Stimme der Toten

Erschienen: Januar 2017

Bibliographische Angaben

  • München: Goldmann, 2017, Seiten: 544, Originalsprache

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Judith Kepler ist Tatortreinigerin. Sie wird gerufen, wenn der Tod Spuren hinterlässt, die niemand sonst beseitigen kann. In einem Berliner Bankhaus ist ein Mann in die Tiefe gestürzt. Unfall oder Selbstmord? Judith entdeckt Hinweise, die Zweifel wecken. Als sie die Polizei informiert, ahnt sie nicht, welche Lawine sie damit lostritt: Sie gerät ins Visier einer Gruppe, die plant, die Bank zu hacken. Ihr Anführer ist Bastide Larcan, ein ebenso mächtiger wie geheimnisvoller Mann, der Judith zur Zusammenarbeit zwingt. Kann es sein, dass Larcan in die Ermordung ihres Vaters verstrickt war? Sie weiß, sie wird nicht ruhen, bis sie endlich die Wahrheit erfährt, was als Kind mit ihr wirklich geschah.

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Letzte Kommentare:
02.01.2019 23:36:15
Buchbär

Ich habe schon Bücher der Autorin gelesen, die ich alle gut fand.
Dieses Buch war nicht nach meinem Geschmack.
Es geht um zuviele Geheimdienste und um zuviele Menschen, die darin verwickelt sind.
Wirklich interessant fand ich eigentlich nur die Szene in dem "Nazidorf". Das war sehr gut und einleuchtend beschrieben.
Alles andere: Wenn man sich nicht sehr für den BND, die Stasi, den KGB usw. Interessiert, wird es einem schlichtweg zuviel. Es wimmelt auch nur so von fachbezogenen Ausdrücken, die ich nachschlagen musste und die das Lesevergnügen nicht direkt gesteigert haben.

en nicht direkt gesteigert haben.

09.10.2017 21:10:54
Sagota

"Stimme der Toten" von Elisabeth Herrmann ist der Nachfolger von "Zeugin der Toten" um die Tatortreinigerin Judith Kepler, die hier über eine kleine Blutspur stolpert und im Herzen einer weltweiten Verschwörung landet" (so das Buchmagazin 'Stories').
Erschienen ist der Kriminalroman (HC) 2017 im Goldmann-Verlag und das Cover, das regnerische Zeiten in Berlin symbolisiert, ist haptisch durch den herunterrieselnden Dauerregen sehr gut gelungen.

Ist der Mitarbeiter der CHL-Bank von der Galerie gestürzt - oder hat vielleicht jemand nachgeholfen? Mit ihrem Hinweis an die Polizei gerät Judith ins Fadenkreuz des BKA, das eine firewall um ihre Person installierte, um sie zu schützen - und dem Netz der Geheimdienste in der Person von Bastide Larcan, der ihr eine lukrative Zusammenarbeit anbietet: Ein Hackerangriff wird von Russland aus geplant, dessen Ziel es ist, Europa zu destabilisieren, indem Daten der mächtigen CHL-Bank manipuliert werden...

Die Themen in "Stimme der Toten" sind: Agenten, Stasi, Heimerziehung in der DDR, die deutsche Geschichte und Vergangenheit, Identitätswechsel, Verfassungsschutz, KGB und 'freelancer', die in Waffengeschäften und Geheimdiensten tätig sind und das digitale Zeitalter.

Der Krimi, der eher im Genre Agententhriller anzusiedeln ist, hat sozialkritische, politisch hochbrisante Inhalte, die gerade Ende September zur Bundestagswahl relevant sind: Zum einen Alkoholismus, Kindeswohl und Jugendämter (Sozialkritik); zum anderen schwärender Nationalsozialismus und Rechtspopulismus, der nach dem Ergebnis der Wahlen besonders in den neuen Bundesländern um sich greift (siehe AfD-Ergebnisse!) und im Roman einen Bezug zu Schenken haben, einem kleinen Dorf und "national befreiter Zone", das wirtschaftliche Autarkie erstrebt und Zulauf hat, ebenso wie die sog. "Reichsbürger".

