Sieben minus eins

Erschienen: Januar 2016

Bibliographische Angaben

  • Hamburg: Osterwold, 2016, Übersetzt: Peter Lontzek, Bemerkung: ungekürzte Ausgabe

Couch-Wertung:

85°

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

10 x 91°-100°
6 x 81°-90°
4 x 71°-80°
2 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
1 x 31°-40°
1 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:83.125
V:23
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":1,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":1,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":1,"64":0,"65":1,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":1,"78":1,"79":1,"80":1,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":1,"86":2,"87":0,"88":0,"89":0,"90":3,"91":1,"92":0,"93":0,"94":0,"95":2,"96":1,"97":1,"98":1,"99":0,"100":4}
Andreas Kurth
Dunkle Schatten der Vergangenheit verbreiten Angst und Schrecken

Buch-Rezension von Andreas Kurth Mai 2016

Kriminalkommissar Sam Berger und seine Kollegen durchsuchen eine Hütte, in der sie ein entführtes Mädchen vermuten. Ein Kollege wird durch eine Art Sprengfalle verletzt, und im Keller finden die Polizisten eindeutige Spuren, ansonsten ist die Hütte aber leer. Berger glaubt unbeirrbar an Zusammenhänge mit anderen Entführungsfällen, sieht gar einen Serien-Entführer und -Mörder am Werk, doch mit dieser Meinung stößt er bei seinen Vorgesetzten mehrfach auf Granit. Bei seinen Ermittlungen stößt er dann allerdings auf eine verdächtige Frau, der er aber nur äußerst mühsam auf die Spur kommt. Dann überschlagen sich plötzlich die Ereignisse, und Sam Berger steht überraschend ganz alleine da und muss seine Nachforschungen auf eigene Faust fortsetzen. Erst als er sich nach einigem Hin und Her und viel gegenseitigem Mißtrauen mit Molly Blom verbündet, einer Agentin der Sicherheitspolizei Säpo, weil beide glauben, den Täter aus ihrer Vergangenheit zu kennen, geht es voran - und wird für beide lebensgefährlich.

Hervorragend gelungener Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe

Vor einiger Zeit sagte Jan Arnald im Interview, das ich mit ihm für die Krimi-Couch in Hannover geführt habe: "Arne Dahl darf noch nicht sterben. Er hat noch zu viele Geschichten zu erzählen." Arnald hatte tatsächlich ernsthaft darüber nachgedacht, mit der Kriminal-Schriftstellerei aufzuhören - und sich glücklicherweise anders entschieden. Eine der Geschichten, die Arne Dahl noch erzählen will, liegt jetzt mit Sieben minus eins vor, und ist der hervorragend gelungene Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe des schwedischen Bestseller-Autors.

Nach dem Finale seiner vierteiligen "Op-Cop"-Reihe um ein Ermittlerteam von Europol hat sich der in Schweden und Berlin lebende Autor eine zweijährige schöpferische Pause gegönnt, bevor er jetzt den Auftakt-Band seiner neuen Reihe um die Ermittler Sam Berger und Molly Blom vorlegte. An der Konzeption scheint er lange gefeilt zu haben, denn der Auftakt ist wirklich lesenswert, und darin schildert Dahl ausführlich, wie sich Berger und Blom überhaupt erst - mit viel Mühe - zusammenraufen.

Zwei ebenbürtige und kompetente Ermittler

Arne Dahl ist bekannt dafür, seine Leser immer wieder zu überraschen, und das gelingt ihm auch in seinem neuen Buch - jedenfalls in meinen Augen. Das neue Ermittler-Duo hat am Anfang seiner Beziehung viel Konflikt-Potenzial, es wird aber auch in den kommenden Bänden kaum langweilig zwischen den beiden werden.

Sam Berger ist nicht der fehlerlose Überflieger, sondern ein Mensch mit vielen Ecken und Kanten. Als Ermittler wirkt er glaubwürdig und durchaus authentisch. Der Umgang mit seinem Team und die Reaktionen auf die Vorgesetzten zeigen, dass er ein guter Polizist ist - auch wenn sein Weg am Ende eine andere Wendung nimmt.

Molly Blom trifft unter sehr speziellen Umständen auf Sam Berger, aber die beiden finden in der Ermittlungsarbeit unter einigen Mühen zueinander. Sie stellen fest, dass sie sich aus der Schulzeit kennen, und sind sich in der Leidenschaft, den Täter zu fassen, absolut ähnlich. Berger dominiert etwas, aber Blom ist auch eine interessante Protagonistin, über die man - offenbar vom Autor so gewollt - nicht ganz so viel erfährt, wie über ihren Partner. In ihren Beiträgen zu den Ermittlungserfolgen sind sich die zwei allerdings in meinen Augen ziemlich ebenbürtig und gleichermaßen kompetent.

Autoren sollte erzählerische Freiheit genießen

Der Entführer der Mädchen ist ebenfalls ein recht komplexer Charakter, auch wenn man dazu erst spät, und nur in Nuancen, einiges erfährt. Die gesamte Geschichte wird von Arne Dahl mit sehr viel Atmosphäre geschildert, was das Buch in meinen Augen mehr als lesenswert macht. Einige Kritiken kann ich daher nicht wirklich nachvollziehen.

