Final Cut

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • Köln: Lübbe Audio, 2012, Seiten: 6, Übersetzt: Franziska Pigulla

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Ein Killer, der wie ein Computervirus agiert: unsichtbar und allgegenwärtig. Er nennt sich der Namenlose, und seine Taten versetzen ganz Berlin in Angst und Schrecken. Hauptkommissarin Clara Vidalis und ihr Team sind in der Abteilung für Pathopsychologie ohnehin schon für die schweren Fälle zuständig, aber die Vorgehensweise dieses Verbrechers raubt selbst ihnen den Atem. Perfide und genial, lenkt er die Ermittler stets auf die falsche Fährte. Und erst allmählich begreift die Kommissarin, dass der Namenlose sein grausames Spiel nicht mit der Polizei spielen will, sondern nur mit einem Menschen: mit ihr, Clara Vidalis. Während die Ermittler noch verzweifelt versuchen, die Identität des Killers aufzudecken, startet der Medienmogul Albert Torino eine neue Casting-Show. Und es gibt jemanden, der diese Show für seine eigenen, brutalen Zwecke nutzen wird: der Namenlose.

Final Cut

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Letzte Kommentare:
22.02.2019 16:15:49
Heike.S

Also, ich kann auch nur sagen, es hat mch von der1. bis zur letzten Seite gefesselt. Gute Geschichte und wirklich krank. Ganz mein Geschmack

25.08.2017 20:02:26
Bernd Gruber

Mehrmals lesen kann und muss man diesen Roman nicht. Was mich tierisch ankotzt, sind Formulierungen wie er schürzte die Lippen oder sie presste die Lippen zusammen usw. und so fort. Mindestens auf jeder 2. Seite. Wen interessiert das? Auch die Adlernase. Wenn die Nase einmal beschrieben wird, reicht das.
Da Frau Vidalis auch im nächsten Band vorkommt, weiß man schon, dass sie überlegen wird, was letztlich auch einen Teil der Spannung nimmt. Die Story an sich ist nicht schlecht. Frau Vidalis kommt mir teilweise vor wie ein Azubi, so oft wie sie bei ihren "erfahrenen" Kollegen nachfragen muss. Mal ist sie absolut abgebrüht, dann dreht es ihr wieder den Magen um. Das passt alles nicht so recht zusammen.
Meine Frau hatte den Schinken im Regal stehen und mangels Alternative hab ich mir das angetan. Nie wieder!!!
Zuvor hatte ich ein paar Romane von Jussi Adler Olsen gelesen. Eine ganz andere Liga. Aber wie alles im Leben Geschmacksache.

19.05.2014 16:25:38
Anne E.

Ich finde das Buch sehr gut gelungen.Es ist aufregend bis zur letzten Seite.Jetzt habe ich noch einen Grund mehr mich nicht bei Facebook und so weiter anzumelden. :)
Auch wenn ich erst 14 bin habe ich trotzdem schon viele Bücher gelesen,aber sehr wenige die so gut waren wie Final Cut.Ich kann das Buch jedem Thriller und auch Krimifan weiter empfehlen.Ihr werdet auf jeden Fall sehr viel Spaß beim Lesen haben und das Buch kaum weglegen können.

16.04.2014 19:38:23
WolffsBeute

Hauptkommissarin Clara Vidalis, Abteilung Pathopsychologie, wird zum Dreh- und Angelpunkt der blutigen Taten des Namenlosen. Ein Killer der keine Spuren, sondern nur Videos hinterlässt. Seine brutale Spur führt quer durch die Bundeshauptstadt und lässt das Team um Clara Vidalis weder ein rechtes Schema erkennen, noch gibt es einen Verdacht, um die wahre Existenz des Namenlosen.
Als dann auch noch ein neues TV-Format startet, in dem Frauen seitens eines überheblichen Moderators und seines Publikums wie Vieh ausgewählt werden, sieht der Namenlose eine weitere Möglichkeit sein blutiges Werk der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Es gibt Buchcover, bei denen WILL ich einfach zugreifen. So geschehen bei Final Cut.
Das in sehr dunklen braunrot gehaltene Taschenbuch mit den ausgestanzten „Schnitten“ über dem silbernen Buchtitel, welche durch die Buchdeckelfaltung auch noch rot hinterlegt sind. Sehr gelungen! Den Hinweis „Thriller“ hätte sich der Verlag glatt sparen können.