Der Stil Herrmanns ist packend, fesselnd und spannend sowie flüssig zu lesen; die Charaktere sind facettenreich, deren "Gedanken-Kalkül" erscheint nachvollziehbar, besonders bewegend hier die Hauptprotagonistin Judith Kepler und Bastide Larcan: Die Vergangenheit um die Ereignisse von Sassnitz spielen hierbei eine große Rolle und bestimmen weiterhin das Leben von Judith, die unauffällig als Cleanerin arbeitet und eine schwierige Vergangenheit durchlebte. Die Autorin weiß mit atmosphärischer Dichte und gekonnten Dialogen zu überzeugen. Spannung entsteht auch über den Perspektivwechsel der Akteure, besonders Judith und Bastide, aber auch Nebencharaktern, die sehr authentisch agieren. Die 64 Kapitel werden von einem Prolog wie einem Epilog stilvoll und meisterlich 'umrahmt'. Zuweilen muss man miträtseln bei der Frage "who's who' und nicht ohne Grund mutmaßt eine eingeschleuste Agentin zum geplanten Hackerangriff auf die CHL

"dass der kalte Krieg nie aufgehört hat. Es hat allenfalls eine Atempause gegeben. Sie hacken keine Bank. Sie hacken Europa." (Zitat S. 480)

(gemeint ist der russische Geheimdienst SWR, der Nachfolger des KGB). Der äußerst spannende showdown in der Bank lässt einen der Auflösung entgegenfiebern; der Plot ist (soweit) stimmig und auch im Epilog gibt es interessante Wendungen zu entdecken.

Fazit:

Ein spannender, flüssig zu lesender Krimi - oder vielmehr Agententhriller, dem es an gut recherchierten Inhalten zu den eigentlichen "Strippenziehern" an den Machtgebilden dieser Welt nicht eben fehlt und das flaue, aber untrügliche und nachdenklich stimmende Gefühl beim Leser hinterlässt, dass dies nur ein kleiner Ausschnitt oder auch eine "Spitze des Eisbergs" all dessen sein könnte, was wir nicht wissen (sollten). Es geht um Machtinteressen, die hinter den bekannten politischen "Kulissen" längst im Verborgenen laufen und die politischen Konstellationen des Weltgeschehens im eigentlichen Sinne bestimmen.
Einem Interview mit der Autorin war zu entnehmen: "Wir müssen wieder mehr analog werden. Die digitale Welt soll uns dienen - und sich nicht schamlos an uns bedienen."
Dem ist nichts mehr von meiner Seite hinzuzufügen - ausser, dass ich "Stimme der Toten" als hochaktuellen, politisch brisanten und auch sozialkritischen Agententhriller einstufe, der mir sehr gut gefallen hat und daher eine Leseempfehlung sowie 5 */95° auf der "Krimi-Couch" erhält!

18.09.2017 17:57:34
C.G.

Die vorhergehenden Bücher dieser Autorin haben mir sehr gut gefallen, doch diesmal bin ich enttäuscht.
Wäre schon im Klappentext zu lesen gewesen, dass es hier von Geheimdienstaktivitäten aus aller Herren Länder wimmelt, hätte ich das Buch gar nicht gekauft. Es kommt nur selten vor, dass ich ein Buch nicht zu Ende lese, aber diesmal war es der Fall.

15.08.2017 12:01:13
Ines Krüger

Leider gibt es grobe Fehler zur DDR Geschichte:

Saßnitz 1986

Ein Kind der 1. Klasse war kein Thälmannpionier und auch am ersten Schultag noch kein Jungpionier.
Kein Kind ging 1986 mit einer Schürze auf die Straße
"Heimkinder erkannte man schon an ihrer schäbigen Kleidung"- das ist falsch, da jedes Kind Bekleidungsgeld bekam und auch eine Zuckertüte

Ein Kind der 1. Klasse benutzte das Wort " Nutte" sicherlich nicht am 1. Schultag.