Schlüssel 17

Erschienen: Februar 2018

Bibliographische Angaben

  • Berlin: Ullstein, 2018, Seiten: 400, Originalsprache

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Andreas Kurth
Das neue Ermittler-Duo gibt gleich Vollgas

Buch-Rezension von Andreas Kurth Mai 2017

Der Berliner Polizei wird ein grausiger Leichenfund im Dom gemeldet. Pfarrerin Dr. Brigitte Riss wurde ermordet, und als Kreuz drapiert in die Kuppel gehängt - mit einem Schlüssel um den Hals. Kommissar Tom Babylon soll nach dem Willen seines Vorgesetzten nicht zum Tatort fahren, lässt sich jedoch nicht abhalten, und sieht die in den Schlüssel eingeritzte Zahl - eine 17. Babylon ist davon förmlich paralysiert - mit diesem Schlüssel verschwand vor vielen Jahren seine jüngere Schwester Viola.

Tom ist fest davon überzeugt, dass sie noch lebt, obwohl angeblich ihre Leiche gefunden wurde. Gegen alle Widerstände beginnt er in dem aktuellen Mordfall zu ermitteln. Hilfe bekommt er nur von der Psychologin Sita Johanns, die ihm eigentlich auf die Finger sehen soll. Babylons Motiv für sein Verhalten ist klar - er erhofft sich neue Erkenntnisse zum Schicksal von Viola. Der Fall führt Tom und Sita auch zurück in Toms Vergangenheit - und er gerät dabei in Lebensgefahr.

Nettes Duo: Angeknackster Bulle und ausgebuffte Psychologin

Für seine drei ersten Romane hat Marc Raabe von den Lesern der Krimi-Couch durchgängig hohe Bewertungen bekommen - und von mir als Rezensenten auch, wenn auch jeweils knapp darunter in der Skala. Dieses hohe Niveau vermag der Autor nach seiner dreijährigen Pause durchaus zu halten - "Schlüssel 17" ist mal wieder ein Thriller, der diese Bezeichnung auch wirklich verdient.

Marc Raabe startet mit dem Buch erstmals eine Serie, nachdem er zuvor drei Einzel-Romane geschrieben hat. LKA-Ermittler Tom Babylon ist dabei eine mehr als eigenwillige Figur. Mit Anfang 30 für einen Polizisten recht jung, aber durchaus ehrgeizig. Und er hat - natürlich, möchte man fast sagen - den üblichen Knacks. Aber immerhin bekommt er mit der ausgebufften Sita Johanns gleich eine Psychologin an die Seite gestellt. Ein netter Kniff, um den traumatisierten und scheinbar unkontrollierbaren Bullen von einer netten Frau "einhegen" zu lassen, die sich von ihm auch nicht einschüchtern lässt.

Raabe legt die Basis für die weiteren Bände der Reihe

Zentrales Element der Geschichte ist neben Babylons Suche nach seiner Schwester ein Vorfall am Landwehrkanal vor 20 Jahren. Der Leser erfährt, dass Tom und seine Clique damals eine Leiche im Kanal gefunden haben. Die Jugendlichen sind erst einen Tag später zur Polizei gegangen - und dann war der Tote bereits verschwunden. Neben dem Leichnam hatte Tom allerdings "Schlüssel 17" gefunden, der in dem aktuellen Kriminalfall eine zentrale Rolle spielt.

Daneben ist der Schlüssel für den Kommissar das Symbol für die Suche nach seiner geliebten Schwester. Viola wurde zwar für tot erklärt, doch Tom hat das niemals akzeptiert, geht von einem Fehler in der DNA-Analyse der unkenntlichen Leiche aus.

Er führt immer wieder im Geiste Gespräche mit seiner Schwester, und Sita Johanns, ehemalige Mitarbeiterin der operativen Fallanalyse, merkt schnell, dass mit Tom etwas nicht stimmt. Dabei ist seine Macke relativ harmlos, und beeinträchtigt ihn keineswegs in seiner Arbeit.

Der Kommissar will allerdings die clevere Psychologin möglichst schnell loswerden, aber Sita ist hartnäckig. Sie hat kubanische Wurzeln - und ebenfalls einige Geheimnisse. Tom und Sita raufen sich zu einen guten Ermittler-Paar zusammen - und das hat mir als Leser außerordentlich gut gefallen. Die Dialoge der beiden sind mal professionell, mal flapsig, immer der Situation angemessen. Die beiden ergänzen sich ganz gut - und damit ist wohl die Basis für die weiteren Folgen der Reihe gelegt.

Grusel-Effekte in den ehemaligen Beelitzer Heilstätten

Es gibt regelmäßige Rückblicke in das Jahr 1998. Der merkwürdige Leichenfund, Violas Verschwinden, die Mitglieder von Toms Clique - der Leser bekommt intensive Einblicke in die damaligen Ereignisse. Allerdings werfen die Rückblicke zuweilen mehr neue Fragen auf, als dass sie Antworten liefern. Der Kommissar hat lange keinen Kontakt zu seinen Freunden mehr gehabt, doch nun tauchen einige plötzlich wieder auf.

Für einige ziemlich dramatische Momente hat sich Marc Raabe eine ziemlich spezielle Location ausgesucht. Die früheren Beelitzer Heilstätten haben seit dem entsprechenden Kinofilm am Anfang des Jahres einen wahren Geister-Tourismus ausgelöst. Und auch hier im Roman werden diese düsteren Gebäuden kräftig genutzt, um dem Leser kalte Schauer über den Rücken zu jagen.

Bemerkenswerte Charaktere neben den Haupt-Protagonisten

Marc Raabe kann seine Geschichten hervorragend erzählen, das hat er bereits in seinen drei Romanen gezeigt. Dramatische Abschnitte wechseln sich mit ruhigeren Passagen ab, der Leser bekommt immer neue Fakten zum Nachdenken - darunter aber auch falschen Fährten und Sackgassen. Der Autor baut so einige Wendungen ein, und wer irgendwann glaubt, der Lösung nahe zu sein, sieht sich getäuscht.
Am Ende werden längst nicht alle losen Fäden zusammengebunden.

Das wird dem einen oder anderen Leser nicht gefallen, aber hier wird der Keim für den nächsten Thriller gelegt. Hochspannung, witzige und authentische Dialoge, bemerkenswerte Charaktere jenseits der beiden Haupt-Protagonisten - "Schlüssel 17" bietet alles, was in meinen Augen einen Thriller mehr als lesenswert macht. Kopfkino der feinsten Art - gerne mehr davon.

Schlüssel 17

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Letzte Kommentare:
14.07.2019 19:10:17
geronimox

Den Krimi fand ich bei weitem nicht so toll wie die 90° Couch- und Leserwertung.

Ich habe generell als Leser von Krimis oder Thrillern ein Problem damit, wenn die Kommissare, Ermittler, Detectives oder wie sie auch immer ihr Dienstrang ist, größere Probleme mit sich rumschleppen als der Mörder selbst.

