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Andreas Kurth
Perverser Killer sucht im Darknet nach Gleichgesinnten

Buch-Rezension von Andreas Kurth Jul 2020

Rasant. Blutig. Spannend. Ekelhaft. Alle diese Bezeichnungen treffen auf den jüngsten Thriller von Veit Etzold zu. Der Autor verliert keine Zeit, nach dem bereits auf dem Buchrücken angekündigten, äußerst brutalen Mord im ICE zwischen Dortmund und Frankfurt geht es ohne Verzögerung weiter. Obwohl nicht zuständig, wird über befreundeten Ermittler des BKA das Team des LKA Berlin nach Nordrhein-Westfalen gerufen. Mit Martin Friedrich - von allen nur MacDeath genannt - gehört ein ausgewiesener und bekannter Spezialist dazu. Zufällig ist er auch der Ehemann von Clara Vidalis.

Der Anführer der Zug-Mörder wird per Video identifiziert, und ist auch sofort geständig. Allerdings ist er noch nicht 14 Jahre alt, also noch nicht strafmündig. Das weiss er offenbar auch ganz genau. Das gilt auch für den nächsten Täter, der sein Opfer in Hannover grausig zurichtet. Der Junge empfängt die Polizisten mit den Worten: “Ihr könnt mir gar nichts!”

Wegen Nicht-Zuständigkeit muss das LKA-Team schon bald zurück nach Berlin, beschäftigt sich aber dennoch weiter mit den ebenso rätselhaften wie brutalen Taten. Als dann aber am Kottbusser Tor ein übles Massaker angerichtet wird, wieder von Minderjährigen, die nicht strafmündig sind, ist es ein Fall für Clara und ihre Kollegen. Die Ermittlungen verlaufen zunächst chaotisch, vor allem, weil den Polizisten nicht klar ist, wie die Morde zusammenhängen. Doch dann finden sie einen Blog-Eintrag.

“Es gibt da ein Element”, sagte Hermann, “das all diese Killer verbindet. Eine Art gemeinsamer Code. Alle hatten diverse Gespräche, Chats und E-Mail-Verkehr im Dark Web und auch im Clear Web und 4chan mit einer Person.”
“Und wie heißt diese Person?”
“Zu Beginn nur B.G.666.”
Clara hob den Kopf. “Ist das dieser BG666, den wir schon mal gesehen haben?”
“Richtig”, sagte Hermann, “und das scheint auch genau der zu sein, der uns hier gerade dieses Entbeinen-Video zeigt.”
“Zu Beginn BG666”, sagte Winterfeld, “was heißt hier zu Beginn? Und danach? Oder jetzt?”
“Jetzt”, sagte Hermann, “vervollständigt diese Person aber die Abkürzung zu einem vollständigen Namen.”
“Und der lautet?”
“BLUTGOTT.”

Veit Etzold hat seinen Thriller in extrem kurze Kapitel unterteilt. Das ist einerseits angenehm zu lesen, sorgt andererseits aber für ungeheure Dynamik. Dazu tragen auch die ständig wechselnden Perspektiven bei. Der Leser ist bei neuen Mordtaten dabei, schaut den Killern gewissermaßen über die Schulter, und ist somit den Ermittlern stets im Wissen voraus. Etzold sorgt mit immer neuen Wendungen für einen konstanten Spannungsbogen. Die Tatorte wechseln, können praktisch überall sein, die Ermittler werden in Atem gehalten - ebenso die Leser.

Die Reaktionen der Presse sorgen für weitere Aufregung, es gibt Nachahmungstäter, die sich einen Überbietungswettbewerb in Brutalität und Originalität beim Töten liefern. Das Ermittlerteam um Clara Vidalis spielt hier nicht die gewohnte Hauptrolle, sondern muss diese nach meinem Empfinden an die Killer abtreten, vor allem an den mysteriösen Anstifter, dem die Polizei nur schrittweise auf die Schliche kommt.

