Mitternachtsmädchen

Erschienen: Februar 2019

Bibliographische Angaben

  • Stockholm: Lind & Co., 2016, Titel: 'Midnattsflickor ', Seiten: 399, Originalsprache
  • Berlin: Ullstein, 2019, Seiten: 448, Übersetzt: Nora Pröfrock & Dagmar Mißfeldt

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Carola Krauße-Reim
Leider kein ungetrübtes Lesevergnügen

Buch-Rezension von Carola Krauße-Reim Mai 2019

„Mitternachtsmädchen“ spielt in den Städten Uppsala und Stockholm. Es ist Frühling, die Bäume sprießen, die Blumen stehen in voller bunter Pracht und ab und zu kommt ein Regenschauer. Aber, was sehen wir auf dem Cover – das typische rote Holzhaus, tief verschneit und natürlich einsam an einem Gewässer gelegen. Cover sollten den Inhalt repräsentieren und den Leser auf die Geschichte einstimmen, aber skandinavische Krimis haben immer die gleiche Aufmachung. Manchmal beschleicht mich das Gefühl, die Verlage halten ihre Leser für zu dumm, einen nordeuropäischen Autor zu erkennen und meinen deshalb immer wieder das Michel-aus-Lönneberga-Klischee auspacken zu müssen.

Dritte Teil aus der Nathalie-Svensson-Reihe

Man muss nicht unbedingt die beiden Vorgänger von „Mitternachtsmädchen“ gelesen haben, um in das Geschehen einsteigen zu können, aber um das Beziehungsgeflecht zu verstehen wäre es von Vorteil. Zwar wird dem Leser eine Personenliste an die Hand gegeben, aber trotzdem kommt es im Handlungsverlauf immer wieder zu Anspielungen, bei denen diese dann auch nicht weiterhilft.

So werden mehrmals das Begräbnis von Nathalies Vater und damit zusammenhängende familiäre Probleme erwähnt, aber warum es diese Probleme gibt, versteht nur, wer von Anfang an dabei war. Neben dem Personenregister wäre auch ein Stadtplan von Uppsala oder zumindest vom Univiertel zur Orientierung hilfreich gewesen. Zu oft werden Straßen oder Gebäude genannt, die dem Uppsala Leser fremd sind, wenn er die Stadt nicht kennt.

Polizeiarbeit statt atemloser Verbrecherjagd

Nach zwei am Leben gelassenen Vergewaltigungsopfern tötet der Täter sein drittes und drapiert es wie auf einer Bühne im Hörsaal der Anatomie. Schnell hat die Polizei drei Verdächtige ausgemacht, die in Frage kommen könnten. Mit Hilfe der „Einheit für operative Fallanalyse“ soll der Fall gelöst werden. Jonas Moström schildert die Suche nach dem Täter ruhig, strukturiert und ohne viel Sensationsgier. Er stellt die manchmal ermüdende und öfters ins Leere laufende Polizeiarbeit in den Vordergrund.

Und dennoch ist das Buch von Anfang bis Ende spannend, auch, weil die Kindheit des Täters thematisiert wird. Alle drei Verdächtigen können den geschilderten Verhältnissen ausgesetzt gewesen sein – also alles offen. Dazu wird das nächste potenzielle Opfer vorgestellt, und man kann gar nicht anders, als weiterzulesen und zu hoffen, dass es doch noch gut ausgeht, der Täter gestellt wird und keine Studentin mehr zu Schaden kommt.

Offene Fragen und Fehler im Text trüben das Lesevergnügen

Wie gesagt, die Geschichte ist spannend, aber sie würde noch mehr Spaß machen, wenn nicht immer wieder Fehler auftreten würden. So mutiert ein Smoothie zum Kaffee oder von 18 Uhr bis Mitternacht sind es nur 4 Stunden. Und was sind die so oft genannten Nationen? Ich gehe davon aus, dass es vielen Lesern so wie mir ging, und sie erst einmal ratlos waren. Nach einiger Recherchearbeit bin ich dann dahinter gekommen, was gemeint ist. Aber eigentlich sollte die Lektüre doch auch ohne nötige Hintergrundsuche möglich sein.