Dieser Krimi ist ein solcher. Alle Ermittler sind irgendwie durchgeknallt und haben persönliche Leichen im Keller. Die Aufklärung der Morde ist dabei fast Nebensache. Am Ende des Romans wird dann nur ein Bruchteil gelöst, der Rest wird – Überraschung – wohl erst im Nachfolgeroman aufgeklärt.

Mein Fazit: Ich bin enttäuscht. Anstelle eines soliden Krimis mit Mord und Aufklärung liefert Raabe mit »Schlüssel 17« einen kranken Reigen neurotischer Ermittler und einem eher langweiligen offenen Ende.

6,5/10

-

29.03.2019 10:48:58
Zweifachmama

„Schlüssel 17“ ist der 1. Band der neuen Tom-Babylon-Serie von Marc Raabe. Der Thriller hat 512 Seiten und erscheint broschiert im Ullstein Verlag.
Bereits im Prolog war ich mitten im Geschehen drin und von Anfang an gefesselt. Tom Babylon, Ermittler beim LKA, wird zu einem Mord im Berliner Dom gerufen. Die Tote trägt um den Hals einen Schlüssel. Das katapultiert Tom zurück in die Vergangenheit. Vor fast 20 Jahren haben er und seine damalige Clique ebenfalls eine Leiche mit genauso einem Schlüssel gefunden. Gleich darauf war seine jüngere Schwester und mit ihr der Schlüssel verschwunden. Seither ist Tom auf der Suche nach seiner Schwester Viola. Er hofft, dass er durch den neuen Fall einen Hinweis auf ihren Verbleib erhält.
Das Cover passt sehr gut zum Titel. Der schwarze Hintergrund wirkt mysteriös und vermittelt Spannung. Die silberne Schrift und die eisblaue Feder bilden einen passenden Kontrast.
Der flüssige, spannende Schreibstil des Autors zieht sich über die gesamte Länge des Buches. Erst nach und nach erfährt der Leser in den zwei Zeitsträngen was damals passiert ist und wie das mit dem jetzigen Fall zusammenhängt. Marc Raabe erzählt dabei raffiniert immer nur so viel, wie nötig ist. Die rasante Handlung und die sich teilweise überschlagenen Ereignisse ließen mich nicht mehr von den Seiten lösen.
Tom Babylon wird einerseits als knallharter Polizist andererseits auch als sehr menschlich mit seinen Ecken und Kanten dargestellt. Das macht ihn für mich sympathisch und glaubhaft. Seine Kollegin, die Psychologin Dr. Sita Johanns hat auch ihre Geheimnisse, ist Tom gegenüber aber loyal. Mir hat gefallen, wie die beiden Charaktere aus anfänglicher Vorsicht sich nach und nach mehr vertrauen.
„Schlüssel 17“ ist ein spannender empfehlenswerter Thriller, der zu fesseln weiß, trotz der noch offenen Fragen. Das war mein 1. Buch von Marc Raabe aber sicher nicht mein Letztes. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

20.11.2018 13:19:00
Strandfloh

Ich kann es nur bestätigen, das Buch legst du nicht mehr aus der Hand. Spannend bis zum Schluß, gute Charaktere, gute Geschichte. Auch um den Fall herum ist alles sehr interessant geschrieben. Vor allem gibt es ja zwei verdächtige Gruppen und am Ende doch alles ganz anders.

Hoffentlich kommt Band 2 bald heraus!!

24.08.2018 10:08:24
Beleidiger99

Nun ich kann dem Zustimmen ,das das sympatische ermittler Duo Vollgas gibt.
Die Charaktäre sind sympatisch.
Die Handlung ist zum Schluss jedoch sehr verwirrend, "wer mit wem ", Stasivergangenheit,Rolle der Nebendarstellers Morten, Klärchen eher verwirrend als aufklärend.
Ich konnte das Tätermotiv nicht wirklich nachvollziehen und es bleiben in der Handlung viele Fragezeichen.
Für mich daher eher Durchschnitt als ein Aha Erlebnis, da der Autor zuviele Zutaten (Personen) beigemischt hat, die den Verzehr zu schwerfällig macht

13.06.2018 00:54:57
MiSuSchu

Ich hab es kaum aus der Hand legen können! Und am Ende bin ich auf der Suche nach einer Fortsetzung hier gelandet. Denn wer am Ende des Buches darauf hofft, alle Rätsel gelöst zu haben und Antworten gefunden zu haben- der irrt. Natürlich kann man Theorien spinnen, ein paar Dinge klären sich auch eindeutig auf, aber ich hoffe doch stark, Herr Faave sitzt in diesem Moment eifrig an einem weiteren Buch um und mit Tom Babylon, um uns Leser erneut zu fesseln und vielleicht auch die letzten Pfade aus "Schlüssel 17" zu einem Ziel zu führen...

01.04.2018 12:33:19
MissNorge

Ein Satz würde eigentlich reichen: 512 Seiten von Gestern auf Heute gelesen. Sowas mache ich bestimmt nicht, wenn das Buch nichts ist.
Gut gefallen hat mir der Hauptprotagonist Tom Babylon, der neben seinem Job beim LKA, seit Jahrzehnten seine Schwester sucht. Sie verschwand spurlos, wurde aber später tot aufgefunden, doch Tom will dies nicht wahr haben und sucht und sucht und sucht. Dieses schwere Päckchen hat er immerzu auf seinen Schultern und nun wird Tom noch in einen Fall verwickelt, der ihn genau wieder an den Ausgangspunkt des Verschwindens führt. Rabiat und schonungslos wird beschrieben, wie Leichen gefunden werden und was vorher mit ihnen passiert ist. Nichts für zarte Seelchen, die nachts noch gut schlafen wollen. Bei den Leichen werden Schlüssel gefunden, die eine 17 eingeritzt haben und genau so einen Schlüssel mit dieser Zahl haben Tom und seine Clique im Sommer 1998 gefunden und zwar als sie eine schreckliche Entdeckung machten. Wer kam den Teenagern Jahre später auf die Schliche und vor allem, wer ist diese Person, die so spät nach Rache üben will? Es kommt, wie es kommen muss, nachdem klar wird das Tom privat in den Fall verstrickt ist. Er wird aus dem Team genommen, doch das er das nicht so einfach mit sich machen lässt ist klar. Doch so wird es immer enger, brisanter und brenzlicher für Tom, der zum Glück, nach anfänglichen Schwierigkeiten, mit der Psychologin Sita eine verlässliche Partnerin an seiner Seite hat.
Ein super Thriller, der ohne Langweile daherkommt und mit Wendungen aufwartet, wo man bis zum Ende nicht auf den Täter schließen kann.

