Herzsammler

Erschienen: Januar 2015

Bibliographische Angaben

  • Berlin: Hörbuch Hamburg, 2015, Übersetzt: David Nathan, Bemerkung: ungekürzte Lesung

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Stockholm, Metropole des Nordens. Fabian Risk wollte eigentlich mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Doch dann taucht die brutal zugerichtete Leiche des Justizministers auf, und Risk wird um Hilfe bei den Ermittlungen gebeten. Es bleibt nicht bei einem Opfer. Die einzige Verbindung zwischen den Toten: Jedem wurde ein Organ geraubt. Als ein Verdächtiger Selbstmord begeht, glauben Risks Kollegen, den Fall gelöst zu haben. Nur Risk hat Zweifel. Er hat eine Vermutung, was eigentlich hinter alldem steckt. Und er ahnt, dass der Mörder mit seinem Rachefeldzug noch lange nicht fertig ist …

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Letzte Kommentare:
14.01.2019 13:56:28
Heinz-W. Seiler

Schon bei den ersten Seiten stellt man fest, dass Band 2 zeitlich vor dem ersten liegt. In Band 1 aufgezeigte und gelöste Probleme erscheinen als neue in Band 2. Dies ist ausgesprochen ärgerlich, denn es nimmt vieles von der Spannung und zeugt m. E. auch von schlampiger Verlagsarbeit, denn der Autor selbst hat wohl kaum eine Reihenfolge festgelegt.

21.08.2018 18:18:09
Karl-Heinz Ising

Es ist eine Unsitte, egal ob Buch oder Film,
den eigentlich 1. Teil erst später nach zu schieben.Also Empfehlung an alle "Neuleser" lest den 2. Band, also Herzsammler zuerst.Sonst wird euch die Spannung genommen, da ihr immer rätselt wieso tauchen Personen auf, wie z.B der dänische Vorgesetzte der doch schon abgeschrieben war.

09.03.2018 21:47:51
ViHi

Ich bin unter Garantie ein absoluter Ahnhem Fan! Brutal.Ja auf jeden Fall!
Verworren. definitive!
Spannend.bis zum Ende!
Taucht in die Rolle von Risk ein und lässt euch darin fangen. Ich konnte keins seiner Bücher aus der Hand legen ob im Zug, bei der Arbeit, in der Wanne oder bis spät in die Nacht! Fesselnd bis zum Ende.Wenn man sich darauf einlässt.
Schrecklich ist die Tatsache das solche Szenarien durchaus real sein könnten in der heutigen Zeit.! Ich warte auf den vierten Teil,

20.09.2016 07:06:42
rolandreis

Dies ist der zweite Band aus der Fabian Risk Reihe, der aber zeitlich vor dem ersten Band "Und morgen du" spielt. Das Buch hat mich etwas gespalten zurückgelassen. Zwar hatte es das spannende Thema "Organhandel", aber ich brauchte lange um mich in den ständig wechselnden Handlungssträngen zurechtzufinden. Obwohl ich ja sehr oft auch am Privatleben der Ermittler interessiert bin, ging es mir diesmal mehr auf die Nerven. Sowohl Risk als auch seine Ehefrau gehen nur ihren Berufen nach, die Kinder sind der Nanny überlassen. Eine Konstellation, die ich im Realleben auch nicht mag. Und als Fabian Risk letztendlich tatenlos der Hinrichtung seiner beiden Kollegen beiwohnte, war er dann endgültig bei mir unten durch. Praktisch der klassische Antiheld. Ich werde zwar "Und morgen du" auch noch lesen, aber da muss der Autor eine Schippe drauflegen, wenn er mich länger für Fabian Risk begeistern möchte.