Für Sam und Molly wird es an einigen Stellen der Geschichte gefährlich, was die Glaubwürdigkeit aber nicht mindert. Wie realistisch der ganze Plot ist, scheint bei den Lesern durchaus Kontroversen auszulösen, aber da halte ich es wie schon immer bei meinen Beurteilungen - Autoren habe für mich die absolute Freiheit, ihre Geschichte so zu erzählen, wie sie sie komponieren möchten. Wem das nicht gefällt, der mag das Buch zur Seite legen.

Der Cliffhanger, den Arne Dahl am Ende einbaut, ist ziemlich raffiniert gestaltet. Daraus den Vorwurf zu machen, das sei nur ein übler Marketing-Trick, damit man das nächste Buch auch kauft, halte ich für weit überzogen. Wenn ein Autor eine Serie konzipiert, ist es in meinen Augen völlig in Ordnung, wenn er im Auftakt-Band ungelöste Rätsel einbaut, um bereits Spannung für das nächste Buch zu erzeugen. Jan Arnald hat hier als Arne Dahl nach seiner schöpferischen Pause einen fesselnden Roman vorgelegt, mit guten Dialogen und zwei interessanten Protagonisten. Nach seinen beiden Reihen mit großen und differenziert besetzten Ermittler-Teams muss man sich daran erst gewöhnen - was bei der guten Geschichte aber mühelos gelingt.

Sieben minus eins

Sieben minus eins

Deine Meinung zu »Sieben minus eins«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
19.11.2018 13:39:31
plusundminus

Insgesamt ein solider Schwedenkrimi, der aber an ein paar Drehungen zuviel leidet. Daß Ermittler auch Überschneidungen ins Privat haben, ist ja OK. Aber daraus auch noch ein Begründungszusammenhang für die Motive eines Serienmörders zu basteln, übersteigt mein Gefühl für Realismus. Aber der Vorwurf der Unlogik, die weiter unten opendoor macht, läßt sich entkräften: Ein Mensch kann als Erwachsener anders aussehen denn als Schüler.

05.05.2018 11:34:19
Oldman

Dies ist der erste Band einer neuen Serie, in der die beiden Protagonisten erst einmal zusammenfinden müssen. Dies geschieht auf eine sehr unkonventionelle Art und ist äußerst unterhaltsam. Und danach beginnt sich die Story zu entwickeln und gewinnt an Dynamik. Die Glaubwürdigkeit ist wie so oft fragwürdig, aber die Spannung wird aufrechterhalten, das ist für mich bei einem Krimi zumeist die Hauptsache. Das Ende bleibt offen, 2 weitere Bände existieren ja schon, bin durchaus neugierig wie es hier weitergeht.

04.03.2018 13:40:13
lengi

Eine solide und gute Geschichte, wie wir es von AD gewohnt sind und auch erwarten können. Ich kann mich aber des Eindruckes nicht erwehren, dass die Übersetzung ins Deutsche massive Schwächen aufweist. Verglichen mit den anderen Büchern von Dahl empfand ich beim Lesen immer eine Holprigkeit oder eine Ausdrucksweise, die das Ganze in manchen Passagen unglaubwürdig macht.

23.10.2017 08:48:13
MissNorge

Meine Meinung:
Endlich eine neue Serie vom schwedischen Krimi-Autor Arne Dahl.
Ich liebe ja diese düsteren und extrem schwerfälligen Skandinavien-Krimis und ich war sehr gespannt auf dieses Buch. Kurz nur angedeutet, ich wurde nicht enttäuscht.
Erst lernt man Sam Berger kennen, der einen ziemlich mysteriösen Fall von verschwundenen Mädchen zu lösen hat und beim Lesen dachte ich schon, ups, wann wird denn das erste mal die andere Hälfte des neuen Duo´s, Molly Blom, erwähnt? Ich gebe zu, es dauert eine Weile bis man sie kennenlernt, aber die Umstände die schlussendlich dazu führen, sind toll herausgearbeitet. Mal ein ganz anderes Kennenlernen, als das übliche zusammen gewürfelte Ermittlerteam. Die beiden beweisen ihre Teamfähigkeit, auch wenn es ganz zu Anfang nicht so scheint, aber dieser Fall schweißt beide zusammen.
Extrem spannend fand ich am Aufbau der Story, das ich durch manche Hinweise und Aussagen sogar zuerst Sam Berger nicht ganz vertrauen konnte, da wurde schon von Herrn Dahl etwas Misstrauen gestreut, welches sich dann aber noch steigert als eine gewisse andere Frau auf der Bildfläche erscheint. Sowas liebe ich, wenn man als LeserIn immer wieder auf´s Glatteis geführt wird. Passend fand ich auch die immer wieder eingeschobenen Kapitel aus der Vergangenheit, die sich aber immer an der richtigen Stelle der Geschichte befinden und eine Einheit mit dem Heute bilden.
Das Ende finde ich einfach super und die Vorfreude auf Band zwei ist kaum zum Aushalten.

