Totenfrau

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • München: Der Hörverlag, 2014, Seiten: 1, Übersetzt: Christian Berkel, Bemerkung: ungekürzte Lesung
  • München: btb, 2015, Seiten: 464, Originalsprache

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Jürgen Priester
Ein Fotograf, ein Priester, ein Jäger, ein Koch, ein Clown...

Buch-Rezension von Jürgen Priester Feb 2014

.... und Blum

Blum ist Blum. Kann nicht anders. Blum ist weiblich. Blum hasst ihren Vornamen, wie sie auch ihre Adoptiveltern gehasst hat. Allem hat sie sich zur rechten Zeit entledigt. Konsequent. Kompromisslos. Blum ist Ehefrau und Mutter. Glücklich, stolz, kompetent. Blum fühlt sich sicher, bis eines Morgens ihre heile Welt zusammenbricht.

Der österreichische Autor Bernhard Aichner ist ein Mann des klaren Wortes, des prägnanten Satzes, der einfachen Beschreibung. Sein stilistischer Minimalismus wird besonders in den Dialogen deutlich, die oft nur aus ein, zwei Worten im Wechsel bestehen, aber es bedarf auch nicht vieler Worte, wenn man die richtigen findet. Aichners Prosa fordert die Fantasie des Lesers und die provozierten Bilder stellen sich wie von selbst ein.

Der Rezensent kannte Bernhard Aichner bislang nicht, hatte aber über dessen Max-Broll-Reihe gelesen. Der bekannte Krimi-Kritiker Tobias Gohlis schrieb dazu: "Bei Bernhard Aichner balanciert das Lachen so nahe am Tod, dass es wie ein Heulen klingt, das gleich in Kichern umschlagen wird." Noch ein Autor mit dem in den meisten Fällen polarisierenden, alpenländischen Humor? - fragte sich der Rezensent skeptisch. Totenfrau jedenfalls ist frei von irgendwelchen humoristischen Einlagen, doch in manchen Szenen kann Humor ein Rettungsanker für den geschockten Leser sein. Erinnerungen an Jeff Lindsays "Dexter-Morgan-Reihe" werden wach.

Der Klappentext verspricht eine außergewöhnliche Protagonistin in einem nicht alltäglichen Beruf, die, aus dem Kokon der familiären Sicherheit gerissen, ihren Rachegelüsten frönt. Nach der atemraubenden Lektüre kann man nur feststellen, mit Totenfrau ist Aichner ein Thriller-Highlight gelungen.

Blum (ihr Vorname ist Brünhilde – der Leidenschaft ihres Stiefvaters für deutsche Sagengestalten geschuldet) hat das Bestattungsinstitut ihrer verstorbenen Adoptiveltern übernommen und führt es zusammen mit einem Assistenten. Von Kindesbeinen an ist Blum mit diesem anspruchsvollen Gewerbe konfrontiert worden, was deutliche Spuren bei ihr hinterlassen hat. Blums Ehemann Mark arbeitet bei der Kripo in Innsbruck. Als er sich eines Morgens auf seinem Motorrad auf den Weg zur Arbeit begibt, wird er frontal von einem Jeep gerammt und erliegt seinen schweren Verletzungen. Der Fahrer des Wagens kann sich unerkannt aus dem Staub machen. Da die eingeschaltete Polizei keine anderen Hinweise hat, geht sie von einem Unfall mit Fahrerflucht aus. Das Fluchtfahrzeug kann nicht näher identifiziert werden.

Mit Marks Tod gerät Blums Leben völlig aus den Fugen. Allein die Existenz ihrer Töchter rettet sie vor einem finalen Absturz. Erst Wochen später fühlt sie sich in der Lage, die Sachen ihres Mannes in seinem Arbeitszimmer durchzugehen. Dabei stößt sie auf Gesprächsaufzeichnungen zwischen ihm und einer unbekannten Dunja, in denen diese ihre Leidensgeschichte erzählt. Unfähig, die Bedeutung dieser Gespräche zu erfassen, versucht Blum, mit Dunja Kontakt aufzunehmen. Als es ihr gelingt und Dunja ihre Anschuldigungen glaubhaft untermauern kann, ahnt Blum, dass Marks Tod alles andere als ein Unfall war. Männer mit Masken trieben ihre perversen Spiele und fürchten sich vor einer Bloßstellung.

Die besten und spannendsten Thriller sind doch die, die man wie einen Zug besteigt, ohne zu wissen, in welche Richtung die Reise geht. Aichners Totenfrau gleicht einem Höchstgeschwindigkeitszug, der den Reisenden in einen rauschähnlichen Zustand versetzt, ausgelöst durch ein Wechselbad der Gefühle. Zuerst bangt man um die körperliche Unversehrtheit der Protagonistin. Dazu gesellt sich bald die Furcht vor ihren unkalkulierbaren Energien, und am Ende findet man sich an einem Zielpunkt wieder, der einerseits Befriedigung verschafft, andererseits jedoch die eigene moralische Kompetenz in Frage stellt. Aichner hat die Handlung virtuos komponiert, mit kurzen Vor- und Rückblenden, mit traumartigen Sequenzen und Szenen, deren Harmlosigkeit nur in den Abgrund führen kann (Tarantino lässt grüßen). "Tit for Tat" kann zu einem grausamen Spiel ausarten.

In seiner Max-Broll-Reihe ist es ein Totengräber, in Totenfrau spielt eine Bestattungsunternehmerin die Hauptrolle. Man kann dem Autor einen Hang zum Morbiden nicht absprechen. Für den Hintergrund des vorliegenden Romans hat Bernhard Aichner ein halbes Jahr als Aushilfe in einem Beerdigungsinstitut gearbeitet. Die gewonnenen Erkenntnisse zeigen sich in der Schilderung der atmosphärischen Kühle des sogenannten Vorbereitungsraums oder der diversen Techniken der Reinigung und Präparation von Leichen. Da ist manche Tätigkeit dabei, deren Ablauf man gar nicht so detailliert beschrieben haben möchte. Man kann gut nachempfinden, mit welchen Problemen Blum als Kind zu kämpfen hatte.

Wie der btb-Verlag mitteilt, sind die Rechte an Aichners Roman schon in mehrere Länder verkauft worden, was durchaus nachvollziehbar ist, kann man ihn doch zu den ersten Thriller-Highlights des noch jungen Jahres zählen. Mit dem Express-Fahrstuhl geht es in die Abgründe des Lebens. Die Dynamik, die durch Aichners präzisen Schreibstil entsteht, sucht ihresgleichen. Eine Empfehlung an alle Thriller-Fans, die auf Tempo und Spannung stehen und nicht allzu zartbesaitet sind.

Totenfrau

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Letzte Kommentare:
09.07.2018 13:05:17
Krimifan

Herr Aichner war ja laut seinem Interview ein halbes Jahr aktiv in einem Bestattungsinstitut tätig, um zu lernen. Und er habe gelernt. Gerlernt über die Technik und den Umgang mit Verstorbenen in einem Bestattungsinstitut. Wie kann es also sein, dass Frau Blum im Institut Blutungen stillt und das noch bei einer Leiche, die aus der Pathologie überführt wurde? Hier wäre ein aufmerksames Korrekturlesen förderlich gewesen.

06.04.2018 21:16:59
Kathi

Ich finde das Buch einfach toll. Ich bin normalerweise keine Leseratte, aber dieses Buch fesselte mich so, dass ich es innerhalb 2 Tage ausgelesen haben.
Ich finde auch das Blum eine sehr tolle Figur ist. Das Buch ist als Krimi auch einmal anders aufgebaut, da man nicht die Sicht des Ermittler verfolgt, sondern die Sicht der Mörderin verfolgt.