06.03.2018 21:29:05
Maren Richter

Ich habe die Bücher von Marc Raabe bisher alle regelrecht verschlungen.
Schlüssel 17 ist nun der Auftakt seines neuen Ermittlers Tom Babylon mit der Psychologin Sita Johanns.
Was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht und das neue Duo ist mir von Anfang an sympathisch.
Marc Raabe hat wie immer einen sehr angenehmen, aber rasanten Schreibstil.
Das Buch bewegte sich teilweise auch in der Vergangenheit, aber dann war der Text kursiv gedruckt.
In der Kuppel des Berliner Doms hängt eine grausam zugerichtete Tote mit schwarzen Flügeln, die prominente Dompfarrerin Dr. Brigitte Riss. Um den Hals trägt sie einen Schlüssel mit der Zahl 17. Tom Babylon vom LKA will diesen Fall um jeden Preis. Denn mit diesem Schlüssel verschwand vor vielen Jahren seine kleine Schwester Viola. Verzweifelt beginnt er den Fall zu lösen. Doch in wiefern er persönlich darin involviert ist, stellt sich sehr schnell.
Spannend bis zur letzten Seite.
Ein gelungener Auftakt. Ich freue mich auf weitere Fortsetzungen.

04.03.2018 20:56:08
Kerstin

Schlüssel 17 ein sehr packender Thriller. Die Tote Pastorin im Dom, ein verschwundener Schlüssel mit der Nummer 17 und die Vergangenheit von Tom Babylon holt ihn ein. Aber eigentlich hat er sie nie vergessen, seine Schwester Viola die genau mit diesem Schlüssel als Kind verschwunden ist. Er hofft sie nun endlich zu finden, weil an ihren Tod glaubt er nicht.
Die Spannung wird in dem ganzen Buch sehr gut aufrechterhalten. Wir bekommen ständig neue Hinweise, erfahren immer etwas mehr und meinen mehr zu wissen als Tom. Da wir die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt bekommen. Seine Psychologische Beraterin Sita ist mir ganz besonders ans Herz gewachsen. Sie spielt eine große Rolle und vertraut Tom von Anfang an. Da das Buch in Berlin spielt, werden noch einige Machenschaften aus dem DDR-Regime thematisiert, was das Buch mit einem dann doch offenen Ende, enden lässt. Ich hoffe daher wieder von Tom und Sita lesen zu können.
Das Cover und auch der Titel sind passend, da der Schlüssel von Anfang an eine große Rolle spielt und das Geheimnis sehr gut aufgeklärt wird. Der eigentliche Fall lässt keine Fragen offen.

04.03.2018 10:04:24
Sassenach123

Spannender Reihenauftakt

Tom Babylon wird von Marc Raabe ins Rennen geschickt. In Schlüssel 17 startet er mit Ermittler Tom Babylon eine spannende Reihe.

Toms jüngere Schwester Viola verschwand in seiner Jugend. Doch dies war nicht das einzig schreckliche was in dieser Zeit geschah. Die Clique um Tom, bestehend aus Josh, Karin, Bene, Nadja und Tom, machte einen grausigen Leichenfund. Im Kanal fanden sie eine Leiche die in Kaninchendraht eingewickelt war, um den Hals einen Schlüssel mit der Zahl 17. Dieser Schlüssel sorgte bei den Jugendlichen für viel Aufregung, die Frage, ob sie zur Polizei gehen sollen, wurde vertagt, den Schlüssel nahmen sie mit. Als dieser kurz danach gemeinsam mit Viola verschwand, nahm das Schicksal seinen Lauf.

Nun ist Tom bei der Polizei, weigert sich daran zu glauben, das seine Schwester Tod ist. Als Karins Mutter im Dom erhängt aufgefunden wird, mit einem Schlüssel mit der Zahl 17 um den Hals, ahnt Tom, das alles mit dem Vorfall damals zusammenhängt.
Da Tom als eigenwilliger Ermittler bekannt ist, wird ihm kurzerhand die Psychologin Sita Johans an die Seite gestellt.

Ein Thriller, der direkt spannend startet. Der Leser befindet sich direkt im Geschehen. Passagen aus der Vergangenheit zeigen dem Leser nach und nach was damals geschehen ist.
Aber auch im hier und jetzt geschehen brisante Dinge, auf die man sich erstmal keinen Reim machen kann.
Was hat die Patientin der Psychiatrischen Einrichtung mit allem zu tun, was hat sie damals erlebt? Auch in den Reihen der Polizei gibt es jemanden, der einiges zu verbergen hat.

Das Ende dieses Thrillers hat mich überrascht, eine Wendung mit der ich nicht gerechnet habe. Wie zu erwarten bleibt einiges offen, der Grundstein für die Reihe wurde gelegt. Eine Reihe, die ich mit Spannung weiterverfolgen werde.

Die Charaktere sind interessant. Allen voran natürlich Tom Babylon. Er bringt ein interessantes Privatleben, eine brisante Vergangenheit und ein Trauma mit, durch das Verschwinden seiner Schwester, was definitiv keine Langeweile aufkommen lässt. Die Zusammenarbeit mit Sita hat mir gefallen, die zwei haben sich wunderbar ergänzt, ich hoffe, dass im nächsten Teil wieder miteinander ermittelt wird.

Absolute Leseempfehlung. Dies ist der vierte Thriller des Autors den ich gelesen habe, und ich würde bisher jedesmal sehr spannend unterhalten. Immer gerne wieder!

02.03.2018 18:48:37
Jol

Das ist mein erstes Buch von Raabe und bestimmt werde ich noch mehr von ihm lesen wollen. Spannend bis zum Schluss, Interessante Protagonisten, gut geschrieben. Ich habe heute in der Nacht fertig lesen müssen, es wurde 03 Uhr! Schade das man zwingend 300 Zeichen haben muss bevor der Kommentar abgeschickt werden kann. Eine Empfehlung kann auch mut wenigen Worten formuliert werden

02.03.2018 00:47:50
Principessa1909

Der erste Fall für Tom Babylon - absolut spannend bis zum Schluss!


Inhalt:

In der Kuppel des Berliner Doms – zentral unter dem Heiligengeistfenster – hängt eine Leiche. Drapiert wie ein schwarzer Engel. Um den Hals ein Schlüssel mit einer eingeritzten 17. Es handelt sich um die Dompfarrerin Brigitte Riss.

Warum musste die Frau sterben? Was hat dieser Schlüssel mit der Nummer 17 mit all dem zu tun? Diese Frage stellt sich auch Tom Babylon vom LKA, welcher nicht nur Brigitte Riss seit seiner Kindheit kennt, sondern auch besagten Schlüssel mit der Nummer 17 – eben jener Schlüssel, der damals zusammen mit seiner kleinen Schwester Vi verschwand.

Buch:

Das Buch wechselt durchgehend zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her und verknüpft beide Handlungsstränge perfekt, was die Spannung über das ganze Buch hinweg hoch hält.

Im Mittelpunkt steht hierbei neben Tom auch dessen Jugendclique, bestehend aus Josh, Bene, Karin und Nadja, von welchen jeder für sich eine entscheidende Rolle spielt oder gespielt hatte.

Meinung:

Ich persönlich fand sowohl Erzählstil als auch Handlung absolut mitreißend, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart findet meiner Meinung nach hier fließend statt und reißt einen nicht – wie oft in anderen solchen Büchern der Fall – aus dem Leserhythmus.

