Mitternachtsmädchen

Erschienen: Februar 2019

Bibliographische Angaben

  • Stockholm: Lind & Co., 2016, Titel: 'Midnattsflickor ', Seiten: 399, Originalsprache
  • Berlin: Ullstein, 2019, Seiten: 448, Übersetzt: Nora Pröfrock & Dagmar Mißfeldt

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Uppsala im Frühling: Die Studenten der Universitätsstadt feiern die Walpurgisnacht, als im Hörsaal der Anatomie die Leiche einer blonden Studentin gefunden wird, die eindeutige Würgemale aufweist. Schon zuvor wurden mehrere blonde Frauen überfallen und gewürgt. Genau wie bei der toten Studentin, fehlte allen Opfern der linke Schuh. Die Polizei will ein Täterprofil erstellen und ruft Psychiaterin Nathalie Svensson zu Hilfe. Zermürbt vom Scheidungskrieg mit ihrem Ex-Mann stürzt Nathalie sich in die Ermittlungen. Denn das Opfer ist die Tochter einer guten Freundin, und ihr ist klar: solange der Täter nicht gefasst wird, ist keine junge Frau in Uppsala sicher.

Mitternachtsmädchen

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Letzte Kommentare:
19.04.2019 15:29:33
PMelittaM

Uppsala im Mai: Bereits 2 Mädchen wurden in der letzten Zeit, immer um Mitternacht, vergewaltigt, jetzt gibt es die erste Tote – ausgerechnet die Tochter einer Freundin der Psychiaterin Nathalie Svensson. Die Einheit der operativen Fallanalyse wird eingeschaltet, der auch Nathalie angehört, und sie freut sich, trotz aller Trauer, Johan Axberg wiederzutreffen. Schnell sind drei Verdächtige ausgemacht, aber den wahren Täter zu finden, ist gar nicht so einfach – und die Uhr tickt, denn der hat sich schon sein nächstes Opfer ausgesucht.

Dies ist bereits der dritte Band der Natalie-Svensson-Reihe, man muss die Vorgänger nicht unbedingt gelesen haben, aber wie immer ist das Lesevergnügen sicher größer, wenn man die anderen Bände kennt. Ich kenne bisher nur den direkten Vorgänger, der mir gefallen hat, den ersten Band habe ich mir jetzt auch bestellt.

Die beiden Protagonisten – und auch einige der anderen Charaktere – sind keine einfachen Menschen, manche Leser haben womöglich ihre Schwierigkeiten mit ihnen. Vor allem im Privatleben gibt es bei beiden Dinge, die vielleicht nicht jeder mag, aber ich muss einen Protagonisten auch nicht mögen, ich muss ihn vor allem interessant finden und er muss die Handlung tragen können. Ein Protagonist/Charakter mit einem interessanten Privatleben kann einen Roman, auch einen Krimi, zusätzlich interessant gestalten. Meiner Meinung nach ist das hier gelungen.

Jonas Moström entführt den Leser dieses Mal nach Uppsala, eine geschichtsträchtige schwedische Stadt, und lässt ihre Geschichte direkt mit in das Geschehen mit einfließen. Ich finde das großartig und habe mich direkt auch ein bisschen weiter informiert. U. a. das Konzept der Studentennationen, das im Roman eine Rolle spielt, aber nicht erklärt wird (das ist ein kleiner Mangel, wie ich finde), hat mich interessiert, und natürlich bin ich auch hierzu bei Google fündig geworden.

Der Autor lässt den Leser gut am Geschehen teilhaben, man hat oft das Gefühl, direkt dabei zu sein. Sehr schön z. B., wenn wir im Prolog mit dem Hausmeister durch das Gustavianum laufen. Auch emotional berührt der Roman, vor allem die Emotionen des verwaisten Elternpaares sind sehr eindringlich dargestellt, als Leser kann man gar nicht anders, als mitzuleiden. Und auch die Perspektive des Täters lässt einen zumindest im Ansatz verstehen, wie er zu seinen Handlungen kam, auch wenn man natürlich nicht wirklich Verständnis aufbringen wird. Interessant fand ich auch die Perspektive eines möglichen weiteren Opfers, wobei erst am Ende klar wird, ob man diese richtig deutet.

Die Perspektivewechsel machen den Roman zusätzlich interessant, man erlebt das Geschehen somit aus mehreren Blickwinkeln, vorrangig aus denen Nathalies und Johan, aber, wie schon gesagt, auch aus anderen. Die Wechsel machen auch immer wieder kleine Cliffhanger möglich, und auch die vielen kurzen Kapitel tragen zur Spannung bei.

