Höllenkind

Erschienen: April 2021

Bibliographische Angaben

- TB, 368 Seiten

- Bd. 8 [Clara Vidalis]

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Alter römischer Adel, düstere Geheimnisse im Vatikan und ein unerbittlicher Rächer, der seine Feinde Dantes neun Kreise der Hölle durchschreiten lässt: Im 8. Teil der Thriller-Reihe von Bestseller-Autor Veit Etzold ermittelt Patho-Psychologin Clara Vidalis in Rom.

Es ist ein einmaliges Ereignis für den Vatikan und ganz Rom: die Verbindung der alten römischen Adelsfamilien Sforza und Visconti durch eine prunkvolle Hochzeit in der Sixtinischen Kapelle.Doch plötzlich krümmt sich die Braut vor Schmerz, und auf ihrem strahlend weißen Hochzeitskleid erblühen große rote Flecke. Bevor irgendjemand eingreifen kann, bricht sie tot zusammen.Der zuständige Ermittler des Vatikans, Commendatore Adami, ahnt, dass es nicht bei diesem einen außergewöhnlichen Mord bleiben wird. Und dass er allein nicht weiterkommt. In Rom kursiert schon länger der Name einer Patho-Psychologin, die bereits in einen Fall von Satanismus involviert gewesen war: Clara Vidalis vom LKA Berlin...

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Letzte Kommentare:
12.04.2021 11:37:48
Leserin

Wo bleibt die Spannung?

Clara Vidalis wird von der Presse beschuldigt, ein Monster (eine Kriminelle) erschaffen zu haben. Sie wird von ihrem Vorgesetzten in den Urlaub geschickt & sie muss ihre Waffe abgeben. Glücklicherweise ist ihr Verwandter Marco in Italien zu Geld gekommen, daher kann er es sich leisten, Wohnungen in Florenz zu vermieten. Da ihr Mann keinen Urlaub bekommt, fährt die Pathopsychologin Clara mit ihrer Cousine nach Italien, wo ihr prompt die Geldbörse gestohlen wird. Außerdem fällt ihr ein Mann auf, der vor der Wohnung herumlungert. Als sie Klarheit will, stellt sich der Unbekannte als Schweizergardist Tobias Wehrli vor und bittet Vidalis um Hilfe: Bei einer Hochzeit im Vatikan brach die Braut plötzlich blutüberströmt vor dem Altar zusammen. Zwei alte Adelsfamilien wollten durch die Verbindung der Kinder ihre Kräfte bündeln. Clara beginnt zu ermitteln; bald kommt es zu weiteren mysteriösen Todesfällen, was bedeutet, dass es sich um eine Vendetta handeln muss…

Im Schweinsgalopp durch Popkultur & Kunstgeschichte: „Bluthölle“ ist der achte Band der Clara—Vidalis-Krimireihe. Für mich ist es der erste Band der Reihe, man kann das Buch jedoch als stand – alone lesen. Der Anfang des Romans war äußerst vielversprechend. Leider war die Erzählung sprachlich eine Enttäuschung und stilistisch holprig. Viele Figuren sprechen auf ähnliche Art und Weise, benutzen die Wendung „Es ist eh so“, daher sind sie nicht unbedingt unterscheidbar. Die Dialoge sind teilweise unglaubwürdig, insgesamt fehlt es an Tiefe. Mangelnder Tiefgang ist zwar ein Grundproblem im Thriller – Genre, oft wird dieses Manko jedoch durch eine mörderische Spannung wettgemacht (wie in den Chris-Carter-Thrillern). Nicht so hier. „Bluthölle“ besteht formal aus mehreren Teilen, ein Hauch von Spannung kommt leider erst am Ende auf. Kein klassischer Thriller also.
Etzold schneidet sehr viele Themen an, große Namen werden genannt. David Lynch, Dan Brown, Dante Alighieri, Michelangelo. Für Ahnungslose ist das sicher interessant. Alter Adel und Menschenhandel: Teilweise ist die Handlung in Rumänien angesiedelt. Es fehlt die Einheitlichkeit: Mal heißt eine Stadt „Constanta“, mal „Konstanza“. Auch Sätze wie „Er ließ die Schultern senken“ lassen sich durch eine sorgfältige Korrektur vermeiden.
Die Protagonisten waren mir leider nicht sympathisch, obwohl ich bei einem Blick in den Klappentext (vor der Lektüre) begeistert war: Clara Vidalis ist eine Bremerin mit spanisch-italienischen Wurzeln, ihre Italienischkenntnisse sind nicht perfekt. Ich hätte mir eine filigranere Figurenzeichnung gewünscht.

