Ich war Dora Suarez

Erschienen: Januar 1990

Bibliographische Angaben

  • London: Scribner, 1990, Originalsprache
  • Berlin: Maas, 2000, Seiten: 277, Bemerkung: Pulp Master; Bd. 9

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Ein Killer veranstaltet mit seiner Axt in einem Apartment des Londoner Stadtteils South Kensington ein abscheuliches Massaker. Eine schwere Aufgabe für die FACTORY und das zuständige Dezernat für ungeklärte Todesfälle, denn bei der anschließenden Ermittlung ergeben sich weder Anhaltspunkte noch Zusammenhänge. Trotz vieler Bedenken macht man die Suspendierung eines ehemaligen Mitarbeiters des A14 rückgängig, der diesem Fall als einziger gewachsen zu sein scheint. Doch gerade bei ihm hinterläßt der Anblick der ermordeten Dora Suarez tiefe psychische Wunden. Auf der Suche nach dem Killer bohrt er sich wie besessen in die Schattenbereiche einer degenerierten Gesellschaft, die sich jenseits unserer Vorstellungskraft befinden. Dieses Buch ist ein radikaler Meilenstein des Brit Noir, ein literarischer Amoklauf, der künstlerisch und moralisch neue Grenzen im gesamten Genre definiert.

Ich war Dora Suarez

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Letzte Kommentare:
20.08.2007 08:18:38
mase

Bin wie die meisten Leser hin und hergerissen, doch glaube ich bei mir gehts etwas mehr ins negative.

Der Schreibstil, der mich and David Peace erinnert liegt mir nicht. Die beiden Cops die machen was sie wollen, sei es mit Vorgesetzten oder mit Verdächtigen fand ich zu übertrieben.

Auf der anderen Seite eine Geschichte die nachhaltig berührt - denn es gibt wohl tatsächlich solch kranke Menschen

13.08.2007 17:03:06
Carline

Ein beeindruckendes Werk.
Hingerissen zwischen Faszination und Ekel habe ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen und muss es nun erstmal verdauen.
Wahrlich keine leichte Strandlektüre und definitiv nichts für zart besaitete Gemüter.

08.03.2007 13:08:44
Frank

Grossartig.
Ein Buch das es schafft nachhaltig zu berühren.Ein kleines Stück "dreckiger" Literatur.Und das nun mal überhaupt nicht im negativen Sinne.Sicherlich nichts für Leser/innen die den reinen Mainstream bevorzugen.Dieses Teil hat in meinem Magen einen Klumpen hinterlassen,und das gelang bisher nur sehr wenigen.

04.05.2006 13:15:18
Lixandra

Hervorragend!
Noch nie hatte ich ein kontroverseres Buch gelesen, bei dem man dermassen in ein Karusell der Gefühle eingespannt wird.
Zwischen Faszination und Abscheu, Horror und Neugier legt man das Buch nicht mehr aus der Hand bis man beim letzten Satz angekomen ist.
Vor einer deprimierenden Kulisse kann man den schlimmsten menschlichen Abschaum und dessen Übeltaten erleben, aber auch Gefühle so rein und erhebend, dass die Hoffnung ein ständiger Begleiter des Lesers wird.
Fängt man das Buch an, so ist man unverzüglich in seinen Bann gefangen und wenn man es gelesen hat, wird man sich auf die Suche nach Derek Raymonds weiteren Büchern machen, wenn möglich in der Originalversion um so, auch die authentische geniale Sprache geniessen zu können.

24.01.2005 18:25:43
b.neumann

Noch twas benommen von einem Krimi, der nun wirklich nichts für Liebhaber von J.v. Eichendorff ist, gegen den "Das Lied der Sirenen" wie ein Kinderbuch erscheint.
Wo ist die Schmerzgrenze der zumutbaren Lesbarkeit, wo die der schriftstellerischen Freiheit?
Fakt ist, "Dora Suarez" wurde prämiiert mit dem 1. Platz des Deutschen Krimi-Preises (1991, Kategorie international). Wer sitzt eigentlich in dieser Jury??
Zweifellos ist das Buch ungeheuer spannend, aber auch sehr deprimieren und unappetitlich. Das FACTORY-Gespann erinnert in seiner Schlagfertigkeit sehr an die TV-Serienhelden von "Die Zwei", jedoch halt nicht als witzigige Playboys, sondern als brutale Robin Hood-Cops.
Nach dem Lesen des Buches hofft man auf ein Vergessen (was schwierig werden wird) und beneidet alle, die geschlechtslos geboren werden könnten. Oder auch Analphabeten.
Gradzahl spontan schwankend zwischen 60 und 90. Das muß man erst einmal sacken lassen....

17.03.2004 16:58:51
Dr. SANATI

Schade,dass dieses Buch nach nur 277 Seiten zu Ende geht. Brutal aber nicht unrealistisch. Ein Meisterwerk.