Der Blinde von Sevilla

Erschienen: Januar 2004

Bibliographische Angaben

  • New York: Harcourt, 2003, Titel: 'The blind man of Seville', Seiten: 434, Originalsprache
  • München: Goldmann, 2004, Seiten: 639, Übersetzt: Kristian Lutze
  • München: Goldmann, 2007, Seiten: 639

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Lars Schafft
Packende Unterhaltung auf allerhöchstem Niveau!

Buch-Rezension von Lars Schafft Mär 2005

Krimi-Couch-Volltreffer September 2004

Angst. Angst vor dem Wiedertreffen mit der Ex. Angst vor dem Kampf mit dem Stier in der Arena. Angst vor dem Feind im Schützengraben. Angst vor der Zukunft in einer stillen Minute. Angst vor der eigenen Vergangenheit in einer unüberlegten Reaktion. Angst vor sich selbst. Angst ist das alles beherrschende Thema in Robert Wilson´s drittem auf Deutsch erschienenem Roman Der Blinde von Sevilla. Mit welcher Perfektion der Brite diesen Krimi geschrieben und das Thema umgesetzt hat, sollte hingegen jedem anderen zeitgenössischen Krimiautoren Angst einjagen. An Wilson führt zur Zeit kein Weg vorbei.

Wer nicht sehen will, muss fühlen

Im südspanischen Sevilla geht ein Serienmörder um, der - gar nicht mal so wie vermutet - durch seine körperliche Brutalität die Menschen fesselt, sondern durch eine perfide psychologische Folter. "Der Blinde", wie ihn die Presse bald betiteln soll, zwingt seine Opfer dazu, sich genau die Dinge vor Augen zu werfen, die sie am liebsten vergessen hätten, die sie aus ihrem Leben bannen wollten, vor denen sie sich am meisten fürchten, für die sie sich am meisten schämen. Natürlich, der Killer hilft nach: fesselt seine Opfer an Stühle, schneidet ihnen die Augenlider ab. Wer nicht sehen will, muss fühlen. Wer das gesehene nicht ertragen kann, stranguliert sich selbst.

Wie Raúl Jiménez, einer der Bau- und Restaurantmogule Sevillas. Javier Falcón, so heißt der ermittelnde Kommissar, trifft der erste Mord hart. Was mit körperlichem Unbehagen beginnt, entwickelt sich für den ohnehin schon Leid geplagten Falcón zu einer persönlichen Jagd nach der Unbekannte in der eigenen Vergangenheit, zu einem ganz persönlichen Strudel, der ihn immer weiter hinab zu ziehen droht.

Je mehr der Killer den Kommissar beherrscht, desto mehr fesselt "Der Blinde" den Leser

Doch bevor Robert Wilson seine Klasse zeigen kann, droht Der Blinde von Sevilla ein recht gewöhnlicher Serialkiller-Roman zu werden. Der Ermittler auf eigener Faust, da er weder mit den tölpelhaften wie ehrgeizgen Kollegen noch mit der Exfreundin klar kommt. Der Mörder, der den Polizisten eine Botschaft hinterlassen möchte. Die mehr als offensichtlich falsche Fährte, die für die Morde ein ganz banales Motiv mitbringt (Geldgier) - und sich natürlich als absolut falsch erweist. Doch an diesen "Basics" hält sich Wilson glücklicherweise nicht lange auf. "Der Blinde" packt den Leser in gleichem Maße fester, wie der Killer Kommissar Falcón beherrscht. Und je näher Falcón seinen Vater kennenlernt.

Francisco Falcón war nämlich beileibe kein unbeschriebenes Blatt, nicht nur ein erfolgreicher Maler, nicht nur der stadtbekannte Künstler, dessen Ruf dem seines Sohns immer weit vorauseilt. Francisco Falcon hat eine dunkle Vergangenheit, wie der Killer dem Kommissar durch die Morde mitteilt. Und Javier, findet tatsächlich, worauf ihn der Mörder stoßen will. Und besiegelt damit fast sein eigenens Schicksal.

Die Tagebücher des Francisco Falcón

Bruch in der Erzählweise. Aus der spannend und detailliert beschriebenen Ermittlungsarbeit in Sevilla während der "Semana Santa" springt Autor Wilson nun abwechselnd in Ort und Zeit. Francisco Falcón hat ein bewegtes und hartes Leben hinter sich. Als spanischer Fremdenlegionär an der Seite Nazi-Deutschlands im Kampf in Russland. Als Lebemann im heute marokkanischen Tanger - zwischen Kunst und Drogen, Ehefrau und kleinen Jungs. Nein, dieser Falcón war nun wirklich nicht der Vater, für den ihn Javier gehalten hat. Seite um Seite, Tagebuch um Tagebuch verfliegen, bringen Javier Falcón der Aufklärung der Morde des "Blinden" aber nicht näher - allerdings der eines Verbrechens, das gesetzlich sicherlich verjährt ist, dessen Folgen aber gerade für den spanischen Kommissar verheerend sein werden.

