Selbs Betrug

Erschienen: Januar 1992

Bibliographische Angaben

  • Zürich: Diogenes, 1992, Seiten: 298, Originalsprache
  • Zürich: Diogenes, 1994, Seiten: 298, Originalsprache
  • Zürich: Diogenes, 2002, Seiten: 7, Übersetzt: Hans Korte
  • Zürich: Diogenes, 2008, Seiten: 349, Originalsprache

Couch-Wertung:

62°

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

1 x 91°-100°
1 x 81°-90°
1 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:89
V:2
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":1,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":1,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":1}
Peter Kümmel
Ein ansprechender Roman, der aus der Krimi-Einheitskost hervorsticht

Buch-Rezension von Peter Kümmel Mai 2003

In seinem zweiten Fall (nach Selbs Justiz) erhält Selb vom Ministerialdirigent Salger aus Bonn telefonisch den Auftrag, nach seiner Tochter Leonore, genannt Leo, zu suchen, die seit eineiger Zeit verschwunden ist.

Eine Spur führt ihn in ein psychiatrisches Krankenhaus. Hier soll Leo als Patientin gewesen sein, bis sie durch einen Unfall ums Leben kam. Doch außer ihrem behandelnden Arzt, Doktor Wendt, weiß niemand von diesem Unfall. Und genau diesen Doktor Wendt findet Selb wenig später erschossen auf.

Selb findet heraus, dass sein Auftraggeber gar nicht Leos Vater ist und daß Leo angeblich wegen eines terroristischen Anschlags polizeilich gesucht wird. Schließlich findet er Leo selber und verhilft ihr zur Flucht ins Ausland.

Nach Schlinks "Liebesfluchten" war ich gespannt, wie sich denn ein Kriminalroman des vielgelobten deutschen Schriftstellers Bernhard Schlink lesen lässt. Durch die nüchterne und sachliche Schreibweise ist der Autor hier klar wieder zu erkennen. Die Ironie, die auch in den "Liebesfluchten" ansatzweise vorhanden war, tritt hier sehr deutlich zutage. Nicht unbedingt im eigentlichen Sinne humorvoll geschrieben setzt Schlink doch oft gezielt seine trockenen Pointen.

Die recht eigenwillige Figur des Privatdetektivs Gerhard Selb bietet Schlink hinreichend Möglichkeiten, das Geschehen zu gestalten. Dabei wirken die nicht immer ganz gesetzestreuen Handlungen des Detektivs oft nicht recht glaubhaft. Dem Leser fehlt manchmal das Verständnis für Schlinks Logik.

Diese Handlungen, von denen Selb selbst weiß, dass sie nicht gesetzeskonform sind, die er aber trotzdem als richtig ansieht, versucht Schlink als Transformation von Selbs Nazi-Vergangenheit auf die Gegenwart zu sehen.

So wie Selb nicht ausschließlich als der Gute in dem Roman dasteht, sind die Bösen auch nicht das total Schlechte. Wie schon in "Liebesfluchten" gibt es bei Schlink nicht das reine Schwarz-Weiß-Denken, wie es oft für Kriminalromane hergenommen wird. Alle Figuren haben ihre guten und schlechten Seiten.

Die sehr kurzen Kapitel, im Schnitt etwa vier Seiten lang, hemmen am Anfang etwas den Lesefluß, dies gibt sich jedoch gegen Ende des Romans.

Eine angenehme Abwechslung bietet ein Roman, der in vertrauter Umgebung spielt. So lässt sich durch die genaue Beschreibungen auch einzelner Ortschaften gut nachvollziehen, welche Wege Selb im Raum Mannheim/Heidelberg sowie in der Bonner Gegend zurücklegt. Dies gibt dem Leser eher Gelegenheit, sich in die Szene hineinzuversetzen als ein amerikanischer Krimi.

Schlink wird wohl niemals zu meinen bevorzugten Schriftstellern gehören. Dennoch ein durchaus ansprechender Roman, der aus der Krimi-Einheitskost hervorsticht.