26.06.2017 17:57:24
Georg

Schade, gute Ansätze, aber doch sehr überdreht, teilweise unlogisch und überfrachtet. Hätte für 2-3 Krimis gereicht und mit weniger Windungen und Zufällen einen wirklich guten ergeben.
Diesen Hang hatte Arne Dahl schon in früheren Werken, aber bei der A-Gruppe klappte das meist noch ganz gut. Hier ist der Bogen überspannt und man fragt sich, warum das so ist? Wieso wurde die story nicht auf ein gutes, schlüssiges Konzept gestellt a la 'weniger ist mehr'? Will sich der Schreiber austoben, der Verlag noch reisserischer auftrumpfen? 'Der beste schwedische Krimi, der je geschrieben wurde'?? ;-)
Schade!

11.03.2017 11:15:17
Eva

Einfach nur lesenswert.
Wenn ich am Abend im Bett statt sonst 5 Seiten hier 20-30 Seiten verschlinge, muss das Buch gut sein.
Arne Dahl schreibt stilvoll, atmospärisch und sehr spannend. Unlogisch erschien mir nichts, wenn man genau liest, kann man diesem komplexen Handlungsstrang sehr gut folgen.
Ich freue mich, dass es eine Fortsetzung gibt und hoffe, dass ich nicht zu lange daruf warten muss.

11.02.2017 11:20:19
Teeshan Jamil

Opendoor
Sie haben vor kurzem Ihre Meinung über dieses Buch geschrieben und dabei haben Sie die Spannung abgenommen, denn Sie hatten den Namen des Täters Preisgegeben. Plus das Motiv.
Ein Kommentar zu schreiben bedeutet, ist das Buch gut, geht so oder schlecht. Aber so, dass die Spannung und dergleichen nicht verraten wird.
Bitte beim nächsten Mal für ein anderes Buch so kommentieren, dass die Spannung nicht erneut bekannt wird.
Vielen Dank

11.02.2017 10:12:08
opendoor

Das Buch: "Sieben minus Eins" ist unlogisch. Der Kriminalkommissar Sam Berger ermittelt mit seinen Helfern in einem Kriminalfall. Dabei spielt eine Frau, blond mit Stupsnase, eine große Rolle. Sie fährt Fahrrad und ist immer dort, wo Berger ermittelt. Diese Frau heißt Nathalie Freden. Der Schurke heißt William Larrson. Die Unlogik heißt: Nathalie Freden alias Molly Blom. Sie war in derselben Schule wie Berger. Der Schurke ging auch in dieselbe Schule, wurde aber gemobt. Deshalb rächte er sich. Wenn Berger Nathalie Freden unbekannt war, war ihm auf der anderen Seite Molly Blom bekannt. Das ist das Unlogische an der Sache.

08.02.2017 12:02:50
Karin

Bislang war ich der Meinung der Name Arne Dahl steht für Qualität.
Schade - "Sieben minus Eins" war einer der schlechtesten Krimis die ich bisher gelesen habe! Die Story hat soviele logische Ungereimtheiten dass mir manchmal die Lust am Lesen verging. Ein anderer Kommentar hatte es schon erwähnt: Hauptsache die Kasse klingelt!

31.01.2017 15:46:41
manni

Schade, der Zauber ist verflogen. Dahl reisst hier einfach einen Thriller nach Strickmuster runter, ja, spannend schon, aber völlig unglaubwürdig. Wo seine Thriller einmal fast phantastische Geschichten waren und jeder Ermittler seinen eigenen interessanten Charakter, da agieren hier beliebig austauschbare Figuren, die Folgeromane, trotz des guten Plots, werde ich mir ersparen. Dahl ist nun auch im Mainstream angekommen, Geld stinkt nicht. 60°

05.12.2016 21:49:12
Tulup

Arne Dahl mit einem neuen Duo. Unangepasster Kommissar trifft auf technisch versierte und körperlich fitte Mitstreiterin. Gemeinsam ergänzen sie sich natürlich perfekt. Soweit das bekannte Strickmuster.
In meinen Augen gelingt es Dahl trotzdem gut, eine überraschende Geschichte zu entwerfen, mit einem ungewöhnlichen Aufbau und verblüffenden Wendungen. Fast wie beim Zwiebel schälen kommt immer wieder eine neue Schicht zum Vorschein. Für mich ist die ganze Herangehensweise sehr erfrischend anders.
Geblieben sind die übliche skandinavische Schwermütigkeit (bei natürlich permanent schlechtem Wetter) und die Dahl-typische Weitschweifigkeit bei der Darstellung seiner Hauptfiguren.
Das Ende schreit natürlich nach einer Fortsetzung. Da das Ganze als Serie angelegt ist, wenig überraschend. Kommerz? Der Mann will davon leben.
Auf dem Niveau bin ich gerne bereit, mein Geld in ihn zu investieren.