05.04.2016 20:32:57
anyways

Die Memoiren eines tödlich verletzten Gefangenen gelangen auf wirklich abenteuerliche Weise von Israel über die Grenze nach Jordanien und von dort weiter nach Schweden. Memoiren die dort auch nach längerer Zeit für drastische Konsequenzen sorgen werden.Zehn Jahre später geschehen fast zeitgleich zwei scheinbar zusammenhanglose Entführungen in Schweden. Bei der ersten handelt es sich um eine junge Frau, die während einer Routineuntersuchung in einer Arztpraxis erst betäubt wird, um dann mittels eines Krankenwagens in ein anderes Krankenhaus verbracht wird. Die Zweite ist ebenso spektakulär, denn der schwedische Justizminister Grimas verschwindet spurlos nach einer Interpellationsdebatte aus dem Reichstagsgebäude. Das wiederum ruft die Ermittler Fabian Risk und seinen Chef Edelmann auf den Plan. Gerade letzterer pflegte mit dem Justizminister eine innige Freundschaft. Nach dem Auswerten der Überwachungskameras im Justizministerium, kommen die Ermittler zu dem Schluss, dass der Verschwundene niemals das Gebäude verlassen haben kann. Nach einigem Suchen in jedem versteckten Winkel, wird Grimas im ausgemusterten Ruheraum gefunden. Tot und ohne Augen. Weitere Menschen verschwinden und werden wenig später tot aufgefunden. Mit der Gemeinsamkeit, das ihnen jeweils ein Organ fehlt. Auch beschränkt sich der Täter nicht auf Schweden, in Kopenhagen arbeitet die Ermittlerin Dunja an ebensolchen Fällen. Dunja und Fabian erleben unabhängig voneinander die bewusste aber kaum wahrnehmbare Sabotage durch ihre Chefs. Warum sollten diese ebenfalls unabhängig voneinander, diesen Fall nicht aufklären wollen?Alles beginnt mit einem Brief, der seinen Adressaten zwar viel zu spät, aber dennoch erreicht. Ein Brief dessen Inhalt den Empfänger tief erschüttert. Die Reise dieses Briefes ist anschaulich und glaubhaft geschildert, obwohl man an der Echtheit der Geschehnisse im Stillen zweifeln mag.Stefan Anhem liefert mit seinem zweiten Buch einen unheimlich komplexen Thriller ab. Viele scheinbar zusammenhanglose Erzählstränge, die sich kreuzen oder parallel laufen und trotzdem hatte ich nie das Gefühl, den Überblick zu verlieren. Bis zum Schluss gelingt ihm das Kunststück die Spannung aufrecht zu erhalten. Ein wenig gehadert habe ich lediglich mit der „One-Mann-Show“ des Täters, das war ein bisschen dick aufgetragen, diesen an fast allen Schauplätzen in zwei verschiedenen Staaten über Monate auftauchen zu lassen.Die Charaktere die der Autor erschaffen hat sind stellenweise recht skurril. Allen voran Fabians Kollegin Malin, die mit einer Schwangerschaftsgestose im letzten Drittel noch so hart arbeitet, ist zwar nicht ganz realistisch, ihre Art mit der Schwangerschaft umzugehen war stellenweise sehr erfrischend und lebendig. Risk Eheprobleme hingegen waren mir etwas zu nebulös. Ich konnte nicht wirklich einen Aufhänger für das Problem erkennen, außer dass sich beide ohne Rücksicht auf Verluste in die Arbeit stürzen und die Kinder sich stellenweise selbst überlassen. Das wirkte auf mich geradezu unprofessionell.Ganz besonders gefallen hat mir, das nicht alles restlos aufgeklärt oder ermittelt wird. Dadurch erhebt sich die Frage nach Recht und Unrecht , und deren zweifellos kontroverse Diskussion, umso deutlicher. Sehr realistisch dargestellt finde ich die vielen verpassten Gelegenheiten, die eine schnellere Aufklärung ermöglicht hätten, die dem Thriller dadurch jedoch immer wieder eine überraschende Wendung geben. Spannung bis zu Letzt mit einer außergewöhnlichen Story die durchaus realistisch sein könnte. Gerade das macht diesen Thriller besonders.

23.02.2016 10:40:55
Janosch79

Was war ich gespannt auf diesen neuen Schweden-Happen, doch leider wurde ich enttäuscht.

Inhalt:
Stockholm, Metropole des Nordens. Kommissar Fabian Risk wollte eigentlich mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Dann wird der Justizminister entführt, und Risk stürzt sich in die Ermittlungen. Doch er kommt zu spät. Und es bleibt nicht bei einem Opfer. Die einzige Verbindung zwischen den Toten: Allen wurden die Organe entnommen. Als ein Verdächtiger Selbstmord begeht, glauben Risks Kollegen, den Fall gelöst zu haben. Nur Risk hat Zweifel. Und er ahnt, dass der Mörder mit seinem Rachefeldzug noch lange nicht fertig ist …


Es ist immer so eine Sache mit den Erwartungen, doch bei "Herzsammler" hatte ich mir mehr erhofft. Ich habe persönlich nichts dagegen, wenn es auch mal blutig und brutal in einem Buch zugeht, doch hier ist der Fokus nur darauf angelegt.
Auch sehr kurios empfand ich, dass jedes Kapitel mit dem berühmten Cliffhanger endete. Sowas funktioniert vielleicht bei Fernsehserien, doch beim Buch ist es eher nervig.


