Der Teufel von New York

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • New York: G. P. Putnam´s Sons, 2012, Titel: 'The gods of Gotham', Seiten: 414, Originalsprache
  • Berlin: Der Audioverlag, 2014, Seiten: 6, Übersetzt: Sascha Rotermund

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New York 1845. Die gerade gegründete Polizei der Stadt ist ein zusammengewürfelter Haufen von Schlägertypen und seltsamen Vögeln. Auch Timothy Wilde gehört dazu – gegen seinen Willen. Bei einem Brand wurden seine Zukunftspläne zerstört, sodass er jetzt jede Arbeit annehmen muss, die sich bietet. Eines Tages läuft ihm ein völlig verstörtes kleines Mädchen in die Arme, bekleidet mit einem blutdurchtränkten Nachthemd. Sie will oder kann nicht sagen, wer sie ist. Da sie selbst körperlich unverletzt ist, muss das Blut von einer anderen Person stammen. Kurz darauf findet Tim auf einem entlegenen Gelände neunzehn Kinderleichen. Es kursieren die wildesten Gerüchte, und die politische Situation ist bis zum Zerreißen angespannt …

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Letzte Kommentare:
20.06.2015 16:23:12
Kerry

Eigentlich ist Timothy Wilde Barmann, doch auf Grund eines Feuers erlitt er kürzlich Verletzungen im Gesicht, sodass es ihm damit nicht mehr möglich ist, in seinem bisherigen Beruf zu arbeiten. Sein Bruder Valentine ist Mitinitiator des neu gegründeten Police Department von New York und beschafft dort auch Timothy, wider dessen Willen, Arbeit. Begeistert ist Timothy nicht, zumal er in einem der übelsten Viertel New Yorks seinen Dienst tun und dort auch wohnen muss, aber er braucht die Arbeit.Wider erwartend macht sich Timonthy ganz gut, er hat sich in die tägliche Routine eingelebt, zumindest solange, bis ihm ein kleines, etwa 12-jähriges Mädchen nachts mit blutbefleckter Kleidung in die Arme läuft und das buchstäblich. Bei dem Mädchen handelt es sich um die Kinderprostituierte Bird Daly, welche augenscheinlich schreckliches miterlebt hat. Timonthy nimmt sich des Kindes an und bringt sie erst einmal bei sich unter, denn er weiß, egal wo das Kind herkommt, dorthin zurück kann es erst einmal nicht.Bird fasst Vertrauen zu Timothy und berichtet ihm von einem Jungen, der in Stücke gerissen worden war. Timonthy geht der Spur nach, kann jedoch besagte Kinderleiche erst einmal nicht finden, dafür findet er mit Birds Hilfe etwas ganz anderes - ein Feld, auf dem 19 Kinderleichen unterschiedlichen Verwesungsgrades verscharrt wurden. Timothy trägt diesen Fall George Washington Matsell (Leiter des New Yorker Police Department) vor, der ihn mit weiteren Ermittlungen beauftragt, denn auch wenn der herbeigerufene Mediziner keine Mordmerkmale definitiv feststellen kann, so ist es doch sehr unwahrscheinlich, dass all diese Kinder eines natürlichen Todes gestorben sind und dann rein zufällig auf diesem Acker vergraben wurden. Doch was Timothy zu Tage fördert, mit solch einem Ausmaß an Ruchlosigkeit, hätte er niemals gerechnet ...
Der 1. Band der Timothy-Wilde-Reihe! Der Plot wurde spannend und düster erarbeitet. Anfänglich dauerte es etwas, bis ich voll und ganz in das Buch einsteigen konnte, doch nachdem die Handlung dann so richtig an Fahrt aufgenommen hatte, konnte ich einfach nicht an mich halten und musste wissen, wie sich das alles aufklärt, denn immerhin geht es hier um 19 Kinderleichen, die anscheinend niemand in New York vermisst hatte. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, wobei hier klar Protagonist Timothy, als ruhiger und durchaus nachdenklicher Charakter, hervorsticht. Besonders gelungen empfand ich auch die Figur der Bird Daly, welche teils Charaktereigenschaften eines typischen Kindes aufwies und andererseits doch deutlich älter wirkt, als es ihren Jahren entspricht. Der Sprecher, Sascha Rotermund, schafft es ohne gleichen, den Zuhörer in das düstere, dreckige, stinkende und verrohrte New York im Jahr 1845 zu entführen und einem vor Augen zu halten, wie schwer das Leben damals war und wie wenig ein Menschenleben überhaupt zählte. Auf jeden Fall werde ich mir persönlich vormerken, mich mit dem nächsten Band der Reihe "Die Entführung der Delia Wright" auseinander zu setzen, wenn ich es zwischen die Finger bekomme.

