Kind 44

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2008, Seiten: 6, Übersetzt: Bernd Michael Lade
  • München: Goldmann, 2010, Seiten: 508

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Wolfgang Weninger
Will alles - und greift deswegen nicht

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Jan 2008

Ein neuer Autor stellt sich vor, Jahrgang 1979, mit schwedisch-britischen Wurzeln. Als Thema seines Erstlings sucht er sich für Kind 44 mörderische Geschehnisse im stalinistischen Russland von 1953 aus, einer Zeit, die er nur aus den im Anhang verzeichneten Literaturnachweis kennt, zu der auch u. a. Alexander Solschenizins Werk "Archipel Gulag" zählt. Auf über 500 Seiten versucht Tom Rob Smith im Dumont-Verlag, daraus eine von Armin Gontermann übersetzte Story zu basteln.

Antiheld dieser Geschichte ist ein hochrangiger Offizier des NKWD (Narodny Kommissariat Wnutrennich Djel), dem Volkskommissariat. Zum Zeitpunkt dieser Geschichte, also 1953, war das NKWD allerdings nicht mehr unter diesem Namen aktiv, denn es wurde 1946 wieder in MWD umbenannt, das Ministerium für Innere Angelegenheiten. Hier dürften die Recherchen des Autors wohl nicht sonderlich genau gewesen sein.

Dieser Offizier namens Leo Demidow wird als absolut systemkonformer Mitläufer gezeigt, dessen Aufgabe es ist, subversive Elemente, die das Staatsgefüge unter Stalin gefährden, rigoros mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln auszumerzen. Hier zählt nicht der Mensch, hier zählt die uniforme Masse und der Polizeiapparat hat mit allen Konsequenzen zu versuchen, dass nichts, was es nicht geben darf, unter allen Umständen eliminiert wird.

Raisa Demidowa ist Leos Frau. Als Lehrerin hat sie dafür zu sorgen, dass dem sowjetischen Nachwuchs die Gebote des Stalinismus eingetrichtert werden. Ihr Umgang mit einem regimekritischen Kollegen ist nicht nur Leo suspekt, auch die Polizeimaschinerie hat ein Auge auf sie geworfen, denn Denunziation ist für den Machtapparat das Um und Auf bei der Erledigung von vermeintlichen Problemen.

Gegenspieler Leo Demidows ist sein ihm unterstellter Kollege Wassilij. Als Leo bei einer Säuberungsaktion plötzlich Gewissenbisse bekommt und Wassilij mit Waffengewalt an der Tötung zweier Kinder hindert, unterschreibt er damit das vorläufige Ende seiner Karriere, denn plötzlich sind Freund und Feind hinter ihm und seiner Frau her, so dass beide flüchten müssen.

Das allein wäre schon genügend Stoff für eine dramatische Liebes- und Lebensgeschichte, aber Tom Rob Smith baut auch noch reichlich grausige Morde an Kindern ein. Einen dieser Morde an einem Jungen muss Leo vertuschen, denn offiziell ist Russland frei von solchen Schandtaten. Dass der Vater des ermordeten Kindes zufällig auch noch ein Kollege ist, macht die Sache nicht leichter. Und im Verlauf der Handlung häufen sich die Untaten so eklatant, dass Leo seine Augen davor nicht verschließen kann und versuchen will, ohne Rücksicht auf persönliche Verluste, den oder die Mörder dingfest zu machen.

Was der Autor beherrscht, ist die atmosphärisch dichte Beschreibung der Zustände im Russland der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Die Schilderungen der Lebensumstände sind packend und eindringlich präsentiert. Hunger, Angst und körperliche Beeinträchtigungen sind an der Tagesordnung, nur wer systemkonform sein Bestes gibt, bekommt Vergünstigungen, wer dies nicht tut, dem droht die Strafversetzung in andere Landesteile und schlimmstenfalls der Gulag und der Tod.

Die Brutalitäten schlachtet Mr. Smith wortgewaltig aus und Actionszenen in einem Plumpsklo der russischen Eisenbahnen und sonstige Fluchtszenarien dürfen dabei nicht fehlen. Da schöpft der Drehbuchautor aus dem Vollen, als müsste er Stunteinlagen für John Woo abliefern. Allerdings wirken sie hier für die sehr stark konstruierte Handlung bis zum relativ abrupten Schluss nur wie Füllmaterial, während der Leser auf den ersten 200 Seiten nicht so recht weiß, worum es eigentlich geht. Ab der Mitte des Buches ist alles klar, da geht es nur mehr darum, ob Leo überlebt und welches Ergebnis er erzielen wird.

Für einen Erstling ist das Buch wirklich passabel. Bis zur Mitte könnte man, trotz ungenauer Recherche, eine schreiberische Topnote vergeben. Danach verflacht der Stoff zusehends zu einem Tränendrüsenactionschocker, der alles will und gerade deswegen nicht greift . Rundum bleibt aber doch ein sehr stimmungsvoll und flüssig geschriebener Krimi, der für einige Stunden Lesevergnügen sorgt, wenn man nicht allzu hohe Maßstäbe anlegt.

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Letzte Kommentare:
16.04.2018 12:54:43
Solitaire

Fand ich absolut spannend und für eine versierte Krimileserin mal was anderes mit dem Hintergrund der Stalinzeit. Wer düstere Krimiliteratur mit historischer Verknüpfung mag, für den dürfte "Kind 44" eine klare Empfehlung sein.

Der Charakter Leo Demidow verspricht noch mehr und macht auf Folgebände neugierig.

04.06.2016 08:48:18
Lafleur

Eine Geschichte rund um Leo Demidow, dem seine menschenunwürdige Arbeit im Stalinismus schließlich zur eigenen Existenzbedrohung wird.
Mit der Handlung konnte Tom R. Smith sofort bei mir - als leidenschaftliche Krimi-Leserin und Geschichte Studentin - punkten. Geschickt verpackt er die Grausamkeiten des Systems, die Morde, eine Liebesbeziehung und zuletzt noch eine Familientragödie auf etwa 500 Seiten. Schon die ersten paar Seiten haben mich vollkommen überzeugt, und ich habe selten so einen gelungenen Einstieg gelesen. Der Autor schafft es auch während des Textes immer wieder Spannung aufzubauen. Es gab zwar durchaus einige wenige Textstellen, die weniger gut geschrieben waren, aber im Gesamten ist es eine sehr spannende und interessante Handlung!
Ich sehe mit voller Hoffnung den weiteren zwei Teilen rund um Leo Demidow entgegen, und hoffe, dass sie wenigstens etwas an den Erfolg des 1. Teils anschließen können.