“Interessant wird es hier”, sagte Bellmann und tippte auf den Bericht, “Sie vermuten, dass irgendeine Person aus dem Internet diese jungen Menschen steuert?”
“Junge Männer”, antwortete Clara.

“Halten Sie das für einen Unterschied?”
“Selbstverständlich”, brachte sich MacDeath ein, “Männer begehen schließlich 80 Prozent aller Gewalttaten, stellen 94 Prozent aller Strafgefangenen und töten fast dreißigmal so häufig wie Frauen.”
“Danke für die Belehrung”, knurrte Bellmann, “die Kriminalstatistik des BKA habe ich auch gelesen.”

Veit Etzold hat hier einen ziemlich ausgeklügelten Plot vorgelegt. Neben Clara Vidalis spielt ihr Ehemann Martin Friedrich, nach der einzigen Namensnennung nur noch als MacDeath bezeichnet - eine wichtige, ja zentrale Rolle im Team. Im Übrigen macht der Autor keine Umwege bei seiner Erzählung, überflüssige Nebengeschichten sucht man als Leser vergebens.

Das Finale ist dann in meinen Augen tatsächlich noch einmal atemberaubender als die Geschichte insgesamt. Man denkt ja bei der Lektüre, die Story sei kaum noch steigerbar. Aber als das Finale scheinbar leicht enttäuschend wird, dreht Etzold bildlich gesprochen den Regler noch mal auf volle Pulle.

Allerdings gibt es auch eine kleine Schwäche. Die Figur Slaughterman bleibt am Ende etwas undefiniert. Ist er auch erst 13? Warum kann er sich dann in Deutschland, inklusive Ausrüstung, so schnell und unbemerkt über große Entfernungen bewegen? Hier habe ich einen kleinen logischen Bruch gesehen, aber Schwamm drüber. Es geht um gute Unterhaltung, da kann auch mal etwas nicht völlig nachvollziehbar sein.

Fazit:

Wer es nicht zu brutal oder blutig mag, sollte die Finger von diesem Buch lassen. Das sagt selbst Veit Etzold im Interview mit der Krimi-Couch, wobei er erwähnt, dass die Mehrzahl der Leser seiner Thriller weiblich sind. Wer also einen rasanten und spannenden Thriller lesen möchte, der diese Bezeichnung auch verdient, wird bestens unterhalten. Veit Etzold zeigt hier einmal mehr, dass er ein guter Geschichten-Erzähler ist, der seine Leser von Beginn an zu fesseln vermag. So lange ihm bei Clara Vidalis die Ideen nicht ausgehen, will er sie weiter ermitteln lassen, kündigt der Autor an. Seine Fans werden sich über diese Aussage im Krimi-Couch-Interview freuen.

Blutgott

Blutgott

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Letzte Kommentare:
25.08.2020 12:19:28
BiTo91

Blutgott scheint mir in viellerlei Hinsicht ziemlich stark "konstruiert". Mir fehlt der rote Faden im Buch. Am Anfang noch recht spannend aber dann hat das Buch doch so seine Längen und es kommt keine richtige Spannung auf. Auch die Kommissare Clara Vidalis und ihre Kollegen wurden in den Vorgängerbänden besser dargestellt.

17.07.2020 22:27:03
Der Waldschrat

Rasant? Ja.
Blutig? Ja.
Spannend? Nein.
Ekelhaft? Durchaus.
Wenn man einen Thriller anhand oben genannter und zitierter Schlagworte bewertet spricht dies nun wahrlich nicht für Qualität. Auch hier wieder, meines Erachtens, ein Thriller, mehr schlecht als recht aus dem allseits bekannten Baukasten zusammen gesetzt. Typische 08/15 Kost, die, selbst nebenbei gelesen, jegliche Spannung vermissen lässt.

Mit Begriffen wie "Darknet" und "pervers" lockt man im Jahr 2020 nun wahrlich keinen halbwegs anspruchsvollen Leser mehr. Sprachstil und Plot sind höchstens unteres Mittelmaß, ebenso die Charakterzeichnung.

Solche Bücher gehen in der Masse unter, absolut verständlich denn solide Qualität liest sich ganz anders.

