Teufelsfrucht

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2011, Seiten: 304, Originalsprache

Couch-Wertung:

85°

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

7 x 91°-100°
6 x 81°-90°
0 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
1 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:86.928571428571
V:13
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":1,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":1,"86":1,"87":0,"88":1,"89":0,"90":3,"91":3,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":4}
Matthias Kühn
Besseresser versus Geschmacksverstärker

Buch-Rezension von Matthias Kühn Mai 2012

Xavier Kieffer hat sich eine Idylle geschaffen: In der Luxemburger Unterstadt betreibt er ein kleines, feines Restaurant, das eher deftige regionale Spezialitäten auf der Karte hat – beispielsweise Gromperekichelcher, Bouneschlupp, Judd mat Gaardebounen und Mummentaart. Wer diese Leckereien nicht kennt, dem hilft entweder eine Reise nach Luxemburg oder ein Blick ins Register.

Aber Kieffer hat wesentlich mehr drauf. Schon als junger Koch sahnte er Preise ab, ihm wurde eine große Zukunft vorausgesagt. Unter anderem von seinem Lehrmeister, dem Sternekoch Paul Boudier, der von seinem Schüler ziemlich enttäuscht war. Aber Kieffer fühlt sich wohl in seiner Heimatstadt, auch wenn er wohl, wie Boudier sagt, in jedem Pariser Einsterner zumindest Souchef werden könnte; ohne Ambitionen auf einen Stern kocht es sich jedoch gelassener, man braucht so weniger Personal und weniger Logistik – und so kann Kieffer sich ganz auf das konzentrieren, was er mag: gutes Essen, gute Weine, Ruhe und Gespräche mit Gästen wie dem finnischen EU-Beamten Pekka Vatanen.

Dass nun plötzlich ein Kritiker des wichtigsten Gourmetguides Frankreichs an einem seiner Tische Platz nimmt, wundert Kieffer also: Sein Lokal erfüllt schließlich überhaupt nicht die Voraussetzungen für die Sterneküche. Noch mehr aber verwundert es Kieffer, dass dieser Kerl schon nach der Vorspeise aufgibt und sein Huesenziwwi gar nicht mehr probiert. Allerdings hat dieser Mann eine gute Entschuldigung: Er ist nämlich vor dem Hauptgang tot.

Das Restaurant wird sofort geschlossen, die Polizei in Person des leicht an Maigret orientierten Kommissars Manderscheid verdächtigt Kieffer – und der ermittelt fortan selbst. Dies ist kein Polizeiroman, sondern, wie der Untertitel sagt, ein "kulinarischer Krimi". Mich stört dieser Untertitel: Hätten die Krimis von Vásquez Montalbán einen solchen Untertitel nötig gehabt? Aber die PR-Abteilungen der Verlage sehen das heute eben anders.

Natürlich ist das ein kulinarischer Krimi, aber in erster Linie ist es ein erstklassiger deutschsprachiger Kriminalroman, der ein solches verkaufsförderndes Etikett nicht braucht. Früher wäre ein solcher Roman in einer noblen Krimireihe erschienen, und dieses Buch hätte jede Krimireihe geadelt. Denn wie Kieffer nun, ohne jede Ahnung von Polizeiarbeit, Nachforschungen betreibt, wie er nach Paris reist, in die französische und die schwäbische Provinz, wie er nach und nach Informationen sammelt und schließlich durch ein paar Fehler selbst in große Gefahr gerät – das ist hervorragend komponiert und strukturiert. Dabei liegt immer der Geschmack außergewöhnlicher Küche über den Seiten.

Hillenbrand, der seine Liebe zu Luxemburg während eines mehrmontaigen EU-Praktikuns entdeckte, ist selbst "verrückt nach Technologie und gutem Essen", wie er auf seiner Homepage schreibt; seine Technikliebe lebt er in diesem Krimi glücklicherweise nicht sonderlich aus. Unter dem Pseudonym Tom König schreibt er manchmal einigermaßen witzige die Kunden-Kolumne "Warteschleife" bei Spielgel Online – das größere Format des Krimis liegt ihm mehr als die Glosse. Und die fehlerhaften Texte auf seiner Homepage offenbaren immerhin eines: Teufelsfrucht ist bestens lektoriert.

Bereits im Prolog des Romans wird klar, worum es geht: Eine exotische Frucht, die über erstaunliche Eigenschaften verfügt, kann mehr wert sein als ein Klumpen Gold oder eine Palette Plutonium. Vielleicht gibt es ja tatsächlich Leute wie diesen Aaron Keitel, die durch die Welt reisen und solche gastronomische Perlen suchen. Nun findet dieser Keitel allerdings eine schon sehr ungewöhnliche Frucht, die sich nach dem Prolog wie ein Schatten über das ganze Buch legt.