14.04.2015 03:02:20
benfi

Der erst zweite Roman der jungen Autorin Lynday Faye ist eine wirklich positive Überraschung! Sie begibt sich in das Jahr 1845, in der sie mit Timothy Wilde einen unglücklichen, aber sympathischen Helden erschafft und ihn in einen spannenden Kriminalfall einbindet. Sehr einfühlsam macht Faye die Leser mit diesem Anti-Helden vertraut, dass man durch den in der Ich-Form geschriebenen Roman bald regelrecht in dessen Haut zu stecken meint. 'Der Teufel von New York' ist von Beginn an spannend geschrieben und lässt den Leser in eine wirklich gut recherchierte Welt Mitte des 19. Jahrhunderts eintauchen, die viele Probleme der schon damaligen Metropole aufzeigt und es als ein wahrliches Pulverfass darstellt, was Aufgrund der damaligen religiösen und politischen Gedanken nicht verwunderlich ist. Faye packt sogar lebende Personen in den Roman wie den einstigen Gründer der ersten Polizei von 'Gotham City'. Dazu bedient sie sich der damaligen Gaunersprache, welche sich 'Flash' nannte. All diese Zutaten ergeben einen wunderbaren Krimi, der nicht nur Spaß macht, sondern auch jede Menge Lust auf mehr! Und da wird wohl Hilfe geleistet, denn dies ist der Auftakt einer Reihe um den Polizisten Tim Wilde. Solche Nachrichten erfreuen dann den Leser allemal...
91°

13.09.2014 09:05:37
Torsten

Ich habe mich durchgekämpft, endlich bin ich mit dem zähen Werk durch - was für eine Enttäuschung.
Der interessante und durchaus Lust auf das Buch machende Plot samt Setting wird ziemlich gründlich in den Hintergrund gedrängt.
Besonders die in vielen Besprechungen und Kommentaren merkwürdig oft hochgelobte Verwendung der Gaunersprache "Flash" nervt. Besonders in der ersten Hälfte des Buches wird diese in einem Ausmaß verwendet die das Buch mitunter nur schwer lesbar macht. Glossar hin oder her, wenn man andauernd nachschlagen muss stört das den Lesefluss in einer Weise die ich jenseits des Erträglichen fand.
Dazu kam der für mich wirklich ebenso nervende Schreibstil. Absolut jeder Satz, jeder Gesichtsausdruck, jeder Blick, jede Geste kommt extrem bedeutungsschwanger daher, in einer pathetischen Blumigkeit beschrieben die nach einiger Zeit nur noch nervt.
Besonders zeigt sich das auch in der "Beschreibung" von Mercy, die dadurch derart entrückt und abgehoben wird, dass sie mir kaum noch als tatsächliche Person vorkam.
Das ist um so mehr schade, als der eigentliche Plot und das Setting im New York 1845 mit dem Begin der Polizeiarbeit an sich sehr interessant ist. So hat das Buch auch seine einzigen Stärken in den Momenten wenn der Fall und die Polizeiarbeit einigermaßen ungestört von epischer Bedeutungsschwere einzelner Blicke oder Gesichtsausdrücke von Mercy oder ähnlichem beschreibt.
Grundsätzlich wäre es tatsächlich interessant wie es mit dem NYPD und Timothy weitergeht - aber nicht mit dieser Autorin und diesem Stil.

13.06.2014 16:00:17
Darix

Timothy Wilde und sein düsteres New York sind die neuen Sterne am Krimi Himmel.
Im New York des 19. Jahrhundert spielt dieser besondere Historienkrimi. Stimmungsvoll, mit Pathos, Gewalt, Kriminalität, Kameradschaft und reich an Milieuschilderungen und fast meint man die Gerüche der rasant heranwachsenden Stadt New York zu verspüren. Ein Buch mit dichter Atmosphäre, darin verwickelt das Geschehen um die Morde an den jungen Kindern. Hinzu die klassische Auseinandersetzung zwischen zwei charakterlich völlig unterschiedlichen Brüdern.
Zu Beginn sind die „sprachlichen Gaunersprachen “Einsprenksel“ ein wenig hinderlich, etwas den Leserhythmus hemmend. Wenn man sich daran gewöhnt, eingelesen hat ergibt sich daraus ein gewisser Charme und Markenzeichen.
Ein wenig erinnert die Situation, die Stimmung an den Klassiker Oliver Twist in London, mit seinen Jugendbanden, der Armut, der Zusammengehörigkeit der Unterprivilegierten.
„Der Teufel von New York“ ist ein Buch, das man als Leser nicht mehr aus der Hand legen kann. Man taucht ab in die bedrückende New Yorker (Unter) Welt. Die Ablehnung der Bevölkerung gegenüber den verarmten irischen Einwanderern, mit ihrem katholischen Glauben und deren spezifischen Lebensbedingungen. Die Ablehnung wirkt nachhaltig, es entsteht der Eindruck das die Ausgrenzung von Zuwanderern ein uraltes Problem ist. Faye gelingt es den historischen Kontext spannend mit dem Aufbau der Polizeiorganisation und dem Geschehen der Protagonisten zu verbinden.
Das Finale hält das hohe Niveau mit einigen Überraschungen, auch dass kaum ein Beteiligter ohne Schuld ist. Ein überdurchschnittlich guter Historienkrimi, ein richtiger Schmöker, fünf Sterne.