29.12.2015 07:48:33
Janko

Russland Anfang der 1950er Jahre. Genosse Stalin ist nach wie vor an der Macht und Russland ein kalter, brutaler Überwachungsstaat, in jeglicher Hinsicht im festen Würgegriff von Väterchen Frost. Leo Demidov, seines Zeichens Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes MGB in Moskau, wird von einem Kollegen denunziert und fällt daraufhin in Ungnade. Wie bereits von Abraham im Alten Testament, verlangt man von Leo ein enorm großes Opfer, um seine Loyalität zu prüfen, was ihn in einen argen Gewissenskonflikt drängt. Er soll seine eigene Frau denunzieren, was für selbige den sicheren Tod bedeuten würde. Leo wird in diese Intrige gegen sich und seine Frau Raisa derart hineingesogen, dass es für sie beide nahezu aussichtslos erscheint, aus eigener Kraft aus dieser Staatsaffäre heil und vor allem lebend herauszukommen. Soll Leo seine Frau über die Klippe springen lassen, um anderen Leuten in seinem Umfeld, wie auch sich selbst das Leben zu retten? Sein Gewissen plagt ihn. Er ist hin und her gerissen. Der Druck, der auf ihm lastet wird immer größer. Da Leo jedoch nicht einknickt, wird er auf unterstes Niveau degradiert und zur Miliz ins 1.000 km entfernte Wualsk versetzt. Obschon ihre Beziehung auf einem nur allzu wackligen Lügengebäude fußt, ist es auch für Raisa, die als Lehrerin arbeitet, die einzig verbliebene Chance mit ihm zu gehen, um weiterhin am Leben partizipieren zu dürfen. Vor Ort in Wualsk versucht Leo, ohne einen entsprechenden Auftrag erhalten zu haben, sogar gegen den ausdrücklichen Willen seiner Vorgesetzten, einem Kinder ausweidenden Serienkiller auf die Schliche zu kommen. Hierbei deckt er Zusammenhänge mehrerer örtlich recht weit voneinander entfernter, bestialischer Verbrechen auf. Mit seinen Ermittlungen auf eigene Faust begibt er sich auf verdammt dünnes Eis und bringt damit nicht nur sich, sondern auch Raisa wieder und wieder in Gefahr. Leo, der zu Anfang als unsympathischer Protagonist dargestellt wird, erkämpft sich durch die Veränderungen, die er im Laufe der Geschichte durchmacht nicht nur beim Leser, sondern auch bei Raisa immer mehr Sympathiepunkte. Nesterow, Leos neuer Vorgesetzter bei der Miliz in Wualsk wird jedoch immer misstrauischer, beginnt ihm schließlich Fallen zu stellen und seine Ermittlungen zu unterwandern. Die Untersuchungen zu den Vorfällen fordern immer mehr zu Unrecht Inhaftierte und auch Tote. Leo lädt immer mehr Schuld auf seine Schultern und ist alsbald abermals am Ende. An einer wahrhaftigen Investigation und Aufklärung der Fälle scheint beim Staat keiner so recht interessiert zu sein, würde man sich dadurch doch eventuell die Blöße geben, Unschuldige inhaftiert, gefoltert oder gar getötet zu haben. Erst, als sich Nesterow allmählich von Leos Theorien überzeugen lässt, nehmen die Ermittlungen Fahrt auf. Tom Rob Smith beschreibt auf 508 Seiten die gezwungene Zurückhaltung der einzelnen Protagonisten. Unter dem Druck der Staatsmacht musste man sich so einiges gefallen lassen, um keinen Repressionen ausgesetzt zu werden. Hinzu kamen die schlechte oder kaum vorhandene Infrastruktur, die Knappheit an Lebensmitteln, die Kälte, die Korruption, die Überwachung, die ständige Gefahr denunziert zu werden. Gemäß dem damaligen Motto: „Jeder ist verdächtig und zuerst einmal als schuldig zu betrachten, bis die Unschuld bewiesen ist.“ Widersprechen oder anders sein konnte den unmittelbaren Tod bedeuten. Durch das Verbreiten von Angst erreichte man Disziplin. Ein stumpfes, graues Gefühl voller Kälte macht sich beim Leser breit, wenn er immer mal wieder auf die damaligen Zustände gestoßen wird. Das harte Durchgreifen, die abartigen Foltermethoden, die Gehirnwäsche, das Ausnutzen der staatlichen Position - wenn man sich denn in solch einer glücklichen und privilegierten Lage befand -, Macht und Ohnmacht, all dies in einem System voller Gewalt und absichtlich verbreiteter Angst. Kritik am Staat bedeutete den sicheren Tod. Das Gebaren des russischen Staates zu dieser Zeit war nicht viel mehr und auch nicht viel weniger, als ein Pendant zum Nationalsozialismus. Homosexualität wurde als Krankheit angesehen, als Verbrechen geahndet und in der Regel mit hohen Gefängnisstrafen oder gar dem Tode bestraft. Jeder konnte auf solch einer Todesliste landen. Private Feinde der Milizbeamten wurden diffamiert. Pure Willkür herrschte vor. Ähnlich der Hexenverbrennung vor vierhundert Jahren. Stalins Tod am 05.03.1953 wurde daher auch von den meisten als Befreiung empfunden. An den damaligen Zuständen hat sich in den letzten Jahrzehnten offensichtlich aber leider noch nicht so enorm viel geändert. Tom Rob Smith zeichnet ein trostloses Bild der damaligen Gesellschaft, eingebettet in ein unnachgiebiges und grausames System, das auch vor den schlimmsten Gräueltaten nicht Halt machte. Wenn es die Politik so entschied, waren Menschenleben keinen Pfifferling mehr wert. Mehrere verschiedene Handlungsstränge werden so hintereinander arrangiert, dass es den Anschein macht, sie hätten offensichtlich keinen Bezug zueinander. Der Autor kann gut beschreiben. Es gelingt ihm eine permanente, unterschwellige Spannung aufzubauen und die verschiedenen Handlungsstränge mit Finesse nach und nach miteinander zu verknüpfen. Auf das Beschreiben des Lokalkolorits hätte er jedoch ein wenig mehr Wert legen können. Beim Lesen fiel mir recht bald auf, dass die Fälle auffällig viele Parallelen zum Ripper von Rostow aufwiesen (nicht nur Namens- und Ortsgleichheiten, auch die Durchführung der Taten an sich, sowie die ungefähre Anzahl der Opfer passte mit 53 in etwa überein). Tom Rob Smiths fiktive Geschichte fand nur ca. dreißig Jahre zuvor statt. Wenn man dann aber die Literaturhinweise auf Wikipedia zum Eintrag zum Ripper von Rostow liest, wird man auch hier auf Autor und Buch stoßen. Die ganze Geschichte hält immer wieder stark umgesetzte Ideen und drastische Wendungen bereit, die den Hauptprotagonisten in ständiger Lebensgefahr halten. Die Beschreibungen sind teilweise recht brutal, kalt, hilflos, aussichtslos und pervers. Trotz einiger, allerdings nicht weiter ins Gewicht fallenden Ungereimtheiten, handelt es sich bei "Kind 44" um ein erschreckendes, wenn auch zum Teil fiktives Abbild der damaligen Zustände in der Sowjetunion.
Meine Wertung: 90/100

27.10.2015 09:30:07
stefed

Ein gutes, empfehlenswertes Buch.
Kein Krimi im herkömmlichen Sinne, das erweist sich hier jedoch als Gewinn. Das Russland der Stalinzeit wird sehr eindringlich und gut vorstellbar geschildert. Das "normale" Leben war schon grausam genug, dazu bedurfte es keiner uns bekannten Verbrecher bzw. Mörder. Die eigentliche Krimihandlung ist hier eigentlich nur der Mittel zum Zweck, um die gesamten Lebensumstände zu schildern. Das aber ist sehr gelungen. Meiner Meinung nach eine überdurchschnittliche lesenwerte Geschichte, 85%.

04.10.2015 16:14:55
Sus90

Zum Inhalt möchte ich eigentlich nichts mehr schreiben, da viele Kommentare davor schon viel inhaltliches klären.

Ein rundum gelungenes, spannendes Buch. Mit vielen geschichtlichen Fakten zu Russland zu Stalins Zeit. Es ist mal eine ganz andere Art Thriller.
Hat mir sehr gut gefallen.
Weitere Episoden über den Hauptakteur Leo würde ich definitiv lesen wollen, um auch zu erfahren wie es für ihn und seine Frau Raisa in Russland weiter geht.

20.04.2015 17:12:51
tassieteufel

Moskau Anfang der 50ger Jahre: auf den Bahngleisen wird die Leiche eines kleinen Jungen gefunden, nackt, verstümmelt und der Magen wurde herausgeschnitten. Laut der politischen Doktrin gibt es aber in der Sowjetunion der Stalinzeit keine Verbrechen. Daher wird Geheimdienstoffizier Leo Demidow zu der Familie des toten Jungen geschickt, um die Sache unter den Teppich zu kehren und als Unfall zu deklarieren. Leo ist linientreu und glaubt an seinen Staat, das ändert sich erst, als man seine Frau denunziert und er sich weigert sie ebenfalls als Spionin zu entlarven. Leo wird degradiert und nach Wualks versetzt. Dort stößt er auf weitere Kinderleichen, die nach dem selben Muster getötet wurden, wie der Junge in Moskau. Auf eigene Faust beginnt er zu ermitteln und stößt auf eine grauenhafte Mordserie, doch mit seinen Ermittlungen bringt er sich und seine Familie in größte Gefahr.

Die Geschichte beginnt im Winter 1953, kurz vor Stalins Tod. Hier ist es dem Autor sehr gut gelungen, die Lebensbedingungen in der stalinistischen Sowjetunion einzufangen und dem Leser ein sehr intensives und bedrückendes Bild dieser Zeit aufzuzeichnen. Den Mordfall an einem kleinen Jungen soll Geheimdienstoffizier Leo Demidow vertuschen, doch bis es dann zu den eigentlichen Mordermittlungen kommt, vergeht erst mal ein Drittel des Buches. Leo Demidow ist staatskonform und glaubt an die Doktrin des Staates. Er glaubt allerdings auch, dass seine Frau Raisa ihn liebt. Als man ihn zwingen will, seine Frau zu denunzieren, muß er einige unangenehme Wahrheiten über sich, seine Frau und seinen Staat erkennen und ab hier kann der Leser mitverfolgen, wie sich Leo vom gesetzeskonformen Geheimdienstoffizier zu einem Mann wandelt, der die Dinge hinterfragt und auch kritisch sieht. Als er strafversetzt wird und auf einen ähnlichen Mordfall wie in Moskau stößt, beginnt er gegen alle Widerstände zu ermitteln und nimmt dabei auch persönliche Repressalien in Kauf. Für mich kamen die Mordermittlungen ein wenig kurz, wie gesagt schildert der Autor gekonnt die Lebensumstände und läßt den Leser auch sehr intensiv am Schicksal seiner Hauptfigur teilhaben und läßt Leo Demidow eine wahre Odyssee erleben, aber gerade zum Schluß überstürzen sich die Ereignisse ziemlich und so bleibt einiges auf der Strecke. Insgesamt hat der Autor etwas zu viel in Geschichte hineingepackt und so wirkt am Ende einiges etwas konstruiert. Trotzdem bleibt eine spannende und düstere Geschichte, deren Intensität man sich beim Lesen nicht entziehen kann und die auch die eine oder andere Gänsehaut verursacht.

FaziT: für einen Serienauftakt ganz gelungen, der Autor schildert atmosphärisch dicht und sehr eindringlich das Leben in der stalinistischen Ära, allerdings kommt der Schluß ein wenig abrupt. Zwar werden alle Handlungsstränge miteinander verknüpft, aber das wirkt teilweise etwas zu konstruiert und unglaubwürdig. Trotzdem eine spannende Lektüre, bei der man mit der Hauptfigur mitfiebert.

