Selbs Justiz

Erschienen: Januar 1987

Bibliographische Angaben

  • Zürich: Diogenes, 1987, Seiten: 298, Originalsprache
  • Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2002, Seiten: 7, Übersetzt: Hans Korte
  • München: Süddeutsche Zeitung, 2006, Seiten: 220, Originalsprache
  • Zürich: Diogenes, 2011, Seiten: 7, Übersetzt: Hans Korte

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Peter Kümmel
Sympathisch: die Natürlichkeit der Charaktere

Buch-Rezension von Peter Kümmel Mai 2003

Selbs alter Schulfreund Korten ist Direktor der Rheinischen Chemiewerke (RCW) in Ludwigshafen. Koten erteilt Selb den Auftrag, herauszufinden, wer der Verursacher für die Unregelmäßigkeiten im Computernetz der Firma ist. Einigen Mitarbeitern wird zuviel Gehalt überwiesen, die Bestellung von hundert Rhesusaffen wurde auf hunderttausend geändert und ähnliche Kleinigkeiten stören den Geschäftsablauf. Verdächtigt wird der Mitarbeiter Schneider, nachdem dessen Spielschulden bekannt wurden. Eine Explosion in Schneiders Labor, bei dem Selb leicht verletzt wird, verstärkt den Verdacht, zumal Schneider gerade an diesem Tag abwesend war. Als sich Schneider erhängt, gilt der Fall als gelöst und Selb wird von seinen Ermittlungen entbunden. Doch wenig später geschehen weitere unbefugte Computer-Zugriffe, Selb ist weider im Geschäft.

Als Selb feststellt, dass zur Emissionsdatenerfassung eine externe Firma an das Computernetz angeschlossen ist, verlagert er seine Ermittlungen in diese Richtung. Als Journalist getarnt lässt er sich dort von dem sympathischen und sehr fähigen Mitarbeiter Peter Mischkey über alle Einzelheiten informieren. Schon recht schnell wird ihm klar, dass Mischkey sein Mann ist. Er beobachtet ihn und stellt fest, dass er mit Frau Buchendorff, einer Sekretärin der RCW eng befreundet ist. Mit einem Trick stellt Selb den Täter.

Als Selb nach Abschluß der Ermittlungen aus seinem Griechenland-Urlaub zurückkehrt, erwartet ihn ein neuer Fall. Frau Buchendorff beauftragt ihn, Ermittlungen über den Unfalltod von Peter Mischkey anzustellen. Sie glaubt, dass er ermordet wurde.

Was den Roman so sympathisch macht, ist die Natürlichkeit der handelnden Personen. Alles Leute mit zumindest einem kleinen Spleen, wie ihn fast jeder hat. Vielleicht bei Selb, der seinen Weihnachtsbaum immer etwas unkonventionell schmückt, diesmal mit leeren Ölsardinendosen, etwas dick aufgetragen, aber gerade das macht ihn so liebenswert.

Zudem spielt der Roman in einem realen Gebiet, das sicher viele Leser persönlich kennen und so gut nachvollziehen können, wo sich der Detektiv bewegt. Wohnhaft in Mannheim führen ihn seine Fälle meist in der Gegend zwischen Ludwigshafen und Heidelberg kreuz und quer hin und her. Dabei werden sogar Straßennamen und markante Punkte erwähnt, so daß der Ortskundige das Geschehen genau mitverfolgen kann. Diesmal muß er für die Lösung seiner Fälle sogar Abstecher nach Amerika, nach Frankreich und zum Lago Maggiore machen.

Ebenfalls positiv, dass das Leben eines Privatdetektivs hier einigermaßen realistisch dargestellt wird. Es geht nicht nur um einen Kriminalfall. Selb hat natürlich zwischendurch auch andere Fälle zu lösen und nicht alle führen zu einem positiven Abschluß. Auch sein Privatleben kommt nicht zu kurz. Es nimmt sogar einen relativ zentralen Teil der Handlung ein. Durch den ständigen Wechsel zwischen Privatleben und seiner Arbeit wirkt jedoch das Geschehen ab und an etwas zerrissen.

