Sterbegeld

Erschienen: Januar 2015

Bibliographische Angaben

  • München: dtv, 2015, Seiten: 464, Originalsprache

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Ein kleiner Junge wählt den Notruf der Polizei. Er schwebt in höchster Gefahr. Doch die Polizeibeamten kommen zu spät – der Junge und seine Familie wurden kaltblütig ermordet.Acht Monate später: Die Ermittlerinnen Emilia Capelli und Mai Zhou stehen vor einer Zerreißprobe. Thorsten Mohr, ein geschätzter Kollege, wird bei einer Razzia getötet. Mysteriös: Kurz vor seinem Tod hat Mohr offenbar die vorgeschriebene Schutzweste abgelegt. Aber warum? Die Kollegen sind ratlos, doch bald deutet alles darauf hin, dass es eine undichte Stelle in den eigenen Reihen gibt. Zur selben Zeit wird der Fall der ermordeten Familie wieder aufgerollt. Möglicherweise wurde damals der falsche Täter gefasst. Zwei Fälle von höchster Brisanz für Capelli und Zhou.

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Letzte Kommentare:
26.10.2020 15:21:45
Vielleser

War ein guter Krimi zur Unterhaltung, auch wenn die Handlungsstränge eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Der Mord an der Familie ist der eine, seine Auflösung ist absolut unglaubhaft. Der "Maulwurf" innerhalb der Polizei dann der andere. Seine Auflösung lässt Trauer zurück und auch ein wenig Unzufriedenheit. Denn nachvollziehbar ist das nur bedingt.
Alles in allem aber durchaus zum Weiterempfehlen.

21.04.2016 10:39:00
stefan

Verglichen mit "Siebenschön" fand ich den 3. Teil Capelli-Zhou eher langweilig. Mich hat der Handlungsstrang um Polizeikorruption gar nicht angesprochen, ich hätte ihn auch nicht gebraucht; einige Aspekte dieser Ermittlungsrichtung wirkten schlichtweg naiv, konstruiert und unglaubwürdig. Zu viel innerer Monolog, zu viel innere Rückschau, zu wenig roter Faden, fast episodenhaft zusammengebaut, dabei immer wieder umständliches Abschweifen, das mich beim Hören (ungekürztes Audiobook) regelmäßig von der Handlung bin hin zum "Vergessen, worum es ging" abgebracht hat. Dafür war die gebotene Aufklärung am Ende dann mehr oder weniger ruckhaft und ohne zuvor erfolgtes Fakten sammeln erledigt, für Mitrate-Leser eher ungeeignet. Fazit: Beziehungskiste mit kriminellem Umhang. Anmerkung: Eventuell rührt meine Enttäuschung vom Audiobook her, ich empfand die beiden Ermittlerinnen, obgleich natürlich Frauen, von der Sprecherin Andrea Aust als übertrieben weiblich angelegt, zu wenig neutral, und sämtliche Personen im Roman mit zu viel Emphase gelesen. Das kühle Arbeitsverhältnis Zhou-Capelli ist durchweg erholsam.

05.04.2016 20:43:45
anyways

Der 10. November 2014 wird den Polizeibeamten Nico Kröger und Tonja Frentsch unauslöschlich im Gedächtnis bleiben. Sie werden von der Einsatzzentrale zum Haus einer jungen Familie beordert. Der Verdacht liegt nahe dass es sich hierbei um einen Fall von häuslicher Gewalt handeln könnte. Von außen deutet nichts darauf hin, trotzdem beschleicht beide Beamte ein diffuses Gefühl von etwas Grausames. Als auf ihr mehrfaches Klopfen niemand die Haustür öffnet, versuchen Sie sich über die Terrassentür einen Einblick zu verschaffen. Dort müssen sie feststellen dass sowohl der Familienvater als auch die dreijährige Tochter einem Verbrechen zum Opfer gefallen sind. Gewaltsam dringen sie ein und finden auch die Mutter und den sechsjährigen Sohn tot auf. Der kleine Junge hatte es kurz vor seinem Tod noch geschafft, den Notruf zu wählen. Von dieser unfassbaren Tat geschockt, bemerken sie auch zu spät, dass der Angreifer noch im Haus war, als die Beiden durch die Terrassentür eindrangen. Kurze Zeit später gerät ein Nachbar unter den Verdacht für diese abscheuliche Tat verantwortlich zu sein, doch seinem Pflichtverteidiger, Karel Schubert, kommen erhebliche Bedenken an der Schuld seines Mandanten. Er wendet sich an die Kriminalkommissarin Mai Zhou mit der Bitte um Recherche. Zur selben Zeit werden Mai und ihre Kollegin Emilia Capelli von ihrem Vorgesetzten Makarov verpflichtet, gegen ihre eigenen Kollegen zu ermitteln. In der Sondereinheit SEG „Calibri“ gibt es einen Maulwurf, der nicht nur die Ermittlungen gegen einen deutsch-kroatischen Waffenschmuggler torpediert, sondern auch vor Mord an den eigenen Kollegen nicht zurück schreckt. Wiederwillig kommen die zwei Kommissare diesem Befehl nach, den gerade Capelli hat große Bedenken diesen Auftrag anzunehmen, da sie mit vielen Ermittlern der Sondereinheit befreundet ist.