11.07.2020 18:34:06
Vielleser

Es fängt ganz interessant an. Aber dann folgt eine langweilige Aufzählung irgendwelcher brutaler Verbrechen aus der Vergangenheit. Die Kommissare sind völlig charakterlos und tun nichts als dumme Fragen zu stellen. Ohne jegliche Spannung. Ein Mist.

27.05.2020 18:51:52
Krimiliebhaberin

Also, ich habe schon "Tränenbringer" von Etzold gelesen und war daher auf viel Blut gefasst.

Was der Autor aber in "Blutgott" abliefert, ist nur eine Aneinanderreihung sinnlos brutaler Blutorgien minderjähriger Täter. Außerdem zitiert Etzold ständig die bekannten realen Serientäter der Geschichte und das fängt schnell an langweilig zu werden.
Ich brauche das nicht, ist mir auch nicht fesselnd genug. Ermittlerin Vidalis bleibt hier sehr blass. 2 * von mir

25.05.2020 16:32:49
buecherwurm1310

Was dann geschieht, sorgt selbst bei hartgesottenen Ermittlern wie Kommissarin Clara Vidalis vom LKA Berlin für Grauen. Es bleibt nicht be9i dem einen Fall. Überall in Deutschland begehen Horden von Minderjährigen äußerst brutale Morde. Clara ist überzeugt, dass das kein Zufall ist und dass die Jugendlichen auf eigene Faust gehandelt haben. Dann führt eine Spur ins Darknet, wo ein Mann, der sich „Blutgott“ nennt, seine Anhänger zu dem schändlichen Treiben anstiftet.
Dieses Buch ist der siebte Band um die Ermittlerin Clara Vidalis, der auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann.
Wer schon einmal ein Buch von Veit Etzold gelesen hat, weiß was ihn erwartet. Es wird zwar spannend, aber auch grausam und sehr blutig. Wer solche detaillierten Szenen nicht mag, sollte besser die Finger von diesem Buch lassen.
Der Thriller ist sehr spannend und temporeich. Es ist erschreckend, wie rücksichtslos diese Jugendlichen, die noch nicht strafmündig sind, vorgehen. Das wird zwar hier etwas reißerisch dargestellt, aber andererseits habe ich in letzter Zeit einige reale Fälle in den Medien gesehen, wo Kinder erschreckend brutal gehandelt haben. Es bestürzt mich, dass diese Geschichte halt nicht so fiktiv ist, wie man glauben möchte.
Clara Vidalis bekommt es immer wieder mit solch grausamen Mordserien zu tun. Sie ist eine sympathische Ermittlerin, die engagiert und fähig ist. Sie ergänzt sich gut mit Dr. Martin Friedrich, genannt MacDeath, der als Fallanalytiker sich gut in die Täter hineinversetzen kann. Auch wenn er eigentlich ganz sympathisch wirkt, so sind seine Gedankengänge schon sehr abartig. Das Treiben des Blutgottes ist perfide und schrecklich, dennoch hätte ich gerne etwas über seinen Hintergrund erfahren.
Ein fesselnder Thriller, doch der Schluss ist etwas unbefriedigend, da die Geschichte mit einem Cliffhanger endet.

07.05.2020 14:52:37
StephanieP

In einem Schnellzug wird ein Mädchen brutal ermordet. Die Täter war eine Gruppe Minderjähriger. Doch es kommt immer öfter zu derart brutalen Morden durch minderjährige Täter in ganz Deutschland. Clara Vidalis ist fest der Meinung, dass die Jugendlichen nicht aus eigenem Willen die Taten verüben und damit soll sie Recht behalten.

Veit Etzolds Schreibstil liest sich flüssig und daher erscheint die Handlung sehr kurzweilig. Allerdings sind seine Beschreibungen unglaublich detailliert, brutal und blutrünstig. Mir persönlich war dies oft etwas too much und ich habe bei diesen Szenen wirklich die Freude an dem Buch verloren. Dies ist sehr schade, da die Handlung ansonsten eine durchgehend sehr hohe Spannung hatte und wirklich mitreißend war. Aber nach den detailreichen, blutigen und wirklich grausigen Beschreibungen (welche ich nur noch quergelesen oder ganz übersprungen habe) musste ich mich wirklich aufraffen das Buch weiterzulesen und nicht abzubrechen.