Schlinks Schreibweise ist nicht so, wie man sie von einem Juristen erwarten würde. Seine Sätze sind meist kurz, doch oft mit Ironie und kleinen Pointen versehen. Da der Leser immer nah am Geschehen ist, ist das Buch sehr leicht und flüssig lesbar. Kurze Kapitel sorgen zudem dafür, dass man noch eines und dann noch eines liest und somit schnell mit dem Roman durch ist.

Vom Kriminalistischen her ist die Logik nicht immer nachzuvollziehen. Die Figur des Detektivs Selb lebt oft von seinen Ahnungen und Mutmaßungen, weniger von logischen Schlüssen und klaren Beweisen. Und wie in "Selbs Betrug" spielt auch hier wieder die Vergangenheit, in der Selb Staatsanwalt im Nazi-Regime war, eine große Rolle. Schlink gibt dem Leser dabei einige Anregungen, über die Handlungen der Menschen in dieser Zeit nachzudenken, ohne jedoch dabei großartig in die Tiefe zu gehen.

Dieser Selb ist eine nette Abwechslung gegenüber amerikanischen oder englischen Krimi-Helden.

Selbs Justiz

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Letzte Kommentare:
12.09.2013 22:39:03
Darix

Der Privatdetektiv Gerhard Selb wird in einem Mannheimer Chemieunternehmen beauftragt einen Hacker zu finden. Ende der 80er Jahre, in dem der Roman von Schlink/Popp spielt war dies noch nicht ein so häufiges Phänomen. Sehr beeindruckend mit welchen „technischen Weitblick“ die Autoren agierten. Die Einbindung der jüngeren deutschen Geschichte, die äußerst verständliche und präzise Sprache ermöglicht ein Lesevergnügen, worüber nur wenige deutschsprachige Wortakrobaten verfügen. Und dies ohne Rechthaberei, es fehlt auch jegliche gut gemeinte „Belehrsamkeit“.
Im Hauptstrang ermittelt Privatdetektiv Selbs, ein ehemaliger Nazi-Staatsanwalt bei seinem Jugendfreund und Mannheimer Großindustriellen. Selbs arbeitet nicht ausschließlich an einem Fall, sondern ermittelt parallel an einem Verdachtsfall von Versicherungsschwindel. Dieser Strang ist im Lesefluss nicht störend sondern eine Ergänzung des Plots. Interessant wirken die persönlichen Reflexionen des ehemaligen Staatsanwalts. Schlink reflektiert über persönliche Schuld, Sühne und Verdrängung. Selbs Justiz ist ein spannender und sehr klar zu lesender Kriminalroman.

17.04.2013 11:06:30
Michelin

Es gibt da zwei Inkonsistenzen, die mir gleich zu Anfang der ersten beiden Romane aufgefallen sind: ein Smogalarm, der zuerst zu Recht, ein paar Seiten später zu Unrecht ausgelöst worden sein soll ("Selbs Justiz"). Und das Altern Selbs im Zeitraum von 5 Jahren (Abstand der beiden ersten Bände) um ein Lebensjahr. Beide Widersprüche lassen sich nicht auflösen. Schlampige Arbeit?

09.07.2010 21:55:39
SukRam

So richtig weiß man nicht, was man von diesem Roman halten soll: Der Protagonist ist sehr sympathisch, seine finstere Vergangenheit als Nazi-Staatsanwalt ein Problem, über das man gern mehr gelesen hätte.
Der Computer-Hacker-Fall und die Versicherungsermittlungen langweilten mich ein wenig, auch wenn sie sich doch von anderen Kriminalromanen unterscheiden.
Was für viele ein klarer Stil ohne sprachliche Verschnörkelungen ist, kann manchen Leser schnell vergraulen.
Lediglich das Ende in bester Richter-und-sein-Henker-Manier finde ich voll und ganz gelungen.

