Der Tod kommt in Schwarz-Lila

Erschienen: Januar 2004

Bibliographische Angaben

  • Leer: Leda, 2004, Seiten: 352, Originalsprache
  • Leer: Leda, 2007, Seiten: 383, Originalsprache

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Lars Schafft
Die deutsche Antwort auf Mankell?

Buch-Rezension von Lars Schafft Jun 2004

Krimi-Couch-Volltreffer Juni 2004

Das Buch: eher unauffällig aufgemacht. Der Titel: reisserisch, aber nicht unbedingt Neugierde erweckend. Der Autor: ein No-Name. Der Verlag: klein und wenig prominent in den Buchhandlungen vertreten. Und doch kann es sich lohnen, genauer und vielleicht auch zweimal hinzuschauen. So wie in diesem Fall, wo Ulrich Hefner mit seinem Erstling Der Tod kommt in Schwarz-Lila eines der interessantesten und vielversprechendsten Krimi-Debüts des Jahres hingelegt hat.

Zwischen Deichen, Dünen und dem platten Wangerland geschieht eher selten Aufsehen erregendes

Kommissar Martin Trevisan von der Kripo Wilhelmshaven lebt und arbeitet eigentlich in einem beschaulichem Landstrich. Zwischen Deichen, Dünen und dem platten Wangerland geschieht eher selten Aufsehen erregendes. Bis zum Juni 2000. Den da wird ein Vogelfotograf ermordet in den Dünen der Nordsee-Insel Wangerooge aufgefunden. Vom Täter fehlt jede Spur, Rudolf Gabler, so der Name des erfolgreichen Fotografen, konnte in den letzten Sekunden seines Lebens allerdings noch ein Foto schießen. Leider zeigt es nur eine obskure Farbmischung aus Schwarz und Lila, was Kommissar Trevisan und Team wenig weiterhilft. Lediglich die Tatwaffe lässt Rückschlüsse auf den Tathergang zu: etwas spitzes aus Metall. Ein Pfeil?

Wenig später versetzt ein Dreifach-Mord das Wangerland in Angst und Schrecken. Auf einem auf der Nordsee treibenden Fischkutter werden die Leichen der Besatzung und des Kapitäns gefunden. Die Matrosen wurden ebenfalls mit einem spitzen, metallenen Gegenstand umgebracht. Für Kapitän Hansen hatte der Mörder weniger übrig. Bewußtlos geschlagen ertränkt er den Schiffsführer im eigenen Netz unterm eigenen Schiff.

Auf der Suche nach einem Zusammenhang

Warum hat der Kapitän eine "Sonderbehandlung" verdient? Wie kam der Mörder überhaupt aufs Schiff auf hoher See? Und hat der Dreifach-Mord etwas mit dem umgebrachten Vogel-Liebhaber von Wangerooge zu tun? Fieberhaft begibt sich die Mordkommission um Martin Trevisan auf Spurensuche, findet auch einen schwarzen Fleck im Leben Gablers - aber Hansen? Ein unbescholtener, liebenswürdiger Mensch, so scheint es. Auch wenn sich kein Zusammenhang aufdrängt sind sich die Ermittler mit der geifernden Presse einig: Im Wangerland geht ein brutaler Serienkiller um.

Dieser Verdacht erhärtet sich erbarmunglos, als mit dem Familienvater Horst Grevenstedt die nächste Leiche im wahrsten Sinne des Wortes auftaucht. Verschnürt in einem Fischernetz treibt Grevenstedt im eigenen Bootsschuppen, sorgfältig vertäut, damit er nicht von der Strömung weggetrieben wird. Wie auch Kapitän Hansen fehlt Grevenstedt ein Teil des kleinen Fingers. Und wie Kapitän Hansens ist Grevenstedts Weste blütenweiß. Die Ermittler tappen im Dunkeln, doch soll es bei fünf Leichen nicht bleiben - und auch die Profilerin vom LKA kann nur wenig dazu beitragen, dem Täter auf die Schliche zu kommen.

Erster Eindruck: Kurt Trevisan oder Martin Wallander?