Und genau hier zeigt sich die wahre Finesse, dieser grandiose Aufbau, diese hochkarätige Erzähltechnik. Das ist es, was Der Blinde von Sevilla zu einem der besten Krimis der letzten Jahre macht. 600 Seiten und kein bisschen Langeweile. Fundiert recherchiert bringt Robert Wilson, der ein Faible für Europas dunkelste Zeiten zu haben scheint (siehe Tod in Lissabon), ein Stück hispanischer Geschichte zum Leben, das den wenigsten Lesern überhaupt bekannt sein dürfte. Intelligent kombiniert er zwei Erzählstränge, die gute fünfzig Jahe auseinanderliegen, zu einem Plot, der manch politisch "aktuellen" Kriminalroman in die zweite Reihe degradiert. Das ist packende Unterhaltung auf allerhöchstem Niveau!

Franco, Bürgerkrieg und Stierkampf

Doch Der Blinde müsste und sollte auch den ein oder anderen ärgern. Richtig ärgern sogar. Jeden Verlag, an dem dieser Robert Wilson vorbeiging. Jeden spanischen Autoren, da Wilson gezeigt hat, wie ur-iberische Geschichtsaufklärung sensibel, unterhaltsam und klischeelos in der Literatur funktionieren kann. Wie ebenso ur-spanische Motive wie die "Semana Santa" oder der Stierkampf Einzug in den Krimi finden können. Und schließlich wird dieser Roman jeden Leser ärgern - jeden, der seine Zeit mit anderen, immer gleich gestrickten, Serienmörder-Romanen vertan hat. Sei´s drum. Wir drücken Robert Wilson die Daumen, dass er noch viele mit seinen Werken ärgern wird. Auch wenn wir selbst wieder dazugehören werden, wenn wir uns morgens über tiefe Augenränder beklagen - und uns trotzdem beim Briten für diesen hochklassigen Roman herzlich bedanken: Muchas gracias, Señor Wilson!

Der Blinde von Sevilla

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Letzte Kommentare:
06.10.2017 12:55:57
Regina Kirsch

Dieses Buch gehört für mich zum großartigsten was in den letzten Jahren an Krimis geschrieben wurde. Die literische Qualität verbunden mit der sehr spannenden Krimi-Geschichte ist in den letzten Jahren leider unübertroffen. Der Blinde von Sevilla ist endlich mal wieder ein Buch das nicht nur schnelle Krimi-Kost mit einem guten Plott liefert sondern wirklich anspruchsvolle und qualitätvolle literarische Dimensionen erreicht - ganz, ganz super!

16.09.2016 15:50:36
trafik

Es war mein erster Krimi von Robert Wilson. Ich habe den Krimi nicht zu ende gelesen.
Für mich warr viel Zuviel durcheinander. Die Aufzählung der Tagebücher war mehr als langatmig.
Dazwischen waren schon spannende Elimente, aber zu wenige.
Ich werde aber noch einen Krimi von Robert Wilson lesen. Vielleicht habe ich nicht mit dem richtigen angefangen.

14.01.2011 17:27:58
Gaspar

Nun bin ich dem Blinden auch auf die Spur gekommen, wobei klar zu sagen ist, dass es um eine Blindheit im übertragenen Sinn geht. Ein Mann wird tot und gefesselt augefunden. Er ist ein reicher Restaurantbesitzer und hat sich noch kurz vor seinem Tode mit einer "Puta" amüsiert. Ihm sind die Augenlider und die Nase abgeschnitten. Was andernorts die Mafia macht, muss in Sevilla ein Psychopath erledigen. Wie schon in anderen Kommentaren erwähnt, besteht der Roman im Wesentlichen aus einer Exploration der Vergangenheit der Protagonisten. Stil und vor allem Handlung sind zuweilen übersteigert dramatisch.
Als Guarnición bekommt der Leser viele spanische Vokabeln, die, wohl übersetzungsbedingt, nicht immer ganz passen.
Negativ ist die gefühlte Überlänge und der sich daraus ergebene Mangel an Spannung. Ich habe schätzungsweise 200 Seiten quergelesen.

75 °

19.09.2010 18:57:10
Torsten

Ein unglaublich komplexer Roman in dem Robert Wilson ungeheuer detailliert die Leben einerseits des Opfers und andererseits das von Javier Falcón und speziell seines Vaters entwickelt. Da tritt der eigentliche Mord und die Entlarvung des Täters beinahe in den Hintergrund - selten habe ich derart gut entwickelte Charaktere mit einem derart genau beschriebenen Lebenslauf gelesen.
Manchmal anstrengend den ÜBerblick zu behalten und vor allem die jeweiligen Schnittpunkte in beider Leben zu erinnern - aber es lohnt sich.
Übrigens wird das mit den spanischen Begriffen hier doch etwas arg aufgebauscht - was hier Staatsanwalt, Polizeipräsidium, Totenschein oder Gerichtsmediziner bedeutet ist doch jederzeit völlig eindeutig.