Bitte, liebe Autoren, Übersetzer und Lektoren, gebt euch ein bisschen mehr Mühe. Die Leser merken das und auch ein ansonsten noch so guter Text verliert einfach an Authentizität. Sehr zweifelhaft ist auch, dass Nathalie ein gerade gefundenes Passwort sofort und zielsicher einer Dating-Webseite zuordnen kann. Für mich sehen Passwörter immer gleich aus, egal auf welcher Seite sie eingesetzt werden.

Auch bleiben am Ende Fragen offen. Dadurch ist die Geschichte einfach nicht rund. Warum verhört niemand das zweite Opfer? Warum eskaliert die Gewalt in den Taten? Und warum immer Mitternacht? Ich finde, zu einer glaubhaften Lösung gehört das Beantworten aller Fragen, vor allem, wenn sie für das Geschehen so wichtig sind.

Auch Nathalie wirft Fragen auf

Nathalie Svensson ist Psychiaterin, Mitglied der Einheit für operative Fallanalyse und frisch geschieden. Ihr Ex-Mann will das alleinige Sorgerecht für die zwei Kinder und ist daher ganz wild auf Verfehlungen, die er Nathalie vorwerfen kann um den Prozess vor Gericht zu gewinnen. Und, was macht Nathalie? Sie gibt die Kinder ständig über Nacht zu ihrer Mutter und, das nicht nur um zu arbeiten, sondern sich Zeit für einen One-Night-Stand in ihrer Stockholmer Wohnung zu verschaffen. Wie wahrscheinlich ist das denn?

Überhaupt macht Nathalie in meinen Augen keine sehr sympathische Figur. Abgesehen von ihren sexuellen Fluchten wird immer wieder ihr Erscheinungbild thematisiert. Hier tummeln sich die Markennamen und der Leser fragt sich, ob es wohl Sponsoring gab. Aber anscheinend definiert sich Nathalie über ihre Äußerlichkeiten und ihre Libido und schätzt dadurch so manche Situation falsch ein. Eine weniger egoistische Protagonistin hätte mir besser gefallen, aber da darf man natürlich anderer Meinung sein.

Fazit:

Jonas Moström ist mit „Mitternachtsmädchen“ ein würdiger dritter Band der Nathalie-Svensson-Reihe gelungen. Spannend, flüssig und gefällig geschrieben wird der Leser von Anfang an gut unterhalten. Minuspunkte sind verschiedene Ungereimtheiten und die, für meinen Geschmack, zu unsympathische Protagonistin. Dennoch ist man nie versucht das Buch vorzeitig abzubrechen, denn der Frage, wer der Täter ist wird so dramatisch nachgegangen, dass man gerne einen getrübten Lesegenuss hinnimmt, ist es doch immer noch mehr Genuss als Verdruss.

Mitternachtsmädchen

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Letzte Kommentare:
10.05.2019 14:43:58
anyways

Als Hauptkommissar Ingemar Granstam die Psychiaterin Nathalie Svensson erneut zu einer Zusammenarbeit mit der OFA-Einheit bittet, steckt diese gerade in einem Sorgerechtsstreit mit ihrem Ex-Mann Hakan. Doch die Vergewaltigung und Ermordung der Tochter ihrer Freundin zwingt Nathalie geradezu an den Ermittlungen teilzunehmen. In der Nacht zum 1. Mai ist in der Universitätsstadt Uppsala eine junge blonde Studentin im Hörsaal der Anatomie vergewaltigt und erwürgt worden.Erste Ermittlungen ergeben, das schon vorher Studentinnen mit ähnlichem Aussehen überfallen und vergewaltigt wurden.