30.11.2016 19:25:12
TochterAlice

Dem Ermittler Sam Berger begegnen wir gleich zu Beginn des Buches und er ist ein wahrhaft eigensinniger Typ, einer mit Ecken und Kanten, einer, der gewiss nicht jedermanns Freund ist - und mit Sicherheit auch kein allseits beliebter Kollege. Nein, er ist ein Typ, der polarisiert und das liegt ganz bestimmt nicht an seinem nahezu manischen Faible für Uhren, sondern eher daran, dass er ein ziemlich sturer Typ mit manchmal fast ins machohafte gehenden Attitüden ist. Einzig seine Kollegin Desiré Rosenquist steht vorbehaltlos hinter ihm, wohingegen sein Chef Allan Gudmundsson durchaus Zweifel an seinen unkonventionellen Methoden hat. Und es ist wichtig, zu einem raschen Erfolg zu kommen, wird doch nach einem 15jährigen vermissten Mädchen gesucht und nach zwei weiteren, bei deren Verschwinden zunächst aufgrund von Migrationshintergrund ein Zusammenhang mit dem IS vermutet wurde, bei denen man jetzt aber einen innerschwedischen Mordfall vermutet - in allen Fällen - es können auch noch einige mehr sein - wird derselbe Täter vermutet.

Doch wer um Himmels ist Molly Blom, die im Klappentext als Bergers Partnerin angekündigt wird? Zunächst entsteht der Eindruck, dass der Autor sie beim Schreiben vergessen hat, bis sie auf geradezu wahnwitzige Art ins Geschehen eingreift und damit diesen Krimi endgültig von der Masse der vorliegenden Skandinavien-Krimis absetzt.

Wer Ermittler mit einem vielfältigen, nicht gerade einfachen, privaten Vorleben in Kombination mit ungewöhnlichen Fällen und den Überraschungen, zu denen nur ein Arne Dahl fähig ist, mag, der ist hier trotz anfänglicher Verwirrungen an der richtigen Adresse!

20.11.2016 09:28:39
walli007

Wer ist überhaupt Blom?

Kommissar Sam Berger ermittelt in einem Fall der Entführung einer 15jährigen. Seit Wochen schon ist die junge Frau unauffindbar und die Polizei tappt immer noch im Dunkeln. Sein Chef hat ihm verboten, das S-Wort (S = Serie) auszusprechen. Trotzdem ist Sam überzeugt, dass Ellen nicht das erste Opfer des Täters ist. Was offiziell nicht erlaubt ist, erledigt Sam Berger heimlich und er hält an seiner Theorie von einem Serientäter fest. Durch einen eigenartigen Hinweis finden die Ermittler eine Hütte, die zum einen mit einer Selbstschussanlage versehen ist und die zum anderen ein Labyrinth verbirgt, in dem offensichtlich zumindest eines der Opfer gequält wurde.

Sam Berger und seine Kollegin Desiré Rosenquist stellen ihre Nachforschungen an, wenn möglich mit dem Einvernehmen von Chef Allan Gudmundsson, wenn nicht eben auch ohne. Berger hat den begründeten Verdacht, dass es wenigstens zwei weitere Opfer gibt. Allerdings teilt er nicht alle seiner Erkenntnisse, denn die Wurzel des Falles scheint in seine eigene Vergangenheit zu führen.

Liest man den hinteren Klappentext dieses ausgesprochen spannenden Kriminalromans, erfährt man, dass mit diesem ersten Band einer Reihe das Ermittler-Duo Berger und Blom eingeführt wird. Und mit fortschreitender Lektüre fragt man sich, wer ist denn nun Blom? Etwa ein Täter? Was wäre denn das für ein Duo? Die Frage wird mit einem solchen Paukenschlag geklärt, dass man wirklich das Gefühl hat, im Denken und Rätseln wird in dem Moment etwas in eine völlig andere Position gerückt. Einfach genial, dieser Überraschungsmoment. Allein das schon macht einen großen Teil der außerordentlichen Güte dieses Romans aus. Doch auch die weiteren Ergebnisse, die Berger und sein Team erzielen, und Entdeckungen, die sie machen, decken einen Fall auf, der wesentlich vielschichtiger ist als es die ursprünglichen Entführungen vermuten lassen. Die Spuren deuten auf eine Beteiligung einer Partei, von der man es in keinem Fall erwarten würde.

Dieser Kriminalroman hat tatsächlich das Zeug, den Leser völlig in seinen Bann zu ziehen. Überraschende Wendungen ergeben eine wahre Achterbahnfahrt der Ermittlungen und einen Beginn einer Reihe, der den Leser sehnsüchtig und mit großer Spannung auf den nächsten Teil warten lässt.