Dies ist bereits der siebte Fall für Clara Vidalis, aber es ist nicht notwendig die Vorgängerbände zu kennen, da das notwendige Vorwissen geschickt in die Handlung eingebaut wird. Ich selbst kannte bisher kein Buch der Reihe und hatte keine Verständnisschwierigkeiten. Anfangs fand ich die Idee immer wieder reale Fälle in die Handlung einzubauen sehr gelungen, aber auch hier hat es der Autor etwas zu gut gemeint und es übertrieben, weshalb mich dies mit zunehmenden Beispielen immer mehr genervt hat.

FAZIT:
„Blutgott“ hat eine gute Grundidee, aber die blutrünstige Umsetzung und die detaillierten Beschreibungen der grausamen Morde haben mir komplett die Freude am Buch genommen, daher vergebe ich 2 Sterne!

20.04.2020 19:39:16
Büchermaulwurf

Blutige Abgründe
„Blutgott“ ist bereits der 7. Einsatz für die Kriminalkommissarin und Pathopsychologin Clara Vidalis und ihr Team. Dies ist mein erstes Buch von Veit Etzold, trotzdem konnte ich sofort in die Handlung eintauchen und mich der Sogwirkung kaum entziehen.
Gleich zu Beginn wird eine Studentin im IC von einer Gruppe Jugendlicher auf äußerst brutale und grausame Weise getötet. Wegen der rätselhaften Signatur werden Vidalis und ihr Mann Martin Friedrich (genannt „Mac Death“) hinzugezogen. Dieser Mord ist der Auftakt zu einer Reihe von außergewöhnlich brutalen Morden, allesamt begangen von minderjährigen und strafunmündigen Killer-Kommandos, die von dem sog. „Blutgott“ aus dem Dark Web gesteuert werden.

Gut gefallen hat mir der direkte, schnörkellose Schreibstil, mit dem Etzold die Handlung mit hohem Tempo vorantreibt und so einen Sog erzeugt. Die Spannung bleibt durchgängig auf einem hohen Niveau. Allerdings spart er nicht mit Blut und grausigen Einzelheiten, was die Morde und die Beschreibung der Tatorte betrifft. Hier sind starke Nerven gefragt und zartbesaitete Leser sollten besser nicht zu diesem Buch greifen. Beeindruckt hat mich auch das Hintergrundwissen des Autors, sei es zum Dark Web und Snuff Movies, zu Datenmengenfrequenzanalysen oder berühmten Serienkillern, welches er immer wieder einfließen lässt.

Clara Vidalis blieb für meinen Geschmack etwas blass. Besser gefallen hat mir da ihr Mann, der Profiler „Mac Death“, der ein wandelndes Lexikon für Serienkiller ist. Insgesamt hätte ich mir mehr Hintergrundwissen über die Protagonisten gewünscht, das vermutlich in den vorherigen Bänden zu finden ist. Es ist daher sicherlich besser die Reihenfolge einzuhalten.
Etzold gibt einen erschreckenden Einblick in die menschlichen Abgründe. Seine Geschichte ist erschreckend realistisch und das Thema Strafunmündigkeit, welches er aufgreift, macht nachdenklich, scheint es doch eine Lücke im Gesetz zu sein. Unrealistisch fand ich hingegen den Plan, eine 16-jährige als Lockvogel zu benutzen, da ich mir nicht vorstellen kann, dass die Polizei so agieren würde. Am Ende hat Etzold noch eine völlig unerwartete Wendung parat und lässt seinen Thriller dann völlig überraschend mit einem Cliffhanger enden, der auf eine baldige Fortsetzung hoffen lässt.

