Mörder weinen

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • Frankfurt am Main: Fischer, 2014, Seiten: 304, Originalsprache

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Michael Hoch
Zu viele Seiten

Buch-Rezension von Michael Hoch Mär 2014

Der erste Satz kann ein ganzes Buch zunichte machen. Wenn jene Worte fehlen, die den Leser von Beginn fesseln lassen und es kein Zurück mehr gibt. Mörder weinen von Eva Ehley gehört nicht dazu. Und obwohl damit schon fast alles gesagt wäre, sehen wir uns darüber hinaus auch noch mit einem dem Krimiexperten wohlbekannten Konstrukt konfrontiert. Das kommt zwar alles andere als überraschend, schließlich ist Mörder weinen um Morde im Künstlermilieu bereits der vierte Teil der Krimireihe der gebürtigen Berlinerin Eva Ehley.

Mörder würden wahrhaftig weinen, wenn sie wüssten, wie sie von Ehley dramaturgisch verpackt werden.

Und auch die Ermittler-Konstellation "Kommissarin und zwei Kollegen" dürfte Krimifreunden bekannt vorkommen. Nicht, dass es anderen Krimischreibern nicht erlaubt sein soll, genau diese zu nutzen, aber es erweckt den Anschein, als wäre hier jemand auf einer Trittbrettreise, wenn die Morde im Norden stattfinden, ein Journalist sich durch die Geschichte zieht, Kapitel, die einleitend mit Datum und Uhrzeit beginnen und eine Reihe, die mit einem Auszug aus dem nächsten Teil am Ende eines jeden Buches die Leser für den kommenden Roman begeistert werden sollen.

Mörder würden wahrhaftig weinen, wenn sie wüssten, wie Eva Ehley sie in ihrer Geschichte verpackt. Sie legt ihre toten Protagonisten jedoch nicht auch noch offensichtlich auf die ostfriesischen Inseln und das Festland. Sie wählte vor einigen Jahren die Nordseeinsel Sylt und verstrickt auch im vierten Fall ihre Ermittlerin Silja Blanck in eine verzweifelte Liebesgeschichte mit einem ihrer Kollegen. In Mörder weinen lässt sie in schwacher Dramaturgie ihre Opfer über 365 Seiten rätselhaft zurück.

In ihren professionellen Ermittlertechniken lässt sie ihre zwei männlichen Kollegen so manches Mal alt aussehen. Mitunter sind sie nur Mittel zum Zweck. Wäre sie nicht, die Morde würden vermutlich nie richtig ausgeklärt.

Auch wenn Eva Ehley mit ihren Morden auf Sylt kein Innovationspreis gewinnen wird, so weiß sie zumindest, worüber sie schreibt. Ehley hat jahrelang die dortige High-Society beobachtet und verbrachte so manchen ausgiebigen Sommer auf der Insel, nicht zuletzt auch durch ihre Heirat.

Ihre Sylt-Krimireihe ist leichte Unterhaltung, die nicht mit vielen Worten spielt, sondern oft in schnöder Umgangssprache verkümmert. Schade. Auch wird der Leser auf einer langgezogenen Geschichte zu selten bei Laune gehalten. Weniger Seiten bei gestraffter Dramaturgie hätten dem aktuellen Teil gut getan. So bleibt Mörder weinen nur eine seichte Freizeitlektüre für entspannte Stunden im Strandkorb.

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Letzte Kommentare:
14.07.2014 17:10:33
Numinala

Fazit
Der vierte Fall für die Sylter Ermittler - mein erster ohne je auf Sylt
gewesen zu sein. Aber das schadet beides überhaupt nicht. Von der
ersten Seite ist man sofort in der Geschichte angekommen und da es in der
Gegenwart geschrieben wurde, ist man fast live dabei.

Das Tempo der Ermittlung geht zügig voran, schließlich möchten
die Sylter Kommissare den Fall ohne Verstärkung aufklären. Ein Buch
das man zwischendurch nicht gerne aus der Hand legt !
Immer wieder sagt man sich: ach ein Kapital kannst du noch.
;0) - also ein sehr kurzweiliges Lesevergnügen !!!

http://numilesemaus.blogspot.de/2014/07/rezension-morder-weinen.html

07.04.2014 12:09:40
Vera

Ich habe gestern Abend mit dem Buch angefangen und auch ich hatte Probleme, es wieder weg zu legen. Mußte aber leider sein, da heute morgen die Pflicht rief. Wie auch bei den 3 Vorgängern hat es mich bereits auf der 3. Seite wieder gepackt und ich werde heute ganz bestimmt keine Überstunden machen. Man muss einfach Prioritäten setzen und das ist heute eindeutig Sylt und Eva Ehley. Ich bin wirklich gespannt, wie es weitergeht und wer am Ende der Mörder ist und ob er wirklich weint!!!

28.03.2014 11:09:01
NeleN

Ich gestehe, ich habe eine Nachtschichtschicht eingelegt, weil ich unbedingt wissen wollte, wie der Krimi ausgeht. Aber ich bereue keine Sekunde meines verpassten Schlafs. Das Buch hat Tempo und Stil, die Figuren sind interessant und sehr abwechslungsreich beschrieben. Besonders gut haben mir der die vier Kunstsammler und der verstorbene Maler gefallen, dem einige verstörende Rückblicke gewidmet sind. Schön gruslig sind die Szenen im nächtlichen Watt. Schreibt die Autorin sonst Schauerromane? Auf jeden Fall werde ich mir den Namen merken und möglichst schnell auch die anderen drei Sylt- Krimis lesen. Aber vorher erst mal ausschlafen ;-)