Siebenschön

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • München: dtv, 2014, Seiten: 432, Originalsprache

Couch-Wertung:

95°

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Maria Kusnierz
Spannend und so schön scheußlich

Buch-Rezension von Maria Kusnierz Apr 2014

Der Brief eines Unbekannten, ein bekannter Ort, die Rettung einer Unbekannten so die Rahmenhandlung des neuen Romans von Judith Winter Siebenschön,  rund um die ermittelnde Kommissarinnen Emilia Capelli und Mai Zhou.

So startet ein hervorragender Thriller, der den Leser von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt.

Während ein sehr berechnender und sorgfältiger Mörder peu à peu widerliche Morde inszeniert und der Polizei scheinbar immer eine frustrierende Nasenlänge voraus ist, muss sich Emilia, genannt Em, nicht nur mit diesem Verrückten auseinandersetzen, sondern auch noch mit ihrer neuen Kollegin arrangieren, einer ehrgeizigen, intelligenten und darüber hinaus noch bescheidenen Person der persönliche Super-GAU.

Hier liegt ein handwerklich auf höchstem Niveau gefertigter Thriller ohne Ecken und Kanten vor. Alle Handlungsstränge vereinen sich nach und nach fast wie von selbst zu einem Ganzen. Die Geschmeidigkeit der Sprache und die gekonnte Ausarbeitung der einzelnen Figuren lässt dieses Buch zu einem echten Leckerbissen werden.

Sobald der Leser einen leisen Verdacht hegt, wer der mysteriöse Mörder sein könnte, wird geschickt eine andere Figur in den Vordergrund gerückt, so dass man sich am Ende fragt, was denn die anderen Verdächtigen "für Leichen im Keller" haben könnten.

Uneingeschränkte Empfehlung für jeden Thrillerfan und auch allen anderen Lesern wärmstens ans Herz gelegt.

Eine 95°-Wertung spricht für sich - auch, wenn man am Ende weiß, wer der Täter war, möchte man das Buch eigentlich direkt noch einmal lesen.

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Letzte Kommentare:
01.05.2019 16:17:47
pele42

Für mich einer der besten Krimis, die ich in letzter Zeit gelesen, bzw. "verschlungen" habe. Spannung pur von A bis Z, auch wenn der Schluss etwas gar "profan" daher kommt - aber dies tut meiner Begeisterung für die Autorin keinerlei Abbruch.
Ich freue mich jetzt schon auf die Lektüre der Folgeromane.

26.07.2016 22:02:54
Henriette H.

Die Begeisterung der Krimi-Couch-Rezensenten für ultrabrutale Krimis ist mir schon oft aufgefallen, während Klassiker des Genres wie Celia Fremlin, Margaret Millar etc. kaum gewürdigt werden. Sind diese nicht "scheußlich" genug? Das vorliegende Buch weist nicht nur viele Ungereimtheiten auf, der Plot ist auch schamlos geklaut bei Agatha Christie (Ten little niggers). Nur hat Frau Christie die Geschichte um Klassen besser erzählt!
Dass Judith Winter auch anders kann, zeigt sie bei "Lotusblut", einem sehr empfehlenswerten Kriminalroman, dessen Handlung man nicht schon fünf Minuten nach dem Lesen der letzten Seite vergessen hat.

26.04.2015 20:51:53
Torsten

Angesichts der vielen positiven Stimmen und der extrem hohen KC-Wertung war das eine ganz grosse Enttäuschung.
Nicht nur, dass der "Zickenkrieg" vollkommen aufgesetzt, unmotiviert und wenig glaubwürdig geschildert wurde - auch die sehr vielen eingeführten Kollegen und andere Beteiligte blieben ziemlich farblos und belienig.
Hauptsächlich aber waren Ermittlung und Aufklärung nicht überzeugend.
Nachdem der Täter über knapp 400 Seiten als penibel planender Soziopath aufgebaut wurde, wird er dann zum Schluss hopladihopp in einem Showdown gestellt, der irgendwie viel zu gewollt und plötzlich wirkte und auch überhaupt nicht zu seinem sonstigen Verhalten passte.
Ich muss auch der KC-Rezensentin ausdrücklich widersprechen: Keinesfalls wird der Leser geschickt auf die Spur falscher Verdächtiger gesetzt - eher scheint es nur kurz auf einen nur allzu naheliegenden Protagonisten hinauszulaufen um dann doch sehr absehbar auf den tatsächlichen Täter umzuschwenken.
Auch handwerklich finde ich doch zu viele Ungereimtheiten, um das auch nur entfernt als "höchstes Niveau" zu empfinden.
So wird zum Beispiel - ohne zuviel zu verraten - in keinster Weise mehr thematisiert, warum und wie Theo und die Höffgens ausgewählt und ins Spiel gebracht wurden.