Mich hat der knallharte, spannungsgeladene und erschreckend realistische Thriller überzeugt und ich werde auf jeden Fall auch die restlichen Vidalis-Bände lesen. Empfehlen würde ich das Buch aber nur hartgesottenen Thrillerfans.

14.04.2020 00:03:50
Lalala

Das Positive: Etzold schreibt flüssig und gut lesbar. Ein-zwei Mordideen sind schon recht kreativ.
Insgesamt ist es aber ein Aneinanderreihen von blutrünstigen Szenen, mehr nicht. Die Figuren bleiben blass, der Roman ist realitätsfern, anstatt alle möglichen Serientäter zu recherchieren und zu beschreiben hätte ein wenig juristische und medizinische Recherche dem Geschreibsel sicherlich gut getan. 13-jährige Mörder kommen ganz sicher nicht zu ihren Eltern zurück, wo sie dann nur ein bisschen ambulante Therapie bekommen.So tölpelhafte Notärzte wie in diesem Buch kann ich mir ebenfalls kaum vorstellen. Und was mir dann das Lesen komplett vergällt hat, waren die dezent in der Sprache der Personen versteckten Äußerungen, die einer gewissen blauen politischen Minderheit entsprungen sein könnten. Mein erster und letzter Etzold. Vielen Dank, never again.

06.04.2020 15:38:09
Jules118

In einem IC fährt die 19-jährige Mia. Was sie nicht weiß ist, dass sie diese Zugfahrt nicht überleben wird. Während der Reise steigen vier Personen in das Abteil und bringen sie auf grausame Art um, die selbst hartgesottene Ermittler nicht kalt lässt.
Es ist lange her, dass ich ein Buch von Veit Etzold gelesen habe. Trotzdem hat es nicht lange gedauert, wieder zu seinem Schreibstil zu finden.
Das Buch beginnt fast direkt mit der Zugfahrt. Was Mia angetan wurde, wird vom Autor sehr anschaulich beschrieben und erzeugte bei mir eine etwas schockierte Reaktion. Nachdem in diesem Abteil ein Zeichen an die Wand gemalt wurde, wird schnell die Abteilung von Clara Vidalis hinzugezogen, die sich auch sofort auf den Weg zum Tatort machen. Als ein Video von den Tätern auftaucht, scheint dere Fall zunächst recht einfach.
In der Zwischenzeit schreibt ein Junge namens Noah übers Internet mit jemanden, der sich selber Gott nennt. Die Beweggründe seines Gegenbers sind zunächst unklar, aber man merkt relativ schnell, was er von Noah möchte und warum gerade von ihm.
Die Geschichte ist sehr direkt und auch die Taten werden brutal beschrieben. Also leichte Kost ist es definitiv nicht.
Gerade die Täterfiguren sind sehr interessant beschrieben. Nicht, dass man ihre Taten gut heißen kann, aber sie sind sehr eindringliche Charaktere.
Das Team um Clara funktioniert sehr gut zusammen und sie finden auch sehr unkonventionelle Lösungen um den Täter zu ergreifen.
Das Ende kam für mich überraschend und ich freue mich schon auf den nächsten Band.

31.03.2020 09:45:38
Darts

Eine junge Frau sitzt allein in einem 6er Abteil in einem ICE, als plötzlich vier Jugendliche in das Abteil betreten. Ohne viel Federlesen schließen sie alle Vorhänge. Was dann geschieht möchte sich keiner ausmalen, welche Leiden die junge Frau vor ihrem Tod durchleben mußte. Schnell ist einer Täter ausgemacht. Der Junge ist 13 und somit nicht strafmündig. Aber seine Abgeklärtheit und die Brutalität des Mordes lassen daran zweifeln, dass er und seine Kumpel alleine dahinterstecken. Als wieder eine Leiche gefunden wird und auch hier die Täter so jung sind, ist es für Clara Vidalis klar, da steckt ein Erwachsener dahinter.
Der Blutgott findet seine 'Jünger' übers Darknet und ruft zu Slash Mobs auf.
Ich habe schon einige Bücher von Veit Etzold gelesen und die Reihe um Clara Vidalis habe ich alle gelesen und die Protagonisten schätzen gelernt. Leider kamen sie mir in diesem Band etwas zu schwach vor.
Das Buch begann gleich spannend, aber auch brutal. Da ich das reale Leben und fiktive Handlungen in Thrillern gut unterscheiden kann, störte mich die Brutalität nicht weiter. Allerdings driftete die Handlung im letzten Drittel  Richtung Horror ab - nicht meine bevorzugte Lektüre.
Ich vergebe 3,5*