Ulrich Hefner, selbst Polizist, weiß wovon er schreibt. Und er tut dies detailliert, ohne zu langweilen. Spannend, ohne zu übertreiben. Deutlich, ohne sich an Gewaltorgien zu ereifern. Einfühlsam, ohne ins Kitschige abzurutschen. Für einen Erstling ist Der Tod kommt ins Schwarz-Lila bemerkenswert sicher geschrieben, sauber strukturiert und gekonnt aufgebaut.

Kleiner Wermutstropfen: Hefner ist kein Freund von Schachtelsätzen, die Sprache ist wie für ein Police Procedural aber angemessen knapp und klar, so gut wie nie ausgeschmückt. Wenn, dann erinnern diese Stellen an einen Großen (oder besser: Erfolgreichen) der zeitgenössischen Krimi-Landschaft:

 

"Trevisan verzog das Gesicht. Er war froh, als sich Beck verabschiedete. Als er die fragenden Mienen seiner Kollegen sah, zuckte er mit den Schultern.
Es war kurz vor fünf und draußen ließ der Regen nach."

 

Die Parallelen häufen sich - nicht zum Nachteil

Erkannt? Falls nicht - es gibt weitere Parallelen. Kommissar Trevisan ist vom Charakter her ein eher ruhiger, gelegentlich grummeliger Mann, den es trotz plagenden Nierenschmerzen nicht zum Arzt zieht. Der seine bei ihm wohnende pubertierende Tochter vernachlässigt, seine Ex-Frau und auch seine derzeitige Partnerin selten sieht, da ihn der Job komplett vereinnahmt. Der schon gar nicht mehr begründen kann, warum er Polizist geworden ist.

Klingelt´s? Vielleicht, wenn Sie auf die Struktur des Romans achten. Die Schilderung der Polizeiarbeit wird regelmäßig durch einen Perspektivwechsel ins dunkle Seelenleben des Mörders unterbrochen. Freilich: Der Killer ist den Ermittlern immer einen Schritt voraus, bis zum Finale bleibt diesen nichts anderes übrig, als Tatorte zu besichtigen.

Klar, das liest sich wie ein deutscher Mankell mit einem ostfriesischen Kurt Wallander. Nur heißt dieser eben Martin Trevisan, ergießt sich glücklicherweise nicht ganz so penetrant in seinem Selbstmitleid und grübelt auch weitaus weniger über den Niedergang der Gesellschaft nach.

Hefner schreibt den besseren Polizeiroman

Darüberhinaus hat Ulrich Hefner mit Der Tod kommt in Schwarz-Lila mit Sicherheit auch den besseren Polizeiroman abgeliefert als Mankell mit seinen Wallander-Krimis. Weniger spektakulär, sicherlich näher an der Realität und immer viel strenger am Plot.

In so fern ist es legitim, sich am erfolgreichen Schweden zu orientieren und sich einige handwerkliche Dinge anzueignen. Und dass Ulrich Hefner nicht eine Zeile darauf verschwendet, die speziellen Eigenarten der Ostfriesen und den Schönheiten des Wangerlandes zu beschreiben, ist mehr als begrüßenswert. Regionalkrimi-Schublade zu, Polizeiroman-Schublade auf und Der Tod kommt in Schwarz-Lila ganz nach oben legen.

Showdown zwischen Sand und Sanddorn

Die Charaktere stimmig, das Motiv des Mörders schlüssig und durchaus originell, gekonnt geschrieben, die Auflösung sinnvoll und einem Serienkiller-Finale angemessen spannend - Showdown zwischen Sand und Sanddorn. Wer als Wallander-Fan sehnsüchtig auf Nachschub wartet, ist mit diesem "Inselkrimi" (Untertitel) bestens beraten. Nicht vermessen kann man behaupten: Ulrich Hefner ist der bessere Mankell und Martin Trevisan der bessere Kurt Wallander. Ein wenig mehr Abgrenzung in den Figuren, ein bisschen mehr Eigenständigkeit im Stil - und Ulrich Hefners Karriere als Krimi-Autor dürfte nichts mehr im Wege stehen. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Trevisan & Co.!

Der Tod kommt in Schwarz-Lila

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Letzte Kommentare:
30.06.2014 22:15:27
kianan

Ich habe das Buch in der Kindle-Biliothek ausgeliehen und es ist aus meiner Sicht ein sehr solider, spannender Krimi. Der Spannung hat es keinen Abbruch getan, dass der Hintergrund der Taten klar und der Verlauf der Geschichte vorhersehbar war - man will einfach am Ball bleiben und weiterlesen.

