Schlaflied

Erschienen: Januar 2017

Bibliographische Angaben

  • Stockholm: Norstedts, 2016, Titel: 'Sov du lilla videung', Originalsprache
  • München: btb, 2017, Seiten: 576, Übersetzt: Christel Hildebrandt

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

10 x 91°-100°
3 x 81°-90°
0 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:95.230769230769
V:12
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":1,"86":0,"87":1,"88":0,"89":1,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":2,"95":1,"96":0,"97":0,"98":3,"99":0,"100":4}

Am Stockholmer Hauptbahnhof herrscht Chaos. Ein Mädchen im Strom der Asylsuchenden schlägt sich ganz alleine durch. Aus Angst vor den Behörden lebt sie mehr schlecht als recht auf den Straßen Stockholms bis sie auf die Obdachlose Muriel trifft, die sich ihrer annimmt. Gemeinsam suchen sie Zuflucht in einer einsamen Hütte auf dem Land. Aber ist es in den Wäldern Smalands wirklich sicherer als auf den Straßen von Stockholm? Zur selben Zeit versucht der frühere Kriminalkommissar und frühere Obdachlose Tom Stilton seinen Polizeikollegen zu beweisen, dass er wieder ganz auf der Höhe ist. Er soll dabei helfen, den grausamen Tod eines Jungen aufzuklären, der vergraben im Wald gefunden wurde. Wenig später bittet ihn Muriel um Hilfe, weil sie ihren Schützling in Gefahr glaubt. Haben die Fälle etwa miteinander zu tun? Tom Stilton und Olivia Rönning kommen der Wahrheit nur langsam auf die Spur ...

Deine Meinung zu »Schlaflied«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
18.04.2018 10:28:11
Frank Buschmann

Es ist wie bei den drei vorherigen Büchern dieses Duos: Die Story und das Timing sind gut, in diesem Fall besonders beklemmend und aktuell und mit klarem politischen Statement, das Finale ist spannend, und danach gibt's noch eine hübsch makabere Rückbesinnung auf die etwas merkwürdige Einleitung, die man erst jetzt versteht. Alles okay also, ein schwedischer Krimi der gehobenen Mittelklasse. Warum die beiden aber fast sechshundert Seiten dafür benötigen, ist mir mal wieder nicht klar. Dieses ausufernde Hin und Her zwischen den einzelnen Handlungssträngen, die dann am Ende wie erwartet zusammenlaufen, finde ich in jedem ihrer Romane etwas ermüdend. Ich denke, ich mach nach diesem vierten Roman Schluss.

30.05.2017 08:06:58
Ernst Soldan

Als Arzt und Helfer während der "Flüchtlingskrise" 2015/16 habe ich das Buch mit besonderer Spannung gelesen. Zunächst mal herrschten offensichtlich am Stockholmer Zentralbahnhof ähnlich chaotische Verhältnisse wie bei uns in Hamburg, lösbar nur durch den spontanen Einsatz einer großen Anzahl von ehrenamtlichen Helfer/innen, und in weitgehender Abwesenheit staatlicher Stellen.Interessant schon mal zu wissen, dass letztere in Stockholm zumindestens am Rand zu koordinieren versuchten (laut Buch), während sie in Hamburg durch Abwesenheit glänzten.Natürlich handelten diese Helfer auch bei uns nicht immer uneigennützung. So mussten immer wieder Männer weggeschickt werden, die offensichtlich aus sexuellen Motiven zu "helfen" versuchten. Allmählich konnten wir Strukturen schaffen, durch die dieses Problem einigermaßen wirksam ausgeschaltet werden konnte.Ich habe selber eine junge Frau gesehen, die durch den Verkauf einer Niere ihre Flucht finanziert hatte, die Operation sei noch im Iran passiert. Ebenso hat ein Kollege von einen Betroffenen berichtet.Hinweise, dass es in Deutschland oder in Schweden, wohin viele der Geflüchteten weiter reisten, illegale Organentnahmen gab, habe ich bisher nicht. Vorstellbar ist es, schliesslich werden allein in Deutschland über 8000 minderjährige Flüchtlinge vermisst (tagesschau.de, 17.3.17). Andererseits braucht man sowohl für die Organentahme, für den Weitertransport des Organs in einem transplantierbaren Zustand und schliesslich zur Versorgung des "Endverbrauchers" eine Infrastrukur parallel zum offiziellen Gesundheitswesen, von der ich mir nicht vorstellen kann, dass es sie in Deutschland gibt. Vielleicht im viel dünner besiedelten Schweden ?