Dies ist nach „Dominotod“ der zweite Krimi von Jonas Moström, den ich gelesen habe. Um mein Fazit gleich vornean zu stellen: Es ist ein solider typischer Schwedenkrimi, der neben der eigentlichen Ermittlungsarbeit auch sehr ausführlich die Lebensumstände der beiden Hauptakteure Nathalie und Johan beleuchtet. In parallel verlaufenden Handlungsträngen wird die Aufklärung des Falles durch die Akteure der OFA- Einheit spannend und einigermaßen realistisch dargestellt. Im zweiten Erzählstrang kommt der Täter zu Wort und man bekommt Einblicke in seine diversen Kindheitstraumata. Ich empfand diesen Krimi durchaus spannend, nur leider ist die hier dargestellte Gewalt gegen Frauen, der Opfer- und Tätertypus und die Motivation des Täters zu oft schon Gegenstand von unzähligen Kriminalromanen gewesen, um wirklich viel Neues zu entdecken. Bleibt also der Fokus auf die beteiligten Ermittler, allen voran die Figur der Psychiaterin. Sie agiert in ihrem Beruf durchaus akkurat, verständlich und „erwachsen“, in ihrem Privatleben ist sie eher das Gegenteil und verwandelt sich dort unverständlicherweise in einen pubertären Backfisch. Das stiehlt der Figur so einiges an Glaubwürdigkeit. Ganz groß gehadert habe ich jedoch mit der Konstellation von Ermittlerin und gleichzeitig Freundin eines Opfers. Die Szenen der Tröstung sind für mich völlig unglaubwürdig dargestellt. Eine emotionale Tiefe, die dieses Themas eigentlich bedarf, stellt sich leider nicht ein.

19.04.2019 15:29:33
PMelittaM

Uppsala im Mai: Bereits 2 Mädchen wurden in der letzten Zeit, immer um Mitternacht, vergewaltigt, jetzt gibt es die erste Tote – ausgerechnet die Tochter einer Freundin der Psychiaterin Nathalie Svensson. Die Einheit der operativen Fallanalyse wird eingeschaltet, der auch Nathalie angehört, und sie freut sich, trotz aller Trauer, Johan Axberg wiederzutreffen. Schnell sind drei Verdächtige ausgemacht, aber den wahren Täter zu finden, ist gar nicht so einfach – und die Uhr tickt, denn der hat sich schon sein nächstes Opfer ausgesucht.

Dies ist bereits der dritte Band der Natalie-Svensson-Reihe, man muss die Vorgänger nicht unbedingt gelesen haben, aber wie immer ist das Lesevergnügen sicher größer, wenn man die anderen Bände kennt. Ich kenne bisher nur den direkten Vorgänger, der mir gefallen hat, den ersten Band habe ich mir jetzt auch bestellt.

Die beiden Protagonisten – und auch einige der anderen Charaktere – sind keine einfachen Menschen, manche Leser haben womöglich ihre Schwierigkeiten mit ihnen. Vor allem im Privatleben gibt es bei beiden Dinge, die vielleicht nicht jeder mag, aber ich muss einen Protagonisten auch nicht mögen, ich muss ihn vor allem interessant finden und er muss die Handlung tragen können. Ein Protagonist/Charakter mit einem interessanten Privatleben kann einen Roman, auch einen Krimi, zusätzlich interessant gestalten. Meiner Meinung nach ist das hier gelungen.

Jonas Moström entführt den Leser dieses Mal nach Uppsala, eine geschichtsträchtige schwedische Stadt, und lässt ihre Geschichte direkt mit in das Geschehen mit einfließen. Ich finde das großartig und habe mich direkt auch ein bisschen weiter informiert. U. a. das Konzept der Studentennationen, das im Roman eine Rolle spielt, aber nicht erklärt wird (das ist ein kleiner Mangel, wie ich finde), hat mich interessiert, und natürlich bin ich auch hierzu bei Google fündig geworden.

