Sturmläuten

Erschienen: Januar 2017

Bibliographische Angaben

  • Köln: Bastei Lübbe, 2017, Seiten: 512, Originalsprache

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Schleswig-Holstein, kurz vor Weihnachten. Auf der Halbinsel Holnis wird in einem hohlen Baumstamm eine verweste Frauenleiche gefunden. Für Hauptkommissar John Benthien, den ermittelnden Beamten, ist dieser Fall besonders, denn der Baum mit der Leiche steht im Garten der Eltern seiner Exfreundin Karin. Und es kommt noch schlimmer: Ein paar Tage später wird Karin im selben Garten erschlagen, und alle Hinweise deuten ausgerechnet auf Benthien als Täter. Für den Kommissar stehen zwei Dinge fest. Erstens: Er ist unschuldig. Zweitens: Er wird den wahren Mörder finden.

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Letzte Kommentare:
31.12.2017 15:53:38
claudi-1963

Konflikte entstehen oft im gegenseitigen Verschweigen." (Otto Baumgartner-Amstad)
Auf der Halbinsel Holnis wird die verweste Leiche einer Frau in einem hohlen Baum gefunden. Das wäre ja für Hauptkommissar John Benthien und sein Team nichts Besonderes, würde dieser Baum nicht im Garten von Karins Eltern stehen. Ausgerechnet Exfreundin Karin bittet dann auch John um Hilfe. Auch wegen Tochter Celina, die mit ihrer Freundin aus dem Internat abgehauen und in eine schwierige Situation geraten ist. Doch es soll noch dicker kommen für John Benthien, den wenige Tage später findet man Karins Leiche. Sie wurde erschlagen im Gartenteich vorgefunden und John war einer der wenigen, die zuletzt mit ihr gesprochen, bzw. gestritten hat. Deshalb wird er auch von seinem Kollegen Smythe-Fluege verdächtigt und dieser will ihn deshalb verhören und evtl. auch festnehmen. Jedoch in Haft kann John seinen Fall nicht lösen und schon gar nicht Karins Mörder finden. Natürlich glauben Johns anderen Kollegen alle an dessen Unschuld und helfen ihm sich zu verstecken. Währenddessen versuchen Fitzen und Lilly Johns Widersacherin Jablonsky zu finden, den sie könnte zum einen eine wichtige Zeugin, zum anderen gefährlich für John sein. Wird John den wahren Mörder von Karin finden?

Meine Meinung:
Danke an Nina Ohlandt, die so freundlich war, mit ihr Buch zum Lesen zukommen zu lassen. Mit "Sturmläuten" kommt hier einer der persönlichsten Fälle von John Benthien auf den Leser zu. Für mich war es das 4 Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und jedes Mal bin ich wieder neu fasziniert von den Ermittlungen die John und sein Team führen. Sehr ausführlich und detailliert bis ins Kleinste nimmt die Autorin den Leser mit auf die Suche nach dem oder den Tätern. Auch in diesem Band hat es das Team nicht nur mit einem, sondern gleich mehreren Fällen zu tun. Inzwischen habe ich auch kein Problem mehr mit den Namen der Ermittler und kenne sie sehr gut. Auch das Privatleben von John, bei dem inzwischen Kollegin Lilly Velasco eine Rolle spielt, wird hier etwas mehr vertieft. Schön ist es auch immer wieder das die Autorin Johns Vater Ben mit in ihre Geschichte einfließen lässt. Mit Kollege Smyhe-Fluege bin und werde ich sicher nicht mehr warm werden. Wundervoll sind auch immer die ausführlichen Beschreibungen der Orte rund um die Nordsee. Ob es die Insel Holnis oder Hallig Hooge ist, man hat das Gefühl wie hier, mitten im Sturm dabei zu sein. Bei den Büchern von Nina Ohlandt kann man auch gut diesen Krimi lesen, ohne das man die ersten Teile kennt, den sie sind einzeln abgeschlossen. Ein Krimi, bei dem ich wieder wunderbar miträtseln konnte und wo ich das Ende dann doch total überraschte. Deshalb freue ich mich schon auf den nächsten Fall von John Benthien und vergebe 5 von 5 Sterne für dieses Buch.

14.03.2017 08:05:34
dorli

Holnis/Flensburg. Der 11-jährge Paddy entdeckt beim Herumklettern in den Ästen eines alten Ahorns in dem hohlen Stamm des Baumes eine verweste Leiche. Hauptkommissar John Benthien und sein Team nehmen die Ermittlungen auf. Dann geschieht unweit des Leichenfundorts ein zweiter Mord – Johns Exfreundin Karin wird erschlagen im Garten ihrer Eltern gefunden und ehe John sich’s versieht, gerät er als möglicher Täter in das Visier eines übereifrigen Kollegen…

„Sturmläuten“ ist bereits der vierte Fall für Hauptkommissar John Benthien, für mich war dieser Einsatz in Flensburg und Umgebung der erste, den ich mit dem sympathischen Ermittler und seinem Team erleben durfte. Auch ohne Kenntnis der vorhergehenden Bände war ich schnell mittendrin im Geschehen und hatte schon nach kurzer Zeit das Gefühl, mit allen Figuren gut vertraut zu sein.

Für John Benthien kommt es diesmal knüppeldick. Nicht nur, dass er es gleich mit zwei schwierigen, undurchsichtigen Fällen zu tun hat, er muss sich gegen Mordvorwürfe wehren und wird zudem massiv von einer hinterhältigen Stalkerin verfolgt.

