Und morgen du

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • Hamburg: HörbuchHamburg, 2014, Seiten: 2, Übersetzt: David Nathan, Bemerkung: ungekürzte Lesung

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Andreas Kurth
Eine unglückselige Schulklasse

Buch-Rezension von Andreas Kurth Nov 2014

Der junge Kommissar Fabian Risk zieht mit seiner Familie zurück in die heimatliche Provinz. Viele Jahre hat er in der schwedische Hauptstadt Dienst getan, aber nach einigen unliebsamen Vorfällen will er nun einen Neuanfang versuchen – dienstlich wie privat. Doch auch im beschaulichen Süden Schwedens wird er schnell in einen überaus mysteriösen Mordfall hineingezogen, denn seine neue Chefin bittet ihn um Hilfe, obwohl er noch Urlaub hat. Ein früherer Klassenkamerad von Risk wurde ermordet, und schon bald werden weitere ehemalige Mitschüler des Polizisten getötet. Er steigt immer tiefer in die Ermittlungen ein – was der schwierigen Beziehung zu seiner Frau und seinen Kindern erneut schadet. Aber Risk kann sich nicht von dem Fall lösen, stellt auf eigene Faust immer weitere Nachforschungen an. Eine Spur führt schließlich in das Nachbarland Dänemark, wo ihm eine mutige Ermittlerin zu Hilfe kommt. Derweil zieht des Mörder sein blutiges und grausames "Projekt" weiter durch, bis schließlich deutlich wird, dass er auch Fabian Risk auf seiner Tötungsliste stehen hat. Erst im dramatischen Finale gelingt es den Polizisten mit Glück und vereinten Kräften, den Killer doch noch zu überführen.

Konstant hoher Spannungsbogen

Stefan Ahnhem hat hier ein bemerkenswertes Erstlingswerk vorgelegt. Der Prolog ist dabei ein bekanntes Stilmittel, aber das Interesse der Leser weckt der Autor vor allem mit einer kurzen Schilderung noch vor diesem Prolog. Es geht dabei um ein Experiment, bei dem untersucht wurde, wie sich Menschen ausgegrenzt fühlen. Damit zeigt Ahnhem sehr deutlich das "Überthema" seines Buches, das er mit dem wirklich spannenden Roman hervorragend aufarbeitet. Die Geschichte wird flüssig und gut lesbar erzählt, man merkt beim Lesen, dass der Autor ein routinierter Drehbuch-Schreiber ist. Er baut zunächst eher langsam seinen Spannungsbogen auf, den er dann konstant hoch hält – nicht zuletzt durch ständig neue Morde, etliche falsche Fährten und jede Menge Spekulationen.

Aha-Erlebnisse werden zu Seifenblasen

Ahnhem lässt dabei seine Ermittler ziemlich lange suchen, bis sie irgendwie brauchbare Motive und viel versprechende Spuren finden dürfen. Durch die kleine Anmerkung vor dem Prolog sind die Leser da schon ganz anders unterwegs. Allerdings nutzt dieser scheinbare Wissensvorsprung nur wenig, denn der Autor ist äußerst geschickt darin, falsche Fährten zu legen und dem Leser Aha-Erlebnisse zu bieten, die sich später dann doch als Seifenblasen entpuppen. Manche Einzelheiten mögen dem einen oder anderen Leser dabei sehr konstruiert vorkommen – das mag der Nachteil sein, wenn Drehbuchautoren auch Romane schreiben. Ich sehe das nicht unbedingt als Nachteil an, sondern neige eher dazu, großzügig darüber hinweg zu sehen.

