Voodoo

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • London: Michael Joseph, 2006, Titel: 'Mr Clarinet', Seiten: 561, Originalsprache
  • München: Goldmann, 2007, Seiten: 605, Übersetzt: Heike Steffen
  • Augsburg: Weltbild, 2008, Seiten: 605, Originalsprache

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Michael Drewniok
Klischeearmes Grauen von exotischer Tropeninsel

Buch-Rezension von Michael Drewniok Nov 2007

Wir schreiben das Jahr 1996, als Max Mingus, Ex-Polizist und ehemaliger Privatdetektiv in Miami, nach sieben Jahren Haft entlassen wird. Im Zorn hatte er drei Mitglieder einer mörderischen Kidnapper-Bande erschossen. Seine Ehefrau ist inzwischen gestorben, die Detektei ging ein. Zu seinem Entsetzen muss Mingus nunmehr von seinem ehemaligen Partner und Freund, Lieutenant Joe Liston, erfahren, dass die US-Regierung seinen Todfeind Solomon Boukman begnadigt und in seine Heimat Haiti abgeschoben hat. Der selbst ermannte Teufelspriester hatte im Rahmen seines Terrorregimes Kinder entführt und geopfert, bis Mingus ihn stellen und gefangen nehmen konnte, wofür ihm Boukman ewige Rache schwor.

Mingus hat Grund zur Sorge, denn nach Haiti wird auch er reisen: Er ist wieder als Ermittler tätig. Sein Auftraggeber ist der Milliardär Allain Corver, dem große Teile Haitis quasi gehören. Vor zwei Jahren wurde sein Söhnchen Charlie dort entführt. Es gab keine Lösegeldforderung und nie ein Lebenszeichen. Die Familie schickte seither schon mehrere Detektive auf die Suche nach dem Kind; sie kehrten entweder gar nicht oder grausam misshandelt zurück von der Karibikinsel zurück.

Haiti ist ein Land im Ausnahmezustand. Wirtschaftlich ist es ruiniert, politisch zerfallen. Präsident Aristide hält sich nur mit Hilfe von US-Truppen an der Macht, die 1994 Haiti besetzten. Die eigentliche Macht üben inzwischen Warlords auf. Unter ihnen gilt Vincent Paul als König. Nichts geschieht in den Slums der Hauptstadt Port-au-Prince ohne sein Wissen oder seinen Willen. Die Corvers beschuldigen ihn, hinter Charlies Entführung zu stecken. Aber ist Paul wirklich "Tonton Clarinette" - Onkel Klarinette -, wie man auf Haiti den Schwarzen Mann nennt, der in der Nacht Kinderseelen raubt?

Die Carvers machten ihr Vermögen als Ausbeuter ihrer Landsleute, und sie waren eng mit dem mörderischen Duvalier-Clan verbandelt, der die Insel viele Jahrzehnte diktatorisch regierte. Mingus weiß nicht, wem er Glauben schenken kann - und darf, denn groß ist die Gefahr, dass man auch er sich in die Reihe seiner unglücklichen Vorgänger einreiht ...

Wie man ein Paradies in eine Hölle verwandelt

Nicht gerade oft gelingt es dem passionierten Leser spannender Unterhaltung, aus dem Meer beliebiger Möchtegern-Thriller und Kuschel-Krimis einen richtigen guten Roman zu fischen. Voodoo ist trotz des Titels, der völlig in die Irre führt, kein Crossover zwischen Krimi und Horror, obwohl viele phantastische Elemente in die Handlung einfließen. Diese erweisen sich indes nicht als übernatürlich - das sollen sie auch gar nicht -, sondern als sehr real.

Voodoo packt seine Leser schon auf der ersten Seite. Wieder einmal erfindet ein junger Verfasser das Genre keineswegs neu, aber er weiß, wie er sein Garn zu spinnen hat, und variiert Bekanntes, ohne sein Blatt zu überreizen, was angesichts des exotischen Schauplatzes nahe läge. Stil und Wortwahl verraten: Hier bist du gut aufgehoben, hier darfst du neugierig werden, ohne letztlich mit Hauruck-Action, Schema-F-Finale und Pseudo-Twist aus der Geschichte gestoßen zu werden. Stattdessen präsentiert Stone einen fesselnden, gut durchdachten und entwickelten Plot, der weit mehr als Reißbrett-Routine zu bieten hat.

Geschickt verpackt Nick Stone gleich mehrere bittere Pillen, die sogar den nicht auf literarische Experimente geeichten Leser nicht abschrecken. Voodoo dreht sich nicht nur um einen spannend geschilderten Kriminalfall. Es geht es auch um Verbrechen in, aber vor allem um Verbrechen an der Dritten Welt - kein Thema, das die nicht betroffene Allgemeinheit normalerweise interessiert. Brutal-Kapitalismus, Neo-Kolonialismus und globalisiertes Ausbeutertum sind heiße Eisen, die leicht verbrennen, wo man sich ihrer in platter Gutmenschen-Manier annimmt. Stone verdeutlicht schreiendes Unrecht, indem er schildert, ohne zu kommentieren oder gar zu lamentieren. Als "halber" Haitianer (s. u.) weiß er zudem genau, wie die Insel-Gesellschaft "tickt". Solches Insiderwissen teilt sich Stones Lesern sehr deutlich mit.

Das komplizierte Thema "Voodoo" weiß Stone ebenfalls zu meistern. Er schildert eine Religion, die in christlichen und deutlich nicht-christlichen Ursprüngen wurzelt und wie alle Religionen verändert und instrumentalisiert wurde. Solomon Boukmans Voodoo ist dagegen ein selbst gebrautes Gemisch aus einseitig interpretierter Tradition, Cäsarenwahn und Terror. Geschickt beschwört er die etablierten Klischees, die sich um Voodoo ranken, und integriert sie in seine wahnhafte Idee, mit teuflischer Unterstützung als Herrscher auserwählt zu sein. Die schwer fassbare Variationsbreite von Voodoo zwischen "weißer" und "schwarzer" Magie und die daraus resultierende Mischung aus "echter" Religion, Einschüchterung und Betrug ist Teil des Humus, in dem die haitianische Gesellschaft wurzelt.

Keinem kannst du letztlich trauen

Der sich zynisch gebende Idealist scheitert in seinem Kreuzzug gegen das Böse und verliert seine geliebte Gattin, seinen Job, seine Freiheit und somit sein Leben. Ihm wird die Gelegenheit zur Wiedergeburt geboten, doch diese erweist sich als neuerliche Prüfung, der unser Idealist zwar mit neuen körperlichen und seelischen Wunden entkommt, aber doch die Kraft zum Neubeginn findet: Uralt ist dieser Plot nicht nur im Krimi. Der Leser liebt es, vom sicheren Lesesessel aus zu verfolgen, wie jemand tüchtig auf die Schnauze fällt und sich wieder aufrappelt.

Max Mingus ist glücklicherweise eine Figur, die man dabei in der Tat gern beobachtet. Zwar leidet er mächtig, aber er macht kein Drama daraus, mit der er sein Publikum seitenlang behelligt. Was Mingus bedrückt, hat unmittelbar Folgen für die Handlung und muss daher nicht übersprungen werden.

Zudem ist Mingus kein tragischer Held ohne Fehl und Tadel. "Sie sind nicht hier, um Charlie zu finden. Und auch nicht wegen des Geldes ... Sie sind hier, um vor Ihren Geistern zu fliehen und vor den Schuldgefühlen und dem Schmerz, den sie mit sich herumtragen ..." (S. 371): Chantale bringt es auf den Punkt. Mingus hat seine Ecken und Kanten. Das schafft Raum für Überraschungen, denn nie weiß man vorab genau, wie er reagieren wird.

Vincent Paul ist ein Kapitalverbrecher, der sich - so definiert es der zynische Mingus - im letzten Stadium seiner Karriere befindet: Nachdem er es an die Spitze der kriminellen Machtpyramide gebracht hat, will er nicht mehr gefürchtet, sondern geliebt werden. Deshalb richtet er Armenküchen ein und sorgt in den Slums für ärztliche Versorgung. Unter der dünnen Tünche des Wohltäters lauert allerdings weiterhin der Gewaltherrscher: Paul allein entscheidet, was gut ist für seine 'Untertanen', für die niemand - vor allem nicht die US-Besatzer oder die tatenlosen UN-Truppen - sonst einen Finger rührt.