20.04.2015 12:12:36
Gabi Villmow

Das war mal ein absolut spannendes Buch. Ich konnte es nicht aus der Hand legen.
Eine unglaubliche Story, aber ich glaube, schon, dass gut recherchiert wurde.
Die Leiden der Menschen im Stalinismus lässt einem das Blut gefrieren. Das hat der Autor perfekt rübergebracht. Diese bedrückende Zeit, so düster dargestellt. Ich konnte mich gut reinversetzen.
Man war in dem System Katzte oder Maus.
Die Fortsetzung des Romans habe ich auch gleich gelesen.

25.02.2014 10:24:52
Sabi

Es wurde genug über den Inhalt geschrieben deshalb lasse ich das weg.


Es reicht auch es weiter zu empfehlen und meiner Meinung nach ist es absolut empfehlenswert .


Ich fand das Buch von der ersten Seite an spannend und konnte es kaum weglegen.
Ich bin neugierig wie es mit Leo Demidow weiter geht und habe mir die zwei nächsten Bücher aus der Reihe schon bestellt.


Daumen hoch !

18.02.2014 10:40:04
Nadja

Ich bin in etwa bei der Seite 300 angelangt und finde das Buch bis jetzt sehr spannend, da es vielseitig ist. Natürlich gibt es langatmige Passagen, jedoch sind sie nötig, um sich besser in die Charaktere hineinzuversetzen. Anscheinend gibt es kleine historische Unstimmigkeiten, so etwas anzukreiden ist jedoch etwas für Erbsenzähler. Schließlich ist das Buch nicht als "Historischer Roman" gekennzeichnet. Natürlich kann ich mir schon denken, wer der Mörder ist, jedoch bin ich mehr an der Geschichte als am Show Down interessiert. Daumen hoch, ich gebe 90 Punkte!

09.01.2014 11:06:24
meni77

Ich muss ganz ehrlich sagen, hätte mir von dieses Buch auch mehr erwartet, musste zwischendurch drei andere lesen, um es endlich zu Ende zu bringen. Smith schafft es nicht, eine Spannung aufzubringen, die Vorlage zur Story verspricht deutlich mehr, was man dann bekommt. Wer sich für Russland und die Zeit, in der es spielt interessiert, könnte vielleicht auf seine Kosten kommen, ein klassischer Thriller ist es sowieso nicht, dafür gibt es zu viel Leerlauf, ich werde demnächst auf Smith gut und gerne verzichten können, glaube auch nicht dass er sich recht lange am englischen Markt mir so etwas halten kann! Lediglich 50 Grad und dabei bin ich noch gnädig

08.08.2013 13:12:30
Pascal

Am interessanteten sind alle Kommentare zu diesem Buch. Vermutlich it das Spannungsfeld zwischen Vorstellung und Realität so gross, dass ein 1979 geborener Autor sowohl alte wie auch neue Euopäer fesseln kann. Ich meinerseits finde das Buch sehr durchschnittliche Sex and Crime and Kommunismus Kost. Die Zeit geht vorbei aber eher im billigen Kioskstil. Man kanns lesen oder eben auch nicht. Nichts gewaltiges. Die Kommentare lassen mich an crimi-couch zweifeln. Maximal 60 punkte. Massenwre

01.03.2013 17:39:35
Sunniva1

Das Buch hat mich ungeheuer beeindruckt. Als Krimi nicht so sehr. Diese Story ist nicht umwerfend und schnell vorhersehbar.Aber die Schilderung der Zeit, 1953 in Russland,
treibt mir den Angstschweiß auf die Stirn. Das ist unfassbar, wie menschenverachtend das System war. Unbegreiflich, was diese Menschen erlitten haben!!
Eigentlich sollte jeder dieses Buch lesen, um Demokratie als unschätzbaren Wert zu begreifen. Das es die Krimistory schwer hat, gebe ich nur 93 Punkte.

26.11.2012 00:29:06
Peter

Für reine Krimi-Fans ist "Kind 44" vielleicht doch zu starker Tobak - es erzeugt nämlich eine Athmosphäre, die vielen - glücklicherweise - fremd ist. Hintergrund ist wohl ein authentischer Fall, der eben nur dann nachvollziehbar wird, wenn das Umfeld genau beschrieben wird. Und das ist Smith gelungen, egal ob alles wirklich genau so war. Eine starke Geschichte, stark geschrieben. Als Gegenbeispiel empfehle ich "Jachymov" von Josef Haslinger ("Opernball") - eine mindestens ebenso starke, bis heute kaum bekannte, Geschichte, aber literarisch halt eher genügsam.

29.09.2012 05:00:03
benfi

Ich bin eigentlich kein großer Thriller-Leser und habe mir das Buch hauptsächlich wegen der Zeitepoche der Geschehnisse zugelegt. Das Russland unter dem Regime von Stalin wird schon ziemlich hart, kalt und diktatorisch beschrieben. Dies regt in mir mehr Aufmerksamkeit und Emotionen als der Kriminalfall an sich! Der Mörder ist vom Leser schnell zu identifizieren; der Plot des Romans jedoch würzt das Ganze schon nochmals kräftig, was der Bewertung einen Schub nach oben gibt. Die Charaktere sind unter Berücksichtigung der Romankulisse wirklich authentisch und der Wandel der Hauptfigur Leo Demidow glaubwürdig beschrieben und somit für den Leser gut nachvollziehbar. Die gesamte Storyline lebt von erwähntem Handlungsrahmen, die wohldosierte Action und die manchmal sehr schockierende, aber passende Härte an Brutalität fügt sich somit gut ins Bild. Wer also Thriller mag, bei denen der Mordfall nicht das Zentrum der Geschichte ist, sondern sich auch für das Leben und den Gegebenheiten des Russlands der Nachkriegszeit interessiert, kann bei dem Debütroman von Autor Tom Rob Smith auf jeden Fall sorglos zugreifen.
78°

15.09.2012 00:04:29
el-ka

Das ist nicht nur ein exzellenter Thriller, man erfährt so nebenbei wie es damals so zugegangen ist im stalinistischen Russland.

Fasziniernd, großartig, empfehlenswert.

Jeder, dem ich es empfohlen habe, hat das genauso gesehen.

Keiner konnte es weglegen, alle haben es atemlos bis zum Schluss verschlungen

09.07.2012 11:35:04
M.Reinsch

Das ­Erschreckenste an diesem Roman ist wohl, dass er auf wahren Gegebenheiten beruht.
Eigentlich ist hier der Krimi/Thriller nur Beiwerk, die Hauptgeschichte dreht sich um das Leben in den letzten Wochen der "­Stahlinära" der Sowjetunion. Jeder Bürger ist auf seine eigenen Vorteile bedacht, sein Leben und Handeln in ein besseres Licht zu stellen und so nicht zu den armen Personen zu gehören, die nur dem Gutdünken von Leuten in Machtpositionen ausgesetzt sind. Es ist die Zeit des "Kalten Krieges" und die ­Stahlinregierung regiert mit purer Gewalt und Unterdrückung. Gleichzeit will man den idealen (Komunistischen) Staat aufbauen, sodass Verbrechen jedweder Art nur durch faschistische Umtriebe geschehene können. In dieser Zeit, in der jeder seinen Mitbürger bespitzelt um nicht selber in die Mühlen der Geheimpolizei zu geraten begleiten wir den Protagonisten auf dr Suche nach einem Serienmörder.
Leo Demidow, ehemaliger Held der Sowjetunion und nun Mitglied des MGB verrent sich immer mehr in diesen Fall, der jedoch von oberster Stelle nicht als solcher angesehen wird - frei nach dem Motto solche Art von Verbrechen kann es nicht in der Sowjetunion geben, werden die einzelnen Morde, einzelnen Tätern zur Last gelegt um Alles zu vertuschen.
Erschwert wird ihm die Arbeit, in dem er bald selbst denunziert und in ein Arbeitslager gesteckt werden soll - doch er gibt nicht auf.
Hr.Smith zeigt die vielen Gesellschaftsschichten, nebst Ihren Privilegien (auf die man nicht mehr verzichten möchte), und den Kampf der Einzelnen, nicht im System abzurutschen. Hierbei wird nicht nur über den Weg der Denunzierung gegangen, nein man schreckt auch nicht vor Mord zurück.
Ein schreckliches Bild, von Angst, Verzweiflung und Willkür wird vor einem ausgebreitet, in dem das Leben eines Einzelnen nichts zählt ...
Erst im letzten Drittel, beginnt ein echter Spannungsbogen und aus dem vorhergehenden Porträt einer Gesellschaft wird ein Krimi (Thriller würde ich ihn nicht nennen).
Detailliert, kenntnisreich und anschaulich geschrieben ist es eine dunkle Geschichte aus einer düsteren Zeit, die zwar interessant zu lesen aber (zumindest mich) nicht begeistern kann.
75°

05.06.2012 23:28:43
MARCUS

Zum Hörbuch
Wie kann man ein Hörbuch von diesem Sprecher einlesen lassen?Das ist einfach runtergelesen. Ich habe es die erste CD lang versucht, aber dieses monoton runterrassel hat mir den Nerv geraubt. Ob die Geschichte gut ist - keine Ahnung. So vorgetragen wäre wohl jeder Stoff schlecht. Bernd Michael Lade, völlige Fehlbesetzung!Da psst anscheinend der Sprecher zum Inhalt.