Viel versprechender Auftakt einer neuen Reihe

Das psychologisch anspruchsvolle "Überthema" des Romans wird von Stefan Ahnhem – wohl in voller Absicht - nur scheibchenweise enthüllt beziehungsweise entwickelt. Das führt dazu, dass neben der langsam und stetig steigenden Spannung auch der thematische Überbau den Leser fesselt und bestens unterhält. Ahnhem hat dazu authentisch wirkende Dialoge und gute Charaktere im Repertoire. Querschläge in den Reihen der Ermittler und ein echter Fiesling bei der dänischen Polizei sorgen für weitere Abwechslung, und die privaten Probleme von Fabian Risk werden auch noch angenehm unaufgeregt abgehandelt. Als Start einer geplanten Roman-Reihe ist "Und morgen du" ein insgesamt viel versprechender Auftakt, und man darf auf die kommenden Episoden mit diesem neuen Ermittler – der eigentlich nicht so typisch skandinavisch daher kommt - gespannt sein.

Und morgen du

Und morgen du

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Letzte Kommentare:
08.10.2019 23:08:26
Karlchen Müller

Fabian Risk wird als absoluter Trottel dargestellt, der hier und da mal einen Toten leichtfertig zu verantworten hat und sich daraus wenig macht. Dass er überlebt und sogar Fortsetzungen bekommen hat, ist schade und ungerechtfertigt.

19.07.2017 07:25:19
rolandreis

"Und morgen du" ist der erste Band aus der Fabian Risk Reihe von Stefan Ahnhem. Risk, der gerade mit seiner Familie in seine Heimatstadt zurückgekehrt ist, wird mit einem brutalen Mord an einem alten Klassenkameraden konfrontiert. Und schon ist der Leser gemeinsam mit dem Ermittler mitten im Geschehen. Doch damit nicht genug: Nach und nach werden weitere Klassenkameraden von Risk ermordet und schnell führt die Spur zu einem früheren Mobbingopfer der Klasse. Aber als dieser ebenfalls ermordet wird, stehen die Ermittler vor einem Rätsel. Die Geschichte entwickelt sich dabei spannungsreich und mit hohem Tempo. Immer wieder wechselt dabei die Erzählperspektive, was dem Lesefluss aber keinen Abbruch tut. Dies hatte mich im zweiten Band "Herzsammler", der zeitlich vor diesem Fall spielt, noch sehr gestört. Hier passte es aber. Interessant fand ich auch das Zusammenspiel mit der dänischen Kollegin, man darf gespannt sein ob diese in einem weiteren Fall noch eine größere Rolle einnimmt. In Summe war dieses Buch für mich ein gelungener Krimi mit einem guten Spannungsbogen. Der Fall ist gut konstruiert und als Leser kam ich flüssig durch die Kapitel. Der Epilog rundete das Geschehen dann nochmal interessant ab.

08.06.2017 21:03:37
Marie-Luise Goerke

Ich möchte nicht viel aus den vorangegangenen Kommentaren wiederholen, mit den meisten Meinungen stimme ich überein.
Ein sehr spannendes Buch!Flüssig geschrieben , gut zu lesen. Ich konnte es kaum aus der Hand legen.
Die Darseller sind menschlich dargesstellt, keine Kunstfiguren. Die Spannung hält bis zum Schluss an.
Sicher gibt es einige ungeklärte Fragen, aber das ist in etlichen Büchern so.
Ich werde die Folgebücher um Fabian Risk auf jeden Fall lesen, Stefan Ahnhem ist nach meiner Meinung ein sehr talentierter Autor.
Ich hoffe, das viele Krimifreunde diesen Autor entdecken.

26.05.2017 04:49:41
Leon

Sehr spannend, aber manchmal nervts auch:
immer wieder heißt es nur "er." - jo - wer ist jetzt wieder ER?
Den Leser/Hörer in Orientierungslosigkeit zu versetzen mag ein Stilmittel sein, mich macht sowas eher sauer.

Und was sollte das mit der Dame, die sich vom Dach gestürzt hat? Von wem wurde sie denn nun vergewaltigt? Vom Mörder? Das passt aber nicht zum sonstigen Zusammenhang.

Und die vielen Gebäude? Was gehört zu wem?

Die Tagebücher: bewusste Irreführung, so dass man auch hier die Orientierung verliert.

Die Geschichte ist doch spannend genug, warum dieses an der Nase Rumgeführe?