Auf seine Art ist Paul freilich ehrlicher als die vornehmen Corvers. Die haben ihr Vermögen und ihren gesellschaftlichen Status vielleicht subtiler aber womöglich noch brutaler an sich gerissen. Nur eine Generation trennt den wohl erzogenen Allain vom rücksichtlosen Gustav, der aus demselben Holz geschnitzt ist wie Vincent Paul. Allain macht sich die Finger zwar nicht blutig, ist aber keineswegs 'besser' als sein Vater; er hat sich mit der unfeinen Vergangenheit seines Clans geschmeidig arrangiert, will gar nicht so viel darüber wissen und überlässt die Drecksarbeit angeheuerten Schergen.

Der Preis des Überlebens

Verfasser Stone zeichnet ein düsteres Bild von Haiti. Dass er Gewalt und Elend so plastisch in Worte zu fassen versteht, liegt u. a. in seiner Herkunft begründet; er wurde auf Haiti geboren, und auch wenn er schon als Kind nach England ging, kehrte er immer wieder dorthin zurück. Sein Status als 'Einheimischer' und Reisender ermöglichte ihm eine objektive Sicht auf Haiti, auch wenn in Voodoo immer wieder subjektiver Zorn durchschimmert - Zorn auf die Ausbeutung der Insel, die Hilflosigkeit der Haitinaner, die stets nur Spielball fremder Interessen waren und deren Wille zur geregelten Selbstregierung bis zur Anarchie gebrochen wurde, woran sich die Reichen und Mächtigen der Insel aktiv beteiligten: Eine machtlose Bevölkerung ist eine lenkbare Bevölkerung. Der nackte Kampf ums Überleben verzehrt den Rest der Energie, der erforderlich wäre, um das Steuer aus eigener Kraft herumzureißen.

Humanitäre Hilfe von außen wird diese Vakuum nicht füllen, geht Stone noch einen Schritt weiter - viel zu ausgeprägt sind inzwischen eine Schattenregierung und Scheinwirtschaft geworden, die ausschließlich das Recht des Stärkeren propagieren und so selbstverständlich geworden sind, dass sich die Haitianer selbst ihren 'Gesetzen' beugen. Der Ausverkauf der eigenen Kinder ist dann nur noch ein Misston in einer Kakophonie des Unrechts, vor dem auch Max Mingus letztlich flieht und verschämt froh darüber ist, dass ihm trotz aller privaten Probleme diese Möglichkeit offen steht: Diese gelungene Verschmelzung von Krimihandlung und literarisch bearbeiteter Realität ist es, die Voodoo zu einem Romankandidaten machen, den sogar das strenge Feuilleton mit Wohlwollen registrieren könnte ...

Voodoo

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Letzte Kommentare:
11.07.2019 11:05:15
Thomas

Der Titel versprach viel, die Bewertung auch...... leider bin ich enttäuscht. Erst nach ca. 380 Seiten begann das Buch für mich interessant zu werden. Sorry, unter einem Thriller verstehe ich etwas anderes.

12.02.2017 15:22:57
Kerstin

Eine solide Geschichte mit schwülem Flair, wo aber alle Personen, die vermeintlich sehr böse sind, sich nicht als solche herausstellen und andere vermeintlich Anständige sind übler als man glaubt.
Nichts ist, wie es scheint und Max folgt seiner Nase und den Fährten, doch hat er die Ermittlungen wirklich im Griff?

Man hofft auf die eine und andere Gänsehautszene, oder überraschende Spannung, doch das Buch verläuft nur sehr geradlinig. Wenigstens wird einem nicht langweilig ... die Entführungen und Schandtaten sind schockierend genug!

19.08.2014 01:58:21
Piper Kasi

Ich habe dieses Buch eher skeptisch in die Hand genommen - und es nicht wieder weggelegt. Es stimmt, zeitweise etwas langatmig. Insgesamt aber fesselnd, überraschend mit einer Wendung, die nicht schon nach 50 Seiten ersichtlich war.
Ich fand die Geschichte in sich schlüssig, die Schilderung es eigentlichen "Paradieses" halte ich - obwohl ich noch nie dort war - für recht realistisch. Abseits der Touristenhochburgen sieht das Leben eben anders aus.
Manche Passagen nicht ganz erschlossen haben und wirkten gar zu phantastisch, aber das hat dem Gesamtwerk keinen Abbruch getan.
Es war eines der besten Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe und würde es jedem empfehlen, der Wert auf gute Spannung und ein bisschen Herzklopfen legt und auch mit Adrenalin einschlafen kann.

12.01.2013 18:59:32
Oliver

Titel und Cover der deutschen Ausgabe sind irreführend. Nick Stone, ehemaliger Hobby-Boxer, Sohn des bekannten britischen Historikers Norman Stone und einer Haitianerin, verbindet geschickt einen spannenden Plot mit atmosphärisch dichten und dokumentarisch anmutenden Schilderungen Haitis und Miamis. Die Beschreibung des "Cité Soleil" genannten Slums - einem der größten der Welt - hat Eingang in Wikipedia gefunden. Die Detektivgeschichte ist klassisch erzählt, sie lebt von der Atmosphäre des Ortes. Die Hauptfigur Max Mingus - sie erinnert an Bruce Willis - ist sehr amerikanisch. Die Kritik an den USA als Besatzungsmacht in Haiti sehr europäisch. Ein in seinen Schilderungen und seiner Planung intelligent angelegtes Buch, das aber längen hat - unwahrscheinlich, mit welcher Leichtigkeit seitenweise Verdächtige am Ende die Geheimnisse erzählen. Lesenswert.

23.09.2012 13:23:00
Toyota

Die Story war ganz interessant, auch im Hinblick darauf, zu lesen wie Voodoo praktiziert wird und was für ein Netzwerk von üblen Machenschaften mit dieser Geschichte verbunden war, aber ich habe schon spannendere Bücher gelesen. Der Anfang des Buches las sich ganz gut, dann zog es sich ziemlich in die Länge. Das Buch hat sich mehr gelesen wie ein Bericht in einer Zeitung. Nachdem mir das Buch als "der Hit" angepiesen wurde, war ich doch recht enttäuscht. Aber da sieht man mal wieder das die Geschmäcker sehr unterschiedlich sind.

22.05.2011 01:22:13
Helle

Ich nahm das englischsprachige Original in die Hand und - habe nicht mehr losgelassen. Mit viel Wörterbuchhilfe wurde es mein erstes Englisch-Lese-Erlebnis. Voodoo dominiert nicht derart die Handlung, so dass es als Titel nicht geeignet scheint. Der Originaltitel "Mr. Clarinett" erweist sich als zutreffender. Die "lange Vorgeschichte" war nicht uninteressant, und sie hilft, Wesen und Charakter des Protagonisten verstehen- und kennenzulernen.Nick Stone empfehle ich weiter

18.02.2011 11:17:10
Milva_CH

Fazit vorweg: Spannendes Buch zur Weiterempfehlung für Leser, die ein breites Blickfeld haben und sich nicht nur auf Mord und Todschlag fokusieren.

Ganz ehrlich, nach knapp 150 Seiten wollte ich das Buch wieder ins Regal stellen. Dann nahm ich es doch nochmals in die Finger und wollte es nicht mehr loslassen. Ich hatte Schwierigkeiten mich in die lange Vorgeschichte einzulesen und mit der Hauptperson Max "warm" zu werden. Aber sobald er in Haiti gelandet war und den Pflichtbesuch bei den Carvers hinter sich hatte, packte mich das Buch definitiv.

Ebenfalls finde ich den Ort der Handlung spannend. Mal was anderes als immer nur London, New York, etc. Eben das armutsgetränkte, korrupte Haiti fernab von Touristen und Fotokullissen für Hochglanz-Ferienprospekte.

Ich empfehle die letzten Seiten ohne Müdigkeitsanfälle (kurz vor dem Einlschaffen) und Geräuschekulisse (im öV, während der TV läuft, etc.) zu lesen, denn die letzten 20 Seiten decken den ganzen "Clou" des Buches auf und das zu verpassen wäre wirklich schade schon alleine wegen der Zeit, die man in die restlichen knapp 560 Seiten lesen gesteckt hat!

