Blonder Mond / Mondblond

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • Leer: Leda, 2010, Titel: 'Blonder Mond', Seiten: 384, Originalsprache
  • Odenheim: Wind und Sterne, 2015, Titel: 'Mondblond', Seiten: 357, Originalsprache

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Wolfgang Weninger
Auf den Spuren von Pater Brown

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Mai 2011

Der Leda-Verlag, spezialisiert auf Krimis aus dem Nordwesten Deutschlands, serviert uns einen Ostfrieslandkrimi, dessen Hauptperson der Künstler Ulf Norden ist, der nach dem Tod seiner Frau seine bildnerischen Fähigkeiten der LKA-Akademie auf knapp 370 Seiten im "Blonden Mond" zur Verfügung stellt. Zusätzlich zum kriminalistischen Text gibt es allerdings auch noch ein Skizzenhandbuch des Künstlers, in dem der vorliegende Fall graphisch aufbereitet wird.

Dieser Fall beginnt mit dem Tod des Vaters. Auf dem Begräbnis fällt Ulf Norden eine bildhübsche Blondine auf, die wenig später auf brutale Art das Zeitliche segnet. Norden findet heraus, dass die hübsche Tote seine Schwester sein muss, von der er noch nie gehört oder gesehen hat. Weitere Recherchen ergeben, dass sein Vater seit dem Krieg offensichtlich ein Doppelleben geführt hat und auch in Sizilien fürsorglicher Vater einer Familie war.

Der Pastor der Gemeinde hat offensichtlich von all dem gewusst und auch davon, dass es noch eine zweite Schwester gibt, die nun den Kontakt zu Norden sucht. Aber warum wurde die junge Frau ermordet und warum findet Ulf Norden vor dem Pfarramt die Sekretärin des Pfarrers ermordet auf.

Der Blick in die Vergangenheit seines Vaters hat sichtlich Wunden aufgerissen, doch um zu klären, wer hinter den tragischen Ereignissen steckt, muss sich Ulf Norden nach Sizilien aufmachen, um das unbekannte Zweitleben seines Vaters unter die Lupe zu nehmen. Pastor Klinger ist es sichtlich ein Anliegen, ihn dabei zu unterstützen und gemeinsam besuchen sie das sizilianische Dorf, in dem das Morden munter weiter geht &

Dass man diesen Krimi als Ostfrieslandkrimi verkauft, liegt wohl nur an der Person des Autors und dem Ausgangspunkt der mörderischen Schnitzeljagd in Emden, denn im Prinzip könnte die Geschichte in jedem europäischen Dorf spielen, wo sich ein (protestantischer) Pater Brown niedergelassen hat. Aber zu richtiger Form laufen die ungleichen Ermittler vom LKA und vom Klerus ohnehin erst auf, als sie Deutschland verlassen und sich in den Süden begeben. Die Sonne Siziliens tat auch dem Autor gut, der plötzlich mit humorvollen Dialogen und Handlungen den Krimi spannend macht, der bis dahin eher durch den grauen Nordwesten tümpelt.

Bis der Autor es geschafft hat, die Herren sympathisch zu skizzieren und die Todesfälle halbwegs plausibel an den Leser zu bringen, vergeht einige unspektakuläre Zeit, die aber für das Verständnis durchaus notwendig ist. Wenn man den Mutmaßungen glauben darf, dann sollen nämlich noch vier weitere Fälle aus der Feder von Herrn Winter folgen und bis dorthin braucht das seltsame Paar deutlich mehr Profil und die Dialoge dürfen gerne so viel Witz haben, wie es das sizilianische Geplänkel bereits hat.

Spannung kann man Blonder Mond sicherlich nicht absprechen, aber das ganz große Gänsehautgefühl bleibt dennoch aus. Dazu ist die Geschichte zu stark konstruiert und Logik kommt erst bei der gar nicht so spektakulären Auflösung wirksam zum Tragen. Dem Autor darf man wünschen, dass er es in Nachfolgebänden stärker schafft, Bilder zu projizieren. Sprachlich hat er es drauf, wie er in manchen Szenen auf Sizilien beweist. Aber nur die Hälfte eines Buches stilistisch top zu präsentieren, reicht dann eben auch nur für eine 50%-Wertung.

Blonder Mond / Mondblond

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Letzte Kommentare:
19.09.2016 14:28:17
Krimi-Fan

Die Geschichte ist schlüssig geschrieben. Das Buch empfehle ich schon deswegen, da man das Ende nicht vorhersehen kann. Bemerkenswert einfühlsam hat der Schriftsteller Lars Winter jede Szene beschrieben. Jedem einzelnen Charakter hat er Leben eingehaucht. Jeder der Protagonisten nimmt sofort Gestalt an und hat ein Gesicht. Die eigene Fantasie hat es leicht, sich im Raum mitzubewegen und den Personen in der Geschichte zu folgen !!!

15.12.2015 23:07:46
Georg Rihm

Ich warte mit Spannung auf die Folgebaende
dieses Krimis,welcher mich manchmal auch
zum Lachen gebracht hat;sprachlich fehlt der
letzte Schliff, gedrungenere Form seinem
Bilderband folgend taete dem Ganzem gut.
Ich musss schon eingestehen,dass die per-
soenliche Begegnung des Autors ,mich zum
kritischerem Lesen angespornt hat.

10.05.2014 16:20:35
R. Christ

Ein Krimi in einem etwas anderen Rahmen, der mir sehr gut gefallen hat. Ich muss und möchte nicht auf Einzelheiten, Logik etc. eingehen, da gibt es sicherlich Kritiker. Mich hat der Inhalt fasziniert, sehr angenehm geschrieben und "gezeichnet" dadurch sehr gute Unterhaltung und einfach mal etwas anderes.

19.12.2011 22:17:00
O. Skutsch

Ich bin fasziniert von den Bildern, die Lars Winter mit Worten malt. Vergleiche, die ein Schmunzeln hervorrufen, Darstellungen von Gegebenheiten, die das Vorstellungsvermögen des Lesers auf Höchste fordern und ein Lächeln bewirken manchmal auch ein lautes Lachen.
Ich kann nur hoffen, dass dies nicht der einzige Band dieses Autors bleibt.