Blut und Knochen

Erschienen: Januar 2009

Bibliographische Angaben

  • London: HarperCollins, 2008, Titel: 'Flesh House', Originalsprache
  • München: Goldmann, 2009, Seiten: 544, Übersetzt: Andreas Jäger

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Lars Schafft
Ein überschwängliches, maßloses Schlacht-Spektakel mit Hintertür

Buch-Rezension von Lars Schafft Mai 2009

Wer diesen Schotten schon einmal live erlebt hat, weiß: Stuart MacBride ist ein Schelm. Sein Humor ist trocken, manchmal derb, oft clever und häufig brachial. Seine Komik ist zudem auch die seiner Krimis. Und das sollte man bei Blut und Knochen (im Original Flesh House) immer im Hinterkopf behalten. Denn so ekelerregend, abstoßend, bluttriefend und schlicht shocking MacBrides vierter Logan-McRae-Fall auch wirken mag - man darf ihn nicht bierernst nehmen. Nie und nimmer.

Blut und Knochen ist auf den ersten Blick nämlich ein ganz gewöhnlicher (nicht harmloser!) Serienmörder-Thriller, wie er heutzutage en masse auf dem Buchmarkt vorkommt. Von der Grundidee ist er so nichtmals originell: 1987 trieb im schottischen Aberdeen "Der Fleischer" sein Unwesen. Diesen Spitznamen hatte er von der Presse schnell, weil er seine Opfer durch die (Schlacht-)Bank weg ausnahm und deren Fleisch in mundgerechte Portionen aufteilte und am Tatort hinterließ. Fiese, ganz, ganz fiese Geschichte, sicherlich. Auf eine lange Karriere konnte "Der Fleischer" glücklicherweise nicht zurückblicken, Ken Wiseman wurde geschnappt und verurteilt - befindet sich jetzt aber wieder auf freiem Fuß. Und es soll nicht lange dauern, bis im Industriehafen Aberdeens das erste menschliche Fleisch auftaucht und für DS Logan McRae und & Co. schlaflose Zeiten anbrechen.

Die nächsten dreihundert Seiten kommen dann erstaunlich bekannt vor und Überraschungen bleiben, zumindest was den Plot angeht, aus - der Modus operandi ist Usus: Ach, in einem Verlies mit Stahlwänden wird munter geschlachtet und zubereitet? Familienangehörige müssen dabei zusehen? Deswegen muss Stuart MacBride so tief in die Effektekiste greifen, dass das Blut förmlich von den Seiten tropft. Allein weil er dies extensiv tut - ja, durchaus bis zum Brechreiz! - verbietet sich ein Vergleich MacBrides mit Ian Rankin, wie ihn wenig einfallsreiche Kritiker schon seit einiger Zeit anstellen.

So weit, so unspektakulär das Schlacht-Spektakel. Aber erinnern wir uns, dass MacBride ein Schelm ist. Natürlich ist ihm bewusst, dass seine Zoten, Pointen und Sprüche umso besser funktionieren, je mehr er dazwischen schockt und Gefühlsextreme auslotet. Letzteres macht der Schotte so überschwänglich und vergnüglich, er überzeichnet das Brutale so enorm, er übertreibt so maßlos, dass man Blut und Knochen als Persiflage auf den Serialkiller-Roman lesen muss.

Denn: Das, was MacBride an bizarren Szenen entwirft, was er für herrlich verschrobene Charaktere zeichnet, ist nicht nur streckenweise zum Schreien komisch (eine ganz besondere Art des britischen Humors vorausgesetzt), sondern dazu auch noch äußerst intelligent. Beispielsweise, wenn Schriftstellerkollege Mark Billingham in Form des Chief Constable Mark Faulds auftaucht. Oder wenn DI Steel, lesbische Vorgesetzte mit dem Charme eines erbrochenen Yorkshire-Puddings, McRae dazu nötigt, am vermeintlichen Tatort einen Maden-befallenen Schafskadaver aus dem Weg zu räumen, weil sich hinter der offensichtlichen Leiche die wahre verbergen müsse - frei nach Reginald Hill und seinem Ermittlerduo Dalziel und Pascoe, die Steel munter-quarzend zitiert. Klare Sache, dass der Kadaver dieses Vorhaben mit einem glatten Kantersieg für sich entscheidet.

