Kain und Abel

Erschienen: Januar 1981

Bibliographische Angaben

  • London: Hodder & Stoughton, 1979, Titel: 'Kane and Abel', Seiten: 314, Originalsprache
  • Wien; Hamburg: Zsolnay, 1981, Seiten: 474, Übersetzt: Ilse Winger
  • Frankfurt am Main; Berlin; Wien: Ullstein, 1984, Seiten: 474, Übersetzt: Ilse Winger
  • München: Goldmann, 1989, Seiten: 478
  • Bergisch-Gladbach: Lübbe, 1995, Seiten: 588, Übersetzt: Ilse Winger

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Nach deutscher und russischer Kriegsgefangenschaft gelangt Abel Rosnovski, unehelicher Sohn eines polnischen Adligen, mit einem Auswandererschiff nach Amerika. Dort arbeitet er sich mit Ehrgeiz, Intelligenz und Glück zum Hotelmanager und Teilhaber hoch. William Lowell Kane, Erbe eines gigantischen Vermögens, soll, wie sein verstorbener Vater, Bankpräsident werden. Abel hatte ihn einst bewundert, als er ihm – noch als Kellner – das Essen servierte. Doch dann, zur Zeit der großen Wirtschaftskrise, glaubt er in Kain den Mörder seines Freundes und Gönners zu erkennen. Ein lebenslänglicher Hass nimmt seinen Anfang. Doch zwischen den Kindern der Todfeinde keimt eine wundersame Liebe ...

Kain und Abel

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Letzte Kommentare:
06.05.2018 15:00:24
lausberg

Jeffrey Archer zählt heute zu den erfolgreichsten Autoren Englands. Sein historisches Familienepos „Die Clifton-Saga“ stürmt auch die deutschen Bestsellerlisten und begeistert eine stetig wachsende Leserschar. Sein eigentlicher Durchbruch war nach eigenen Angaben das Familienepos „Kain und Abel“ aus dem Jahre 1981, das komplett überarbeitet jetzt neu erschien: „Bis heute ist es vielleicht das beliebteste meiner Bücher, überall auf der Welt. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, Kain und Abel noch einmal zu überarbeiten. Neun Monate hat es gedauert, den Roman so zu gestalten, wie er in meiner Vision schon immer hätte sein sollen.“ (Vorwort)
Das Buch handelt natürlich wieder über die beiden Protagonisten, die so viel gemeinsam haben wie das gleiche Geburtsdatum, aber auch so vieles trennt. Der Auswanderer Abel Rosnowski, Sohn eines polnischen Adeligen, und der Millionär William Lowell Kane, Erbe eines großen Vermögens. Die beiden begegnen sich, als sich Rosnovski zum Hotelmanager hochgearbeitet hat. Kane soll Bankpräsident werden. Aus anfänglicher Bewunderung Rosnovski für Kane wird in Zeiten der wirtschaftlichen Krise Ablehnung. Kane ist das Paradebeispiel für den „American Dream“, die Sehnsucht nach Geld, Erfolg und Macht. Die beiden werden zu erbitternden Gegenspielern, dabei geht es auch neben Macht, Geld und Ansehen auch um persönliche Eitelkeiten.
Die anderen Figuren des Textes sind eher Nebendarsteller, das Buch ist ganz auf die Charaktere und Lebensgeschichte der beiden Nebenbuhler zugeschnitten.
Hier werden die Ausgangsbedingungen des Zwistes erzählt, viele Szenen sind verändert, die jedoch nicht verraten werden sollen. Es ist zugleich auch eine Chronik der Zeiten der Weltwirtschaftskrise und ein Abbild der Gesellschaft und der damaligen Werte, die sich bis heute im Wesentlichen nicht verändert haben. Der Mythos des „American Dream“ ist manchmal abstoßend, in seiner gesamten Negativität dargestellt. Das Gerangel um Macht, Geld und Egoismen wird zwar spannend präsentiert, die Pointierung des Schwarz-Weiß-Denkens ist zu viel des Guten.

20.09.2017 22:41:12
Henriette H.

Natürlich ist dieses Buch ein Trivialroman, aber sehr spannend erzählt. Hier sind die beiden verfeindeten Protagonisten einmal nicht wie meist bei Jeffrey Archer nur gut oder böse, sondern eigentlich ehrenwerte, fleißige und sehr tüchtige Männer. Man versteht als Leser/in nicht so recht, warum die beiden sich einem derart selbstzerstörerischen Hass aufeinander hingeben, besonders wenn man den Schluss des Buches liest. Aber das ist wohl der rote Faden, der sich durch die Handlung zieht.
Sehr berührend sind die Schilderungen der Leiden des polnischen Volkes während des zweiten Weltkrieges.

BEHIND THE DOOR
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