11.11.2016 15:26:33
Angellika

Inhalt:
Der Schwede Sam Berger ermittelt im Fall eines entführten Mädchens. Entgegen den Anweisungen seines Chefs, entschließt er sich seiner Theorie eines Serienmörders, der 15-jährige Mädchen entführt, deren Leichen jedoch nie auftauchen, nachzugehen.
Dabei stößt er auf Molly, diese kann man auf allen Polizeiaufnahmen im "Zuschauerbereich" sehen. Doch das Verhör erscheint ihm seltsam und führt ihn direkt zum schwedischen Geheimdienst.
Die SEPO verdächtigt ihn der Mörder zu sein, da viele Beweise auf ihn deuten. Molly ist die leitende Ermittlerin, die ihm Brotkrummen hingeworfen hat. Doch schon wendet sich wieder das Blatt und er erkennt in Molly eine frühere Mitschülerin, die von einem früheren Freund Sams, gefoltert worden ist, da sie und ihre Freundinnen diesen gemobbt haben.
Zusammen fangen sie an gegen diesen zu ermitteln, jedoch ohne Beweise, doch die Zeit läuft gegen sie. Kann Molly Sam trauen? Schließlich waren er und der Verdächtige befreundet. Und haben beide nur einen Feind?

Meine Meinung:
Ein gut durchdachter und mitreißender Krimi, der jedoch an einigen Stellen durch zu viele Beschreibugnen etwas zäh war. Doch die Handlungen des Romans sind so gut durchdacht und geplant, sodass man das Gefühl hat direkt mit Molly und Sam zu ermitteln.
Der Fall und auch ein paar Kleine Zeitsprünge in die Vergangenheit sind gut beschrieben und flüssig zu lesen. Die knapp 400 Seiten flossen dank der Spannung förmlich dahin.
Die Charaktere wirken lebendig, so kann man ihnen, ihren Emotionen und Handlungen, gut folgen.
Zum Ende des Buches gibt es einen Hinweis auf den neuen Fall. Am liebsten hätte ich den zweiten Teil der neuen Reihe gleich mitgelesen.

30.10.2016 00:58:40
goat

„Sieben minus eins“ ist der Auftakt zu einer neuen Krimireihe mit dem Ermittlerduo Sam Berger und Molly Blom. Drei Wochen nach der Entführung eines 15-jährigen Mädchens, hat die Polizei noch immer keine heiße Spur. Ein anonymer Hinweis führt die Ermittler zu einer verlassenen Hütte in einem Wald. Durch eine Selbstschussanlage wird ein Polizist schwer verletzt, doch außer einer Blutlache in einem Verlies im Keller, finden die Beamten nichts. Sie sind zu spät gekommen. Nur wo ist das Mädchen? Sam Berger erinnert dieser Fall an weitere Vermisstenfälle aus vergangenen Jahren. Er geht, im Gegensatz zu seinem Vorgesetzten von einem Serientäter aus. Weitere Nachforschungen führen ihn anhand von Pressebildern oder Videos zu einer Frau, die an jedem dieser Tatorte mit einem Fahrrad auftauchte. Sam Berger scheint in ein Wespennest gestochen zu haben, denn plötzlich wendet sich das Blatt und er ist derjenige, der unter Mordverdacht gerät …

Angesprochen hat mich als Erstes das Cover, welches in sehr dezenten Farben eine ungeheure Ruhe ausstrahlt mit dem Boot auf dem Wasser. Diese Ruhe ist natürlich trügerisch, wie sich später herausstellt. Aber das Cover passt sehr gut zum Roman, da ein Bootshaus eine sehr große Rolle in diesem Fall spielt. Der Krimi ist spannend – ohne Frage. Dennoch gehört „Sieben minus eins“ nicht zu Arne Dahls besten Romanen. Der Funke bei den beiden Protagonisten ist bei mir noch nicht hundertprozentig übergesprungen. Eigentlich mag ich eigenwillige Ermittler, aber Sam Berger hat es mir nicht gerade leicht gemacht. Seine permanenten Alleingänge und Geheimniskrämereien habe ich in sofern nicht nachvollziehen können, als er seine Kollegin zu nicht ganz ungefährlichen Aktionen verleitet, die sie nicht nur den Job kosten könnten, sondern auch eine Gefährdung fürs Leben darstellen. Vielleicht ist das der Grund, warum ich mit ihm einfach nicht warm geworden bin. Aber auch hier kann man sich täuschen – wie im wahren Leben und ich hoffe, je besser man einen Protagonisten kennenlernt, umso mehr wird man ihn mögen.

Arne Dahl hat in diesem Krimi mit vielen Perspektiv- und Szenenwechseln gearbeitet und das lässt den Spannungspegel enorm nach oben schnellen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Und immer stellte sich mir die Frage: Wo sind die Entführungsopfer abgeblieben? Sind sie tatsächlich tot oder leben sie vielleicht doch noch? Da die erste Hälfte des Buches sich fast ausschließlich auf die Ermittler konzentriert und dem Leser dann ganz abrupt mitgeteilt wird, wer der Täter ist, fällt ein Miträtseln bei diesem Krimi komplett weg. Doch das, was ich bei anderen Krimis bemängeln würde, tut der Spannung hier keinen Abbruch. Einen absoluten Cliffhanger liefert der Autor mit dem letzten Absatz. Ganz sicher weiß ich, wer den zweiten Band aus der neuen Reihe lesen wird. Für „Sieben minus eins“ vergebe ich vier Sterne.