„Not everybody is buit for guilt.” Nicht jeder kann seine Schuld ertragen – Clara Vidalis hat es oft erlebt, dass Täter gestellt werden wollen und mit ihrer Festnahme und dem einhergehenden Verhör alle Details und Hintergründe ihrer Taten offenlegen und somit geradezu beichten. Ob dieses bei dem Namenlosen der Fall sein wird, kann Clara noch nicht sagen. Der Namenlose scheint die Identitäten und Gewohnheiten seiner Opfer auf das Genaueste zu studieren und tötet sowohl Männer als auch Frauen. Er ist präzise, brutal und effektiv. Der Versuch hinter das Motiv zu blicken, ob seine Morde sexuelle oder rituelle Hintergründe haben, ob die Grundlage hierzu in jüngster Vergangenheit oder doch in der Kindheit zu suchen ist, scheint Clara allerdings an ihre Grenzen zu bringen, denn auch sie kämpft mit den Geistern der Vergangenheit.

Es ist die Gewalt, der Ekel, das Fremdschämen was Menschen dazu bewegt brutale Videos zu schauen, gewaltverherrlichende Spiele zu spielen, blutige Bücher zu lesen oder sich seltsame TV-Sendungen anzuschauen. Alles mit dem Hintergedanken – ICH NICHT! Man ist dankbar dafür, dass einem selber so etwas nicht passiert ist, nicht passieren wird. Und wer kann sich der heutigen Zeit schon mit Sicherheit sagen, was im TV oder Internet ein Fake ist, oder nicht?
„Ich bin Jasmin. Ich bin bereits tot. Doch das Chaos geht weiter.“
Die großen Hände, in den schwarzen Handschuhen, die das Messer umschlossen, das plötzlich aus dem Off auftaucht und ein paar Sekunden verharrt, bevor Jasmin - oder wie immer sie wirklich hieß – ihre eigene Todesnachricht verkündet hatte.“

Schon einmal sich selber gegoogelt? Nachgeschaut, wie sie sich selber auf Facebook Außenstehenden präsentieren? Steht ihre tägliche Laufstrecke in einem der vielen Fitness Foren? Wieviel privates gebe ich preis und kenne ich tatsächlich alle meine sogenannten „Freunde“? Es stimmt schon nachdenklich, wie Veit Etzold uns unsere Internet-Sünden vor Augen hält. Da wird hemmungslos gepostet, wer, wann, wie lange an welchem Urlaubsort ist. Ein kurzer Klick und ich kann sehen, ob mich bei meinem Freund zu Hause eine niedliche Babykatze oder doch ein ansehnlicher Wachhund erwartet. Die Grenzen verwischen in der virtuellen Welt schneller als man es wahrhaben möchte. Genau mit diesen Grenzen arbeitet Etzolds Killer. Ganz sauber, immer bedacht seine Spuren zu verwischen streift dieser durch ebenjene Welt und sucht sich sein passendes Opfer. Dass dieses nicht realitätsfremd ist, beweisen Einbrüche und Überfälle, bei denen die Opfer zuvor aufs kleinste ausspioniert wurden.

Spiel Veit Etzold gerne Schach? Denn ich kam mir während des Lesens vor, wie in einem Schachspiel. Da gibt es Läufer und Bauern (Clara Vidalis und ihr Team), einen hemmungslos agierenden und nicht zu fassenden Springer (Namenlose), einen Turm (Alberto Torino) – der sich geradlinig auf sein Ziel zubewegt und auch die ein oder andere Rochade nicht scheut. Opfer ist der König. Allerdings gibt es in diesem Spiel nicht einen, sondern eine Menge Könige, welche dem Springer zum Opfer fallen. Um nicht selber zum Ofer zu werden, muss der Springer vorrausschauend agieren, seinen nächsten und übernächsten Spielzug bereits im Kopf haben.

Da für viele Menschen Schach ein eher langweiliges Spiel darstellt, möchte ich den Vergleich hier nicht weiter ausweiten. Denn langweilig ist der Thriller nicht. Etzold setzt seine Spannungselemente gekonnt an die richtige Stelle, formt seine Figuren ausreichend aus, spart nicht an blutigen Szenen, um das Motiv des Killers verständlich zu machen. Der Roman-Berg wird in Serpentinen erklommen, in denen viele Hintergründe des Namenlosen, als auch von Clara ans Tageslicht kommen. Ob Clara dem Namenlosen das Handwerk letztendlich legen kann? Ich werde es nicht verraten.

Leseempfehlung? Ja!