Noch abstruser und unpassender für einen Serienmörder-Thriller als Situationskomik wie diese wird es, wenn ein Reporter der BBC McRae und seine Kollegen auf Schritt und Tritt mit seiner Kamera verfolgen darf, die Cops sogar wie Laien-Schauspieler mittendrin ihre Auftritte einüben (wo MacBride die Textform gar Richtung Drehbuch abändert) und sich die Jungs der Grampian Police eine eigene Verfolgungsjagd hinterher gemütlich und mit Schenkelklopfen auf DVD anschauen - eine Verfolgsjagd mit immerhin einem Todesopfer. Nein, das kann nicht für bare Münze gelesen werden und wenn es dies nicht kann, sollte man es auch tunlichst bei der reinen Mörderjagd vermeiden.

Wer Blut und Knochen als Thriller à la Karin Slaughter lesen möchte, kann dies wohlbemerkt tun. Dass mehr als fünfhundert Seiten wie im Nu vergehen, dass sich Nackenhaare sträuben, dass man das Licht beim Lesen möglichst hell einstellt - das sind Ergebnisse davon, dass Stuart MacBride sein Handwerk perfekt beherrscht. Für diejenigen, die seinen vierten McRae-Krimi mit ordentlichem Abstand angehen, bietet Blut und Knochen neben einem makaber-morbiden Nervenkitzel Slapstick der Premier League. Und ganz nebenbei genügend Anreiz dazu, beim nächsten Wochenendeinkauf einen großen Bogen um den Metzger zu machen und dem Gemüsehändler um die Ecke den Vorrang zu geben.

Blut und Knochen

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Letzte Kommentare:
09.12.2015 20:36:04
benfi

'Blut und Knochen' heißt der vierte Roman um Detective Logan McRae aus der Feder von Autor Stuart MacBride, und das nicht zu Unrecht - beides ist hier auf über fünfhundert Seiten Programm. Leider muss ich sagen, dass ich mich mit diesem Werk sehr schwer getan habe. Das hat mehrere Gründe, auf die ich gleich eingehe. Gut gefallen hat mir natürlich, das MacBride im gleichen Stil weiter agiert hat und man den Roman somit sehr flüssig lesen konnte. Dies ist natürlich auch ein Verdienst von dem Übersetzer Andreas Jäger, der alle Werke von dem schottischen Autor übersetzt hat und mit dessen Art und Weise des Schreibens vertraut ist. Die Charaktere sind so dem Stammleser sehr nahe und er fühlt sich direkt wieder unter den Kollegen um DS Logan McRae wohl. Allerdings – und hier startet meine Kritik – sind diese noch verbissener und jähzorniger untereinander und gehen sich wirklich derbe an, dass es nun wirklich weit über dem Grenzmaß an Beleidigungen im Umgangston ist. Es wirkt hier mehr als überzogen und aufgesetzt. Da hatte der Autor in den bisherigen Büchern die Obergrenze gefunden gehabt, hier aber noch einen dicken Batzen draufgelegt. Das Thema um den 'Fleischer' an sich sagte mir persönlich nicht zu; die Art von Gewalt und Zerstückelung wirkte schon recht abstoßend - und ich bin eigentlich im Grusel/Horror Genre groß geworden. Ich weiß nicht, ob es gerade daran lag, dass ich manches mal als Leser glaubte, nicht richtig mitgenommen zu werden und irgendwie meinte, dem Handlungsfaden hinterher zu hängen. Trotzdem hielt mich MacBride an der Stange, und dies geschah, als das tragische Schikasal um DI Insch begann, der bis dato auf den vorherigen Seiten bei mir durch eine absolut überzogene Handlungsweise und Provokation an Bonuspunkten verloren hatte. Doch dann musste ich arg mit ihm fühlen – mehr möchte ich hier aber nicht verraten. Von diesen Seiten an war der Roman auch wieder für mich thematisch nachvollziehbar und ich folgte dem Werk bis zum Ende. Dieses und der Epilog ließ mich aber wieder mit vielen Fragezeichen zurück und ganz allein gelassen. Ich verstehe irgendwie nicht, wie es der Autor meinte. Hier bleibt nur zu hoffen, dass in dem nächsten Roman um Detective Sergeant McRae hier noch einiges geklärt wird … vermutlich wird dieses Thema um den 'Fleischer' aber erst in einem späteren Roman nochmal aufgerollt. Wir Leser werden sehen...
67°