09.06.2010 21:10:00
Alexandra

Die ersten zwei Drittel des Romans sind ein bißchen mühsam zu lesen, erst gegen Ende des Buches "packt es einen" und man liest durch bis zum Schluß.
Leider bleiben dort ein paar Fragen offen; die Person des "Sergio" bleibt blaß ebenso wie die Frage und Antwort nach seinen Mord-Motiven, schade.
Die heftig eingeworfenen spanischen Ausdrücke im Text nerven eigentlich nur, obwohl ich der Sprache ein bißchen mächtig bin. Der Autor möchte scheinbar seine Landes- und Sprachkenntnisse allzusehr beweisen; hier wäre weniger mehr gewesen.
Die Stierkampf-Torero-Episode war überflüssig.
Alles in allem gute 85 Grad von mir.

11.08.2009 15:50:12
Summerherekid

„Packende Unterhaltung auf allerhöchstem Niveau“ so das Resumee der Krimi-Couch. Tatsächlich kann ich dem nur teilweise zustimmen.

Faszinierend und abstoßend zugleich, welche tiefen Abgründe sich im Laufe des Romans auftun – bis hin zum wirklich atemberaubenden Ende. Sehr gut gelungen auch die Darstellung der einzigartigen Atmosphäre in Tanger in der Zeit von den 30er bis 60er Jahren (auch wenn man sich durch die Tagebuchaufzeichnungen manchmal quälen muss). Diese Punkte machen den Roman zu einem wirklich außergewöhnlichen literarischen Werk.

Was mir jedoch weitaus weniger gefallen hat, war die teilweise extrem kühle und distanzierte Erzählweise des Autors. Diese verleitet „Publishers Weekly“ gar zu einem Vergleich mit Hemingway (Klappentext). Für mich ist sie aber ein entscheidender Schwachpunkt. So kann ich den Zerfall Javiers zu keinem Zeitpunkt nachempfinden und damit auch kaum nachvollziehen. Wie wichtige Punkte in der Handlung völlig beiläufig erzählt werden, wirkte auf mich ebenfalls eher unprofessionell.

Zu den vielen nicht übersetzten Ausdrücken wurde schon einiges gesagt. Ich frage nur: Wo war hier der Lektor?

Insgesamt ist „Der Blinde“ ein ganz schöner Schinken, durch den man sich streckenweise kämpfen muss. Am Ende wird man jedoch belohnt. So bleibe ich nach der Lektüre einigermaßen zufrieden zurück, auch wenn das Buch für mich kein Meisterwerk darstellt.

08.04.2009 16:32:27
Rolf.P

Ja, der Anfang ist etwas mühsam.

Nein, ich kann kein Spanisch und nach der Lektüre ist in mir auch nicht der dringende Wunsch entstanden, es zu erlernen.
Anfangs stolpert man beim Lesen häufig über die vielen spanischen Begriffe und so muss man sich selbst zusammenreimen, dass der levantamiento del cadaver wahrscheinlich der Totenschein ist. Die unübersetzten spanischen Fremdwörter sind auch nicht sehr hilfreich, da man sie teilweise einfach nicht versteht, wenn man des Spanischen nicht mächtig ist.

Auch die Wegbeschreibungen der Autofahrten durch Sevilla bringen einem nur was, wenn man sich in Sevilla auskennt oder den Stadtplan benutzt, der sich auf den ersten Seiten des Buches befindet (denn nein, ich habe nicht vor Taxifahrer in Sevilla zu werden).

Die ersten 100 Seiten, die mit der Entdeckung der ersten Leiche beginnen, ziehen sich etwas, denn bis dahin ist gerade mal die Befragung der Ehefrau des Toten abgeschlossen. Stück für Stück wird man aber hineingezogen in den Strudel, in den der ermittelnde Kommissar Javier Falcon gerät.
Ein Puzzle ungemein vieler Geschichten, Bilder und Einzelschicksale breiten sich vor dem Leser aus. Die Verknüpfungen einzelner Handlungsstränge und Personen sind teilweise so komplex, dass man sich wünscht, man hätte beim Lesen für jede eine Karteikarte erstellt und diese mit Linien verbunden.
Ab den letzten 200 Seiten gehts dann wirklich zur Sache. Dann verdichten sich die Einzelhinweise, Handlungsstränge laufen zusammen und bisher einzelne Bilder werden verständlich. Aber erst ganz am Schluss, auf den letzten 30 Seiten, bricht das ganze Erkennen über einem zusammen. Das hat der Autor wahrlich außergewöhnlich gemacht.
Irgendwie kann man sich des Eindruckes nicht erwehren, dass der Autor nicht wirklich wusste, welche Art von Roman er eigentlich schreiben wollte. Die Elemente einer guten Erzählung sind vorhanden, und dennoch, so wie diese Elemente zusammengesetzt sind, mangelt es an Stimmigkeit.