25.02.2015 17:28:32
krimimadame

Wow, was für ein Debut! Das Buch eigentlich ein Geschenk, aber nachdem ich die 95-Bewertung gesehen habe, habe ich es behalten und verschlungen. Auch wenn mir die beiden Ermittlerinnen zunächst nicht allzu sympathisch waren, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil es so spannend war. Das Ende ist filmreif und ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

22.11.2014 19:32:04
tatort

Habe das Buch auf Verdacht gekauft und es hat mich wirklich positiv überrascht. ABER das Ende war ein CUT und bezüglich der Aufklärung bzw. Zusammenhänge absolut entäuschend nach über 400 Seiten Spannungsaufbau...Warum wurde der Täter nicht nochmal befragt? Wäre doch hinsichlich der PSYCH-Thematik ein sinnvolles Finale geworden. SCHADE! Den nächsten Fall werde ich trotzdem irgendwie zu lesen bekommen.

08.05.2014 17:43:25
c-bird

Angelockt durch einen merkwürdigen Brief findet ein Ehepaar in einer leerstehenden Lagerhalle in Frankfurt die Leiche einer Frau. Das Opfer wurde bei lebendigem Leib zersägt und in einer Gefriertruhe abgelegt. Inszeniert wurde das Ganze noch durch die Beigabe einer toten Katze und zerkleinerten Farnteilen.

Den Fall übernehmen Hauptkommissarin Emilia Capelli und die ihr als neue Partnerin zugeteilte Mai Zhou. Die beiden müssen schnell feststellen, dass es sich bei der Frauenleiche bereits um das vierte Opfer einer ganzen Serie handelt. Jeder einzelne Mord des Serientäters ist eine makabre Inszenierung, die Morde brutal. Erst nach und nach erkennen die beiden Ermittlerinnen welch grausamen Muster der Täter folgt…

Emilia Capelli, von allen nur kurz „Em“ genannt, ist überhaupt nicht begeistert, als ihr als neue Partnerin die junge Halbasiatin Mai Zhou vor die Nase gesetzt wird. Em gilt als „Weiberinkompatibel“ und hatte die frei gewordenen Stelle schon gedanklich mit ihrem Freund Tom besetzt. Doch nun muss Em sehen, wie sie mit Mai Zhou klar kommt. Zhou ist erst 26 Jahre alt, aber bereits hochqualifiziert. Em ist zwar nur zwei Jahre älter, die beiden Frauen sind jedoch grundverschieden. Nur eines haben sie gemeinsam: der Ehrgeiz spornt beide an, diesen Fall zu lösen.

Mit ihrem Erzählstil konnte die Autorin Judith Winter besonders bei mir punkten. Die Sprache ist recht locker, besonders genial fand ich immer wieder die gedanklichen Kommentare, die die beiden Protagonistinnen so von sich geben. Man wird von Beginn an in die Geschichte hineingeworfen und ist sofort mitten im Geschehen. Die Erzählperspektiven wechseln vielmals, was die stets vorhandene Spannung nochmalig erhöht. Auch die Erzähltaktik fand ich sehr gelungen. Nach und nach wird das Muster erst klar, nach dem der Täter vorgeht. Erst zum gelungenen Finale wird klar, um wen es sich dabei handelt.

Auch das Cover war eines der schönsten, das ich seit langem gesehen habe. Der Titel, der mir am Anfang gar nichts sagen wollte, wird ebenfalls noch schlüssig erklärt.

Alles in allem ein großartiger Auftakt einer Serie mit den beiden Kommissarinnen. Auf den nächsten Fall freue ich mich schon jetzt.

08.05.2014 12:39:38
wendelin

Die Frankfurter Kommissarin Emilia Capelli, genannt Em, und ihre neue Kollegin Mai Zhou – zwei brillante, junge Ermittlerinnen, die zu Beginn nicht gut harmonieren. Dazu mistrauen sie sich zu sehr. Aber es hilft ja nichts, sie müssen einen komplizierten Fall zusammen lösen. „Vier bizarr inszenierte Leichen und eine mathematische Formel, die den Takt des Todes vorgibt.“

Klingt gut und das ist es auch. Ein weibliches Team – Zickenkrieg inbegriffen – das sich hervorragend schlägt. Beide sympathisch und kompetent. Das ergibt zusammen eine interessante Mischung, in der es nicht reibungslos, aber erfrischend authentisch zugeht. Hier wird gezickt und geneidet, wie im richtigen Leben. Abgerundet mit spritzigen Dialogen und sarkastischen Seitenhieben, wird der Roman zum unterhaltsamen Lesevergnügen.

Auch der Fall lässt nichts zu wünschen übrig. Psychologisch stimmig entwickelt Judith Winter das Profil eines eiskalten Soziopaten, der sich ein intelligentes Duell mit den Polizistinnen liefert. Obwohl man im letzten Drittel des Buches weiß, wo der Hase hinläuft, schafft es die Autorin, die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten

Tolles Team, interessante Story, konsistenter Spannungsbogen und prickelnder Showdown – in „Siebenschön“ stimmt alles! Dieses Buch ist der Auftakt zu einer neuen Serie. Ich jedenfalls freue mich schon auf den zweiten Teil.

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