13.07.2017 13:45:30
Mag. Michael Pammer

grausama,spannend,manchmal klischeehaft.ab Mitte des Buches konnte ich mir vorstellen, wie und wen sich Blum rächt.Trotzdem ist der Schluss überraschend.weniger Dramtik beim Rächen wäre realistischer gewesen, auch das niemand die Täter(in) der Morde sucht, geht an der Realität vorbei. ein bisschen Sex darf natürlich nicht fehlen. Der Beruf der Blum lässt ihre Rachemorde glaubwürdiger erscheinen.Gegen schluss ist eine Passage, in der Blum und Reza als ermordete Opfer auftauchen. Das habe ich nicht verstanden, den sie vollzieht den letzten Racheakt. Trotz Klischees und voraussehbarerem Ende, fand ich die Geschichte spannend und grausam. Gut gemacht und nicht verwirrend.Die Sorache mit kurzen Sätzen finde ich gut

06.06.2017 22:03:46
tengel

Habe Totenfrau als Hörbuch 'genossen' und muss schon sagen, dass es eines der spannendsten der letzten Zeit war, die ich gehört habe - und ich höre viele. Der Schreibstil ist tatsächlich gewöhnungsbedürftig, hat mir schlussendlich doch zugesagt bzw. ich habe mich daran gewöhnt. Auch Blum ist mir im laufe der Trilogie ans Herz gewachsen, wenn gleich auch mit schlechtem Gewissen.
Totenfrau ist mit Sicherheit nichts für 'empfindliche' Gemüter. Es geht schon gut ab darin, teilweise auch sehr beklemmend das Ganze. Die Geschichte ist heftig. Aber wie gesagt, wenn ich schon mal eine Autobahnausfahrt verpasse, dann will das was heißen...

23.04.2017 18:42:31
trafik

Es war mein erstes Buch von Bernhard Aichner. Im Vorfeld wurde dieses Buch hoch umjubelt. Ich kann nicht sehr viel positives berichten.
Der Schreibstil: Na Ja!
Sehr viele sinnlose Dialoge, die noch dazu zwei bis dreimal wiederholt werden. Völlig daneben.
Die Spannung: Mittelmässig bis keine.
Nur ein Thriller mit sehr viel Blut und vielen Toten. Die Hauptfigur gehört ja selber ins Krankenhaus und ins Gefängnis.
Diese Jubelschreie im Vorfeld verstehe ich überhaupt nicht. Schade, daß der derzeit erfolgreichste Autor aus Österreich einen solchen Mist schreibt. Als Österreicher darf ich dies sagen.

07.04.2017 19:12:04
juancho78

um das als krimi zu bezeichnen, eindeutig zu wenig charakter und handlung, einfach ein blutiger thriller, extrem spannend geschrieben ja, aber zugleich auch lästig der stil. außerdem ist von anfang an klar, wer jetzt der "oberböse" ist... ziemlich billig alles zusammen, werd von aichner kein weiteres buch lesen

29.03.2017 11:18:28
W. Danninger

Über den Inhalt mag man streiten; Allerdings nicht, dass er so durchsichtig ist, dass man schon nach kurzem weiß, wer der "ganz Böse" ist und wie die Geschichte ablaufen wird.
Wenn dann gegen Ende auch für jeden klar ist, dass nun nur nach dieser "ganz Böse" beseitigt werden muss, wird zur Steigerung der Spannung ein kleines Kapitel eingeschoben, in dem sich die "Heldin" aussichtslos in dessen Gewalt befindet. Aber es gibt nun keinerlei Auflösung, wie sie freikommt, ob dies ein Alptraum war o.ä.; das dürfte dem Autor zu schwierig gewesen sein. Es geht einfach wie erwartet weiter bis zum Ende.
Zum Stil kann ich nur sagen: vergleichsweise ist der Stil der Bildzeitung hochwertig.
Zusammengefasst: das schlechteste Buch, das ich seit Jahren gelesen habe.

28.03.2017 14:31:54
Alex

Ich mag den Schreibstil von Aichner ungemein: kurze und knappe Dialoge - manchmal nur wenige Worte.

Seit langem einmal wieder eine Geschichte und eine Protagonistin die mich wirklich auf Dauer fesseln konnte, ohne sich in übermässig grausigen Details zu ergehen.

Auch wenn man so manches Mal Blum schütteln möchte und sich fragt, warum sie gerade DIESE Entscheidung getroffen hat, nimmt die Geschichte immer wieder eine unerwartetet Wendung, ohne konstruiert zu wirken.

Mein erstes Aichner Buch - und bestimmt nicht mein letztes !

07.01.2017 18:35:04
Celine naujeck

Ich finde die Bücher von Bernhart Aichner wirklich wunderbar geschrieben. Es lässt auch sehr viel Platz fü die menschliche Fantasie. Wir nehen das Buch auch zurzeit als s
Schullektüre durch und jeder einzelne der Klasse kann nur positives feedback dazu abgeben. Falls es einigen dennoch nicht gefallen sollte schlage ich vor einfach sich ein anderes Buch auszuwählen. Lg

18.10.2016 22:18:49
Birne W.

Noch nie ein Buch gelesen, das psychologisch so daneben ist. Die Figuren haben null Charakter oder Entwicklung.Der Schreibstil ist wie ein schulaufsatz.Der Plot ist hanebüchen.
Die Beschreibung der Morde wie in einer Boulevardzeitung.
Wirklich sehr schlecht...wenn nicht am Rande zum Schwachsinn...
Peinlich ist auch das selbstbeweihräuchernde Interview des Autors am Ende...wie in einer schlechten Illustrierten.

02.08.2016 18:54:17
Gunthilde Muetzel

In der heutigen Zeit von Terror und Rassismus gibt es schon genug Blut, Gräuel und Erbarmungslosigkeit da muß man nicht noch so ein entsetzliches Buch schreiben. Ich habe schon viele Krimis gelesen und auch Thriller, aber das buch habe ich nach zwei drittel text in den Müll geworfen. Es ist wirklich schrecklich.

24.07.2016 15:53:30
Carolina

Der karge Schreibstil macht das Buch offensichtlich außergewöhnlich. Und die Begeisterung des Autors für grausliche Schilderungen der Aktivitäten der Brünhilde Blum.Alles ganz sicher nicht mein Geschmack! Ich habe in den letzten 50 Jahren alles an Kriminalromanen gelesen was es gab und gibt. Nicht alles hat mir gefallen, aber so einen Schmarrn hab ich noch nie gelesen.Das Buch ist gewaltsam auf originell geschrieben, was läßt ein Autor sich nicht alles einfallen um aus der Masse herauszustechen!Ich werd sicher die anderen Bücher de
s Autors nicht lesen und was er mit der Blum ansellen wird ist mir sowas von egal!

04.07.2016 16:50:33
Scheh

Das Buch ist die Geschichte einer Psychopatin und Alkoholikerin. Die Erzählweise dieses Buches,.ich schließe mich einigen Vorrednern an , teilweise unerträglich. Einmal warf ich das Buch sogar in die Ecke.

Der Autor scheint ein perfides Vergnügen daran zu haben das Zerhacken und Ausschlachten von Menschen zu beschreiben.

Blum ist keinen Deut besser als ihre "Opfer". Blum und die "Fünf" sind sich mit ihrer Leidenschaft zu quälen, foltern und morden unsagbar ähnlich.

Fazit das erste und letzte Buch dieses Autoren.