04.06.2014 10:08:08
a.Petri

hammerhart und sehr fesselnd, einerseits abstoßend, andererseit auf die heutige Zeit bezogen auch faszinierend.weil durchaus nachvollziehbar ist, wozu Menschen tatsächlich fähig sind. Trotz aller Grausamkeit witzig und intelligent geschrieben.
Bin begeisterte Thriller - Leserin und den fand ich ausgesprochen gut.
Angelface

04.08.2012 21:58:34
Thias

Hammer toll geschrieben, kein bisserl ekelerregend. Ein Buh ganz nach meinem Geschmack, hätte es am liebsten an einem Stück ganz durch gelesen. Besser geht es glaub ich nicht mehr.Wenn doch, werde ich das Buch sofort kaufen. Fesselnd geschrieben.Würde es aber als FSK18 werten. mit 15 würde ich ein solches Buch nicht lesen wollen.

16.01.2012 19:19:41
Joe

Nachdem ich bisher alle drei Bücher gelesen habe, und sie alle super fand, war ich von diesem regelrecht enttäuscht. Es ist nicht nur ekelerregend, sondern schlicht und einfach langweilig. Ich hatte echt Zweifel, daß dieses Buch vom selben Autor geschrieben wurde, wie die ersten drei. Die an sich gut gezeichneten Charakterer wurde bis ins surreale karrikiert. Ich hoffe nnur, die beiden nächsten Bücher sidn wieder besser.

13.01.2012 16:43:29
Krimitante

wie der titel es schon sagt: blut und knochen (und fleisch), in jedem kapitel, ja fast auf jeder seite. drastisch, heftig und für mich, eindeutig zu viel davon. ich habe mich gefragt wo der mcbride aus den vorgängerbänden, dieser serie, geblieben ist. denn, dass er so viel schiere, unnötige brutalität, nicht nötig hat, hat er dort bewiesen. zudem ist das ende etwas konstruiert. ich werde die folgenden bände nur wegen der ersten beiden lesen. denn er kann´s ja wesentlich besser.- hoffe ich...

09.09.2011 09:40:46
martin

eigentlich ein extrem spannendes und von schwarzem humor durchzogenes buch. eigentlich.
die story ist durchgehend spannend, die charaktere sind schräg gezeichnet.
ABER: die beschreibung der morde (en masse) finde ich so ekelhaft, dass ich mich dazwischen immer gefragt habe, warum ich sowas lese. auch, wenn macbride offenbar das thema serienmörder bis zum geht-nicht-mehr mit seiner speziellen art ausreizen will, bin ich da wirklich an meine grenzen gestoßen.
ohne der maßlosen übertreibung würde ich 95 grad vergeben, so sind es 75 geworden.

15.04.2011 18:27:26
Angela1607

Das ist mein erster MacBride und definitiv nicht der letzte. Die Story ist rasant und spannend, ein bissl weniger Blut hätte es schon sein können, aber das tut der Story keinen Abbruch.

Absolut genial find ich die schrullige Vorgesetzte von Logan, die haut jedem ein paar Sprüche um die Ohren sodass man zwischendurch auch was zu lachen hat :-D

Bis vor ein paar Minuten wußte ich gar nicht dass es eine Reihe von Logan McRae gibt.werd ich mir wohl mal zulegen müssen.