Der Autor lässt den Leser gut am Geschehen teilhaben, man hat oft das Gefühl, direkt dabei zu sein. Sehr schön z. B., wenn wir im Prolog mit dem Hausmeister durch das Gustavianum laufen. Auch emotional berührt der Roman, vor allem die Emotionen des verwaisten Elternpaares sind sehr eindringlich dargestellt, als Leser kann man gar nicht anders, als mitzuleiden. Und auch die Perspektive des Täters lässt einen zumindest im Ansatz verstehen, wie er zu seinen Handlungen kam, auch wenn man natürlich nicht wirklich Verständnis aufbringen wird. Interessant fand ich auch die Perspektive eines möglichen weiteren Opfers, wobei erst am Ende klar wird, ob man diese richtig deutet.

Die Perspektivewechsel machen den Roman zusätzlich interessant, man erlebt das Geschehen somit aus mehreren Blickwinkeln, vorrangig aus denen Nathalies und Johan, aber, wie schon gesagt, auch aus anderen. Die Wechsel machen auch immer wieder kleine Cliffhanger möglich, und auch die vielen kurzen Kapitel tragen zur Spannung bei.

Mir hat „Mitternachtsmädchen“ wieder gut gefallen, es ist spannend, emotional berührend und hat interessante Charaktere zu bieten. Ich bin schon gespannt auf den nächsten Band und vergebe eine Leseempfehlung für Krimifans, die Ermittler mit Privatleben mögen. 84°

12.04.2019 14:21:03
Darts

In Uppsala werden mehrere Mädchen überfallen und vergewaltigt; beim dritten Fall wird das Mädchen tot, im Hörsaal der Anatomie, aufgefunden. Die Kripo hat zwar mehrere Tatverdächtige doch eine richtig heiße Spur ist nicht dabei. Nathalie Svensson ist psychiatrische Oberärztin und wird zur Aufklärung von der örtlichen Kriminalpolizei hinzugezogen. Sie arbeitet sehr eng mit Kriminalhauptkommissar Johan Axberg und Tim Walter, dem IT Experte bei der Kripo zusammen.
Bei den 'Mitternachtsmädchen' handelt es sich um den dritten Band einer Krimireihe mit Natalie Svensson als Protagonistin. Für den Kriminalfall war kein Vorwissen notwendig, für das private Umfeld der Personen fehlten mir persönlich schon einige Angaben - hier wären kurze Rückblicke hilfreich gewesen. Die vorangestellten Personenangaben im Buch waren dagegen sehr nützlich. Der Schreibstil konnte mich leider nicht fesseln, zwischendurch wanderten meine Gedanken leider sehr oft ab. Hauptsächlich bei den sehr ausschweifenden Beschreibungen von Orten oder Einrichtungen. Selbst bei spannenden Polizeieinsätzen kam keine rechte Spannung auf. Da ' Dominotod' noch bei mir liegt werde ich es wohl lesen und dann entscheiden, ob ich diese Buchreihe weiterverfolgen werde. Leider nur 3 Sterne von mir.

05.04.2019 09:28:29
Orange

„Mitternachtsmädchen“ ist bereits der dritte Teil des Autors Jonas Moström.
Nathalie Svensson ist führende Expertin für Psychopathen in den nordischen Ländern und Mitglied bei der OFA. Zurzeit steckt sie mitten im Scheidungskrieg und Sorgerechtsstreit für die beiden Kinder.
Als in Uppsala eine tote Studentin gefunden wird, wird sie zu den Ermittlungen hinzugezogen und soll ein Täterprofil erstellen, da es bereits zwei weitere, ähnliche Fälle gibt und von einen Serientäter ausgegangen werden muss. Zudem ist das letzte Opfer die Tochter einer Freundin Nathalies.
Schnell werden aus dem Umfeld der Opfer mögliche Täter ermittelt, die alle für sich ein Motiv hätten.
Geschickt erhöht der Autor mit den Kapitel um Maria, die sich auf ihr erstes Date freut, die Spannung, denn Maria könnte das nächste Opfer sein und als Leser fiebert man mit, ob die Ermittler rechtzeitig auf die richtige Spur kommen.
Mir hat „Mitternachtsmädchen“ wieder gut gefallen.
Auch wenn es bereits der dritte Teil ist, alle Fälle sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden. Für Neueinsteiger kann das Personenregister zu Beginn sicher hilfreich sein. Wer die beiden Vorgänger kennt, wird es nicht benötigen.

