Grau wie der Tod

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • London: Quercus, 2010, Titel: 'Scream', Seiten: 403, Originalsprache
  • München: Droemer Knaur, 2014, Seiten: 352, Übersetzt: Marie-Luise Bezzenberger

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Jörg Kijanski
Ungewöhnlicher Fall für DCI Lapslie.

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Nov 2013

Detective Chief Inspector Mark Lapslie ist zufrieden, denn seit einiger Zeit hat er, was unmöglich erschien, eine neue Freundin. Diese arbeitet als Anästhesistin im Chelmsford Hospital und hat Lapslie Zugang zu einer Gesprächsrunde für kognitive Verhaltenstherapie verschafft, um seine Synästhesie in den Griff zu bekommen. Auch ein neues Medikament hilft hervorragend und so hat Lapslie kaum noch das Gefühl, dass sich Geräusche in unangenehmen Geschmack verwandeln. In Islamabad soll Lapslie bei einem Symposium einen Vortrag halten, doch da erhält er plötzlich eine anonyme Mail, auf der mehrere Schreie einer offenbar zu Tode geängstigten Frau zu hören sind. Kurzerhand reist er zurück; froh, seinen Vortrag auf einen ungeliebten Kollegen abschieben und endlich wieder ermitteln zu können.

Derweil ermittelt seine Mitarbeiterin Emma Bradbury an einem neuen Fall. Eine Frauenleiche wurde in einer Spielhalle für Kinder gefunden, brutal misshandelt und als sich herausstellt, dass sie zu einer Gruppe der Traveller gehört, ist schnell ein Verdächtiger gefunden. Währenddessen findet Lapslie heraus, dass die ominöse Mail aus dem Chelmsford Hospital verschickt wurde ...

 

"Die Pavee regeln ihre Angelegenheiten normalerweise lieber selbst. Sie behelligen die Polizei nicht gern mit Trivialitäten wie vermissten Personen."

 

Die wundersame Genesung des Protagonisten.

Was dem Leser recht schnell klar wird, erfahren die beiden Hauptfiguren Lapslie und Bradbury erst "kurz vor der Halbzeit". Genauer gesagt, Lapslie erfährt den Zusammenhang und dies ausgerechnet von Dom McGinley, einem bekannten Kriminellen und seit einiger Zeit neuer Lebensgefährte von Emma.

 

"Vielleicht bitte ich Dom, mir so was zum Geburtstag zu kaufen."
"Bezahlt mit dem Blutgeld, das er sich als unrechtmäßigen Gewinn aus hundert bewaffneten Raubüberfällen angeeignet hat?"
"Mir hat er erzählt, er hätte im Lotto gewonnen. Mehrmals hintereinander."

 

In der Mark-Lapslie-Reihe zeigt Nigel McCrery ein Faible für bemerkenswerte Figuren. Emma liebt einen Ganoven, Lapslie leidet(e) unter Synästhesie und die zuständige Pathologin unter Polio. Doch dank der neuen Lebensgefährtin von Lapslie gibt es zumindest für ihn Hoffnung, was ein wenig schade ist, denn seine kurzzeitigen Ausfälle, weil er sich beispielsweise wegen plötzlicher unangenehmer Geschmacksirritationen aufgrund bestimmter Geräusche übergeben musste, waren für seine Figur doch irgendwie prägend.

 

"Wir wissen doch noch gar nicht, ob das das entscheidende Merkmal ist."
"Wir haben nur die eine Leiche. Alles Mögliche könnte ein entscheidendes Merkmal sein, einschließlich der Haut- und Haarfarbe und des zweiten Vornamens, aber irgendwo müssen wir ja anfangen."

 

Überhaupt begeht Nigel McCrery hier neue Wege, denn die Geschichte besteht zunächst aus zwei Handlungssträngen und so bekommt Emma deutlich mehr Anteil an der Geschichte. Dies ist gut und sorgt für zusätzliche Abwechslung wie Spannung, wobei der Plot auch in sich ordentlich Potential hat.

Computerhightech, medizinische Fachsimpelei und Verbrechen mit Ekelfaktor.

McCrery überzeugt durch Detailwissen bei Computer-Knowhow, vor allem wenn es um den vermeintlichen Absender der Mail zu Beginn der Geschichte geht. Dass er zudem tiefergehende medizinische Kenntnisse der Pathologin einfließen lässt überrascht hingegen nicht, schließlich ist McCrery einem nicht kleinen Teil des Publikums durch die Serie "Gerichtsmedizinerin Dr. Samantha Ryan" (BBC) ein Begriff.

Die verübten Verbrechen, es gibt davon einige, werden allerdings arg brutal und detailliert geschildert; dies nur als Warnung für zartbesaitete Leser(innen). Insgesamt ist die Geschichte spannend, die Zahl der Verdächtigen allerdings überschaubar und somit die Auflösung ein wenig vorhersehbar. Da werden sich manche Leser schon eher fragen, wie man den Originaltitel "Scream" mit Grau wie der Tod übersetzen konnte? Nach der Lektüre wissen Sie es.

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