Die Hauptfiguren konnten mich überhaupt nicht überzeugen. Mir fehlte das gewisse Etwas. Eigentlich gerade in skandinavischen Krimis/Thrillern ein deutliches Markenzeichen.
Die Grundidee fand ich persönlich auch gar nicht schlecht, doch das schriftstellerische Gesamtkunstwerk ist leider als sehr lieblos zu sehen.


Schade, dass durch unnötige Effekthascherei ein wahrscheinlich grandioser Krimi so danebengegangen ist.

14.02.2016 12:24:55
nati

Nervenkitzel garantiert
Mit seinem zweiten Roman um den Ermittler Fabian Risk ist Stefan Ahnhem wieder ein spannender Thriller geglückt, den man schwer aus der Hand legen kann.

Alles begann mit einem Gefangenentransport 1999 bei dem ein Häftling einen Brief durch einen Schlitz hinauswerfen konnte. Auf dem Umschlag stand nur ein Name ohne Adresse. Über ein Jahr dauerte es, bis der Brief sein Ziel erreichte und eine zerstörerische Lawine los trat.

Zehn Jahre später verschwindet der schwedische Justizminister auf dem Weg zu seinem Fahrzeug spurlos. Kommissar Fabian Risk und seine Kollegin Malin Rehnberg, die hochschwanger ist, versuchen den Fall aufzuklären, doch sie kommen zu spät. Zur gleichen Zeit versucht die dänische Polizistin Dunja Hougaard nach einem Mord an einer jungen Frau einen Serientäter zu fangen. Den Ermittlern ist nicht klar, dass es eine Verbindung zwischen diesen Fällen gibt.

Das Buch lässt sich flüssig lesen und ist sehr temporeich geschrieben. Es ist in viele kurze Kapitel mit unterschiedlichen Handlungssträngen unterteilt, die oft zu wechselnden Orten springen. Hier muss man schon genau aufpassen, um den Faden nicht zu verlieren. Wie in vielen schwedischen Kriminalromanen sind die Taten oft sehr brutal beschrieben, teilweise fand ich es zu bestialisch. Deshalb ist das Buch nichts für zarte Gemüter. Da die meisten Kapitel mit einem Cliffhanger enden, fällt es schwer mit dem Lesen aufzuhören. Stefan Ahnhem überrascht den Leser immer wieder mit neuen Wendungen und Verdächtigen, die nicht vorhersehbar waren. Im Laufe des Buches erfährt man mehr über die Eheprobleme von Fabian Risk. Da dieses der zweite Band ist, war ich zu Anfang etwas irritiert, dass dieses Buch in Stockholm spielt. Am Ende war mir klar, dass dieser Band eigentlich der erste dieser Reihe sein müsste, da dieser Fall Fabian Risk veranlasst hat, in seine Heimatstadt Helsingborg zurückzukehren.
Wer Nervenkitzel liebt und sich an grausamen Beschreibungen nicht stört, sollte diesen spannenden Thriller unbedingt lesen.

09.02.2016 09:56:56
Björn

Spannend, keine Frage, allerdings zu viele Leichen und zu brutal. Teils auch unlogisch und konstruiert, ohne Weiterverfolgung oder ausführlichere Einbettung des ein oder anderen Handlungsstranges. Dadurch auch verwirrend, insbesondere aber verwirrend, dass der "2. Fall" chronologisch vor dem ersten zu kommen scheint -ohne dass dies mal irgendwo erwähnt wird. So habe ich oft mit vielen "hähs?" gelesen. Vielleicht sollte man diesen Band 2 zuerst lesen??

09.02.2016 09:55:06
Björn

Spannend, keine Frage, allerdings zu viele Leichen und zu brutal. Teils auch unlogisch und konstruiert, ohne Weiterverfolgung oder ausführlichere Einbettung des ein oder anderen Handlungsstranges. Dadurch auch verwirrend, insbesondere aber verwirrend, dass der "2. Fall" chronologisch vor dem ersten zu kommen scheint -ohne dass dies mal irgendwo erwähnt wird. So habe ich oft mit vielen "hähs?" gelesen. Vielleicht sollte man diesen Band 2 zuerst lesen??