Die Akteure werden alle sehr lebhaft dargestellt, ihr Verhalten und Handeln ist nachvollziehbar und glaubwürdig. So schwört sich zum Beispiel der kleine Paddy nach seiner gruseligen Entdeckung, niemals jemandem zu erzählen, was sich im Baum verbirgt, kann aber, wie von so einem Knirps nicht anders zu erwarten, das Geheimnis nicht lange für sich behalten. Die 15-jährige Celina und ihre Freundin Mirja geraten in eine brenzlige Situation, weil sie wie typische Teenager nicht wirklich über ihr Tun und etwaige Folgen nachdenken. Und auch die demenzkranke Iris wirkt während der gesamten Handlung sehr authentisch auf mich.

Äußerst gelungen sind auch die Beschreibungen der Handlungsorte – Holnis, Flensburg, Amrum und auch die Hallig Hooge werden von Nina Ohlandt prima in Szene gesetzt, so dass man sich die Schauplätze alle sehr gut vorstellen kann und Wind und Wetter inklusive einer Sturmflut auf Hooge spüren und miterleben kann.

„Sturmläuten“ hat mich durchweg begeistert. Die spannende, abwechslungsreiche Handlung hat mich nicht nur sehr gut unterhalten, sondern hat mir auch viel Platz zum Mitgrübeln und Miträtseln über Täter, Motive, Zusammenhänge und Hintergründe gegeben.

11.03.2017 21:23:32
mabuerele

„...Wussten sie, dass Bernstein als ein Stein gilt, der das Sonnenlicht eingefangen hat? Er soll auch Traurigkeit und Depression lindern, wenn man ihn in Kontakt mit der Haut trägt...“

Es ist Winter und kalt. Paddy, ein 15jähriger Junge, überlegt sich, wie er seine Zeit verbringen könnte. Er klettert zu einem Elsternest. In der Nähe glaubt er, ein zweites Nest zu sehen – und findet eine Tote.
Die 15jährige Celina und ihre Freundin Mirja werden auf dem Weihnachtsmarkt von einem älteren Mann angesprochen und in sein Haus eingeladen. Sie sagen zu, haben aber ganz eigene Pläne.
Im Hause Fahrenhorst sorgt sich Frieder um seine Frau. Sie zeigt erste Anzeichen von Demenz. Karin denkt über eine Heimunterbringung der Eltern nach. Doch sie wird keine Entscheidung mehr fällen können. Sue, ihre Schwester, ist aus den USA gekommen, und weiß nicht, ob sie in Deutschland bleiben will.
Das sind nur einige der Episoden, mit denen der fesselnde Krimi beginnt. Gekonnt verknüpft sie die Autorin nach und nach. Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen.
Hauptkommissar John Benthien hat alle Hände voll zu tun. Der Leichenfund im Baum ist aufzuklären, Karin erwartet eine Hilfe für Celina und im Team gibt es Ärger. Smutje-Fluege, ein neuer Hauptkommissar aus Hannover kann sich nicht einordnen. Dabei sind die eigentlichen Probleme noch gar nicht richtig losgegangen.
Es ist mein erstes Buch von der Autorin. Obwohl ich die Vorgängerbände nicht kenne, war ich schnell in der Geschichte drin. Die wichtigsten Fakten, die ich wissen muss, bekomme ich nebenbei während der Handlung mitgeteilt.
Der Schriftstil des Buches ist abwechslungsreich. Kurze Kapitel und häufig wechselnde Handlungsorte sorgen mit für einen hohen Spannungsbogen. Die Personen werden nicht nur durch Worte, sondern insbesondere durch ihre Taten gut charakterisiert. Karin, die ich anfangs als fürsorgliche Tochter empfand, verliert schnell an Sympathie, als deutlich wird, dass allein ihr Wille zählt. Bei Iris lässt sich nur schwer feststellen, was Erinnerung und was Phantasie ist.John Benthien hat viel Rückhalt in seinem Team, ist ein gefragter Ansprechpartner und gerade dabei, mit Lilly eine Beziehung aufzubauen. Beide kennen sich schon länger. Sehr behutsam geht die Autorin mit dem Thema Demenz um. Sie lässt Iris ihre Würde und zeigt, dass sie von ihren Ausfällen weiß, aber das Leben noch bewusst wahrnimmt. Als der Boden für John zu heiß wird, weil Smutje-Fluege ihm ein Vergehen anhängen will, weicht er auf die Insel Amrum aus. Auch dort kann er weiter ermitteln. Sehr detailgenau wird die Sturmflut auf der Hallig beschrieben, die John erlebt, als er Iris und Frieder im Weihnachtsurlaub besucht. Während die Erwachsenen um die Gefahren wissen, ist es für die Kinder ein unverhofftes Abenteuer. Im Norden trifft John am Strand eine Frau, die Bernstein sammelt. Obiges Zitat stammt aus dieser Szene. Damit will ich zeigen, dass die Autorin nicht nur fesselnd erzählen kann, sondern vielfältige Informationen passend in die Geschichte integriert. Gut ausgearbeitete Dialoge bringen die Handlung voran. Dazwischen gibt es kurze Abschnitte, in denen ein Jugendlicher seine Folterphantasien dem Psychiater schildert. Logischerweise ist dort der Schriftstil hart und beklemmend. Zwischen den Protagonisten hat die Autorin ein komplexes Beziehungsgeflecht aufgebaut. Es führt zu Spannungen und zusätzlichen Handlungsabschnitten.
Gekonnt werde ich beim Mitdenken über die Täter auf Umwege geführt.
Das Cover mit dem Dorf am Strand, über dem die Möwe schwebt, wirkt fast idyllisch. Nach dem Lesen des Buches weiß man, wie sehr die Idylle trügt.
Ein Personenregister ist dem Roman vorangestellt.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Ich hoffe auf weitere spannende Fälle mit John Benthien.