Meine Wertung: 89°

30.12.2010 15:00:28
Schrodo

Als in einem Container im Hafen von Aberdeen menschliche Leichenteile in den Fleischvorräten für eine Bohrinsel gefunden werden, beginnt ein wahrer Alptraum. Offenbar ist der »Fleischer« zurück, ein Killer, der vor vielen Jahren seine Opfer im wahrsten Sinne des Wortes abgeschlachtet hatte. Ken Wiseman war damals zwar gefasst und verurteilt worden, ist seit einiger Zeit aber wieder in Freiheit. Bald werden weitere Leichenteile gefunden, und von einigen offenbar verschleppten Opfern fehlt jede Spur. Nur Unmengen von Blut zeugen von den unvorstellbaren Gräueln, die sich in ihrem Haus zugetragen haben müssen….
Herrlich sarkastisch und überspitzt dargestellte Charaktere, angefangen bei der kettenrauchenden Kampflesbe Steel über den Obercholeriker und Gummibärchen mampfenden Insch, bis hin zum Hauptdarsteller und everyones „Prügelknabe“, Ich-mach’s-jedem-Recht, Logan McRae.
Die reichlich trash-ige Geschichte pflügt mit ziemlichem Tempo durch das Buch. Blut, Knochen und natürlich Leichen gibt’s jede Menge im Verlauf der Story. Es wird gemordet, gemeuchelt und geschlachtet was das Zeug hält. Aber wenn sie nun glauben sie haben hier einen schockierenden, blutigen, abartigen Thriller, so sind sie schon ein wenig auf dem Holzweg. Hört sich alles viel schlimmer an, als es in Wirklichkeit ist. Herr MacBride schafft es mit einer Mischung aus Thriller mit schwarzem Humor und seiner teilweise sehr sarkastisch, ironischen Schreibeweise, das Grauen weitestgehend von den Köpfen der Leser fern zu halten.

19.12.2010 11:54:35
Jenny

Vor weg muss ich sagen, dass ich seit einigen Jahren kaum ein Buch gelesen habe. Ich fand dieses Buch in einem Supermarkt und habe es einfach mit genommen.Blut und Knochen finde ich von anfang bis Ende spannend. Es ist definitv ekeleregend und mich hat es an so einigen Stellen geschaudert. Ich finde den Schreibstil von MacBride einfach nur super und vorallem humorvoll an manchen Stellen. Er hat so eine witzige Beschreibungen, wie z.B. "90cm bebendes Fett" ist mir bis jetzt in Erinnerung geblieben.
Besonders das Ende ist echt super spannend gestaltet. Ich habe teilweise 3-4 Stunden am Stück gelesen, weil ich es einfach nicht weglegen konnte.
Einige bemängeln, dass die Story zu rasant ist, aber genau das mag, man liest immer mehr und schneller, um endlich zu wissen, wie es aus geht! Ich kann dieses Buch einfach nur empfehlen.

02.09.2010 18:10:57
wilson

Die Geschichte kam bei mir ziemlich langsam in fahrt, die letzten hundert Seiten waren aber durchaus spannend, das Ende enttäuschend. Am meisten gestört hat mich, dass ich beim lesen ständig das Gefühl hatte, ich lese die Livebeschreibung einer billigen Krimi-Serie. Zu Trivial, zu platt und statt einer cleveren Geschichte, ein simples aneinanderreihen von zugegeben recht heftigen Schlachterszenen. Den erwähnten \'Slapstick der Premier League\' habe ich nicht wirklich gefunden, hin und wieder ein Lacher, das wars. In Erinnerung bleibt mir das Buch für den wirklich aus dem vollen geschöpften Versuch, das Serienkillerthema bis zum geht nicht zu überreizen.