30.10.2010 15:27:39
frankphilipp

Das Buch ist einfach der Hammer. Haiti wird hier beschrieben wie es ist, und nach dem Erdbeben ist das alles noch sehr viel schlimmer geworden. Nichts mit klischeehaftem Karibikinselfeeling sondern Not und Elend vom brutalsten, man riecht es förmlich.
Die Story ist gut konzipiert und mit einem Schreibstil geschrieben der seinesgleichen sucht... große Schreibkunst nenne ich das.
Der Protagonist Max Mingus, ein gebrochener, der zurück ins Leben findet indem er seinen Überzeugungen treu bleibt und der brutalen Realität den Kampf ansagt.
Nick Stone verzichtet komplett auf effekthaschende "Gesülzeinlagen" und hat einen Thriller geschaffen der unter die Haut geht und eine Religion beschreibt die für unsere verklärten "Vatikangebügelten" Seelen nur schwer zu verstehen ist. Voodoo ist halt mehr als Püppchen und Nadeln und hier versteht man diese komplexe Sache ein wenig besser... wenn man will.

22.10.2010 18:07:48
Mettmurderer

hat mich persönlich nicht überzeugt, liegt aber wohl eher daran, dass ich der ganzen voodoo geschichte vonvorneherein etwas skeptisch gegenüberstand. die traum-/suff-/ drogensequenzen gingen mir tierisch auf die nerven. fand das buch alles in allem nicht gelungen. figuren, handlungsstrang etc haben mich nicht erreicht.

10.08.2010 15:41:44
Harry

Ich habe dieses Buch gelesen und gelesen und gelesen, und muss sagen, ein klasse roman. Diesmal nicht in Leseprobe, sondern den ganzen Roman.
Meiner Meinung nach schreibt er so hervorragend, dass man sich vorstellt, es ist in Wirklichkeit so passiert.
Ein Krimi ist es schon, aber eher ein Thriller, unzwar ein Gruseliger als die anderen, die ich kenne.
Einer der besten, die ich gelesen habe. Aber die Dialoge sind schon lang, aber das heißt nicht, dass dieses Buch schlecht ist.
Dieser Thriller ist für mich der beste als die anderen.

11.07.2010 17:03:51
Sina

Ein hochinteressantes, brutal menschlich-unmenschliches Intrigenspiel. Die Hauptfigur steht als abgehärteter Mensch, dem noch ein paar Ideale geblieben sind, vor dem Drecksloch schlechthin- unangenehme Überraschungen am laufenden Band, der Unterschied zwischen Armut an der Grenze zum Selbstverzehr und auf unvorstellbarem Reichtum, Vergewaltigungen en masse lassen dem Leser nicht die Wahl zwischen Würgreiz und Faszination. Spielchen und Intrigen vom höchsten politischen Wirkungsgras müssen durchschaut, Grenzen in andere Denkwelten übertreten werden. Absolut lesbar, auch für Anfänger- allerdings mit Pausen.

02.05.2010 22:09:17
Schrodo

Max Mingus, frisch aus dem Gefängnis entlassener Ex-Polizist und Privatdetektiv, nimmt den Auftrag an, ein 3- jähriges Kind zu finden. Der kleine Sohn einer einflussreichen haitanischen Familie wurde vor zwei Jahren entführt. Max kommt dieser Job gerade recht, nicht nur wegen der üppigen Belohnung, sondern auch weit weg von Zuhause, nämlich in Haiti. Er möchte einen Schlussstrich unter seine verkorkste Vergangenheit und den Tod seiner Frau ziehen.
Der Titel verwirrt ein wenig. In dem Buch geht es mehr um Geschichte und Korruption in Haiti, als um spannende Voodoo-Themen. Die Geschichte ist doch etwas übertrieben und wirkt konstruiert.
Geduld muss man schon mitbringen, da die Story eine ziemlich lange Anlaufzeit benötigt und auch immer wieder in eine wahllose Aneinanderreihung von Belanglosigkeiten abdriftet. Die Spannung wird nur sehr schleppend aufgebaut und kaum ist sie mal da…ist sie auch schon wieder verschwunden. Erst zum „Showdown“ auf den letzten 150 Seiten wird sie wieder ein wenig hervorgekramt.
Ich weiß nicht ob es in Haiti tatsächlich so wie beschrieben ist. Es muss ein verdorrtes und verarmtes, dreckiges und widerlich stinkendes Land sein, in dem Hunger, Drogen, AIDS und Korruption herrschen. Schade eigentlich!
Insgesamt ein wenig langatmig. Trotzdem interessant, unterhaltend und gut zu lesen, mitreißend und spannend jedoch nicht.

31.03.2010 10:16:49
Harry

Ich habe dieses Buch eine Leseprobe gelesen von dieser Webseite und muss ganz ehrlich sagen, dass ist für mich zweifellos der spannendstes und dazu bestes Buch von Nick Stone. Kein anderer(außer Agatha Christie und Conan Doyle) kann genauso gut schreiben und spannend erzählen.Dieses Thema Voodoo fasziniert mich sehr besonders.
Handlung: Privatdetektiv Max Mingus bekommt einen Auftrag, den er nicht ablehnen kann. Der Milliardär beauftragt ihn, seinen Sohn zu suchen. Dafür bekommt er 10 Milliarden Dollar von ihn.
Charlie, so hieß das verschwundene Kind, ist nicht das einzige Kind, das spurlos verschwindet.
Zweifellos der beste Buch von ihn.

31.03.2010 00:28:15
WolfgangWUHR

Ich bin gebannt von diesem Buch. Über den Inhalt haben die anderen Rezensenten schon viel geschrieben.
Was ich faszinierend fand, das war die Schilderung des Lebens in einem Land, welches durch das Erdbeben plötzlich - kurzzeitig - in aller Munde war und genauso schnell vergessen wurde (jedenfalls zeiht sich diese Botschaft durch Stones Buch). Es ist ein Werk, welches uns Leser mit einer unbekannten, fremden und doch faszinierenden Welt konfrontiert. Stone hat die Gabe, sehr anschaulich zu schreiben.
Erstklassig!!!

16.02.2010 11:35:34
Jakob Zöller

Handlung logisch und schlüssig.
Charaktere komplex, aber nicht verworren und unsympathisch.
Dialoge sinnvoll und klischeefrei.
Überraschende Wendungen und besonders spannende Passagen inklusive.

Stone versteht es, mystischen Elemente mit spannenden Ermittlungspassagen sowie Gesellschaftskritik und schockierenden Einzelschicksalen zu kombinieren und verfügt über einen bemerkenswerten Schreibstil. Nur der Name des Protagonisten verblüffte mich etwas, weil er eher wie der Star einer Vormittags-Kindersendung klingt, als ein hartgesottener Privatermittler, der vor Gewalt nicht zurückschreckt.

Das Buch war mir für etwa zwei Wochen (ich lese bewusst langsam) eine ausgezeichnete Lektüre und Nick Stone legte mit "Voodoo" ein ausgezeichnetes Debut hin. Ich empfehle jedem, der Spannung kombiniert mit Gesellschaftskritik, das Buch zu lesen und sich den Namen Nick Stone zu merken.

25.10.2009 12:14:24
vifu

Ich hab das Buch gestern endlich ausgelesen. das Thema hat mich doch arg gefesselt und erschreckt. Kann mich nur "Alexander´s" Kritik anschließen. Die politischen Streifzüge fand ich dann doch ziemlich erhellend. Der Charakter von Max Mingus wurde sehr schön entwickelt und ich hoffe noch auf ein paar Folgegeschichten!

29.09.2009 16:26:28
Alexander

Habe das Buch vorhin ausgelesen und fand es richtig gut. Das Thema war meiner Meinung nach ziemlich originell und nicht so abgedroschen. Das gilt auch für den Schauplatz Haiti, dessen bewegte und tragische Geschichte und Gegenwart gut dargestellt wurde und auch die Figuren waren gut gezeichnet und überzeugend.
Die Vergleiche mit dem Graham Greeneklassiker "The Comedians", die in einer englischen Zeitung zu finden sind, sind durchaus berechtigt.
Ärgerlich finde ich nur den deutschen Titel "Voodoo". Hier wäre es, wie schon so oft, meiner Ansicht nach besser gewesen, wenn man den Originaltitel "Mr. Clarinet" einfach übernohmen hätte.