29.11.2015 10:25:57
Helmut Scheuplein

Mir erscheinen die Handlungen im Buch "Herzsammler" nicht schlüssig - dass zwei geografisch so nahe stehende, hochentwickelte Länder wie Dänemark und Schweden keinen Austausch über Serienmörder pflegen sollen und lange brauchen, um die Gemeinsamkeiten eher zufällig entdecken, scheint mir konstruiert, um die Handlung originell erscheinen zu lassen. Auch das die dänische Ermittlerin sich von ihrem Vorgesetzten sexuell belästigen lässt, um ihren Fall weiter fortzuführen, ist für mich nicht nachvollziehbar. Und welches Geheimnis die parallele Handlung von Sofie umgibt, wird auch nicht gelöst.
Nein, da bin ich von skandinavischen Krimi-Autoren (Marklund, Nesser, Indriðason) einfach besseres gewöhnt.
Obwohl spannend geschrieben, habe ich mich durch den Roman gequält - und selbst der Epilog lässt mich ratlos zurück. Dass Gefangene in China, oder auch in Israel als "Ersatzteil-Lager" gequält und missbraucht werden, ist furchtbar. Das hätte Ahnhem in einem kurzen Sachabschnitt am Ende besser erläutert - vielleicht wird aber auch nur der nächste Roman vorbereitet, den ich wohl nicht lesen werde.

27.09.2015 23:06:41
borgeli

Ich kenne das erste Buch über den Ermittler Fabian Risk nicht, hatte aber nicht den Eindruck, dass auf vorangegangene Ereignisse Bezug genommen wurde. Die Geschichte ist sehr kompakt und verlangt dem Leser einiges an Konzentration ab: Es gibt zwei Tatserien parallel in Schweden und Dänemark und auf beiden Seiten Ermittlerteams mit einigen Beteiligten. Dann noch auf beiden Seiten die Mordopfer mit jeweiligen Tatabläufen und die bereits verdächtigten Serientäter. Gerade bei einzelnen Ermittlungsschritten musste man sich schon konzentrieren, auf welchen Fall, welches Opfer, welchen Täter sich das bezog. Mich hatte die Spannung schnell gepackt, so dass ich mit dem Lesen zügig vorangekommen bin. Ein spannendes und clever aufgebautes Buch, das mich dazu animiert, den Vorgängerband zu lesen und den Autor im Auge zu behalten.
Eine deutliche Kritik habe ich aber: ich kannte vom Buch schon vorab eine Leseprobe unter dem Titel "Was dir nicht gehört". Ganz kurz vor Erscheinen hat der Verlag ein Kehrtwende gemacht und das Buch unter völlig anderem Titel und anderem Aussehen veröffentlicht. Für mich eine Fehlentscheidung. Der Titel Herzsammler im besonderen Schreibstil ist reißerisch und hat mit dem Inhalt nichts zu tun – es sammelt niemand Herzen. Während der ursprüngliche Titel den Inhalt genau trifft. Und optisch hat er erste Entwurf genau zum Vorgängerband gepasst, das fertige Buch nicht mehr.

18.08.2015 19:32:40
kerstin

Fabian Risk ermittelt in Stockholm. Meines Erachtens und nach den Rückschlüssen die ich aus der Geschichte gezogen habe, spielt dieser Fall, der eigentlich der 2. der Reihe um den Kommissar Fabian Risk spielt, vor dem 1. Buch "Und morgen Du". Daher ist es meines Erachtens nicht erforderlich den 1. Teil gelesen zu haben, persönlich hat es mich sogar etwas verwirrt. Das Buch wird uns aus verschiedenen Richtungen erzählt, die Einleitung interessant aber vieles kann man nicht damit anfangen, dann geht es los. Personen die wir kennenlernen, einem symphatisch sind und der ein oder andere davon stirbt. Wie diese Morde die sich in Dänemark und Schweden ereignen zusammenhängen ist ziemlich lange unklar. In dem Buch wird somit, total gut gemacht, in Schweden von Fabian Risk und in Dänemark von Dunja Hougaard ermittelt. Wir erfahren abwechselnd was alles passiert und welche Schlüsse diese beiden aus ihrer Erfahrung und früheren Mordfällen ziehen.
Auch bleibt das Privatleben, aller, nicht aus. Dies war mir im ersten Teil etwas viel um Fabian Risk. Diesmal nimmt dies, zum Glück, etwas ab aber doch erfahren wir noch einiges und ich muss sagen, mir wäre es lieber er wäre alleinstehend. Seine Familie nervt mich zeitweilig.