01.04.2019 21:45:46
Maren78

Dies ist bereits der dritte Teil aus der Nathalie-Svensson-Reihe. Der Fall ist an und für sich abgeschlossen. Ein Personenverzeichnis am Anfang des Buches gibt auch denjenigen einen Überblick, die die beiden anderen Teile nicht gelesen haben.
Als Hauptperson fungiert wieder die Psychiaterin Nathalie Svensson, die bei den Ermittlungen zur Seite steht.
In Uppsala werden drei junge Frauen angegriffen und vergewaltigt. Die letzte sogar ermordet.
Dieses letzte Opfer ist auch noch die Tochter von Nathalies Freundin, was sie ziemlich befangen macht.
Als Trophäe wurde der linke Schuh entfernt. Relativ schnell fixieren sich die Ermittler auf drei Verdächtige. Jeder von ihnen hätte einen Beweggrund.
Ob es am Ende wirklich den richtigen Verdächtigen trifft oder jemand anderes der Mörder ist, bleibt bis zur letzten Seite spannend.
Mir hat das Buch wie seine Vorgänger sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf mehr.

16.03.2019 16:25:45
Leselottchen

Spannend, intensiv und überaus menschlich

Nervenkitzel vom Feinsten.
Nachdem ich zeitnah alle drei Bücher von Jonas Moström gelesen habe, bin ich ein absoluter Fan dieses Autors geworden.
Die in Schweden spielenden Krimis, mit der Psychiaterin Nathalie Svensson als Hauptfigur, sind so spannend, intensiv und überaus menschlich geschrieben, dass ich beim Lesen ganz mittendrin im Geschehen bin. Ich freue mich sehr diese Reihe entdeckt zu haben und kann sie jedem Krimileser wärmstens empfehlen. Ein Krimigenuss der besonderen Art.
Wenn man erst beim 3. Fall einsteigt, kennt man sich zwar bei den familiären Verhältnissen der Protagonisten nicht so genau aus, jeder Fall ist aber neu und unabhängig von den Vorgängern.
In diesem 3. Buch wird Nathalie als Täterprofilerin, wie bereits im vorigen Fall , in das Team von Kommissar Johan Axberg, dem Leiter Ingemar Granstam und dem Kriminaltechniker Tim Walter gerufen. Es gilt einen Vergewaltiger und Mörder zu finden. Das Opfer ist die Tochter einer sehr guten Freundin von Nathalie. Die Situation spitzt sich zu und es ist äußerste Eile geboten. Fährten führen in mehrere Richtungen und so bietet einem dieser Krimi viele erlebnisreiche und fesselnde Lesestunden.
Man fühlt, kämpft und ermittelt mit Nathalie mit. Auch ihre privaten Angelegenheiten lassen sie sehr menschlich und nahbar erscheinen. Nachdem es im 1. Fall um kriminelle Angelegenheiten im eigenen privaten Umfeld ging, geht Nathalie nun ganz in ihrer Arbeit als Expertin für Täterprofile auf. Eine kleinere Dosis Privatleben würzt aber auch diese Story und das ist gut so, denn das Leben als Mutter, Exfrau, Schwester und Tochter ist recht interessant und spannend zu verfolgen.
Das Cover gefällt mir gut, ein Wiedererkennungswert des Autors ist durch die vergleichbare Farbgebung und die ähnliche Art der Abbildung gegeben. Ich mag kurze Buchtitel.
Alles in allem hat mir dieser Krimi mit Schauplatz Uppsala extrem gut gefallen. Ich finde sogar, dass er der Stärkste dieser Reihe ist. Ich habe mich so super unterhalten gefühlt, dass ich sehr gerne 5 Sterne vergebe. Ich freue mich jetzt schon auf neue Ermittlungen mit Nathalie.

