Drei Minuten

Erschienen: Oktober 2018

Bibliographische Angaben

  • Stockholm: Piratförlaget, 2016, Titel: 'Tre minuter', Seiten: 568, Originalsprache
  • München: Blanvalet, 2018, Seiten: 592, Übersetzt: Kerstin Schöps

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Annette Wolter
Hoffmann 2.0 ist wieder da.

Buch-Rezension von Annette Wolter Jan 2019

Piet Hoffmann ist der meistgesuchte Mann der Welt. Nachdem er und seine Familie Schweden hinter sich gelassen haben, arbeitet Piet nun im Auftrag der Amerikaner: In Kolumbien hat er sich mitten ins Herz der Kokainmafia eingeschleust. Dann steht sein Schicksal erneut auf Messers Schneide. Und der einzige Mensch, dem er sein Leben anvertrauen kann, ist niemand Geringerer als sein größter Feind: Kriminalinspektor Ewert Grens. Doch diesmal liegen zwischen Leben und Tod nicht drei Sekunden, sondern drei Minuten. Auch dieses Mal scheint alles schiefzugehen und Hoffmann lässt sich voll allen Seiten benutzen.

Da Hoffmann es geschafft hat den schwedischen Strafverfolgungsbehörden und zudem den polnischen Drogen Schergen zu entkommen und infiltriert jetzt die unmenschlich brutale Drogenmafia in Kolumbien. Hier arbeitet er für den Drogenboss Johnny, auch el Mestizo genannt.
Auch El Suecos Familie ist in diesem Land nicht glücklich. Alle haben zwar neue Identitäten  bekommen, aber das Leben inkognito in einem Land, das man sich nicht ausgesucht hat, ist nicht einfach.mit einer Familie nicht einfach.
Auch Hoffmann lebt weiter sein Doppelleben. Hat er in seiner Eigenschaft als El Sueco einen Mord begangen kotzt er sich zu Hause aus.
Am Tag mordet er für seinen Boss, in der Nacht muss er die Klagen von Sofia anhören, die nach Schweden zurück will. Irgendwie scheint Hoffmann der Pechmarie näher zu sein als der Goldmarie, denn wieder einmal geht alles schief.

Die Autoren

Anders Roslund, der für seinen investigativen Journalismus mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde, ist einer der erfolgreichsten und anerkanntesten skandinavischen Krimiautoren unserer Zeit und Teil des internationalen Autorenduos Roslund und Hellström, das viel wichtige Preise erhielt, u.a. dem CWA International Dagger, den Skandinavischen Krimipreis und den Preis der schwedischen Krimiautoren. Die Thriller um den Untercoveragent Piet Hoffmann werden gerade in Hollywood verfilmt.
Borge Hellström ist 2017 verstorben. Abgesehen von seiner Autorentätigkeit war er ein gefragter Berater in schwedischen Fernsehsendungen zum Thema Drogenabhängigkeit und Jugendliche im  Strafvollzug.

Die helle Seite bei der Polizei macht Stress

Kommissar Ewert Grens – ein depressiver „Grantler“ - will die Wahrheit wissen und zerstört damit den Plan der Beteiligten. Neben Hoffmanns Mitspielern bei Polizei und Staatsanwaltschaft gibt es dann auch noch einen „richtigen“ Kommissar. Traurig und depressiv. Grens frisst er den ganzen Tag, schläft auf einem Sofa im Büro und möchte trotzdem die Wahrheit wissen. Ewert merkt, dass etwas nicht stimmt, und er verbeißt sich in den Fall wie ein blutrünstiger Pitbull.
Durch Grens Aktivitäten fliegt Hoffmanns Deckung unwillentlich auf, und er ist quasi verbrannt. Das bedeutet, dass sich niemand mehr weiter um ihn kümmert, und er im Knast von der harten polnischen Drogenmafia bedroht wird.

 Allein gegen die Mafia

Hoffmann versucht sich zu verstecken, aber es sieht absolut so aus, als könne er diesen Kampf nicht gewinnen. Alle haben ihn fallenlassen. Das Buch nimmt allmählich absolut an Tempo auf und nach einem etwas langatmigen Einstieg, wo lediglich Situationen beschrieben werden, geht es dann zu Sache.  Es wird so spannend, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann.  
Über die „Guten“, allen voran Kommissar Grens, habe ich mich teilweise total geärgert. Natürlich kann man auch seine Motive verstehen, aber immer hatte ich das blöde Gefühl, dass Grens mit seiner stoischen Hartnäckigkeit alles „verdirbt” und verschlimmert. Die polnische Mafia schreckt hier vor nichts zurück.

Fazit:

Der zweite Teil um Hoffmann nimmt nochmal schwer Fahrt auf. In Kolumbien ist die Familie in einem Land, wo Menschenleben rein gar nichts bedeuten. Serienschauer wissen sicher seit Narcos, wie die Drogenmafia funktioniert.
Wieder ein neues Autoren-Duo auf dem skandinavischen Markt. Hier ist Hochspannung und Mitfiebern garantiert. Dieses Buch bietet nämlich mehr Action als die meisten andern Schwedenhappen. Trotzdem kommt die Psychologie der Protagonisten nicht zu kurz. Es wird auch viel auf die Gedankenwelt von Hoffmann und Grens eingegangen.

Da ist die Einsamkeit des Kommissars, der sich mit Liedern von Siw Malmkwist ablenkt und viel Zeit auf Friedhöfen verbringt; die Gedanken des Piet Hoffmann, der eigentlich aus Polen kommt und auch der polnischen Mafia gegenüber freundliche Gefühle hegt und teilweise ein schlechtes Gewissen hat.
Die Stelle der Lobbyisten vom ersten Band nehmen dieses Mal die Amerikaner ein.  Ganz nach dem Motto: Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, frei nach Adenauer..

 

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