Meine Wertung: 71°

09.07.2010 21:55:12
SukRam

So richtig weiß man nicht, was man von diesem Roman halten soll: Der Protagonist ist sehr sympathisch, seine finstere Vergangenheit als Nazi-Staatsanwalt ein Problem, über das man gern mehr gelesen hätte.
Der Computer-Hacker-Fall und die Versicherungsermittlungen langweilten mich ein wenig, auch wenn sie sich doch von anderen Kriminalromanen unterscheiden.
Was für viele ein klarer Stil ohne sprachliche Verschnörkelungen ist, kann manchen Leser schnell vergraulen.
Lediglich das Ende in bester Richter-und-sein-Henker-Manier finde ich voll und ganz gelungen.

Meine Wertung: 71°

16.06.2010 21:09:54
Larissa

Diese seite hier hat mir sehr geholfen für meine Deutschklausur morgen :) Wir schreiben über das buch eine Textanalyse. Ich finde dieses Buch eigentlich absolut langweilig und öde. Das kann aber auch daran liegen, dass wir es lesen müssen. Vielleicht wäre es wenn man es privat daheim liest besser. Aber das kann ich nicht beurteilen. Für die Schule ist es jedoch absolut unpassend!

02.10.2009 08:29:14
Matthias

Ich finde das Buch ziemlich langweilig, und als Schullektüre noch langweiliger... Pasender wären in der 13. Klasse Schiller o.ä.. vielleicht entspricht mein Kommentar nich eurem Kommentar aber ich finde das Buch schlecht geschrieben und etwas kindlich.
Vielleicht liegt es daran dass ich sowieso Krimis hasse!? :D Nya viel spaß noch

07.04.2009 12:56:15
detno

Ausnahmsweise mache ich es mir sehr einfach und zitiere Peter Kümmel (siehe oben):

"Schlinks Schreibweise ist nicht so, wie man sie von einem Juristen erwarten würde. Seine Sätze sind meist kurz, doch oft mit Ironie und kleinen Pointen versehen. Da der Leser immer nah am Geschehen ist, ist das Buch sehr leicht und flüssig lesbar".

Abzüge gebe ich, weil mich der Schluss nicht so recht überzeugen konnte.
"Selbs Justiz", da könnte man auch noch das "T" einfügen.
75°

23.02.2008 16:41:14
attujna

den inhalt des buches fand ich einfach großartig! die rückblenden auf eine anders gestaltete politische zeit fand ich neutral und wertfrei, konnte mir daher selbst ein urteil machen. schade, dass solche männer mit so einem aufregenden berufsleben nicht wirklich existieren. als schullektüre finde ich sie eher unpassend, aber wer weiss.
alles in allem waren es unterhaltsame stunden während des lesens, kann es nur weiterempfehlen.

26.01.2008 09:00:38
Alex W.

Ich finde dieses Buch aus der "Selb"-Reihe hervorragend.

Zum einen der regionale Bezug (die Geschichten finden allesamt größtenteils in Deutschland statt...), bei dem man sich genau vorstellen kann, wo sich Selb gerade befindet. Dann die Beschreibung und die Unperfektheit der Charaktere. Kein Superheld, der aussieht wie Brad Pitt und Spitzensportler ist, sondern äußerlich an Mann wie viele. Nur erlebt hat er viel und findet neben dem Lösen der Fälle immer noch genügend Gelegenheit, dass Leben in vollen Zügen zu genießen. Er löst die Fälle, während er dem Leser immer sympathischer wird und Bernhard Schlink gelingt es dabei, die Spannungskurve trotzdem aufrecht zu erhalten! Super Buch, auch für Lesemuffel ;-)
Fragt sich nur: Wann wird die Reihe fortgesetzt???

16.01.2008 18:00:06
Jennifer

Auf welcher Schule bist du denn, Nina?
Ich fand das Buch eigentlich ganz ok. Die Personen sind sehr realistisch beschrieben und auch die Geschichte insgesamt finde ich sehr anprechend.