Das Buch hat von allem etwas: Sex&Crime, Geschichte, Psychoanalyse, Spannung. Ein Thriller der etwas anderen Art, aber als solcher lesenswert!

10.08.2008 22:40:43
mylo

Auch dieser Wilson wieder super, der erste einer Chefinspektor-Falcon-Reihe ?
Die Spannung baut erst langsam auf, viel über die neue Figur des Chefinspektors, alles in allem ein sehr interessanter Krimi, wieder mit etwas geschichtlichen Hintergrund Spanien-Marco. ASber die vielen spanische Sätze, lass die doch weg, die brauch man dochj nicht, wir glauben ja dass Wilson spanisch kann.

Aber ein schöner Krimi mit einem interessanten Thema - 80 Punkte.

23.03.2008 19:27:15
Swen Piper

Wilson beweist mit diesem Buch, dass Kriminalromane durchaus ernstzunehmende, anspruchsvolle Literatur darstellen können. Ein Buch, das sich wohltuend aus der Masse der sonstigen Kriminalliteratur abhebt.

25.01.2008 19:46:38
engelmicha

Auch wenn, mich der "Der Blinde von Sevilla" von Anfang bis Schluss gefesselt hat, kann ich mit kritischen Anmerkungen nicht hinterm Berg halten. Es kommt vor, dass Autoren, deren Geschichten ausserhalb ihres Landes angesiedelt sind, dem Leser ein Übermass an fremdspachigen Passagen zumuten, wohl um zu beweisen, wie sehr sie sich im fremden Ambiente zurechtfinden. Wilson hat dies gewiss nicht nötig. Und wenn er doch glaubt nicht ohne auszukommen, so empfehle ich ihm dringend etwas Nachhilfe in spanischer Grammatik und Orthografie. Es ist teilweise einfach nervig bis peinlich.
Wieso laut mit Blick auf "Der Blinde von Sevilla" Krimi-Couch-Kritiker Lars Schafft sich spanische Autoren ärgern sollten, weil ihnen Wilson gezeigt habe, "wie ur-iberische Geschichtsaufklärung sensibel, unterhaltsam und klischeelos in der Literatur funktionieren kann." bleibt mir ein Rätsel. Spanische Autoren haben seit 1975 häufig überzeugend bewiesen, wie man so was macht. Dass sich oben beschriebene Krimis nicht bei Krimi-Couch gelistet sind, ist bedauerlich, beweist aber nicht, dass es sie nicht gibt.

12.01.2008 01:22:34
Thomas71

Ich habe ausser "Der Schatten des Windes" und dem Buch "Der Blinde von Sevilla" noch kein Buch gelesen, in dem die Zeit Francos thematisiert wurde. Deshalb fehlt mir ein wenig der geschichtliche Hintergrund (abgesehen von meinem soliden Guido-Knopp-Halbwissen). Dennoch, oder vielleicht auch gerade deshalb hat mich der "Blinde" sehr gefesselt, wenn er auch nicht leicht zu lesen war. Außerdem war Spanien bisher ein ziemlich weisser Fleck auf meiner Krimilandkarte. Die vielen nicht übersetzten spanischen Ausdrücke haben mich nicht weiter gestört. Ich hoffe zumindest, dass ich die Geschichte trotzdem verstanden habe. Für mich ein ganz heisser Krimi-Tipp.

18.12.2007 10:02:51
romimax

Unglaublich, wozu die Abgründe der menschlichen Seele oder aber die Phantasie des Autors fähig sind... Ich war fasziniert und abgestoßen zugleich. Man wird einfach in einen Strudel gezogen und auch ohne zu wissen, wo der kleine Arturo wohl abgeblieben sein mag, ist man auf einmal in der Lage, sich die schrecklichsten Szenarien auszumalen... Ich möchte einigen Vorrednern zustimmen: Die vielen spanischen Begriffe irritieren zumindest. Ich kann sogar Spanisch sprechen, was trotzdem kein Garant für Verständlichkeit und/oder Verständnis für diese Lückenfüller ist. Ich denke übrigens, dass mit dem "Blinden" auch unser Kommissar gemeint sein könnte. Tolles Buch!!!