08.02.2012 11:52:39
nk

Die Kritik in der Rezension "Antiheld dieser Geschichte ist ein hochrangiger Offizier des NKWD (Narodny Kommissariat Wnutrennich Djel), dem Volkskommissariat. Zum Zeitpunkt dieser Geschichte, also 1953, war das NKWD allerdings nicht mehr unter diesem Namen aktiv, denn es wurde 1946 wieder in MWD umbenannt, das Ministerium für Innere Angelegenheiten. Hier dürften die Recherchen des Autors wohl nicht sonderlich genau gewesen sein." scheint mir einem Übersetzungsfehler geschuldet zu sein. Ich habe das Buch gerade im englischen Original gelesen und da ist Leo dem MGB, dem Ministerium für Staatssicherheit (Ministerstwo Gossudarstwennoi Besopasnosti) zugeordnet.Im übrigen kann ich mich den meisten anderen Kommentatoren nur anschließen: Mich hat das Buch von der ersten Seite an auf sehr vielschichtige Weise in seinen Bann gezogen. Besonders beeindruckt hat mich, dass der doch recht grausame Kriminalfall - an sich ja schon genug Stoff für einen Krimi - angesichts der alltäglichen Grausamkeiten und Brutalität nahezu zur Nebensächlichkeit verkommt.

29.01.2012 17:50:15
lesenchris

Dieser Krimi entspricht genau meinem Geschmack.Geschichtlich, kriminalistisch und stilistisch. Die geschichtliche Komponente in den 50er Jahren der Stalinzeit in der ehemaligen UDSSR. Die Grausamkeit des Regimes, die Bespitzelung der eigenen Leute durch den geheimdienst, das Mißtrauen, dass in der Bevölkerung untereinander herrschte,ist sehr gut nachvollziehbar und umso grausamer als dann der Hauptakteur in Ungnade fällt und genau die gleiche Behandlung widerfährt, die er Regimegegner zu seiner Zeit hat angedeihen lassen. Für mich zeigen sich Parallelen zum Leben in der ehemaligen DDR, daher ist für mich die politische Dimension dieses Krimis so real und besonders grausam. Die Morde, die geschehen sind können nur unter größten Schwierigkeiten gelöst werden und die Auflösung ist am Ende unglaublich. Weiter so.

06.01.2012 19:26:02
volker.reads

Gleich vorweg: ich fand den Roman absolut klasse: in den Charakterisierungen der Personen wie auch der Schilderung des totalitären Systems unter Stalin.
Ich bin sehr gespannt darauf, wie Leo sich weiter entwickelt, so ganz ist der Wandel vom "Saulus zum Paulus" für mich noch nicht nachvollziehbar... Aber es gibt ja auch noch die Folgebände. Dem Roman merkt man als Leser auch die sehr exakten Recherchen an. Und obwohl der Leser in einen ganz anderen Kosmos der Stalinzeit der 50er Jahre eintaucht mit Bespitzelungen, Denunziationen und Straflager. das Romangeschehen ist absolut spannend erzählt. Interessant auch, wie sich die Beziehung zwischen dem Ehepaar Leo und Raisa unter den ganzen Belastungen entwickelt.

30.06.2011 23:13:02
diegeburtstagsfee

Also ich frage mich echt, ob ich ein anderes Buch gelesen habe, als einige Kommentatoren... Ich habe Kind 44 durch Zufall gekauft; eigentlich wollte ich ein anderes Buch kaufen, aber das war nicht vorrätig. Ich konnte mir zwar nicht viel vorstellen, das mich weniger interessieren könnte als das Russland zur Stalinzeit, doch die Tatsache, dass die Kindermorde durch Andrej Tschikatilo zum Plot gehören, in eine andere Zeit versetzt zwar, hat mich dann doch den Versuch wagen lassen. Nach 20 Seiten konnte ich es nicht mehr weglegen und meine Familie hat mich die nächsten Tage nicht oft zu Gesicht bekommen. Ich finde den Schreibstil von Tom Rob Smith einfach grandios. Übrigens im Original NOCH besser, obwohl mich bereits die deutsche Übersetzung absolut überzeugt hat. Die Tatsache, dass der eigentliche Kriminalfall oftmals in den Hintergrund tritt, ist für mich eher sogar noch ein Pluspunkt. Es wird in dieser so fantastisch erzählten Geschichte nebenbei einfach so viel Hintergrundwissen und Athmosphäre weitergegeben, als wäre man mit dabei. Auch die verschiedenen Blickwinkel und Gedankengänge haben bei mir absolut gegriffen. Ich finde den Sinneswandel von Leo Demidov sehr authentisch dargestellt, da er nebenbei und mir sehr viel Gegenwehr passiert. Er wacht nicht einfach morgens auf und ist gegen das Regime. Die Gewissensbisse tauchen von Anfang an immer wieder auf, aber er schafft es sehr lange, sich einzureden, dass ja alles zum Wohl der "perfekten Staates" ist. Die Zweifel nagen aber immer wieder und langsam auch heftiger an ihm, aber es ist kein Sinneswandel über Nacht. Die Charaktere und vor allem die Dialoge sind sehr authentisch. Häufig ist es ja so, dass gerade wenn viel Hintergrundwissen vermittelt werden soll oder ein Sinneswandel herbeigeführt werden soll, dies über stark konstruierte Zwiegespräche erfolgt. Dies ist aber bei Kind 44 überhaupt nicht der Fall. Dialoge finden nur als wirkliche Gespräche statt und nicht, um uns einen Einblick in tiefere Zusammenhänge zu zeigen. Ich bin absolut begeistert und kann nur jedem emfehlen, Tom Rob Smith - auch wenn die deutsche Übersetzung sehr gut ist (was ja leider nicht immer der Fall ist) - im Original zu lesen, wenn die Sprachkenntnisse denn reichen.

27.05.2011 14:37:43
hans wurst

Ich fand das buch super mega geil und es is voll toll *-* ich liebe es *-* bla bla bla mein vater liest mir jes´den tach eine gute nacht geschichte aus diesem buch vor ´das is voll EPIC *_* lalalalalalalalalalala bla bli blub blauer schuh ja und holt euch alle skype und facebook und co kage blub blub blub

25.04.2011 18:09:47
hermine

Ich wollte, ich hätte das Buch nicht in die Finger bekommen. Trist, hoffnungslos, grausam, das ist die Atmosphäre, die dieses Buch beim Lesen verbreitet, kranke, desillusionierte, zerstörte, ständig vom Tod, Schikanen, Verrat auch durch vermeintlich nahe stehende Menschen oder von Verschleppung ins Gulag bedrohte Menschen - wem´s gefällt...
Mir nicht, ergo verteile ich Sternchen, Lesezeichen, weil diese Atmoshäre sich immerhin konsequent durch das ganze Buch zieht.

11.04.2011 09:10:01
KaDeVau

Als Vielkrimileser ging ich mit großen Erwartungen an dieses Buch und wurde sehr enttäuscht.
Ich kam überhaupt nicht mit dem Schreibstil von Tom Rob Smith zurecht. Das Buch fesselte mich nicht und so zwang ich mich -zunächst- weiterzulesen.
Das Buch habe ich dann doch nach 150 Seiten weggelegt.
Inzwischen habe ich es verkauft und hoffe der Käufer hat mehr Spaß daran.

29.01.2011 14:46:02
Chrisu

Ein befreundeter Kollege von Geheimdienstoffizier Leo Demidow ersucht ihn, das Verbrechen an seinem Sohn aufzuklären. Da aber Leo nur die Informationen eines Unfalles hat, versteht er nicht, dass Fjordo von Mord redet und kann es auch nicht glauben, da es ja in der Sowjetunion offiziell keine Verbrechen gibt. Als Leo selber in die gefährlichen Räder des Geheimdienstes gerät, wird er in ein weit entferntes Nest versetzt und dort bei der Miliz als niedrigster Soldat eingestellt. Durch Zufall wird er hier mit weiteren Morden an Kindern konfrontiert und er versucht auf eigene Faust dem Mörder auf die Spur zu kommen. Und damit beginnt erst die richtige Hetzjagd auf ihn und seine Frau.
Eine Jagd auf Leben und Tod.
Ein Buch, dass einem voll zum Nachdenken bringt.
Ein Buch, dass einem nicht mehr loslässt und immer wieder hinterfragt, wie so ein kommunistisches Regieme bestehen kann, dass nur Macht und Angst aufrechterhält.

08.10.2010 17:09:24
Mistie

Das Buch habe ich mir nur gekauft - weil ich an dem Tag (in Koblenz) etwas kriminalistisches kaufen wollte - es sollte mal ein unbekanntes Terrain sein - an dem Tag also Russland. Nachdem ich die Rezension von Herrn Weniger gelesen hatte machte ich mich mit gemischten Gefühlen ans Werk.