Der Spannungsbogen wird bis zum Ende (und auch über dieses hinaus) hochgehalten und ich hoffe sehr, dass dies nicht gleichzeitig auch der letzte Fall von Tom Babylon sein wird. Ein weiterer Fall würde definitiv umgehend gekauft und mit Freude verschlungen werden.

Klare Kaufempfehlung meinerseits!

25.02.2018 15:00:22
givemeabook

Schlüssel 17 war mein erstes Buch von Marc Raabe. Seine Bibliografie und Biografie haben hohe Erwartungen in mir geweckt. Und was soll ich sagen: sie wurden mehr als erfüllt!

Ich finde seinen Schreibstil einfach klasse. Vor allem die großartigen Formulierungen und die bildhaften Beschreibungen sind vom Feinsten. Marc Raabe verbindet durch zwei Erzählstränge geschickt die Vergangenheit mit dem Heute.

Im Berliner Dom wird eine grausam zugerichtete Tote gefunden. Wie ein Todesengel mit schwarzen Flügeln hängt die bekannte Dompfarrerin Brigitte Riss in der Kuppel des Doms. Um ihren Hals hängt ein Schlüssel, in den die Zahl 17 eingeritzt ist.

Tom Babylon vom LKA kennt diesen Schlüssel. Seine kleine Schwester Viola ist vor fast 20 Jahren mit genau diesem Schlüssel verschwunden. Er hat den Verlust von Viola nie akzeptiert und sie ist in seinen Gedanken immer bei ihm. Da wundert es nicht, dass Tom in diesem Fall unbedingt ermitteln will. Die Psychologin Sita Johanns soll ihn bei den Ermittlungen unterstützen. Auch Sita hat mit Geistern der Vergangenheit zu kämpfen. Mit ihrem feinen Gespür fragt Sita sich bald, was Tom zu verbergen hat. Die Besonnenheit und Einfühlsamkeit von Sita ergänzen sich gut mit Toms kurzentschlossener Art zu handeln.

Marc Raabe hat die Protagonisten durch seine bildliche Sprache in meiner Vorstellung zum Leben erweckt. Ich habe mitgefühlt, ja miterlebt, als ob ich dabei gewesen wäre. Am Ende bleiben einige Fragen offen, trotzdem bin ich mit dem Ausgang zufrieden. Ein gelungener Start für Tom und Sita, von denen ich unbedingt mehr lesen möchte – und auch von Bene.

Von mir eine klare Leseempfehlung.

19.02.2018 16:37:57
c-bird

Spannungsgeladen und meisterhaft erzählt

Seit seinem Debüt „Schnitt“ bin ich begeisterter Fan von Marc Raabe und weiß, dass er ein Garant für spannende Thriller ist. Und so wurde ich auch dieses Mal nicht enttäuscht. „Schlüssel 17“ ist der Beginn einer ganzen Serie rund um den LKA-Ermittler Tom Babylon.

Die bekannte Dompfarrerin Dr. Brigitte Riss hängt grausam ermordet in der Kuppel des Berliner Doms. Um ihren Hals trägt sie einen Schlüssel, in den die Zahl 17 eingeritzt wurde. Mit eben jenem Schlüssel verschwand vor vielen Jahren Toms kleine Schwester Viola. Seitdem ist Tom auf der Suche nach ihr. Nun glaubt er endlich eine neue Spur gefunden zu haben. Gemeinsam mit der Psychologin Sita Johanns macht er sich an die Klärung des Falls und hofft dabei auch Viola zu finden.

Mit Tom Babylon und Sita Johanns hat Marc Raabe zwei ganz tolle und auch sympathische Charaktere geschaffen. Tom ist mit Anfang 30 noch recht jung, aber ehrgeizig. Noch mehr als der Fall treibt ihn die Suche nach seiner Schwester an. Diese wurde bereits für tot erklärt, doch Tom akzeptiert dies nicht. Gedanklich taucht Viola immer wieder bei ihm auf und er führt Zwiegespräche mit ihr. Sita Johanns, die ehemalige Mitarbeiterin der operativen Fallanalyse ist sehr clever und kann auch äußerst hartnäckig sein. Die Halbkubanerin trägt auch ihre dunklen Geheimnisse mit sich herum. Beide sind verschieden, müssen aber im Team funktionieren und sich dementsprechend zusammenraufen.

Erzählt wird auf spannende Weise auf zwei Zeitebenen. Es gibt immer wieder Rückblicke in das Jahr 1998, das Jahr in dem Viola verschwand. Damals war Tom mit seiner Clique unterwegs. Die meisten seiner Freunde hat Tom aus den Augen verloren, doch nun taucht einer nach dem anderen wieder auf.

Der Erzählstil ist vom Feinsten. Detaillierte Beschreibungen liefern ein super Kopfkino ab. Die Dialoge sind spritzig, besonders die zwischen Sita und Tom. Es gibt immer wieder Wendungen und falsche Fährten, denen man als Leser gerne folgt und miträtselt. Spannung ist von Beginn an vorhanden und hält sich trotz der über 500 Seiten durchweg hoch. Er ganz zum Schluss wird die Lösung präsentiert.

Spannungsgeladen. Meisterhaft erzählt. Marc Raabe gehört für mich in die Topliga in der deutschen Thrillerszene.

14.02.2018 10:11:12
cybergirl

Spannung von Anfang bis Ende

Die Dompfarrerin Brigitte Riss wird erhängt im Berliner Dom gefunden. Sie wurde wie ein schwarzer Engel in die Kuppel des Doms gehängt. Um ihren Hals hat sie einen Schlüssel mit der Zahl 17.
Eine zweite Leiche liegt in einem Nebenraum, es ist der Domorganist.
Tom Babylon wird zum Tatort gerufen.
Als Tom den Schlüssel sieht wird er in seine Kindheit, in das Jahr 1998 zurück katapultiert. Genau diesen Schlüssel hatte er damals mit seiner Clique bei einer Leiche im Kanal gefunden und mit diesem Schlüssel ist seine Schwester verschwunden. Jetzt hofft er endlich eine Spur zu seiner Schwester zu finden.
Jo Morton übernimmt die Ermittlungen aber Tom gelingt mit in das Team zu kommen. Ihm wird die Psychologin Sita Johanns an die Seite gestellt.