Ein paar Abstriche würde ich machen, da einige Fehler der Ermittler einfach nur zu unwahrscheinlich und ärgerlich waren (zum Beispiel dass Kollegen den Kommisar häufig zur Übermittlung dringender Infos oder weil man ihn dringend benötigt ihn nur über das Festnetz zu erreichen versucht, obwohl er bereits ein in dieser Zeit langsam verbreitetes Handy besitzt und das sogar über Stunden hinweg. Oder in der vorletzten Szene, dass der Kommisar nicht ans Wasser denkt.).

Insgesamt ein super gelungener Serienstart, der mich zum Kauf des zweiten Falles verführt!

11.04.2012 18:45:20
BernieBaer

Ich kann mich meinen Vorrednern nicht so ganz anschließen.

Das Buch ist anfangs etwas schleppend und bei den Passagen mit dem Täter etwas wirr.
Spätestens aber nach dem 1. Drittel kann man das Buch nicht mehr so schnell weglegen, da es zum Ende immer spannender wird.

Die Ermittlungsarbeit wird sehr akribisch beschrieben - man merkt den Beruf des Schriftstellers - und der "Kommissar Zufall" spielt kaum eine Rolle.
Ich persönlich finde dies sehr gut. Man spürt praktisch die zunehmende Verzweiflung des Ermittlerteams und mit dem Druck der Öffentlichkeit wird es zunehmend schwerer in Ruhe zu ermitteln.

Ich finde nur sehr schade, dass es von diesem Schriftsteller keinerlei eBooks gibt. Der Autor verdient ein breiteres Publikum.

85 Grad

15.11.2010 11:37:05
fresno89

Tja, was soll man nun zu diesem Krimi sagen? Zunächst, ist ok!
Literarisch sicherlich kein Schmankerl, sondern eher schlicht gehalten, was nicht unbedingt negativ sein muß, denn einfache und kurz gehaltene Sätze können ohne weiteres für ein kurzweiliges Lesevergnügen sorgen. Außerdem passen kurz und einfach gehaltene Dialoge sehr gut zum friesischen "Menschenschlag".
Als jemand der dort aufgewachsen ist, wo dieser Plot spielt, habe ich zunächst dieses Buch sehr kritisch begonnen zu lesen, denn in der Gegend einen spannenden Krimi anzusiedeln, schien mir doch sehr gewagt.
Es ist U. Hefner aber doch ganz gut gelungen. Vergleiche mit anderen Autoren zu ziehen halte ich aber für zu überspitzt und Hefner dann als den besseren Mankell hinzustellen!? Na ja!
Das Ende des Buches ist indes natürlich keine Überaschung und für mich dazu noch sehr abrupt.
Trotzdem nett zu lesen. Un so\'n beten lernt man ook de Lüü dor kennen biet lesen.

13.09.2010 22:13:25
ich

Der Tod kommt demnächst in Rot und bringt die Liebe über die Menschen. Oder nicht?:-)
Man lese Freud und seine "Todestheorie", die er nie vervollständigte. Schade!
(Meiner Meinung nach gibt es viel zu viel Schundliteratur. Wahrscheinlich hörte die deutsche Literatur nach Grass und seiner "Blechtrommel" auf!)

21.06.2009 14:17:56
krimieule

...ein Krimi den man so schnell nicht aus der Hand legt..
dieses Buch wurde innerhalb von 24 Stunden von mir gelesen ...
..keine auschweifende Erklärungen der Landschaft und Personen...
..kurze knappe brignante Sätze..

..Die "Wiege des Windes "kommt erst gar nicht auf meinen Merkzettel..sondern wird
morgen gleich gekauft..
..kann ich nur empfehlen...

