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In »Schmerzensgeld« trifft ein Ermittlerteam mit äußerst unkonventionellen Methoden auf Finanzhaie, die glauben, sich nicht an die Regeln halten zu müssen: Michael Opoczynski rechnet in seinem spannenden Wirtschaftsthriller mit der Banken- und Finanzwelt ab, über die er lange in der ZDF-Sendung »WISO« berichtet hat.
Der erste Fall führt die »Gesellschaft für unkonventionelle Maßnahmen« auf die Fährte einer Privatbank, die jahrelang ihre Kunden geprellt hat. Nach allen Regeln der Kunst und gleichzeitig juristisch unangreifbar wurden tausende einfache Leute geschädigt. Sie haben alles verloren. Sie sind wütend, sie wollen Rache. Doch sie sind machtlos – bis sich die Gesellschaft der Sache annimmt. Ihr Ziel: Ungerechtigkeit aufdecken, die Täter fassen und sie in der Öffentlichkeit bloßstellen. Dazu ist ihnen jedes Mittel recht.

Schmerzensgeld

Schmerzensgeld

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Letzte Kommentare:
29.12.2019 17:08:57
stefan niedner

Wie sieht es in unserem Land mit dem Rechtsstaat aus? Ist er in der Lage die Bürger vor Abzockern oder skrupellosen Wirtschaftsunternehmen zu schützen? In dem Roman Schmerzensgeld kann er das jedenfalls nicht. In der Realität gehören sich immer zwei Seiten dazu: Zum einen die Unternehmen, die rechtlich gewitzt das Beste von ihren Kunden wollen, nämlich derenGeld, auf der anderen Seite stehen aber auch die Kunden, die allzu leichtgläubig Verträge unterschreiben, ohne zu wissen, auf was sie sich da einlassen. Da der Staat die Menschen vor ihrer eigenen Dummheit nicht schützen kann, es aber klar ist, dass das Verhalten von Geldinstituten, Versicherungen etc. moralisch an der ein oder anderen Stelle verwerflich ist, ist es sicher gut, dass es diesen Aufklärungsjournalismus gibt, der den Finger in die Wunde legt und die Probleme einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht? Die Arbeit innerhalb dieses Typs von Journalismus wird von Michael Opoczynski anhand von Sönke Ahlers, mit allen seinen Tücken und Problemen eindrücklich aufgezeigt.

Der Knaller dieses Romans ist jedoch die "Gesellschaft für unkonventionelle Maßnahmen", die selbst vor keinem Verbrechen zurückschreckt, um den geprellten Bürgern Genugtuung zu verschaffen. Um nicht zu viel zu verraten, geht diese "Gesellschaft" äußerst drastisch vor, um dieses Ziel zu erreichen. Das Prozedere ist nicht unspannend, aber Dramatik kommt auch nicht gerade auf, vieles läuft einfach zu glatt. Zunächst muss auch an einem eher harmlosen Beispiel das Vorgehen dieser "Gesellschaft" demonstriert, die einzelnen "Vereinsmitglieder" vorgestellt und charakterisiert werden. Das dauert alles seine Zeit und verzögert den Beginn der eigentlichen Handlung.

Das bedeutet: Liest man diesen Roman als Krimi, kann man schon nachvollziehen, dass Leser dieses Werk nur mit Werten zwischen 0 und 10 bedacht haben. Andererseits: Sollte man dieses Werk als reinenKrimi betrachten? Da bin ich der Meinung nein, sondern man sollte den gesellschaftskritischen Ansatz deutlich würdigen. Denn die Fragestellung (siehe oben) ist brisant: Darf man einer solchen Gruppierung, die quasi Selbstjustiz ausübt, Sympathien entgegenbringen, wie es in diesem Roman, wenn auch etwas Augen zwinkernd, geschieht. Oder ist diese Zivilcourage (darf man es so nennen?), absolut zu kritisieren? Die Frage bleibt in diesem Roman aus meiner Sicht unbeantwortet. Ich denke, dass sich Herr Opoczynski noch tiefer in diese Materie hinein bewegen hätte müssen, die Perspektiven beider Seiten, der Täter und Opfer werden zwar erkannt und dargestellt , aber ist es korrekt, dass aus einem Opfer ein Täter wird und umgekehrt? An dieser Stelle hätte ich mir eine ausgewogenere Diskussion erwünscht. Die Frage bleibt, ob das Genre des Kriminalromans für eine solche Diskussion die richtige Plattform ist. Wäre ein anderes Format nicht vorteilhafter gewesen?

Die Idee dieser "Gesellschaft für unkonventionelle Maßnahmen" finde ich originell, aber die Umsetzung des Stoffes hätte deutlich schärfer herausgearbeitet werden müssen.