27.10.2016 09:29:31
Georg Altvater

Ich fand die A-Gruppe großartig. Europol hat mir schon nicht mehr richtig zugesagt. "Sieben minus eins" finde ich völlig misslungen. Zusammenhänge der Story sind nicht nachvollziehbar, völlig verkompliziert und wieder die Geschichte, dass jemand aus der persönlichen Vergangenheit es dem Kommissar heimzahlen will (gähn!). Zudem, zwei illegal ermittelnde Polizisten, die nicht zu stoppen sind ... und am Ende der Cliffhanger ...
Lass es mal gut sein Arne Dahl.

25.10.2016 12:37:01
Schoobi

es ist schon interessant , wie die Meinungen so stark auseinander gehen.
Mich hat das Buch richtig gehend gefesselt, allein wann und wie Molly BLom auftaucht. Sicherlich sind einge Szenerien übertrieben und auch etwas unrealistisch , aber das hält sich sehr im Rahmen. Die Darstellung der Hauptdarsteller und die ganzen Wandlungen in dem spannenden krimalistischen Stoff ist bei mir aüsserst positiv rübergekommen.

19.10.2016 13:09:43
Miri

Enttäuschend! Das schlechteste Buch, das ich je von Arne Dahl gelesen habe! Sprachlich schwach (liegt's an der Übersetzung?). Dass jemand schluchzend atmet, kann man sich ja noch irgendwie vorstellen, aber warum in dieser Situation? Und dann wird dieser schöne Ausdruck auch noch wiederholt - wie so manches in diesem Roman. So wird man immer mal wieder darauf hingewiesen, dass Bergers Kollegin Rehaugen hat. Viel mehr erfährt man nicht über sie. Auch die anderen Figuren bleiben sehr blass.
Die Story ist sowas von unglaubwürdig. Immer diese Ermittler mit ihren traumatischen Vorgeschichten und diese hochintelligenten Serienkiller, die jahrelang an ihren Racheplänen arbeiten. Schade, schade, fand die Hjelm-Romane sehr gut. Aber das war dann wohl, werde kein weiteres Buch von Dahl mehr lesen. Sage nur: Cliffhanger ... Kommerz pur!

03.10.2016 18:34:36
Frodo

Kaum zu glauben, dass dieses Buch von Arne Dahl geschrieben sein soll: so schwach war keines der Bücher über das A-Team oder die Opcop-Gruppe.
Hat er bisher mit absoluter Spannung und sehr viel berechtigter Gesellschaftskritik geglänzt, ergeht er sich hier in völlig ungewohnten Wiederholungen und zwischendurch aufkommender Langeweile.
Und am Schluß einen Cliffhanger einzubauen, damit auch ja das nächste Buch gekauft wird, ist in meinen Augen unwürdig.

01.10.2016 19:00:37
Buecherwurm101

Zu Anfang wurde ich nicht warm mit der Story. Irgendwie kam ich nicht richtig rein. Das änderte sich dann abrupt. Schlagartig wurde es interessant. Die Spannung war da, ich konnte der Geschichte folgen.
Es geht um ein verschlepptes 15jähriges Mädchen. Das Ermittlerduo Sam Berger und sein Chef, Molly Blom, finden nach einem Hinweis das Versteck von Ellen Savinger. Es ist alles voller Blutspuren. Sam vermutet einen Serientäter, sein Chef dagegen ist anderer Meinung und schießt quer. Sam beschließt auf eigene Faust zu ermitteln. Der Fall scheint ihn zu einem lange zurück liegenden Ereignis zu führen. Ganz vage erinnert er sich so nach und nach an Dinge und kombiniert. Der Täter scheint ihn sehr gut zu kennen, es gibt Spuren, die nur Sam deuten kann.

Ich bin ein großer Fan skandinavischer Krimis/Thriller. Arne Dahl ist mir schon lange ein Begriff. Bisher habe ich aber noch keines seiner Bücher gelesen, obwohl ich doch schon einige hier stehen habe. Ich habe die Gelegenheit beim Schopf gepackt und Sieben minus Eins vorab gelesen.
Die Erwartungen waren entsprechend hoch, leider ein wenig zu hoch.
Der Schreibstil von Arne Dahl gefiel mir ausnehmend gut. Er verwirrt den Leser mit psychologischen Spielchen, lenkt ihn in eine andere Richtung als der zur einfachen Lösung.

Auch wenn ich noch nicht ganz von meinem ersten Dahl-Buch überzeugt bin, bin ich schon sehr gespannt auf das Folgewerk.

29.09.2016 15:21:25
simo

Das ist mit Abstand das schlechteste Buch von Arne Dahl. Alle seine vorherigen Bücher habe ich extrem gerne gelesen. Hier fand ich den Einstieg überhaupt nicht und nach 250 Seiten habe ich tatsächlich aufgegeben. Es ist überhaupt nicht spannend geworden, seine Hauptfiguren sind irgendwie schon verbraucht und der Plot war absehbar. Schade, Arne Dahl kann es besser.

