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Jörg Kijanski
Seichte Urlaubslektüre

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Sep 2019

Kommissarin Isabelle Bonnet hatte Glück im Unglück. Ein Bombensplitter an der Wirbelsäule wurde ihr entfernt, die Operation glückte, und auch die anschließende Reha verlief erfolgreich. Zurück an ihrem Arbeitsplatz in dem kleinen Ort Fragolin, begegnet sie Bürgermeister Thierry Blès, von dem sie sich erst kürzlich getrennt hat.

 Immerhin, man möchte weiter freundschaftlich und respektvoll miteinander umgehen, zumal sich der Sitz des Bürgermeisters und jener der Police national im gleichen Gebäude befinden. Doch bereits am übernächsten Morgen erreicht Isabelle eine bestürzende Nachricht: Blès ist tot, er wurde im Hafen von Sanary-sur-Mer mit durchgeschnittener Kehle aufgefunden.

Die Polizei von Toulon unter Leitung von Commandant Richeloin übernimmt die Ermittlungen, doch der ebenso arrogante wie unfähige Ermittler verbockt gleich die erste Pressekonferenz derart kolossal, dass ihm Maurice Balancourt, die graue Eminenz der Police national in Paris, den Fall entzieht und eine Sondereinheit gründet. Sein „bester Mann“ soll die Ermittlungen leiten, was konkret auf Isabelle hinausläuft, die alles andere als begeistert ist. Dennoch übernimmt sie mit ihrem einzigen Mitarbeiter Apollinaire den Fall und findet zunächst mehr Fragen als Antworten …

„Vivre le moment présent – Den Augenblick genießen“

Die beliebte „Madame le Commissaire…“-Reihe geht bereits in die sechste Runde und Freunde der Serie, vermutlich müsste es eher Freundinnen heißen, finden altbewährten Lesestoff. Wer einen Urlaub in der Provence plant oder allgemein eine kurzweilige Strandlektüre sucht, der darf hier zugreifen. Die Einstellung der Franzosen zum Leben, das savoir-vivre („verstehen, zu leben“), bestimmt einen nicht unerheblichen Teil des Tagesablaufs der Protagonistin. „Madame le Commissaire und der tote Liebhaber“ besteht somit aus drei Erzähleinheiten: Dem vorgenannten Lebensstil, der Trauer Isabells um ihren einstigen Geliebten und der Auflösung des Mordfalls.

Die Kunst zu Leben hat Isabelle von ihrem früheren Liebhaber gelernt, worunter auch offene Beziehungen fielen, wobei an einer solchen ihre Beziehung letztlich scheiterte. So ist der Roman weithin geprägt von gutem Essen und Trinken sowie der bunten Landschaft, welche von Fragolin, einem fiktiven Ort im Hinterland der Cote d’Azur, bis nach Sanary-sur-Mer und Toulon reicht. Immer wieder treffen sich die handelnden Figuren in Cafés und Restaurants, um über die Banalitäten des Alltags zu plaudern und dabei die Seele baumeln zu lassen. Will sagen, der Roman hat seine Längen. Hinzu kommen die (verständlichen) sentimentalen Rückblicke Isabelles auf ihre Beziehung zum Bürgermeister. Man hatte sich getrennt, ja, das schon, aber eigentlich… Auch hierbei gewinnt der Krimiplot nicht an Fahrt, sondern weist vor allem im ersten Drittel einige Längen auf. Dann geht es aber - immerhin - so langsam los, erste Nebelkerzen werden geworfen, nicht alle Blindspuren erfahren später eine Auflösung.

Fazit:

Der Spannungsbogen ist zunächst recht stabil, wenngleich bedrohlich nahe der Grundlinie und nimmt erst spät Fahrt auf. Der mitunter geschwätzig wirkende Schreibstil, gepaart mit allerlei Belanglosigkeiten aus dem Alltag, hat zudem markante Längen. Ab dem zweiten Drittel wird es (kriminell betrachtet) besser und es werden erste Tatverdächtige aufgebaut – und meist wieder aussortiert. Die Lösung bietet immerhin eine kleine Überraschung. Leichte Urlaubslektüre für Frankreichurlauber und Lesern von Sophie Bonnet (alias Heike Koschyk) und Co.

Madame le Commissaire und der tote Liebhaber

Madame le Commissaire und der tote Liebhaber

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