Dies ist nicht nur für Mai Zhou und Em Capelli der dritte Fall, sondern auch mein drittes Buch das ich von dieser Autorin lesen durfte. Die Autorin beweist sehr viel Geschick im „schmieden“ ihrer Mordkomplotts, die Darstellung und das Interagieren der beiden Kommissarinnen war aber auf die Dauer recht nerv tötend. Über die drei Bücher flacht dieser „Zickenterror“ aber zunehmend, und sehr zu meiner Freude, ab. Das empfinde ich schon als sehr großen Pluspunkt kommt doch so der eigentliche Fall viel besser zum tragen. Richtig gut und spannend sind auch in diesem Buch die beiden Handlungsstränge. Ich finde, sie sind perfekt aufeinander abgestimmt. Die Szenenwechsel kommen nicht allzu abrupt. Ich konnte mich gut einlesen und beiden Fällen mühelos folgen. Auffallend sind die vielen Umschwünge vom Verdächtigen zum Täter und umgekehrt. Das ist es der Autorin über weite Strecken gelungen mich immer wieder in die Irre zu führen. Dies und perfekt gesetzte Spannungsbögen haben mich fast restlos überzeugt. Ich kann allerdings nicht umhin zu sagen, das die Aufklärung der beiden Taten trotzdem einen faden Beigeschmack haben. Denn die Motivation beider Täter war für mich nicht restlos nachvollziehbar. Aber unfassbare Taten lassen sich auch nicht immer logisch klären. Ich bin der Meinung dies ist das beste Buch aus der Reihe.

20.03.2016 14:37:10
leseratte1310

Ein kleiner Junge ruft den Notruf der Polizei. Als die Polizisten ankommen erwartet sie etwas Grauenhaftes. Eine ganze Familie wurde getötet. Der mutmaßliche Täter wird gefasst.
Einige Zeit später wird der Polizist Thorsten Mohr bei einer Razzia getötet. Warum er allerdings die vorgeschriebene Schutzweste nicht anhat, gibt den Kollegen Rätsel auf. Es deutet einiges darauf hin, dass es einen Maulwurf bei der Polizei gibt. Emilia Capelli und Mai Zhou müssen gegen die eigenen Kollegen ermitteln. Nun gibt es auch noch Zweifel an der Täterschaft des Mörder der Familie und der Fall wird wieder aufgerollt. Die Ermittlung in zwei Fällen bringt die beiden Ermittlerinnen an ihre Grenzen. Sie wollen nicht glauben, dass Kollegen involviert sind. Doch wem kann man wirklich trauen? Schon bald geraten sie selbst in Gefahr.
Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen und die Geschichte außerordentlich fesselnd. Bereits der Prolog lässt das Grauen spüren, obwohl die Grausamkeiten vorsichtig platziert wurden.
Die beiden Protagonistinnen können unterschiedlicher nicht sein. Daher sind kleinere Auseinandersetzungen vorprogrammiert. Obwohl sie auch immer wieder Alleingänge unternehmen, ergänzen sie sich gut bei ihren Ermittlungen. Die beiden bilden ein sehr interessantes Team. Am Ende gibt es für sie die Erkenntnis, dass Kennen und „zu Kennen glauben“ zwei Paar Schuh sind.
Die komplexe Handlung ist spannend und wartet mit einigen Überraschungen auf, so tappte ich bis zum Schluss immer im Dunkeln. Es gibt Wendungen, die sind echt schockierend.
Das Buch hat mich gut unterhalten und ich kann es nur empfehlen.

