Weiße Tauben

Erschienen: Januar 2002

Bibliographische Angaben

  • Graz: --, 2002, Seiten: 204, Originalsprache

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Wolfgang Weninger
Das meint Krimi-Couch.de:

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Dez 2004

Der Pate hat eine neue Strategie. Seine besten Dealer müssen versuchen, die österreichischen UN-Kontingente zu unterwandern. Das Gepäck von Uniformierten scheint nicht sonderlich aufmerksam kontrolliert zu werden. Daniel Tokicz, ehemaliger Unteroffizier und jetzt Dealer in Wien, meldet sich zum Einsatz in Syrien und wird dem österreichischen Bataillon am Golan zugeteilt. Bald hat er den Dreh heraußen, wie man das weiße Pulver weitgehend gefahrlos in die Heimat transferieren kann.

Sein Äquivalent in der Steiermark ist Max Bauer. Diesem kommt der Auftrag, sich für den militärischen Einsatz im Kosovo zu melden, gerade recht, hat sich doch unter seinen Abnehmern ein Mädchen in einer öffentlichen Toilette in Graz den Goldenen Schuss gesetzt und nun heißt es nichts wie weg aus der Gefahrenzone, in der Major Benjamin Kold ermittelt.

Ben Kold, Katzenliebhaber aus Passion, egal ob es zwei- oder vierbeinige Katzen betrifft, greift in diesen Fall erst aufklärend ein, als Daniel Tokicz in einem Grazer Cafehaus mit einem Dumdum-Geschoss der Kopf von den Schultern gepustet wird. Ben Kold ermittelt wieder ...

Helmut Gekle hat in seinem dritten Fall "Weiße Tauben" nicht nur ein brisantes Thema aufgegriffen, greift auch auf seine eigene, reiche Erfahrung bei den österreichischen UN-Einsatzkommanden zurück.

Gekle arbeitet als Medienverantwortlicher im Österreichischen Bundesheer und hat selbst mehrfach als Medienbetreuer Reisen in den Kosovo und nach Syrien unternommen und dort auch Teile seines Romans geschrieben. Das hervorstechendste Merkmal in diesem Krimi ist die Authentizität, mit der Gekle über das Leben und die Arbeit in dieser Abgeschiedenheit der militärischen Pufferzone zwischen Syrien und Israel schreibt und so nebenbei läuft auch noch eine plausible Krimihandlung ab.

Der Autor hat sich in diesem Buch ein wenig von seiner satirischen Neigung, die Dinge zu betrachten, entfernt. Obwohl Ben Kold und sein etwas trotteliger Mitarbeiter Varschinsky sich nach wie vor eines gepflegten Schmähs bei einem oder mehreren Lokalen in der Grazer Innenstadt befleißigen, liegt der Tenor des Buches doch in der Aussage, dass sich die jungen Männer im militärischen Einsatz keineswegs dem schönen Urlaubsleben in der Fremde hingeben, sondern dort harte Arbeit leisten müssen. Die Einblicke, warum Menschen diesen Job auf sich nehmen, kann man nach der Lektüre des Buches gut nachvollziehen.

"Weiße Tauben" hat mit seinen 200 Seiten eigentlich nur ein Manko. Gekle hört mit dem Stoff dort auf, wo es für den Leser erst richtig interessant wird, denn die Suche nach den Hintermännern des Verbrechens wird gar nicht mehr in Angriff genommen. Dem Roman fehlt im Endeffekt der große Showdown bei dem der Pate überführt wird. Da hätte sich Gekle doch noch zwanzig Seiten anstrengen können, um den letzten Schlusspunkt zu setzen.

Alles in allem ist "Weiße Tauben" von der Ernsthaftigkeit her der bisher beste Krimi von Helmut Gekle, denn er verzichtet weitgehend auf seinen Styria-Jargon und bleibt so international, wie es seinen Erfahrungswerten entspricht. Lediglich der Macho-Ton zieht sich als augenzwinkernder Leitfaden durch seine Vogelsammlung "Drosselkönig", "Zugvögel", "Weiße Tauben", "Aasgeier" und seit Kurzem "Im Zeichen des Roten Hahns".

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