Schon nach ein paar Seiten nahm das Buch mich gefangen und es lies mich nicht mehr los. Mehrmals habe ich mir die Frage gestellt wie ein junger Mann die Atmosphäre des 50ger-Jahre Russland so gefühlvoll anpacken kann - manchmal hatte ich das Gefühl er sei Zeitzeuge gewesen.

Zeitweise tritt die Kriminalgeschichte in den Hintergrund - ein Fakt der mich nicht gross gestört hat. Die Schilderung der Lebensbedingungen der Misstrauensgesellschaft der damaligen Zeit sowie die Ungewissheit wohin Russland nach dem Tod von Stalin steuern würde, waren an sich fast so spannend wie ein Kriminalfall.

Auch wenn man auch schon ziemlich früh den Mörder erahnen konnte tut dies meiner Bewertung (90°) keinen Abbruch!!!

Kolyma werde ich auf jeden Fall lesen.

27.09.2010 23:14:34
Pestilencium

Ich habe das Buch ohne Erwartungen gelesen und war schon nach dem ersten Kapitel ganz gefesselt, so dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte. Es ist sehr gut geschrieben, ich konnte mir jede einzelne Zeile bildgenau vorstellen, jeder Charakter, kam er auch noch so kurz vor, hatte für mich Tiefgang. Ich fand alles sehr greifbar, sehr real. Ein wirklich tolles Buch!

13.08.2010 18:37:17
heikki-hexi

Bin ein Viel-Krimi-Leser (alle Regionen von Island bis Israel). Das Buch musste ich kurz aus der Hand legen, weil es so grausam war - nicht wegen des Kriminalfalles an sich, der schon grausam genug ist - sondern wegen der beschriebenen Verhältnisse in der Stalin-Zeit. Ein wahnsinnig packender Roman, den man nur weiter empfehlen kann.

28.07.2010 11:39:06
Jürgen Ehlers

Ein faszinierendes Buch. Schade, dass Wolfgang Weninger schreibt: „Antiheld dieser Geschichte ist ein hochrangiger Offizier des NKWD (Narodny Kommissariat Wnutrennich Djel), dem Volkskommissariat. Zum Zeitpunkt dieser Geschichte, also 1953, war das NKWD allerdings nicht mehr unter diesem Namen aktiv, denn es wurde 1946 wieder in MWD umbenannt, das Ministerium für Innere Angelegenheiten.“ Daraus leitet er ab: „Hier dürften die Recherchen des Autors wohl nicht sonderlich genau gewesen sein.“
Hier irrt der Rezensent. Im Original heißt es (auf S. 25): “Ordinarily there was no reason Leo Stepanovich Demidov – an up-and-coming member of the MGB, the State Security Force – would have become involved in this kind of incident.” Er ist also beim MGB (nicht NKWD), und das ist nicht das Ministerium für Innere Angelegenheiten, sondern der Staatssicherheitsdienst (wie Smith korrekt schreibt). – Oder liegt hier vielleicht ein Fehler des Übersetzers vor?

18.07.2010 18:54:55
Andrea

Der "Krimi" in diesem Buch ist totale Nebensache - was hier wirklich fasziniert, ist der Geist, der im stalinistischen Russland - der UdSSR - herrscht- Menschenleben, die nichts wert sind, Verrat, um die eigene Haut zu retten, Prozesse, die nie geführt werden, der menschenverachtende Umgang miteinander, Misstrauen, Gewalt, Hunger, Wohnungsnot. Der "Held" Leo war mir während des ganzen Buches nie wirklich sympathisch. Zu schnell wechselt er die Seiten, ebenso seine Frau Raisa. Wer der Mörder ist, war auch mir schon sehr früh klar, es geht aber nicht darum, den Mörder zu entlarven, sondern darum, ob Leo und Raisa ihn finden, bevor sie selbst verhaftet und/oder hingerichtet werden. Und dieser Wettlauf mit der Zeit ist sehr dramatisch geschildert, da gerät die etwas lahme Story (glücklicherweise) in den Hintergrund. Obwohl ich das Buch ganz gut fand, ist es keines, dass ich empfehlen oder verschenken würde.

13.06.2010 19:53:25
klein_my

Ich muss sagen, dieser Thriller hat mich wirklich begeistert. Ein sehr beklemmendes, spannendes und anschauliches Buch. Der Spannungsbogen fällt nur sehr wenig ab. Es ist sehr anschaulich beschrieben und für mich gleichzeit sehr erschreckend, weil man sich heute nur noch schwer vorstellen kann wie und vorallem was die Menschen in der damaligen Zeit durchmachen mussten. Die Lebensumstände, die Überwachung durch die Geheimdienste auf Schritt und Tritt, die ganze Art und Weise wie mit Verdächtigen umgeganen wurde...Unglaublich!

Dieses Buch war für ich etwas völlig neues und gleichzeitig sehr informatives und spannendes. Allerdings muss ich sagen, dass ich nach dem 2. Mord, also ungefähr zu Hälfte des Buches wusste wer es gewesen war, was mir allerdings nicht die Lust am weiterlesen nahm. Durch die ganzen Umstände im Umfeld von Leo und Raisa, wie die Ermittlungarbeit voranschreitet und welche Steine ihnen noch in den Weg gelegt werden, war es trotzallem mitreißend.

Ich kann es nur weiterempfehlen!

03.06.2010 22:48:39
Katrin

Ein klasse Thriller, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Es erscheint alles real, auch wenn die Hauptfigur das nötige Fünkchen Glück erwischt :-), das anderen in ihrem schlimmen Leben nie erreichen :-(
Das Buch ist mal etwas ganz anderes und gehört für mich zu einem "MUSS"!
Unbedingt lesen.

20.05.2010 10:17:53
schäfer

Hatte vor Ewigkeiten eine Biographie von Horst Schlüter, der im Gulag von Wolkuta war,gelesen.Nach seinen Schilderungen, sind die Grausamigkeiten zur Stalin Zeit(und noch danach), von denen im Buch Kind44, nicht übertrieben.Kind 44 könnte auch nicht fiktiv sein.
Traurig zu hören, das im heutigen Russland, Stalin von einigen wieder als Held dargestellt wird.
Trotz des Ekels-ein lesenswertes Buch, zu einer Zeit, wo man nur gut überlebt, wenn man einfach nicht "Suspekt" ist.

02.05.2010 15:50:21
massil1986@hotmail.de

Gelungenes, sehr spannendes und überwältigendes Buch und deshalb ein gelungener Auftakt für Tom Rob Smith.

Dieser Thriller ist ganz bestimmt etwas anderes als gewöhnliche wie von Simon Beckett, Stieg Larsson, Katzenbach u.a.

Gerade das macht das Buch zu einem sehr lesenswertem und überragendem Buch. Smith fesselt mit der Geschichte die Leser. Klasse inszenierung der Hauptfiguren Leo und Raisa und für mich sehr stilsicher wie er auch die stalinistische Unterdrückung und die damalige Zeit beschreibt. Sehr düster und traurig schafft Smith die Atmosphäre durch die Kindesmorde. Man kann sich in die Verzweiflung und Angst der Menschen wirklich hineinversetzen und man erkennt das Grauen, das teilweise in dieser Zeit geherrscht hat.

Die Geschichte ist wirklich gut, das Ende ist gut und überraschend, es ist sehr spannend und einfach geschrieben, sodass man es flüssig lesen kann. Für mich ist keine Seite zu viel, eher umgekehrt. Ich hätte mir vielleicht noch gewünscht, dass gegen Buchende, die Geschichte etwas ausführlicher beschrieben wird, da ich finde, dass es ziemlich abrupt endet.

Ansonsten muss ich sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat dieses Buch zu kaufen und es auch zu lesen. Klasse Thriller, klasse Story, klasse Stil, klasse Ende.

Fazit: 91... sehr zu empfehlen

01.05.2010 12:02:44
stefanz

Das Buch hatte ich sehr schnell fertig gelesen. Die Thematik über die Stalinzeit in der damaligen UDSSR ist immer aktuell und regt zum Nachdenken an. Smith schreibt flüssig und spannend. Das Hauptthema ist natürlich das Leben der Bevölkerung in dieser Epoche, für mich immer noch schwer vorstellbar. Jeder denunziert jeden, niemand ist sicher, nicht einmal im engsten Familienkreis. Ob in diesem Buch übertrieben, oder nicht, ich bin froh nicht in dieser Zeit, in diesem Land, gelebt zu haben. Die eigentliche Story um die Aufklärung der Kindermorde ist solide, jedoch nicht, was mich total begeistert hätte. Man braucht schon jede Menge Fantasie, das Motiv des Mörders nachzuvollziehen. Das Ende passt irgendwie nicht zum vorher gelesenen Anfang- und Mittelteil. Aber es muss ja weitergehen, es gibt ja schließlich schon den zweiten Teil von Leo Demidow.

28.04.2010 15:11:58
Kom_Ombo

Wirklich ein gelungenes Buch über den stalinistischen Staatsterror. In \'Kind 44\' sind die Morde zwar präsent, rücken aber durch die Schilderungen der Gewaltherrschaft und des Terrors durch den russischen Geheimdienst, die Angst der Menschen und den Kampf ums tägliche Überleben in den Hintergrund.