23.03.2009 00:18:24
benchen02

:::Ein eher durchschnittliches Buch!!! Nicht wirklich sehr spannend aber trotzdem lesbar!! Teilweise eine nicht glaubwürdige konstruierte Story an der es eher an Spannung fehlte!! Ganz nett zu lesen-aber absolut kein Highlight!!! Aber Herrn Hefner mit MANKELL zu vergleichen---da fehlen mir die Worte:::

04.12.2008 13:40:21
blackmarket

Ich habe das Buch - allein aufgrund der Empfehlung von Krimicouch - gerade gelesen. Es ist das erste Buch, dass ich vorher noch nie in den Händen gehabt hatte. Ich habe es mir völlig unbekannter Weise schenken lassen.
Das hat sich gelohnt. Klug inszeniert, spannend und abwechslungsreich geschrieben, niemals langweilig die Landschaft , die Orte beschrieben - ein sehr guter Krimi aus Deutschland.
Mit dem Untertitel "Inselkrimi" ein bisschen unter Wert geschlagen: Das klingt doch sehr nach betulichem laienhaften Heimatgeschreibsel.
Noch mals besten Dank für den Tipp.

04.10.2008 03:07:25
Rolf.P

Der Roman ist wirklich gelungen. Ulrich Hefner hat mit seinem Erstling "Der Tod kommt in Schwarz-Lila" eines der interessantesten und vielversprechendsten Krimi-Debüts hingelegt. Erinnerte mich an die guten und hintergründigen Schwedenkrimis.
Ulrich Hefner erzählt atmosphärisch dicht und ist ein ausgezeichneter Beobachter. Ob der Brutplatz von Austernfischer, ein Fischkutter auf hoher See oder das Haus eines Kapitäns, detailgetreu nimmt Hefner den Leser mit in die Umgebung seiner Figuren, ohne jedoch zu langweilen. Aber er schildert auch einfühlsam und mit einer bedrückenden Authentizität die Lebensrealität eines Serienmörders, ohne die Schicksale der Opfer vergessen zu lassen.
Der Plot ist gut und stimmig. Die Erzählung atmosphärisch dicht, viele Details machen die Geschichte lebendig. Langeweile kommt hier nicht auf. Kurzum, ein gelungener Plot, der dem Leser in eine Welt hinter der Welt entführt, in der die bekannte Realität von anderen Maßstäben beherrscht wird. Am Ende weiß der Leser, dass nicht alles ist, wie es scheint. Am Ende schließt sich der logische Kreis der Motivation und alle offenen Fragen finden ihre Antworten.
Schwarz-Lila ist Hefners erster Roman im Krimi-Genre. Doch es ist ein absolut gelungenes Debüt, das Laune auf mehr aus seiner Feder macht.

Krimifreunde haben hier gute Lektüre, nicht nur für den nächsten Strandurlaub.

16.07.2008 13:57:16
Schrodo

Es gibt wohl einen Kommissar Namens Trevisan in Wilhelmshafen (wo ist das denn!). Der bekommt es mit einem Serienmörder zu tun welcher wie ein Phantom durch die Dünenlandschaft Norddeutschlands mordet. Keiner weiß warum…am wenigsten der Herr Trevisan! Im Verlauf der Geschichte wird klar, dass da ein psychisch Gestörter Mensch dahinter steckt, und nach dem dritten „Hinweis“ des Autors hat es dann der Kommissar auch geschnallt (ich möchte mich ja nicht loben, aber ich hab´s schon beim ersten Mal erkannt).
Nein, ganz so schlimm ist es nicht, ich werde sicher auch noch mehrere Bücher des Herrn Hefner lesen. Das Buch ist interessant, spannend, gut zu lesen, hat schöne kurze Kapitel, einen guten Plot und ein realistisches Ende. Für mich gute deutsche Krimikunst.

14.06.2008 12:09:34
tina4760

Ein Krimi wie er besser nicht sein könnte, man fiebert mit was als nächstes passiert und wie der Kommisar endlich auf die Spur des wahren Täters kommt. Vor allem für Leute aus Ostfriesland sehr interessant da ja viele der Schauplätze in Ihrer nächsten Umgebung leben. Mich hat das Buch dermaßen gefesselt das mein Mann sich an den Herd stellen mußte damit die Familie was warmes auf den Tisch bekam da ich selber dafür keine Minute geopfert hätte. Ich habe das Buch bis zum Schluß durchgelesen und nicht eher weggelegt. Nur zu empfehlen !

27.02.2008 20:37:53
Marc@Krimi-Couch

Spannender Schmöker! Atmosphärisch dicht und düster. Der Kritik an der Sprache kann ich mich nicht anschließen. Zugegebenermaßen ist die Sprache einfach gehalten und Ulrich Hefner erzählt in kurzen Sätzen. Das muß m.E. kein Nachteil sein. Viel entscheidender finde ich die Tatsache, daß dem Autor gelungen ist eine Spannung aufzubauen die mich an das Buch gefesselt hat. Fazit: Lesenswert!