Einleuchtend ist die Beschreibung des Foodscouts jedenfalls. Es liegt auf der Hand, dass die gehobene Küche mit bislang unbekannten Zutaten punkten kann, wenn es gelingt, das Zeug irgendwie zum Schmecken zu bringen. Wie das funktionieren kann, zeigt Hillenbrand überzeugend; und ebenso zeigt er, vor allem durch den deutschen Forscher Klaus Scheuerle, wie die Nahrungsmittelindustrie unsere Geschmacksknospen in die Irre führt und uns mittels Neurotransmitter lukullische Erlebnisse vorgaugelt, während wir durchgeweichte Pappe verzehren. Das alles kommt kein bisschen belehrend daher: Es ist ein gut recherchierter Teil einer spannenden Story.

Natürlich steht und fällt Teufelsfrucht mit der Figur des Xavier Kieffer. Und da ist Hillenbrand die Charakterisierung durch und durch gelungen. Nebenfiguren wie sein finnischer Stammgast, der zur kriminalistischen Hilfsfigur avanciert, mögen etwas hölzern gezeichnet sein – den nie zur wahren Geltung gekommenen Spitzenkoch Kieffer begleitete ich sehr gern, selbst beim Einkauf seiner neuen Garderobe, mit der er vor allem die Erbin des Gourmetguides Gabin beeindrucken will; dieser "Guide Gabin" ist eine Art Ersatzbibel für den Michelin. Und: Allein die Begegnung mit dem Pampa-Prinzen, der eine tragende Rolle spielt, macht das Buch zum puren Vergnügen.

Endlich mal wieder ein deutscher Krimi, an dem ich so gut wie nichts zu mäkeln habe. Na ja, vielleicht ist das regionale Flair doch etwas zu sehr auf einen entsprechenden Markt abgestimmt. Und ebenso vielleicht ist das Finale ein bisschen aufgesetzt. Aber das alles ist halb so schlimm, und bis dahin bietet Teufelsfrucht wirklich jede Menge beste Unterhaltung. Ein wirklich erstaunliches Debut.

Teufelsfrucht

Teufelsfrucht

Deine Meinung zu »Teufelsfrucht«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
27.09.2015 10:20:39
TochterAlice

Gerät Xavier Kieffer, der Koch und Besitzer eines traditionellen Luxemburger Lokals in einen Kampf der Kochgiganten um Sterne?

Zumindest bringt ein rennomierter Pariser Gastro-Kritiker einen Hauch von Welt und der längst vergessenen Nouvelle Cuisine - Kieffer hatte eine entsprechende Ausbildung in Frankreich genossen - in Kieffers kleines Lokal, um kurz darauf auf der Schwelle des Restaurants tot zusammenzubrechen. Kieffer fürchtet um seinen guten Ruf und beginnt unterstützt von seinem finnischen Freund Pekka, einem EU-Beamten, der ausgerechnet für den Agrar-Sektor zuständig ist, zu ermitteln. Dabei taucht er in die Vergangenheit ein, ihm erschliessen sich allerdings auch ganz neue Welten - solche, die aus seiner Sicht gar nicht existieren sollten.

Tom Hillenbrand schreibt mit Genuss und Humor - ein Leckerbissen für Freunde guten Essens und einer gemütlichen Atmosphäre. Ein unterhaltsamer Krimi, dessen Plus jedoch gleichzeitig sein Minus ist - zu behäbig kommt er zeitweise daher. Auch ist das Ende nicht ganz so rund, wie ich es mir wünschen würde.
Trotzdem ist dieser deutsche, vor allem in Luxemburg, doch auch in den benachbarten Ländern Frankreich und Deutschland sowie in der Schweiz spielende Roman durchaus zu empfehlen, lernt man doch einiges über gute Küchen - sowohl bodenständige als auch besternte und erfährt dies und das über das Großherzogtum Luxemburg und nicht zuletzt auch über seine Mitmenschen. Zudem ist der Arbeitsplatz EU - wenn er auch nicht im Mittelpunkt der Geschichte steht - ausgesprochen treffend dargestellt - auch ehemalige oder zukünftige EU-Beamte könnten also interessierte Rezipienten dieses Buches sein. Auch die Figuren, allen voran Xavier Kieffer und sein Kumpel Pekka, sind liebevoll und mit viel Humor gezeichnet und lassen auf den Ausbau dieses amüsanten Krimis zu einer Serie hoffen!