Mir war ziemlich schnell klar, wie alles in der Geschichte zusammenhängt. Insgesamt fehlt es an Raffinesse. Eine Ermittlerin, die im (Zwangs)Urlaub in ihrem Metier arbeitet, ist im Krimigenre nichts Neues, dieser Aspekt störte mich jedoch nicht im Geringsten, auch nicht die Kürze der Kapitel. Aus dem „Stoff“ hätte Veit Etzold mit adäquaten erzählerische Mitteln aber viel mehr machen können. Da ich grundsätzlich keine Lektüre abbreche, musste ich mich hier gegen Ende zum Lesen regelrecht „aufraffen“.

Schade.

08.04.2021 15:50:08
Jules118

Alter römischer Adel, düstere Geheimnisse im Vatikan und ein unerbittlicher Rächer, der seine Feinde Dantes neun Kreise der Hölle durchschreiten lässt:
Im 8. Teil der Thriller-Reihe von Bestseller-Autor Veit Etzold ermittelt Patho-Psychologin Clara Vidalis in Rom.

Eigentlich ist Clara Vidalis aufgrund der Vorkommnisse in „Blutgott“ beurlaubt und will ein paar schöne Tage mit Sophie in Florenz verbringen. Ohne Mann und Kind ein wenig abschalten. Doch schon bald fühlen sich die beiden verfolgt und werden schon bald herausfinden, dass sie nach Rom in den Vatikan kommen sollen, nachdem dort eine Braut blutüberströmt zusammengebrochen und gestorben ist. Es gibt keine Erklärung für den Tod und die Ermittler stehen vor einem Rätsel und hoffen von Clara Unterstützung zu bekommen.
Mir hat die Reihe bisher sehr gut gefallen und deswegen war klar, dass dieser Teil auch bei uns einziehen wird. Außerdem hat mir der Schauplatz sehr gut gefallen. Er hat mich an eine Reise nach Rom erinnert, die wir 2014 unternommen haben.
Bereits auf den ersten Seiten geschieht der grausame Mord man ist mitten im Geschehen. Die Schauplätze sind detailliert beschrieben und man kann es sich sehr gut vorstellen. Es gibt eine Nebenhandlung, die anfangs noch keinen Bezug zum Rest des Buches hat, aber nach und nach versteht man den Zusammenhang.
Toll beschrieben war auch einer der Antagonisten, der Wolf. Man kann gar nicht anders als sich vorstellen wie er in Wirklichkeit aussieht.
Sehr gut gefallen mir auch immer die vielen Hintergrundinformationen, die in jedem Buch von Veit Etzold sehr gut recherchiert sind.
Von mir ist das eine klare Leseempfehlung und ich hoffe auf eine Fortsetzung.

03.04.2021 18:47:59
Jasminh86

Ein spannendes Abenteuer zwischen Rom und Florenz!

Alter römischer Adel, düstere Geheimnisse im Vatikan und ein unerbittlicher Rächer, der seine Feinde Dantes neun Kreise der Hölle durchschreiten lässt!

"Höllenkind" von Veit Etzold und dem Verlag Droemer Knaur ist der achte Fall für Hauptkommissarin Clara Vidalis, die die Abteilung für Pathopsychologie am LKA 113 in Berlin leitet. Dieser Thriller hat mir wieder sehr gut gefallen, denn er hat mir spannende Unterhaltung geboten und mir eine Menge Gänsehautmomente beschert.