31.05.2014 17:36:46
Andrea

Ich habe dieses Buch in Minimalzeit verschlungen. Ich habe Timothy Wilde, Bird, Val und all die anderen persönlich kennen gelernt, bin ein Stück des Weges mit ihnen gegangen. Ich habe den Gestank der Gosse in New Yorks Straßen gerochen, den Dreck, das Elend und den Hunger mit angesehen. Ich war dabei, als Tim durch einen Brand alles verlor, als er ganz von vorne anfing.
So tief war ich selten in einer Geschichte drin, habe mit den handelnden Personen gefühlt, gelitten und triumphiert. Das Buch ist sehr gut recherchiert, flüssig geschrieben, spannend und (was ich an historischen Romanen sehr schätze) man lernt was dabei. Hier ist es die Gaunersprache, die der Übersetzer geschickt in die deutsche Fassung mit eingebaut hat. Von mir Höchstpunktzahl!!

08.05.2014 12:41:01
wendelin

Timothy Wilde hat als Kind seine Eltern im Feuer verloren. Seit er 17 ist, schlägt er sich als Barmann durchs Leben. Als er 1845 bei einem Großbrand in New York sein gesamtes Hab und Gut verliert und nur mit entstelltem Gesicht den Flammen entkommt, steht er vor dem Nichts. Widerwillig nimmt er den Job an, den ihm sein Bruder besorgt und wird Mitglied der soeben gegründeten ersten Polizei von New York. Das NYPD ist zunächst ein zusammengewürfelter Haufe von zwielichtigen Gestalten, von den meisten Bürgern nicht gern gesehen. Als Timothy über ein kleines blutüberströmtes Mädchen stolpert, geraten die Dinge aus den Fugen. Er beginnt in dem Fall Nachforschungen anzustellen und entdeckt die Gräber von 19 Kinderleichen, die alle kreuzförmig aufgeschnitten sind. Polizeichef John Washington Matsell erkennt, welch genialen Ermittler er in seiner Truppe hat und überträgt Timothy den brisanten Fall.

Das ist die Geschichte im Vordergrund. Im Hintergrund aber tobt in New York ein ganz anderer Krieg. In Scharen überschwemmen die Iren, die vor dem Hungertod im eigenen Land flüchten, die Stadt. Das bringt die üblichen Probleme, wie bittere Armut, Prostitution, katastrophale hygienische Zustände und die damit einhergehenden Krankheiten mit sich. Noch schlimmer aber ist der Hass gegen die Fremden und deren Religion, den Katholizismus.

Dieses Buch ist großartig. Brillant recherchierte historische Fakten in eine Geschichte verpackt, die so spannend ist wie ein Krimi, so anrührend wie ein Drama und so gefühlvoll wie ein Liebesroman. Mit einer fast unheimlichen Sogwirkung wird man in die Geschehnisse hinein gezogen und von der Geschichte mitgerissen. Ein großes Lob auch an die Übersetzerin, die versucht hat, die Gaunersprache „Flash“ ins Deutsche zu übersetzen. Ein Glossar befindet sich am Ende des Buches.

Die Personen, allen voran Timothy Wilde, seine Freundin Mercy, sein Bruder Val und die kleine Bird sind so lebendig und glaubhaft, als wären es gute Bekannte. Es ist Lyndsay Faye gelungen den historisch belegte Polizeichef John Washington Matsell sehr charismatisch und überzeugend darzustellen und auch den wahrscheinlich ersten Forensiker, den Holländer Piest, fand ich großartig. Alle Figuren sind verständlich charakterisiert und alle Motive kann man nachvollziehen. Das ist eine grandiose Leistung, hier kennt sich jemand mit den Höhen und Tiefen der menschlichen Charaktere nicht nur sehr gut aus, sondern kann das auch noch den Lesern unterhaltsam vermitteln.

Am meisten hat es mich aber beeindruckt, wie es Lyndsay Faye gelungen ist, ein so brisantes und leider immer noch aktuelles Thema in einen historischen Roman zu verpacken. Denn der Teufel von New York ist immer noch lebendig. Er wirft sich nur in jeder Generation ein anderes Mäntelchen über, sammelt neue Anhänger um sich und macht einfach weiter, wie gehabt.

Fazit: Ein wirklich tolles Buch von einer bemerkenswerten Autorin.

21.03.2014 16:02:44
kevin26

Ich habe mir dieses Buch zugelegt und fing es an zu lesen nachdem ich Die Rache des Dionysos beendet hatte, ich konnte es kaum abwarten mit Der Teufel von New York zu beginnen da meine Intuition mir sagte das diese Buch einfach großartig sei und dem kann ich nur zustimmen. Es liest sich ziemlich flüssig und man gerät wie in einem Sog in das Jahr 1845. Lebhafte Figuren, eine spannende Story, neue Wendungen und nicht zu vergessen was man alles an historischen Ereignissen belehrt wird ist dies eines der besten Bücher die ich in letzter Zeit gelesen habe.

BEHIND THE DOOR
Der Raum. Die Tat. Das Rätsel.

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