08.04.2016 16:25:44
Uwes-Leselounge

Das Leben von Blum könnte nicht besser sein. Sie ist Mutter zweier kleiner Mädchen, hat einen absolut perfekten Ehemann (Polizist) und auch Ihre Firma, ein Bestattungsinstitut, läuft gut - schließlich wird immer gestorben. Doch an einem Samstag früh wird diese Welt nicht mehr so rosarot sein. Denn Blum muss mit ansehen, wie ihr geliebter Mann, auf der Straße vor ihrem Grundstück von einem Auto überfahren wird und der Unfallverursacher Fahrerflucht begeht. Von jetzt auf gleich bricht für Blum eine Welt zusammen. Durch einen Zufall findet Blum heraus, dass vielleicht mehr hinter dem Unfall ihres Mannes stecken könnte. Und Blum hat Blut geleckt und in ihrem Wahn nach Rache kann nichts und niemand sie aufhalten. So begibt sie sich auf die Suche nach dem Grund für den Tod ihres Mannes. Aber warum ist so eine Frau, wie Blum dazu fähig? Die Antwort liegt in Ihrer Vergangenheit.

Brünhilde, 24 Jahre alt, schippert mit ihren Eltern (beide um die 70) auf dem gemeinsamen Segelboot vor der Küste von Triest und machen dort Urlaub. Brünhilde genießt mit Musik in den Ohren die Sonnenstrahlen auf ihrer nackten Haut auf Deck und hört nicht, wie ihre Eltern verzweifelt um Ihr Leben kämpfen. Nach über drei endlosen Stunden und unzähligen Rufen nach ihrer Tochter verlieren die Eltern Herta und Hagen Blum diesen Kampf und ertrinken. Als Brünhilde mit ihrem Sonnenbad fertig ist, wundert sie sich, wo ihre Eltern sind und ahnt fürchterliches. Tief traurig bleibt ihr nur eine Möglichkeit, die Küstenwache zu rufen. Doch bevor diese eintrifft, kommt ein Boot auf sie zugefahren. An Bord ein junger Mann, Mark, der von Beruf Polizist ist. Obwohl sich beide nicht kennen, ist Mark in dieser schweren Stunde bei ihr und hilft nur wo er kann. Auch danach verlieren sich die Beiden nicht aus den Augen und aus Freundschaft wird schnell Liebe. Der Prolog dieser Geschichte hat mich unheimlich gefesselt, aber ich möchte euch natürlich nicht alles verraten, nur soviel, es ist nicht immer alles so, wie es auf den ersten Blick scheint!

Brünhilde, die diesen Namen schon immer gehasst hat und sich nun Blum nennt, hat eine schwierige Kindheit hinter sich. War Blum zu Beginn ihrer Kindheit und späteren Jugend noch schwach, verletzlich und einfach nur zu bemitleiden, so ist doch heute eine starke und selbstbewusste Frau aus ihr geworden. Dies ist natürlich auch ihrem Mann Mark geschuldet. Dieser trägt sie auf Händen, tut alles für sie, ist ihr ein Freund, Liebhaber und treusorgender Vater zweier wundervoller Töchter. Auch Marks Vater Karl lebt mit der Familie in einer alten Villa in Innsbruck zusammen. Auf dem gleichen Grundstück ist auch das Bestattungsunternehmen von ihr untergebracht. Zu dieser kleinen Familie gehört ebenfalls ihr Assistenz Reza. Ein junger Bosnier, den Mark vor einer großen Dummheit bewahrt hat. Reza ist ein ruhiger und zurückgezogener Mann. Obwohl auch er eine sehr sehr brutale Kindheit hatte, mochte ich ihn sofort. Das Leben könnte für Blum nicht besser sein. Wäre da nicht dieser eine Samstag morgen gewesen, der alles zerstört hat. Ab diesem Zeitpunkt bricht das Leben von Blum, ihrem Schwiegervater und den Kindern wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Ihr Lebensmittelpunkt, ihr Anker, Mark wird vor ihrem eigenen Grundstück auf der Straße von einem Auto überfahren und stirbt. Der Fahrer kann unerkannt flüchten. Die ganze Familie fällt durch diesen Schicksalsschlag in ein tiefes Loch und nur ganz langsam können sie sich daraus befreien. In dieser Zeit sind Reza und Massimo (Marks Kollege) für die Familie und im speziellen für Blum da. Sie managen den ganzen Papierkram und die Beerdigung. Nach zwei Wochen geht Blum zum ersten Mal in Marks Arbeitszimmer und setzt sich, überwältigt von ihren Gefühlen, an seinen Schreibtisch. Auf diesem Schreibtisch liegt auch sein Handy und obwohl sie es nicht möchte, hält sie es plötzlich in ihren Händen und blättert darin herum. Als sie dort auf mehrere Tonbandaufnahmen stößt, kann sie nicht anders und spielt eine Aufnahme ab. Neben Marks Stimme ist da auch eine Frau zu hören, die er mit Dunja anspricht. Hatte Mark eine Affäre? Wer ist diese Dunja und was hatte diese mit ihrem Mann zu tun? Blum muss mehr über diese Frau erfahren und hört sich alle Aufnahmen an. Die Geschichte, die sie hört, lässt sie erschaudern und in ihr reift der Entschluss, diese Frau ausfindig zu machen - egal wie. Trotz mehrerer Fehlschläge findet Blum Dunja schließlich und erfährt, dass der Unfall von Mark vielleicht gar keiner war... In Blum keimt ein unheimliche Wut auf und sie begibt sich auf die Suche nach den Hintermännern, die für den Tod von Mark eventuell verantwortlich sein könnten. Und ihre Rache wird sie alle treffen...

FAZIT: Zu Beginn der Geschichte hatte ich so meine Probleme mit dem Schreibstil von Bernhard Aichner. Denn seine Sätze sind teils sehr kurz oder gar etwas abgehakt. Doch alleine der Prolog hat so eine Sogwirkung in mir ausgelöst, dass ich unbedingt wissen wollte, was Brünhilde in der Kindheit passiert ist und warum sie sich so entschieden hat (mehr verrate ich nicht). Ihre Beweggründe für die getroffenen Entscheidungen konnte ich allesamt sehr gut nachvollziehen. Blum hat mir unheimlich gut gefallen, da man mit jeder Seite ihre Entwicklung hautnah miterleben konnte. Die Geschichte wird uns aus der Sicht eines Betrachters erzählt. Diese ist ja normalerweise recht nüchtern, doch Bernhard Aichner schafft es hier unheimlich gut, uns die Gefühlswelt von Blum näher zu bringen. In dieser Form habe ich das noch nicht gelesen - klasse! Mit jeder Seite passieren so unheimlich viele Dinge, das man einfach wissen muss, wie es weitergeht und so hatte ich das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen. Auch das Ende konnte mich überzeugen und hat mich im Epilog doch noch überraschen können - so etwas mag ich!

Was für eine Frau und welch bombastische Geschichte - eine klare Leseempfehlung von mir und somit 5 Nosinggläser.

08.04.2016 16:22:04
Uwes-Leselounge

Das Leben von Blum könnte nicht besser sein. Sie ist Mutter zweier kleiner Mädchen, hat einen absolut perfekten Ehemann (Polizist) und auch Ihre Firma, ein Bestattungsinstitut, läuft gut - schließlich wird immer gestorben. Doch an einem Samstag früh wird diese Welt nicht mehr so rosarot sein. Denn Blum muss mit ansehen, wie ihr geliebter Mann, auf der Straße vor ihrem Grundstück von einem Auto überfahren wird und der Unfallverursacher Fahrerflucht begeht. Von jetzt auf gleich bricht für Blum eine Welt zusammen. Durch einen Zufall findet Blum heraus, dass vielleicht mehr hinter dem Unfall ihres Mannes stecken könnte. Und Blum hat Blut geleckt und in ihrem Wahn nach Rache kann nichts und niemand sie aufhalten. So begibt sie sich auf die Suche nach dem Grund für den Tod ihres Mannes. Aber warum ist so eine Frau, wie Blum dazu fähig? Die Antwort liegt in Ihrer Vergangenheit.