24.08.2009 15:59:49
LadyGodywer

Ein total spannendes und mitreißendes Buch!!!
Einzig und allein (meiner Meinung nach) zu bemängeln ist, das mich die andauernden erklärenden politischen Hintergründe ein wenig gelangweilt haben und ich die Zeilen dann auch mal gerne übersprungen habe :)
Aber wenn man davon mal absieht, ist der Roman wirklich gelungen, die Darstellung der Hauptprotagonisten ist gelungen und nicht überzogen und auch die Beschreibung der einzelnen Handlungsorte waren durchweg vorstellbar, sodass ich glücklich sein konnte das ich die "stinkigen Slums" nicht riechen musste :) Absolut empfehlenswert, kein 0815 Thriller !!!

05.07.2009 14:41:22
swigl88

Atemberaubend wie Nick Stone die Landschaft Haitis zu beschreiben vermag.

Die Geschichte besitzt einen roten Faden, der sich über alle Seiten zieht und am Ende logischen Lösung des Rätsels führt.

Weiters ist der Protagonist Max Mingus aus meiner Sicht vollkommen gelungen.

Kleines Manko, dass ich die Auflösung etwas überzogen finde.

Voodoo ist sicherlich eines der besseren Bücher und verdient sich somit auch die 89° die ich für dieses Klasse Werk getrost vergeben kann.

Empfehlenswert!

29.06.2009 08:23:14
zugroaster

Vom Anfang bis zum Ende nur noch toll und spannend. Man ist von Anfang an gefesselt von der Geschichte und erfährt sehr viel über Haiti und über den Vodoo-Kult. Vor allem auch über die Lebensart der Menschen dort. Max Mingus ist einfach ein toller Charakter und handelt teilweise nach seinem Herzen und nicht nach dem Gesetz.
Auf jeden Fall ein Knüller.

20.06.2009 18:21:32
realsatiriker

Der Originaltitel "Mr. Clarinet", der den deutschen Verlegern wahrscheinlich zu wenig reisserisch war, trifft den Kern des Buches besser, da es eigentlich "nur am Rande" um Vodoo geht. Gut so, denn ein Vodoo Buch bleibt bei mir normalerweise auch im Geschäft liegen, aber dieses hat ja schließlich den Steel Dagger als bester Thriller des Jahres gewonnen, also los geht`s.

Nick Stone schafft es den Leser über rund 600 Seiten zu beschäftigen, was per se schon ein Qualitätsurteil darstellt. Sein Hauptcharakter Max Mingus entstammt der "ehemals harter Bulle" Schule, fängt auch wieder an zu trinken, unterscheidet sich aber vom Einheitsbrei seiner Kollegen wohltuend dadurch, dass der Autor ihm Schwächen zugesteht, die ihn höchst menschlich erscheinen lassen.

Der Plot selbst besticht durch immer neue Wendungen und Verbindungen, die man eigentlich nie wirklich kommen sieht, die aber auch einer schärferen Analyse durchaus standhalten können. Dazu kommt die Atmosphäre Haitis, die zumindest mir bisher fremd war aber stets greifbar und mysteriös bleibt.

Das Buch gehört nicht zu meinen absoluten Lieblingsthrillern, sticht aber als ein sehr gelungenes Werk der Spannungsliteratur heraus.

KC: 85

19.06.2009 09:54:31
Susannah

Miami, USA, Gegenwart. Max Mingus, ehemaliger Cop, wird nach 7 Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Seine Frau ist tot, sein Leben verbaut. Umso überraschender, als ihn Allain Carver, aufsucht, und ihm einen Job anbietet: Mingus soll den Sohn der Carvers finden, den jungen Charlie. Als Belohnung winkt eine riesige Geldsumme. Mingus sagt zu und macht sich auf den Weg nach Haiti, wo der Junge verschwunden ist - wohl wissend, was seinen Vorgängern grauenhaftes passiert ist. Doch er ahnt nicht, welche Grauen ihn erwarten - und dass er am Schluss Grauenhafteres aufdecken wird, als eine Kindesentführung ...

Ganz großes Tennis! Ein fantastischer Thriller mit Schlafdefizitgefahr - das Buch kann man kaum weglegen. Nick Stone liegt hier als Erstlingswerk einen Knüller hin, der mein Thriller des Jahres werden könnte. Interessante CHaraktere, allen voran Max Mingus und eine spannende, undruchschaubre und stellenweise haaresträubende Handlung lassen echtes Lesevergnügen aufkommen. Die Mystik der Insel haiti tut ihr übriges zu einer gruseligen Atmosphäre, die wohl kaum einen kalt lassen dürfte. Zwar hat der Autor einen hang zum Reißerischen und manche Szenen wirken leicht übertrieben - dennoch fügen sie sich in das Gesamtbild perfekt ein! Lesen!

07.06.2009 16:30:35
nobi

Also ich kann die die durchweg überschwenglich, positiven Bewertungen nicht teilen. Spannung ist definitiv was anderes. Der Roman zieht sich doch arg in die Länge, ohne dass etwas wirklich spannendes geschieht. Er ist gut zu lesen, Kapitel nicht zu lang, aber das war´s dann auch schon. Kein Buch das einen fesselt. Von mir gibts höchstens 50°

24.05.2009 18:16:44
pescheg

Wäre nur der Titel ausschlaggebend, hätte ich "Voodoo" wohl nicht gelesen. Die Krimicouch und die Leserunden haben mich zur Lektüre gedrängt. Und siehe da: ein erstklassiger, kluger, packender Thriller, der alle Aufmerksamkeit verdient. Max Mingus ist in seiner inneren Zerrissenheit ein Hauptdarsteller mit Ecken und Kanten und Haiti ein Schauplatz, der einen idealen Hintergrund bietet. Und die beschriebenen Verbrechen lassen einen zweifeln, dass die Menschheit irgendwann mal aufhört, sich ständig neue Grausamkeiten und Schweinereien auszudenken.

Die Geschichte hat mich bewegt, die Erzählkunst, die geschickten Tempowechsel und die dichte Atmosphäre haben mich überzeugt. Nick Stone schafft es, das fremde Haiti den Leserinnen und Lesern näher zu bringen. Ich freue mich sehr auf den "Totenmeister" und hoffe, dass dieser die gleiche Qualität erreicht.

10.05.2009 16:07:17
krystian k.

ich habe mich so in das buch vertieft das es mir beim lesen so vorkam als ob ich es gerade als film sehe. ist am anfang zwar ein bischen langweilig , nach und nach wirds dann aber immer spannender :)
und wer weiß ob es nicht wirklich sowas gibt wie " die arche" ich freu mich auf das buch "der totenmeister" viel spaß beim lesen.

01.05.2009 18:58:43
freundbaer

Spannend zu lesen, wenn auch kein Pageturner. Dazu ist einfach wirklich zuviel Hocuspocus im Spiel. Auch die erotischen Szenen wirken wie Fremdkörper und nur des Genres wegen hinzugefügt. Insgesamt nicht schlecht, aber auch nicht mein Bestes gelesenes Buch. Auch wie die Bösen bei Max immer weich werden wirkt unglaubwürdig. Gut erzählt ist dagegen der Lebenslauf von Max und so leidet und fühlt man doch mit ihm mit.

23.04.2009 18:46:57
GiKaPla

Ich glaub es einfach nicht... Ich hab mir das Buch aus der Bibliothek ausgeliehen, hab es aber nach 130 Seiten wieder weggelegt, weil ich die Story nicht spannend fand. Jetzt lese ich hier im Internet, dass man auf den ersten 150 Seiten geduldig sein muss! Jetzt renne ich also resigniert wi(e)der in die Bibliothek... :/

20.04.2009 20:39:19
Krimi-Tina

Was für ein Buch. Ich bin lang davor zurück geschreckt, weil ich aufgrund des Titels eine mystische Geschichte mit viel übersinnlichem Kram vermutet habe. Was bei Krimis nicht so mein Fall ist. Zum Glück habe ich mich jetzt doch dran gewagt und bin schwer beeindruckt. Was Stone da an genialem Plot und Action und vor allem auch Atmosphäre hinbekommen hat, ist höchst beachtlich. Und Max Mingus ist, wie schon von der Krimi-Couch geschrieben, ein Mensch, dem man gerne zusieht, weil er einen mit seiner Traumatisierung nicht seitenlang behelligt, darin Bird Parker von John Connolly nicht unähnlich.Und das alles vor dem ungewöhnlichen und hochinteressanten Hintergrund Haiti.
Fazit: Grandioser Krimi. Stone ist besser als Connolly. 98°

16.04.2009 17:28:33
as25

Ein ganz, ganz tolles Debüt !
Dieser Roman zählt wirklich zu den besten Thrillern der letzten Zeit. Ich freue mich schon auf den nächsten Roman von Stone!!!
Der Titel Voodoo ist typisch deutsch-reisserische Interpretation, eigentlich geht es nur nebenbei um Voodoo bzw. schwarze Magie ! Wie die Vorgänger schon beschrieben haben, geht es hier nicht schwarze Magie. Der Text auf der Rückseite lässt einen definitiv die falschen Schlüsse ziehen.