15.12.2007 15:34:15
Volker Braun

Gerade eben habe ich das Buch nach der
letzten Seite zugeklappt,und fühle mich
gleich veranlasst ein paar Zeilen der
Begeisterung niederzuchreiben.
Vorneweg gesagt: Die auf dem Klappen-
text beschriebene "unerträgliche Span-
nung von Anfang an" trifft nicht wirklich
auf diesen Roman zu!
Leser mit dieser Erwartungshaltung
werden möglicherweise -zumindest
im ersten Drittel- etwas enttäuscht.
Vielmehr entwickeln sich Spannung und Faszination des Romans eher schleichend.
Nach und nach gelingt es dem Autor mit
jeder neu eingeführten Figur,mit jeder
neuen Spur und nicht zuletzt mit jeder
Tagebuchseite ein komplexes Gefüge aus
möglichen Tatmotiven,menschlichen Tragödien
und ungeklärten Fragen zu konstruieren.
Stellenweise drohte ich sogar,etwas den
Überblick zu verlieren bzw.Personen zu
verwechseln.
Meisterhaft schafft es Wilson,einen zunehmend
spannenden Plot mit einer Familiengeschichte
und einer Charakterisierung des spanisch/marok-
kanischen Mittelmeerraums gegen Mitte des letzten
Jahrhunderts zu einem packenden und letztendlich
auch stimmigen ganzen zu verweben.
Nicht zuletzt spielt Sevilla mit all seiner Faszination
und Lebensfreude und der gleichzeitigen Dekadenz
und moralischen Fragwürdigkeit in der Welt der
Künstler,Reichen und Schönen eine Hauptrolle.
Alle berechtigten Einwände bezüglich Glaubwürdig-
keit von Personen und deren Verhalten möchte
man angesichts der Gesamtheit des Romans gerne
beiseite Schieben.
Tolles Buch!

27.11.2007 18:38:46
Kinsey

Nach "Tod in Lissabon", den ich zwar in Ordnung, aber nicht überragend fand, hatte ich mir eigentlich nicht allzuviel von diesem Roman erwartet. Aber dann hat er mich einfach umgehauen! Die allmähliche und völlige Demontage eines Über-Vaters war absolut schlüssig und sprachlich auf hohem Niveau dargestellt. Durch die Tagebucheintragungen muß man sich zwar manchmal durchquälen, aber sie sind notwendig, um die Figur des Vaters zu begreifen.

12.10.2007 15:41:19
Daniel Friedenburg

Man muss Robert Wilson einfach lieben!
Ich habe bis her 4 seiner Bücher verschlungen und bin nach wie vor begeistert. Robert Wilson versteht es meisterlich seine Charaktere zu entwickeln. Durch die detailierte Beschreibung sowohl der Gefühlswelt der Hauptpersonen als auch der Handlungsorte wird der Leser förmlich in dessen Bücher hineingezogen.

21.09.2007 07:36:24
Lolarissa

Naja, eigentlich war die Geschichte gut, wenn ich mich auch mit einigen Details nicht anfreunden konnte, z.B. der Inhalt der todbringenden Videos!
Die vielen spanischen Ausdrücke, die nicht übersetzt wurden, haben einfach nur genervt, Spanisch ist nun mal keine Weltsprache!
Die ersten 400 Seiten fand ich auch eher zäh, aber nachdem das Buch ja so hochgelobt wurde, dachte ich, da muss doch was dran sein.

Alles in allem, mehr als 75° ist nicht drin!

18.07.2007 21:13:43
hoffmann9471

Habe mir mal alle Kommentare und auch die Meinung des"Hauskritikers" der Krimi-Coach durchgelesen. Interessant, daß dieser Roman bei etwa der Hälfte der Kommentatoren durchfällt u.bei der anderen Hälfte hoch gelobt wird.
Kein Wunder. Ein langer Roman aus einer Mischung Psychothriller, Krimi und Familiensaga. Wilson ist meiner Meinung nach hochbegabt, stilsicher und überhaupt nicht langweilig (auch nicht auf den ersten 400 angeprangerten Seiten). Aber wirklich hervorragend ist der unglaublich bestechende, komplizierte und nicht leicht durchschaubare Plot. Insgesamt 4 bis 5 Sterne , nah am Optimum.
Rüge : Der Übersetzer nervt im ersten Teil des Buches mit einer riesigen z.T. nicht übersetzten Anzahl original spanischer Passagen, Sätze und Ausdrücke. Das ist rücksichtslos . Das hat etwas Langweiliges und Bemühtes , als wolle der Übersetzer uns erziehen, mehr spanisch zu lernen.

13.04.2007 07:12:04
Hajnal

Leider habe ich die ersten 400 Seiten nicht geschafft... vielleicht fehlte mir einfach der Zugang oder was auch immer, jedenfalls habe ich mich bis Seite 300 gequält und jetzt einfach mal zugeklappt, da es so keinen Sinn macht. Schade eigentlich, da mich der Klappentext wirklich angesprochen hat, aber ich fand es einfach nur langatmig und langweilig, was eigentlich sehr selten vorkommt. Aber wie schon gesagt, vielleicht fehlte mir auch nur der Zugang...

29.03.2006 16:14:44
Marcel

Ohne Frage ein sprachlich und stilistisch sehr anspruchsvolles und gutes Buch. Die Charaktere werden sehr gut beschrieben...die mit Ihnen verbundenen menschlichen Abgründe nachhaltig dargestellt. Auch das Ende weiß zu überzeugen...
Rundum ein gutes Buch...wenn..ja wenn die zu lange Anlaufzeit nicht wäre.

Mich haben die ersten knapp 400 Seiten (von etwas mehr als 600) sehr gelangweilt...ich war nahe vor der Aufgabe.