„Schlüssel 17“ ist der Auftakt zu einer Thriller-Reihe mit dem Ermittler Tom Babylon und der Psychologin Sita Johanns von Marc Raabe.
Von dem Autor habe ich bisher schon „Der Schock“ und „Schnitt“ gelesen („Heimweh“ liegt noch auf meinem SUB) und beide Bücher waren sehr spannend.
Jetzt war ich gespannt auf das neue Buch des Autors, wie er eine Thriller-Reihe aufbaut. Hier werden die Protagonisten den Leser ja über einige Bände begleiten und hoffentlich auch in ihren Bann ziehen.
Nun, dass ist dem Autor vorzüglich gelungen.
Der Ermittler Tom Babylon war mir gleich sehr sympathisch, er hat seine Ecken und Kanten, hält sich nicht immer an seine Vorgaben was ihm auch schon einige Dienstaufsichtsbeschwerden eingebracht hat.
Dieser Fall ist für ihn ein ganz persönlicher Fall. Vor 20 Jahren hatte er mit seiner Clique eine Leiche im Kanal gefunden, neben der Leiche lag ein Schlüssel. Mit diesem Schlüssel ist seine Schwester verschwunden.
Jetzt erhofft er sich eine Spur zu seiner Schwester zu finden.
Dr. Sita Johanns ist Psychologin auch sie war mir gleich sympathisch, Sita hatte früher für das LKA gearbeitet. Jetzt wird sie zu diesem brisanten Fall dazu gezogen.
Auch Sita hat so ihre Vergangenheit.
Beide verbindet also ein Geheimnis
Jo Morton ist das Ekel, dass in so einem Buch natürlich nicht fehlen darf.
Der Fall ist sehr spannend aufgebaut. Es gibt zwei Erzählstränge, der eine ist natürlich der aktuelle Fall der sich sehr schwierig gestaltet. Der zweite führt den Leser in das Jahr 1998 und er erfährt Stückchenweise was damals geschah, wie die Jugendlichen die Leiche gefunden haben, wie Viola verschwunden ist und was danach geschah.
Auch im aktuellen Geschehen wird die Clique von damals nach und nach wieder zusammengeführt.
Das Buch steckt voller Rätsel, es gibt Fragen über Fragen. Immer wenn ich dachte der Lösung näher zu sein musste ich meinen Verdacht wieder verwerfen um ihn später doch wieder aufzugreifen und dann wieder zu verwerfen.
Marc Raabe hat den Leser gekonnt in die Irre geführt, ganz großes Kino.
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, wollte ich doch endlich die Lösung erfahren.
Am Ende dann wurden nicht alle Fragen geklärt, so muss ich jetzt auf den nächsten Band warten, den ich bin mir fast sicher, dass dieser Fall im nächsten Buch noch einmal aufgegriffen wird.
„Schlüssel 17“ ist der spannendste Thriller den ich seit langem gelesen habe. Wenn es mehr als 5 Sterne gäbe würde das Buch sie auch bekommen.

13.02.2018 09:56:30
Mrslaw

Der Thriller spielt auf zwei Zeitebenen heute und im Jahr 1998. Im Jahr 1998 lernen wir den jugendlichen Tom kennen, der mit seiner Clique eine schreckliche Entdeckung macht und eine falsche Entscheidung trifft, die sein Leben nachhaltig verändern wird.

Im Jahr 2017 ist Tom Polizist und das Verschwinden seiner kleinen Schwester Viola, genannt Vi, lässt ihn immer noch nicht los. Durch den Mord an der Pfarrerin Brigitte Riss scheint sich eine neue Spur zu ergeben um das Rätsel der Vergangenheit zu lösen, aber der Mord ist nur der Anfang … ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen einen unbekannten Mörder beginnt. Zusammen mit seiner unfreiwillig neuen „Partnerin“ der Psychologin Sita Johanns beginnt Tom Babylon zu vermitteln und stößt dabei – auch intern – auf Widerstände. Wer oder was steckt hinter den grausamem Verbrechen?

Mir hat dieser Auftakt einer neuen Thriller Reihe in deren Mittelpunkt der Ermittler Tom Babylon steht sehr gut gefallen. Er ermittelt zusammen mit Sita, die auch mit Dämonen aus der Vergangenheit kämpft. Die Story fesselt einen von Beginn an, sowohl in der Gegenwart als auch bei den Rückblicken auf Toms Jugend. Als dritten Handlungsstrang lernen wir noch die Patientin Klara aus einer privaten psychiatrischen Klinik kennen, die sich nicht an ihre Vergangenheit erinnern kann, aber panische Angst vor der Zahl 17 hat.

Nach und nach werden die einzelnen Puzzlestücke zusammengefügt, wobei es bis zum Schluss offen bleibt, wer der Täter ist und was dahinter steckt.

Mein Fazit

Für mich ein grandioser Auftakt einer neuen Thrillerreihe die hoffentlich bald fortgesetzt wird. Ich bin froh, dass ich durch dieses Buch auf den Autor Marc Raabe aufmerksam geworden bin und werde auf jeden Fall die anderen schon bereits erschienenen Bücher lesen. Marc Raabe schafft es ähnlich wie Sebastian Fitzek eine düstere Stimmung zu erzeugen, der man sich nicht entziehen kann. Von mir eine absolute Lese Empfehlung für Thrillerfans!!

12.02.2018 11:58:19
Ro_Ke

Meine Meinung:
Für mich war dies der erste Thriller von Marc Raabe und ich habe mit ihm einen Autor kennengelernt, der meinen persönlichen Anspruch, den ich an Thrillern habe, gänzlich erfüllen konnte.
Marc Raabe gelingt nicht nur eine sehr spannende Ploteröffnung, sondern die Spannung wird bis zur allerletzten Seite bzw. Hörminute gehalten und somit waren es für mich sehr fesselnde 13 Stunden Hörzeit in der ungekürzten Hörbuchausgabe, perfekt vertont vom Sprecher Sascha Rotermund.
Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig und unterhaltsam. Er bietet zudem sprachlich ganz tolle Vergleiche, so dass mein Hören von einem buntbemalten Kopfkino begleitet wurde.
Eine ganz große Stärke ist die vielschichtige Charakterzeichnung. Mir hat es ungeheuren Spaß gemacht, die Figuren, allen voran Tom Babylon, durch die Handlung zu begleiten und an ihren interessanten Ecken und Kanten teilhaben zu können.
Oft tragen Ermittler mehr privaten Ballast mit sich rum, als ich als Leser bereit bin zu tragen. Marc Raabe schafft es, seinem Protagonisten das passende und vor allem interessante Bündel mit in Handlung zu schreiben. Es steckt einiges Potenzial in der Charakterentwicklung, so dass ich mich jetzt schon freue, die neue Bekanntschaft in einem Folgeband weiter vertiefen zu können.
Der Weg zur Auflösung wird begleitet von einigen Stolpersteinen und Fallstricken und ihm liegt eine gute Recherche zu Grunde.
Am Ende des Weges sagt Marc Raabe seinen Lesern mit ein paar offenen Fragen dann sehr geschickt „Auf Wiedersehen“. Ich freue mich darauf!
Fazit:
Der Schlüssel passt! Sehr spannende, gut durchdachte Handlung und die Bekanntschaft zu Tom Babylon ist es wert, weiter vertieft zu werden.