Selbs Betrug

Selbs Betrug

Deine Meinung zu »Selbs Betrug«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
07.03.2017 14:40:20
Adjudant Hans

Deze komment slaat nergens op broer, die gouverneur henkjan IV is echt kaulo homo, slet wat is dit nou voor bullshit. voorderest is het wel een aardig knulletje zonder teelballen dat wel haha is wel jammer soms. voorderest ga ik niet meer praten was verder wel prima top boekje oudoe groeten uit krabbegat a drerrie

07.03.2017 14:35:39
Gouverneur Henk-Jan IV

hard boek a drerrie. goeie shit ik zweer het man. haha. ik heb wel genoten ik zeg eerlijk. vraag maar aan mijn drerrie jay hij zegt die ook a mattie. faka kees so naar jou en naar me broeders in jilla. so naar al me strijders die t niet hebben gemaakt op juvenaat. so naar thijs gijs nika zoe luuk allemaal a maat, wel hard boek

18.03.2014 11:34:14
Darix

Manchmal macht es richtig Freude, ältere Krimipreisträger erneut zu lesen.
Selbs sucht die Studentin Leo und landet im ehemaligen Terroristen, RAF– Geheindienst Umfeld. Ein gelungener Rückblick auf die Nachkriegsvergangenheit unser Republik.Schlink versteht es gekonnt den Leser mit seinem lakonischen, präzisen Stil zu fesseln. der Plot ist Klasse, im Finale wirkt er etwas verworren, konstruiert.
Die Figur des Privatdetektivs Selbs ist ausgewogen, mit Zweifeln versehen.Er reflektiert seine eigene Vergangenheit als Staatsanwalt und nunmehr als Privatdetektiv gegenüber den Auswirkungen des Terrorismuses aus RAF Zeiten. Ein gelungenes Werk von einem deutschsprachigen Krimiautor.

17.03.2014 13:28:43
clem

Ich, nein wir waren zu fünft im Auto und fanden das Hörbuch spitze. Manchmal waren die Charaktere zu schnell erzählt und man kam durcheinander, wenn man sich nicht ganz konzentrierte. Aber alles in Allem ein tolles Buch. Ganz toll aber der Vor-Leser HANS KORTE! Himmlisch wie er vorliest!

mehrkann ich nciht schreibenmehrkann ich nciht schreibenmehrkann ich nciht schreibenmehrkann ich nciht schreibenmehrkann ich nciht schreibenmehrkann ich nciht schreibenmehrkann ich nciht schreibenmehrkann ich nciht schreibenmehrkann ich nciht schreibenmehrkann ich nciht schreibenmehrkann ich nciht schreibenmehrkann ich nciht schreibenmehrkann ich nciht schreibenmehrkann ich nciht schreibenmehrkann ich nciht schreibenmehrkann ich nciht schreibenmehrkann ich nciht schreibenmehrkann ich nciht schreibenmehrkann ich nciht schreibenmehrkann ich nciht schreibenmehrkann ich nciht schreibenmehrkann ich nciht schreibenmehrkann ich nciht schreiben

26.01.2008 09:02:38
Alex W.

Ich finde dieses Buch aus der "Selb"-Reihe hervorragend.

Zum einen der regionale Bezug (die Geschichten finden allesamt größtenteils in Deutschland statt...), bei dem man sich genau vorstellen kann, wo sich Selb gerade befindet. Dann die Beschreibung und die Unperfektheit der Charaktere. Kein Superheld, der aussieht wie Brad Pitt und Spitzensportler ist, sondern äußerlich an Mann wie viele. Nur erlebt hat er viel und findet neben dem Lösen der Fälle immer noch genügend Gelegenheit, dass Leben in vollen Zügen zu genießen. Er löst die Fälle, während er dem Leser immer sympathischer wird und Bernhard Schlink gelingt es dabei, die Spannungskurve trotzdem aufrecht zu erhalten! Super Buch, auch für Lesemuffel ;-)

05.07.2007 00:57:55
nicht-selbs(t)-verständlich

Hallo alle,

Könnte jemand Isidoro Cirión's Frage antworten, bitte?
Ich bin leider nicht fähig dazu.
Danke!

Und ich habe eine andere Frage: warum muss man ein Zeichen-minimum unbedigt schreiben um hier eine Message zu abschicken?