08.11.2013 19:29:03
Silsmaria2004

Dieses Buch ist nicht nur ein kulinarischer Krimi, in dem ein Fast - Sternekoch der Ermittler ist und uns nebenbei Luxemburger Gerichte nahe bringt, sondern ein Krimi um die Lebensmittelindustrie, die unsere Geschmacksnerven beeinflusst, - und das tut sie , mit oder ohne Teufelsfrucht. Wem eine Dokumentation zu diesem Thema zu trocken ist, hat hier auf lockere Art und Weise einen guten Einstieg in die Materie. Nach dem Lesen habe ich mich ausserdem gefragt, wie muss ein Koch beschaffen sein, damit er dem Druck eines Verlages , der durch seine Tester Kritiken bzw. Sterne verteilen lässt, standhalten und vor allem "normal" bleiben kann?
Ein gutes Buch - kantige und zum Teil verrückte , aber sympathische Hauptfiguren, informativ und spannend - und gut zu lesen, wenn man sich sowohl in die gastronomischen als auch in die luxemburgischen Ausdrücke eingelesen hat.

02.11.2013 12:57:34
Annette Traks

Der Botaniker und Food-Scout Aaron Keitel akquiriert beim Tulai-Stamm in Papua-Neuguinea die unter dem Namen „Teufelsfrucht“ bekannte Chatwa (lat. solanum catvanum). Diese Frucht wirkt geschmacksverstärkend – ähnlich wie Glutamat, nur hundertmal mehr - und soll sowohl die Speisenzubereitung in der gehobenen Gastronomie als auch das Food-Design der Lebensmittel-Industrie revolutionieren.

Xavier Kieffer hat bereits viele Auszeichnungen erhalten und durchaus das Zeug zum Sterne-Koch, doch er möchte sich nicht dem immensen Stress der Haute Cuisine aussetzen, sondern lieber die traditionelle moselfränkische Küche lebendig halten. Daher betreibt er in der luxemburgischen Hauptstadt ein kleines Restaurant, in dem er vor allem regionale Gerichte anbietet, für die er nur ausgesuchte Zutaten verwendet. Auf Grund der schmackhaften Kompositionen gilt sein „Deux Eglises“ als Geheimtipp.
Eines Tages vermutet er – zu Recht, wie sich herausstellt – in dem Gast Agathon Ricard einen Kritiker des renommierten Gastro-Führers Guide Gabin. Doch noch bevor Xavier Kieffer ihm den Hauptgang servieren kann, ist Ricard tot und der Restaurant-Chef steht unter Mordverdacht.
Die Polizei schließt kurzerhand sein Lokal, kommt aber mit den Ermittlungen nicht recht voran. Statt tatenlos herumzusitzen, stellt Kieffer selbst Nachforschungen an und findet bald heraus, dass der tote Kritiker tags zuvor
dem Sterne-Restaurant seines Lehrmeisters Paul Boudier einen Besuch abgestattet hat. Zufall?
Der Luxemburger glaubt nicht daran, will der Sache auf den Grund gehen und seinen ehemaligen Chef persönlich nach möglichen Zusammenhängen befragen. Doch dessen Lokal ist unmittelbar nach Ricards Besuch abgebrannt, Boudier selbst spurlos verschwunden. Hat die „Teufelsfrucht“, von der Kieffer Reste in der geheimen Experimentier-Küche des Kochs findet, etwas mit den jüngsten Vorkommnissen zu tun?
Eine spannende und gefährliche Spurensuche beginnt, bei der Xavier Kieffer von seinem Freund und Stammgast Pekka Vatanen unterstützt wird, und bei der der Leser nicht nur Einblicke in die von Konkurrenzkampf, Leistungs- und Qualitätsdruck geprägte Welt der Haute Cuisine erhält. Man erfährt auch viel Interessantes über Food-Design, Lebensmitteltechnologie respektive -chemie und fast schon kriminell anmutende Tricks der Lebensmittelindustrie, denen der Kunde nichts oder nur wenig ahnend ausgesetzt ist.

Resümee:
Der Autor versteht es, die Zusammenhänge auch für den Laien verständlich und dennoch so unterhaltsam wie spannend darzustellen. Gleichwohl steigert ein gewisses Maß an Grundwissen oder eine Affinität des Lesers zu dem Themenkomplex sicher ebenso das Lesevergnügen wie ein Faible für kulinarische Genüsse.
Nicht nur gut, sondern auch notwendig ist das umfangreiche, wenn auch leider längst nicht vollständige Glossar mit Fachausdrücken am Ende des Buches – ein Hinweis darauf in einem Vorwort wäre allerdings wünschenswert.
Dem Untertitel „Ein kulinarischer Krimi“ wird das Werk sowohl von der Problematik als auch der Handlung her in jedem Fall gerecht, und „Rotes Gold“, der zweite Roman Tom Hillenbrands, steht schon auf meiner Wunschliste.