Brünhilde, 24 Jahre alt, schippert mit ihren Eltern (beide um die 70) auf dem gemeinsamen Segelboot vor der Küste von Triest und machen dort Urlaub. Brünhilde genießt mit Musik in den Ohren die Sonnenstrahlen auf ihrer nackten Haut auf Deck und hört nicht, wie ihre Eltern verzweifelt um Ihr Leben kämpfen. Nach über drei endlosen Stunden und unzähligen Rufen nach ihrer Tochter verlieren die Eltern Herta und Hagen Blum diesen Kampf und ertrinken. Als Brünhilde mit ihrem Sonnenbad fertig ist, wundert sie sich, wo ihre Eltern sind und ahnt fürchterliches. Tief traurig bleibt ihr nur eine Möglichkeit, die Küstenwache zu rufen. Doch bevor diese eintrifft, kommt ein Boot auf sie zugefahren. An Bord ein junger Mann, Mark, der von Beruf Polizist ist. Obwohl sich beide nicht kennen, ist Mark in dieser schweren Stunde bei ihr und hilft nur wo er kann. Auch danach verlieren sich die Beiden nicht aus den Augen und aus Freundschaft wird schnell Liebe. Der Prolog dieser Geschichte hat mich unheimlich gefesselt, aber ich möchte euch natürlich nicht alles verraten, nur soviel, es ist nicht immer alles so, wie es auf den ersten Blick scheint!

Brünhilde, die diesen Namen schon immer gehasst hat und sich nun Blum nennt, hat eine schwierige Kindheit hinter sich. War Blum zu Beginn ihrer Kindheit und späteren Jugend noch schwach, verletzlich und einfach nur zu bemitleiden, so ist doch heute eine starke und selbstbewusste Frau aus ihr geworden. Dies ist natürlich auch ihrem Mann Mark geschuldet. Dieser trägt sie auf Händen, tut alles für sie, ist ihr ein Freund, Liebhaber und treusorgender Vater zweier wundervoller Töchter. Auch Marks Vater Karl lebt mit der Familie in einer alten Villa in Innsbruck zusammen. Auf dem gleichen Grundstück ist auch das Bestattungsunternehmen von ihr untergebracht. Zu dieser kleinen Familie gehört ebenfalls ihr Assistenz Reza. Ein junger Bosnier, den Mark vor einer großen Dummheit bewahrt hat. Reza ist ein ruhiger und zurückgezogener Mann. Obwohl auch er eine sehr sehr brutale Kindheit hatte, mochte ich ihn sofort. Das Leben könnte für Blum nicht besser sein. Wäre da nicht dieser eine Samstag morgen gewesen, der alles zerstört hat. Ab diesem Zeitpunkt bricht das Leben von Blum, ihrem Schwiegervater und den Kindern wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Ihr Lebensmittelpunkt, ihr Anker, Mark wird vor ihrem eigenen Grundstück auf der Straße von einem Auto überfahren und stirbt. Der Fahrer kann unerkannt flüchten. Die ganze Familie fällt durch diesen Schicksalsschlag in ein tiefes Loch und nur ganz langsam können sie sich daraus befreien. In dieser Zeit sind Reza und Massimo (Marks Kollege) für die Familie und im speziellen für Blum da. Sie managen den ganzen Papierkram und die Beerdigung. Nach zwei Wochen geht Blum zum ersten Mal in Marks Arbeitszimmer und setzt sich, überwältigt von ihren Gefühlen, an seinen Schreibtisch. Auf diesem Schreibtisch liegt auch sein Handy und obwohl sie es nicht möchte, hält sie es plötzlich in ihren Händen und blättert darin herum. Als sie dort auf mehrere Tonbandaufnahmen stößt, kann sie nicht anders und spielt eine Aufnahme ab. Neben Marks Stimme ist da auch eine Frau zu hören, die er mit Dunja anspricht. Hatte Mark eine Affäre? Wer ist diese Dunja und was hatte diese mit ihrem Mann zu tun? Blum muss mehr über diese Frau erfahren und hört sich alle Aufnahmen an. Die Geschichte, die sie hört, lässt sie erschaudern und in ihr reift der Entschluss, diese Frau ausfindig zu machen - egal wie. Trotz mehrerer Fehlschläge findet Blum Dunja schließlich und erfährt, dass der Unfall von Mark vielleicht gar keiner war... In Blum keimt ein unheimliche Wut auf und sie begibt sich auf die Suche nach den Hintermännern, die für den Tod von Mark eventuell verantwortlich sein könnten. Und ihre Rache wird sie alle treffen...

FAZIT: Zu Beginn der Geschichte hatte ich so meine Probleme mit dem Schreibstil von Bernhard Aichner. Denn seine Sätze sind teils sehr kurz oder gar etwas abgehakt. Doch alleine der Prolog hat so eine Sogwirkung in mir ausgelöst, dass ich unbedingt wissen wollte, was Brünhilde in der Kindheit passiert ist und warum sie sich so entschieden hat (mehr verrate ich nicht). Ihre Beweggründe für die getroffenen Entscheidungen konnte ich allesamt sehr gut nachvollziehen. Blum hat mir unheimlich gut gefallen, da man mit jeder Seite ihre Entwicklung hautnah miterleben konnte. Die Geschichte wird uns aus der Sicht eines Betrachters erzählt. Diese ist ja normalerweise recht nüchtern, doch Bernhard Aichner schafft es hier unheimlich gut, uns die Gefühlswelt von Blum näher zu bringen. In dieser Form habe ich das noch nicht gelesen - klasse! Mit jeder Seite passieren so unheimlich viele Dinge, das man einfach wissen muss, wie es weitergeht und so hatte ich das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen. Auch das Ende konnte mich überzeugen und hat mich im Epilog doch noch überraschen können - so etwas mag ich!

Was für eine Frau und welch bombastische Geschichte - eine klare Leseempfehlung von mir und somit 5 Nosinggläser.

07.02.2016 19:31:34
Lafleur

Nachdem ich in den letzten Monaten sehr viel von diesem Buch gehört habe, beschloss ich heute Mittag das Werk zu lesen - und siehe da, es hat mich so sehr gefesselt, dass ich es gute 6 Stunden später ausgelesen habe. ;-)
Eine sehr außergewöhnliche Geschichte, welche sich Aichner hier ausgedacht hat. Ich wusste bis zur letzten Seite nicht, was ich von der Hauptperson halten soll. Habe ich es hier mit einer psychisch erkrankten Mörderin zu tun? Oder habe ich es hier mit einer liebenden Witwe und Mutter zu tun? Ich kann mich leider für keine Perspektive entscheiden - wohl ein Mix aus beiden.
Das Werk ist sehr klar und strukturiert aufgebaut. Der Schreibstil von Aichner ist eher weniger mein Geschmack - kurze, abgehackte Sätze.
Den letzten Teil ("Acht Jahre zuvor") empfand ich als unnötig. Er verleiht dem Werk einen sehr komischen Beigeschmack.
Auf die Fortsetzung(en) bin ich gespannt!

02.12.2015 18:18:29
sihna

Der Plot ist klasse (bis auf die vorhersehbare Überraschung um den fünften Mann), die Protagonistin sympathisch, das Buch so herrlich unmoralisch. Doch dieses Geschwurbel kann doch kein halbwegs gebildeter Mensch lesen. Diese Halbsätze, dieses grammatikalisch unkorrekte Deutsch. Zum Glück ist man rasend schnell durch das Buch durch. Schade. Eine vergeudete Story. Diese hätte ich gerne gelesen, wenn sie von einem talentierten Geschichtenerzähler verfasst worden wäre.
Doch warum eine Fortsetzung. Nur des Geldes wegen? Das Buch hat einen so tollen Abschluss, dass jede Fortsetzung diesen kaputt macht.