Smith zieht einen förmlich in den Kampf von Leo Demidow ein, der gegen das System kämpfen muss und sich durchschlägt, egal wie hart es ihn selbst und seine Familie treffen wird.

Mich hat das Buch so überzeugt, dass ich mir den Folgeroman \'Kolyma\' besorgen werde.

10.04.2010 22:46:57
Tempe

Ein ausergewöhnliches Buch das einem einen Einblick in die Zeit verschaft an dem Statlin regiert hat.
Mich hat das Buch sehr zum Nachdenken angeregt und es wird mich sicher noch ne Zeit lang beschäftigen.
Die Mord Serie an sich habe ich eigentlich mittelmässig gefunden, doch das drumherum, den Einblick in diese Zeit ist so grausam und schlimm das diese Mordserie nebensächlich wird.
FAZIT: Ich empfehle diesem Buch jedem, ausser den zart beseiteten. Vor allem denjenigen die gerne einen geschichtlichen Hintergrund haben!

02.04.2010 14:02:18
Einfach nur ich!!!

Dieses Buch verschlang ich gelinde gesagt. Ich ahnte ja schon so einiges, was beim "Großen Bruder", wie die UdSSR bei uns in der DDR Geborenen genannt wurde. Doch dies übertraf alles, was man sich je vorstellen konnte. Ich genieße die Gnade der "späten Geburt" und lebte in einer milder gestimmten sozialistischen Zeit, aber diese unter Stalin geschürte Angst übertrifft meine Vorstellung, wie man Menschen unterdrücken und gegeneinander ausspielen kann. Ein absoluter Alptraum. Übertrieben wurde bestimmt nicht, denn die Geschichte lehrt immer wieder, was Menschen im Stande sind zu tun, egal in welchen gesellschaftlichem System sie sich bewegen.

14.03.2010 03:38:40
EB aus A

Ich habe gerade erst mit dem Buch angefangen und bin sehr versucht, es ungelesen wieder wegzulegen.
Ich habe mich schon bei den ersten Seiten an dem holprigen Deutsch gestört und mir deshalb eine Leseprobe im Original angeschaut.
Bin ich der einzige, dem auffällt, dass dieses Buch einfach nur schrecklich übersetzt wurde? Was sich im Original flüssig liest, ist in der Übersetzung fast schon ungenießbar.
Ich kämpfe noch mit mir, aber wenn ich es wirklich lesen sollte, dann im Original.

26.02.2010 15:48:03
Rainer aus Bremen

Der Krimi ist als solcher eher öder konstruiert. Die Aufklärung am Ende hanebüchen. Da beschlich mich das Gefühl "Nie und nimmer!".
Egal - ich habe das Buch sehr zügig gelesen, werde es weiter empfehlen und mir die Fortstzung besorgen.
Warum?
Die Beschreibung der Personen und ihre Lebensumstände erschliessen mir eine Zeit und ein System sehr anschaulich.
Stalinismus erklärt an Menschen seiner Zeit.
Da hat das Buch seine Stärken und die machen den eher öden Krimi zur Nebensache. - 90°

06.02.2010 11:01:23
die_suesse

Ehrlich? Ich hab das Buch verschlungen. Und es war für mich ein Türöffner zu diesem Teil der (Welt)Geschichte.
Etwaige Ungereimtheiten hinsichtlich Orten, Straßennamen oder geschichtlichen Details kann ich mangels genauer Kenntnisse eh nicht beurteilen. Also blieben für mich nur die Faktoren Spannung und Unterhaltung. Und beides wurde erfüllt - ich hatte das Buch in zwei Tagen ausgelesen. Und jetzt hänge ich an einer Stalin-Biographie...
Meine Meinung:lesenswert und für mich auch lehrreich.

24.01.2010 21:57:36
angelina

Da ich selbst eine halb Ukrainerin bin fand ich das Buch sehr überzeugend. Ich habe mich sogar noch mit meiner Mutter lange über das Thema Stalin und über das Buch unterhalten. Ich finde in diesem Buch ist alles vertreten: ein Krimi, eine Liebesgeschichte und eine gute Geschichts - und Weltkunde.
Ich habe die ganze Zeit mit dem Protagonisten mitgefiebert und habe mich sehr nach Russland in diese harten Zeiten versetzt gefühlt.
Ich finde das Buch muß man gelesen haben.

24.01.2010 21:06:35
moli

Ehrlich gesagt, hat mich das Buch nicht gerade vom Hocker gehauen. Ich habe mich anfangs sehr schwer getan weiter zu lesen. Es kam mir alles zu übertrieben vor. Es war für mich auch nicht sonderlich spannend. Das Ende hat es dann ein wenig rausgerissen, obwohl es natürlich an den Haaren herbeigezogen war. Schade, dass der Roman leider genau so grau war, die die Zeit damals in Russland.

12.08.2009 16:50:55
Klaus

Ein Buch das nicht nur für den Urlaub sehr empfehlenswert ist.Es mag ja sein, daß der Autor nicht alles richtig recherchiert hat,aber es stört den Lesefluss keineswegs.Es ist von Anfang bis Ende und das lückenlos absolut spannend.Dazu ist es noch sehr bedrückend, zum einen weil man hautnah das Leben der damaligen Zeit in Russland mitbekommt, und zum anderen weil es um Kindermord geht.Also nichts für schwache Nerven.Der Autor hat es geschafft russichsche Geschichte mit messerscharfer Spannung zu verbinden.Kompliment.Die bisherige Wertung von 91% kann ich nur bestätigen.Kompliment nochmal an den Autor !

10.08.2009 11:32:34
Sergej

Ich habe das Buch vor einem Jahr als Geburtstagsgeschenk bekommen. Habe mehrmals versucht, das Buch zu lesen anzufangen, packte aber es immer nach ein paar gelesener Seiten wieder weg. Jetzt habe ich das Buch endlich zum Ende geschafft - "dank" gebrochenem Fuss.
Ich bin selber Russe, und ich habe fast 2/3 meines Lebens in Russland gelebt (bis meinem 38. Jahr). Ich kenne mich mit dem Thema ziemlich gut aus, habe viel um diese Zeiten gelesen. Ich will hier aber nicht das kritisieren, wie Tom Rob Smith die Atmosphäre jener Zeit beschreibt - ich selber bin einige Zeit später geboren, finde trotzdem, einige Beschreibungen sind sehr übertrieben, z.B. die Szenen im Anfang des Buches. Aber was mich richtig stört, ja, gar nervt - das ist die ungründlichen Recherchen, die der Autor gemacht hat, und zwar in den Sachen, die Kleinigkeiten betreffen. Diejenigen Leser, die keine Ahnung von russischer Geografie, russischen Städte- und Personennamen haben, die haben es leichter, das Buch zu lesen. Der Autor verwendet manchmal die Städte-, Strassen-, U-Bahnhofsnamen, die entweder zum Zeitpunkt der Handlung bereits veraltet sind (wegen Umbenennung) oder erst seit 90-er Jahren existieren. Und manche Personennamen sind in Russland einfach unmöglich - wenigstens hier konnte man ohne großartige Recherchen viel glaubwürdiger sein. Das war genau der Grund, warum ich das Buch noch vor einem Jahr nicht wirklich zu lesen anfangen konnte.
Ansonsten, abgesehen von einigen Klischees, ist "Kind 44" ein ziemlich packender Thriller auf einem mittelmäßigen Niveau. Aber ich habe bereits noch schlimmere Bücher gelesen.
Würde ich den weiterempfehlen? Ich denke eher kaum.

01.06.2009 21:35:32
Anja S.

Das hier ist ein fulminantes Debuet!!! Sehr spannend geschrieben, gut zu lesen, geschickt verknuepfte Handlungsstraenge. Der Autor hat offensichtlich gruendlich recherchiert und liefert eine beklemmende Beschreibung der Stalinzeit mit den "Saeuberungen" ab. Leider ist das Motiv fuer die Morde an den Haaren herbei gezogen und das Ende etwas unglaubwuerdig.

08.04.2009 09:06:40
Gabriel Hernandez

Das Buch ist ein sehr faszinierendes Meisterwerk des Mischmasch's.
Durch die ständigen Sprünge an andere Orte wird eine sehr hohe Spannung für den Leser aufgebaut.
Die Anfangsgeschichte in der Leo noch "Pavel" ist, überrascht den Leser mit ungewohnter Atmosphäre.
Das einzige was es zu bemängeln gibt, ist wohl oder übel der Schluss der viel zu sehr mit einem Happy end aufhört.

08.03.2009 12:27:14
Shannon davis

Das Buch ist sehr toll es ist .spannend von Anfang bis Ende das Buch hatt mich zum, nachdenken gebracht ich fiend Das Buch !!! sehr intresand ich hoffe das sie noch mehr Bücher raus bringen mit solche spanende gesichte ich hoffe das sie andere bücher als kind 44 raus bringen z.b mit elteren,
Ich finde diesen Schriftsteller einfach toll!

07.03.2009 18:00:30
Martina Schunn

Das Buch ist einfach ein Hammer, spannend von Anfang bis Ende obwohl man am Anfang nicht weiß, was das Eine mit dem Anderen zu tun hat!Aber später weiß man, weshalb diese Umwege !!!
Das Buch hat mich betroffen gemacht und ich konnte lange an nichts anderes mehr denken!
Jetzt lese ich Kolyma, das ist noch spannender, als der erste Teil!
Ich finde diesen Schriftsteller einfach toll!