18.09.2016 14:55:49
c-bird

Plötzlich ist alles anders

"Sieben minus eins“ ist der Beginn einer neuen, spannenden Buchreihe von Arne Dahl. Im Mittelpunkt stehen dabei Kriminalkommissar Sam Berger und seine Kollegin Molly Blom.

Seit drei Wochen wird die fünfzehnjährige Ellen Savinger vermisst. Durch einen Hinweis findet die Polizei schließlich den Aufenthaltsort, an dem das Mädchen gefangen gehalten wurde. Jede Menge Blutspuren deuten auf große Qualen hin, doch vom Mädchen selbst keine Spur.
Sam Berger glaubt es mit einem Serientäter zu tun zu haben, doch sein Chef ist gegenteiliger Meinung und wirft ihm Steine in den Weg. Schließlich ermittelt Sam auf eigene Faust und ahnt dabei noch nicht, dass es sein ganz persönlicher Fall sein wird.

Der Einstieg in das Buch ist mir nicht ganz leicht gefallen. Denn durch die vielen Beschreibungen kommt es zu einigen Längen. Doch dann kommt es zu einer großen Wendung und man ist plötzlich wie gefesselt von dem Buch. Den Protagonisten Sam Berger fand ich authentisch gezeichnet. Ein eigensinniger und einsamer Wolf, der wenige Freunde hat, dafür aber Ecken und Kanten.
Obwohl Arne Dahl ein bekannter Name unter den skandinavischen Autoren ist, war „Sieben minus eins“ mein erstes Buch von ihm. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Am meisten begeisterte mich dass ich als Leser in die Irre geführt wurde, denn nichts ist so wie es scheint und aus Jägern werden Gejagte.

Bis auf die wenigen Längen bietet das Buch eine gute und spannende Unterhaltung, sodass ich es mit vier Sternen gerne weiterempfehle.

13.09.2016 11:45:27
leseratte1310

Ein Hinweis bringt die Polizei dazu, in einer Hütte nach einem verschwundenen Mädchen, der fünfzehnjährigen Ellen Savinger, zu suchen. Doch die Hütte ist leer. Aber als sie im Keller nachschauen, der sehr verschachtelt ist, finden sie Dafür Blut. Kriminalkommissar Sam Berger ist sich sicher, dass dieser Fall mit früheren Fällen von vermissten Mädchen zusammenhängt. Damit stößt er bei Allan Gudmundsson, seinem Vorgesetzen, allerdings auf taube Ohren. Der verbietet weitere Ermittlungen. Doch davon lässt sich Berger nicht aufhalten. Er versucht seine Theorie vom Serientäter zu untermauern. Dabei wird ihm klar, dass alles mit seiner Vergangenheit zu tun hat. Vergrabene Erinnerungen dringen bei ihm an die Oberfläche. Als er sich auf einem guten Weg glaubt, gerät er selbst in Gefahr.
Das Buch liest sich sehr flüssig. Die Geschichte ist sehr komplex und wird aus verschiedenen Perspektiven und aus unterschiedlichen Zeiten geschildert, so dass es spannend und abwechslungsreich wird. Allerdings ist es manchmal dadurch auch ein wenig verwirrend.Ich kann nicht sagen, dass mir Sam Berger besonders sympathisch ist, aber er ist ausführlich und authentisch beschrieben. Beharrlich und manchmal etwas verbohrt geht er seinen Ermittlungen nach und nichts kann in abhalten, selbst die drohende Entlassung nicht. Obwohl er durch sein Team unterstützt wird, ist er seinen Mitarbeitern gegenüber nicht besonders offen. Er agiert auch oft aus dem Bauch heraus. Seine Kollegin Molly Blom ist ebenfalls gut dargestellt. Sie ist Berger gegenüber loyal und unterstützt ihn. Ich mag Ermittler, die Ecken und Kanten haben, und das hat dieses Ermittlerpaar, aber dennoch konnte ich zu den beiden keine Beziehung aufbauen. Dazu kamen weitere Personen, die ihrer Rolle entsprechend dargestellt wurden.Immer wieder gibt es neue Wendungen, die mich auf falsche Fährten gelockt haben. Am Enge blieb noch ein bisschen was offen, um Appetit auf den Folgeband zu machen.Ein spannender und komplexer Krimi.