14.10.2013 16:37:54
vifu

Nach Anfangsgehoppel- war mir dann doch etwas zu ausführlich dieser ganze Luxemburg-Lokalkolorit- rutschte ich doch in die gut gestrickte Story rein. Auch wenn´s etwas absehrbare Passagen gab, waren die Kochdetails schon sehr nett. Für Leute wie mich, die nicht nur gern anständig essen, sondern auch noch richtig kochen, sehr unterhaltsam. Werde mir den nächsten auch suchen ;-))

04.09.2013 00:29:53
Ella D.

Hat mir wirklich sehr gefallen! Habe mir gleich einiges bei foodwach angesehen und einen Impuls bekommen, meine Ernährung zu verändern. Spannend, interessant geschrieben und bewegt etwas bezüglich der Industrie, die den Verbraucher drastisch bei Nahrungsmitteln täuscht... Klasse Buch, kaufte mir heute die 2 nächsten der Reihe ;-)

04.04.2013 15:05:00
Martina

Der Krimi ist eine Wucht. Die Figuren mal witzig, mal interessant, mal ein wenig schrullig.Die Handlung ist spannend aber nicht grausam, wie so manche brutalen Thriller. Ein gutes Buch, dass man auch vor dem Schlafen gehen lesen kann, ohne Alpträume zu bekommen.allerdings kommt man erst nach der letzten Seite zum Schlafen. Den zweiten Band habe ich bereits bestellt und im Juni kommt Band 3. Hoffentlich wieder so wunderschön geschrieben.

14.01.2013 21:34:23
Viktor Anton

Ich kenne Luxemburg und seine regionale Küche, spreche sogar luxemburgisch. Trotzdem, oder vielleicht grade desshalb habe ich das Buch innerhalb von 24 Stunden ausgelesen. Ist mal anders als die üblichen Krimis. Mal läuft einem das Wasser im Mund zusammen, mal könnte man sich übergeben. Aber immer spanned und die Frage: Wer ist der oder die Täter?

22.06.2012 21:56:32
subechto

Der Koch und der Killer

Tom Hillenbrand bezeichnet sich selbst als Foodie, das sind moderne Genießer, die sich mit Esskultur beschäftigen, mit neuesten Trends vertraut sind sowie multi-ethnische Einflüsse erkennen und benennen können. Beste Voraussetzungen also, um einen kulinarischen Krimi zu schreiben.

„Teufelsfrucht“ beginnt im Dschungel von PNG: Der Amerikaner Aaron Keitel, ein s.g. Foodscout, ist auf der Suche nach der Frucht ‚Chatwa‘. Ortswechsel: Der ehemalige Sternekoch Xavier Kieffer betreibt in Luxemburg ein kleines Restaurant, das „Deux Eglises“. Da er mit der Haute Cuisine eigentlich nix mehr am Hut hat, ist er ziemlich überrascht, als in seinem Lokal ein schlecht gelaunter Franzose und mutmaßlicher Gastrokritiker auftaucht und kurz darauf verstirbt. Schon bald gibt es einen zweiten Toten. Weitere Schauplätze in Frankreich und der Schweiz kommen hinzu und wie sich herausstellt, hat alles mit dieser exotischen Frucht zu tun...

Ein neuer Stern am Krimi-Himmel? Tom Hillenbrands Debütroman ist mehr als nur ein Krimi. Es geht um gutes Essen, verrückte TV-Köche und geldgeile Lebensmittelkonzerne. Immerhin gibt es Formfleisch, Analogkäse, künstliche Aromen, Glutamat, den Guide Michelin, den Eckart Witzigmann Palazzo sowie den Nestlé-Konzern ja wirklich!

Ich liebe Luxemburg und seine regionale Küche und so hat mich der Food-Krimi von Herrn Hillenbrand von Anfang an begeistert. Dieses Buch ist nicht nur für Krimi-Fans ein Genuss, sondern auch für alle Hobbyköche. Denn der Autor hat am Ende noch ein kleines Glossar mit seinem Küchenlatein beigefügt.

Einziger Kritikpunkt: In „Teufelsfrucht“ wird für meinen Geschmack zu viel geraucht! Alles in allem habe ich mich aber nicht nur gut unterhalten, sondern auch köstlich amüsiert:-)

Film & Kino
Knives Out

Bestsellerautor Harlan Thrombey feiert mit seiner Großfamilie, der Haushälterin und seiner jungen, hochgeschätzten Pflegerin Marta Cabrera, seinen fünfundachtzigsten Geburtstag im eigenen luxuriösen Herrschaftshaus. Jeder der anwesenden Verwandten bekommt an diesem Abend eine gut gemeinte, aber existentiell bedrohliche Abfuhr mit auf den Weg. Der Beginn einer unruhigen Nacht, an deren Ende der Hausherr tot aufgefunden wird. Titel-Motiv: © MRC II Distribution Company L.P.

zur Film-Kritik