Es ist ein einmaliges Ereignis für den Vatikan und ganz Rom: Im Vatikan sollen sich die Adelsfamilien Sforza und Visconti durch eine prunkvolle Hochzeit in der Sixtinischen Kapelle verbinden. Doch mitten in den Feierlichkeiten färbt sich das weiße Kleid der Braut auf einmal rot und sie bricht tot zusammen. Der Ermittler Commendatore Adami ahnt, dass es nicht bei diesem einen ungewöhnlichen Mord bleiben wird. Hilfesuchend wendet er sich an die Pathopsychologin Clara Vidalis, die bereits in einem Fall von Satanismus involviert gewesen war.

Nachdem Clara Vidalis sich nicht von ihrem letzten Fall erholen konnte, wo es um die Jagd nach dem Blutgott ging, muss sie zwangsweise Urlaub nehmen. Um nervigen Journalisten die ihr ständig im Nacken sitzen und schweren Vorwürfen aus dem Weg zu gehen, lässt sie sich auf ein paar Tage Urlaub in Florenz ein. Doch kurz nach ihrer Ankunft und nachdem ihr Portemonnaie gestohlen wurde, wird sie von einem Gardisten der Schweizer Garde des Vatikans aufgesucht. Sie soll im Auftrag von Kardinal Julio in Rom den ungewöhnlichen und mysteriösen Todesfall von Aurelia Sforza näher untersuchen. Zusammen mit ihrem Ehemann Prof. Martin Friedrich (MacDeath), Profiler, Mediziner und ausgebildeter Psychiater der die Abteilung für operative Fallanalyse am LKA 113 leitet, beginnt ein spannendes, rasantes und gefährliches Abenteuer zwischen mehreren Städten. Obwohl der Autor hier auf den Spuren von Dan Brown wandelt, ist ihm ein gelungener Plot gelungen, der von Anfang bis Ende gut durchdacht und unheimlich spannend ist.

Grausame und verstörende Kapitel aus Rumänien haben zwischendurch für Entsetzen gesorgt, nach und nach haben sich diese Kapitel geschickt zum Rest der Geschichte eingefügt. Der Thriller beinhaltet insgesamt vier Bücher, die jeweils sehr kurze Kapitel haben. Einige Cliffhanger haben zum weiterlesen angeregt, auch der Schreibstil ist verständlich, flüssig und authentisch. Mir haben die Kapitel wo MacDeath zu Wort kommt auch wieder gut gefallen, da seine humorvolle Art sehr sympathisch rüberkommt und ich seine Vorträge über Serienmörder sehr interessant finde. Er wäre ein Gentleman, wenn er nicht auf Partys von „postmortalen Schändungen“ oder „ödipaler Kastrationsangst“ sprechen würde. Er und Clara Vidalis ergeben ein sympathisches und authentisches Team ab. Mir hat dieser Teil wieder sehr gut gefallen und ich empfehle ihn ohne Wenn und Aber weiter.

30.03.2021 14:09:16
Darts

Bei Höllenkind handelt es sich um den achten Fall der Clara-Vidalis- Reihe. Nachdem beim letzten Fall einiges schief gelaufen und der Lockvogel übergelaufen ist, müssen beim LKA Berlin Konsequenzen gezogen werden und nicht alle Entscheidungsträger stehen zu ihren Fehlentscheidungen. Also trifft es Clara Vidalis, welche vorläufig suspendiert wird. Sie nutzt die dienstliche Auszeit und startet mit ihrer Freundin Sophie in einen Kurzurlaub nach Florenz. Die entspannte Zeit währt nicht lange, denn sie wird vom Vatikan um Hilfe gebeten. Bei einer Hochzeit in der sixtinischen Kapelle bricht die Braut blutüberströmt tot zusammen. Bei ihr handelt es sich um die Tochter aus einer alten Adelsfamilie. Einerseits sollen die Ursache und die Hintergründe geklärt werden, andererseits soll natürlich nichts in die Öffentlichkeit gelangen. Clara findet aber Mittel und Wege, wie sie die Todesursachen doch noch herausbekommt.
Das Buch ist sehr spannend geschrieben, auch wenn die Handlung realitätsfern ist. Mich stört das nicht, ich bin bei Thrillern mehr auf ein schlüssiges Ergebnis aus. Was hat der Nebenschauplätze mit den Sexsklavinnen auf sich? In welcher Verbindung steht Beatrice, eine der Sklavinnen, zu den Adelsfamilien? Am Ende klärt es sich, aber bis dahin passieren noch einige Morde.
Das Buch ist nichts für schwache, zartbesaitete Leser*innen. Das Leben der Sexsklavinnen und die brutalen Morde werden oft sehr ausführlich beschrieben. Der Spannungsbogen wird hochgehalten. Leider wurde dieser für mich unterbrochen, wenn es um die, oft ausschweifenden Beschreibungen von italienischer Kunst und Literatur ging. Es gehörte zur Handlung dazu, aber in abgeschwächter Form wäre es für mich auch gut gewesen.
Ich lese gerne mal einen Vatikanthriller und fand Rom und Florenz bei meinen Städtereisen faszinierend. Deshalb hatte ich unterhaltsame Lesestunden mit diesem Thriller und sehe über die zu ausführlichen Erklärungen hinweg.
Da es auch hier wieder ein offenes Ende gibt, bin ich schon auf weitere Fälle gespannt.