08.09.2016 10:24:24
anyways

Die fünfzehnjährige Ellen wird vermisst. Das Team um Kommissar Sam Berger ermittelt fieberhaft. Doch von dem Mädchen fehlt jegliche Spur. Sam glaubt sogar an einen Serientäter und meint auch Hinweise für noch mehr verschwundene Mädchen gefunden zu haben. Bei seinem Chef, Kriminalhauptkommissar Allan Gudmundsson stößt er mit dieser These allerdings auf großen Widerstand, denn bisher fehlt jeglicher Beweis dafür, noch gab es in Schweden jemals einen Serientäter. Als Sam bei der Erstürmung eines verdächtigen Bootsschuppen seine Kollegen vor einer Selbstschussanlage warnt, die dann tatsächlich auch existiert und einen Beamten schwer verletzt, ist das Maß bei Allan voll und es kommt zur Eskalation zwischen den Beiden.
Viel mehr kann und möchte ich vom Inhalt nicht preisgeben, da zuvile von der eigentlichen Story sonst verraten wird.
Ein bisschen habe ich schon immer mit Arne Dahls Schreibstil gehadert, deswegen habe ich die beiden letzten Teile seiner Kriminalserie um die Sonderkommission der Stockholmer A-Gruppe nicht mehr gelesen. Einfach weil sie weder vernünftige noch nachvollziehbare Handlugen und Spannungsbögen aufwiesen. Bei diesem Buch dachte ich mir, ich gebe dem Autor noch eine Chance. Meine Hoffnung war einfach das sich die Idee der Sonderkommission für den Autor selbst ausgereizt hatte und er sich mit einer neuen Idee um ein Ermittlerduo wieder mit mehr Enthusiasmus auf Story und Plot stürzt. Leider wurde ich sehr herb enttäuscht. Das fing schon auf den ersten Seiten an. Kurz nach der Erstürmung von oben beschriebenem Bootsschuppen kam es zu einem Streitgespräch zwischen Allan und Sam. Ein Gespräch dem ich als Leser überhaupt nicht folgen konnte. Dinge wurden angesprochen die mir als Leser suggerierten mindestens hundert Seiten verpasst zu haben. Dabei war ich erst auf der 21. Seite. Das trübt den Lesefluss ungemein. Von einer Selbstschussanlage ist hier die Rede, leider gibt es überhaupt keinen Hinweis, einzig das Bauchgefühl von Sam offeriert ihm diese. Einfach nicht nachvollziehbar. Und das setzt sich weiter fort. Der Kommissar handelt ständig auf eigene Faust, informiert weder sein Team noch den Vorgesetzten. Hält Beweismittel zurück. Auf Seite 43 war ich schon soweit das Buch endgültig beiseite zu legen, weil ich nicht mehr nachvollziehen konnte, was der Autor vermitteln wollte. Ist hier von der Vergangenheit des Kommissars die Rede oder geh es um den aktuellen Fall? Völlig undurchsichtig. Als sich dann die einzige Verdächtige noch als Mitarbeiterin der Geheimpolizei entpuppt, die ihrerseits wohl Sam als Verdächtigen auserkoren hat , war meine Geduld am Ende und ich habe das Buch tatsächlich nur aus Rezensionsgründen zu Ende gelesen.
Fazit: Eine schlechte Story mit einer desaströsen Umsetzung bedingt durch viele abrupte und nicht nachvollziehbare Handlungsum- und übersprünge.

30.08.2016 19:57:35
subechto

Wenn der Jäger zum Gejagten wird

All diese verschwundenen Mädchen. Sie verfolgen den Stockholmer Kriminalkommissar Sam Berger bis tief in seine Träume. Berger und sein Team finden Blutspuren: Da muss jemand 15-jährige Schulmädchen hassen. Aber warum?
Sam Berger muss sich erinnern. Denn seine eigene Vergangenheit ist eng verbunden mit den aktuellen Entführungsfällen. Dann stößt er auf eine geheimnisvolle Frau. Doch da hat er sein Schicksal schon längst nicht mehr selbst in der Hand.
Wird es der Polizei gelingen, die Mädchen noch lebend zu finden - und ihren grausamen Entführer? Ein atemloser Wettlauf gegen die Zeit beginnt…
„Sieben minus eins“ punktet mit vielen grausigen Einfällen, Twists & Turns, mit denen Arne Dahl die Geschichte voran und die Spannung in die Höhe treibt. Eine Geschichte, die sich zudem flott und flüssig lesen lässt. Nichts ist wie es scheint, niemand ist, wer er zu sein scheint.
Die Vergangenheit wirft lange Schatten, die der Autor gründlich ausleuchtet. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Erst ganz am Ende schließt sich dann der Kreis.
Sam Berger ist mir sofort ans Herz gewachsen. Er schleppt einiges an Ballast mit, verfängt sich in seiner Vergangenheit. Das Thema Zeit dominiert seine Gedanken. Und so überrascht es nicht wirklich, dass er alte Uhren sammelt. Überhaupt ist Berger sehr analog.
Molly Blom hat sich wegen chronischer Migräne einer Botox-Behandlung unterzogen. Ihr scheint jedes Mitgefühl zu fehlen. Eine starke Frau, die Berger zeigt, wo der Hammer hängt. Sie arbeitet für eine interne Einheit der Säpo, dem schwedischen Geheimdienst.
„Sieben minus eins“ ist der Beginn einer neuen Krimiserie um das Ermittlerduo Sam Berger und Molly Blom - psychologisch raffiniert, voller abgründiger Wendungen und unglaublich spannend bis zum überraschenden Ende, das geradezu nach einer Fortsetzung schreit.

Fazit: Berger und Blom, ein neues starkes Team. Schwedisch. Schnell. Spånnend.