18.10.2015 01:05:34
PeterGreen

Eigentlich ein Thriller der mit Elementen arbeitet, die man so oder so ähnlich schon öfter gelesen oder gesehen hat. Doch was macht dann diesen Thriller so besonders? Zum einen ist es natürlich die Sprache. Kurze knappe Sätze die stakkatoartig auf den Leser eintrommeln, ihn mitreißen in die Handlung hinein. Man möchte gar nicht mehr aufhören. Das Tempo ist rasant. Dabei bleibt viel Platz für die eigene Phantasie, für eigene Fragen. Brünhilde Blum: Wie konnte sie nach dieser Kindheit überhaupt wieder zu einem normalen Leben kommen? Wie konnte sie überhaupt lieben? Ihre Kinder, ihren Mann. Und dann? Diese Welt bricht zusammen. Diese Welt einer heilen Familie. Ihr Mann wird ermordet. Und dann? Ja dann schlägt sie zu. Erbarmungslos, wie es auf dem Klappentext des Buches heißt. Aber das ist nicht nur einfach Rache für den Tod ihres geliebten Mannes, dass ist ein Befreiungsschlag von ihren Peinigern, wie sie es schon einmal erfolgreich vollzogen hatte. Ein starkes Buch, nicht nur durch diese neue sprachliche Knappheit, sondern auch inhaltlich. Ich hatte das Gefühl, dass gerade durch diese kurzen knappen Sätze die eigenen Bilder im Kopf um so stärker waren. Ich freue mich auf das Totenhaus.

18.10.2015 00:54:43
PeterGreen

Eigentlich ein Thriller der mit Elementen arbeitet, die man so oder so ähnlich schon öfter gelesen oder gesehen hat. Doch was macht dann diesen Thriller so besonders? Zum einen ist es natürlich die Sprache. Kurze knappe Sätze die stakkatoartig auf den Leser eintrommeln, ihn mitreißen in die Handlung hinein. Man möchte gar nicht mehr aufhören. Das Tempo ist rasant. Dabei bleibt viel Platz für die eigene Phantasie, für eigene Fragen. Brünhilde Blum: Wie konnte sie nach dieser Kindheit überhaupt wieder zu einem normalen Leben kommen? Wie konnte sie überhaupt lieben? Ihre Kinder, ihren Mann. Und dann? Diese Welt bricht zusammen. Diese Welt einer heilen Familie. Ihr Mann wird ermordet. Und dann? Ja dann schlägt sie zu. Erbarmungslos, wie es auf dem Klappentext des Buches heißt. Aber das ist nicht nur einfach Rache für den Tod ihres geliebten Mannes, dass ist ein Befreiungsschlag von ihren Peinigern, wie sie es schon einmal erfolgreich vollzogen hatte. Ein starkes Buch, nicht nur durch diese neue sprachliche Knappheit, sondern auch inhaltlich. Ich hatte das Gefühl, dass gerade durch diese kurzen knappen Sätze die eigenen Bilder im Kopf um so stärker waren. Ich freue mich auf das Totenhaus.

23.09.2015 14:54:55
Kasin

Brünhilde Blum ist alles, nur eines nicht - langweilig!

Genauso empfand ich auch dieses Buch und die Geschichte um die Bestattin Blum. Kein Allerweltsberuf, schon gar nicht für eine Frau, aber Blum ist auch keine.
Alles ist perfekt im Leben der Bestatterin Blum, die Adoptiveltern tot und damit eine zentnerschwere Last von ihr gefallen. Einen Traummann schlechthin, einen Villa, 2 tolle Kinder, einen besondere Familiengemeinschaft in der gelebt und geliebt wird.

Mich hat ja dieser Schreibstil vom ersten Moment an begeistert. Selten sind so kurze Sätze, oft einzelne Wörter nur, so aussagekräftig bei mir angekommen wie mit oder in diesem Buch. Der Autor macht nicht viel Aufhebens um Blum und ihre Mitmenschen. Er läßt sie einfach denken, reden und handeln. 
So als passiert es jetzt und hier. Anführungszeichen bedarf es nicht, man liest es ja und weiß wer spricht und mit wem. 
Blum ist eine sehr außergewöhnliche Frau, was wohl auch an ihrer Vergangenheit liegt. Als Adotivkind, Retterin des Familienunternehmen, akzeptiertes Anhängsel aber furchtbar ungeliebt und in eine Rolle gedrängt die kein Kind so erfahren sollte und die die wenigsten Erwachsenen ertragen könnten. Der Umgang mit den Toten, Leichen. Dem Vorbereiten, Waschen, Ankleiden und und und.

Bereits der Einstieg ins Buch ist eine Art Schauermärchen, denn Blum hat beschlossen endlich ihr Leben zu führen, da ist kein Platz mehr für die ungeliebten und unliebenden Eltern.

Danach wird Blums Leben gut und auch im Buch selbst herrscht zeitweise Harmonie, bis eben die Sache mit Mark passiert.

Wer den Anfang schon furchtbar fand, die Taten von Blum, der wird im Verlauf des Buches öfters an seine Grenzen kommen. Denn Blums Rache ist sehr grausam und polarisiert in extremen Maße. Eine Sympathie für eine Mörderin empfinden? Geht dass? Eine Frage, auf die jeder seine eigene Antwort finden muss.

Die Geschichte ist so komplex. Klar, Rache ist das vordergründige Thema aber es geht auch um noch viel, viel mehr. Darum zu helfen, wo keiner mehr hinsieht, andere aufzunehmen und ihnen eine Heimstadt geben. Zu verdrängen und zu verarbeiten. Um das Lieben, geliebt werden und um ganz besonders um das Hassen.

Blum und dieses Buch, hat mich begeistert, fasziniert, zu Tränen gerührt, erschrocken und schockiert. 

Und dennoch mag ich diesen Charakter und dieses Buch, ja ich mag auch Blum.
c)K.B. 09/2015

10.09.2015 22:07:34
Briggs

Der erste Band der Trilogie holt Blum ein; zeitgleich nimmt ihr Leben eine Biegung, die unvorhersehbar war: Die Kindheit aus der Zeit vor jeder Erinnerung klopft mit Wucht an.Anders als im ersten Band führt nicht eine Handlung zur nächsten, treibt Blum von einer Tat zur nächsten. Hier entsteht die Spannung hinter dem, was passiert:
Wer ist wer? Wem kann Blum trauen?
Wer meint ihr wohl?Wer gern Blut fließen liest, dem wird das Buch nicht so gut gefallen. Wer aber gern im Ungewissen tappt, der Unausweichlichkeit nicht ausweicht, eine Protagonistin nicht lieben muss, um ihren Erlebnissen zu folgen, der hat hier ein ungemein spannendes Buch.Dass Blum schon im Prolog stirbt, habe ich bis zur Hälfte des Buchs schon wieder vergessen gehabt, und als die Handlung dort wieder ankommt, bleibt der Gruselfaktor ganz weit oben.Wo ist Band 3?

31.08.2015 18:39:32
Chris jr.

Sorry, aber das Buch ist absoluter Blödsinn! Hier wird ein Werk eines Autors hochgejubelt und mit Lorbeeren überhäuft, welches das schlichtweg nicht verdient hat.

Der Schreibstil mag einem die ersten paar Seiten noch mitreissen. Und ja, die Gefühle der Protagonistin werden so sehr intensiv zum Leser transportiert.

Doch nach dem vierten oder fünftel (sehr kurzen, was ich mag) Kapitel, nervt dieser Stil zunehmend. Man mag einfach nicht mehr. Diese zum Stakkato verkürzten Satzgebilde. Diese ständigen Wiederholungen. Genug ist genug. Basta. Fertig. Wiederholungen. Nein. ... so in etwa schreibt der Aichner.

Hinzu kommt, dass die Story doch viel zu sehr an den Haaren herbeigezogen ist.

Die Protagonistin mordet sich nach Lust Laune durch Tirol, Kärnten und das angrenzende Ausland. Viel zu schnell kann sie den Ort des Geschehens wechseln. Innsbruck nach Triest. Klar. Kein Thema. Zwei Seiten weiter wieder in Tirol im noblen Skiort. Eine Seite später zu Hause in Innsbruck. Mit den Kinder spielen. Alles kein Problem.

