Blutschatten

Erschienen: Januar 1989

Bibliographische Angaben

  • New York: Mysterious Press, 1988, Titel: 'The Big Nowhere', Seiten: 406, Originalsprache
  • Frankfurt am Main; Berlin: Ullstein, 1989, Seiten: 469, Übersetzt: Helmut Grass
  • Frankfurt am Main; Berlin: Ullstein, 1992, Seiten: 469, Übersetzt: Helmut Grass
  • Berlin: Ullstein, 1999, Seiten: 608, Übersetzt: Helmut Grass

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Hollywood 1950: In der Traumfabrik beginnt die große Hatz auf Kommunisten und angebliche Sympathisanten. Gleichzeitig schlägt ein offenbar irrsinniger Mörder die Stadt in seinen Bann. "Blutschatten" ist die Geschichte der Jagd nach dem Killer. Und ein Roman über drei gefährliche Männer, ihre Schuld, Verstrickung und letzliche Erlösung.

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Letzte Kommentare:
12.03.2004 21:34:12
David Theis

Ein unglaublich mitreißendes, leidenschaftliches Buch, das mich einfach nur umgehauen hat. Ellroy schreibt wie ein Gott und das übertrifft locker seinen Vorgänger "Blut auf dem Mond". Ein Muß!

12.12.2002 17:14:45
Lars Mielke

Das ist nun das zweite Buch innerhalb des sogenannten "L.A. Quartetts" von Ellroy. Der Handlungsfaden ist hier sehr geradlinig gezogen worden. Ein wahnsinniger Mörder bringt (scheinbar) wahllos Menschen um. Ein junger Cop aus dem Sheriff Department soll die Fälle aufklären, weil sonst niemand Lust dazu hat. Die Fälle scheinen ins Homosexuellen Milieu zu weisen, was in einer Cop Karriere nicht sonderlich zu den Highlights zählt. Der krimitechnische Ansatz ist also nicht unbedingt originell. Wo das Buch seine Stärke bezieht, ist die Einbettung des Themas in einen politischen Rahmen. Frühjarj 1950, die Anfänge der offenen Kommunistenjagd. Und so werden zwei anfangs parallel verlaufende Handlungsstränge immer mehr miteinander verwoben, bis sie zu einem Sittengmälde des Hollywoods der frühen fünfziger Jahre werden. Zwei der meistbeschäftigsten Hauptpersonen ellroy`scher Romane erfahren hier ihre erste Zusammenführung: der notorisch karriebewußte Staatsanwalt Ellis Loew und der erzkonservative und skrupellose Lieutenant Dudley Smith. Leider sind deren Gegenspieler nicht vom gleichen Format, was dem Roman auch nicht bekommt. Ihre Makel und Fehler bekommen die drei Cops Considine, Upshaw und Meeks so oft vom Autor vorgehalten, daß man sich wundert, wie sie es dann zu ihren Positionen und Funktionen gebracht haben. Besonders der Versuch der Darstellung des Coming Out vom jungen Cop Upshaw kann nicht als geglückt bezeichnet werden. Die Zweifel der Person über nie für möglich gehaltene Gefühle, die plötzlich in sein Bewußtsein dringen, wirken sehr konstruiert und holprig. Eher nimmt man dem Ex Cop Meeks seine Gratwanderung zwischen Bauernschläue und unbedachtem Übermut ab. Zweifellos ist die Figur des Turner "Buzz" Meeks eine der interessantesten, die Ellroy (nicht nur in diesem Buch) ins Leben gerufen hat. Von seinem Boss, der L.A. Unterweltgröße Mickey Cohen, mit einem dicken Stein im Brett versehen, wirft er alle Privilegien und letztendlich sein Leben für die Frau seines Chefs weg. Obgleich das nicht sehr plausibel klingt, ist es so beschrieben, das man es ihm sofort abnimmt.
Auch zu gefallen weiß die abstruse Idee den Mörder als meschugges Muttersöhnchen mit einem Hang zu Vielfraßen darzustellen. Die nachträgliche Schilderung seiner Methoden ist wieder einmal ein Beweis dafür, daß es Ellroy versteht, auch den perversesten Vorstellungen eine gewisse Faszination oder sogar Ästhetik abzugewinnen. Dazu sind nur wenige Autoren außer ihm imstande. Wer kommt auf die Idee, einen Mörder mit einem präparierten Vielfraßgebiß nekrophile und verstümmelnde Handlungen an seinen Opfern begehen zu lassen. Richtig.
Und wenn die losen Enden der vielen Nebenhandlungen letztendlich zu einer gemeinsamen Vergangenheit verküpft werden, und man "durch Zufall" erfährt, wie der brutale Bulle Dudley Smith an einem der größten Justizskandale schuld sein soll, kann man der Virtuosität eines James Ellroy nur Respekt zollen.