Der Thriller bzw. die Story ist super aufgebaut, sehr spannend. Die Kapitel sind sehr kurz und enden immer so, dass man unbedingt wissen möchte wie es weiter geht. Jedoch spielt das nächste Kapitel anstatt in Schweden in Dänemark. Aber beide Handlungsstränge sind so gut, dass man nicht auf die Idee kommt, weiter zu blättern sondern eher schnell weiter zu lesen. Auch muss ich sagen, dass ich das Buch regelrecht verschlungen habe. Es liest sich so flüssig und man kann so gut in die Geschichte eintauchen, dass ich es sehr schnell beendet hatte.

Jedoch muss ich dann doch noch eins kritisieren, außerhalb des Privatlebens, der Schluss. Dieser show-down war mir dann doch fast etwas zu viel des guten. Etwas humaner wäre mir lieber gewesen mit weniger Blut und Toten.

Ich muss sagen, dass zweite Buch von Stefan Ahnhem hat mir wesentlich besser gefallen, als der 1. Teil. Sehnsüchtig warte ich auf eine Fortsetzung, die auch schon angekündigt wurde. Ich hoffe der Autor behält diese Art weiter bei und wird dem Privatleben von der Familie Risk eher weniger Raum als mehr schenken.

16.08.2015 17:32:44
c-bird

Kommt nicht an den Vorgänger heran

Stockholm kurz vor Weihnachten. Eigentlich wollte Fabian Risk mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Doch dann verschwindet der schwedische Justizminister. Fabian ermittelt gemeinsam mit seiner Kollegin Malin Rehnberg, die mit Zwillingen schwanger ist. Doch die beiden kommen zu spät, der Justizminister wird ermordet aufgefunden. Und er ist kein Einzelfall, weitere Opfer folgen und ihnen ist eines gemein: Es wurden Organe entnommen.
Da stößt die Polizei endlich auf einen Verdächtigen. Bei der Verhaftung begeht dieser Selbstmord. Der Fall scheint gelöst, doch Fabian ist nicht zufrieden mit der Auflösung und ermittelt weiter. Gleichzeitig wird in Kopenhagen eine Frau umgebracht und die junge Polizistin Dunja Hougaard übernimmt den Fall. Da Dunja sich mit den Avancen ihres Vorgesetzten herumschlagen muss, fällt keinem die Ähnlichkeit zwischen den beiden Fällen auf.

Es ist bereits der zweite Fall mit Fabian Risk, doch chronologisch gesehen ist der Herzsammler vor „Und morgen du“ angesiedelt. Wie schon im Vorgänger gibt es wieder einige heftige und blutige Szenen, die insgesamt jedoch etwas sparsamer dosiert waren. Dennoch nichts für Zartbesaitete. Insgesamt spannend geschrieben, doch anfänglich etwas verwirrend, da die Geschichte zwischen der dänischen und schwedischen Seite hin- und herspringt und man so Probleme hat, die Figuren dem richtigen Handlungsstrang zuzuordnen. Doch schließlich laufen die beiden Stränge zusammen und somit kommt man auch der Lösung näher. Das Buch wirkte auf mich etwas überladen, denn es wurden zu viele Themen angerissen wie Korruption, Organhandel, Kannibalismus und Blutrache.

Privat läuft es auch nicht gerade rund. Fabian steht kurz vor einer Trennung, seine Frau Sonja verbringt die meiste Zeit im Atelier und Fabian muss sich um die Kinder kümmern. Ebenso hat Dunja noch ihre Erfahrungen mit ihrem aktuellen Freund zu machen und muss sich gleichzeitig ihren aufdringlichen Chef vom Leibe halten. Diese privaten Probleme spielen allerdings nur nebenher eine untergeordnete Rolle.
Gut eingeteilt fand ich die Länge der 117 Kapitel, die genau die richtige Dosis hatten.

„Herzsammler“ konnte leider nicht an das grandiose „Und morgen du“ heranreichen. Dennoch freue ich mich schon auf den dritten Band und hoffe, dass er so gut wie der Erstling sein wird.