27.01.2016 18:50:41
claudi-1963

Emilia Capelli (Em) und Mai Zhou (Zhou) die beiden Frankfurter Ermittlerinnen haben es dieses Mal mit 2 Fällen zu tun.
Zum einen wurde die 4 köpfige Familie Svensson grausam in ihrem Haus ermordet, trotzdem der 6 jährige Sohn noch einen Notruf
absetzen konnte, kam es für die Familie zu spät. Ein Verdächtiger wird festgenommen und inhaftiert, doch die sein Nachbarin setzt sich für ihn ein weil sie es bezweifelt das er der Täter war. Em und Zhou nehmen sich den Fall erneut vor und stellen einige
Fehler und Versäumnisse fest die ihre Kollegen gemacht haben.
Außerdem müssen die beiden einen Maulwurf in ihren eigenen Reihen ausfindig machen,dieser hat Kollegen der Sondertruppe
"Calibri" an Dragan Petrovic verraten und sehr wahrscheinlich auch ihren Kollegen Thorsten Mohr erschossen.
Als dann noch die Kontaktperson Iris Molder verschwunden ist und ein weiterer Kollege getötet wird, ist Eile geboten. Und Zhou kommt im
Fall Svensson immer weiter, so das sie dann auch noch Em zu Hilfe eilen kann als diese in Lebensgefahr schwebt.

Meine Meinung:
Sterbegeld war für mich das erste Buch der Autorin, allerdings wohl in dieser Reihe der 3. Band,
was aber nicht schlimm war wenn man die anderen beiden nicht kannte.
Am Anfang brauchte ich zwar etwas bis ich mich mit den beiden Ermittlerinnen zurecht fand, sie sind schon sehr speziell.
Dann hat mir das Buch jedoch immer besser gefallen und es wurde von mal zu mal spannender.
Da es in diesem Roman um zwei ganz verschiedene Fälle geht war es auch sehr abwechslungsreich wenn die Handlungsabläufe
hin und her gingen.
Die letzten 150 Seiten konnte ich dann das Buch fast nicht mehr weglegen da ich einfach wissen musste wie es weiter geht.
Und diese Seiten haben mich dann auch durchaus belohnt, mit Spannung,guter Ermittlungsarbeit und natürlich den Tätern der beiden Fälle.
"Sterbegeld" ein Krimi der von Seite zu Seite an Spannung zu nimmt und den Leser so in seinen Bann zieht.

Das Cover gefällt mir sehr gut, auch wenn es nichts mit dem Roman zu tun hat.
Sehr wahrscheinlich hat die Autorin einfach ein Faible für interessante Insektenarten, da auch die anderen Bände solche Tiere zieren.

03.01.2016 19:09:28
c-bird

Gut, aber ohne Hochspannung

Ein Notruf geht bei der Polizei ein. Ein kleiner Junge bittet um Hilfe. Doch die kommt zu spät. Vier Menschen müssen ihr Leben lassen - eine ganze Familie wird ausgelöscht und eiskalt erschossen. Ein Verdächtiger ist schnell gefunden und kommt in Untersuchungshaft.
Acht Monate später tauchen neue Beweise auf und der Fall wird neu aufgerollt. Die beiden Kommissarinnen Emilia Capelli kurz Em und Mai Zhou sollen übernehmen. Fast zur gleichen Zeit stirbt bei einem Einsatz ihr Kollege Thorsten Mohr. Doch warum hat Mohr trotz des hohen Risikos kurz zuvor seine Schutzweste abgelegt? Gab es einen Tipp? Alles deutet daraufhin, dass sich ein Maulwurf in den eigenen Reihen befindet…

Es ist bereits der dritte Fall für die beiden Kommissarinnen Em und Zhou. Und eigentlich geht es in diesem Buch gleich um zwei Fälle. Die beiden Kommissarinnen sollen undercover ihre eigenen Kollegen bespitzeln und gleichzeitig den Mord an der vierköpfigen Familie aufklären. Dabei bekommen sie von unerwarteter Seite Hilfe. Karel Schubert, der Anwalt des Hauptverdächtigen. Ein ehrgeiziger, junger Anwalt, der sogar chinesisch spricht. Hartnäckig und selbstbewusst versucht er die Unschuld seines Mandanten zu beweisen.

Doch noch immer sind die Charaktere der beiden jungen und ehrgeizigen Frauen zu unterschiedlich, als dass eine echte Partnerschaft entstehen kann. Clever sind zwar beide, doch Em ist temperamentvoller und eher der kumpelhafte Typ, während Zhou anscheinend nichts so schnell aus der Fassung bringen kann.
Immerhin schaffen es die beiden nach nunmehr einem dreiviertel Jahr der Partnerschaft sich endlich zu duzen. Auch kommt es immer wieder zu Alleingängen, was einer Partnerschaft nicht gerade zuträglich ist.
Im Gegensatz zu den beiden Vorgängerbänden empfand ich diesen Krimi leider nur mäßig spannend. Irgendwie hat das gewisse Etwas gefehlt, das das Buch zu einem Pageturner werden lässt. Das Debüt „Siebenschön“ war wirklich grandios. „Lotusblut“, der zweite Fall hat zwar etwas geschwächelt, war aber immer noch spannend.