12.02.2018 02:03:59
EOS23

Rastlose Spannung
Dieser empfehlenswerte Thriller beginnt gleich mit einem spektakulären Mordschauplatz: im Berliner Dom wird die grausam zugerichtete Leiche der Dompfarrerin gefunden, in Szene gesetzt wie ein schwarzer Engel wurde sie in der Kuppel des Doms drapiert. Um den Hals trägt sie einen Schlüssel mit der Zahl 17. Tom Babylon vom LKA trifft als erster am Tatort ein und ist erschüttert, nicht nur wegen der Grausamkeit des Verbrechens, sondern vor allem wegen des Schlüssels, denn mit einem solchen Schlüssel ist seine kleine Schwester vor Jahren spurlos verschwunden. Sie wurde zwar für tot erklärt, aber Tom bezweifelt dieses und möchte deshalb unbedingt diesen Fall übernehmen, um weiter nach Spuren seiner Schwester suchen zu können. Er würde gern weitgehend allein ermitteln, aber ihm wird die Psychologin Sita Johanns zur Seite gestellt, die schnell merkt, dass Tom etwas zu verbergen hat. Sie begleitet ihn auf allen Ermittlungstouren und Tom fühlt sich genervt. Das wird erst besser, als Tom erfährt, dass auch sie einiges geheimhält.
Die Handlung verläuft in 2 Strängen, da ist zum einen der spektakuläre Mord an der Pfarrerin, aber auch die dramatischen Geschehnisse von 1998, als Toms Schwester verschwand. Ich muss sagen, dass beide Handlungsstränge sehr spannend geschrieben sind, was mich dazu gebracht hat, das Buch in einem Mordstempo zu lesen, weil ich immer unbedingt wissen musste, wie es weitergeht. Viele vom Autor geschickt eingebaute Cliffhanger unterstützen dies.
So richtig sympathisch ist mir keiner der Hauptprotagonisten, am ehesten noch Tom, der mir aber wie ein psychisches Wrack erscheint, der dringend Hilfe bräuchte. Er nimmt ständig Tabletten, um den Überblick zu behalten,und begibt sich oft bewusst in sehr gefährliche Situationen. Er vertraut niemandem,noch nicht einmal seiner Lebensgefährtin. Trotz seiner Probleme besteht er so manche James Bond-reife Situation und kämpft sich immer wieder durch.
Marc Raabes Erzählstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Beschreibungen sind detailliert, aber nicht langweilig, so dass man sich in die Szenerie hineinversetzen lässt und mitfiebert bzw. mitbibbert, wenn sich ein Abgrund auftut.Nervenkitzel pur!!! So muss ein guter Thriller sein, dass man abtaucht ins Geschehen und es den Leser so beschäftigt, dass alles ringsum für eine Zeit in den Hintergrund tritt. Sicher hat sich mein Pulsschlag bisweilen stark erhöht.
Interessant sind auch die Hintergrundinformationen über diverse Praktiken zu DDR-Zeiten, die von der Stasi unterstützt wurden und die auch teilweise nach dem Mauerfall noch weitergingen.
Was mir nicht so gefallen hat, sind die nicht wenigen Fragen, die auch am Ende noch unbeantwortet bleiben, was sicher Absicht ist, da noch weitere Bände mit Tom Babylon folgen werden. Das hindert mich aber nicht daran, hier die volle Sternenzahl zu vergeben, denn das spannende Buch hat mir gute Unterhaltung gegeben und mich regelrecht 'gefesselt'.
Ich kann das Buch jedem Thrillerfan wärmstens empfehlen, es bietet absolut spannende Unterhaltung auf hohem Niveau.

09.02.2018 20:56:49
Buchtiger

Superspannender Serienauftakt
Das Buch hat mich schon seit dem Moment total neugierig gemacht, als ich nur das Cover gesehen habe. Als ich dann den Klappentext gelesen habe, war ich hin und weg und musste das Buch einfach lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht!
Schon von der ersten Seite an, zieht Marc Raabe den Leser in eine Welt voller naiver Unschuld, die sich in viel versprechendes Abenteuer zu verwandeln scheint, sich in Wirklichkeit aber als ein fesselnder, Gänsehaut bereitender Albtraum herauszustellen droht.
Der Fund der Leiche einer sehr bekannten Pastorin und Predigerin, die auf grausamste der Öffentlichkeit zur Schau gestellt wurde, ist nur der Anfang eines persönlichen Albtraums für den LKA Kommissaren Tom Babylon. Denn die Tote trägt genau den Schlüssel um den Hals, mit dem seine Schwester vor langer Zeit spurlos verschwunden ist. Dem Schlüssel, den er und seine Jugendfreunde damals an einem unvergesslichen Nachmittag überraschenderweise gefunden hatten und der alles in Gang gesetzt zu haben scheint. Babylon glaubt noch immer fest daran, dass seine Schwester noch am Leben ist und hat es sich zum Ziel gemacht sie zu finden. Umso mehr brennt er darauf, diesen Fall zu lösen, könnte er ihm doch auch ein paar Antworten zum Verbleib seiner kleinen Schwester bringen. Doch was dabei alles ans Licht kommt, damit hat selbst er nicht gerechnet.
Die Protagonisten sind allesamt interessant und jeder auf seine Weise sympathisch und liebenswert. Tom möchte man einfach manchmal nur knuddeln oder ihm eine auf den Hinterkopf verpassen, dennoch ist er ein genialer Ermittler und lässt sich nicht so leicht unterkriegen. Seine Achillesferse ist Vi, seine kleine Schwester. Selbst als Leser macht man sich von Zeit zu Zeit sorgen wegen dieser Vernarrtheit und Besessenheit.
Sita ist...einzigartig. Sie ist ein sehr interessanter Charakter mit vielen Seiten und Geheimnissen. Ich hoffe, dass man sie auch in den nächsten Bänden mehr zu Gesicht bekommen und mehr über sie erfahren wird. Die beiden machen das Buch aber gerade so spannend, finde ich. Wie sie zusammenfinden und lernen müssen, sich zu vertrauen...
Ich bin an das Buch ohne große Erwartungen gegangen und wollte mich einfach überraschen lassen. Und das ist mehr als geglückt, ich war so dermaßen in der Story gefangen und wollte eigentlich immer nur noch ein Kapitel weiterlesen, und dann noch eins, und dann noch eins...Die Spannung baut sich immer mehr auf und lässt einen auch nicht mehr los. Immer wenn man denkt, jetzt geht es etwas ruhiger zu, kommt die nächste Wendung. Auch die eigens zusammengedachten Theorien, wer denn nun dahinter stecken könnte, wer "Jesus" oder Klara wirklich ist, man denkt, man hat eine sichere Fährte, aber dann kommt der Autor mal wieder um die Ecke und wirft einem alles über den Haufen. Ich liebe sowas einfach an einem Buch!
Die Aufteilung in die zwei Zeitstränge von 1998 und der Gegenwart finde ich sehr gut gelungen und vereinfachen das Verständnis für die Story noch einmal. Zugleich verdeutlicht es auch dem Leser außerdem, wie sehr doch alles zusammenhängt und wie sich alles entwickelt hat.
Die Wendungen zum Ende hin, wow, einfach wow, damit habe ich nicht ganz gerechnet, auch wenn meine Vermutungen zumindest schon mal halbwegs in die richtige Richtung gingen. Die noch offenen Fragen laden auf jeden Fall ein, sich auf den nächsten Band der Tom Babylon Reihe zu freuen und neugierig darauf zu warten.
Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen!