25.05.2007 13:01:33
isidoro cirion

Ich lerne Deutsch als Fremdsprache und habe schon in der Sprachschule ,Selbs Justiz' und ,Selbs Betrug' gelesen. Obwohl ich Schwierigkeiten alles zu verstehen gehabt habe, haben die beide Bücher mir gut gefallen. Trotzdem finde ich verschiedene Aspekte dieses Detektives einfach unglaublich, und manchmal lächerlich, obwohl es sein könnte, das wäre ausgerechnet die Absicht des Autors. Persönlich lese ich lieber Jonatahn Swift und Raymond Chandler, aber man muss zugeben, ,Selbs Betrug' ist voll von Ironie und Humor. Außerdem ist es ein guter Zugang für einen Fremden und Deutschlerner, um mehr über Deutschland und die Deutschen zu erfahren und verstehen.
Nur eine Frage. Der Leiter des Landeskrankenhauses erzählt Selb eine Anekdote über einen Haifisch, der sich wie ein Delphin verhält, bis er "verrückt" wird, und sich wie ein echter Haifisch verhält. Kann es wahr sein? Danke schön

27.11.2004 00:10:45
montse ferrer

Estoy leyendo una novela de Schlink, L´ENGANY D´EN SELB, y me está resultando muy interesante. La lengua y cultura alemanas me atraen. Así que no pierdo ocasión de leer literatura alemana.
Lástima que no pueda leer literatura alemana en la propia lengua, pero sé muy poquito. Algún día aprenderé.

20.02.2004 20:01:51
Anja S.

Mein Lieblingsbuch aus der Selb Trilogie. Intelligente Handlung, witzig und selbs-ironisch geschrieben, mit einem klugen Plot.

19.06.2003 18:32:53
kue

Ein Krimi, der gut ansetzt und sich im ersten Teil gut und flüssig entwickelt. Sobald Selb aber von seiner Flucht mit Leonore wieder zurück in Deutschland war, hatte ich beinahe den Eindruck ein anderes Buch zu lesen.

Die Auflösung des Falles erschien mir sowas von konstruiert, dass ich mehr als nur einmal heftig den Kopf schütteln musste. Die Ermittlungen im Mordfall sind fad und können die Leser nicht fesseln. Und auch wenn Schlink noch krampfhaft eine Erklärung dafür finden kann, wieso ein Anschlag von den Behörden verschwiegen werden konnte, ist die Begründung, weswegen Selb überhaupt erst auf die Suche nach Leonore geschickt wurde absoluter Schwachsinn. Hieran krampft für mich die ganze Handlung.

Von diesen inhaltlichen Schwächen abgesehen, hat Schlink einen sehr angenehmen Erzählstil. Er hält sich nicht mit seitenlangen Dialogen auf und verliert sich auch nicht in endlosen Beschreibungen von Landschaft und Panorama. Die Handlung entwickelt sich schnell, wirkt an keiner Stelle unnötig aufgebläht. Die krimi-couch-Wertung halte ich für angemessen.

19.06.2003 15:55:15
manfred

wer kann mir helfen eine charakteristik über so einen verschollenen "Leemann" zu finden? (selbsbetrug)
ich wäre sehr dankbar darüber

21.04.2003 12:56:38
Dirk Walter

Ich will nicht sagen, dass mir "Selbs betrug" insgesamt misslungen erscheint. Aber Schlink macht sein Detektivfigur auf unrealistische Weise interessant:
Was soll das für ein 69jähriger sein, der eine Freundin hat, die noch eventuell mit Kindersegen rechnet?
Und hat eigentlich nie jemand nachgerechnet? Selb soll 1992 etwa 69 Jahre alt sein. Dann wäre er 1942 als Nazi-Staatsanwalt 19 gewesen! Muss man die NS-Vergangenheit so unlogisch herbeiquälen, um per Konjunkturmasche den "besonderen Krimi" zu schreiben?

07.04.2003 16:30:30
Marcel

Klasse Buch! Hab mein Referat in Deutsch darüber geschrieben!!! Coole Handlung!

27.02.2003 11:07:46
joe the guitar

Meine Schüler (13. Klasse) waren einfach begeistert von dem Roman "Selbs Betrug"! Ich konnte sie kaum vom Lesen abhalten und merkte schnell, wie fasziniert sie von der Figur des privaten Ermittlers Selb und der raffinierten Handlung waren.
Ich bin mir sicher, dass sie alle schnellstmöglich auch die übrigen Romane Schlinks lesen werden!

Auch ich ließ mich vom investigativen Geist Selbs und seiner einzigartigen Erzählweise in mir unbekannte Welten führen!