Fazit: sehr gemischte Gefühle...wer die ersten 400 Seiten übersteht wird mit einem sehr starken Ende belohnt.

20.01.2006 21:36:00
Jo Besch

Am Ende einer längeren Serie von Krimis, die ich gelesen habe, war dieser Krimi der letzte, nicht weil er etwa langweilig und ermüdend gewesen wäre, nein, es waren die Abgründe menschlicher Verstrickungen und Verfehlungen, die mir eine Krimipause aufnötigten.
Das Buch gehört zu den interessantesten Krimis, die ich gelesen habe.

03.11.2005 22:34:23
gemini

Mich hat das Buch icht mehr losgelassen. Obwohl ich ein kleines Kind habe, habe ich zwei schlaflose Nächte geopfert, weil ich mit dem Lesen nicht mehr aufhören konnte. Ist allerdings nichts für schwache Nerven, die Beschreibungen und das Hintergrundthema.

11.10.2005 11:11:16
moli

Ich bin sehr zwiegespalten über das Buch. Es hat mich auf der einen Seite fasziniert, aber auf der anderen Seite habe ich mich ertappt, wie ich mich langweile. Am Ende fand ich es überraschend, aber sehr weit hergeholt. Etwas zu abgedreht.

02.10.2005 13:43:54
kue

Ein fesselnder Roman, bei dem man Schwachstellen mit der Lupe suchen muss. Vielleicht blieb eine einzige Winzigkeit, ein klitzekleines Detail im Endeffekt unbeantwortet... vielleicht sind auch die Tagebucheintragungen über die Erfahrungen in der Legion ein wenig lang geraten... aber Dank der Auflösung wird man merken, dass hier keine Seite zuviel geschrieben wurde. Ebensowenig mag ich dem Buch übertriebene Grausamkeit attestieren. Alles was hier passiert passt zu den handelnden Charakteren, die psychologisch brilliant herausgearbeitet worden sind. Bin restlos begeistert.

05.09.2005 22:32:33
nettel

Ehrlich, nach "Tod in Lissabon" war ich einfach nur enttäuscht und das trifft nicht unbedingt die Story, sondern die absolut unnötige Grausamkeit. Ich meine, dass man diese Geschichte (so unwahrscheinlich sie sein mag, das hätte ich noch, wenn auch schwer, verkraftet), nicht mit so einem Übermaß an Grausamkeit hätte ausstatten müssen. Nein, hier wäre mehr eher weniger gewesen. Die Erzählung ist wunderbar, jedes Wort ein Genuß, aber die Story, ich weiß nicht. Wozu die Sache mit dem Torrero, wozu? Wie wahrscheinlich die Sache mit dem Vater? Wozu die Grausamkeit?
Tod in Lissabon war ein absolutes Highlight, dieses Buch hat mich nicht überzeugt, sondern eher mißtrauisch gemacht, was den Erzähler betrifft. Nun, das nächste wird zeigen, ob hier Geschichten erzählt, oder Obsessionen gepflegt werden sollen. Ersteres würde mich begeistern, das Zweite nicht überraschen, aber traurig machen.
Annett

28.08.2005 21:11:19
Helga

Obwohl es sehr gute Kritiken bekam, hatte ich mit diesem Buch so meine Schwierigkeiten. Es konnte mich einfach nicht fesseln, obwohl es im Nachhinein gesehen eine hervorragende Geschichte war, die in zwei Handlungssträngen erzählt wird. Eine in der Vergangenheit in Form von Tagebuchaufzeichnungen und die andere in der Gegenwart, mitten in diversen Mordfällen.

Die ersten zwei Drittel dieses Buches waren für mich sehr mühsam, weil sehr oft durch lange Tagebuchaufzeichnungen - die ersten aus Kriegsjahren - abgeschweift wurde und ich schon fast den Faden verloren hatte. Im letzten Drittel kam dann, indem die Vergangenheit in die Gegenwart mündete und sich alles aufklärte, doch noch Spannung auf.

02.08.2005 21:02:23
b.neumann

Fesselnder geht\'s kaum - und das über mehr als 600 Seiten! Was für ein fulminates Werk, deutlich aus dem Krimi-Wust abstechend, Belletristik vom Feinsten! Ein MUSS für Krimifans, zu recht hochgelobt von einem hervorragenden Autor (mit "Tod in Lissabon" ehemals schon Deutscher Krimipreisträger).
Und noch etwas: Dank dem Deutschen Übersetzungsfond e.V. für die Unterstützung des auserwählten Kristian Lutze, der offensichtlich damit die Zeit und unbeschwerte Muße hatte, ein deutsches Klassewerk zu präsentieren. Gratulation!
FAZIT: 97 GRAD und damit hart am machbaren Limit.
P.S.: nach soviel Klasse wartet auf seine Entstaubung aus dem Regal D. Westlake\'s "Der Freisteller", eine Empfehlung von Krimi-Päpstin Anja S. - das muß was Gutes sein! Lesen wir mal....

