Seelenruhig

Erschienen: Januar 2009

Bibliographische Angaben

  • München: Diana, 2009, Seiten: 477, Originalsprache

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Ines Dietzsch
Autopsie leicht gemacht - kleine Einführung für Krimileser

Buch-Rezension von Ines Dietzsch Sep 2008

Berlin Mitte. Chausseestrasse 126. Direkt im Herzen der Hauptstadt liegt der touristisch attraktive Dorotheenstädtische Friedhof, wo prominente Persönlichkeiten wie Bert Brecht und Helene Weigel ihre letzte Ruhe fanden.

Ausgerechnet diese friedvolle Stätte wählt ein wahnsinniger Täter für seine äußerst bizarre Installation. Im Mausoleum der Familie Fabeau drapiert er die teilweise enthäutete Leiche des Olympia-Schwimmstars Denise Degenhardt auf einem Sargdeckel. Ein Fall für die neunte Mordkommission und Paula Zeisberg.

Die neue "Kaltchirurgin"

Neben ihrer Freundin Chris Gregor, der zuständigen Staatsanwältin, bekommt es Paula erstmals mit der neuen Rechtsmedizinerin Dr. Martina Weber zu tun. Deren Untersuchungen ergeben, dass die grausamen Verletzungen dem Opfer erst nach dessen Tod zugefügt wurden. In einer zentralen Datei entdeckt die Kommissarin einen Fall von Leichenschändung nach dem gleichen Muster. Die Leiche von Elena Jaspersen wird exhumiert und bei der Autopsie kann die Pathologin eindeutig nachweisen, dass beide jungen Frauen dem selben Täter zum Opfer fielen. Eine weitere Vermisstenmeldung und dem Team verrinnt die Zeit, um einen nekrophil veranlagten Serienmörder zu stoppen.

Die Chemie des Todes

Fleiß gehört auf jeden Fall zu den Tugenden der Autorin. Während Tess Gerritsen berufsbedingt mit fundiertem Fachwissen aus dem Vollen schöpfen kann, musste sich Andrea Vanoni vermutlich mehrere Tage und Stunden in einem gerichtsmedizinischen Institut herumschlagen. Dank dieser Bemühungen glänzt sie mit einer Menge detaillierter Kenntnisse, auf die ich als Krimileser, zumindest teilweise, gut und gerne verzichtet hätte. Vanoni doziert seitenlang über Verwesungsvorgänge und Erstickungsnachweise. Das Prozedere einer Sektion stellt sie wohl recht realitätsnah dar. Dabei hätte es die Erwähnung eines Vaginalabstriches oder einer rektalen Temperaturmessung getan, ich muss nicht en détail lesen, was genau auf welche Weise gespreizt und eingeführt wird. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen.

Die Charaktere ihrer Ermittler wirken frisch und unverbraucht, die Schilderungen aus deren Privatleben nehmen nicht überhand. Vanoni bietet eine ansehnliche Auswahl an Verdächtigen auf und punktet am Ende mit einer dicken Überraschung.

Wer von irren Serienkillern nicht genug bekommen kann und Rotwein trinkende, Pizza futternde, Schaumbäder liebende Kommissarinnen leiden mag, kommt bei Andrea Vanonis Variation zum Thema allemal auf seine Kosten.

Aufgepasst! Um sich die Spannung zu erhalten, sollte man bei den Romanen von Andrea Vanoni unbedingt chronologisch lesen. Im vorliegenden Buch findet der Täter aus dem vorherigen Roman Im Herzen rein Erwähnung.

Seelenruhig

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Letzte Kommentare:
08.10.2010 23:39:53
Theatermichel

Auch ich war sehr enttäuscht von diesem "Thriller". Überraschende Wendungen in der Geschichte rufen nun einmal nicht unbedingt immer Spannung hervor, und wenn ich Insider-Erzählungen aus der Pathologie lesen möchte, kann ich mich auch anderswo bedienen. Da ich bisher auch keine nekrophilen Neigungen an mir entdeckt habe, bin ich bei der Lektüre also ganz und gar nicht auf meine Kosten gekommen. Konsequenz: Das erste Buch in fast 60 Jahren Lese-Dasein, dass ich dort liegen gelassen habe, wo ich es zu Ende gelesen hatte. Vielleicht findet es ja dort tatsächlich noch einen begeisterten Leser - in der Bordbibliothek der norwegischen MS Midnatsol ...

15.03.2009 07:27:12
Sabine Mildenberger

Meine Meinung bezieht sich auf die schreibweise dieses Buches und die ist alles andere als professionell. Ich war sehr enttäuscht, denn ein gut geschriebenes Buch, liest sich auch gut. Immer wieder blieb ich an den Satz-und Redewendungen-/stellungen hängen, sodaß ich vom Inhalt völlig abgelenkt war und Spannung sich garnicht erst aufbaute! Dieses Buch ist für den Anspruchlosen geschrieben!

26.01.2009 12:55:38
loewenhonig66

Spannung gewinnt dieser Roman vor allem durch sein Thema (Nekrophilie) und die damit verbundenen menschlichen Abgründe. Zugegeben, den Ausgang hätte ich nicht erwartet: ein weiterer Pluspunkt für diesen Krimi. Was mich aber vor allem überzeugt hat: eine deutsche Autorin kann, was sonst nur einem Stuart MacBride oder anderen englischsprachigen Autorin gelingt. Andrea Vanoni kann man also nur empfehlen. Wirklich! Einziger Kritikpunkt: die Problematik der Ermittelerin hätte subtiler ausgearbeitet werden können. Sie wartet andauernd auf ihren Freund, der als Arzt im Asland arbeitet: so what?