Joe the Guitar

27.02.2003 11:07:09
fitnesstom

der protagonist selb fasziniert mich total.sein cooles auftreten und seine gutes aussehen machen ihn sehr sypathisch.ich wäre sehr gerne seine tochter(noch lieber hätte ich ein erdmännchen)
narri narro euer fitnesstom

27.02.2003 11:07:09
FHM

Dies ist ein recht unterhaltsames Buch, mit interessanter Hauptperson die durch ihre menschliche Art symphatisch wirkt, und auch wenn die Handlung teilweise ein wenig weit hergeholt scheint.
Trotzdem geizt der Autor nicht mit Spannungeffekten und mysteriösen Begebenheiten die den Leser fesseln. Auch wenn das Ende nicht sehr überraschend wirkt, ist es immer wieder eine nette Lektüre für zwsichendurch.
Tufftuff

27.02.2003 11:04:21
und dieser Klaus Kinski

Dieser Krimi erfreut den Leser mit einem authentischen Protagonisten, einer lebhaften, spannenden Geschichte.Selb ist ein Privatdetektiv, mit dem man sich oft sehr gut identifizieren kann.Obwohl oder gerade wegen seinen ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden wird einem dieser "alte Hase" sehr schnell sympathisch.Ich kann diesen Detektiv-Roman nur empfehlen!!

27.02.2003 11:03:15
Verena & Jana

Der Krimi "Selbs Betrug" ist ein unterhaltsamer Roman über einen Detektiv, der auf spannende Weise einen Fall löst, der auch in der heutigen Zeit von Brisanz ist. Er ermittelt im Falle eines Verschwindens, doch im laufe der Zeit stellt sich heraus, dass es sich um einen Terroranschlag handelt, der geschickt vertuscht wurde. Selb ermittelt mit Feingefühl und Charme und geht auch persönliche Risiken ein, um den Fall zu lösen. Alles in allem ein gut zu lesendes Buch.

27.02.2003 11:03:15
Kili

Mir war Herr Selb sehr sympathisch.Allerdings wirken die Zufälle,welche erst die Aufklärung des Falls ermöglichen sowie die Art der Ermittlung teilweise sehr gestellt.

27.02.2003 11:03:13
Ernie und Bert

Es ist ein außerordentlich gutes Buch, das dank seiner kurzen Kapitel leicht zu lesen ist und die nötige Spannung erzeugt.
Selb wird als Mann dargestellt, der dem Leser durch seine Art den Fall zu lösen sofort sympathisch erscheint.
Auch wenn man sich kurz vor Schluß schon denken kann, wer der Mörder ist, liest man es trotzdem gerne fertig.

27.02.2003 11:01:54
Cosmo

Es wird bald eine kongeniale Verfilmung vom K. geben, die einfach nur klasse ist und sich sehn lässt! Die Hauptdarsteller sind spitze, besonders Herr Höfele kommt der Rolle des selbs-gerechten Detektivs sehr entgegen. Und der Blum nervt man wieder.

27.02.2003 10:59:56
Cosmo

Tolles Buch!

27.02.2003 10:58:46
Marisa

Anke ist doof

06.01.2003 23:34:46
F.-W. Heumann

Dieser Kriminalroman ist das beste, was ich in den letzten Jahren gelesen habe. die Figur des Privatdetektivs steht in einem seltsamen Kontrast zur Persönlichkeit des Autors, der als angesehener Jurist in dieser Figur seine andere Seite auslebt, nämlich die den menschelnden Juristen, ohne die es einfach nicht geht.

23.09.2002 22:23:45
Georg Dignös

Keine Frage, daß Schlink einen knappen, präzisen Stil schreibt. Es gibt bei ihm (fast) keine abgenutzten Redens/Schreibarten. Man spürt den Juristen. Aber der Plot seiner Geschichte wird nach anfänglich gutem Spannungsaufbau mehr und mehr uninteressant. Die Frage, wer der Mörder ist, ließ mich ab Mitte des Buches kalt. Die Liebesgeschichte des alternden Detektivs mit der jungen Exterroristin bleibt allzu verhalten, als daß man sich als Leser innerlich beteiligen möchte. Im Übrigen: Philip Marlowe aus Chandlers Klassikern läßt grüßen.