08.02.2009 23:40:29
Sarah

Super Buch, les so gut wie nie Bücher weil es mich meist langweilt aber dieses Buch war gigantisch einfach nur fesselnd!Habs jeden Tag im Zug gelesen. Hatte eine 1 12 Stunden Fahrt immer vor mir, hätt mir oft gewünscht die zugfahrt wäre nie vorbei gegangen!Bin traurig das ich kein so gutes Buch mehr gefunden habe! Bedanke mich wirklich sehr für diese spannende Buch!Danke^^

06.01.2009 15:07:08
André

Ich habe schon lange keinen 600-Seiten Schmöker mehr so verschlungen wie dieses Buch. Die äußerst bildhaften Beschreibungen der Szenerie sorgen für einen enormen Lesespaß. Ich laß das Buch am Strand, im Hintergrund trommelten Hippies auf Bongos.. Besser konnte die akustische Untermalung gar nicht sein..
Sehr empfehlenswert. Freu mich schon jetzt auf den Nachfolger.. aber der lässt ja noch ein wenig auf sich warten..

09.11.2008 21:34:03
Anakinakinna

Als ich mir das Buch auf Grund des vielversprechenden Klappentexts gekauft habe, habe ich mich innerlich trotzdem auf einen Ami-B-Thriller Kategorie "vorhersehbar" eingestellt, da ich häufig von neuen Thrillern enttäuscht bin/werde.
Als ich allerdings angefangen habe zu lesen, habe ich recht schnell diesen vorurteilhaften Missmut von Seite zu Seite beiseite gelegt und mich voll auf die Geschichte eingelassen.
Der langsame Aufbau des Buches, so finde ich, war weder schleppend, zehrend noch kriechend, sondern vielmehr hat es mir eine Stimmung von "Ruhe vor dem Sturm" vermittelt und eine innere Anspannung eingepflanzt, die mich dazu zwang, das Buch bei jeder erdenklichen Möglichkeit auszupacken und mich direkt nach Haiti zu bringen.
Noch zu erwähnen sind die absolut neugeschaffenen und äußerst zutreffenden Vergleiche und Beschreibungen von Menschen, Umständen, Situationen, Stimmungen und allerlei nennenswerten Kleinigkeiten.
Viele Stellen habe ich zwei Mal gelesen, weil sie mir so gut gefallen haben und ich die gerade entstandene Stimmung, die durch einen bravouröse Beschreibung Stones hinaufbeschworen wurde, nochmal verinnerlichen wollte und um den "Wow-Effekt" zu fassen.
Fasziniert, gespannt, neugierig und auch schockiert habe ich das Buch gefressen und am Ende ist auch das unangenehme Aufstoßen über ein enttäuschendes Ende ausgeblieben.
Meiner Meinung nach gehört dieses Buch für jeden Thriller-Geneigten gelesen!!
Hoffentlich wird die Fortsetzung genauso beeindruckend und ist in der Lage einen ähnlichen Eindruck zu hinterlassen.

08.09.2008 14:14:59
Alexandra

Ich habe seit langem keinen so packenden Thriller gelesen, wie der von Nick Stone.
Kopfkino vom feinsten!!
Ausserdem Haiti, ist mal was anderes, etwas völlig unentdecktes, er hat einem das land nah gebracht, was ich sehr an autoren schätze. man fühlt sich als würde man mit ihm zusammen ermitteln.
freue mich schon auf den nächsten fall.

23.08.2008 19:44:06
ooEnglchenoo

Also ich fande das Buch echt klasse auch wenn der Anfang nicht sehr leicht war aber es war eins der Highlights dass, das Jahr 2007 gebracht hat. Das Buch ist aber nicht umbedingt was für schwache Nerven.

Ich freu ich auf jedenfall schon auf weitere Bücher von Nick Stone. Ich vergebe eine Schulnote von eine 1* :)

21.08.2008 10:28:20
Magellan

"Eines sollte ich noch erwähnen", sagte Carver zum Schluss. "Die Aufgabe ist nicht ganz ungefährlich. Sagen wir eher - sehr gefährlich."
"Soll heißen?", fragte Max. " Ihre Vorgänger sind . . . Es ist nicht gut für sie gelaufen."
"Sie sind tot?"
Carver schwieg einen Augenblick. Sein Gesicht war fahl geworden. "Nein. Nicht tot, viel schlimmer."
(Nick Stone, "Voodoo")

Der Textteaser auf der Rückseite lässt den (gottseidank falschen!) Schluss zu, dass es sich bei "Voodoo" um einen Mysterythriller handelt, der mit dem früher allseits beliebten, aber nun etwas in der Versenkung verschwundenen Voodoo-Thema arbeitet. Ich frage mich manchmal, wer bei den Verlagen die Textausschnitte aussucht.
Na egal, "Voodoo" ist ein wie ich finde rundum gelungener, spannender Pageturner, den man (man verzeihe mir den Ausdruck) "nicht mehr aus der Hand legen kann." Max Mingus ist als Ex-Knacki und Ex-Bulle gut gezeichnet und ein Held in der Tradition des einsamen Rächers, wobei er durch seinen Kompagnon aus Polizeitagen Joe Liston bei der Suche nach dem kleinen Charlie Carver auf Haiti unterstützt wird. Max Mingus taucht hier in eine Welt ein, die sich zur Hälfte von seiner gewohnten, westlichen Welt bezüglich Aberglauben unterscheidet, aber im Gegenzug genauso korrupt, moralisch degeneriert und verdorben ist. Nick Stone versteht es meiner Meinung nach gut, diesen Zwiespalt zu schildern, was mit Sicherheit an seinen Wurzeln liegt. Wohltuend ist zudem, dass mensch einiges an Informationen zum Thema Voodoo erhält und nicht nur auf den allseits bekannten Zombies rumgeritten wird.
Die Story hat kaum langatmige Episoden, ist stringent spannend aufgebaut und arbeitet auf eine Auflösung hin, die zwar nichts Außergewöhnliches darstellt, aber doch so nicht erwartet wird, zumindest ging es mir so. Aber bekanntlich sind wir ja (fast) alle nur Normalleser und Hobbyrezensenten.:-)
"Voodoo" ist das Debüt von Nick Stone und ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung in deutscher Übersetzung.
Definitiv ein Autor, den man weiter beachten sollte.

26.05.2008 22:59:26
Sonny

Prinzipiell ist eigentlich schon alles gesagt. Der Stil ist flüssig. Die Protagonisten glaubwürdig. Die Story fesselt durchweg. An einigen Stellen etwas brutaler, aber eben an genau den Richtigen.
Kurz: Das Buch ist rund (so sagt man bei uns).
Eins der Highlights meiner Sammlung.

21.05.2008 11:55:47
Alexandra

Ich habe das Buch relativ schnell auslesen können. Es war sehr spannend und ließ sich schnell und angenehm lesen. Ich fand das Buch gut, aber ich kann nicht ganz nachvollziehen, wieso es so sehr über den grünen Klee gelobt wurde. Es ist eine solide Arbeit und der Hintergrund Haiti macht es natürlich von Hause aus schon mal interessanter als ein Schauplatz in Europa oder den USA.
Die Hauptfigur fand ich interessant. Ich finde auch nicht, dass sie blass bleibt. Ich werde auf jeden Fall auch das nächste Buch mit Max lesen. Auch kann ich nicht bestätigen, dass die ersten 100 Seiten langweilig sind.Gut, so richtige Krimi-Spannung kommt nicht auf, trotzdem werden die Vorgänge interessant beschrieben. Der Nachteil des Buches ist, dass die Auflösung nicht wirklich überrascht und eigentlich irgendwie jeder mit drin hängt.Trotzdem mein Fazit: Gute Unterhaltung, 80 Grad!