09.03.2019 20:28:31
Oberchaot

Uppsala ist erschüttert von einem brutalen Mord an einer jungen, blonden, blauäugigen Frau. Sie wurde gegen Mitternacht erwürgt, und der linke Schuh wurde entwendet. Psychiatierin Nathalie Svensson und die Kollegen der Spezialeinheit mit Johan Axberg ermitteln gemeinsam, da es sich um einen Serienmörder handeln könnte.
Es ist der dritte Teil aus der Nathalie-Svensson-Reihe. Der Fall ist an und für sich abgeschlossen, dennoch tun sich mir zwei Fragen auf, die ich wohl nur beantworten kann, wenn ich die ersten beiden Bücher lese: Was ist zwischen Nathalie und Johan gelaufen? Warum gehen Nathalie und ihre Schwester Estelle nicht an die Beerdigung ihres Vaters? Was ist da vorgefallen?
Ansonsten hat mir der Krimi sehr gut gefallen, er war, obwohl umfangreich, von Anfang bis zum Ende spannend. Schön finde ich, dass er nicht ganz so brutal ist wie man das z.T. von nordländischen Krimis kennt. Sehr gut gefallen hat mir das Personenverzeichnis am Anfang des Buches, das ist sehr hilfreich. Sehr empfehlenswert.

03.03.2019 13:18:24
HexeLilli

Dies ist der dritte Teil der schwedischen Krimiserie. Das Cover des Buches ähnelt den Vorgängern. Die Geschichte spielt in Uppsala. Das Personenregister am Anfang des Taschenbuches sorgt dafür, dass man nicht den Überblick verliert. Durch die unterschiedlichen Perspektiven lernen wir nicht nur die Gedankengänge der Ermittler, sondern auch die des Täters kennen. Der Fall steht hier im Vordergrund.
In der Walpurgisnacht wird eine junge Frau im Hörsaal der Anatomie erwürgt. Sie ist zufällig die Tochter von Natalies bester Freundin. Noch ein Grund mehr sich noch mehr in diesen Fall zu knien. Davor wurden noch zwei junge Frauen angegriffen, kamen aber mit dem Leben davon. Als Trophäe wurde der linke Schuh mitgenommen. In Frage kommen drei junge Männer, aber ob es einer von ihnen ist, erfahren wir erst am Schluss.
Das Buch hat mich sehr gut unterhalten. Durch die kurzen Kapitel schnell und flüssig zu lesen. Es wird sehr gut erzählt wie das Team arbeitet um den Fall zu lösen. Mit einem überraschendem Ende. Ich vergebe vier Sterne.