09.02.2018 14:01:53
Gosulino

Tom Baylon ist ein Ermittler, der gerne mal aneckt. Daher will ihn auch zuerst niemand in der SOKO um den brutalen Mord an der Dompfarrerin Brigitte Riss. Aber Tom setzt sich durch, denn die Tote trägt einen Schlüssel um den Hals mit einer eingeritzten 17. So einen Schlüssel fand Tom und seine Clique 19 Jahre zuvor bei einem Toten in einem Wasserkanal. Kurz darauf verschwand Toms Schwester, an deren Tod er einfach nicht glauben kann.

Bald schon sind weitere Schlüssel in Umlauf und die Mitglieder der alten Clique müssen um ihr Leben fürchten.

Gemeinsam mit seiner zugeteilten Partnerin, der Psychologin Sita Johanns, ermittelt Tom in psychiatrischen Anstalten und bei alten Seilschaften der Stasi.

Marc Raabe hat mit seinem Roman Schlüssel 17 wirklich eine Punktlandung gemacht. Einen so spannenden Thriller habe ich die letzte Zeit wirklich nicht gelesen. Die Geschichte ist rasant und undurchsichtig vom Anfang bis zum Ende, die Spannug immer auf dem Höhepunkt, man kann das Buch praktisch nicht aus der Hand legen.

Die Figuren sind charakterlich toll beschrieben, man nimmt jedem seine Eigenarten, Geheimnisse und Macken voll ab. Lesen lässt sich die Geschichte ebenfalls sehr gut, man kann dem Geschehen mühelos folgen.

Das Ende ist etwas komplex und es bleiben einige Fragen offen, die aber in einer Fortsetzung geklärt werden sollen, auf die ich mich jetzt schon freue.

Ich gebe von Herzen alle fünf Sterne für diesen super spannenden Roman und eine

08.02.2018 18:29:40
oberchaot

Im Berliner Dom hängt eine schlimm zugerichtete Tote, drapiert mit schwarzen Flügeln. Bei der Leiche handelt es sich um die prominente Dompfarrerin Brigitte Riss. Sie trägt einen Schlüssel um den Hals, auf dessen Griff eine „17“ eingeritzt ist. Tom Babylon vom LKA möchte diesen Fall lösen, denn es scheint einen Zusammenhang mit seiner Vergangenheit zu geben. Zur Unterstützung bekommt er die Psychologin Sita Johanns.
Ich fand das Buch sehr turbulent. Kapitel aus der Gegenwart wechseln sich mit Kapiteln aus der Vergangenheit ab. Somit erfährt man immer mehr, was zwanzig Jahre zuvor passiert ist. Und das wird immer haarsträubender und unglaublicher.
Ich las das Buch in relativ kurzer Zeit, es war sehr spannend, musste mich aber konzentrieren, damit ich den Faden nicht verliere, denn viele Beteiligte sind integriert, und die Abkürzungen der verschiedenen Parteien, Gruppen, haben mich teilweise etwas irritiert. Aber unter dem Strich ist es ein absolut rasantes, lesenswertes Buch, das ich nur weiterempfehlen kann.

07.02.2018 11:05:05
Darts

Im Berliner Dom wird eine Leiche gefunden. Das Opfer ist Pfarrerin Brigitte Riss. Sie wurde in der Kuppel des Doms mit schwarzen Flügeln aufgehängt.
Tom Babylon vom LKA wird zum Tatort gerufen und kurz danach bereits wieder vom Fall abgezogen. Aber zwischenzeitlich hat er den Schlüssel am Hals der Pfarrerin entdeckt. Da er den Schlüssel kennt und dieser schlechte Erinnerungen bei ihm wachrütteln kämpft er darum, weiter ermitteln zu dürfen. Er darf - allerdings nur untergeordnet unter seinem Kollegen Morton und zusätzlich mit einer Psychologin an seiner Seite. Sita Johanns ist Halbkubanerin und sie versucht wieder ins Team zu kommen.
Viola, die Schwester von Tom verschwand 1998 als 10 - jährige und mit ihr der Schlüssel. Dieser hat am Schaft eine 17 eingeritzt. Gefunden wurde er einen Tag vorher von Tom und seiner Clique. Gleich neben einer Leiche im Kanal. Nur auch die Leiche war verschwunden als die Polizei danach tauchte. Seit 20 Jahren beschäftigt dieser Fall Tom und er hat nicht aufgegeben nach seiner Schwester zu suchen.
Sollte es durch die tote Pfarrerin eine neue Spur geben?
Als die Öffentlichkeit um Mithilfe gebeten wird, Hinweise wegen des Schlüssels zu geben, kommt ein wichtiger Hinweis von einer Praktikantin aus der Nervenheilanstalt.
Dadurch, dass Tom und Sita nach und nach die Zusammenhänge erkennen nimmt die Handlung richtig an Fahrt auf.
Marc Raabe hat einen durchweg spannenden Thriller geschrieben. Obwohl dieser 2017 spielt, wird der Leser in die Vergangenheit mitgenommen. In den Sommer 1998, dort lernt er die Clique rund um Tom kennen, die dann auch in der Gegenwart wieder auftauchen, aber auch in die DDR Vergangenheit mit ihren miesen Machenschaften.
Da es der erste Fall mit Tom Babylon ist und auch einige ungeklärte Fragen bleiben freue ich mich schon auf weitere Fälle dieser tollen Reihe
Ich bedanke mich bei Vorablesen und dem Ullstein Verlag die mir das Buch zeitnah und kostenlos zur Verfügung gestellt haben.

07.02.2018 10:04:45
Zweifachmama

„Schlüssel 17“ ist der 1. Band der neuen Tom-Babylon-Serie von Marc Raabe. Der Thriller hat 512 Seiten und erscheint broschiert im Ullstein Verlag.
Bereits im Prolog war ich mitten im Geschehen drin und von Anfang an gefesselt. Tom Babylon, Ermittler beim LKA, wird zu einem Mord im Berliner Dom gerufen. Die Tote trägt um den Hals einen Schlüssel. Das katapultiert Tom zurück in die Vergangenheit. Vor fast 20 Jahren haben er und seine damalige Clique ebenfalls eine Leiche mit genauso einem Schlüssel gefunden. Gleich darauf war seine jüngere Schwester und mit ihr der Schlüssel verschwunden. Seither ist Tom auf der Suche nach seiner Schwester Viola. Er hofft, dass er durch den neuen Fall einen Hinweis auf ihren Verbleib erhält.
Das Cover passt sehr gut zum Titel. Der schwarze Hintergrund wirkt mysteriös und vermittelt Spannung. Die silberne Schrift und die eisblaue Feder bilden einen passenden Kontrast.
Der flüssige, spannende Schreibstil des Autors zieht sich über die gesamte Länge des Buches. Erst nach und nach erfährt der Leser in den zwei Zeitsträngen was damals passiert ist und wie das mit dem jetzigen Fall zusammenhängt. Marc Raabe erzählt dabei raffiniert immer nur so viel, wie nötig ist. Die rasante Handlung und die sich teilweise überschlagenen Ereignisse ließen mich nicht mehr von den Seiten lösen.
Tom Babylon wird einerseits als knallharter Polizist andererseits auch als sehr menschlich mit seinen Ecken und Kanten dargestellt. Das macht ihn für mich sympathisch und glaubhaft. Seine Kollegin, die Psychologin Dr. Sita Johanns hat auch ihre Geheimnisse, ist Tom gegenüber aber loyal. Mir hat gefallen, wie die beiden Charaktere aus anfänglicher Vorsicht sich nach und nach mehr vertrauen.
„Schlüssel 17“ ist ein spannender empfehlenswerter Thriller, der zu fesseln weiß, trotz der noch offenen Fragen. Das war mein 1. Buch von Marc Raabe aber sicher nicht mein Letztes. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

