Todesfalle

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • Stockholm: Piratförlaget, 2006, Titel: 'Edward Finnigans upprättelse', Seiten: 421, Originalsprache
  • Frankfurt am Main: Fischer, 2008, Seiten: 380, Übersetzt: Gabriele Haefs

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John Meyer Frey ist Orchestermusiker und spielt auf der Fähre Helsinki–-Stockholm. Eines Abends schlägt er einen betrunkenen Finnen zusammen, der eine Frau belästigt hat. Eigentlich nichts Ungewöhnliches auf diesen Fähren, doch als Kommissar Ewert Grens die Verletzungen des Mannes sieht, ermittelt er wie in einem Mordfall. John wird verhaftet, seine wahre Identität kommt ans Tageslicht: Er hat lange im Todestrakt in einem Gefängnis in Ohio gesessen. Er soll ein Mädchen vergewaltigt und getötet haben. John hat die Tat immer bestritten. Mithilfe zweier Mittelsmänner gelang dem Verurteilten seinerzeit die Flucht. Jahrelang lebte John unerkannt in Schweden, bis Ewert Grens ein unheilvolles Szenario in Gang setzt ...

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Letzte Kommentare:
22.09.2012 11:47:25
Alter Schwede

vorweg: ich bin den düsteren skandinavischen autoren verfallen. ABER: dieses buch (es ist das erste komplette für mich, "Das Biest" habe ich Flieger vergessen) ist, gelinde gesagt grossartig. Kein richtiger Krimi, eher eine Beschreibung vieler Personen und deren Gemüter, welche an diesem Fall beteiligt sind. Es ist eine deutliche Kritik an der von den USA durchgefürten Todesstrafe. Da tritt das Motiv des wahren Täters für mich in den Hintergrund. Ich habe das Buch innerhalb von 2 Tagen auf einer Reise gelesen, die letzte Seite noch am Gepäckband im Flughafen.

18.01.2011 16:31:32
martin

vorweg: ich bin den düsteren skandinavischen autoren verfallen. ABER: dieses buch (es ist das erste, das ich von diesen autoren gelesen habe) ist, gelinde gesagt, eine einzige enttäuschung. ständig sich wiederholende und langatmige beschreibungen und erklärungen, ein (für mich) absolut nicht nachvollziehbares motiv des wahren täters; ärzte, die einem todeskandidaten zur flucht verhelfen und dann unter anderem namen und neuen zulassungen arbeiten (jaja, geht alles eh ganz einfach...). eher oberflächliche gesellschaftskritik (gesellschaftskritik ist ja eine der stärken der skandinavier) - bis aufs thema todesstrafe.
zum "positiven": die letzten wochen eines zum tode verurteilten gefangenen werden eindringlich geschildert - und haben wirklich eindruck hinterlassen. das ende ist einfach nur unlogisch und an den haaren herbeigezogen. schade um die zeit.