02.03.2019 08:53:04
Readaholic

Enttäuschender Retortenkrimi
Dieser Krimi kommt mir vor wie von einem Computerprogramm geschrieben. Man nehme: mehrere hübsche blonde Studentinnen, die überfallen und/oder umgebracht werden. Ein paar Verdächtige mit seltsamen Hobbies und Eigenschaften, die sich alle äußerlich ähneln. Ein Team von Kommissaren, die medikamentensüchtig sind/ gerne Sex mit Fremden haben/ im Scheidungskrieg leben/ einander attraktiv finden. Dann rühre man das Ganze zusammen, mische eine Menge schwedischer Begriffe, Sehenswürdigkeiten und Straßennamen dazu, bis es endlich nach über 500 Seiten zu einer Auflösung des Falls kommt...
Die Charaktere blieben mir bis zuletzt fremd, ich konnte keinerlei Sympathie für sie empfinden. Den Fall selbst fand ich fad, vor allem die Rückblicke auf die frühkindlichen Erlebnisse des Täters, dessen Mutter sich anscheinend prostituierte und ihn vernachlässigte, waren immer wieder dasselbe und schrecklich langweilig.
Ich hatte noch nie ein Buch des Autors gelesen, weshalb mir dann auch die vielen Rückblicke nichts sagten. Ich weiß nicht, warum Nathalie nicht zur Beerdigung des Vaters gehen will, offensichtlich hat er ein Verbrechen begangen, aber ich werde nie herausfinden, welches, denn die vorherigen Bände werde ich mit Sicherheit nicht lesen.
Dem Buch ist zwar ein Personenverzeichnis beigefügt, was bei der Fülle an Namen ganz hilfreich war, jedoch war es bei weitem nicht vollständig. Außerdem wäre es ausgesprochen sinnvoll gewesen, in der deutschen Ausgabe zu erklären, was es mit den immer wieder erwähnten „Studentennationen“ auf sich hat. Dank Internet ließ sich der Begriff zwar klären, doch bin ich mir sicher, dass es vielen Lesern so ging wie mir.
Ich habe schon lange keinen so langweiligen und aufgeblasenen Krimi gelesen. Wenn das Ganze 150 Seiten kürzer wäre, wäre vielleicht ein ganz passabler Krimi herausgekommen. Es ist mir rätselhaft, wie das Buch so viele gute Bewertungen bekommen kann.

23.02.2019 13:20:43
leseratte1310

In der Universitätsstadt Uppsala treibt ein Serientäter sein Unwesen. Er überfällt blonde Frauen überfallen und würgt sie. Die Taten passieren um Mitternacht und er nimmt den linken Schuh nimmt. Doch nun eskaliert die Sache, denn während die Studenten Walpurgisnacht feiern, wird im Hörsaal der Anatomie eine Studentin tot aufgefunden, die die gleichen Merkmale hat. Die auf Psychopathen spezialisierte Psychiaterin Nathalie Svensson soll für die Polizei ein Täterprofil erstellen. Dann gibt es mehrere Verdächtige, aber niemand ist sich sicher, welcher davon der Täter ist oder ob der außerhalb dieses Verdächtigenkreises zu suchen ist. Die Zeit drängt, denn es könnte weitere Fälle geben.
Ich habe bisher noch kein Buch dieses Autors Jonas Moström gelesen. Er bringt die skandinavisch düstere Stimmung gut herüber und lässt uns an den Ermittlungen, die sich schwierig gestalten, teilnehmen. Es wird aus unterschiedlichen Perspektiven berichtet, so dass wir sowohl die Gedankengänge der Ermittler, als auch des Täters kennenlernen. Dazu gibt es noch eine andere junge Frau, die sich bedenkenlos mit einem Fremden trifft. Wird sie auch zum Opfer?
Die Charaktere sind gut beschrieben und jeder hat so seine mehr oder weniger großen privaten Probleme. Nathalie Svensson ist beruflich kompetent, aber ihre privaten Probleme lassen ihr keine Ruhe. Die tote Hanna ist die Tochter von Natalie Svenssons engster Freundin. Daher hängt sie sich richtig in den Fall hinein. Kriminalhauptkommissar Johan Axberg ist ein fähiger Ermittler und er ist mir sympathischer als Nathalie Svensson.
Wo aber ist der Zusammenhang zwischen den Todesfällen?
Die Handlung ist gut konstruiert und der Fokus liegt auf der Polizeiarbeit, die genau beschrieben wird. Es gibt so einige Wendungen, die dafür sorgen, dass der Täter nicht zu früh bekannt ist und die Spannung erhalten bleibt.