Gegen Ende zu wird's dann noch reichlich langatmig. Dass die Polizei alle "Gefährdeten" in eine einzige Zelle packt - und die sich das ohne weiteres gefallen lassen scheint mir dann doch etwas abstrus.

07.01.2017 08:32:49
PMelittaM

Fabian Risk ist nach Helsingborg, seiner Heimatstadt, zurückgekehrt. Er hofft dort mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu können. Doch dann wird einer seiner ehemaligen Klassenkameraden grausam getötet und ein Klassenfoto bei dessen Leiche gefunden. Sind womöglich noch mehr Ehemalige in Gefahr? Fabian Risk und das Team um seine neue Vorgesetzte Astrid Tuvesson ermitteln und für Fabian wird der Fall schnell sehr persönlich.

„Herzsammler“, der zeitlich vor diesem Roman spielt, hatte ich bereits gelesen und war sehr gespannt, wie es mit Fabian weitergehen wird. Der Roman hat mich wieder sehr schnell gepackt, ich mag es, wenn Ermittler auch ein Privatleben haben und diesem Platz im Geschehen eingeräumt wird. Der Autor spielt zudem sehr geschickt mit den Informationen, die er dem Leser vermittelt. Besonders gut gefällt mir die Sache mit dem Tagebuch, das den Leser zum Mitleiden bringt, aber auch zum Nachdenken, und das schließlich eine Überraschung birgt.

Fabian Risk ist ein Charakter, der nicht immer sympathisch wirkt, der sich aber gut als Protagonist eignet, er ist jemand, der sich in einen Fall hineinkniet, der gute Ideen hat, der aber nicht immer darüber nachdenkt, wie sich sein Handeln auf Andere auswirken könnte. Er ist wichtig für die Aufklärung des Falls, schießt aber auch schon einmal einen kapitalen Bock. Vor allem seine Rolle in der Klasse machte ihn mir sehr unsympathisch.

Die Kollegen aus seinem neuen Team gefallen mir gut und bergen Potential für die weiteren Romane, besonders gut hat mir Ingvar Molander gefallen, der Tatortermittler, aber auch Astrid Tuvesson, die als Vorgesetzte einen guten Job macht.

Auch Dunja Hougaard, die dänische Kriminalbeamtin, ist wieder mit von der Partie und muss sich über allerlei länderübergreifenden Animositäten hinwegsetzen. Ihr Vorgesetzter ist ein Kontrapunkt zu Tuvesson und nimmt, fast noch mehr als der Täter, die Rolle eines Antagonisten ein.

Der Fall selbst ist sehr spannend, vor allem durch mehrere sehr überraschende Wendungen. Als Leser kann man dennoch miträtseln und hat manche Ahnungen oder Erkenntnisse womöglich schneller als die Ermittler. Die Morde werden nicht nur sehr raffiniert, sondern auch sehr brutal begangen, nicht jedem werden die recht ausführlichen Beschreibungen behagen.

Mir hat der Kriminalroman wieder sehr gut gefallen, er ist spannend, gut erzählt, raffiniert aufgebaut und mit einer nachvollziehbaren Auflösung ausgestattet. Ich freue mich auf weitere Romane mit dem Team um Risk und Tuvesson (der nächste Band ist gerade, im Januar 2017, erschienen). Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung für Krimifans, die auch explizitere Schilderungen ertragen können und für die ein Ermittler mit Privatleben wichtig ist.

01.04.2016 12:37:41
MarTina

Ich habe das Buch als Hörbuch gehabt, in erster Linie, weil David Nathan der Sprecher ist. Die Kombination war genial. Ich habe meinen MP 3 Player immer und überall dabei gehabt, weil die Spannung mich nicht los ließ. Umso enttäuschender war das Ende, da zwar klar wurde, wer der Täter ist, aber sämtliche andere ausführlich aufgebaute "Beziehungen", Handlungsstränge usw ohne weitere Erwähnung abrupt zu Ende waren. Ahnhem hatte wohl schon im Kopf, dass es eine Fortsetzung gab. Geschickt. Wen es stört, dass so viele Fragen offen blieben, wird wohl nahtlos weiterlesen (-hören). So wie ich :-)