29.05.2005 20:29:14
Tiegerchen

Ich habe viel erwartet - wohl zuviel....
Ich fand das Buch einfach nur schlecht und habe es nicht einmal zu Ende gelesen...... Das kann ich nur von 3 Büchern behauten (in meinem doch schon längeren Leseleben)
Ich hab es versucht

27.04.2005 15:41:25
Ute

Lange und immer ungeduldiger habe ich auf das Buch gewartet ! Und dann kam es ganz passend zu meinem Urlaub - ich habe es im Urlaub regelrecht verschlungen, es ist ein eher ungewöhnlicher Krimi, der den Fall immer enger mit dem Ermittler verknüpft und im Verlauf den Mord vom Beginn des Buches aus dem Mittelpunkt rückt. Das Buch ist jedoch so intelligent aufgebaut, dass man dem Autor gerne auf den Bögen, die er mit seinem Roten Faden legt. Ein absolutes Ausnahmewerk !

15.04.2005 10:23:34
Frank

Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen. Es ist sicher kein Allewelt-Krimi, zumal - wie andere schon vor mir gesagt haben - der eigentliche Krimianteil eher nebensächlich ist und es sehr viel mehr um das Thema Tanger und Vater Falcon geht. Manchmal war mir aber auch das zu abgedreht.

Es ist ein gutes und aussergewöhnliches Buch, empfehlenswert für jemanden, der in erster Linie keinen Krimi erwartet. Die Überschwenglichkeit, mit der das Buch hier gefeiert wurde, kann ich allerdings nicht ganz vertehen. 80 Punkte hätten es meiner Meinung nach auch getan.

26.01.2005 23:00:45
Udo

Ich habe die Zeit, dieses Buch zu lesen, bereits während der Lektüre, aber insbesondere im Nachhinein als pure Verschwendung empfunden. Die simple Ausdrucksweise in den Tagebüchern ist in sich schlüssig und von daher mit Genuss lesbar. Aber was soll man solch grotesken Literaturversuchen halten, wie z.B.: "Senora Jimenez stand am Ende der Straße, ihr Zorn funkelte hell in der Sonne." oder: "...seine Nerven klimperten wie Schlüssel am Ring eines Gefängniswärtners..." oder: "...seine Gedanken waren leuchtend und flink an ihm vorbeigehuscht wie ein Schwarm Sardinen." Ist der Protagonist ein Taucher, oder Fischer? Nein, das "Bild" stammt einfach aus dem Zettelkasten eines Krimi-Autors. Und ich hatte während der ganzen Lektüre stets den Eindruck, einen Zettelkasten incl. nicht notwendiger Spanischvokabeln zu erarbeiten. Aber wers mag.

24.01.2005 13:07:29
Alex

Ich stosse vermutlich mit meiner Meinung gänzlich auf Unverständnis, aber ich sage "Endlich, endlich ist es rum!"

Die Idee der Aufdeckung der dunklen Abgründe einer Familienhistorie ist eine gute, die Umsetzung liess für mich persönlich das Lesen jedoch zunehmend zur Herausforderung des Durchhaltewillens werden.
Der Autor hat über die teils brillante Zeichnung des Seelenbildes von Javier Falcon schlicht die Spannung der Ermittlungsarbeit vergessen.

Glücklicherweise hat mich das Ende auf wundersame Weise ein gutes Stück mit dem Buch versöhnt ;-)

70°

10.01.2005 20:06:09
Peter Erik

Der 3. Roman (in Deutsch) von R.Wilson ist auch sein bester. Nach der mit "Tod in Lisboa" sehr hoch gelegten Messlatte, hat er sich mit "Der Blinde von Sevilla" nochmals gesteigert. Bemerkenswert ist, wie sich die Geschichte ändert, der LeserIn auf andere Wege geführt wird.
Sehr spannend und schleichend geht diese Entwicklung vor sich. Kaum Leerlauf in der Handlung, vorhersehbares gibt es nicht und trotzdem folgt die Geschichte einer inneren Logik. die Betroffenheit des Helden geht unter die eigen Haut.
Bis zur letzten Seite Spannung unnd das noch auf höchstem psychologischem Niveau. Einer der besten Krimis des Jahres 2004.

22.11.2004 18:13:43
Detekktiv?

Robert Wilson schaffte die perfekte Mischung von Privatleben vom Inspektor Javier Falcon sowie den Ermitteln, was mich über 600 Seiten am Buch hielt.
Man lernte den Inspektor besser kennen und das Finale war dramatisch.
Alles in einen ist dieser Roman weiter zu empfehlen.

