Blutiger Januar

Erschienen: Januar 2018

Bibliographische Angaben

  • Edinburgh: Canongate, 2017, Titel: 'Bloody January', Seiten: 320, Originalsprache
  • München: Heyne, 2018, Seiten: 400, Übersetzt: Conny Lösch

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Januar 1973: Mitten in Glasgow erschießt am helllichten Tag ein Jugendlicher auf offener Straße eine junge Frau, bevor er sich selbst eine Kugel in den Kopf jagt. Detective Harry McCoy, dem der Mord am Tag zuvor im Gefängnis von einem psychotischen Gefangenen angekündigt wurde, steht vor einem Rätsel. Zumal der Gefangene selbst um die Ecke gebracht wird. McCoy nutzt seine alten Verbindungen zu Glasgows Unterwelt, um in den Ermittlungen voranzukommen, legt sich dabei aber schnell mit den Dunlops an, der mächtigsten Familie der Stadt. Und auch sein Boss pfeift ihn zurück. Aber McCoy lässt sich nicht beirren.

Krimi im Kreuzfeuer - Folge 6

"Blutiger Januar" von Alan Parks (Heyne Hardcore) im Ziel von Andreas Kurth (Chefredakteur Krimi-Couch.de), Jochen König (Krimi-Couch.de Spezial) und Birgit Borloni (Krimi-Couch.de Redaktion).

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Letzte Kommentare:
26.07.2020 21:40:24
Stefan Roth

Ein Buch wie ein Orkan, kaum zu glauben das Alan Parks hier sein Erstlingswerk abgeliefert haben soll. Detektiv Harry Mc Coy ermittelt in Glasgow im Januar 1973 in einem Mordfall mit anschießendem Selbstmord des Täters.

Abgesehen davon das Glasgow als Ort für einen harten Copthriller nicht unbedingt als Alan Parks originellste Idee erscheint, ist alles andere an seinem ersten Kriminalroman rundum gelungen. Der Autor schildert atmosphärisch dicht, mit zumeist kurzen Sätzen, die durchaus kaputte Glasgower Gesellschaft inklusive der „High Society“ der schottischen Stadt. Die Sprache ist oftmals düster und hart, aber einem Polizeithriller immer angemessen. Die Handlung wird mit immensem Tempo, ohne Leerlauf vorangetrieben.

Die Grenzen zwischen Gut und Böse verwischen fast vollständig. Fast jeder Polizist hat eine Menge „Dreck am Stecken“, so wie umgekehrt die Kriminellen oftmals auch durchaus mit menschlichen Zügen geschildert werden.

Ein Debut das sich auf jeden Fall zu lesen lohnt, ich bin schon gespannt auf die nachfolgenden Bücher von Alan Parks.

Meine Wertung:

91 von 100 °

17.06.2020 15:18:45
Fritz lotz

Dieses Buch ist nicht schlecht, es ist einfach grottenschlecht.
Parks startet wie ein Tiger ,
landet aber wie ein Bettvorleger.
Er meint eine schwache voraussehbare
Geschichte durch blutiges Gemetzel zu übertünchen. Damit steht er aber nicht alleine da, das versuchen derzeit viele seiner Kollegen. Parks sollte unbedingt mal Don Winslow lesen, dann wüsste er wie man Handlung, Spannung und Brutalität genial mixt.
So nicht!

19.09.2018 10:07:28
elke17

Die Riege der schottischen Autoren hat Zuwachs bekommen – und was für einen! Mit „Blutiger Januar“ legt Alan Parks einen Erstling hin, der es in sich hat. Im Zentrum steht Harry McCoy, Detective bei der Polizei in Glasgow. Aber er geht seinem Job nicht in dem Glasgow nach, das 1990 Europäische Kulturhauptstadt wurde. Das wäre wahrscheinlich auch zu langweilig. Nein, Parks hat sich dafür zwanzig Tage im Januar 1973 ausgeguckt, eine Zeit also, in der die Stadt, bedingt durch den Niedergang der Wirtschaft, am Boden liegt. Hohe Arbeitslosigkeit, daraus resultierende Armut und leere Stadtsäckel sorgen dafür, dass die Kriminalitätsrate an die Decke geht und Glasgow an die Spitze der Verbrechenshauptstädte Europas vorrückt. Drogen, Prostitution, organisiertes Verbrechen. Das zeigt uns Parks: einen ungeschönter Blick auf die Elendsquartiere der Obdachlosen und die Tristesse der kleinen Leute auf der einen Seite, Protz und Prunk der Wohlhabenden auf der anderen.

Ausgangspunkt ist der Mord an einer jungen Frau, deren Mörder sich nach dem tödlichen Schuss selbst richtet. Einer von McCoys ehemaligen „Klienten“, aktuell im Knast von Barlinnie einsitzend, hatte ihm die Tat angekündigt, wusste aber nicht warum und von wem. Gemeinsam mit dem Neuling Wattie wird er auf den Fall angesetzt. Allerdings wissen seine Vorgesetzten zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass er damit jede Menge Dreck an die Oberfläche befördern und nicht nur dem Glasgower Geldadel gehörig auf die Füße treten wird, denn in diesem Krimi ist keiner ohne Schuld.

„Everybodys darling“ wird McCoy nun sicherlich nicht werden, Vorzeigepolizist geht anders. Er trinkt zu viel, konsumiert Drogen und geht keiner Prügelei aus dem Weg. Seine Freundin ist eine heroinabhängige Prostituierte, sein Freund aus Kindertagen ein gewalttätiger Schläger in der Glasgower Unterwelt, mit dem ihn eine gemeinsame Vergangenheit in einem Kinderheim verbindet.

Die Story an sich ist gradlinig geplottet, düster, stellenweise harte Kost, dem „Tartan Noir“ zuzuordnen. Allerdings bleibt Parks z.B. im Vergleich mit Mina, der anderen Chronistin Glasgows, eher an der Oberfläche. McCoy sieht, was um ihn herum vor sich geht, die Schieflage der Gesellschaft, aber kommentiert das höchstens in Ansätzen. Hier hätte ich mir etwas mehr Reflexion/Kritik gewünscht, aber es sei ihm verziehen. Und kann ja noch kommen, denn „Blutiger Januar“ ist der erste Band der Reihe mit Harry McCoy. Der Nachfolger „February’s Son“ ist im Original, wie könnte es anders sein, für Februar 2019 angekündigt und wird natürlich auch gelesen.

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