25.06.2010 15:53:38
Anja

Bei diesem Buch war es vielleicht von Vorteil, dass ich Vegetarierin bin (-:
Für mich ist ein Buch immer dann genial, wenn ich es nicht mehr aus den Händen legen kann. Bei diesem war das der Fall und wenn mir nachts nicht die Augen zugefallen wären, dann hätte ich es auch schneller fertig gelesen gehabt. Für mich war es der 4. MacBride und ich reue mich schon jetzt auf den nächsten. Ich lese die Bücher gerne in chronologischer Reihenfolge und auch bei dieser Reihe empfiehlt sich das sehr. Ich kann mir, durch die genaue Beschreibung der Charaktere, die Personen sehr gut vorstellen. Rankin ist genial und MacBride kommt sehr Nahe an ihn ran.

08.01.2010 14:21:03
fuchs72

Blut und Knochen ist mein erster Roman von Stuart McBride, und auch einer der wenigen Thriller, die ich bisher gelesen habe. Zugegeben, anfangs hab ich es bereut, die Buchempfehlung angenommen zu haben, die Beschreibung war mir doch etwas zu blutig. Normalerweise esse ich gern was beim Lesen. Das hab ich hier gelassen. Doch die Spannung war so groß, dass ich das Buch einfach nicht weglegen konnte. Besonders interessant finde ich, dass es in so einer Geschichte trotzdem Passagen gibt, über die man herzlich lachen kann. Vielleicht ist das aber auch nur die aufgestaute Hysterie. Mir gefiel am Besten der abschließende Kommentar von Insch zum Bild von Margareth Thatcher. Zeitweise habe ich etwas den Überblick über die Opfer verloren, zum Wer und Wann, aber das liegt vielleicht daran, dass ich das Buch zu schnell gelesen habe, um endlich voranzukommen und somit zum wahren Täter. Und das finde ich das Spannende daran, man muss ständig seine Meinung revidieren, wer dafür in Frage kommt. Es ist doch langweilig, wenn man schon von Anfang an weiß, dass am Ende "immer der Gärtner der Mörder ist". Und ich weiß es noch immer nicht, denn ich bin noch nicht ganz durch. Aber ich werde auf alle Fälle auch die anderen drei Bücher des Autors lesen, mit der vagen Hoffnung, dass sie vielleicht nicht ganz so anschaulich mit roter Farbe gemalt sind.

01.01.2010 22:12:15
mineline

Geniales Buch. Spannung bis zum Schluß und endlich nach langem wieder ein Buch, wo man nicht gleich im dritten Kapitel weiß, wer nun wirklich der Mörder ist.
Es ist richtig, das wahnsinnig viel Blut fließt, aber ich glaube, damit ist zu rechnen, wenn man den Titel betrachtet.
Also, ich bin endlos begeistert und fast traurig, das ich bereits mit Blut und Knochen fertig bin.

10.12.2009 16:57:02
bandilla

Wenn ich mir die Kurzerklärung des Buches durchlese, wundert mich die Überraschung der Kritiker. 500 Seiten wie im Flug. Ein Inspektor der eben nicht cool ist, sondern akribisch trotz seiner Vorgesetzten. Und eine Szenerie die einem den Magen umdreht.- Was will man mehr von einem Roman, das reale Leben ist anders. Gott sei Dank.

02.12.2009 15:01:35
Lesemolch

Hier wurde meiner Meinung nach übertrieben und zwar in verschiedener Hinsicht. Die Figuren sind nicht mehr nachvollziehbar - einfach übertrieben. Die Polizei wird so dargestellt, dass es schwerfällt, Sympathien zu entwickeln.
Es fließt für meinen Geschmack zu viel Blut. Da ist die Grenze des Erträglichen schon arg strapaziert.
Dann fehlt dem Krimi die Anforderung an den Leser, selbst ein wenig mit aufzuklären, was einen Krimi für mich erst interessant macht. Der Autor behält die Auflösung knallhart für sich bis zum Schluss. Und der kommt in Form eines "Deus ex machina", was keinem Krimi wirklich zugute kommt.
Eigentlich schade.
Ich habe von dem Autor bereits ein Vorgänger-Buch gelesen, deshalb würde ich sagen, er kann mehr.