Insgesamt ein solider Krimi mit zwei tollen Protagonisten. Auch wenn es an Hochspannung gemangelt hat, empfehlenswert ist das Buch allemal.

01.01.2016 15:46:22
BUB

Vorab eine Bemerkung zum Cover: Da ich lieber Krimis als Thriller lese, hätte ich das Buch wahrscheinlich in der Buchhandlung eher nicht in die Hand genommen. Ein Fehler, denn es handelt sich eindeutig um einen Krimi. Mit der Wahl des Covers besteht hier aber meiner Ansicht nach die Gefahr, dass die „falschen“ Leser angesprochen werden. Dagegen möchte ich dem Verlag dtv ausdrücklich ein Kompliment für die Schriftgröße und das Layout machen. Während sonst oft in Taschenbüchern gnadenlos viel auf eine Seite gepresst wird, sind die Seiten hier sehr angenehm und lesefreundlich gestaltet, was bei mir den Lesegenuss eindeutig steigert. Dass das Buch aufgeschlagen liegen bleibt, ohne dass man den Rücken bricht, ist ein weiterer Pluspunkt.

Für mich war "Sterbegeld" der erste Band der Reihe um das rein weibliche Ermittlerteam Emilia Capelli und Mai Zhou, die beiden vorhergehenden Krimis kenne ich bisher nicht. Die zwei jungen Frauen arbeiten in der Abteilung für Kapitaldelikte der Polizei Frankfurt am Main. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, ließ sich die Geschichte gut lesen, trotzdem hätte ich mir oft das Vorwissen über die beiden Ermittlerinnen gewünscht. Im vorliegenden Band nähern sich die beiden sehr unterschiedlichen Frauen, die zwar eine extrem verschiedene Herangehensweise an ihre Fälle haben, sich in ihrem Ehrgeiz und ihrer Motivation dann aber doch wieder erstaunlich ähneln, erstmals einander an, was schließlich im „du“ gipfelt.

Der Prolog, in dem ein acht Monate zurückliegendes Massaker im Haus einer wohlhabenden Durchschnittsfamilie geschildert wird, das mit der Ermordung der Eltern und ihrer zwei kleinen Kindern endet, ist wirklich exzellent geschrieben. Der 6-jährige Junge kann zwar noch die Polizei alarmieren, doch die beiden Beamten kommen etwas zu spät, um wenigstens ihn und die Mutter zu retten, und werden diese Belastung sicher ein Leben lang mit sich tragen.

Acht Monate später sitzt ein Verdächtiger aufgrund von Indizien in Untersuchungshaft, doch der ihm neu zugeordnete, ehrgeizige junge Pflichtverteidiger rollt den Fall neu auf. Capelli und Zhou nehmen neue Ermittlungen auf, während sie gleichzeitig einen Maulwurf in der Sonderermittlungsgruppe Calibri entlarven sollen. Der Kreis der Verdächtigen ist hier überschaubar, doch ist die Aufgabe besonders für Capelli unangenehm, da sie einige der Kollegen seit Jahren gut kennt.

Der Krimi hat mich über die gesamten 460 Seiten sehr gut unterhalten, war spannend und stilistisch solide, sodass ich sicher weitere Bände der Reihe lesen werden, gerne auch noch die vorhergehenden. Trotz der beiden Handlungsstränge, die sich nach und nach noch verzweigt haben, bestand aufgrund der ordnenden Kapitelüberschriften mit Ort, Datum und Uhrzeit nie die Gefahr, die Orientierung zu verlieren. Gut gefallen hat mir außerdem, dass die einzelnen Szenen nicht zu kurz und die Kapitel strategisch gut geplant waren. Bei der Auflösung konnte mich allerdings der Fall des Maulwurfs deutlich mehr überzeugen als der der ermordeten Familie.