19.05.2008 15:13:58
Simone

Bin jetzt erst auf Seite 300 aber dieses Buch fesselt mich wie schon lange keines mehr.
Ich war 1996 selbst kurz in Haiti und Nick Stone beschreibt dieses Land wirklich so wie es ist und ich habe wahrlich nicht das schlimmste Elend sehen müssen.
Selbst die etwas besseren Gegenden sind für uns schon furchtbar.
Ich freue mich auf jeden Fall schon auf das zweite Buch mit dem äußerst sympatischen Max.

03.05.2008 07:34:12
Dani123

Habe das Buch zwar noch nicht durch aber der Autor hat schon ziemlich gut recherchiert, was Haiti betrifft. Wenn man sich mal ein bißchen im Internet umguckt, wird man zum größten Teil das finden, was der Autor beschreibt. Deshalb dafür schon mal 100 Punkte.

07.04.2008 16:42:04
Bookaddict

Aller Anfang ist schwierig, aber es lohnt sich etwas auf die Zähne zu beissen. Die Anlaufzeit beträgt ca. 150 Seiten, aber danach konnte ich "Voodoo" kaum mehr aus der Hand geben.
Das Interessanteste daran war, dass nichts so ist wie es auf den ersten Blick scheint. Die Guten sind doch nicht so gut, und die Bösen eben nicht nur böse.
Ich hoffe Haiti ist nicht so schrecklich wie Nick Stone es beschreib.

25.03.2008 16:31:23
Vanessa

Also ich finde das Buch absolut lesenswert.
Klar hat der Autor gewisse Vorurteile über das Land, aber ich finde den Schreibstil fesselnd.
Ausserdem ist es eben so, dass in dieser Gegend Voodoo als Art Religion gilt, warum sollte man also kein Buch drüber schreiben dürfen. Soll ja schliesslich keine Reiseempfehlung für Haiti sein, sondern ein spannender Krimi. Und das ist Nick Stone völlig gelungen.

19.03.2008 15:47:18
HerrHansen

Machen wir es kurz:

Auch wenn das Buch auf den bekannten Vorurteilen gegenüber Haiti und dessen Bewohnern aufbaut (ist hier ja schon vorgetragen worden) ist es von der Story her einfach geschickt gestrickt.

Auch wenn ich zugeben muss, dass man als Leser gerne öfter in die Handlung eingeweiht würde um dem Fortlauf der Geschichte zu folgen, baut sich hier nach einer relativ langen Anlaufphase (rund 100 Seiten, also nicht vorzeitig aufgeben) dann doch endlich eine Spannung auf, die aus meiner Sicht aber ein wenig zu früh ihr Pulver verschießt, deshalb einige Punkte Abzug.

Weitere Punkte Abzug gibt es für die an einigen Stellen relativ schlechte Übersetzung (z.b. verderbt statt verdorben etc.) und ein nicht wirklich aufmerksames Lektorat, so fehlen in mehreren Sätzen einfach Satzbausteine um einen flüssig formulierten Satz auf das Papier zu bringen.

Schade, denn es wären mehr als die nun von mir vergebenen 91° möglich gewesen!

10.03.2008 17:44:33
Frank Jotzo

Mariposa - Sie sind nie nach Haiti gewesen. Sie würden nicht drei Sekunden dauern. So träumen Sie gerechter Unterhalt auf dem Ablesen der Bücher und dem Hingeben Ihrem Carribbean.

09.03.2008 21:59:36
Mariposa

Noch mal die üblichen Vorurteile über Haiti, die die Welt nicht braucht!
Was hat dieses Land dem Rest der Welt nur getan, damit man ihm so absolut gar keine Chance gibt???
Als der Protagonist am Anfang sagt, zu Haiti fielen ihm nur "Aids, Bootsflüchtlinge, Papa Doc, Baby Doc, Voodoo etc" ein, hegte ich die Hoffnung, er würde etwas dazulernen. Aber weit gefehlt: es geht von stereotypen Klischees (Voodoo-Rituale als primitive Orgien, Einheimische, denen man besser nicht im Dunkeln begegnet) über Beschreibungen, die das Land auf eine Ekelkulisse für Gruselgeschichten reduzieren ("Port au Prince gleicht einer getrockneten Lache von Erbrochenen" u.ä.) bishin zu drastischer Geschichtsverfälschung ("der Sklavenaufstand, der in die Unabhängigkeit Haitis mündete, begann damit, daß die Aufständischen in Gonaives ein weißes Kind schlachteten"). Die Handlung ist zwar spannend, und daß ein Thriller von Verbrechen handelt liegt in der Natur der Dinge, aber MUSS DAS DENN SEIN? Haiti, die erste unabhängige Republik Lateinamerikas und einziges Land der Welt, in dem die Sklaven dauerhaft ihre Herren vertrieben, hat auch heute noch soviel mehr zu bieten als den Dreck und Elend, auf den es die presse reduziert. Nein, es ist nicht alles schrott und graubraun und hoffnungslos. Ganz im Gegenteil, das Land schreit nur so von bunten Farben, und die Menschen sind der ständige Beweis für ein tapferes Volk, das sich nicht unterkriegen läßt.

29.02.2008 08:20:09
legolasnala

Als ich das Buch kaufte,dachte ich noch an Spannung und kribbelndes Lesevergnügen.Aber nach etlichen Seiten legte ich es weg.Ich komme nicht in das Buch und empfinde es als langwierig und langweilig.
Möglicherweise versuche ich es erneut zu lesen,aber viel viel später.Schade.

29.02.2008 08:19:07
legolasnala

Als ich das Buch kaufte,dachte ich noch an Spannung und kribbelndes Lesevergnügen.Aber nach etlichen Seiten legte ich es weg.Ich komme nicht in das Buch und empfinde es als langwierig und langweilig.
Möglicherweise versuche ich es erneut zu lesen,aber viel viel später.Schade.

27.02.2008 15:43:11
Stefan83

Um es gleich vorneweg zu sagen: Wer bei dem reißerischen Titel „Voodoo“ an Mystery- und Okkult-Elemente denkt, dem sei gleich gesagt, dass er so gut wie nichts von dem in Nick Stones Debütroman vorfinden wird. Auch der Klappentext, der einen reißerischen, blutigen Plot im Stile eines Grangé erwarten lässt, führt in die Irre und macht einmal mehr die Unfähigkeit gewisser Verlage deutlich, ein Buch auch passend zum Inhalt richtig zu vermarkten. Und „Voodoo“ hätte eine bessere Werbung durchaus verdient gehabt. Autor Nick Stone, dessen Mutter selbst aus Haiti stammt, hat mit diesem erstklassig recherchierten Buch nicht nur einen beeindruckenden Erstling vorgelegt, sondern gleichzeitig die Milieustudie eines der ärmsten Länder der Welt gezeichnet, welche den Finger tief in die Wunde der westlichen Haltung des Wegschauens legt. Hier wird eine Geschichte erzählt und nicht, wie so oft bei vergleichbaren Werken, einfach abgehandelt. „Voodoo“ überzeugt von Seite eins an mit einem erfrisch eigenständigen Stil, knallharter, schonungsloser Sprache und einem Protagonisten, zu dem man, trotz eines mittlerweile austauschbaren Lebenslaufs (Frau gestorben, Alkohohlprobleme, gestürzter Held), auf Anhieb eine gefühlsmäßige Verbindung herstellt. Woran das liegt? Max Mingus ist nicht das perfektionierte Gute, kurzum glaubhaft und echt. Überhaupt sind die moralischen Grenzen in „Voodoo“ teilweise bis zur Unkenntlichkeit verschwommen, denn selbst das Böse hat hier viele Facetten. So ist es nicht verwunderlich, dass man plötzlich die Verhaltensweisen eines Drogenbarons nachvollziehen und im selben Moment für eine Gruppe indischer UN-Truppen nichts als Verachtung empfinden kann. Besagte Szene hat mich übrigens bei der Lektüre im Sessel winden lassen, so plastisch hat Stone sie geschildert. Obwohl das Buch mit mehr als 600 Seiten durchaus an Umfang hat, ist jede einzelne Seite derart inhaltsreich, dass sich Langeweile partout nicht einstellen will. Dies ist bewundernswert, zumal „Voodoo“ nicht im eigentlichen Sinne eines Thrillers spannend ist. Stone findet vielmehr Worte, die es unmöglich machen den Blick auch nur eine Sekunde von den Seiten zu wenden. Allein die bildreiche Sprache hat mich streckenweise derart in den Bann gezogen, dass ich meinte die haitianische Sonne, die Hitze des Asphalts spüren zu können. Das Ende bietet dann (ich fühlet mich an Deaver erinnert) noch ein, zwei Wendungen, die zusätzlich für Gänsehaut beim Leser sorgen. Insgesamt ist „Voodoo“ samt Autor Nick Stone für mich die Entdeckung des Jahres 2007 in diesem Genre. Ein exotischer, realistischer, bewegender Thriller mit viel Tiefgang und einer Message, der die erhaltenen Auszeichnungen mehr als verdient hat. Auf den zweiten Band, welcher zeitlich vor „Voodoo“ angesiedelt ist, darf gespannt gewartet werden.

