Rom kann sehr heiß sein

Erschienen: Januar 2002

Bibliographische Angaben

  • München: Goldmann, 2002, Seiten: 283, Originalsprache
  • München: btb, 2004, Seiten: 283, Originalsprache

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Piet Hieronymus ist verliebt, zum ersten Mal seit Jahren: Seit seinen letzten Ermittlungen in Schottland führt der kauzige Kommissar eine Fernbeziehung mit seiner schottischen Kollegin Dale Mackay. Als diese eines Tages unerwartet bei ihm vor der Tür steht, ist er mehr als glücklich und verbringt mit ihr einige unbeschwerte Tage. Dann zieht Dale weiter, angeblich zu einem Fortbildungslehrgang nach Bern. Doch nach ihrer Abreise verlieren sich ihre Spuren: Sie meldet sich nicht mehr bei Piet, und auch telefonische Nachfragen ergeben keinen Hinweis auf Dale und ihren Verbleib. Sie ist wie vom Erdboden verschluckt. Zutiefst beunruhigt, beschließt Piet Hieronymus, nach Bern zu fahren und dort selbst nach dem Rechten zu sehen. Es ist der Anfang einer langen Reise, die ihn schließlich bis nach Rom führt, mitten hinein in einen Sumpf aus Korruption und skrupellosen Machenschaften...

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Letzte Kommentare:
09.07.2006 10:42:30
Andreas Gruber

Die Schauplätze kontrastieren gut: Wer schon durch die Gassen von Bern gewandert ist und die einzigartige Stimmung über der Aare genossen hat, kommt gut in die Athmosphäre des Buches rein. Dazu als Gegensatz die ewige Stadt Rom, die weite Welt gegenüber dem engen, heimeligen Bern. Obwohl ich das Buch gern gelesen habe, ein Krimi ist es nicht - ich würde es als SciFi bezeichnen, zu viel Verschwörung und metaphysisches ausserhalb der banalen Realität!

17.05.2004 14:28:16
Klaus Kiesel

Selten habe ich einen Roman gelesen der so treffend und intensiv die Stätten bzw Städte (hier Bern und Rom) beschreibt wie in diesem Buch. Ein sehr gebildeter Schriftsteller, der gerne sein Wissen preisgibt.

27.02.2003 11:35:36
lis

Wer Krimis liebt, bei denen das Bemühen des Verfassers aus allen Knopflöchern schaut, sein riesiges literarisches Talent ausbreiten zu müssen, der ist mit "Rom kann sehr heiss sein" gut bedient. Allen anderen sei abgeraten. Piet Hieronymus ist angeblich tief beunruhigt, weil Dale Mackay in Bern spurlos verschwindet. Die Beunruhigung drückt sich dann darin aus, dass er tage- wenn nicht wochenlang ziemlich untätig in Bern rumhängt, sich mit einem zwielichtigen Bibliothekar und dessen noch zwielichtigerer Frau zum Abendessen verabredet und auch nach dem sehr seltsamen Mord an einer anderen Bibliothekarin in der Sylvesternacht - sie wird durch eine geworfene Champagnerflasche erschlagen (!) - nicht aktiv wird. Er sichert zwar Beweismaterial, lässt es dann aber wochenlang rumgammeln. Fährt irgendwann dann doch nach Rom, wo er aber keineswegs einigermassen zielgerichtet nach Dale Mackay sucht, sondern sich vor allem eine nette Geliebte sucht (sie sei ihm gegönnt) und seinen sterbenden Vater betreut. Irgendwann lässt sich dann doch ein fahnderischer Einsatz nicht vermeiden und es bahnt sich ein unsinniges Ende einer vövöllig unwahrscheinlichen und wirren Geschichte an. Und über allem schwebt drohend der Stil des Autors, der einem vermittelt: Ich würde viel lieber den Literaturnobelpreis gewinnen als (vermutlich das Einkommen fördernde) Krimis zu schreiben.

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