Drei Stunden

Erschienen: Januar 2019

Bibliographische Angaben

  • München: Blanvalet, 2018, Seiten: 480, Übersetzt: Kerstin Schöps

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Annette Wolter
Hat Hoffmann seinen Frieden gefunden?

Buch-Rezension von Annette Wolter Mär 2019

Piet Hoffman arbeitet jetzt als eine Art Söldner für eine Security Firma im Niger. Die Truppe soll Lebensmittel-Transporte von der UNO für die Ärmsten der Armen beschützen. Ab und zu darf er seine Familie sehen, die jetzt wieder in Stockholm zu Hause ist und versucht sich zu integrieren. Sofia arbeitet als Französischlehrerin. Die Kinder haben wieder ihre schwedischen Namen Hugo und Rasmus zurückbekommen. Alles scheint friedlich.

Ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit

In einem Stockholmer Krankenhaus wurde eine Leiche in die Obduktion eingeschleust – niemand weiß, wer der Tote ist. Als plötzlich weitere Leichen am selben Ort gefunden werden, ahnt Kommissar Ewert Grens: Jemand versucht raffiniert seine Spuren zu verwischen. Die Ermittler finden ein Massengrab von Asylsuchenden. Diese verzweifelten Menschen haben zwar den rettenden Hafen erreicht,  allerdings sind sie qualvoll auf engstem Raum erstickt.  Außerdem taucht noch ein Handy auf, auf dem Fingerabdrücke gesichert werden.  Auch in Afrika ist die Welt klein:  Die Abdrücke gehören dem Doppelagenten Piet Hoffmann.

Ewald Grens schwört Rache

Kommissar Ewert Grens ist total geschockt über das Ausmaß der Grausamkeiten, die  Menschen anderen Menschen antun. Er und sein Team machen sich an die Aufklärung und vor allem auf die Suche nach Hoffmann. Grens hat ohnehin noch ein „Hühnchen mit seinem alten Kumpel zu rupfen“. Wer Band zwei gelesen hat, weiß warum.

Kommissar Grens auf Spurensuche in Afrika

Grens reist auch noch schnell nach Afrika, wo er einen sympathischen Schweden kennenlernt, der im diplomatischen Dienst tätig ist. Im einzigen Luxushotel in der Hauptstadt von einem der ärmsten Länder in Afrika – Niamey, Niger – ist Hoffmann schnell entdeckt.

Dieses Mal in Libyen: Hoffmann spielt sein altes Spiel

Hoffmann hat das Einschleusen in kriminelle Strukturen absolut drauf. Auch in Libyen gelingt es ihm eine Asylbetrüger-Bande zu überzeugen, dass er bei ihnen für zwei Wochen auf Probe mitmischen kann. Er bekommt Gelegenheit beim ersten Transport übers Meer zu sehen, wo seine absolutem Grenzen sind.

Blutige Ereignisse in Stockholm

Grens ermittelt derweil in Stockholm hart am Wind. Weil er einen Zeugen befragen will, der mit der Familie Hoffmann im weitesten Sinne zu tun hat, ist er bei der wütenden Sofia Hoffmann zu Hause und freundet sich mit deren großen Sohn Hugo an. Hugo glaubt nicht mehr, dass sein Vater zurückkommt und möchte deswegen gar nicht mehr mit ihm sprechen. Die Familie gerät immer mehr ins Fadenkreuz der Menschenhändler. Hoffmann ahnt in Libyen davon nichts. Er möchte derweil rausbekommen, wer der Kopf der Bande ist. 

Das Buch steuert wieder schnell auf den Showdown zu. Es gibt Gemetzel, einige Tote und eine halbwegs überraschende Entwicklung. Es empfiehlt sich absolut, die drei Bücher der Trilogie hintereinander zu lesen.

Fazit:

Auch „3 Stunden“ ist ein echter Pageturner, aber irgendetwas fehlt mir. Das Drama um Flüchtlinge und grausame Schlepper authentisch, wenn auch die Lösung konstruiert erscheint. Die Recherche über die Zustände im Niger, Libyen und die gelobten Ländern Schweden und Deutschland ist exzellent. Die Beschreibung des Antriebs der einzelnen Asylbetrüger ist stimmig: Teilweise kalt und grausam. Dann wieder kleine Rädchen im Getriebe. Mitläufer, wie bei den Nazis.

Aber mir ist „3 Stunden“ zu sehr nach einem Strickmuster angelegt. Kann so etwas in der Realität passieren? Auch stellen sich Kommissar Grens und Piet Hoffmann zu oft absolut dämlich an. Grens ist der trauernde und exzentrische Kommissar der gradlinigen Menschlichkeit. Er kommt hier aber regelrecht naiv rüber.  Manchmal möchte man ihn einfach nur schütteln. Insgesamt blüht Grens aber hier noch mehr auf als im Vorgänger.

Es sind es zu viele Zufälle. Der Leser weiß und ahnt immer etwas mehr. Diese eigentlich gute Schreibstrategie ist teilweise leicht enervierend.  Jetzt wäre meiner Meinung nach ein guter Zeitpunkt, um mit Hoffmann abzuschließen, aber der Autor hat in seinem Nachwort schon seine Andeutungen gemacht.

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