Schwarzes Schaf

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • London: Quercus, 2009, Titel: 'Tooth and claw', Seiten: 309, Originalsprache
  • München: Droemer Knaur, 2012, Seiten: 400, Übersetzt: Marie-Luise Bezzenberger

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Jörg Kijanski
Kommt an <cite>Kaltes Gift</cite> nicht heran

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Dez 2011

Detective Chief Inspector Mark Lapslie leider an einer besonderen Form der Synästhesie, welche dazu führt, dass sich in seiner Wahrnehmung Geräusche in Geschmacksempfindungen umwandeln. Beispielsweise bildet sich ein ausgeprägter Grapefruitgeschmack in seinem Mund, wenn seine Kollegin Emma Bradbury spricht. Aufgrund seiner Lärmempfindlichkeit hat ihn bereits seine Frau mit den beiden Kindern vor einigen Monaten verlassen und so arbeitet er allein in seinem ruhigen Cottage an einer Serie über die potentielle Restrukturierung der Essex Police Constabulary. Der Mord an der recht bekannten Nachrichtensprecherin Catharine Charnaud veranlasst Superintendent Alan Rouse jedoch, seinen vermeintlich besten Ermittler wieder in den aktiven Dienst zu holen. Charnaud wurde in ihrem Haus überwältigt und brutal ermordet. Sie starb, während ihr Mörder das Fleisch ihres linken Arms mit einem Messer ablöste. Doch trotz intensiver Ermittlungen finden sich keine Spuren; Lapslie und seine Leute tappen im Dunkeln.

Wenige Tage später explodiert ein Sprengsatz im Bahnhof Braintree Parkway, bei dem ein Mann getötet wird. Obwohl es keine Hinweise auf einen terroristischen Anschlag gibt, werden auch hier die Ermittlungen Lapslie übertragen, der mit dem Mordfall Charnaud eigentlich schon ausgelastet ist. Da die Ermittlungen in beiden Fällen auf der Stelle treten zieht Lapslie die Profilerin Eleanor Whittley, eine Expertin für abnormale Psychologie, hinzu und nähert sich so alsbald dem Täter. Jedoch völlig anders als von ihm erwartet…

Was Lapslie nicht wissen kann, ist Ihnen von Anfang klar: Carl, der Sohn von Eleanor Whittley, ist der gesuchte Serienmörder, der unter anderem für die beiden oben genannten Todesfälle verantwortlich ist. Nein, hier hat Ihr Rezensent nicht versehentlich zu viel verraten, denn den Hinweis auf den Mörder erhalten Sie bereits vor Beginn der Lektüre auf dem Buchrücken (sozusagen "frei Haus"). Wie schon beim ersten Band der Mark-Lapslie-Reihe Kaltes Gift erzählt Nigel McCrery erneut in zwei Handlungssträngen. Man folgt den detailverliebten Ermittlungen in denen vor allem die Figurenbildung nicht zu kurz kommt und andererseits - in etwa gleichem Umfang - der Vorgehensweise des gesuchten Serienmörders Carl Whittley. Nach und nach erschließt sich, warum der junge Mann (aus seiner Sicht) immer wieder morden muss. Genau diese Frage ist die eigentlich spannende, denn die Frage nach dem Täter erübrigt sich ja. Wer also einen "klassischen" Whodunit lesen möchte, liegt hier völlig falsch.

So bleibt der Spannungsbogen verständlicherweise arg überschaubar. Überzeugte Kaltes Gift noch mit einem bitterbösen schwarzen, typisch britischen Humor, fehlt dieser hier leider weitgehend.

 

"Der Chief hat ein Statement abgegeben, dass Sie seine volle Unterstützung haben."
"Gott steh mir bei, ich bin erledigt."

 

Bei Schwarzes Schaf stehen sich zwei intensiv gezeichnete Charaktere gegenüber, die sich durch ein jeweils außergewöhnliches Krankheitsbild auszeichnen. Dass Lapslies Synästhesie mitunter bei den Ermittlungen hinderlich ist, zeigt sich bei dem Anschlag am Braintree Parkway, wo ein durchfahrender Schnellzug ein derartig gewaltiges Geschmackserlebnis in seinem Mund auslöst, dass er sich kurzerhand am Bahnsteig übergeben muss. Wer ein Faible für außergewöhnliche Protagonisten und Plots hat, kann dem angenehmen und kurzweiligen Schreibstil von Nigel McCrery sicher etwas abgewinnen. Ein (britisches) Highlight wie "Kaltes Gift" ist der zweite Band der Mark-Lapslie-Reihe allerdings nicht.

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