26.02.2016 08:59:34
Hörbuchratte

Enttäuschend!
Sehr spannend, aber immer wieder zum Verzweifeln enttäuschen, weil der Täter leichtes Spiel hat, da er nur von Volltrotteln umgeben zu sein scheint.
Es gibt nicht eine Person, die sich klug verhält. Man weiß im Vorhinein immer, was nun kommen wird, weil eine der Personen mal wieder einen fatalen Fehler gemacht hat: eine Frau bittet frisch geduscht und leichtbekleidet einen erbosten Widersacher herein, was darauf folgt wissen wir alle, nur sie scheint nichts zu ahnen. Ein Fahnder findet die entscheidenden Fingerabdrücke, weiß dies auch, legt dann aber die Arbeit beiseite um irgendetwas anderes Dummes zu tun, usw. Einzig der Täter scheint alles im Vorraus zu wissen, hat immer Glück und macht nie Fehler.

09.08.2015 21:29:29
Karin Karin

Sehr gutes Buch
spannend interesant alle Komponenten da
lange habe ich gesucht einfach gut
es gibt keine Langeweile man liest und kann nicht aufhören
Eine neue Serie aus Schweden endlich
Nach Millennium habe ich lange gewartet
Stefan Ahnhem ist einfach gut und hoffentlich macht er weiter und lässt nich lange auf neue Bücher warten
Danke Stefan Ahnhem

24.07.2015 14:26:13
Nuigurumi

Ich habe schon viele Krimis, auch mit Serienmördern, gelesen, aber hier hat mich der Einfallsreichtum des Autors wirklich überrascht! Ich weiß (und hoffe) nicht, ob dass das alles in Realität so funktionieren würde, doch beeindruckend sind die Ideen schon.

Keine einfache Aufgabe für Kommissar Fabian Risk, der gerade mit seiner Familie zurück nach Helsingborg gezogen ist, wo er seine Kindheit verbracht hat und der zusehen muss, wie ein ehemaliger Klassenkamerad nach dem anderen brutal und eindrucksvoll in Szene gesetzt ermordet wird. Um an den Ermittlungen teilzunehmen, vernachlässigt er (mal wieder) seine Familie. Eigentlich sollte der Umzug Normalität zurück ins Familienleben bringen, da in Stockholm bei Fabians letztem Fall anscheinend etwas vorgefallen ist, was ihm heute noch Alpträume beschert und was vor allem seiner Ehe nicht gut getan hat.

Fabian arbeitet oft nach seinem Bauchgefühl und kümmert sich nicht unbedingt um Regeln. Das macht ihn zu einem guten Kommissar, aber bringt auch Probleme fürs Team mit sich. Besonders sympathisch fand ich Fabian nicht, dafür den Rest seines Teams aber umso mehr.

Der Autor sprudelt nur so vor Ideen und langweilig ist das Buch auf keiner einzigen Seite. Zum Ende hin wurde es mir etwas zu rasant, zumal ich kaum noch nachvollziehen konnte, was dazu geführt hat, dass die Polizei in diese oder jene Richtung ermittelt hat. Überhaupt ist das ganze Buch ein bisschen zu voll gepackt. Außerdem hat mich gestört, dass ständig Andeutungen über Fabians letzten Fall in Stockholm gemacht wurden, ohne dass der Leser mehr darüber erfährt.

Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Ein bisschen weniger wäre manchmal mehr gewesen, aber die gute Mischung der Charaktere und die immer neuen Einfälle des Mörders/Autors haben mich gut und spannend unterhalten.

25.05.2015 16:32:19
c-bird

Brutal, aber grandios!