30.11.2009 09:23:38
koepper

Das Buch ist ein Knaller. Stuart MacBride watet im Blut. Reihenweise werden Menschen im wahrsten Sinn des Wortes geschlachtet und die Ermittler tappen lange im Dunkeln. "Blut und Knochen" hat einen gewissen Ekelfakor. Allerdings macht der grandiose Humor von MacBride das Lesen zu einem absoluten Vergnügen. Er hat wieder eine Truppe skurriler Menschen in dem Krimi untergebracht und z.T. hat das Geschehen slapstikhafte Züge. Dennoch ist Blut und Knochen von der ersten Seite bis zum Ende sehr spannend. Mac Bride hält das Tempo hoch und fesselt. Ich kann dieses Buch sehr empfehlen.

17.11.2009 20:24:16
Britta

Also- ich habe das Buch im Urlaub gelesen -gottseidank gibt es in Portugal viel Fisch-un dfand es ziemlich schaurig.Irgendwann nahm das Fleisch und die Kocherei damit überhand -die Details hätte man vielleicht nicht so ausschmücken müssen -und ich mußte mich sehr konzentrieren auf das"wer mit wem und warum"Die ersten 3 Bücher haben mir besser gefallen-aber mal etwas anderes war es sicher.

16.11.2009 00:06:46
NomisBlackPearl

Eine sehr brutale und schauerliche Story, sehr brutal und eigentlich die ich nenne sie mal Mordszenerie sehr sehr eklig und genau beschrieben...
Trotzdem sehr rasante Story, eigentlich mit sehr hohem Spannungsfaktor. Ich finde man ist sofort richtig drin in der Geschichte und spannend bis zum Schluss. Werde mir bei Gelegenheit ein anderes Buch von MacBride zu Gemüte führen.
Würde es so mit 70 Grad bewerten

24.10.2009 21:07:19
Dani@Leseratte

Naja, schon ne geile Story aus der man hätte wesentlich mehr machen können. Irgendwie war mir zu viel Blut und Knochen und zu wenig Story. Weniger ist manchmal mehr, und hier hätte weniger detailgetreue Darstellung dafür mehr Spannung geholfen.
Außerdem war der Schreibstil nicht mein Ding, bin irgendwie gar nicht richtig rein gekommen. Die Charaktere absolut fad.
Fazit:
Mir gefiel der Aufbau nicht, zu wenig Spannung, zu viel drum herum und eine echt platte Schreibweise.
Schade! Eigentlich, hatte mir mehr versprochen!!!

03.10.2009 17:50:45
ronja._.raeubertochter

Oh mein Gott!

Ich hatte mir viel mehr vorgestellt. Blut und Knochen ist das erste Buch von MacBride und ich weiß nicht ob ich nochmal eins lesen soll. Der Charakter der Hauptperson und seinen Vorgesetzten also bitte... Der arme Junge wird von allen Seiten nur gedemütigt und kann sich nicht wehren...also das ganze drumherum fand ich irgendwie nervig und die Art zu Schreiben wenn jemand telefoniert und die Dialoge der Personen. Der Schreibstil sagt mir irgendwie nicht zu. Ich denke die Story war sehr gut obwohl ich fand man hätte auch auf ein bißchen Ekel verzichten können als ob der Autor immer noch eins drauflegen wollte und das eigentliche Ziel aus den Augen verloren hat. Also wir auch schon von anderen kritisiert, 200 Seiten weniger hättens auch getan.

04.09.2009 08:58:37
Aira66

Die drei vorhergehenden Bücher von MacBride fand ich sehr! gelungen.

Bei seinem neuem Buch schwanke ich zwischen Ekel und Faszination, wie man einem solchem Thema durchaus noch humoristische Seiten abgewinnen kann.
Die Story ist spannend, keine Frage.
Sie ist eklig, grotesk und äußerst bizarr.