26.03.2021 17:06:12
Miss Marple

Clara Vidalis‘ 8. Runde
Schwer angeschlagen und in die Kritik ihrer Vorgesetzten gekommen, wird Clara zu Beginn des neuen Thrillers suspendiert und möchte ein paar erholsame Tage in der Toskana verbringen. Doch schnell wird sie in die Aufklärung der sogenannten „Roten Hochzeit“ gezogen. Vom Vatikan beauftragt, macht sie sich auf die Suche nach dem Mörder der jungen Braut aus adligem Hause. Alsbald wartet dieser mit weiteren perfiden Taten auf. So dringen Clara und ihr Mann inoffiziell immer weiter in dem Fall vor, was dem Leser starke Nerven abverlangt.
Band 8 bietet wieder spannende Unterhaltung und einen Einblick in italienische Kunstgeschichte. Hier lässt sich der Autor wohl von seiner Begeisterung für Rom und die Renaissance inspirieren.
Die Kenntnis der vorherigen Bände ist empfehlenswert.

23.03.2021 12:05:40
Magineer

Das ging leider nach hinten los

Ermittlerin Clara Vidalis kommt hier in ihrem achten Fall zum Einsatz, und das auch noch, obwohl sie eigentlich nur ihre Suspendierung dazu nutzt, ein paar ungestörte Tage im italienischen Florenz zu verbringen. Eine zu Tode blutende Braut, weitere Morde innerhalb der alteingesessenen Adelsfamilie und ein Killer, der seine Opfer kunstvoll nach Dantes göttlicher Komödie arrangiert, machen ihr allerdings einen Strich durch die Rechnung.

"Höllenkind" war nach dem direkten Vorgänger "Blutgott" erst mein zweiter Vidalis-Thriller, und das zahlt sich vor allem beim Leseverständnis aus, denn Veit Etzold bezieht sich hier oft direkt auf Geschehnisse aus dem siebenten Fall der Ermittlerin. Leider wiederholt der Autor auch all die Fehler, die den "Blutgott" zu einem halbgaren literarischen Spannungsversuch machten, und so unterbietet "Höllenkind" stellenweise fast noch seinen Vorgänger: Wieder liegt der Fokus auf grausamen Details, ohne wirklich Motivation oder ansatzweisen Realismus zu hinterfragen, wieder ist der Plot selbst nur hauchdünner Vorwand für einen Thriller und wird durch die andauernde(!), aber ausgesprochen holprige Einstreuung von Trivia aus Film, Literatur, Kunst und Geschichte einfach nur in die Länge gezogen - und wieder (ohne spoilern zu wollen) lässt Etzold seine Geschichte am Ende völlig offen in der Luft hängen, ohne seine zuvor gesponnenen Fäden irgendwie zusammenführen zu wollen. Zum zweiten Mal nach dem "Blutgott"!