Zudem wirken die ihr beigestellten Nebenpersonen kaum nachvollziehbar.

Der Schwiegervater ist ein Mensch ohne eigenes Leben. Immer tanzt alles nach der Pfeife der Protagonistin.

Die Geschichte hätte Potential gehabt. Aber sicher. Ein paar Seiten mehr; etwas mehr Prosa hätten nicht geschadet.

Ich bin hin- und hergerissen, ob ich mir den Nachfolgeroman kaufen soll.

Ich denke, ich lasse es bleiben.

22.08.2015 18:27:07
Helga

Habe das Buch auf Empfehlung der Buchhändlerin für den Urlaub gekauft und sie hat recht behalten. Das Buch hat mich so sehr gefesselt, das ich es in 3 Tagen durch hatte, ich konnte es kaum erwarten, den 2. Teil zu lesen, leider hatte ich den schon nach 2 Tagen durch, weil ich einfach wissen wollte ob Blum es schafft. Jetzt fiebere ich dem 3. Teil entgegen und bin gespannt wie die ganze Geschichte ausgeht. In der Zwischenzeit werde ich mir wohl noch ein paar andere Bücher von Bernhard Aichner besorgen. Ich habe einen neuen Lieblingsschriftsteller gefunden.

02.08.2015 21:46:49
marion

ich lese nur im urlaub und mir fällt es schwer dem geschriebenen zu folgen und finde sehr schwer bücher die mich fesseln oder deren geschichte ich auch fesselnd finde oder behalten kann. ich war von dem buch so begeistert und gefessel das ich es an einem tag durchgelesen habe. und da ich noch urlaub habe werde ich morgen in die buchhandlung gehen und schauen was bernhard aichinger noch so geschrieben hat

30.07.2015 00:35:02
Judith

Ich lese sehr viele Thriller-die Handlung der meisten habe ich spätestens zwei Tage später vergessen. Das wird mir nach der Lektüre der "Totenfrau" nicht passieren.
Ein irrsinnig spannendes Buch, das ich trotz der relativen Vorhersagbarkeit der Handlung bis zum Schluss nicht aus der Hand legen konnte
Vergleichbares habe ich zuvor noch nie gelesen. Die sehr minimalistisch gehaltene Sprache wirkt nie affektiert, und langatmige Schilderungen von Tatorten, Spurensicherungen etc. wurden von mir nicht vermisst.
Das Buch lebt vor allem durch die Protagonistin Blum, von ihren verhassten, verstorbenen Eltern einst Brünhilde genannt.
Identifiziert man sich mit ihr und ihrem Rachefeldzug? Hält man fest an Werten wie Verzeihen und Gewaltfreiheit?Ratlos bleibt man als Leser zurück. Aber Blum hat man ins Herz geschlossen.

19.07.2015 10:52:07
RP.O.

ich habe in meinem Leben schon viele Bücher "gehört" , aber dieses zählt zu den langweiligsten überhaupt, ja ich würde sogar sagen, der Autor ist talentfrei. Gelesen wird das Buch von Herrn Berkel, der dieses spannungsarme Werk mit seiner einschläfernden Stimme nur noch verschlimmert.
Es war eine Qual bis zum Ende durchzuhalten.
Note 6

11.05.2015 12:27:33
Marie

Langweilig! Hat mich nicht gefangen. Hab ihn auf Empfehlung gelesen, aber dieses Buch zählt bei mir zu denen, die man eindeutig nicht lesen muss. Für mich absolut an den Haaren herbei gezogen, vorhersehbar und unglaubwürdig.
Was vielversprechend begann, ebbte schnell ab. Ich wollte es eigentlich in der Mitte schon beiseite legen, hab mich aber bis zum Ende gezwungen.

17.04.2015 19:54:16
Torsten

Ein Buch was den Leser etwas zwiegespalten zurücklässt.
Aichners Minimal-Stil ist wirklich ausserordentlich und ich kann mich an nichts vergleichbares erinnern. Durch diesen Minimalismus wird wirklich jeder Ballast und jede Ausschmückung weggelassen und überflüssig - so bleiben kaum 200 Seiten reiner Text.
Wenn man sich an den Stil gewöhnt hat - so 20, 30 Seiten dauert es schon - merkt man welche Intensität er erzeugt. Besonders die Trauer Blums und ihre Zerissenheit nach Marks Tod ist phänomenal eindringlich.
Der Faszination über diese Eindringlichkeit steht für mich der doch insgesamt sehr einfache und auch sehr vorhersehbare Plot gegenüber. Von der Unwahrscheinlichkeit der Blumschen Zufallsergebnisse beim "Ermitteln" mal ganz abgesehen, steuert alles doch sehr linear auf ein vorhersehbares Ende zu.
Auch hat mich die von Jürgen Priester noch gelobte Einflechtung einer Art Traumsequenz gestört - derartige Kniffe finde ich generell unfair in einem Krimi.
Übrigens fand ich das Buch weder besonders brutal, noch waren die Szenen die die Besattungsarbeit betrafen so übermässig detailliert dass sie störten (oder wiederum ein halbjähriges Berufspraktikum rechtfertigten oder erklärten), noch kann ich nachvollziehen was da speziell für Tiroler besonders (nicht) nachvollziehbar sein soll - die Handlung könnte eigentlich nahezu überall spielen.
So bleibt eine gute, aber eben nicht sehr gute Wertung unter dem Strich über.

02.03.2015 16:01:31
Martina Bachler

Als Tiroler Leseratte und Krimifan auf einer Skala von 0-10 eine absolute 10! Ich musste das Buch manchmal weglegen, weil es so ultraarg war, dass ich Pause gemacht habe. Der Stil fesselt von der ersten Zeile an, und von allen gelesenen Autoren der Ungewöhnlichste! Einem Freund der jahrelang kein Buch in der Hand hatte, empfohlen, und nach kurzem die Rückmeldung bekommen: "wann kommt der 2.te Teil?". Ein großer Wurf!

08.01.2015 08:31:40
Alexandra Knoll

Meiner Meinung nach war das ein sehr schnell zu lesendes Buch, sicher total spannend, teilweise zu dick aufgetragen - d.h. zu brutal und schauderlich, und für mich auch auf lange Strecken nur beklemmend. Der Schreibstil, von dem schon mehrmals gesprochen wurde, gefiel mir sehr gut, wenngleich er abgehakt und eigenwillig war. Die Handlung spielt in Tirol und als Tirolerin ist das Ganze deshalb nochmals schwer nachvollziehbar.

07.01.2015 15:57:12
el-ka

ATEMLOS

so liest man dieses Buch, so fühlt man sich während des Lesens und so lässt es einem nach dem Lesen zurück.
Und mit Fragen: warum kann ich die Taten dieser Frau beinah gut verstehen (nicht billigen, aber verstehen)? Warum kommen einem alle anderen in ihrer Geschichte (Eltern etc.) viel schlimmer vor als die handelnden Mörder?

Es verstört, aber man kann nicht aufhören zu lesen.

Es kommt mir nicht wie ein Rachfeldzug vor sondern wie die Inkarnation der ausgleichenden Gerechtigkeit.
Die Kindheit erklärt nicht nur den immensen Stellenwert, den jetzt ihre FAmilie inne hat, sondern erklärt auch, dass diese Art Morde für sie keine Grenzüberschreitung sind, sondern Handlungen darstellen, auf die sie die erzwungene Tätigkeiten ihrer Kindheit vorbereitet haben, abgehärtet und abgestumpft.

Dieses Buch kann ich nur empfehlen und als besonders brutal konnte ich es im Kontext nicht empfinden. Ohne Kontext natürlich. Aber da gibt es von den nordischen Autoren weitaus schlimmeres!