Ich hätte mir nur ein klitzekleines Happy End gewünscht.
So als Belohnung, dass man bis zum Schluss durchgehalten hat.;)

18.08.2009 17:36:52
OutToWin

wann wird dem autor endlich klar, dass für seine storys 300 seiten völlig ausreichen. jedesmal ein 500 seiten-wälzer, bei dem 200 seiten teilweise eine richtige qual sind. der rest ist unterhaltsam und teilweise spannend geschrieben. die story von blut und knochen gefällt in der Logan McRae-Reihe noch am besten. ich hoffe auf bessere zeiten...

29.07.2009 21:52:45
MUHnlight

Also, mein erstes Buch, das ich von ihm gelesen habe, aber:
Ich-konnte-es-nicht-weglegen!!!
Einfach nur genial. Ich habe bis tief in die Nacht gelesen und morgens auf der Arbeit in den Seilen gehangen um Abends wieder bis in die Nacht zu lesen :-)
Spannend bis zur letzten Seite, kurze knappe Kapitel, sodass man immer denkt: Ein Kapitel noch, aber dann leg ich\'s bei Seite...
Werde nach den drei anderen Bänden schauen!

17.07.2009 23:38:53
Dorian Gray

Dieses Buch ist ein zwiespältiges Vergnügen. Einerseits schafft es McBride, den Spannungsbogen über das gesmate Buch unerhört hoch zu halten, andererseits ist die Lektüre aufgrund der dratsichen, bluttriefnden Szenen teilweise für zartbesaitetere Gemüter nur schwer erträglich, und selbst der abgebrühte Krimileser braucht einen äusserst stabilen Magen, und man ertappt sich dabei, dass es einem etwas unwohl wird, wenn man das nächste Mal an einer Metzgerei-Auslage vorbeiläuft. Der Humor ist nicht schwarz, er ist pechrabenschwarz-zappenduster und grimmig. Etwas weniger Blut, Innereien, Gemetzel und Drastik in der Schilderung hätte dem Buch nicht geschadet, aber das war wohl die Absicht des Autors... An Ian Rankins Rebus kommt MacRae für mich nicht heran, auch ist McBride kein zweiter Rebus... Fazit: Spannend, aber sehr blutrünstig und mit hohem Ekelfaktor.

23.06.2009 22:22:41
Gaby

Ja.wie finde ich den neuen Stuart MacBride? Ich habe ihm lange entgegengefiebert, denn seit seinem ersten Buch "Die dunklen Wasser von Aberdeen" bin ich ein Riesenfan seines zuweilen staubtrockenen Humors, seiner spannenden Erzählweise und der skurillen Charaktere. Und so war ich glücklich, als ich vor wenigen Tagen endlich "Blut und Knochen" in den Händen hielt. Zum Teil ganz schön starker Tobak, der mich zumindest für ein paar Tage zum Vegetarier gemacht hat. Und ehrlich gesagt war es auch ein wenig zuviel des Guten. Dennoch ein spannender, unterhaltsamer Krimi und ich werde auch dem nächsten MacBride wieder entgegen fiebern

22.06.2009 15:39:45
clare1512

Der beste MacBride!

Zugegeben, das Buch ist sehr blutig,aber dermasen spannend, daß man es nicht aus der Hand legen kann. Dabei wird steigert sich die Spannung von Seite zu Seite und die Verdächtigen häufen sich.
Toll ist auch der Sprung zu Heather.
Total gelungen.

Wie schon gesagt, nichts für schwache Nerven, aber wer nicht so zart beseitet ist: LESEN!

12.06.2009 09:50:18
Bärbel

Ich hatte mir das Buch vorgestern gekauft und in einem Rutsch in nur 15 Stunden gelesen! Der absolute Supergau - die Protagonisten sind jede/r auf seine Art ein Original und die Story sehr blutrünstig, aber genau die Art von Geschichte, die sich an einem Stück verschlingen und bis zum Ende tatsächlich offen bleibt und den Mörder bis auf die letzten zehn Seiten im Dunkeln lässt.