Mir hat „Mitternachtsmädchen“ wieder gut gefallen, es ist spannend, emotional berührend und hat interessante Charaktere zu bieten. Ich bin schon gespannt auf den nächsten Band und vergebe eine Leseempfehlung für Krimifans, die Ermittler mit Privatleben mögen. 84°

12.04.2019 14:21:03
Darts

In Uppsala werden mehrere Mädchen überfallen und vergewaltigt; beim dritten Fall wird das Mädchen tot, im Hörsaal der Anatomie, aufgefunden. Die Kripo hat zwar mehrere Tatverdächtige doch eine richtig heiße Spur ist nicht dabei. Nathalie Svensson ist psychiatrische Oberärztin und wird zur Aufklärung von der örtlichen Kriminalpolizei hinzugezogen. Sie arbeitet sehr eng mit Kriminalhauptkommissar Johan Axberg und Tim Walter, dem IT Experte bei der Kripo zusammen.
Bei den 'Mitternachtsmädchen' handelt es sich um den dritten Band einer Krimireihe mit Natalie Svensson als Protagonistin. Für den Kriminalfall war kein Vorwissen notwendig, für das private Umfeld der Personen fehlten mir persönlich schon einige Angaben - hier wären kurze Rückblicke hilfreich gewesen. Die vorangestellten Personenangaben im Buch waren dagegen sehr nützlich. Der Schreibstil konnte mich leider nicht fesseln, zwischendurch wanderten meine Gedanken leider sehr oft ab. Hauptsächlich bei den sehr ausschweifenden Beschreibungen von Orten oder Einrichtungen. Selbst bei spannenden Polizeieinsätzen kam keine rechte Spannung auf. Da ' Dominotod' noch bei mir liegt werde ich es wohl lesen und dann entscheiden, ob ich diese Buchreihe weiterverfolgen werde. Leider nur 3 Sterne von mir.

05.04.2019 09:28:29
Orange

„Mitternachtsmädchen“ ist bereits der dritte Teil des Autors Jonas Moström.
Nathalie Svensson ist führende Expertin für Psychopathen in den nordischen Ländern und Mitglied bei der OFA. Zurzeit steckt sie mitten im Scheidungskrieg und Sorgerechtsstreit für die beiden Kinder.
Als in Uppsala eine tote Studentin gefunden wird, wird sie zu den Ermittlungen hinzugezogen und soll ein Täterprofil erstellen, da es bereits zwei weitere, ähnliche Fälle gibt und von einen Serientäter ausgegangen werden muss. Zudem ist das letzte Opfer die Tochter einer Freundin Nathalies.
Schnell werden aus dem Umfeld der Opfer mögliche Täter ermittelt, die alle für sich ein Motiv hätten.
Geschickt erhöht der Autor mit den Kapitel um Maria, die sich auf ihr erstes Date freut, die Spannung, denn Maria könnte das nächste Opfer sein und als Leser fiebert man mit, ob die Ermittler rechtzeitig auf die richtige Spur kommen.
Mir hat „Mitternachtsmädchen“ wieder gut gefallen.
Auch wenn es bereits der dritte Teil ist, alle Fälle sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden. Für Neueinsteiger kann das Personenregister zu Beginn sicher hilfreich sein. Wer die beiden Vorgänger kennt, wird es nicht benötigen.

01.04.2019 21:45:46
Maren78

Dies ist bereits der dritte Teil aus der Nathalie-Svensson-Reihe. Der Fall ist an und für sich abgeschlossen. Ein Personenverzeichnis am Anfang des Buches gibt auch denjenigen einen Überblick, die die beiden anderen Teile nicht gelesen haben.
Als Hauptperson fungiert wieder die Psychiaterin Nathalie Svensson, die bei den Ermittlungen zur Seite steht.
In Uppsala werden drei junge Frauen angegriffen und vergewaltigt. Die letzte sogar ermordet.
Dieses letzte Opfer ist auch noch die Tochter von Nathalies Freundin, was sie ziemlich befangen macht.
Als Trophäe wurde der linke Schuh entfernt. Relativ schnell fixieren sich die Ermittler auf drei Verdächtige. Jeder von ihnen hätte einen Beweggrund.
Ob es am Ende wirklich den richtigen Verdächtigen trifft oder jemand anderes der Mörder ist, bleibt bis zur letzten Seite spannend.
Mir hat das Buch wie seine Vorgänger sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf mehr.