21.11.2004 12:15:41
snoozer

Ah, danke Pascal :-)
Ich dachte schon, ich wäre der einzige, dem es so ging. Diese vielen spanischen Ausdrücke fand ich echt schrecklich - naja ok das Buch spielt in Sevilla und Namen oder Orte und Strassen müssen daher wohl spanisch sein. Aber Redewendungen oder Polizeiränge und Titel hätte man doch wenigstens übersetzen können.
Jedenfalls habe ich das Buch einmal angefangen und dann nach 10 Seiten schon wieder weglegen müssen, weil ich schon total wuschig wurde mit den ganzen spanischen Namen und Orten, die ich mir nicht merken konnte.
Ich habe dann erstmal etwas anderes gelesen und später wieder angefangen.

Ich finde das Buch ansich auch gut, der Schreibstil ist klasse, der Wilson hat\'s echt drauf.
Die Verbindung zwischen dem alten und dem aktuellen Geschehen herzustellen und dazu spannend zu gestalten schafft nicht jeder Schreiber, aber Robert Wilson scheint es geradezu mühelos zu gelingen.
Aber irgendwie missfiel mir die Geschichte, der Kriminalfall selbst scheint eine regelrechte Nebenrolle zu spielen. Das ist bei dem Buch ok, denn die Familiengeschichte ist wesentlich besser und spannender als der Krminalfall, trotzdem war das nicht das, was ich erwartet habe.

21.11.2004 11:13:22
Hermann Gottschalk

Es handelt sich wohl mehr um eine Familiensaga, denn um einen Krimi. Die kriminalistische Komponente ist eher schwach ausgearbeitet und die Lösung für den Krimileser recht unbefriedigend. Auf den letzten 150 Seiten erst kommen Informationen und Personen - welche ungenüdend charakterisiert werden - zu Tage, die den Fall lösen.

Die Familiensaga - insbesondere die Tagebücher - ist fesselnd.

Allerdings schleichen sich auch erzählerische Schwächen und schlecht ausgearbeitete Nebenplots (bspw. sein Toreroprotege) ein.

Insgesamt ein gutes Buch unter falschem Label.

Fazit: Empfehlenswert.

17.11.2004 08:28:26
Pascal

Also, ich habe sehr lange gebraucht, um einen Zugang zu diesem Buch zu erlangen. So ab 300 Seiten (von 640) habe ich mich mit den häufigen spanischen Ausdrücken, die das flüssige Lesen stoppten, und den spanischen Namen, die dem deutschen Leser nicht geläufig sind ("wer ist jetzt das schon wieder") angefreundet.

Schlussendlich muss ich sagen, dass es ein gutes Buch war. Vorallem der Tagebuch-Stil lässt es rausragen. Es ist ein logischer Plot und ein tolles Ende.

Aber den Hype um dieses Buch kann ich nicht ganz nachvollziehen. Auf 400 Seiten wäre es sehr viel spannender gewesen.

26.10.2004 08:43:44
remo

Eigentlich ist es müssig hier 200Zeilen einzugen, es würden 6 reichen, der Roman ist einfach "genial". Für mich der Krimi des Jahres. Der Kandidat erhält 100 Punkt! Falcon ist der tiefgründigste Kommisar über den ich je gelesen habe

07.10.2004 19:22:42
Anja S.

Das hier ist ein ganz wunderbarer Krimi, anfangs etwas droege, but zum Ende hin super spannend mit einem fein gezeichneten Psychogram eines psychischen und physischen Zusammenbruch und einer ueberraschenden Aufloesung. Der Titel ist etwas missverstaendlich: es gibt keinen richtigen Blinden, sondern Javier Falcon ist blind im Hinblick auf seine Familiengeschichte und wird langsam sehend.

02.10.2004 13:21:08
Uli

ein super Buch. Ich bereue nicht es gekauft zu heben, obwohl ich großer Fan von skandinavischen Krimis bin.
Der Verlauf scheint denkbar einfach und doch doch war da am Schluss ein Mörder, mit dem ich nicht gerechnet hätte.
Die Person Falcón war brilliant geschildert.

17.07.2004 08:16:36
Dietrich Ebeling

Nach vielen Jahren und vielen (auch guten und sehr guten) Krimis ist dies Buch für mich das beste. Handlung, Sprache, Tiefgang. Ein phantastischer Schreiber.

04.07.2004 03:19:31
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Absolut perfekte Inszenierung eines Handlungsablaufes mit Rückgriffen auf die Familienbibliographie des Protagonisten. Brutal, schillernd, plausibel, psychologisch facettenreich. In keiner Minute langweilig, die ca. 650 Seiten habe ich an 3 Tagen gelesen.

26.04.2004 17:38:00
Hansi Kuepper

Jederzeit fesselnd, kein Leerlauf. Spannende Handlungsstränge, die stimmig zusammengeführt werden. Wilson ist einer der , wenn nicht der Beste.

17.03.2004 11:33:00
Ulrich

...wirklich absolut kaufenswert. Jetzt hoffe ich nur noch, dass seine anderen Bücher in etwa gleich gut sind!?

28.02.2004 16:38:00
Frank Rüttgers

unglaublich packend und sehr sehr finster noch besser als seine anderen Bücher Krimi des Jahres perfekt