Fabian Risk kehrt gerade mit seiner Familie aus Stockholm in seine alte Heimat zurück. Hier im südschwedischen Helsingborg will er versuchen einen Neuanfang zu machen. Eigentlich hat Fabian noch ein paar Wochen Urlaub, doch am selben Tag seiner Ankunft wird in seiner ehemaligen Schule einer seiner alten Klassenkameraden ermordet. Das Opfer ist brutal misshandelt, ein altes Klassenfoto findet sich bei der Leiche. Darauf ist der Ermordete durchgestrichen. Kurz darauf stirbt ein weiterer ehemaliger Mitschüler. Serienmord? Was ist der Grund? Und wer ist das nächste Opfer? Fabian bricht seinen Urlaub ab und steigt in die Ermittlungen der Polizei ein. Noch kann er nicht ahnen, was für ein Ausmaß die ganze Sache annehmen wird…
Ein beeindruckendes Krimidebüt, das den Auftakt zu einer ganzen Serie bilden soll. Der Erzählstil ist absolut fesselnd, die Spannung hält sich von der ersten bis zur letzten Seite. Der Protagonist Fabian Risk ist mir sehr sympathisch, aber auch die Charaktere des Polizeiteams rund um Astrid Tuvesson fand ich sehr gut ausgearbeitet und authentisch. Die Morde an sich sind oft brutal beschrieben und nichts für zarte Gemüter. Dennoch konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und habe es fast in einem Rutsch durchgelesen. Falsche Verdächtige und Wendungen runden diesen Kriminalroman mit seinen kurzen Kapiteln ab.
Ich habe bereits viele Skandinavienkrimis und –thriller gelesen, doch hier war ich wirklich überrascht von der Brillanz. Der nächste Fall für Fabian Risk steht schon ganz oben auf meiner Merkliste.

11.05.2015 21:23:25
Kerstin

Und morgen Du – der Auftakt einer neuen Serie um Kommissar Fabian Risk.
Risk kommt mit seiner Familie zurück in seine Heimat Helsingborg und wird sofort in einen neuen Fall verwickelt. Es werden ehemalige Mitschüler von ihm ermordet.
Soweit erfahren wir ja aus dem Klappentext um was es geht und das ganz klingt auch sehr spannend und die Idee muss ich sagen ist wirklich gut. Auch wenn ziemlich am Anfang die ersten Toten auftauchen und man eigentlich meint den Mörder zu kennen, wird sehr viel von Risk und seinem Leben und seiner Familie berichtet. Auch seine neue Kollegen nehmen ziemlich viel Raum ein. Grundsätzlich ist dies nicht schlecht bei dem Beginn einer neue Serie, aber mir hier geballt zu viel. Immer wird auf den Fall hingewiesen warum Risk versetzt wurde und Familiäreprobleme. Erfahren tun wir das ganze leider nicht, ohne hier zu viel zu verraten. Auch die Tagebuch eintrage, wo ich mir noch nicht mal sicher bin, von wem sie eigentlich sind, sind meines Erachtens überflüssig. Die ein oder andere Seite weniger in dieser Hinsicht hätte dem Buch gut getan. Aber dann zur Mitte nimmt das Buch endlich fahrt auf. Es wird spannend geschildert was passiert, noch ein paar Tote und die Ermittlung ist im vollen Gange. Trotz verschiedener Krankenhausaufenthalte gelingt es Risk und seinem Team den Mörder zu finden und einige Klassenkameraden zu retten.
Der Titel ist recht passend, auch wenn es am Schluss sehr fall auf fall geht, was aber dem Buch nicht schlecht bekommt. Da der Anfang sich etwas gezogen hat. Jedoch muss ich zu Gute halten, trotz dessen liest es sich unheimlich schnell. Ich glaube ich hab schon lange nicht mehr so schnell eine Seite nach der anderen gelesen und bin in einem Buch voran gekommen. Die letzte Hälfte habe ich in einem Rutsch an einem Nachmittag verschlungen. Dann macht es auch, wenn es nicht gerade besonders Spannend ist viel Spaß zu lesen. Ich würde aber nicht ausschließen, noch ein weiteren Teil zu lesen um einfach herauszufinden, ob sich das mit Risk Vergangenheit aufklärt und dann vielleicht auch durch weniger Informationen über die Personen das Buch etwas mehr Fall-bezogen ist. Da das Thema und die Umsetzung wirklich sehr gut ist.