Erneut sind hier Dialoge nur Mittel zum Zweck, vor allem die seitenlangen Erklärungen irgendwelcher Nebensächlichkeiten untereinander, die in dieser Form kein normaler Mensch derart ausformulieren würde. Erneut wird hier auch die Glaubwürdigkeit auf die Probe gestellt, nicht nur in Bezug auf die Motive des Täters und dessen Timing für Showzwecke, sondern auch hinsichtlich der privaten Einbeziehung einer deutschen Ermittlerin, die außer für deren zwanghafte Einbindung in die Story keinerlei Sinn ergibt (und ohnehin erst nach einem Buchdrittel Geplänkel erfolgt). Darüber hinaus ist auch der Vatikan als Startpunkt reine Deko fürs erwünschte Dan-Brown-Flair, weil sich die Geschichte relativ schnell in Richtung Italien verlagert.

Alles in allem ist "Höllenkind" (allein der Titel verrät schon relativ früh in diesem spannungsarmen Thriller, wer der Täter ist) ein Ärgernis vor allem für Krimi-Vielleser, weil zu keinem Zeitpunkt Spannung aufkommt, die "Ermittlungen" sich hauptsächlich auf das Auffinden und Obduzieren weiterer Leichen beschränken und Veit Etzold erneut mit einer Null-Auflösung aufwartet, die die zuvor verbrachten Lesestunden letztlich obsolet macht. Hinzu kommt durch die bereits erwähnten Info-Drops in jedem dritten Absatz ein stockender Aufbau, den der Autor noch dazu mit einem sprachlichen Niveau nur knapp oberhalb von "annehmbar" unterfüttert. Da macht das lieblose Lektorat leider auch keinen Boden mehr wett. Insofern ähnlich wie der "Blutgott" ein groß zum Bestseller aufgeblasener Reinfall, der nur dadurch überhaupt punktet, weil das grundsätzlich sympathische Ermittler-Ehepaar Vidalis & MacDeath zumindest in der Theorie allerhand Potential für spannende Stories bieten könnte. Hier wurde die Chance dazu allerdings (wieder mal) vergeben.

22.03.2021 18:56:54
JoanStef

Was "um Himmels Willen?", oder die Bösartigkeit >Satans
Das Cover erinnert an ein seidenes sehr wertvolles Hochzeitskleid. Der Titel: "Höllenkind" mittig ein blutendes Kreuz: gibt keinen genauen Hinweis auf das Buch. Aber eine böse Vorahnung!

Inhalt: Eine Vermählung in der Sixtinischen Kapelle in Rom. Das Brautpaar stammt aus den wichtigsten Adels-Familien Italiens. Die Braut schreitet zum Altar, geführt von ihrem Stiefvater. Nach wenigen Schritten bricht die Braut stark blutend zusammen und verstirbt innerhalb kürzester Zeit...

LKA Psychologin Clara Vidalis macht Urlaub in Florenz, unfreiwillig. Sie wurde suspendiert. Kaum in Florenz angekommen. Den festen Vorsatz, das LKA & jegliche Verbrechen keinerlei Raum zu geben, kontaktiert sie ein Gardist der Schweizer Garde. Der Kardinal Valera, Präfekt der Glaubenskongregation, bittet um Unterstützung in diesem schrecklichen Todesfall. Innerhalb kurzer Zeit findet sich Clara inmitten einer sehr komplexen Ermittlung, wieder. In Folge überschlagen sich die Ereignisse und alles ist anders als gedacht...

Fazit: Der bekannte Autor Veit Etzold hat hier einen außergewöhnlich detailorientierten Thriller erschaffen. Die komplexen Zusammenhänge zwischen Roms bekannten Bauwerken, der griechischen Mythologie und das sehr spezielle Ursprungs-& soziale Umfeld des italienischen Adels, werden genauso genau beschrieben & erzählt, wie die Nebenstory über Mädchensklaverei und Menschenhandel.

Durch die Detailorientierung verliert die Geschichte etwas an Tempo, & deshalb erscheinen einige Stellen etwas langatmig. Der Plot ist gut & komplex. Alle losen Enden & offene Fragen wurden gut beantwortet und logisch zusammengeführt.
Eine Leseempfehlung für LeserInnen, die genaue Hintergrundinformationen in einem spannendem Thriller schätzen.
Sehr gute 4,5 Sterne

BEHIND THE DOOR
Der Raum. Die Tat. Das Rätsel.

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