Für wen? Freunde des Thrillers natürlich, mit Hang zu magenunfreundlichen Szenen, die sich und ihr Verhalten nach dem Lesen des Romans vielleicht hinterfragen wollen.

08.02.2014 19:08:35
koepper

Mich hat das Buch nicht überzeugt. Der Plot ist einfach völlig unrealistisch. Dieser geniale Serienkiller, der niemals Spuren hinterlässt, ein Allroundgenie ist (völlig unklar wie er sich dieses umfassende Wissen aneignen konnte), den ermittlern immer einen Schritt voraus. Wobei von Polizeiarbeit die meiste Zeit des Buches nicht viel zu lesen ist. Und der Profiler, der eine treffende Beschreibung des Killers liefert. Es ist überhaupt nicht nacchvollziehbar, wie er zu seinen Schlüssen kommt. Und alle sind traumatisiert, Küchenpsychologischer Stuss. Der Autor versäumt es nicht, heftige Beschriebung von Folterungen einzubauen. Aber das alles macht keinen guten Thriller.

29.01.2014 18:00:19
Karin Gruber

Das Buch ist absolut gelungen - spannend, aufregend, irgendwie auch zeitkritisch mit den sogenannten "tollen neuen Medien" und daher kaum aus der Hand zu legen. Ich finde die Kommissarin durchaus sympathisch, wenn auch selbst ziemlich belastet durch ihre Vergangenheit. Der Autor hat mich durchaus neugierig gemacht und ich werde sicher ein weiteres von ihm lesen.

21.09.2013 11:57:36
Daniela

Ich bin einfach sprachlos... Diese Geschichte, diese Charaktere, diese Schreibart, dieses Buch...einfach...unbeschreiblich positiv. Finde keine Worte...Ich habe dieses Buch schon einige male gelesen...jedes Mal begeistert, jedes Mal wuchs der Zwang, es nochmal zu lesen, jedes Mal fasziniert.Mein absolutes Lieblings Buch. Empfehle ich!

16.07.2013 00:30:42
Anne

Wow was für ein gutes Buch! Bekomme heute bei dem Gedanken daran noch Gänsehaut ! Ich persönlich denke mittlerweile zweimal über einen kurzen Post bei Facebook etc nach! Es ist unheimlich zu lesen wie denkbar einfach es mit einigen guten Computerkenntnissen ist, einen Menschen lange Zeit weiterleben zu lassen ohne das jemand stutzig wird. Ein geniales Buch. Lehrreich und absolut unheimlich zu gleich! Schwer aus der Hand zu legen!!! 100% weiter zu empfehlen

09.06.2013 18:49:11
Anita

Also ich muss sagen das mir das Buch echt gut gefallen hat und ich weiß auch nicht was alle gegen die Castingshow haben. Ich finde es eine willkommene Abwechslung zu all dem Gemetzel. Meiner Meinung nach war die Geschichte gut durchdacht und ein guter Auftakt für einen Mehrteiler.

Auch die Personen wurden mir im Laufe der Story äußerst Sympathisch.

Ich hätte das Buch alleine dafür schon gut gefunden das der Killer nicht wie in den meisten Krimis als sabernder Triebtäter, sonders als höchst intelligenter präziser Killer vorgegangen ist.

05.11.2012 17:57:06
asdf19

Ich finde das toll, dass sich fast jeder wegen der Polizeiarbeit in diesem Thriller aufregt, aber warscheinlich niemand irgend eine Ahnung von den Ermittlungsarbeiten bei der Polizei oder bei der Kripo hat. Es gibt in jedem Thriller, wenn man es genau nimmt, Fehler diesbezüglich. Das Buch ist wie ein guter Film und diese Komentare wie die Frau die daneben sitzt und sagt:"Hmmm... Das gehd doch garnicht!" Ich fand das Buch spannend, weil ich wissen wollte wie Clara [den Täter] schnappt und nicht wegen den Folterszenen, wie Gerd behauptet und wenn mich die Folterszenen so sehr stören würden, dann würde ich mir keinen Thriller kaufen. [Spoiler gestrichen. Ein Thriller ohne Folterszenen ist also gar keiner? Seltsame Logik. jkö]

02.11.2012 08:42:26
EinWenigUnglücklich

liebes kitekat.

falls die andeutung mit dem casting sich in irgendeiner weise mit der handlung des buches deckt ist das sehr schwach von dir.
ich verwende diese seite um mir anregungen zu holen...nicht um spoiler zu lesen.

und kindische beschimpfungen haben hier auch nicht viel zu suchen.

das gilt auch für alle anderen..

mfg

23.09.2012 10:27:24
kitekat7

Lieber muselmann,
das Einzige, worauf ich einen "belämmerten" Blick habe, ist dein aggressiv beleidigender Kommentar (nur) mir gegenüber!
Wie du auf deine Unterstellungen kommst, entzieht sich zwar meiner Kenntnis, ich kann dir aber versichern, dass nicht ein Satz davon zutrifft! Sogar ganz das Gegenteil ist der Fall!
Na ja, wenn man dieses Buch tatsächlich gut findet, muss man wohl auch keine große Intelligenzbestie sein!