07.01.2008 15:53:21
nina

dieses buch mussten wir in der schule lesen und es ist so langweilig, nervig und uninteressant, dass ich jeden der es freiwillig liest für verrückt erklären würde ;)

23.08.2005 22:18:44
sigi

die Art wie Selb schreibt ist einfach genial. knapp, vielleicht sogar etwas spröde, kurze Stätze aber doch interessant. die "Selbs-Reihe" finde ich einfach genial. Gerhard Selb wächst einem durch seine etwas komische, halb traurig halb witzige Art richtig ans Herz!
nur weiter so!!

02.01.2005 21:15:23
Minka

Fand das Buch spannender, als ich es vorher erwartet hatte. Ich finde jedoch, dass die Bewältigung der Vergangenheit nicht wirklich vorhanden ist bzw. nur oberflächlich thematisiert wird. Kaum Gedanken oder Gefühle. Nur "er war einmal..." und "wollte nicht mehr...". Viele sehen das anders, aber ich verstehe nicht, warum. Warum?

Noch was: Wer kann mir sagen, was die typische "Selbsche Art" ausmacht? Brauche das für eine Belegarbeit und bin mir nicht sicher, ob ich alles habe...

01.01.2005 21:11:20
Fareshta

ich finde das Buch sehr interessant, jedoch gibt es stellen die einem sehr merkwürdig erscheinen. Doch es ist sehr real man hat eine gewisse Vorstellung, da man vielleicht selber änliche Erfahrungen erlebt hat. Im moment mache ich mein Fachabitur, muss dieses Buch in den Ferien bearbeiten. Am 12.01.05 muss ich es dann Vorstellen. Drückt mir die DAumen viel Spaß beim lesen.
Fareshta

31.12.2004 17:42:36
k.d.

Wieder ein aussergewöhnliches Buch aus Schlinks Repertoire, mit authentischen Schauplätzen, liebenswert allein durch die menschliche Gestalt des Selb. Am Ende trotzdem ein Stück Bewältigung deutscher Geschichte, weit über die "Fabrikebene" hinaus. Hat mir richtig Spass gemacht, schon 2mal weiterverschenkt.

27.07.2004 03:17:47
Gerhard Fuetterer

Ich lebe im Ausland und habe das Buch von einer ehemaligen Schulkamaradin aus 1945-49 empfohlen bekommen.
Las echter Mannheimer war deises Buch natuerlich fuer mich ein echtes Erlebnis und Wiedererkennung vieler Plaetze, die ich nach 27 jaehriger Abwesenheit aus Mannheim erlesen konnte.
Selbs Justiz ist jedoch nicht nur aus diesem Grunde lesenswert ich kann diese Buch nur weiterempfehlen und hoffe, dass ich noch weitere Buecher dieses Schriftstellers zur Hand bekommen kann

24.05.2004 16:14:24
Zürcher

Ich habe das buch ebenfalls für einen deutschvortrag gelesen und bin ebenfalls durch den vorleser auf schlink aufmerksam geworden. es gab auch in selbs justiz einige parallelen zum vorleser im bezug auf die nazivergangenheit. ich find es sehr interessant wie er dies thematisiert und dem leser raum für eigene gedanken lässt. besonders gut gefällt mir sein schreibstil und seinen sarkasmus welchen er immer wieder durchschiemmern lässt. würde das buch auf jedenfall weiterempfehlen!!

27.04.2004 09:50:28
*wayn*

Ich musste das Buch für die schule lesen und fand es, nicht nur weil der Lerhrer es ausgesucht hat, sondern auch vom Inhalt und der Spannung her nicht gerade gut. Ich hab schon wirklich spannende Krimis gelesen... aber sowas... naja. Ist wohl eher ein "Krimmichen"....

16.03.2004 16:55:33
fabolousc

Ich fand das Buch eigentlich nicht schlecht! Es ist zwar mit dem "Vorleser" nicht zu vergleichen, aber dennoch lesenswert! Es geht auch gut mit dem Thema Nationalsozialismus um! Wer Spaß an Kriminalromanen hat und am besten noch aus Mannheim oder Umgebung kommt sollte dieses Buch lesen!