19.02.2008 09:01:52
mo

Erst hatte ich geglaubt, dass diese furchtbaren Zustände, wie im Buch beschrieben nur im Kopf des "kranken" Autors exisitieren. Aber nach vielen Recherchen kam ich zu dem Schluss es gibt sie genauso. Soviele Informationen über dieses unbekannte Land in einen spanndenden Krimi zu packen verdient ein extra Lob von mir, denn das Buch hat mein Interesse für Haiti geweckt und ich habe mir auch schon andere - seriösere-Literatur darüber besorgt. Was die Krimihandlung anbelangt: Ich habe auch ca. 100 Seiten gebraucht um mich in der komplizierten Geschichte des Max Mingus zurechtzufinden, aber wenn man einmal drin ist, geht es zügig voran. Max ist ein Held mit vielen Widersprüchen und das Ende kommt nicht ganz so spannend wie erwartet und ist etwas konstruiert. Trotzdem unbedingt lesenswert!

09.02.2008 10:32:42
Krimi-Tante

Dieses Buch ist für mich schwer zu beurteilen. Erst mal hat es eine ganze Zeit gedauert, bis ich es "gerne" gelesen habe - der Beginn ist ausgesprochen schleppend, in den ersten hunderten Seiten passiert nichts besonderes. Eigentlich hätte ich es da schon in die Ecke geschmissen, aber aufgrund der anderen positiven Stimmen hier habe ich es weiter gelesen. Irgendwie gelohnt hat es sich dann doch noch.
Die Story entwickelt sich gegen Ende noch so, dass auch ich sie als spannend empfand. Allerdings habe ich den Anspruch an ein Buch, dass es mich von Anfang an im Bann hält. "Voodoo" plätschert eigentlich nur so vor sich hin. Gut, man hört viel über Haiti, den Voodoo-Kult - das fand ich interessant. Aber der Aufbau des Buchs, die ausführlichen Beschreibungen (bisweilen sehr ermüdend), der für mich nicht "plastische" Protagonist - all das führt dazu, dass "Voodoo" für mich nicht das Buch des Jahres ist, wie vielleicht für viele andere hier.
Mein Fazit: naja... plätscher plätscher

01.02.2008 08:03:17
mumi

Also ich fand das Buch nicht so toll wie hier beschrieben wird. Habe eine ewigkeit dafür gebraucht, weil nie richtung Spannung aufgebaut wird.
Ok teilweise Interessasnt wegen der geschichte Haiti´s, aber wenn ich mehr über eine Land erfahren möchte kaufe ich mir ein Reisebuch.
Max ist für mich ein Langweiler.
Ich kann dieses Buch nur denen weiterempfehlen die Lust auf Geschichte haben,aber Thriller-Leser sollten die Finger davon lassen.

Meine Wertung 41°

31.01.2008 15:57:45
SiSchu

Vodoo ist in jedem Fall ein ganz nettes und unterhaltsames Buch. Leider hält das Buch nicht, was der Titel noch verspricht. Wirklich spannende Zombie-Szenen gibt es leider nicht. Auch ist der Kurzausschnitt auf der Rückseite des Buches eher misleading. A

26.01.2008 14:28:29
Chris.

Alles in Allem ist "Voodoo" ein recht gutes Buch und definitiv lesenswert.
Dennnoch hätte es mich nicht gestört, wenn es so an die 100 Seiten weniger gehabt hätte. Natürlich ist eine genaue Beschreibung des Ortes der Handlung, der (politischen + sozialen) Lage, der agierenden Personen etc wichtig, um für Atmosphäre zu sorgen, damit man mit den Charakteren mitfühlen kann, damit man das nötige Hintergrundwissen hat . . . kurzum: Das alles ist wichtig. Trotzdem wäre in diesem Fall ein bisschen weniger mehr gewesen.
So "plätschert" die Handlung halt vor sich hin

MfG Chris.

PS: Meine Meinung etwa ausführlicher beschrieben, kann man im Thread: „Im Disput: Voodoo von Nick Stone“ lesen.

21.01.2008 09:00:18
mase

Habe jetzt auch meine täglichen 3.000 Liegestützen gepumpt, und kann mich äussern ;-)
Ehrlich gesagt, weiss ich überhaupt nicht, warum ich das Buch zu Ende gelesen habe. Ja, der Roman hat mir gefallen. Warum? Ich weiss es echt nicht! Sonderlich spannend ist es nicht, aber nie langweilig. Es ist einfach gut geschrieben. Der Leser ist immer in Erwartung, dass im nächsten Kapitel die Post abgeht, aber es passiert nichts und es stört trotzdem nicht.
Der Protagonist kommt nicht sehr glaubwürdig rüber, da verweise ich an die Rezi von Bio-Fan.
Ich habe Voodoo gelesen, es hat mich unterhalten und der Grund dafür wird mir vielleicht irgendwann in den Schoss fallen. Wenn nicht, dann auch egal.

15.01.2008 01:38:52
Rolf.P

Da ist zum einen die klare Ausdrucksweise und der lockere Schreibstil, mit dem Stone den Leser schnell in die zügige Handlung einführt.
Während man viel über Umgebung, Hauptperson und Nebendarsteller erfährt, ohne aber zu irgendeinem Zeitpunkt in Langeweile abzudriften, zieht das Buch ab der Mitte gewaltig an und lässt einen nicht mehr los.
Ein überzeugender, fesselnder Thriller!

14.01.2008 22:47:46
Michelle

Mein erste Eindruck war "super". Mein zweiter Eindruck war "super" Jetzt bin ich auf Seite 350 und frustriert. Die Idee, eine spannende Handlung mit der Geschichte Haitis und den Nöten der Bevölkerung zu kombinieren, war gut. Jedoch verrennt sich der Autor zu sehr in die Historie Haitis, dem "Versagen" der Blauhelme, der Ausbeutung der Bevölkerung sowie derem Elend. Nicht umsonst gilt Haiti als zerfallener Staat. Dabei versäumt es Stone allerdings die Handlung voranzutreiben. Auf die Dauer ist es ermüdend, die xte Befragung mitzuerleben. Mingus ist vom Typ her ein interessanter Character; gebrochen, im Knast, seiner Ideale beraubt. Jedoch wird die Characterzeichnung nicht vorangetrieben. So bleibt auch diese Figur in Plattidüden stecken. Mit fast 600 Seiten ist der Roman überdimensioniert. Würde die Handlung auf 400 Seiten gestrafft werden, hätte die Handlung erheblich mehr Dichte. Im Endeffekt ein interessanter Plot mit ungenügender Umsetzung. Dafür gibt es 50 %

14.01.2008 22:14:29
Larna

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Bisher war Haiti nur der Name eines Landes, jetzt weiß ich deutlich mehr über dieses Land und habe auch im Internet weiter recherchiert, was ich nur bei sehr wenigen Büchern tue.
Die Figuren haben Ecken und Kanten und die Hauptperson zieht ihre Linie zwischen Gut und Böse anders als ein "klassischer Held". Auch die Bösewichte sind nicht nur böse, sondern haben auch andere Züge, die sie menschlich(er) werden lassen.
Ein paar kleine Kritikpunkte habe ich allerdings doch: Acht Jahre Knast, keinen Sex und dann jeder Hure wiederstehen? 5000 CDs und jeden Text auswendig können? Naja, vermutlich nicht. ;-) Außerdem bleibt der Privatdetektiv ein bischen blaß, ich hätte mir mehr über sein Gefühlsleben und seine Gedankenwelt erhofft.
Trotzdem ein lesenswertes Buch, das von mir 85° bekommt.