24.08.2012 21:17:10
HeJe

Mir hat das Buch ganz gut gefallen. Vom Thema her total einfallsreich und gut durchdacht. Die Story ist spannend aufgebaut, auch wenn mich die lahme Polizeiarbeit sehr ermüdet hat (ich will Aktion^^), das hätte man besser umsetzen können, denn es war ein starker Kontrast zu den gelungenen grausamen Szenen. Dies wurde gut dargestellt: schön blutig und abartig, als auch seeehr detailgetreu, sodass mal wieder Zeit fürs Kopfkino in besonders grausamer Weise war. Das war klasse.
Das Buch ist absolut nichts für schwache Nerven und für Leute, die Gemetzel und viel Blutvergießen verabscheuen. Denn dieses Buch ist wirklich tabulos!
90 Grad

12.08.2012 23:47:12
Ionohypse

Schade um die Zeit. So unglaubwürdig kam bisher kein sogenannter Thriller daher.
Traurige Personen-Entwicklung, unglaubwürdiger Plot und der zum Scheitern verurteilte Versuch, Spannung durch Brutalität zu erzeugen (offenbar hat Etzold kurz vorher Cody McFayden gelesen) sowie durch eine Technik, die ich selbst als Beleidigung empfinde und die mich jedes Mal richtig ärgert.
Wenn Spannung durch Blödheit der Protagonisten erzeugt werden soll, werde ich jedes Mal richtig wütend. Wie bescheuert muss ein Bulle sein, um sich ohne Rückendeckung und ohne irgendjemand Bescheid zu sagen, direkt in das Haus zu begeben, in dem er den Täter vermutet (und der wie gesagt ein wahres Genie ist)?
Und wie bescheuert müssen die Kollegen sein, die, wenn sie ihre verschollene Kollegin suchen, einer SMS folgen, ohne darüber nachzudenken, dass diese SMS jeder geschickt haben könnte? Und wie einfach es doch gewesen wäre, ihren Spuren zu folgen – es war bekannt, wohin sie ging, als sie besagte Adresse erfuhr – man hätte nur telefonieren müssen …
Die deutlichste Schwäche des Romans liegt aber in seinen Personen.
Der Bösewicht entwickelt sich für keinen nachvollziehbar[auch bei Büchern, die euch missfallen gilt: Kein eindeutiges Spoilern bitte! jkö] , scheint ein Verkleidungsgenie zu sein und scheint nirgends wohnen zu müssen, nix essen zu müssen, unendlich Geld zu haben und hinterlässt natürlich bei mehr als 20 Morden nicht ein einziges Härchen.
Die Protagonistin, natürlich gebeutelt vom Schicksal, lässt einen die Frage stellen, was sie eigentlich den lieben langen Tag lang macht –was auch immer sie tut, Polizeiarbeit ist irgendwie nicht dabei.
Und dann die pseudo-psychologische Konstruktion, die bemüht wird, um den arg herbeigezwungenen Plot aufrecht zu halten – gute Güte, es steht zu befürchten, dass dieser Psycho-Spezialist und Profiler McDeath (der Name ist einer der wenigen gelungenen Jokes) in seinem Täterprofil, das er nebenbei, ohne Fakten und einfach so aus purer Hellseherei zu zaubern scheint, die Meinung des Autors widergibt, was sich im Hirn von Psychopathen so abspielt. Das ist wirklich armselige Küchenpsychologie.
Nach dem ersten Roman von Eztold war ich eigentlich ganz angetan, aber das da ist zu viel.
Wenn es Minuspunkte gäbe, würden sie jetzt zum Tragen kommen.

31.07.2012 20:24:03
muselmann

tja so ist das leider liebe kitekat7 - du schaust sicher auch bohlen & Co, bist in allen sozialen netzwerken vertreten und stellst auf facebook ein bild von deinem liebelingsessen ein, damit die ganze welt es sehen kann . . . Aber auf die Frage, wie spät es ist hast du nur einen belämmerten blick als Antwort.