10.03.2004 13:16:44
Matthias

Das Buch ist unterhaltsam und das Lesen macht Spaß. Jedoch finde ich es es wenig anspruchsvoll und eher seicht. Mich stören oft Wortwahl und Satzbau; manchmal fällt es mir schwer zu glauben, dass Schlink am Schreiben beteiligt war.
Ich bleibe lieber bei meinem schlink´schen Liebling, dem "Vorleser"!

28.01.2004 17:26:55
KiTTiN

Ich finde das Buch ziemlich langweilig. Ich habe wirklich schon bessere Krimis gelesen. Dieser ist langweilig und ohne weitere Spannungen.

18.08.2003 21:59:44
Swen Piper

Ein Krimi wie aus dem Lehrbuch, spannend, humorvoll, mit Tiefgang und ohne Supermänner, die alles besser wissen und können. Dazu der Mannheimer Lokalkolorit. Klasse!

09.07.2003 16:57:51
Anja S.

Ich fand das Buch ganz hervorragend. Sehr intelligent und witzig geschrieben.
95 grad

09.07.2003 04:46:15
Peter

Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Nicht nur Schlinks Stil gefällt mir sehr gut, auch sein trockenes, unangestrengtes Deutsch mag ich sehr. Darüberhinaus wohne ich in der Gegend, in der das Buch spielt und finde die Wahl der Orte äußerst gelungen.

28.05.2003 12:13:22
Tania

Ich werde nächste woche meine mündliche Abiturprüfung über Bernhard Schlink machen und habe auch Selbs Justiz gelesen. Ich denke, dass beide Autoren einen Weg gefunden haben die ""Täterperspektive " dem leser nahe zu bringen.
Gerhard Selb ist mir richtig ans Herz gewachsen!

11.03.2003 20:56:28
König von Mc Donalds

Ich musste das Buch für ne Facharbeit in Deutsch über Kriminalromane lesen und war (obwohl ich ohnehin sehr selten lese) sehr enttäuscht!! Keine Spannung, wenig Action und dazu zum 1000mal das Thema Nationalsozialismus!!! Irgendwann muss doch mal gut sein damit!!!!

16.02.2003 15:11:40
Dominik

Nach dem großartigen und epochemachenden Meisterwerk "Der Vorleser" und dem tiefsinnigen Bänden "Liebesfluchten" fand ich es betrüblich, dass dies bereits alles sein soll, was Selb in der modernen Literatur veröffentlicht hat. Aber aus Lust, von diesem Autor noch mehr zu lesen nahm ich mir dann erstmal den Krimi "Selbs Justiz" vor. Als Kenner und Bewunderer guter Krimis muss ich sagen, dass Schlink und Popp (wer ist das eigentlich?) ein großes Bravourstück abgeliefert haben. Wer nicht auf Krimis steht, aber Schlinks Art zu schreiben schätzt, sei auf jeden Fall auch die "Selb-Reihe" empfohlen. Letztlich ist der Kriminalfall ja nur ein Aufhänger für das "Drumherum". In diesem Fall geht es -wie zumeist bei Schlink- um die Frage nach Schuld, Mitläufertum, Verantwortung und Aufarbeitung der menschlich-privaten und gesellschatlichen Verstrickungen mit der Zeit des Nationalsozialismuses. Wie immer verweigert sich Schlink aber auch einer definitiven Antwort. Ach ja, außerdem gefällt mir, dass Selb ein Leser der "Süddeutschen" ist. Bin gespannt auf weitere Selb-Romane.

17.12.2002 20:45:07
p.diddy

iich finde dieses buch nicht spannend genug und empfehle dies niemanden weiter, weil es sehr langweilig ist. Der Autor schreibt viel zu viel überdie fälle und man hat das gefühl als ob amn so ein buch zum 3 bzw. 4 mal liest