02.03.2009 01:08:15
gses

Der Roman versprüht eine ebenso beeindruckende wie bedrückende Atmosphäre. Die Schilderungen der Lebensumstände sind grausam fatalistisch. Dennoch hat man Probleme sich mit der Hauptfigur zu identifizieren. Die Charaktere geben eine unheimliche Tiefe her, wegen der vielen Handlungsstränge bleibt für diese Vertiefung leider nicht allzu viel Zeit, es werden immer nur ein paar Sätze eingefügt die die Gedanken der Charaktere kurz umreißen sollen. Man wird weiterhin das Gefühl nicht los, das der Autor bewußt spektakulärste Szenen hineingeschrieben hat, um eine baldige Verfilmung zu erreichen. Wassili, Raisa oder auch Leo selbst kann man sich unheimlich gut in einer Standard Hollywood Besetzung vorstellen. Das bleiben jedoch die einzigen Kritikpunkte, das Buch ist packend, unheimlich flüssig geschrieben, hochinteressant und für einen Erstling mehr als stark.

12.02.2009 23:01:32
theili

Die Umgebung und die Zeit in der die Geschichte eingebetet ist, sind extrem spannend erzählt. Wir im Westen können uns glaube ich nie wirklich ein Bild davon machen, wie es zu dieser Zeit in der Sowjetunion gewesen ist.
Ich habe beim Lesen ganz vergessen um was für ein Verbrechen es überhaupt geht, so war ich von den Beschreibungen des Alltags, der ständigen Angst, der Inexistenz des Vertrauens und der Trostlosigkeit dieser Zeit mitgerissen worden.

Die eigentliche Handlung mit den übel zugerichteten Kinderleichen und die Auflösung dieser Geschichte ist leider zu konstruiert und Realitätsfremd. Zuviele Zufälle und zuviele Rettungen in letzter Sekunde. Das ist sehr schade.

Ich würde das Buch aber trotzdem weiterempfehlen.

29.01.2009 00:06:14
Rolf.P

Für die Krimifans, die sich sonst in den skandinavischen oder englischsprachigen "Krimiländern" bewegen, mal was ganz Neues.
Ins menschenverachtende Russland der fünfziger Jahre gebettet liest sich der Roman äußerst spannend und kurzweilig.
Ob die Darstellung der Epoche sachlich immer richtig ist, sei mal dahingestellt. Neben der gruselig spannenden Handlung wird der Schrecken und die Angst der russischen Bevölkerung vor der Regierung anschaulich und überzeugend beschrieben.
Bespitzelung und Denunziation, aber auch die desillusionierte Bevölkerung und die allgegenwärtige Angst dieser Zeit, sind auf jeder Seite spürbar. So wie die Menschen in der Zeit in Angst vor jedem falschem Wort und vor Denunzianten leben mussten, erscheint unser Alltag heute wie ein Picknick im Grünen.
Es gibt recht harte Szenen bei der Beschreibung der Leichenfunde oder der Verhörmethoden, was nur die Authentizität des Werkes unterstreicht. Kind 44 ist informativ, spannend und überaus geschickt komponiert.
Ein Kriminalroman, dem es mustergültig gelingt, historische Informationen in die packende Handlung zu integrieren. Der Schreibstil des Autors ist sehr einfach gestrickt, was es dem Leser leicht macht, das Buch fast in einem Rutsch durchzulesen.

Wer Thriller um Serienkiller liebt, kommt hier sicherlich auf seinen Geschmack.

13.01.2009 19:01:16
gundi

Ein umwerfend gutes Buch. Allein der erste Satz nimmt den Leser in den Bann,so dass ich auf dem Sofa liegenblieb und nichts mehr als nur diese Geschichte wahrnahm. Ich habe das Buch bereits zweimal verschenkt;es war ein Volltreffer.Jeder der sich für die russische Geschichte annähernd interessiert, sollte das Buch lesen.

25.12.2008 17:00:57
Coonie

Spaß hat mir das Buch definitiv NICHT gemacht. Es ist das bedrückendste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Bis zur Hälfte großartig geschrieben, aber so eindringlich und beklemmend, dass ich einige Male ernsthaft drüber nachgedacht habe es nicht zu Ende zu lesen. Ich habe es doch getan und nicht bereut. Aber ob ich es weiterempfehlen würde, weiß ich nicht ...

23.12.2008 22:43:00
Swen Piper

Das Buch ist zweierlei: Eine eindringliche Beschreibung der sozialen und politischen Verhältnisse in der Sowjetunion Stalins und ein packender Thriller. Dass die Geschichte etwas konstruiert erscheint - wie Wolfgang Weninger zurecht kritisiert - verzeiht man gerne. Mir hat das jedenfalls viel Spaß gemacht.

06.12.2008 21:25:15
dajana1060

Mit einem Wort: Fantastisch! Wenn man einmal mit diesem Buch angefangen hat, fällt es schwer es wieder aus der Hand zu legen. Obwohl die eigentliche Handlung des Buches, nämlich die Mordserie, erst spät ins Rollen kommt, kann von Langweile oder gar sinnlos gefüllten Seiten keine Rede sein. Ich habe schon viel über die stalinistische Zeit gelesen, und kann nur sagen das die Schilderungen (leider) sehr realistisch sind. Man fühlt, leidet und kämpft mit den Protagonisten. Dieses Buch regt einem zum Nachdenken an, und zum hoffen das man selbst solche Zeiten nie erleben muss. Spannend und fesselnd vom ersten Wort bis zum letzten Punkt.

18.11.2008 22:20:32
Tatjana

Ich habe nur das Hörbuch. Aber der Inhalt gefällt mir sehr. Und dazu macht der Vorleser seine Arbeit perfekt. Ich komme selbst aus Russland, bin im Jahre 1954 gebohren. Ich finde, dass die Atmosphäre stimmt. Nur würde ich gerne erfahren - woher der Autor das alles so gut weiß, da er so jung ist und in London lebt.

29.09.2008 13:04:43
Stefan83

Kurz vor Stalins Tod im Winter des Jahres 1953. Eine übel zugerichtete Kinderleiche wird auf den Moskauer Bahngleisen gefunden. Der Vater des Jungen wendet sich mit seinem Mordverdacht an seinen Vorgesetzten, den ehemaligen Kriegshelden und Geheimdienstler Leo. In einem Staat, in dem per Definiton alle glücklich und zufrieden sind, gibt es allerdings keinen Grund für einen Mord und demnach auch kein Verbrechen. So beschwichtigt der linientreue Vorzeigeoffizier seinen Kollegen und dessen Familie mit Platitüden und lässt die Ermittlungen im bürokratischen Niemandsland versickern. Erst als seine eigene Glaubwürdigkeit angezweifelt wird und er selbst ins Fadenkreuz interner Ermittlungen gerät, wird ihm das Ausmaß von Stalins diktatorischer Herrschaft klar. Leos Frau wird der Spionage angeklagt und da er sich weigert, diese Anschuldigung zu unterstützen, wird er degradiert und auf einen Milizposten in der Provinz versetzt. Dort wird er wiederum mit einem ganz ähnlichen Verbrechen an einem Kind konfrontiert. Unter schwierigsten Bedingungen, immer in der Angst, entdeckt und verraten zu werden, führt Leo nun seine eigenen Ermittlungen durch. "Kind 44", dessen Mordfall auf der realen Geschichte vom russischen Massenmörder Andrei Romanowitsch Tschikatilo basiert, ist nur vordergründig ein waschechter Thriller. Seine Spannung bezieht das Buch nämlich in erster Linie nicht durch die literarischen Elemente des Genres, sondern durch seine eindringlichen und glaubwürdigen Schilderungen einer vollkommen mundtot gemachten Gesellschaft, die von einem verkommenen, perversen und grausamen Bespitzelungssystem beherrscht wird. In einem Land, wo jeder wegen nichtigster Gründe hingerichtet oder zu lebenslänglicher Zwangsarbeit im Gulag verurteilt werden kann, verwischen die Grenzen zwischen gut und böse, couragiert und lebensmüde, normal und wahnsinnig. Tom Rob Smith schildert dabei eine ganze Reihe von Brutalitäten, wobei man allerdings nie den Eindruck erhält, dies geschehe aus Gründen der voyeuristischen Effekthascherei, wie es bei modernen Thrillern mittlerweile desöfteren der Fall ist. Das packende, das erschütternde, ist die Tatsache, das Smith die politischen Umstände in der Stalin-Zeit realistisch wiedergibt. Und das lässt den Leser das Ganze auch so schwer verkraften. Der ein oder andere wird anprangern, das die Hauptfigur Leo im weiteren Verlauf eine Wandlung zum Regimegegner vollzieht. Ich persönlich habe das begrüßt, denn diese Kehrtwende ist das einzig tröstliche an diesem Buch, das sonst in erster Linie nur nachdenklich macht. Die eigentliche Krimihandlung kann dieses hohe Niveau leider nicht durchgehend halten. Einige logische Fehler und der vor allem zu Beginn nur träge in Gang kommende Plot, werfen dem Spannungsaufbau eine paar Stöcke zwischen die Beine. Auch das Ende gerät leider arg vorhersehbar und etwas kitschig. Insgesamt ist "Kind 44" aber ohne Zweifel eines der Thriller-Highlights dieses Jahres, das neben der eigentlichen Story zum Mitfiebern eine zweite, tiefgründigere Ebene hat, die sehr anschaulich und eindringlich einen Blick auf eine der düstersten Epochen der russischen Geschichte wirft. Auf weitere Werke aus Smiths Feder darf gespannt gewartet werden!