28.12.2015 17:31:16
subechto

Spannend und beklemmend

»Mach die Augen auf! « Nein, denkt sie. Ich will nicht! Ich KANN nicht! So startet ein hervorragender Krimi, der den Leser von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt.
„Sterbegeld“ ist bereits der dritte Fall für die beiden ungleichen Frankfurter Kommissarinnen Emilia Capelli und Mai Zhou. Dennoch handelt es sich um eine eigenständige, in sich abgeschlossene Geschichte, die ohne Vorkenntnisse lesbar ist. Diesmal müssen Em und Mai bis an ihre Grenzen gehen. Worum geht es?
Gleich zwei Handlungsstränge gilt es zu verfolgen:
Ein psychopathischer Mörder hat eine junge Familie kaltblütig ermordet, Vater, Mutter und zwei kleine Kinder. Der mutmaßliche Täter wird verhaftet. Doch dann tauchen neue Beweise auf und die Untersuchungen werden wieder aufgenommen. Möglicherweise wurde damals der Falsche gefasst.
Zur selben Zeit wird Thorsten Mohr, ein Kollege der Abteilung für Kapitaldelikte, bei einer Razzia getötet. Als ein weiteres Mitglied des Teams tot aufgefunden wird, deutet alles darauf hin, dass es eine undichte Stelle in den eigenen Reihen gibt. Wer ist der Verräter und wo liegt sein Motiv?
Nach ihrem gelungenen Debütroman „Siebenschön“ konnte sich Judith Winter meines Erachtens von Buch zu Buch steigern. „Sterbegeld“ ließ sich wieder flott und unterhaltsam lesen. Unerbittlich dreht die Autorin an der Spannungsschraube. Auch der Verräter und sein Motiv bleiben lange im Dunkeln. Beide Fälle werden erst ganz am Ende schlüssig aufgelöst.
Em und Mai können eigentlich nicht viel miteinander anfangen. Doch es verbindet sie mehr, als auf den ersten Blick zu vermuten ist: Überdurchschnittlich intelligent, haben beide eine scharfsinnige und zielorientierte Arbeitsweise, opfern ihr Privatleben der Karriere - und lernen die Qualitäten der anderen bald zu schätzen. Inzwischen duzen sie sich sogar.

Fazit: Uneingeschränkte Empfehlung für jeden Krimifan und auch allen anderen Lesern wärmstens ans Herz gelegt.

18.12.2015 11:40:10
Gelinde

Sterbegeld, von Judith Winter

Cover:
Ein Eye-Catcher, dunkel und düster. (Nachdem ich das Buch nun gelesen habe, aber kein Bezug zur Geschichte).

Inhalt:
Ein kleiner Junge wählt den Notruf der Polizei. Offenbar schweben er und seine Familie in höchster Gefahr. Doch die Polizeibeamten kommen zu spät – der Junge und seine ganze Familie wurden kaltblütig ermordet.

Nach fast einem Jahr wird der Fall wieder aufgenommen, und die beiden Polizistinnen, Emilia Capelli und Mai Zhou, werden darauf angesetzt.
Parallel dazu sollen sie innerhalb ihrer Abteilung ermitteln und einen „Maulwurf“ entlarven, der schon ein Opfer in ihren eigenen Reihen gekostet hat.

Meine Meinung:
Ich bin sehr schwer in dieses Buch hineingekommen.
Ich finde der Schreibstil ist sehr verwirrend, an vielen Stellen ausschweifend blumig, dann wieder übertrieben und abschweifend. Es gibt immer Umwege und Wiederholungen die mich in der Geschichte nicht weiterbringen.
Dann so abgefahrene Szene in der eine „Über-Protagonistin“ mit verbundenen Augen, in einem fahrenden Auto, die Uhrzeit riechen und fühlen kann!?
Das Verhältnis zwischen Capelli und Zhou finde ich auch recht ruppig und gereizt, fast feindselig.
Es gibt 3 bzw. 4 Erzählstränge, die zwar am Ende des Buches irgendwie zusammen kommen, aber irgendwie auch in der Luft hängenbleiben.
Es geht um eine intern undichte Stelle, Verrat, Korruption und Misstrauen, aber so genau blicke ich nicht durch was da genau eingefädelt wurde und wie der Maulwurf entlarvt werden soll.
Irgendwie geht mir der Spaß beim Lesen verloren, weil ich immer das Gefühl habe nichts zu kapieren.
Erst auf den letzen Seiten kommen dann Bewegung und Ermittlungserfolge ins Spiel. Und das dann „Zack Zack“, alle Indizien auf einer Seite. Mir war dann unklar wie Zhou auf all die Fakten gestoßen ist.
Auch für den „Maulwurf“ wird zwar das Motiv klar, aber wie es dazu gekommen ist bleibt im Dunkeln.

Autorin:
Judith Winter, 1969 in Frankfurt am Main geboren, studierte Germanistik und Psychologie und arbeitete viele Jahre in einem wissenschaftlichen Institut. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Konstanz.

Mein Fazit:
Das Buch hat mich sehr lange ratlos gelassen.
Erst auf den letzen 50 Seiten (von 460) kam für mich sowas wie Spannung und Bewegung ins Spiel.
Deshalb von mir 3 Sterne.

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