16.03.2019 16:25:45
Leselottchen

Spannend, intensiv und überaus menschlich

Nervenkitzel vom Feinsten.
Nachdem ich zeitnah alle drei Bücher von Jonas Moström gelesen habe, bin ich ein absoluter Fan dieses Autors geworden.
Die in Schweden spielenden Krimis, mit der Psychiaterin Nathalie Svensson als Hauptfigur, sind so spannend, intensiv und überaus menschlich geschrieben, dass ich beim Lesen ganz mittendrin im Geschehen bin. Ich freue mich sehr diese Reihe entdeckt zu haben und kann sie jedem Krimileser wärmstens empfehlen. Ein Krimigenuss der besonderen Art.
Wenn man erst beim 3. Fall einsteigt, kennt man sich zwar bei den familiären Verhältnissen der Protagonisten nicht so genau aus, jeder Fall ist aber neu und unabhängig von den Vorgängern.
In diesem 3. Buch wird Nathalie als Täterprofilerin, wie bereits im vorigen Fall , in das Team von Kommissar Johan Axberg, dem Leiter Ingemar Granstam und dem Kriminaltechniker Tim Walter gerufen. Es gilt einen Vergewaltiger und Mörder zu finden. Das Opfer ist die Tochter einer sehr guten Freundin von Nathalie. Die Situation spitzt sich zu und es ist äußerste Eile geboten. Fährten führen in mehrere Richtungen und so bietet einem dieser Krimi viele erlebnisreiche und fesselnde Lesestunden.
Man fühlt, kämpft und ermittelt mit Nathalie mit. Auch ihre privaten Angelegenheiten lassen sie sehr menschlich und nahbar erscheinen. Nachdem es im 1. Fall um kriminelle Angelegenheiten im eigenen privaten Umfeld ging, geht Nathalie nun ganz in ihrer Arbeit als Expertin für Täterprofile auf. Eine kleinere Dosis Privatleben würzt aber auch diese Story und das ist gut so, denn das Leben als Mutter, Exfrau, Schwester und Tochter ist recht interessant und spannend zu verfolgen.
Das Cover gefällt mir gut, ein Wiedererkennungswert des Autors ist durch die vergleichbare Farbgebung und die ähnliche Art der Abbildung gegeben. Ich mag kurze Buchtitel.
Alles in allem hat mir dieser Krimi mit Schauplatz Uppsala extrem gut gefallen. Ich finde sogar, dass er der Stärkste dieser Reihe ist. Ich habe mich so super unterhalten gefühlt, dass ich sehr gerne 5 Sterne vergebe. Ich freue mich jetzt schon auf neue Ermittlungen mit Nathalie.

09.03.2019 20:28:31
Oberchaot

Uppsala ist erschüttert von einem brutalen Mord an einer jungen, blonden, blauäugigen Frau. Sie wurde gegen Mitternacht erwürgt, und der linke Schuh wurde entwendet. Psychiatierin Nathalie Svensson und die Kollegen der Spezialeinheit mit Johan Axberg ermitteln gemeinsam, da es sich um einen Serienmörder handeln könnte.
Es ist der dritte Teil aus der Nathalie-Svensson-Reihe. Der Fall ist an und für sich abgeschlossen, dennoch tun sich mir zwei Fragen auf, die ich wohl nur beantworten kann, wenn ich die ersten beiden Bücher lese: Was ist zwischen Nathalie und Johan gelaufen? Warum gehen Nathalie und ihre Schwester Estelle nicht an die Beerdigung ihres Vaters? Was ist da vorgefallen?
Ansonsten hat mir der Krimi sehr gut gefallen, er war, obwohl umfangreich, von Anfang bis zum Ende spannend. Schön finde ich, dass er nicht ganz so brutal ist wie man das z.T. von nordländischen Krimis kennt. Sehr gut gefallen hat mir das Personenverzeichnis am Anfang des Buches, das ist sehr hilfreich. Sehr empfehlenswert.

03.03.2019 13:18:24
HexeLilli

Dies ist der dritte Teil der schwedischen Krimiserie. Das Cover des Buches ähnelt den Vorgängern. Die Geschichte spielt in Uppsala. Das Personenregister am Anfang des Taschenbuches sorgt dafür, dass man nicht den Überblick verliert. Durch die unterschiedlichen Perspektiven lernen wir nicht nur die Gedankengänge der Ermittler, sondern auch die des Täters kennen. Der Fall steht hier im Vordergrund.
In der Walpurgisnacht wird eine junge Frau im Hörsaal der Anatomie erwürgt. Sie ist zufällig die Tochter von Natalies bester Freundin. Noch ein Grund mehr sich noch mehr in diesen Fall zu knien. Davor wurden noch zwei junge Frauen angegriffen, kamen aber mit dem Leben davon. Als Trophäe wurde der linke Schuh mitgenommen. In Frage kommen drei junge Männer, aber ob es einer von ihnen ist, erfahren wir erst am Schluss.
Das Buch hat mich sehr gut unterhalten. Durch die kurzen Kapitel schnell und flüssig zu lesen. Es wird sehr gut erzählt wie das Team arbeitet um den Fall zu lösen. Mit einem überraschendem Ende. Ich vergebe vier Sterne.