25.03.2015 09:34:16
Michael Heyer

Ein spannender, gut zu lesender Krimi. Fabian Risk ist ein interessanter Charakter mit dem Hang zum Einzelgänger, was ihn schließlich selbst zum Opfer macht. Glücklicherweise überlebt er, so dass der Autor weitere Krimis mit Risk vorlegen kann. Ich könnte das Buch kaum aus der Hand legen. Das Finale dieses Erstlings war allerdings etwas enttäuschend, weil doch sehr abrupt und unbefriedigend. Dennoch warte ich gerne auf den Folgeroman.

18.02.2015 17:41:05
Oldman

Das ist ein typisch skandinavischer Krimi mit einer absolut unglaubwürdigen aber sehr spannend geschriebenen Story. Die Kapitelaufteilung ist sehr gut gelungen, man ist fast gezwungen abends im Bett über den Müdigkeitspunkt hinaus weiter zu lesen. Der Showdown beginnt großartig und endet m.E. etwas entäuschend. Das hätte der Autor noch besser machen können. Der Schwachpunkt des Buches liegt darin, daß die Hauptfigur des Kommissars als clever bezeichnet wird, sich aber überwiegend nicht so verhält. Wären alle Polizisten so dämlich würden keine Verbrechen mehr aufgeklärt werden. Da hier aber wohl mit ihm eine Serie entstehen soll werde ich ihm eine weitere Chance geben. Flüssig und spannend schreiben kann der Autor jedenfalls.

02.12.2014 19:59:44
nati

Wer wird der Nächste sein?
Der schwedische Krimi startet spannend mit einem Prolog, der erst in drei Tagen beginnt. Ein Mann wird sich in einem Alptraum befinden. Mit verbundenen Augen und gefesselt, wird der Mann nackt unter freien Himmel liegen. Er wird sich gerade so eben den hackenden Krähen entziehen können, doch wird er auch dem gebündelten Licht entkommen und wer wird dieser Mann sein?

Kommissar Fabian Risk ist gemeinsam mit seiner Familie von Stockholm nach Helsingborg, in seine alte Heimat, gezogen ist. Noch ist kein Umzugskarton ausgepackt und schon wird er von seiner neuen Chefin Astrid Tuvesson zu Hause überfallen, obwohl er noch sechs Wochen Urlaub hat. Sie erhofft sich von ihm Hinweise zu einem neuen Mordfall. Der Tote, Jörgen Palsson, wurde brutal hingerichtet und die Hände abgehackt. Er ging zusammen mit Fabian Risk in die neunte Klasse und unterrichtete als Werklehrer an seiner alten Schule. Auf der Leiche lag ein Klassenfoto auf dem sich Fabian Risk selbst erkennt und auch Jörgen Palsson befindet sich auf dem Bild, doch dieser wurde durchgestrichen und mit einem schwarzen Kreuz versehen. Werden noch andere Klassenkameraden ums Leben kommen und wer wird der nächste sein? Fabian Risk ist kein Teamplayer und versucht auf eigene Faust zu ermitteln, damit bringt er sich selbst in Gefahr.

Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen. Die Spannung steigt mit jeder Seite. Die Kapitel haben eine ansprechende Länge, die mich immer wieder in Versuchung führten, mehr zu lesen als ich eigentlich vorhatte, denn viele endeten mit einem Cliffhanger, der neugierig auf die Fortsetzung machte. Gefallen haben mir die unterschiedlichen Erzählperspektiven, die es dem Leser ermöglichen sich gut in das Geschehen hinein zu fühlen. Interessant fand ich auch die Tagebucheinträge, die sich kursiv abgrenzen von den übrigen Kapiteln. Ein Kind beginnt erstmals in das Tagebuch zu schreiben, da es Probleme mit den Mitschülern hat. Die Auflösung zum Tagebuchschreiber hat mich genauso überrascht wie einige andere Wendungen, die der Autor für den Leser bereithält. Ich habe das Buch als Pageturner empfunden, da ich es kaum aus der Hand legen konnte. Ein fesselnder Kriminalroman, der nichts für schwache Nerven ist.