04.08.2008 17:29:22
Basher

Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und in einem zug verschlungen. Insbesondere das beklemmende Gefühl, dass jeder ein Denunziant sein kann, bringt dieses Buch sehr gut rüber. Auch faszinierend ist die Entwicklung der beiden Hauptfiguren. Vielleicht nicht das Werk des Jahres, aber unglaublich spannend.

25.07.2008 09:09:30
rocky75

Es ist ein gutes Buch das in einem durchgelesen werden konnte, unterhaltsam und ein wenig spannend.
Direkt als Krimi oder Thriller würde ich es nicht bezeichnen, da einfach auf die Handlung der Kindermorde viel zu wenig eingegangen wird.
Es ist viel mehr ein guter Unterhaltungsroman, der das Russland in den 50er Jahren und das Leben dort beschreibt. Viel Zwang, Gewalt und Politik in einfachen Worten erzählt ;-)

29.06.2008 13:50:35
Sonny

Inwieweit die Darstellung des stalinistischen Russlands überzogen ist, mag ich nicht beurteilen.
Kind 44 ist keiner der unzähligen 08/15-Krimis, die jedes Jahr erscheinen. Smith hat hier ein sehr gelungenes Erstlingswerk hingelegt. Der Stil ist flüssig, die Protagonisten relativ glaubwürdig. Einzig das Ende hat mich ein wenig enttäuscht. Aber vielleicht muss ein derartiges Happy End her, damit das Buch auch in den Staaten zum Verkaufsschlager wird.
90° von mir.

10.06.2008 11:44:33
krimipupzie

Habe dieses Buch verschlungen. Das ist Unterhaltung pur. Spannend und ein sehr ghuter Krimi. Und die Recherchen sind gut. Habe das Buch auch verschlungen.
Mehr davon.

24.05.2008 16:54:32
Tordis

allen Kritikern sei gesagt: in erster Linie soll ein Buch doch unterhalten. Und ich habe mich in den zwei Nächten, die ich diesen Titel "gefressen" hab, sehr gut unterhalten gefühlt. Ich hab schon viel Krimi-Mist lesen müssen, aber "Kind 44" zählt definitiv nicht dazu. Lasst Euch einfach unterhalten!
Nichts für ungut.
Grüße von der Krimi-Tante Tordis

06.05.2008 21:35:25
B.S.

Ich kann mich der negativen Kritik überhaupt nicht anschließen. Ich habe das Buch von der ersten bis zur letzten Seite verschlungen. Dabei möchte ich betonen, dass es für mich gar kein Krimi ist. Es ist ein Gesellschaftsroman. Zudem halte ich es für literarisch sehr wertvoll.
Wer glaubt, dass die stalinistische Zeit überzogen dargestellt wird, hat leider nur wenig geschichtlichen Hintergrund. Das im Anhang empfohlene "Stalin"-Werk könnte Wissenslücken auffüllen. Ich hatte es schon vorher gelesen und kann es nur jedem empfehlen. Dem jungen Autor und diesem Buch ist nur das Beste zu wünschen, möglichst viele Leser.

03.03.2008 08:55:20
mo

Ein durchaus interessantes Erstlingswerk. Leider ist die Schilderung des Stalinistischen Russlands in den 50ern total überzogen. Es strotzt nur so vor Klischees. Die Handlung ist anfangs wirklich gut strukturiert und sehr überraschend, dennoch überzeugend. Leider ist der Mittteilteil eine einzige Leidensgeschichte: die der Protagonisten und ebenso die des Plots. Das Ende ist konstruriert und lässt auf die Absicht des Autors schließen, eine Fortsetzung dranzuhängen. Fazit: Weniger wäre mehr gewesen - weniger Blut, weniger Folter, weniger Schwarzweissmalerei.

03.03.2008 08:54:32
mo

Ein durchaus interessantes Erstlingswerk. Leider ist die Schilderung des Stalinistischen Russlands in den 50ern total überzogen. Es strotzt nur so vor Klischees. Die Handlung ist anfangs wirklich gut strukturiert und sehr überraschend, dennoch überzeugend. Leider ist der Mittteilteil eine einzige Leidensgeschichte: die der Protagonisten und ebenso die des Plots. Das Ende ist konstruriert und lässt auf die Absicht des Autors schließen, eine Fortsetzung dranzuhängen. Fazit: Weniger wäre mehr gewesen - weniger Blut, weniger Folter, weniger Schwarzweissmalerei.

01.03.2008 14:12:36
Micha

Die damalige Zeit unter Stalin wird sehr gut beschrieben und stellt die Graumsamkeit nachzu unvorstellbar dar.
Gutes Buch, aber in Medien wird "Kind 44" deutlich besser dargestellt, wie es tatsächlich ist.

23.02.2008 12:46:24
Harry

Ich kann mich meinem Vorredner teilweise anschließen, allerdings finde ich die 2. Hälfte des buch nicht nur teilweise konstruiert, sondern einfach nur katastrophal und lächerlich.
Für die erste Hälfte würde ich 80% vergeben für die 2. Hälfte gerade mal 20%.


PS: Ich hätte gerne eine Bewertung abgegeben, aber beim Klick aufs "Bewertungsthermometer" kommt bei mir nur Werbung fürs Buch.

23.02.2008 11:14:24
Lu

Ein wirklich packend geschriebenes Buch, besonders in der ersten Hälfte! Die Maschinerie des NKWD hat ja Wolfgang Leonhardt erlebt, spannend und realistisch beschrieben; hier nun aus einer fiktiven, aber eben auch gut recherchierten Perspektive. Die zweite Hälfte des Romans wirkt auf mich konstruierter, weniger realistisch und das Ende - Leo wird plötzlich nur noch gefeiert und hat überhaupt nichts zu befürchten(?) - nimmt dem Buch ein klein wenig der Faszination.
Aber unbedingt lesen, ein tolles Buch, dessen Lektüre ich nicht missen möchte!!!
Lu

21.02.2008 11:53:31
E. K.

Blutdrünstiger Thriller potenziert die Situation ein Guter gegen alle alà "Dr. Kimble auf der Flucht" - das macht das Buch sehr unterhaltsam.
Ansonsten völlig überzeichnete Figuren, auch gesellschaftshistorisch entäuschend. Das macht den Stalinismus zu einer Art Geisterbahn (graue Vorhölle) voll mit schlecht gefertigten Grusselpuppen.

Smith schreibt leider zu plumb und ungenügend recherchiert seine Wut herunter.

Das nimmt dem Buch viel von der möglichen Beklemmung.

17.02.2008 11:15:21
E.Reuther

Das erste Drittel des Buches ist sehr, sehr gut, weil es den Geheimdienst und seine Herrschaftsinstrumente und - methoden ausgezeichnet und erlebbar beschreibt.
Die Liebes.-ehebeziehung und das Geschwisterschicksal sind konstruiert, übertrieben und die Jagd ist endlos.lang.
!50 Seiten weniger wären besser gewesen. Trotzdem lesen,- wegen des ersten Drittels. Gruß E.R.

27.01.2008 21:54:09
Tabea

Hallo,

dieses Buch hat mich sehr beeindruckt - noch vor der Vorstellung durch Elke Heidenreich in der Sendung "Lesen!".
"Kind 44" wird zwar als Thriller angekündigt, ist aber viel mehr als das: bei guten 500 Seiten Lektüre sind vielleicht 150 reine Spannungsunterhaltung. Der Rest ist zwar auch spannend, aber das eher aufgrund des Handlungsortes und der Personen:
das Buch spielt in der UDSSR der 1950er Jahre - die letzten Jahre unter Stalin.
Held ist Leo, ein linientreuer Offizier des NKDW (= Vorgänger des KGB), der selbst Leute einschüchtert, verhört und verhaftet - ohne groß darüber nachzudenken. Nachdem er einem Kollegen, dessen Kind bestialisch ermordet wurde, klar macht, dass es 'bloß' ein tragischer Unfall war - denn in der perfekten Gesellschaft gibt es keinen Mord -, kommt er selbst ins Grübeln... Er fängt an auf eigene Faust zu forschen und dabei gerät er ins gut bekannte Räderwerk des Geheimdienstes.
Leo nimmt die Methodik der Diktatur plötzlich war, lässt sie an sich heran und beginnt kritisch zu werden - und er lässt nicht locker, trotz der Todesgefahr, in die er sich und seine Frau begibt.

Spannend, beklemmend, realistisch - und das ist das erste Buch eines noch jungen Autoren, der das Glück hatte, nie ähnliches selbst zu erleben.

Ein absolutes Highlight (und leider schon in anderthalb Tagen gelesen)!

Schöne Grüße
TB