16.02.2008 08:50:41
el-ka

Ich fand das Buch ebenfalls sehr lohnend zu lesen. Spannend und gut gemacht.
Man kann die Atmosphäre gut miterleben und ich finde gar nicht, dass es so sehr einem Mankell ähnelt. Es ist was eigenes

14.02.2008 18:40:33
adi

das buch ist einfach super!! spannend von anfang bis zum ende! sehr zu empfehlen. konnte es kaum aus den händen legen. der autor versteht es die die geschichte sehr lebendig zu erzählen.
er bekommt von mir die volle punktzahl.

11.02.2008 12:23:46
Patrick

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich finde auch, dass Hefner den Vergleich mit Mankell nicht zu scheuen braucht. Für einen Erstling wirklich ein sehr gutes Werk.

Die Geschichte ist spannend und befasst sich vordergründig mit Polizeiarbeit. Ich denke, Hefner kann da vieles von seiner Erfahrung als Polizeibeamter einfliessen lassen und ich finde, der Roman ist dadurch ziemlich nahe an der Realität. Besonders gut gefällt mir die Profilerin, welche dem Team gute Inputs zu vermitteln vermag.

Einziger Wehrmutstropfen ist für mich das Finale. Dort ging mir alles plötzlich ein wenig zu schnell. Trotzdem: Ich kann das Buch jedem Krimiliebhaber empfehlen.

03.02.2008 02:47:39
Peter S.

Das Buch gibt es mittlerweile in einer Krimiedition bei Weltbild als Hardcoverbuch. Ich bin durch Kollegen darauf gestoßen, da ich gerne Krimis lese und Henning Mankell als meinen Libelingsautor geradezu verschlungen habe. Das Buch kommt den Mankell-Krimis schon ziemlich nahe. Zumindest, was die Spannung angeht. Deshalb kann ich die Aussage meiner Vorgängerin auch gar nicht verstehen. Ich war ehrlich gesagt überrascht, weil ich zuerst mit dem blauen Gesicht nichts anfangen konnte. Doch am Ende, als der Autor die Sache auflöst, da habe ich mich an meine erste Wasserleiche erinnert. Das blaue Gesicht ...

Ich finde den Krimi spannende und sehr unterhaltend...

14.10.2007 14:19:51
Jana

Nur aufgrund der sehr guten Bewertung wollte ich diesen Autor ausprobieren. Die Enttäuschung ist deshalb um so größer. Der Krimiplot ist okay (zum Schluss hin interessanter werdend). Nur leider kam für mich überhaupt keine Spannung auf - allerhöchstens auf den letzten Seiten. Der Knackpunkt für mich ist aber der Schreibstil."Vorschüler-Niveau" würde ich nicht sagen, aber absolut nicht gut. Richtig nervtötend teilweise ist der Einfachheit. Der Vergleich mit Mankell ist für mich haarsträubend (gerade hinsichtlich der Spannung). Leider ein Blindgänger.

17.06.2007 07:14:04
Richard

Also ich bin da ganz anderer Meinung, ich fand das Buch spannend und sehr unterhaltend, deswegen gibt es auch 90% von mir und dazu stehe ich. Von wegen konstruiert...

07.06.2007 07:15:19
Stephan Balzer

Sorry, aber den teils euphorischen Laudati der anderen Leser kann ich mich leider nicht anschließen. Im Gegenteil: Eines der langweiligsten Bücher das ich jemals gelesen habe. Sehr langatmig schleppt sich die Handlung ohne Höhen dahin, bis der sich tapfer durchkämpfende Leser von einem überaus konstruierten und trotzdem schon lange vorhersehbaren Ende glücklich erlöst wird...
Da hat die deutsche Krimi-Landschaft wahrlich Besseres zu bieten !