05.05.2017 21:49:50
maren78

Das war mal wieder harte, aber auch sehr aktuelle Kost vom Autorenpaar. Es handelt sich hierbei bereits um den vierten Teil mit Tom Stilton und Olivia Rönning.
Ein toter Junge wird im schwedischen Wald ermordet aufgefunden. Tom und Olivia beginnen mit der Spurensuche. Diese führt sie recht bald nach Rumänien.
Beide fliegen dorthin um nach der Identität des Jungen zu suchen und stossen dort auf eine Organisation die anscheinend junge Menschen entführt.
Diese Menschen kommen nach Schweden, da sie die Hoffnung auf eine bessere Zukunft haben. Doch dort boomt der Organhandel und da diese Menschen keiner vermisst, werden sie dafür missbraucht.
Nach und nach tauchen noch weitere Leichen auf.
Mich hat das Buch sofort gefesselt und war keinesfalls ein "Schlaflied". Teilweise fand ich es vielleicht etwas zu sehr in die Länge gezogen.
Alles in allem kann ich nur sagen, das ich mich auf weitere Lektüre des Autorenpaares freue.

04.05.2017 22:01:36
Lexa

Schlaflied war für mich ein langweiliger Krimi mit ganz viel nichtssagendem Blabla, einer Aneinanderreihung von sich überbietenden Grausamkeiten und abgeflachtem Schreibstil.Ein guter Krimi benötigt für mich keine ausufernden Brutalitäten, da muss der Spannungsbogen nicht permanent hoch sein, sondern er steht und fällt mit akribischer Recherche, der Raffinesse der Handlungen und überraschender Auflösung.
Beim Schlaflied reicht es für mich grad mal für 50 Grad.

25.04.2017 19:06:23
Edith Sprunck

Schlaflied ist ein anspruchsvoller, realitätsnaher, gehaltvoller Kriminalroman, der unter die Haut geht. Auch wenn man die vorhergehenden Folgen der Serie mit den ErmittlerInnen Tom Stilton und Olivia Rönning zum Verständnis des Krimis nicht unbedingt kennen muss, empfehle ich, diese Bände der Reihe nach zu lesen. Handlungsweisen der ErmittlerInnen und diverse Zusammenhänge sind dann besser nachvollziehbar und gewinnen an Schärfe. Schlaflied hält den LeserInnen einmal mehr Schicksale von Randgruppen eindrücklich vor Augen. Diesmal geht es nur streckenweise um Obdachlose, hauptsächlich im bitterarmen Rumänien, deren trostlose, erbarmungswürdige Lebensweise sie vielfach zum Opfer werden lässt. Im Fokus dieses Krimis stehen unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus Krisen- und Kriegsgebieten wie Afghanistan, Syrien und Nigeria, die durch ihre Not und Hilflosigkeit zur leichten Beute skrupelloser Gangster werden, aber auch von manchem "Normalbürger". Ohne "Ausschlachtung" brutaler und blutiger Szenen wird ein großes Maß an Gewalt, das hauptsächlich Kindern angetan wird, dezent und trotzdem ausdrucksstark und einprägsam vorgeführt. Dies alles ist eingebettet in eine sehr spannende Kriminalhandlung mit verschiedenen Täterprofilen und einem sympathischen Ermittlerteam, eine Mischung, die Schlaflied zu einem guten Krimi macht.

14.04.2017 23:24:09
nati

Aktuell und brisant zu gleich
„Schlaflied“ ist der vierte Band um das Ermittlerteam Olivia Rönning und Tom Stilton aus der Feder von Cilla & Rolf Börjlind.

Jeden Tag kommen auf dem Stockholmer Hauptbahnhof unüberschaubare Massen von Flüchtlingen an. Viele Freiwillige versuchen den Asylsuchenden zu helfen. Unter den Ankommenden befinden sich auch viele unbegleitete Kinder. Folami, ein Flüchtlingskind aus Nigeria, versucht sich alleine durchzuschlagen und trifft auf die Obdachlose Muriel, die sie mit in ihren Unterschlupf nimmt. Muriel fühlt sich verantwortlich für Folami.

In einem weiteren Handlungsstrang wird mitten im Wald durch Zufall die Leiche eines verscharrten elfjährigen Jungen entdeckt. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren und Tom Stilton wird zur Unterstützung hinzugezogen. Es gibt verschiedene Ermittlungsansätze und Tom Stilton sowie Olivia Rönning verfolgen eine Spur, die sie nach Bukarest in die verrufenen Abwassersysteme dieser Stadt führt. Was sie hier entdecken, ist kaum fassbar.

Die Geschichte lässt sich wunderbar flüssig lesen. Die Beschreibungen von Landschaften oder Personen sind genau und aussagekräftig, gehen aber nicht ins Detail. Mir hat sehr gut gefallen, dass die ermittelnden Personen ihre kleinen Fehler und Schwächen haben.
Die zentralen Themen Organhandel und Flüchtlingsströme sind aktuell sowie brisant. Die Autoren zeichnen ein glaubwürdiges Szenario, dass auf mich sehr erschreckend wirkt.

Auch dieser Band kann den hervorragenden Eindruck der Vorgängerbände nahtlos fortsetzen und präsentiert eine sehr eindringliche Geschichte, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und gerne weiterempfehle.