13.01.2008 18:52:11
sue82

Ich fand das Buch echt klasse. Spannend geschrieben, gut recherchiert und einer realistischen Story mit viel Hintergrundwissen. Mit eines der besten Bücher die ich bisher gelesen habe.
Bin gespannt auf den 2ten Teil um Max Mingus.

09.01.2008 12:00:28
Tom

Habe das Buch erst kürzlich gekauft. Bin mitlerweile auf Seite 380.
Bis jetzt hat mich dieses Werk in keiner hinsicht gepackt.
Hoffentlich wird der Endspurt etwas besser.

08.01.2008 22:58:07
C_1991

Also ich fande das Buch echt klasse... und es war eins der Highlights dass, das Jahr 2007 gebracht hat. Ich freu ich auf jedenfall schon auf weitere Bücher von Nick Stone.

07.01.2008 16:22:52
Max

Auf solch einen Roman habe ich gewartet.
Ich habe noch nie soviel über Haiti er-
fahren. Unbedingt das Buch des Jahres.
Wenn ich nicht so viel zu lesen hätte,
würde ich es ein zweites mal lesen. Man ist
gespannt auf den nächsten Roman.

31.12.2007 14:24:22
Bio-Fan

"Voodoo" ist einer von diesen "Selbstläufern", die ich Jahr für Jahr manchmal mit Staunen betrachte, weil ihr Erfolg bei mir nicht immer mit Qualität verbunden ist. Solche Titel lese ich dann besonders kritisch.
Nick Stone zündet ein Feuerwerk an guten Ideen: Das Bürgerkriegsszenario erzeugt Realitätsnähe, die Geschäfte des Monsieur Clarinette machen uns betroffen, die Greueltaten der UN-Truppen hauen uns um, wobei ich mich bei letzterem frage, warum gerade Bangla Deshis, und nicht Deutsche oder Amis (ist vielleicht nicht gerade verkaufsfördernd?)?
Das ist der Hintergrund für den Auftritt unseres Helden:Ex-Boxer, Ex-Polizist, Ex-Privatdetektiv, Ex-Knacki, Ex-Ehemann(das war jetzt gemein, seine Frau ist verunglückt) Max Mingus. Er ist natürlich erste Wahl für den gefährlichen Job. Vielseitig interessiert(er kennt 5000 CDs in und auswendig), körperlich einigermassen fit(er machte im Knast jeden morgen locker 3000 Liegestütze und Situps) psychologisch versiert( sein Spezialgebiet: das Brunftverhalten amerikanischer Yuppies beim ersten Date) durchsetzungswillig(schließlich hat er 3 Jugendliche hingerichtet), er raucht nicht, er trinkt nicht(na gut nur mal zur Beruhigung) rumhuren tut er auch nicht(trotz acht Jahre Knast).Superman?
Eine solche Personenbeschreibung geht mir nur auf den Geist. Wenn dann seine Ermittlungen als völlig planlos dargestellt werden, er in kritischen Situationen doch lieber einen rechten Haken austeilen möchte als mal nachzudenken oder... oder. ist er nun eine tragische Figur? Nein, denn Stone gewährt ihm keine Selbstreflexion.
Von Ungereimheiten, die leider in der ganzen Geschichte vorkommen, schreibe
ich nichts, weil ich da zuviel von der Story verraten müsste.
Ein Volltreffer sieht bei mir anders aus.

25.12.2007 19:51:07
Anja S.

Das hier ist ein wirklich spannend geschriebener und blendend recherchierter Thriller. Außerdem ein originelles Thema mit viel gutem Hintergrundwissen. Es ist auf jeden Fall eines der Highlights des Jahres 2007.
Weiter so, mehr davon!!!

22.12.2007 11:42:25
kissace

Auch wenn der Titel doch etwas irreführend ist gefällt vor allem die exotische Location und vor allem die tolle Recherche des Autors. Auch die politischen Hintergründe machen das Buch zusätzlich interessant.
Man erfährt sehr viel über die Lebensumstände auf Haiti.
Story und Charaktere der Geschichte stimmen zudem.. ein echter VOLLTREFFER.
94 Grad

12.12.2007 07:26:22
bubble70124

Wer eine Geschichte erwartet mit Voodoo-Riten oder Okkultismus, weit gefehlt. Es handelt sich hier um einen bedrückend realistischen Thriller. Die Geschichte spielt in Haiti, wie ich finde, eine sehr interessante Kulisse. Man lernt einiges über Kultur, Land und Leute sowie über politische Hintergründe. Ein wenig Geduld muss man allerdings haben, da vieles sehr ausführlich erläutert wird und daher die Spannung am Anfang etwas auf sich warten lässt. Aber das Warten lohnt sich. Voodoo nimmt für mich Platz 1 in meiner Liste der besten Bücher des Jahres 2007 ein und ich warte nun schon gespannt auf den 2. Roman mit Max Mingus.

12.12.2007 02:37:03
Stubs

Voodoo ist ein blended recherchiertes Buch. Es lässt sich sehr flüssig lesen, auch wenn die gelegentliche Detailverliebtheit für mich die ein oder andere Länge im Plot verursachte. Nick Stone zieht den Spannungsbogen kontinuierlich an. Der Detektiv, Max Mingus, kommt authentisch und schlüssig rüber - hätte ihn mir aber nach all den Jahren Knast mit einer größeren Libido gewünscht.
Insgesamt ein empfehlenswertes Buch, dass man sicher kaum aus der Hand legen mag, wenn man einmal angefangen hat.
Gewöhnungsbedürftig waren für mich die Tempowechsel. Stone peitscht einen gelegentlich durch die Handlung und gerade, wenn man atemlos die nächste Seite umblättert, nimmt er das Tempo raus. Aber - wie gesagt - gutes Buch - macht mehr Lust auf Nick Stone.

11.12.2007 09:16:20
Christiane34

dies ist sicher eins der besten Buecher die ich je gelesen habe. Vom titel sollte man sich nicht in die Irre fuehren lassen, es geht nich um Geister und Uebersinnliches, wenn es auch eine Rolle spielt in dem Buch. Die Hauptpersonen haben Ecken und Kanten, das Land, Haiti, ein Land am Abgrund bietet eine gute Kulisse fuer einen Thriller. Ganz nebenbei lernt man auch noch etwas ueber die Politik und Religion der Menschen dort. Zum Tiel ist es erschreckent zu lesen in welcher grossen Armut diese Menschen leben, unter welchen Umstaenden. Mit diesem Buch ist Haiti sicher wieder ein wenig mehr in den Blickpunkt der Menschen hierzulande gerueckt.
Allgemein kann ich sagen, auf jedefall lesen!!!

09.12.2007 20:43:16
Bartensen

Spannendes und fesselndes Buch in einem ungewöhnlichen Ambiente ... Ein erschreckendes Thema in einem geplagten Land ...
Vom Handlungsablauf und den typischen Wendungen & falschen Spuren her allerdings ein sehr klassischer Private-Eye-Roman ... vielleicht zum Ende hin etwas zu vorhersehbar ... Trotzdem große Klasse und eine Empfehlung wert !

07.12.2007 09:28:50
Jürgen Schmidt

Absolut ungewöhnlich und ...genial, Lese Vergnügen pur!*!Solch faszinierendes Buch gibt es -nicht- jedes Jahr.also.lass mich/uns nicht lange warten ..Mr.Nick Stone.

04.12.2007 11:07:24
Cordula

Ein absolut fesselndes Buch. Kaputte Charaktere in einem kaputten Land, in das ich - nach dieser Lektüre - am liebsten meine Schwiegermutter in Urlaub schicken würde. Handlung nicht vorhersehbar und es ist vieles nicht so wie es scheint. Eines der besten Bücher, die dieses Jahr erschienen sind. Auch ich bin schon auf die Fortsetzung gespannt.

03.12.2007 10:28:51
Frank

Ein Hammer von einem Buch.
Zunächst mal führt der Titel tatsächlich auf eine falsche Fährte,ebenso wie der doch eher auf einen Horrorroman hindeutende Klappentext.Aber genau darum handelt es sich hier halt nicht.Vielmehr legt der Autor hier einen klassischen Copthriller hin,der (und das als Debut) zu 100% überzeugen kann.Interessantes gibt es zudem über das Land Haiti und dessen politischer Situation zu erfahren.In diesem Roman ist gut nicht immer gut,und auch das Böse hat viele Facetten.Definitiv eines der besten Bücher die mir dieses Jahr in die Finger gekommen sind.Ich warte schon auf das Prequel.
100 %.