28.10.2014 20:00:26
Axel

Zugegeben, an den Schreibstil von Bernhard Aichner muss man sich erst mal gewöhnen. Und das dauert. zum Teil sehr nervig. Aber, die Story ist der Hammer und seit langem das Beste, was mir unter die Augen gekommen ist. Super spannend, richtig heftig. Wer Thriller mag, die noch so markaber sind, die werden an diesem Buch ihren Gefallen finden. Wie gesagt, der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, der Inhalt klasse.

18.07.2014 09:06:37
Antonie Kemesies

Bin ein absoluter Thriller-Fan, aber soetwas habe ich noch nicht gelesen.
Dieses Buch ist so spannend, daß man es
(vorausgesetzt man hat die Nerven dazu)
nicht aus der Hand legen kann. Die Story
ist so kurz, knapp und effizient geschrieben.
Und so wahnsinnig spannend. Ich bin
begeistert und kann es nur weiterempfehlen.
Normalerweise vergebe ich keine 1er Noten für Thriller, aber dieser ist einfach eine 1
wert. Ich wünsche mir noch mehr so supertolle Thriller von Herrn Aichner!

24.06.2014 23:50:04
Margit Frei

Hätte das Buch fast weggelegt, da zu brutal. wie der "Knochenmann" von Haas. Ich habe es nur fertiggelesen, da ich auf ein besseres Ende hoffte. Ich kann das Buch eigentlich nicht weiter empfehlen.
Die "Bestatterin" hatte eine schwere Kindheit, dies hat natürlich ihre Persönlichkeit geformt, wobei ich eher auf "Borderliner" tippe. Es ist schade, dass die Story so brutal erstellt wurde.

08.05.2014 12:49:16
wendelin

Bestatterin Blum ist zum ersten Mal in ihrem Leben glücklich. Sie hat einen Mann, den sie liebt und zwei entzückende Kinder. Dann ein Verkehrsunfall mit Fahrerflucht und die Welt steht still. Ihr Mann ist tot. Ein Unfall? Nein es war Mord und die Blum wird die Mörder kriegen … „Ein Fotograf, ein Priester, ein Jäger, ein Koch, ein Clown...“
Sprachgewaltig oder platt?

Was an Totenfrau zuerst auffällt, ist der Schreibstil, den ich mal karg nennen möchte. Extrem kurze Sätze, wie Maschinengewehrsalven prasseln sie auf den Leser ein. Dazwischen ist kein Raum für detaillierte Beschreibungen. Diesem Stakkato kann man sich nicht entziehen. Es vermittelt einen sehr intimen Einblick in eine extrem verstörende Gefühlswelt. Mir war es trotzdem irgendwann zu viel des Guten. Ein weniger inflationärer Einsatz dieses Stilmittels hätte dem Buch gut getan. Auch haben mich die ständigen Wiederholungen mit der Zeit genervt. Zu oft habe ich in den Dialogen „Ist das so?“, „Bin ich das?“ und Ähnliches gelesen.
Liebende Mutter oder Psychopatin?

Womit wir auch schon bei der sperrigen Protagonistin sind. Die Blum. Eine Frau, die nach einer extrem lieblosen Kindheit glaubt ihr Glück gefunden zu haben. Doch dann gerät alles aus den Fugen. Die Blum trauert. Das sind die Stellen im Buch, die wirklich gelungen sind. Man kann ihren Schmerz spüren. Man kann auch nachvollziehen, dass sie Rache will. Aber wie sie es dann tut, das ist wirklich nichts für zarte Gemüter. Konsequent, brutal, kaltblütig, gewissenlos und ohne Skrupel. Für sie ist es existenzielle Notwehr, in Wirklichkeit jedoch schnöde Selbstjustiz. Die Blum. Eben noch hat sie die Kinder zu Bett gebracht und danach zerstückelt sie schnell mal eine Leiche. Die hat sie vorher natürlich selbst umgebracht. Ob das glaubwürdig ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Krimi oder was?

Totenfrau ist kein Krimi und kein Thriller, eher das Psychogramm einer gequälten Seele. Hier wird nicht ermittelt. Hier gibt es keine Ratespiele. Der Mörder ist bekannt. Die Blum. Bei der Suche nach ihren Opfern kommt ihr immer Kommissar Zufall zu Hilfe und trotz sehr spontaner und planloser Vorgehensweise, gibt es fast keine Probleme. Besonders spannend fand ich das Buch nicht, aber es geht unter die Haut.
Fazit

Es fällt mir schwer, dieses Buch zu bewerten. Entspanntes Lesevergnügen stellt sich nicht ein. Trotzdem fasziniert dieses Buch. Wie ein Blick in den Abgrund von dem man sich nicht distanzieren kann. Verstörend. Brutal. Intensiv.

06.05.2014 14:31:03
Marius

Eine Frau sieht schwarz

Sie haben ihr ihre große Liebe genommen – nun schlägt Blum zurück. Erbarmungslos verfolgt sie die Spuren der Mörder ihres Mannes und entdeckt eine unglaubliche Geschichte, die so unglaublich ist, dass Blum niemand glauben will.

Das sind die Grundzüge von Bernhard Aichners Roman „Totenfrau“. Im Mittelpunkt seiner Erzählung steht Blum, eine höchst eigenwillige und kompromisslose Frau, deren Einführung auf den ersten Seiten den Leser schon einmal kräftig schlucken lassen dürfte. Als Bestatterin verdient sie ihr täglich Brot mit dem Herrichten und Unter-die-Erde-Bringen von Toten. Die Realitätsnähe der im Bestattungsinstitut spielenden Szenen ist auch der Tatsache geschuldet, dass der österreichische Autor selbst ein halbjähriges Praktikum bei einem Bestatter ableistete, um die Realitätsnähe des Romans zu gewährleisten.

Der Inhalt von Aichners Rachegeschichte mag nicht die Neuerfindung des Rades sein, die Art und Weise, mit der er seine Geschichte erzählt, nötigt mir aber Respekt ab.
Mit einem minimalen Personaltableau erzählt Aichner seine Geschichte, die trotz ihres Österreich-Settings höchst universal ist und deren Rechte dementsprechend auch schon in zahlreiche Länder verkauft wurden.
Seine kurzen Kapitel sind knallhart geschrieben, Dialoge zieht Aichner aus seinem Erzählfluss heraus und erzählt diese nur als wörtliche Rede. Hier zeigt sich auch das große Talent, wenn aus gewechselten Wörtern Gespräche werden, die den Leser mitzittern lassen und ihn das Schlimmste befürchten und auf das Beste hoffen lassen. Gerade der Dialog mit einem Polizisten in der Mitte des Romans ist sehr gut gelungen. Bei Aichner sind die Gespräche nicht nur Mittel zum Zweck, sie sind elementarer Bestandteil und die Spannung wird mithilfe dieser Teile weitergeführt.

Blum kann in ihrer Kompromisslosigkeit als österreichische Antwort auf Lisbeth Salander gelten. Eine Rachegeschichte, die in ihrer Radikalität noch lange nachhallt. Außergewöhnlich gut!

19.04.2014 11:39:51
Martha66

Blum wird als 3jähriges Kind adoptiert und wächst in einem Beerdigungsinstitut auf. Sie hatte eine grauenvolle Kindheit. Im Alter von 7 Jahren musste sie sich um Leichen kümmern. Im Alter von 24 Jahren tötet sie Ihre Eltern und führt den Betrieb weiter . Sie lern Mark kennen und lieben. Sie bekommen 2 Kinder und sind Glücklich mit einander. Doch eines Tages wird Mark vor Ihren Augen überfahren und der Täter beginnt Fahrerflucht. Blum bekommt heraus, dass es kein Unfall war, es war Mord. Blum begibt sich auch die Suche, sie erfährt, dass es nicht nur einen Täter gibt. Sie begibt sich auf die Suche und nimmt auf grauenvolle und brutale Art Rache.