17.05.2006 13:18:45
Mike

Also das war jetzt wirklich die richtige und spannende Urlaubslektüre, für den Strand.
Das Buch ist überaus spannend und fesselnd. In drei Tagen war ich durch und die Zeit war nicht vertan. Prädikat Sehr gut

08.04.2006 10:57:48
Richi

Also ich kann mich meinem Vorredner in der Einschätzung des Krimis nicht anschließen.
Ich habe den Roman regelrecht "gefressen". Das Buch ist viel mehr, als nur nett, es ist durch die Bank weg spannend.
In kaum vier Tagen war ich durch und fühlte mich sehr gut unterhalten. Vielleicht liegt es auch an der
Nähe zur Wirklichkeit, was die Ermittlungen betrifft.
Und da kann ich nun wirklich mitreden, denn der Autor ist sogar ein
Kollege von mir.

21.03.2006 12:45:19
Conny Carmichael

Nüchtern und kühl wie die Landschaft in der es spielt. In den Beschreibungen karg und trotzdem sympathisch. Von Motiv, über Tatwaffen bis hin zu Fortbewegungsmitteln , hier gibt’s Nordseefeeling pur. Alles wirkt sehr nach „Gerüst“ gestrickt, wohl häufig die sicherste Methode ein Erstlingswerk nicht völlig in den Sand zu setzen ( in diesem Falle wohl Nordseesand). Spannung assoziiere ich nicht mit diesem Buch, wohl aber Spass an der Beobachtung , an den Örtlichkeiten, ich bin gern an der kühlen windigen Nordsee, klar das ich mich „ Der Tod kommt in Schwarz- Lila „ wohlfühle.
Am besten hat mir hier immer noch die Motivation des Täters gefallen, auch wenn ich meine das Hefner viel zu wenig beschreibt und ruhig mal längere Sätze bauen darf.
Wallander hier irgendwie heranzuziehen finde ich nicht angemessen ( der sich bei mir mittlerweile auch totgelatscht hat .. dies ist also nicht zwingend negativ für Trevisan) , allerdings wäre ein Kommissar mit mal neuen Macken oder Verhältnissen auch mal wieder wünschenswert. Okay, Polizisten haben ja anscheinend NIE für mehr Zeit als für Ihren Job , sind zu 90 % geschieden und mit Ihrer Polizeidiensstelle verheiratet.
Nur das in 99 von 100 Romanen immer wieder zu hören, macht die Sache nicht wirklich interessanter.
Wenn es mich wieder zu Hefner ziehen wird , dann sicherlich nicht wegen Trevisan, sondern um vielleicht eine ähnlich intressant gestrickte Story zu lesen .

05.11.2005 13:03:23
muffin

Ich habe vor kurzem den Roman gelesen und war begeistert. Spannung pur. Ich wusste gar nicht, welches Potential in deutschen Autoren schlummert. Habe den neuen Dan Brown vorher gelesen, war eine einzige Enttäuschung. Aber dieser Roman stellte mich wieder zufrieden. Kann ihn nur weiterempfehlen

03.03.2005 14:46:59
zulu

das buch ist wirklich klasse, ich kann pascal überhaupt nicht verstehen, das wetter trägt absolut zur atmosphärischen dichte bei. aber wesentlich ist doch die story und das plot und da gibt es nichts zu deuteln: spitzenklasse

21.02.2005 08:15:49
Pascal

Die Meinungen der anderen Leser haben mich noch nie so überrascht, wie bei diesem Buch.

Ich habe absolut keinen Zugang zu diesem Buch gefunden. Spannung kam bei mir bei höchstens kurz beim Showdown auf, aber der spielte sich auf 2 Seiten ab. Die Syntax erinnerte mich an einen Vorschüler. Das Buch kratzt nur an der Oberfläche, wurde aber nie konkret.

Fast jeder Abschnitt endet mit einer Beschreibung des Wetters. Dieses stilistische Mittel hat sich Herr Hefner wohl bei Herrn Mankell abgeguckt. Ansonst sehe ich beim besten Willen keine Ähnlichkeiten zwischen diesen Autoren.

05.01.2005 14:59:46
Diki

Ein absoluter Hammer, hat mich gar nicht mehr losgelassen, Spannend bis zum Ende und mit viel Atmosphäre. Ein wirklich lesenswertes Werk. Ich konnte das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch gelesen.