Fand das Buch wirklich klasse und werd mir heute Abend umgehend im Buchladen die anderen drei Bände kaufen!

25.05.2009 12:03:26
AnnaCat

Der absolute Hammer, das Buch, ich hatte es innerhalb weniger Tage durch, wann immer ich Zeit hatte, konnte ich nicht anders als weiter zu lesen. Und gestern auf dem Balkon hab ich mir einen Sonnenbrand geholt, weil ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte.
Mehr als einmal habe ich (hoffentlich nicht zu) laut "Sch..." oder "F..." gesagt, während ich ungläubig auf die Seiten starrte; andere Male habe ich - wie bei MacBride gewohnt - lauthals gelacht, besonders über die farbenfrohe Krawatte des Profilers ;-)
Ich kann es mal wieder nicht abwarten, bis der nächste Krimi erscheint - ich will unbedingt wissen, wie es mit Insch und Steel und Watson und natürlich McRae weiter geht. Von mir aus hätte das Buch noch 500 Seiten haben können. Und vor allem bin ich gespannt, ob es dieses Mal wirklich Sommer wird in Aberdeen...

11.05.2009 20:16:50
sue82

Ein gutes Buch, mit einer guten Portion Humor und ziemlich viel Gemetzel.
Wieder sind DI "Fettsack" Inch und DI Steel, die sich mehr fürs Rauchen und ihren BH interessiert, mit von der Partie. Die Protagonisten sind gut gezeichnet. Diesmal sind sie auch persönlich betroffen, was meiner Ansicht nach, dem Buch gut tat. Sonst wäre es nur ein reines Schlachtfest gewesen und damit hätte sich der Autor keinen Gefallen getan.
Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen und hab es in einem Rutsch gelesen. Hoffentlich dauert es bis zum nächsten Teil nicht allzu lange.

11.05.2009 16:31:42
achim

Vorneweg, ich bin [fett] eingefleischter [/fett] Stuart MacBride-Fan. Wie ich bereits in einem Kommentar zu einem seiner früheren Romane ausführte, dieser Autor versteht sein Handwerk hervorragend. So hervorragend, dass es ihm scheinbar langweilig wurde und er bei seinem neuesten Roman einige Schippen Kohle mehr ins Feuer warf. Mir persönlich wurde es dabei leider etwas zu heiß. Auf den ersten 50 Seiten rutschte MacBride etwas zu sehr in eine klamaukhafte Erzählweise ab, der Roman war ca. 100 Seiten zu lang, und insgesamt war die Geschichte, zurückhaltend ausgedrückt, dermaßen mit Blut und Gedärm bestückt, dass ein gelegentlicher Brechreiz nicht zu verkennen war. Um einen Crossover mit Karin Slaughter-Lesern (Synonym) nicht zu gefährden, verzichtete MacBride scheinbar auch auf den Einsatz zu vieler Personen in seiner Geschichte. Etwas komplexer hatte er den Roman schon gestalten dürfen.

Vielleicht wollte sich MacBride auch nur mit der vorliegenden Geschichte von dem ewigen Rankin-Vergleich frei schreiben, das ist ihm bestimmt gelungen, ob es ihm allerdings zum Vorteil gereicht, wage ich zu bezweifeln. Da MacBride auch ziemlich rigide mit seinem Stammpersonal in „Blut und Knochen“ umging, könnte sein nächster Roman, der bereits im Original vorliegt, aber einen erfrischenden Neuanfang bilden. Ich bin jedenfalls darauf schon sehr gespannt, wie es mit der McRae-Saga weitergehen wird. Insgesamt gesehen war der Roman trotz der erwähnten Mängel immer noch besser als das meiste, was derzeit den deutschen Buchmarkt überschwemmt. Ich hätte der Geschichte gerne über 90° gegeben, aber mehr als 80° werden es diesmal, auch wenn ich mich stellenweise köstlich amüsieren durfte, leider nicht.