11.08.2015 19:01:19
PMelittaM

1999 wird im Nahen Osten ein Brief aus einem Gefangenentransporter geworfen, eine Odyssee beginnt, die ihn am Ende nach Schweden führt. 2009 wird in Schweden der Justizminister entführt und in Dänemark die Ehefrau eines TV-Moderators bestialisch getötet. Scheinbar haben die Ereignisse nichts miteinander zu tun – oder doch?

Der Roman ist bereits der zweite erschienene um den Ermittler Fabian Risk, chronologisch ist er jedoch vor dem ersten anzusiedeln. Da ich den Vorgänger nicht gelesen habe, wusste ich auch nicht, was Fabian und seine Kollegen in Zukunft erwartet, konnte mich also überraschen lassen.

Der Roman ist sehr komplex, es gibt viele Handlungsstränge, die zunächst ohne erkennbaren Zusammenhang sind. Ich mag so etwas, es lädt direkt zum Miträtseln ein und erzeugt Spannung, diese entstand bei mir von Anfang an vor allem durch die Frage nach des Rätsels Lösung, denn, alleine dadurch, dass wir in einem Roman über all dies lesen, muss es ja einen Zusammenhang geben. Der wurde am Ende auch geliefert – und zwar glaubhaft konstruiert.

Ich mag auch Ermittler mit Privatleben, und die gibt es hier genug. Neben Fabian Risk, der Eheprobleme hat, auch Malin Rehnberg, mit Zwillingen schwanger, oder die dänische Ermittlerin Dunja Hougaard, die sich nicht nur mit Beziehungsproblemen sondern auch mit den Macho-Allüren ihrer Kollegen auseinandersetzen muss. All diese Charaktere werden dem Leser ausführlich vorgestellt, man lernt sie gut kennen, muss sie aber nicht unbedingt mögen.

Auch weitere Charaktere lernt man gut kennen, so wird u. a. eines der Opfer immer wieder intensiv begleitet, was – zumindest bei mir – dazu führte, dass ich regelrecht die Daumen für eine Rettung gedrückt habe.

Wie man schon ahnen kann, erzählt wird aus vielen verschiedenen Perspektiven (auch das mag ich sehr gern …) und zwar in kurzen Kapiteln und mit den so ermöglichten Cliffhangern am Ende jedes Perspektivewechsels. Mich hatte der Roman innerhalb kurzer Zeit gepackt und lies sich nur noch schwer aus der Hand legen.

Der Roman ist nichts für zarte Gemüter, die Erzählung streift hin und wieder die Ekelgrenze – und auch die Auflösung, das sich schließlich herauskristallisiert, ist heftig. Hin und wieder habe ich mich gefragt, ob gerade Geschehenes überhaupt physisch möglich ist. Das Ende bringt nicht wirklich Erlösung, eher Resignation, passt aber zum Roman (und der Thematik).

Insgesamt ein komplexer, düsterer und spannender Kriminalroman. Wer skandinavische Kriminalromane liebt, sollte zugreifen. Ich freue mich schon darauf, bald auch den Vorgängerband (der eigentlich ein Nachfolger ist), zu lesen. Absolute Leseempfehlung!

09.08.2015 13:09:18
leseratte1310

Dieses Buch beginnt mit einem Brief, den ein Gefangener 1999 aus dem Gefangenentransporter wirft. Nach fast anderthalb Jahren erreicht dieser Brief den Empfänger in Stockholm. Damit wird alles in Gang gesetzt.
Sofie Leander möchte unbedingt schwanger werden und ist deshalb in Stockholm im Krankenhaus als sie entführt wird. Als sie erwacht, findet sie sich in einem unbekannten Operationsraum wieder.
Kommissar Fabian Risk wurde in die Schule seiner Tochter beordert, weil Matilda auffällig ist. Aber Risk ist abgelenkt, denn seine Dienststelle ruft ständig an. Sein Chef und er sollen zur SÄPO kommen, da der schwedische Justizminister anscheinend verschwunden ist. Aber Risk kommt zu spät.
Das Buch lässt sich gut und sehr flüssig lesen. Kurze Kapitel, verschiedene Handlungsstränge und Handlungsorte sorgen dafür, dass das Tempo sehr hoch ist. Man muss schon konzentriert lesen, um den Überblick zu behalten. Es geht sehr brutal zu, so dass das Buch nichts für Menschen mit schwachen Nerven ist.
Immer wieder gibt es neue unverhoffte Wendungen. So ermittelt die dänische Polizistin Dunja Hougaard in einem Mordfall. Dass es Verbindungen gibt zwischen den Fällen, ist den Ermittlern nicht klar.
Man erfährt sehr viel Persönliches über die Kommissare. Fabian Risk und seine Frau haben Eheprobleme. Beruf und Privatleben sind nur schwer und einen Hut zu bringen. Seine Kollegin Malin Rehnberg ist schwanger und erwartet Zwillinge. Aber auch bei Dunja läuft nicht alles gerade.
Dies ist der zweite Band mit dem Kommissar Fabian Risk. Meiner Meinung nach muss man den Vorgängerband nicht unbedingt gelesen haben, weil alles Wesentliche in diesem Band enthalten ist.
Wer temporeiche Thriller liebt und sich nicht an drastischen Beschreibungen stört, kommt an diesem Buch nicht vorbei.

