimnis ist ihr Spruch. Ich freue mich schon auf den nächsten Band der Reihe.

03.09.2019 15:43:20
HexeLilli

Es dauerte fast 200 Seiten, bis ich mit dem Buch warm wurde. Wenig Spannung, viele Rückblicke auf den ersten Fall und immer wieder Toms Gedanken an seine verschwundene Schwester Viola. Er hat doch jetzt Frau und Kind und sollte nach 20 Jahren langsam anfangen zu vergessen. Irgend wie nervte es mich. Dann wurde es besser und die Geschichte bereitete mir noch einige spannende Stunden.
Während im ersten Fall die Vergangenheit von Tom eine große Rolle spielte, erzählt hier der zweite Erzählstrang Erlebnisse aus der Jugend der Psychologin Sita. Es spielt auf zwei Zeitebenen und zwar im Jahre 2001 und 2019.
Bei der Eröffnungsfeier der Berlinale zeigt ein Snuf Film die Ermordung der Tochter des Berliner Bürgermeisters Otto Keller. Bald darauf ist noch ein junges Mädchen verschwunden, und es gibt einen Toten. Tom Babylon vom LKA hat es nicht leicht mit seinen Ermittlungen, denn eine Gruppe Prominenter, allen voran Otto Keller mauert. Was haben sie zu verbergen? Plötzlich stellt Sita Johanns fest, es gibt eine Verbindung, zu ihr und der Zahl 19. Sie muss mit Tom zusammenarbeiten, wollen sie den Fall lösen.
Hier packt der Autor ein brisantes Thema aus der DDR Vergangenheit an, Zwangsadoption. Tom und Sita arbeiten wieder super zusammen. Jeder lässt dem Anderen seine Geheimnisse. Beide gefallen mir in ihrer Art.
Am Schluss bleibt eine Frage offen, klärt sich in Band 3 dann endlich die Frage was vor 20 Jahren mit Tom´s kleiner Schwester geschah? Ein gut zu lesender Thriller, den ich gerne empfehle.

03.09.2019 15:29:21
Miss Marple

2. Runde für Tom und Sita
Schock auf der Berlinale- statt des angekündigten Films sehen die entsetzten Zuschauer einen Snuff-Film, der einen wirklichen Mord zeigt. Als das Opfer als die Tochter des amtierenden Bürgermeisters erkannt wird, heften sich Tom Babylon vom LKA und seine Kollegin Sita Johanns als beratende Psychologin an die Fersen des Täters. Als weitere Mädchen entführt werden, fragen sich die Ermittler, was haben deren Väter damit zu tun. Der Weg führt Tom und Sita weit zurück in die Geschichte des Landes, als alte Stasi-Unterlagen auftauchen. Außerdem ist auch dieser Fall wieder sehr nah an ihrem eigenen Leben angelegt, besonders diesmal an Sitas, in deren Jugendzeit der Leser nun einen tiefen Einblick bekommt. Auch Tom kann den Verlust seiner Schwester immer noch nicht verwinden.
Der Autor holt den Leser dort ab, wo er ihn am Ende des ersten Bandes zurückgelassen hat. Ihm gelingt es, die Fäden, insbesondere die persönlichen der beiden Ermittler, wieder aufzunehmen und parallel zum aktuellen Fall weiterzuspinnen. Und so verwundert es nicht, dass wir am Ende des zweiten Bandes zwar den Täter kennen, aber Tom und Sitas Geschichten auf eine Fortsetzung warten. Absolut spannend und empfehlenswert.

31.08.2019 14:37:50
leseratte1310

Zu der Eröffnungsveranstaltung der Berliner Filmfestspiele sind nur geladene Gäste gekommen. Sie erleben einen Schock, denn statt des erwarteten Films wird ein Snuff-Video gezeigt. Das Opfer in diesem Film ist die Tochter des Bürgermeisters Otto Keller. Für Tom Babylon vom LKA und die Psychologin Dr. Sita Johanns wird es ein Wettlauf gegen die Zeit, denn der Täter hat mit weiteren Opfern gedroht. Merkwürdigerweise stoßen sie bei ihren Ermittlungen auf eine Mauer. Hat der Bürgermeister etwas zu verbergen? Warum ist die junge Zeugin, die Toms verschwundener Schwester Viola ähnelt, vom Tatort geflüchtet? Dann erkennt Sita, dass die Geschichte etwas mit ihr zu tun hat, denn es gab in ihrer Jugend ein traumatisches Ereignis, bei dem die Zahl „19“ eine Rolle spielte.
Schon der Vorgängerband „Schlüssel 17“ hat mir sehr gut gefallen, daher musste ich auch dieses Buch unbedingt lesen.
Der Schreibstil ist gut zu lesen und packend. Es gibt verschiedene Handlungsstränge, die sich erst mit der Zeit zusammenfügen.
Tom Babylon ist ein Ermittler, an dem man sich reiben kann. Er will seine Fälle auf jeden Fall lösen, auch wenn er sich dabei nicht immer regelkonform verhält. Trotzdem finde ich ihn sympathisch. Aber auch Sita Johanns ist eine sympathische Person, der genau wie Tom Babylon eine problematische Vergangenheit hat, die Auswirkungen bis in die Gegenwart hat. Inzwischen sind sie zu einem guten Team geworden.
Es gibt immer wieder neue Verwicklungen, die dafür sorgen, dass die Spannung erhalten bleibt und erst am Ende fügen sich alles schlüssig zusammen und man erfährt, wer der Täter ist.
Ich kann diesen spannenden Thriller nur empfehlen und bin schon gespannt, wie es weitergeht, denn eine Frage blieb unbeantwortet.