13.12.2004 15:02:18
Bea

Wow, was für ein Buch! Für einen Krimineuling ein Meisterwerk, der problemlos mir allen anderen wirklich guten Autoren mithalten kann. Die Charaktere fein gezeich´net, die Atmosphäre typisch, besser geht\'s einfach nicht! Mein Tipp für den Krimiblitz 2004!Ich war begeistert! lg Bea

17.11.2004 11:58:31
Peter

Ein echt guter Krimi von der Küste, aber nicht nur für Küstenbewohner. Spannung, Flair und ein Hauch Nordsee. Friesisch herb einfach und eisgekühlt. Habe es innerhalb von einer Woche gelesen, obwohl ich eigentlich kein Leser (zumindest Buchleser) bin. Eine Empfehlung von Freunden, die ich gerne weitergeben möchte.

15.10.2004 16:48:40
Angela Wischulte

Das Wetter ist gerade schlecht, ideale Bedingungen, um sich mit einem guten Buch die Zeit zu verkürzen. Wegen meines Hanges zum Norden griff ich auf einen mit bislang unbekannten Autor zurück, der von der Gegend schreibt, in der ich einen großen Teil des Jahres verbringe
Ich muss sagen, ich bin begeistert und wundere mich darüber, noch nicht viel mehr vom Autor gehört zu haben. Nicht nur der Stil, die Sprache sondern vor allem die Spannung in diesem Buch ist unglaublich. Nun regnet es noch immer, aber das Buch ist trotzdem schon fertiggelesen. Man kommt schnell rein und dann läßt es einem nicht mehr los. Auf der Homepage des Autors steht, dass er auf dieser Seite zum Krimi des Monats gewählt wurde. Für mich, der ich nur noch selten auf deutsche Autoren zurückgreife, weil man oft viel zu banale Stories, wenig sprachliches Geschick und gähnende, sinnlose Langeweile erhält, ist dieser Roman sogar -national gesehen - Krimi des Jahres

16.09.2004 21:24:48
Wampa

Fast wie in der Wirklichkeit. Die Polizeiarbeit ist ziemlich authentisch geschildert. Vielleicht macht gerade diese Wirklichkeitsnähe den reiz in diesem Krimi aus. Wobei natürlich auch die Spannung stimmt, weil der Autor das ganze Buch in einzelne Szenen aufgeteilt hat und alles abläuft wie ein Film. Könnte ich mir als Krimi fürs Fernsehen auch sehr gut vorstellen

16.09.2004 20:13:16
SiSaNa

Ein echt guter Krimi von der Küste, aber nicht nur für Küstenbewohner. Spannung, Flair und ein Hauch Nordsee. Friesisch herb einfach und eisgekühlt. Habe es innerhalb von einer Woche gelesen, obwohl ich eigentlich kein Leser (zumindest Buchleser) bin. Eine Empfehlung von Freunden, die ich gerne weitergeben möchte.

16.09.2004 19:55:15
Heide

Ein fesselndes und ganz spannendes Buch, das einem die Gänsehaut über den Rücken laufen lässt. Bin schon auf den nächsten "Hefner" gespannt. Die Krimicouch hat nicht zuviel versprochen. Gute Auswahl.

07.09.2004 14:54:49
Quentin

Eine stete frische Brise, Sonne und angenehme
Temperaturen, Sandstrände, Sandkörbe
und ein gutes Buch in der Hand. Das ist Urlaub
Fühlte mich spannend und ausgezeichnet unterhalten.
Ein Buch, das ich mit gutem Gewissen weiter
empfehlen kann.

06.09.2004 16:08:48
Looser

Für mich ein sehr spannender und lesenswertes Krimiwerk, das nicht an die teilweise verstaubten und gähnend langweiligen deutschen Krimis erinnert, die man sonst zu lesen bekommt.
Hatte es in zwei Tagen durch

03.09.2004 23:35:25
Quentin

Superspannender Kriminalroman

Erinnert mich wirklich stark an Mankell,
ist aber sogar noch eine Spur spannender.
Würde ich wirklich nur mit Makells
Spitzentiteln vergleichen
ansonsten stimmt die Rezension der Couch
mit meiner Meinung überein

31.08.2004 21:05:57
Hanna

Das Buch erinnert mich an die typischen Schwedenkrimis. Spannend und sehr unterhaltsam. Vor allem aber ist das Motiv des Mörders genauso interessant, wie die Überführung und die Fesnahme.
Der anschließende Showdown ist sehr gut gelungen

30.07.2004 21:30:36
Hurz2004

Ein guter Krimi - keiner der das Rad neu erfindet aber handwerklich exzellent gearbeitet und spannend. Die Handlungsstränge mit Bedacht geknüpft, die Personen aus dem täglichen Leben gegriffen. Zum Schluss sind alle offenen Fragen geklärt, der Wahnsinn bekommt eine innere Logik.
Für einen Erstling "beachtenswert". Auf jeden Fall weiter beobachten....