31.07.2015 12:32:48
subechto

Ein neuer Fall für Fabian Risk

„Herzsammler“ startet mit einem Prolog, der 1999 in Palästina spielt. Es geht um einen geheimnisvollen Brief, der an eine Frau in Schweden adressiert ist. Stockholm 2009. Wer ist Sofie Leander? Die will eigentlich nur endlich ein Kind, wird aber von ihrer Ärztin betäubt und erwacht gefesselt in einer Zelle.
Anschließend gibt es ein Wiedersehen mit Kommissar Fabian Risk. Im Spagat zwischen Familie und Beruf. Keinem kann er es recht machen. Anscheinend wurde der Justizminister entführt. Da seine Kollegin Malin schwanger ist, soll Fabian - zusammen mit seinem Chef Herman Edelman - in dem Fall ermitteln.
Was haben all diese Erzählstränge miteinander zu tun?
Stefan Ahnhem hat nach seinen Bestseller „Und morgen du“ erneut eine sehr komplexe und wirklich spannende Geschichte über die dunkle, abgründige Seite der Menschen geschrieben. Eine Geschichte mit vielen falschen Fährten und überraschenden Wendungen. Denn nichts ist wie es scheint, bis zum fulminanten Showdown.
Gekonnt springt der Autor durch Zeit und Raum. Kurze Kapitel, schnelle Schnitte und spritzige Dialoge sorgen für Dynamik. Auch wenn der Leser der Polizei oft einen Schritt voraus ist, wird dennoch Spannung aufgebaut.
Politik, die Medien und ein spektakulärer Fall, das sind die Zutaten für „Herzsammler“. Fabian aktiviert seine alte Kollegin und Hackerin Niva und begibt sich damit, auch emotional, auf dünnes Eis. Wie sich herausstellt, ist Edelman ein enger Freund von Justizminister Grimås und macht nun Druck. Fabians Frau Sonja auch, sie ist nämlich Malerin und bereitet eine Ausstellung vor, so dass sich Fabian alleine um die Kinder kümmern muss.
Da taucht plötzlich die Leiche des Justizministers auf. Auch Karen, die Frau des TV-Moderators Aksel Neumann wird in Kopenhagen ermordet aufgefunden. Dunja Hougaard ermittelt. Allen Opfern wurde ein Organ geraubt. Wo ist die Verbindung? Aksel Neumann ist spurlos verschwunden und ein anderer Verdächtiger begeht Selbstmord. Beide kommen eigentlich nicht als Täter in Frage.
Zwei Länder, zwei Ermittler. Ein Fall. Malin hat mit ihrer Schwangerschaft zu kämpfen, Dunja wird von ihrem Chef sexuell bedrängt und so fällt keinem die Ähnlichkeit zwischen den Morden auf. Bis es fast zu spät ist. Denn wie so oft, liegt das Motiv in der Vergangenheit. Eine alte Schuld, die nun gesühnt wird. Doch wer ist Täter, wer Opfer? Hier sind die Grenzen fließend.
Erst ganz am Schluss schließt sich der Kreis. Das Ende schreit geradezu nach einer Fortsetzung. Denn „Herzsammler“ ist zwar der zweite Band um den schwedischen Ermittler Fabian Risk, zeitlich spielt die Geschichte jedoch vor dem ersten „Und morgen du“.

Fazit: Ein Krimi, der einen nicht mehr loslässt. Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Schwedisch. Schnell. Spånnend.