Eine Geschichte, die einen voll in seinen Bann zieht und einen nicht mehr los lässt. Dieser Thriller ist so spannend und das was Blum tut so unglaublich falsch, aber der Leser kann kaum anders als auf ihrer Seite zu stehen. Jeder Moment dieses Buches ist voller Emotionen und unfassbarer Enthüllungen, die dafür sorgen, dass Blum's Handeln in einem ganz anderen Licht erscheint.

Bernhard Aichinger ist hier ein Thriller gelungen, der so einen ganz anderen Schreibstil hat, als alles bisher mir bekanntes. Die Sätze kurz, knapp prägnant. Der Stakato-artige Schreibstil von Bernhard Aichner bringt Tempo ins Geschehen, der Atem wird schneller, der Blutdruck steigt. Man möchte noch schneller lesen können. Der Autor hält den Blick auf das Wesentliche gerichtet und konzentriert sich auf die Emotionen und die Innenwelt seiner Personen. Er verzichtet auf füllendes Beiwerk, was diesem Thriller einerseits eine hohe Intensität und Tempo verleiht, andererseits aber das eine oder andere Mal den Leser auch verstört, weil kaum Zeit zum Durchatmen bleibt.

Ein Thriller den ich manchmal aus der Hand legen musste um erst einmal zu verarbeiten und Luft zu holen. Dennoch so fesselnd, abstoßend und anziehend, das ich weiterlesen musste

Ein Thriller, der sich 5 Sterne verdient hat. Sehr Empfehlenswert.

19.04.2014 11:39:18
Martha66

Blum wird als 3jähriges Kind adoptiert und wächst in einem Beerdigungsinstitut auf. Sie hatte eine grauenvolle Kindheit. Im Alter von 7 Jahren musste sie sich um Leichen kümmern. Im Alter von 24 Jahren tötet sie Ihre Eltern und führt den Betrieb weiter . Sie lern Mark kennen und lieben. Sie bekommen 2 Kinder und sind Glücklich mit einander. Doch eines Tages wird Mark vor Ihren Augen überfahren und der Täter beginnt Fahrerflucht. Blum bekommt heraus, dass es kein Unfall war, es war Mord. Blum begibt sich auch die Suche, sie erfährt, dass es nicht nur einen Täter gibt. Sie begibt sich auf die Suche und nimmt auf grauenvolle und brutale Art Rache.

Eine Geschichte, die einen voll in seinen Bann zieht und einen nicht mehr los lässt. Dieser Thriller ist so spannend und das was Blum tut so unglaublich falsch, aber der Leser kann kaum anders als auf ihrer Seite zu stehen. Jeder Moment dieses Buches ist voller Emotionen und unfassbarer Enthüllungen, die dafür sorgen, dass Blum's Handeln in einem ganz anderen Licht erscheint.

Bernhard Aichinger ist hier ein Thriller gelungen, der so einen ganz anderen Schreibstil hat, als alles bisher mir bekanntes. Die Sätze kurz, knapp prägnant. Der Stakato-artige Schreibstil von Bernhard Aichner bringt Tempo ins Geschehen, der Atem wird schneller, der Blutdruck steigt. Man möchte noch schneller lesen können. Der Autor hält den Blick auf das Wesentliche gerichtet und konzentriert sich auf die Emotionen und die Innenwelt seiner Personen. Er verzichtet auf füllendes Beiwerk, was diesem Thriller einerseits eine hohe Intensität und Tempo verleiht, andererseits aber das eine oder andere Mal den Leser auch verstört, weil kaum Zeit zum Durchatmen bleibt.

Ein Thriller den ich manchmal aus der Hand legen musste um erst einmal zu verarbeiten und Luft zu holen. Dennoch so fesselnd, abstoßend und anziehend, das ich weiterlesen musste

Ein Thriller, der sich 5 Sterne verdient hat. Sehr Empfehlenswert.

15.04.2014 14:39:24
krimifan

Die Vorschusslorbeeren werden in keinster Weise erfüllt. Der Plot enthält im Detail viele Schwachstellen. Die Intention des Autors, mit Redundanzen, teilweise ins Ordinäre abdriftender Wortwahl, stilistisch auf Einwort- oder prädikatslose Sätze reduzierten Kapiteln Spannung aufzubauen, gelingt nicht. Das Buch hält nicht annähernd den Vergleich mit skandinavischen Autoren wie Stieg Larsson oder Jo Nesbo stand.

12.04.2014 15:25:16
honeysprinzessin

Das Buch ist super spannend und hat mich seit langem sehr gefesselt. Blum ist eine tolle Frau der man alles abnimmt. Die Motorradfahrten das Bestattungsunternehmen und auch die Beziehung zu ihrem Schwiegervater Karl. Ich habe nur Stieg Larson so verschlungen. Endlich mal ein neuer Stern am Krimihimmel. Die üblichen Verdächtigen locken mich nicht mehr hinter dem Ofen vor.

01.04.2014 14:07:30
Niemand

Ich habe das Buch mittelmäßig bis unerträglich gefunden. Die Protagonistin kommt mir wie im Rausch vor, auf eine streckenweise unangenehme Art und Weise getrieben / nicht Herrin der Lage, was mAn der in den Besprechungen charakterisierten Hauptperson widerspricht. Der Handlungsverlauf und das Ende sind vorhersehbar. Sprache und Satzbau wirken mit fortschreitender Seitenzahl penetrant.
Außerdem kann ich sicher für einige Zeit keine "Namenssätze"* ("Blum." "Massimo." "Mark." "Karl." "Die Kinder." "Reza." etc) mehr lesen - das mag wohldosiert ein passendes Stilmittel sein, wenn es so inflationär eingesetzt wird, wie hier, möchte man das Buch irgendwann entnervt in die Ecke werfen.*Ich ersuche um Infos, wenn jemand die korrekte Bezeichnung dafür kennt.

20.03.2014 13:47:27
anonymous

Die Hörbuchversion des Buches wurde mir nach etwa 2 Stunden unerträglich - und das nicht wegen des Sprechers.Der Handlungsfluß kommt nicht in Gang. Exzessiv werden Dialoge ausgewalzt
(Ich kann mich nicht erinnern ... Du mußt Dich doch an etwas erinnern ... aber ich kann nicht . aber das kann nicht sein, irgendetwas muß doch da sein ... nein ich erinnere mich nicht . bitte erinnere Dich ... aber ich kann nicht . doch Du kannst ... nein .)
Der exzessive Gebrauch der Anapher (Blum wollte dies... Blum wollte das... Blum dachte dies... Blum dachte das. Warum mußte es so sein...Warum konnte es nicht so sein...Warum konnte es nicht anders sein... Warum mußte es sein .)
macht die Sprache so penetrant, daß das Zuhören zu einer Quälerei wird.Situationsbeschreibungen wie "In der Küche, x,y und z sitzen am Küchentisch und essen" legen nahe, daß das Werk als Drehbuch konzipiert ist.
Gerne räume ich ein, daß Gelesenes oft völlig anders wirkt als Gehörtes.
Ich persönlich rate vom Erwerb des Hörbuches unbedingt ab.

13.03.2014 08:53:46
michael gasperl

Aichner formuliert prägnant und vorwärts treibend. So las ich das Buch fast in einem durch. Die Breaks durch die Dialoge sind gut gesetzt. Die Story läuft nicht nur sie rast dahin und man kann das Buch schwer weglegen. Die Handlung an sich bzw. die Ausführenden werden gut aufgebaut und auch mit wenigen Worte kennt man sie schnell. Zum Schluss hätte ich mir noch einen Knalleffekt gewünscht, der allerdings auf Grund der ständigen Knalleffekte nicht wirklich ein Manko darstellt. Bitte Verfilmen!