06.02.2018 14:26:54
leseratte1310

Domorganist Winkler macht einen erschreckenden Fund. Dompfarrerin Dr. Brigitte Riss hängt in der Kuppel des Domes, mit Flügeln hergerichtet wie ein schwarzer Engel. Um den Hals trägt sie einen Schlüssel mit der Zahl 17.
Tom Babylon vom LKA ist elektrisiert. Seine Schwester Viola hatte auch solch einen Schlüssel, als sie vor vielen Jahren verschwand. Er setzt alles daran, in diesen Fall zu ermitteln. Aber leider erhält er eine Partnerin – die Psychologin Dr. Sita Johanns.
Dies ist mein erstes Buch von Marc Raabe, aber sicherlich nicht mein letztes.
Der Schreibstil ist gut zu lesen und packend. Es gibt verschiedene Handlungsstränge, bei denen der geheimnisvolle Schlüssel eine Rolle spielt, und die sich erst mit der Zeit zusammenfügen.
Babylon ist ein Kommissar, an dem man sich reiben kann. Er wollte diesen Fall, doch viel wichtiger ist ihm zu erfahren, was mit seine Schwester geschehen ist. So kümmert er sich auch wenig um die Regeln. Trotzdem mochte ich ihn. Die Psychologin Johanns hat auch ihre Geheimnisse, aber sie ist dennoch sympathisch. Nachdem sich die beiden aneinander gewöhnt haben, bilden sie ein gutes Team und das muss auch so sein, denn sie müssen weit zurück in die Vergangenheit um die Lösung zu finden und was sie zutage fördern ist ein wahrer Sumpf.
Es gibt immer wieder neue Wendungen, die dafür sorgen, dass die Spannung erhalten bleibt und erst am Ende fügen sich alles schlüssig zusammen und man erfährt, wer der Täter ist.
Ich kann diesen spannenden Thriller nur empfehlen.

06.02.2018 12:33:14
HexeLilli

Von hexelilli
Auch dieses Buch von Marc Raabe hat mich in keiner Weise enttäuscht.
Schon das Cover hat mich gleich angesprochen, düster und geheimnisvoll.
Eine grausam zugerichtete Leiche in der Kuppel des Berliner Doms. Die Dompfarrerin trägt um den Hals einen Schlüssel mit der Zahl 17. Mit diesem Schlüssel verschwand vor Jahren die Schwester von Tom Babylon Mitarbeiter vom LKA.
Das Buch erzählt drei Geschichten, psychiatische Privatklinik, Tom und seine Clique im Jahre 98 und die Ermittlung im Jahre 2017. Mit Tag, Uhrzeit und Jahr gekennzeichnet die aus der Vergangenheit in kursiver Schrift, half sehr gut bei der Orientierung. Überall spielt der geheimnisvolle Schlüssel mit der Zahl 17 eine Rolle.
Wer wissen möchte, was es damit auf sich hat, dem kann ich nur den neusten Thriller von Marc Raabe ans Herz legen. Vom Schreibstil angenehm und flüssig zu lesen. Super spannend zu lesen. Wer ist der Gute, wer der Böse?
Auch die beiden Protagonisten waren mir sehr sympatisch. Tom Babylon der immer etwas quer schießt und Psychologin Sita Johanns. Sie ergänzen sich sehr gut, ein gelungener Einstieg in einer neuen Reihe.
Da einige offene Fragen blieben, bin ich sicher, dass der Nachfolgeband nicht lange auf sich warten lässt. Ich bin dann auf jeden Fall wieder dabei.

02.02.2018 20:00:01
subechto

Der erste Fall für Tom Babylon

Ich bin ein großer Fan von Marc Raabe und habe alle seine Krimis und Thriller gelesen. „Schlüssel 17“ stand deshalb schon lange auf meiner Wunschliste. Die Leseprobe ließ erneut auf einen abgründigen Thriller hoffen und ich wurde nicht enttäuscht. Worum geht es?
Organist Bernhard Winkler findet im Berliner Dom die grausam zugerichtete Leiche der Pfarrerin Brigitte Riss. Sie wurde unterhalb der Kuppel an Seilen aufgehängt. Um den Hals trägt sie einen Schlüssel, auf dem die Zahl 17 eingeritzt ist. Zwanzig Jahre alte Erinnerungen werden wach…
Anschließend lernen wir Tom Babylon vom LKA Berlin kennen. Auch er verbindet mit dem Schlüssel schmerzhafte Erinnerungen. Denn mit diesem Schlüssel verschwand damals spurlos seine kleine Schwester Viola.
Zitat: „Das ist meiner. Wieso hat die Frau meinen Schlüssel?“ Bald ist klar, dass das Motiv in der Vergangenheit zu suchen ist.
Ein weiterer Handlungsstrang ist in einer Psychiatrischen Privatklinik verortet. Friderike macht dort eine Ausbildung. Klärchen, eine Patientin, weckt ihr Interesse. Handelt es sich um Viola?
Marc Raabe hat seinen aktuellen Thriller wieder packend in Szene gesetzt. Schnelle Szenen- und Perspektivwechsel sorgen für Dynamik, dunkle Keller für Gänsehautgarantie. Ab und zu sind Rückblenden in das Jahr 1998 eingestreut, als Tom und seine Freunde den Schlüssel fanden…
Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Tom war mir sofort sympathisch. Ein Mann mit Ecken und Kanten. Auch seine Partnerin, die Psychologin Sita Johanns, halb Kubanerin, halb Deutsche, ist gut gezeichnet. Beide kämpfen mit den Dämonen der Vergangenheit.
Nebenbei erhält der Leser Einblicke in unvorstellbare Verbrechen, die in der ehemaligen DDR geschahen und auch nach der Maueröffnung nicht aufhörten. Erst ganz am Ende schließt sich der Kreis und mündet in einen fulminanten Showdown im Berliner Dom.

Fazit: Tolles Setting, fesselnder Plot. Großes Kino!