23.03.2020 09:31:59
buchleserin

„Blutgott“ ist Band 7 aus der Clara-Vidalis-Reihe. Man kann diesen Thriller aber auch ohne die Vorgängerbände zu kennen, gut lesen, ich kenne die anderen Bücher nicht und hatte nicht das Gefühl, dadurch Nachteile zu haben. Ich bin jetzt aber neugierig geworden auf die anderen Bände dieser Thriller-Reihe.
Ein neuer Fall für Clara Vidalis. Ein brutaler Mord an einer Studentin in einem IC, verübt von einer Gruppe Minderjährigen. Diese Kinder-Killer-Kommandos schlagen in ganz Deutschland zu, angestiftet von einem Mann der sich Blutgott nennt.
Dieser Thriller ist wirklich nichts für Zartbesaitete. Die Morde sind unglaublich brutal. Clara Vidalis ist entsetzt über die Brutalität der Minderjährigen. Die 13-jährigen Jungen zeigen auch überhaupt keine Reue. Die Handlung ist von Anfang an spannend zu lesen. Das Ermittlerteam sucht nach diesem Blutgott, der die Minderjährigen zu den entsetzlichen Morden auffordert und es scheint, als wollen die Jungen sich gegenseitig mit ihren grausamen Taten übertrumpfen. Das Ermittlerteam gefällt mir sehr gut. Clara Vidalis ist entsetzt über diese brutalen Morde und ihr Mann Mac Death geht ganz anders damit um und macht ihr damit manchmal etwas Angst. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, das Team hat auch schon einen Plan, um den Blutgott zu überführen. Es gibt jedoch ein offenes Ende und damit wohl auch eine Fortsetzung dieses Falles.

Hier die Bände in der richtigen Reihenfolge:
1. Final Cut
2. Seelenangst
3. Todeswächter
4. Der Totenzeichner
5. Tränenbringer
6. Schmerzmacher
7. Blutgott

21.03.2020 18:28:38
HexeLilli

Ich war ja schon einiges aus den Vorgängerbüchern des Autoren gewohnt, aber dieses war schon heftig.
Im Web stiftet der Blutgott mit Erpressung 13 jährige Kinder zu brutalen Morden an. Er lockt sie mit dem Hinweis in dem Alter gäbe es keine Strafe. Clara mit ihrem Team ist gefordert um dieses Killer Kommando zu stoppen.

Obwohl das Buch sehr spannend war, ging es meiner Meinung zur sehr an der Realität vorbei. Die beschriebenen Szenen waren bestialisch und teilweise ekelig. Da drehte sich mir beim Lesen schon der Magen um, und ich bin wirklich nicht empfindlich. Und solch ein Massaker sollen Kinder fertig bringen? Ist die Welt wirklich so pervers und abgebrüht? Kaum vorstellbar. Kann man ein Kind ohne Erziehungsberechtigten so einfach zu einem Verhör schleppen? Und ein minderjähriges Mädchen als Lockvogel benutzen? Am Ende blieb ich mit einigen Fragen zurück.
Wer sich nicht an blutrünstigem Details stört, der sollte das Buch lesen. Ich bin der Meinung weniger wäre besser gewesen.

21.03.2020 10:14:40
KerMeliest

Ein spannender Pageturner der am Ende zu viel wird. Das Fachwissen überzeugt aber am Ende wirkt die Geschichte nicht mehr sehr glaubwürdig und verliert etwas bei mir. Freue mich dennoch auf die Fortsetzung

Echte Täter,
wahre Ereignisse

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