25.07.2004 16:24:37
snoozer

Also ich würde das Buch durchaus auch mit Mankell vergleichen. Allerdings mit einem der besseren, denn die Wallander-Krimis sind nicht alle gut.

Auf den ersten Seiten war ich relativ enttäuscht, da ich vieles als sehr Klischeehaft empfand: ein Mörder mit einer exrem ausgeprägten Vollmeise, ein Kommissar, der Probleme hat Privat- und Berufsleben unter einen Hut zu bekommen, eine Vorgesetzte (auch noch eine zunächst unsympathische...), die antreibt, weil die Presse drängt... blabla, schon 1000x gelesen, wieder so ein 08/15-Buch dachte ich.

Aber das Buch wird mit zunehmendem Umfang immer besser.
Mir hat besonders gut gefallen, dass Trevisan und Kollegen dem Mörder durch echte Polizeiarbeit auf die Spur kommen und nicht durch Intuition oder gar seltsame Zufälle, wie man es in anderen Büchern schon erlebt hat.

Die Hauptperson Trevisan ist zudem sehr sympathisch und gefällt mir deutlich besser als Wallander, der ja eher zum Gähnen ist.

Nicht Gefallen hat mir der Täter, den ich doch sehr übertrieben fand. Ein bisschen weniger durchgeknallt hätte es dann doch sein dürfen. Dieses ständige Erzählen von blauen und guten und bösen Gesichtern ging mir recht schnell auf den Keks, da fragt man sich, wie der sich denn bitte verstellt haben soll im normalen Leben, so abgedreht wie der ist.

Den Schreibstil fand ich sehr gut. Flüssig zu lesen, zusammen mit dem klasse Aufbau sehr spannend, das Buch legt man ungern weg, wenn man keine Zeit mehr hat.

Ich fand\'s super und würde das Buch, ebenso wie die Krimi-Couch es macht, empfehlen.
Vor allem Wallander-Fans sollten das mal lesen, damit sie mal sehen, dass man das auch besser machen kann, als mit einem Kommissar, der ständig nur pinkelt und ächzt. ;-)

21.07.2004 22:55:20
Minka

Wirklich spannend inszeniert. Alles fügt sich so nahtlos ineinander. Das Buch ist spitze, ich kann es nur empfehlen

05.07.2004 16:40:54
Grubby79

Bin auch durch die krimicouch auf dieses Buch aufmerksam geworden und muss sagen ein exellentes Buch. Hervorragend erzählt, mit einem ganz eigenen Stil (den ich überhaupt nicht mit Mankell vergleichen kann), der zu überzeugen weiß.

Schlüssige Folgerungen, mit immer wieder belebenden Situationswechseln...

Das einzige was mir nicht so ganz zugesagt, ist die Tatsache dass ich die Gegend selber kenne und dadurch meine "Lesefantasiewelt" natürlich stark eingeschränkt ist. Das kann der Autor aber natürlich nicht wissen. ;-)

Ansonsten absoluut lesenwert...

Leider etwas teuer fürnen Taschenbuch

28.06.2004 13:26:45
Beatrix

Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen. Es ist sehr spannend und wirklich empfehlenswert. Ein sehr gelungener Krimi

23.06.2004 14:43:04
Harry

Ein wirklich außergewöhnliches Buch. Ich habe es nach dem Tip der KC gekauft und innerhalb von zwei Tagen regelrecht verschlungen

23.06.2004 11:46:36
Frisco

Nach Ihrer Vorstellung des Buches habe ich es mir einfach gekauft, da ich ein sehr groß Wallander-Fan bin. Ich muss sagen, sie haben nicht zuviel versprochen. Das Buch -Der Tod kommt in Schwarz-Lila- ist äußerst spannend und kurzweilig. Wenn es sich da um ein "Neuling-Schreiber" handelt-ALLE ACHTUNG.