Final Cut - sicherlich ein zeitkritischer krimi - zahlreiche sehr gute passagen hinter einer guten Story - weiter so!

21.07.2012 01:27:54
kitekat7

Ich schließe mich Sebastian und Gerd vollinhaltlich an!
Genervt haben mich auch die ständigen Wiederholungen bestimmter Floskeln.
Die Casting Show diente nur zum installieren der Gewinnerin als nächstes Opfer, wurde aber viel zu ausführlich thematisiert. Beim beruflichen Hintergrund des Autors wohl auch kein Wunder, dass er da des Guten zuviel tut!
Für mich einer der schlechtesten Krimis, die ich seit langem gelesen habe! Werde mir von diesem Autor kein Buch mehr kaufen!

12.07.2012 10:30:14
Gerd

..für mich ist dieses machwerk ein absoluter Humbug. Der Autor hat sich zudem an zu vielen amerkanischen Vorbildern orientiert erreicht aber leider ganz und gar nicht die angestrebte Spannung der Romane, die ihn inspiriert haben.
Mega-brutale Folterszenen erzeugen nunmal nicht zwangsläufig einen packende Gesamthandlung. Hier gibt es zu viel Unlogisches und was Etzold uns zumutet im Bereich der kriminalitischen Aufklärung ist schon fast lächerlich. Da werden Dutzende von Käfern obduziert aber keinerlei Recherchen im Umfeld der Opfer finden statt. Da dreht sich LKA/BKA immer wieder um die eigene Achse, die Hauptermittlunsbeamtin hat einen schweren psychischen Knacks und ist, Wunder über Wunder auch noch Ziel des Serientäters...
Ausserdem bringt er viel zu viel über diese dämliche casting-show.Da mußten wohl unbedingt noch ein paar aktuell-brisante Themen, die das TV-Volk bewegen,abgeköchelt werden und was würzt ein Thrillersüppchen besser, als ein paar Ausflüge ins Derb-Sexistische...*gähn*...

04.07.2012 02:22:10
Sebastian

Ich weiß nicht, ob ich jemals ein Buch so gehasst habe wie dieses. Also wirklich: Gehasst. Dass Etzold kaum mal zwei Seiten auskommt, ohne schon wieder eine Marke zu nennen, damit man aktuell und im Trend wirkt, ist im besten Falle als nervig zu bezeichnen. Die Charaktere sind eindimensional und stereotyp, die Handlung hat man schon mindestens 10-mal woanders gelesen und gerade die Protagonistin bleibt komplett blass.
Ich konnte von "Final Cut" maximal 30 Seiten am Stück lesen. Nicht, weil die so oft genannte "Härte" und "Abartigkeit" mich übermannte - gegen den Detail-Reichtum von Simon Beckett ist das eigentlich gar nichts und selbst dieser weiß meistens nur mäßig zu überzeugen. Nein, nach maximal 30 Seiten, musste ich das Buch zur Seite legen und in mich gehen, wie man mit so wenig Talent ein Buch veröffentlichen kann, dass so groß beworben wird. Die Casting-Show hat überhaupt nichts mit dem Buch zu tun und das eigentliche Thema - Kriminalität im Social Networking ist eigentlich eine Mogelpackung, weil auch sie nicht wirklich Hauptpunkt des Buches ist. Der Profiler ist mit seinen Analysen auch noch immer so treffend, dass es mich wundert, dass er nicht vom Tatort schon den Namen des Täters herausfinden kann. Storylöcher ohne Ende.
Ganz ganz ehrlich: Von dem Geld lieber eine Flasche Schnaps kaufen. Selbe Kopfschmerzen danach, aber man war wenigstens betrunken.

02.07.2012 17:16:40
Jeni

Das Buch habe ich innerhalb von ein paar Stunden ausgelesen.

Es ist aber nichts für schwache Gemüter, denn es übertrifft viele Bücher in Sachen "Abartigkeit". Die Details, die der Autor beschreibt, sind schon fast zuviel.
An manchen Stellen ist man als Laien-Leser, der nicht viel Ahnung von IT etc. hat, schon etwas überfordert, aber nichtsdestotrotz war das Buch spannend von der ersten bis (fast) zur letzten Seite.

Kleiner Störfaktor:
Die Casting-Show kommt meiner Meinung nach zu wenig hervor, es hat zu wenig mit der Story an sich zu tun.
Dennoch:

Klar zu empfehlen!