02.03.2019 08:53:04
Readaholic

Enttäuschender Retortenkrimi
Dieser Krimi kommt mir vor wie von einem Computerprogramm geschrieben. Man nehme: mehrere hübsche blonde Studentinnen, die überfallen und/oder umgebracht werden. Ein paar Verdächtige mit seltsamen Hobbies und Eigenschaften, die sich alle äußerlich ähneln. Ein Team von Kommissaren, die medikamentensüchtig sind/ gerne Sex mit Fremden haben/ im Scheidungskrieg leben/ einander attraktiv finden. Dann rühre man das Ganze zusammen, mische eine Menge schwedischer Begriffe, Sehenswürdigkeiten und Straßennamen dazu, bis es endlich nach über 500 Seiten zu einer Auflösung des Falls kommt...
Die Charaktere blieben mir bis zuletzt fremd, ich konnte keinerlei Sympathie für sie empfinden. Den Fall selbst fand ich fad, vor allem die Rückblicke auf die frühkindlichen Erlebnisse des Täters, dessen Mutter sich anscheinend prostituierte und ihn vernachlässigte, waren immer wieder dasselbe und schrecklich langweilig.
Ich hatte noch nie ein Buch des Autors gelesen, weshalb mir dann auch die vielen Rückblicke nichts sagten. Ich weiß nicht, warum Nathalie nicht zur Beerdigung des Vaters gehen will, offensichtlich hat er ein Verbrechen begangen, aber ich werde nie herausfinden, welches, denn die vorherigen Bände werde ich mit Sicherheit nicht lesen.
Dem Buch ist zwar ein Personenverzeichnis beigefügt, was bei der Fülle an Namen ganz hilfreich war, jedoch war es bei weitem nicht vollständig. Außerdem wäre es ausgesprochen sinnvoll gewesen, in der deutschen Ausgabe zu erklären, was es mit den immer wieder erwähnten „Studentennationen“ auf sich hat. Dank Internet ließ sich der Begriff zwar klären, doch bin ich mir sicher, dass es vielen Lesern so ging wie mir.
Ich habe schon lange keinen so langweiligen und aufgeblasenen Krimi gelesen. Wenn das Ganze 150 Seiten kürzer wäre, wäre vielleicht ein ganz passabler Krimi herausgekommen. Es ist mir rätselhaft, wie das Buch so viele gute Bewertungen bekommen kann.

23.02.2019 13:20:43
leseratte1310

In der Universitätsstadt Uppsala treibt ein Serientäter sein Unwesen. Er überfällt blonde Frauen überfallen und würgt sie. Die Taten passieren um Mitternacht und er nimmt den linken Schuh nimmt. Doch nun eskaliert die Sache, denn während die Studenten Walpurgisnacht feiern, wird im Hörsaal der Anatomie eine Studentin tot aufgefunden, die die gleichen Merkmale hat. Die auf Psychopathen spezialisierte Psychiaterin Nathalie Svensson soll für die Polizei ein Täterprofil erstellen. Dann gibt es mehrere Verdächtige, aber niemand ist sich sicher, welcher davon der Täter ist oder ob der außerhalb dieses Verdächtigenkreises zu suchen ist. Die Zeit drängt, denn es könnte weitere Fälle geben.
Ich habe bisher noch kein Buch dieses Autors Jonas Moström gelesen. Er bringt die skandinavisch düstere Stimmung gut herüber und lässt uns an den Ermittlungen, die sich schwierig gestalten, teilnehmen. Es wird aus unterschiedlichen Perspektiven berichtet, so dass wir sowohl die Gedankengänge der Ermittler, als auch des Täters kennenlernen. Dazu gibt es noch eine andere junge Frau, die sich bedenkenlos mit einem Fremden trifft. Wird sie auch zum Opfer?
Die Charaktere sind gut beschrieben und jeder hat so seine mehr oder weniger großen privaten Probleme. Nathalie Svensson ist beruflich kompetent, aber ihre privaten Probleme lassen ihr keine Ruhe. Die tote Hanna ist die Tochter von Natalie Svenssons engster Freundin. Daher hängt sie sich richtig in den Fall hinein. Kriminalhauptkommissar Johan Axberg ist ein fähiger Ermittler und er ist mir sympathischer als Nathalie Svensson.
Wo aber ist der Zusammenhang zwischen den Todesfällen?
Die Handlung ist gut konstruiert und der Fokus liegt auf der Polizeiarbeit, die genau beschrieben wird. Es gibt so einige Wendungen, die dafür sorgen, dass der Täter nicht zu früh bekannt ist und die Spannung erhalten bleibt.